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Trafo-Rechner: Übersetzungsverhältnis online berechnen

Elektronik & PhysikStand Noch keine Bewertung

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V
A
%

Berechnete Werte

Sekundärspannung U211.96V
Sekundärstrom I218.846154 A
Übersetzungsverhältnis19.2308
Primärleistung230 W
Sekundärleistung225.4 W
Trafo-TypSchutzkleinspannung (SELV, ≤50 V AC)

Schaltbild (schematisch)

Schematische Darstellung der Widerstands- und Spannungsverteilung.

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Kurzantwort

Beim idealen Transformator gilt die Hauptgleichung U1/U2 = N1/N2 = I2/I1. Bei U1 = 230 V, N1 = 1000 und N2 = 100 ergibt das U2 = 23 V. Der Rechner berücksichtigt zusätzlich den Wirkungsgrad η, sodass der reale Sekundärstrom etwas niedriger ausfällt als im idealen Fall.

Transformator berechnen: Übersetzungsverhältnis ü = N1/N2 = U1/U2

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Transformator-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Aus Primärspannung, Primärstrom, den beiden Windungszahlen und dem Wirkungsgrad eines idealisierten Trafos berechnet der Transformator-Rechner die Sekundärspannung, den Sekundärstrom und das Übersetzungsverhältnis. Ein Transformator überträgt elektrische Energie über zwei magnetisch gekoppelte Wicklungen auf einem gemeinsamen Eisenkern; das Verhältnis der Windungszahlen N1 und N2 legt fest, wie stark die Spannung von der Primär- auf die Sekundärseite verändert wird.

Die Sicherheitsanforderungen für Netztransformatoren regelt der VDE. Klassische Eisenkerntrafos arbeiten dabei mit Wechselspannung, weil nur ein sich änderndes Magnetfeld eine Spannung in der Sekundärwicklung induziert.

Das Tool ist für Netzteil-Grundlagen, Ausbildung und Vorplanung nützlich, wenn du verstehen willst, wie stark Windungszahl und Wirkungsgrad das Ergebnis beeinflussen und ob ein Aufbau eher hoch- oder heruntertransformiert.

Es beantwortet drei Kernfragen: Welche Sekundärspannung stellt sich ein, welcher Sekundärstrom ist bei einem bestimmten Wirkungsgrad verfügbar und wie groß ist das Übersetzungsverhältnis.

So lässt sich vorab abschätzen, ob ein geplanter Trafo die gewünschte Ausgangsspannung und Last liefert.

Zur Sekundärspannung liefert der Rechner zusätzlich eine Sicherheitseinordnung in drei Stufen: bis 50 Volt Schutzkleinspannung (SELV), von 50 bis 120 Volt Kleinspannung und darüber Netzspannung mit dem ausdrücklichen Hinweis, Sicherheitsabstand einzuhalten.

Die Voreinstellung mit 1000 zu 52 Windungen an 230 Volt landet bei 11,96 Volt und damit klar im SELV-Bereich.

Dreht man das Windungsverhältnis um, erscheint die Netzspannungswarnung schneller, als die Zahlen vermuten lassen — schon 500 Sekundärwindungen gegen 1000 Primärwindungen führen auf 115 Volt und damit an die Grenze zur dritten Stufe.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die Primärspannung U1 in Volt, den Primärstrom I1 in Ampere, die Primärwicklung N1 als Windungszahl, die Sekundärwicklung N2 ebenso sowie einen Wirkungsgrad in Prozent ein. Die Daten stammen meist aus dem Typenschild, einem Schaltplan oder dem Wicklungsentwurf; die beiden Windungszahlen sind der Schlüssel zum Übersetzungsverhältnis und damit zur Sekundärspannung.

Entscheidend ist die Rechenrichtung, und sie überrascht viele: Der Primärstrom I1 ist eine Eingabe, der Sekundärstrom I2 das Ergebnis. Der Rechner geht also von der Netzseite aus und nicht von der Last.

Wer eine gewünschte Sekundärlast im Kopf hat, muss I1 vorab selbst abschätzen — für rund 1 Ampere bei 12 Volt sekundär trägst du primär etwa 0,053 Ampere ein.

