Überblick
Was ist der Depot-Gebühren-Vergleich?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Depotgebühren-Rechner berechnet für bis zu drei Broker parallel Endvermögen, kumulierte Gebühren und Renditeverlust über einen wählbaren Anlagezeitraum und macht sichtbar, welcher Anbieter bei deinem Anlageverhalten am günstigsten ist. Wie hoch sind Depotgebühren im Vergleich?
Zwei Depots mit 300 Euro monatlicher Sparrate, 7 % Rendite und 20 Jahren Laufzeit können beim teureren Broker über 3.100 Euro Endvermögen auseinanderliegen — nicht allein wegen der nominalen Jahresgebühr von 71 Euro, sondern weil der entgangene Zinseszins auf das nicht investierte Kapital den Unterschied mehr als verdoppelt.
Der Rechner eignet sich für Anleger, die ETF-Sparpläne betreiben, Einzelorders aufgeben oder zwischen Neobroker, Direktbank und Filialbank wechseln wollen.
Er berücksichtigt alle vier Kostenarten: Depotpauschale, Ordergebühr, Sparplan-Gebühr und ETF-Gesamtkostenquote (TER).
Durch den direkten Vergleich von bis zu drei Gebührenmodellen in einer Ansicht wird der konkrete Renditeverlust durch Kosten sichtbar, der in der reinen Jahresgebühr nicht ablesbar ist.
Angaben ohne Gewähr; aktuelle Konditionen immer beim Anbieter prüfen. Depot-Gebührentypen: Jahresgebühr vs.
Transaktionsgebühren — Die Kostenstruktur von Wertpapierdepots besteht aus zwei fundamentalen Gebührenarten, die unterschiedlich wirken: Jahresgebühren (0–50 Euro): Eine feste Verwaltungsgebühr, die jährlich unabhängig von der Handelsaktivität anfällt.
Sie deckt die Depotführung ab und existiert etwa bei vielen Direktbanken und älteren Gebührenmodellen.
Für einen passiven Sparplananleger mit wenigen Transaktionen ist eine moderate Jahresgebühr oft verkraftbar, aber über 20 Jahre mit Zinseszins kostet sie mehrere tausend Euro Rendite.
Transaktionsgebühren (2–10 Euro je Order): Fallen pro Kauf oder Verkauf an und sind das Geschäftsmodell von Neobroker und Handelsplattformen.
Ein aktiver Trader mit 10 Transaktionen pro Monat zahlt 20–100 Euro monatlich (240–1.200 Euro jährlich), während ein Buy-and-Hold-Investor mit nur einer Order pro Monat oder Sparplan mit kostenloser Ausführung deutlich günstiger fährt.
Das Praxisbeispiel macht die Unterscheidung klar: Bei 100.000 Euro Depotvolumen und 10 Transaktionen pro Jahr bewegt sich der jährliche Kostenblock zwischen 20 Euro (reine Transaktionskosten bei einem Neobroker ohne Ordergebühr) und über 150 Euro (Jahresgebühr 30 Euro + 12 Sparplan-Ausführungen à 10 Euro bei einer klassischen Direktbank).
Entscheidend für Sparer: Eine 30-Euro-Jahresgebühr mit 0-Euro-Transaktionsgebühren ist für regelmäßige Sparer oft kostengünstiger als keine Jahresgebühr mit 5–10 Euro Transaktionskosten pro Order.
Kostenloser Sparplan ist das zentrale Feature für Vermögensaufbau: Wer monatlich oder quartalsweise mit ETF-Sparplänen spart (für Altersvorsorge, langfristigen Vermögensaufbau oder den Notfallfonds), sollte einen Broker mit kostenlosem oder sehr günstigem Sparplan wählen.
Ein 0-Euro-Sparplan spart über 20 Jahre bei 12 Ausführungen pro Jahr zwischen 1.200 und 2.400 Euro Kosten ein (je nachdem, ob die Alternative 5 oder 10 Euro pro Ausführung kostet).
Diese eingesparten Gebühren übersetzen sich zu 100 % in zusätzliche Rendite durch Zinseszins und sind oft der stärkste Einzelfaktor beim Brokervergleich für Sparer.