Überblick
Was ist der Transformator-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Aus Primärspannung, Primärstrom, den beiden Windungszahlen und dem Wirkungsgrad eines idealisierten Trafos berechnet der Transformator-Rechner die Sekundärspannung, den Sekundärstrom und das Übersetzungsverhältnis. Ein Transformator überträgt elektrische Energie über zwei magnetisch gekoppelte Wicklungen auf einem gemeinsamen Eisenkern; das Verhältnis der Windungszahlen N1 und N2 legt fest, wie stark die Spannung von der Primär- auf die Sekundärseite verändert wird.
Die Sicherheitsanforderungen für Netztransformatoren regelt der VDE. Klassische Eisenkerntrafos arbeiten dabei mit Wechselspannung, weil nur ein sich änderndes Magnetfeld eine Spannung in der Sekundärwicklung induziert.
Das Tool ist für Netzteil-Grundlagen, Ausbildung und Vorplanung nützlich, wenn du verstehen willst, wie stark Windungszahl und Wirkungsgrad das Ergebnis beeinflussen und ob ein Aufbau eher hoch- oder heruntertransformiert.
Es beantwortet drei Kernfragen: Welche Sekundärspannung stellt sich ein, welcher Sekundärstrom ist bei einem bestimmten Wirkungsgrad verfügbar und wie groß ist das Übersetzungsverhältnis.
So lässt sich vorab abschätzen, ob ein geplanter Trafo die gewünschte Ausgangsspannung und Last liefert.
Zur Sekundärspannung liefert der Rechner zusätzlich eine Sicherheitseinordnung in drei Stufen: bis 50 Volt Schutzkleinspannung (SELV), von 50 bis 120 Volt Kleinspannung und darüber Netzspannung mit dem ausdrücklichen Hinweis, Sicherheitsabstand einzuhalten.
Die Voreinstellung mit 1000 zu 52 Windungen an 230 Volt landet bei 11,96 Volt und damit klar im SELV-Bereich.
Dreht man das Windungsverhältnis um, erscheint die Netzspannungswarnung schneller, als die Zahlen vermuten lassen — schon 500 Sekundärwindungen gegen 1000 Primärwindungen führen auf 115 Volt und damit an die Grenze zur dritten Stufe.