Lässt du den Vorgabewert von 1 Ampere stehen, meldet der Rechner bei 1000 zu 52 Windungen konsequenterweise 18,85 Ampere auf der Sekundärseite, weil beim Heruntertransformieren dieselbe Leistung auf mehr Strom bei weniger Spannung verteilt wird.

Das ist kein Fehler, sondern die Antwort auf eine andere Frage als die gestellte. Achte darauf, Primär- und Sekundärseite nicht zu vertauschen, denn N1 gehört immer zur Eingangs- und N2 zur Ausgangswicklung.

Den Wirkungsgrad setzt du realistisch zwischen 90 und 98 Prozent an, weil ein realer Trafo durch Kupfer- und Eisenverluste nie verlustfrei überträgt.

Gib nur Wechselspannungswerte ein, da ein klassischer Eisenkerntrafo Gleichspannung nicht transformiert.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Siehe Formeln und Rechenschritte.

Verwendete Formeln

U2 / U1 = N2 / N1

I2 / I1 = N1 / N2

P2 = eta * P1

Formeltafel zum Transformator: Sekundärspannung aus dem Windungsverhältnis, Übersetzungsverhältnis, Leistungen und Sekundärstrom.
Übersetzungsgesetz des Transformators mit Leistungsbilanz über den Wirkungsgrad (Index p = primär, s = sekundär).

Nachschlagen

Transformator-Übersetzung: 230 V Primär → Sekundärspannung, Windungsverhältnis und Strom bei 100 W

Formeln: U1/U2 = N1/N2 (Windungsverhältnis) und I1/I2 = N2/N1 (Stromverhältnis). Primärstrom bei P = 100 W und idealem Trafo: I1 = P / U1 ≈ 0,43 A.

Transformator-Tabelle: Sekundärspannung, Windungsverhältnis N1/N2, Sekundärstrom I2 und Primärstrom I1 bei 230 V Primärspannung und 100 W Nennleistung
U2 (V)Windungsverhältnis N1 : N2Sekundärstrom I2 bei 100 W (A)Primärstrom I1 bei 100 W (A)
3 V76,7 : 133,330,435
5 V46,0 : 120,000,435
6 V38,3 : 116,670,435
9 V25,6 : 111,110,435
12 V19,2 : 18,330,435
15 V15,3 : 16,670,435
18 V12,8 : 15,560,435
24 V9,58 : 14,170,435
36 V6,39 : 12,780,435
48 V4,79 : 12,080,435
110 V2,09 : 10,910,435
230 V (1 : 1)1 : 10,4350,435
400 V1 : 1,740,250,435

Idealer Trafo (η = 100 %). Reale Trafos: η = 95–99 %; Leerlaufverluste und Kupferverluste nicht berücksichtigt. Quelle: DIN EN 61558, IEC 60076.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Transformator-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie berechnet man einen Transformator Schritt für Schritt?

Einen Transformator berechnet man über die Trafo-Hauptgleichung U1/U2 = N1/N2 = I2/I1. Zuerst bestimmst du die Sekundärspannung aus U2 = U1·N2/N1, dann über die Leistung den Sekundärstrom.

Beispiel: Bei U1 = 230 V, N1 = 1000 und N2 = 100 ergibt sich U2 = 230·100/1000 = 23 V.

Die Primärleistung ist P1 = U1·I1, bei I1 = 1 A also 230 W; mit einem Wirkungsgrad von 98 Prozent bleibt eine Sekundärleistung von rund 225 W, woraus I2 = P2/U2 ≈ 9,8 A folgt.

Im Rechner gibst du Primärspannung, Primärstrom, beide Windungszahlen und den Wirkungsgrad ein und erhältst Sekundärspannung, Sekundärstrom, Übersetzungsverhältnis und Leistungen in einem Schritt.

Damit prüfst du eine Trafo-Auslegung schnell auf Plausibilität, bevor du Kern- und Drahtquerschnitt festlegst.

