Überblick
Was ist der Kondensator-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Kondensator-Rechner ist für Fälle gedacht, in denen ein Bauteil nicht nur irgendeinen µF-Wert haben soll, sondern eine konkrete Aufgabe im Stromkreis erfüllen muss. Typische Beispiele sind Siebung nach Gleichrichtung, Entkopplung auf einer Platine, Zeitglieder in Tastern oder RC-Verhalten in einfachen Filtern.
Genau dafür ordnet der Rechner Kapazität, Blindwiderstand, Energie und Zeitkonstante gemeinsam ein.
Ein Kondensator speichert elektrische Ladung Q und gibt sie wieder ab; wie viel das ist, hängt von der Kapazität C in der SI-Einheit Farad und der anliegenden Spannung U ab.
Im Wechselstromkreis wirkt er nicht wie ein einfacher Widerstand, sondern über seinen frequenzabhängigen Blindwiderstand Xc, der mit steigender Frequenz sinkt.
In Kombination mit einem Widerstand R bestimmt die Zeitkonstante τ, wie schnell sich der Kondensator auf- und entlädt.
Der Rechner verbindet diese Größen, damit du Glättungs-, Koppel- und Timing-Kondensatoren nicht isoliert über den µF-Wert, sondern über ihre tatsächliche Funktion auswählst.
Damit die Kapazität nicht als nackte Zahl im Raum steht, ordnet der Rechner sie zusätzlich einem Einsatzbereich zu: Der pF-Bereich steht für HF und Abstimmung, der nF-Bereich für Filter und Timing, der µF-Bereich für Kopplung und Bypass, der mF- und F-Bereich für Energiespeicher.
Diese Einordnung ist der schnellste Plausibilitätstest der Seite.
Wer ein Zeitglied dimensionieren will und dabei im pF-Bereich landet, hat sich fast immer um mehrere Dekaden vertan — ein Fehler, den die Zahl allein nicht verrät, die Bereichsangabe aber sofort.