In der Praxis begegnet dir das zum Beispiel beim Modellbau, wo Netzspannung auf 12 V oder 24 V heruntertransformiert wird, oder beim Laden von Akkus über ein geregeltes Schaltnetzteil, das intern denselben Rechenweg nutzt.

Wie berechne ich einen Trafo für eine gewünschte Ausgangsspannung?

Für eine gewünschte Ausgangsspannung stellst du die Trafo-Gleichung nach der Windungszahl um: N2 = N1·U2/U1. Du legst also die Primärwindungszahl und die Zielspannung fest und berechnest daraus die nötige Sekundärwindungszahl.

Beispiel: Soll ein 230-V-Netztrafo 12 V liefern und hat die Primärseite N1 = 1000 Windungen, ergibt sich N2 = 1000·12/230 ≈ 52 Windungen. Den nötigen Sekundärstrom bestimmst du anschließend aus der Last über I2 = P2/U2.

Bei 12 V und 1 A Last sind das 12 W Sekundärleistung.

Der Rechner nimmt dir diese Umstellung ab: Du variierst die Windungszahlen, bis die angezeigte Sekundärspannung zur gewünschten Ausgangsspannung passt, und siehst zugleich, welcher Primärstrom und welche Leistung sich daraus ergeben.

So wird aus dem Trafo-Berechnen ein gezieltes Auslegen statt reinem Nachrechnen.

Ein typischer Einsatzfall ist die Modellbahn, wo du aus 230 V genau 16 V für den Gleisanschluss brauchst: Bei N1 = 500 Windungen ergibt sich N2 = 500·16/230 ≈ 35 Windungen — eine Probe, die der Rechner in Sekunden bestätigt.

Wie berechnet man das Übersetzungsverhältnis eines Transformators?

Das Übersetzungsverhältnis ü eines Transformators berechnet sich aus ü = N1/N2 = U1/U2, also dem Verhältnis der Windungszahlen, das gleich dem Verhältnis der Spannungen ist.

Ist ü größer als 1, transformiert der Trafo herunter (Spartrafo, Netzteil), ist ü kleiner als 1, transformiert er hoch. Beispiel: Bei N1 = 1000 und N2 = 100 ist ü = 10, der Trafo senkt 230 V also auf 23 V.

Auf der Stromseite kehrt sich das Verhältnis um, denn es gilt I2/I1 = N1/N2, sodass der Sekundärstrom beim Heruntertransformieren entsprechend größer ist. Im Idealfall bleibt die Leistung dabei erhalten.

Der Rechner gibt das Übersetzungsverhältnis direkt aus, sodass du sofort erkennst, ob dein Aufbau hoch- oder heruntertransformiert und wie stark die Spannung verändert wird.

Ein Klingeltrafo mit ü = 10 liefert 23 V aus 230 V; bei Hochspannungsleitungen gilt umgekehrt ü kleiner als 1, um Leistung verlustarm über weite Strecken zu übertragen. Der Rechner zeigt dabei stets, wie stark sich der Strom gegensinnig verschiebt.

Wie berechnet man die Windungszahl eines Transformators?

Die Windungszahl berechnet sich aus der umgestellten Trafo-Gleichung: N2 = N1·U2/U1 für die Sekundärseite oder N1 = N2·U1/U2 für die Primärseite. Du brauchst dafür die jeweils andere Windungszahl und die beiden Spannungen.

Beispiel: Sollen aus 230 V genau 12 V werden und hat die Primärwicklung 1000 Windungen, ergibt sich N2 = 1000·12/230 ≈ 52 Windungen.

Bei einer Hochspannungswicklung kehrt sich das um: Für 230 V auf 4600 V mit N1 = 100 ergibt N2 = 100·4600/230 = 2000 Windungen.

In der realen Auslegung kommt zur reinen Windungszahl noch die Frage nach Kernquerschnitt und Windungen pro Volt hinzu, die vom Kernmaterial abhängt.

Der Rechner liefert über das Verhältnis der eingegebenen Windungszahlen direkt die passende Sekundärspannung und macht die Windungszahl-Auslegung nachvollziehbar.

Als Orientierungswert gilt bei E-I-Kernen aus Elektroblech oft rund 4,5 Windungen pro Volt auf der Primärseite; bei Ringkerntrafos liegt der Wert je nach Kernmaterial zwischen 2,5 und 4 — ein Detail, das du mit dem Rechner durch gezieltes Variieren der Eingaben schnell eingrenzst.

Was ist die Formel für den Transformator (Trafo-Hauptgleichung)?

Die zentrale Transformator-Formel ist die Hauptgleichung U1/U2 = N1/N2 = I2/I1. Sie verknüpft Spannungen, Windungszahlen und Ströme der Primär- und Sekundärseite.

Aus ihr folgt die Sekundärspannung U2 = U1·N2/N1 und der Zusammenhang, dass sich der Strom umgekehrt zum Spannungsverhältnis verhält. Im idealen Transformator bleibt die Leistung erhalten, es gilt also P1 = U1·I1 = U2·I2 = P2.

Beispiel: Bei U1 = 230 V, N1 = 1000 und N2 = 100 ist U2 = 23 V; fließen primär 1 A, sind es sekundär 10 A. Im realen Trafo reduziert der Wirkungsgrad die übertragene Leistung um wenige Prozent.

Der Rechner setzt genau diese Formeln um, sodass du Spannung, Strom und Leistung beider Seiten nicht einzeln von Hand umstellen musst. Das Übersetzungsverhältnis N1/N2 gibt der Rechner ebenfalls direkt aus.

Netzgeräte, Schweißtransformatoren und Trenntrafos folgen alle derselben Gleichung, unterscheiden sich aber in Kern- und Wicklungskonstruktion, was der Wirkungsgrad-Eingang des Rechners pauschal erfasst.

Wie dimensioniert man einen Transformator nach kVA?

Ein Transformator wird nach der Scheinleistung S = U2·I2 dimensioniert, angegeben in VA oder kVA. Du bestimmst zuerst, welche Sekundärspannung und welcher Sekundärstrom unter Volllast gebraucht werden, und multiplizierst beide.

Beispiel: Soll der Trafo 12 V bei 4 A liefern, ist S = 12·4 = 48 VA. Für eine Industrieanwendung mit 230 V und 20 A wären es S = 4600 VA = 4,6 kVA.

Aus der Scheinleistung leiten sich Kernquerschnitt, Windungen pro Volt und Drahtquerschnitt der Wicklungen ab, wobei du einen Reservefaktor für Erwärmung einplanst. Der Wirkungsgrad bestimmt zusätzlich, wie viel Primärleistung du bereitstellen musst.

Der Rechner liefert Sekundärspannung, Sekundärstrom und Leistung, sodass du die benötigte Scheinleistung direkt ablesen und den passenden Trafo-Kern auswählen kannst.

Haushaltsgeräte wie Mikrowellen nutzen Trafos mit 500 bis 2000 VA, Schweißgeräte im Hobbybereich starten bei etwa 1,5 kVA.

Der Reservefaktor sollte mindestens 20 Prozent über dem Nennstrom der Last liegen, damit der Trafo im Dauerbetrieb nicht überhitzt und die Lebensdauer der Isolierung steigt.

Wie funktioniert ein Transformator physikalisch?

Ein Transformator funktioniert über elektromagnetische Induktion zwischen zwei Wicklungen auf einem gemeinsamen Eisenkern.

Die Wechselspannung an der Primärwicklung erzeugt ein sich ständig änderndes Magnetfeld im Kern, das in der Sekundärwicklung eine Spannung induziert. Weil die induzierte Spannung proportional zur Windungszahl ist, gilt U1/U2 = N1/N2.

Entscheidend ist, dass die Spannung wechselt: Reine Gleichspannung erzeugt nach dem Einschaltmoment kein fortlaufendes Feld und damit keine Sekundärspannung.

Beispiel: Hat die Primärseite doppelt so viele Windungen wie die Sekundärseite, wird die Spannung halbiert und der Strom verdoppelt. Der Eisenkern bündelt den magnetischen Fluss und sorgt für eine enge Kopplung beider Wicklungen.

Der Rechner bildet diesen idealen Zusammenhang ab und zeigt, wie Windungszahl und Wirkungsgrad die Ausgangsseite des Transformators bestimmen.

Ein anschauliches Alltagsbeispiel ist das Steckernetzteil für ein Laptop oder Smartphone: Es enthält intern einen Hochfrequenz-Transformator, der dasselbe Induktionsprinzip nutzt, allerdings bei 50 bis 100 kHz statt 50 Hz, was deutlich kleinere Kerne erlaubt.

Was ist der Unterschied zwischen idealem und realem Transformator?

Der ideale Transformator überträgt die Leistung vollständig verlustfrei, sodass P1 = P2 gilt und die Trafo-Hauptgleichung exakt erfüllt ist.

Der reale Transformator hat dagegen Verluste durch den Wicklungswiderstand (Kupferverluste), durch Ummagnetisierung und Wirbelströme im Kern (Eisenverluste) sowie durch Streufluss.

Dadurch liegt der Wirkungsgrad typischerweise zwischen 90 und 98 Prozent, und die Sekundärspannung sinkt unter Last leicht ab.

Beispiel: Ein idealer Trafo mit 230 W Primärleistung liefert sekundär ebenfalls 230 W, ein realer mit 95 Prozent Wirkungsgrad nur rund 219 W.

Der Rechner nutzt den eingegebenen Wirkungsgrad, um diese Verluste pauschal zu berücksichtigen, ersetzt aber keine detaillierte Ersatzschaltbild-Rechnung.

Für Erwärmung, Spannungsstabilität unter Last und Sicherheitsfragen sind zusätzlich reale Bauteildaten und Normen nötig.

Bei Trafos ab 1 kVA wachsen Kupferverluste quadratisch mit dem Strom, weshalb Hersteller mindestens 10 Prozent Leistungsreserve und einen Temperaturschutz vorsehen.

Für Schulprojekte reicht der Rechner als Überschlagsrechnung; in der Praxis gelten weitergehende Anforderungen nach IEC 60076.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Das bedeutet in der Praxis: Das Übersetzungsverhältnis zeigt schnell, ob der Trafo für Versorgung, Trennung oder Hochspannung gedacht ist, ersetzt aber keine Lastbetrachtung. Für die Interpretation solltest du Sekundärspannung, Sekundärstrom und Wirkungsgrad gemeinsam lesen und im Vergleich zur geplanten Last bewerten.

Ein idealer Transformator überträgt die Leistung verlustfrei (P1 = P2), ein realer Trafo verliert durch Kupfer- und Eisenverluste typischerweise 2 bis 10 Prozent, sodass der Wirkungsgrad meist zwischen 90 und 98 Prozent liegt.

Weiterführende Grundlagen zum elektromagnetischen Induktionsprinzip bietet LEIFI Physik.

Wenn die Ausgangsseite zu knapp dimensioniert wirkt, ist der nächste Schritt meist die Prüfung von Kupferverlusten, Spannungsabfall unter Last und dem real zulässigen Temperaturanstieg.

Die berechnete Scheinleistung S = U2·I2 ist der Ausgangspunkt für Kern- und Drahtquerschnitt.

Denk außerdem daran, dass die Leerlaufspannung eines realen Trafos über der Nennspannung liegt: Erst unter Last sinkt sie durch den Spannungsabfall an den Wicklungswiderständen auf den erwarteten Wert.

Wer die Sekundärspannung ohne angeschlossene Last misst und einen zu hohen Wert abliest, hat deshalb keinen Rechenfehler gemacht.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Renate wickelt einen Netztrenntransformator für ein Bastelprojekt: Primär 230 V / 50 Hz, Sekundärziel 12 V AC bei 1 A Last.

Weil der Rechner vom Primärstrom ausgeht und nicht von der Sekundärlast, schätzt sie I1 zuerst selbst ab: Für rund 12 Watt auf der Sekundärseite fließen primär etwa 0,053 A.

Sie gibt 230 V, I1 = 0,053 A, 1000 Primärwindungen und 52 Sekundärwindungen sowie η = 98 % ein. Der Rechner ergibt: Übersetzungsverhältnis 19,2 : 1, Sekundärspannung 11,96 V und Sekundärstrom ≈ 1,0 A. Renate erkennt direkt: 52 Windungen mit mind.

1 mm² Drahtquerschnitt müssen auf den Spulenkern passen. Der Rechner hat Windungszahl und Leistungsverteilung in einem Schritt klargestellt – ohne Simulationssoftware.

Renate prüft anschließend, ob die berechneten Werte auch thermisch tragfähig sind: Die Sekundärleistung ist mit rund zwölf Voltampere gering, doch der Drahtquerschnitt muss zum Sekundärstrom passen, damit sich die Wicklung im Dauerbetrieb nicht unzulässig erwärmt.

Auf der Primärseite fließt wegen des großen Übersetzungsverhältnisses nur ein Bruchteil dieses Stroms, weshalb dort ein deutlich dünnerer Draht genügt.

Weil ihr Aufbau an Netzspannung betrieben wird, plant sie zusätzlich eine primärseitige Absicherung, eine sichere Isolation zwischen beiden Wicklungen und ein berührungsgeschütztes Gehäuse ein.

Arbeiten an Netzspannung gehören in fachkundige Hände; die Rechnung ersetzt weder die Prüfung des fertigen Aufbaus noch die geltenden Sicherheitsvorschriften. Transformator: 1000 zu 52 Windungen ergeben 19,2:1 Uebersetzung von 230 V auf 12 V

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Viele behandeln Transformatoren wie universelle Spannungswandler für jede Stromart, obwohl klassische Eisenkerntrafos Wechselspannung benötigen und Gleichspannung am Eingang keine Sekundärspannung erzeugt. Ein zweiter Fehler ist, Primär- und Sekundärwindungszahl zu vertauschen, sodass das Übersetzungsverhältnis ü = N1/N2 falsch herum gerechnet wird und der Trafo scheinbar hoch- statt heruntertransformiert.

Drittens wird ein hoher Wirkungsgrad mit perfekter Spannungsstabilität verwechselt, obwohl die Sekundärspannung unter realer Last durch Kupfer- und Eisenverluste sinkt.

Ebenso wird häufig aus dem idealen Übersetzungsverhältnis direkt auf den verfügbaren Sekundärstrom geschlossen, ohne den Wirkungsgrad und die Belastbarkeit der Wicklung einzubeziehen.

Auch die galvanische Trennung und die Sicherheitsanforderungen eines Netztrafos werden gern übersehen.

Wer Windungszahl, Wirkungsgrad und Last nicht gemeinsam betrachtet, überschätzt schnell sowohl die Sekundärspannung als auch die nutzbare Sekundärleistung.

Ein weiterer Fehler betrifft die Frequenz: Ein für 50 Hertz ausgelegter Kern gerät bei niedrigerer Frequenz in die magnetische Sättigung, wodurch der Primärstrom stark ansteigt und die Wicklung überhitzt.

Ebenso wird der Einschaltstromstoß übersehen, der beim Zuschalten ein Vielfaches des Nennstroms betragen kann und eine entsprechend träge Absicherung verlangt.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Nach der Hauptgleichung U1/U2 = N1/N2 = I2/I1 berechnet der Transformator-Rechner Sekundärspannung U2, Sekundärstrom, Übersetzungsverhältnis ü = N1/N2 und Ausgangsleistung eines idealisierten Transformators und macht sichtbar, wie Windungszahl und Wirkungsgrad die Ausgangsseite bestimmen.

Das Ergebnis hilft, Netzteil-Vorbemessungen und Wicklungsentwürfe schnell auf Plausibilität zu prüfen.

Die Dimensionierung von Kernquerschnitt, Drahtquerschnitt und Spulenkörper auf Basis der berechneten Leistungs- und Stromwerte folgt als konkrete Auslegungsaufgabe, ergänzt um eine Netzsicherheitsbetrachtung vor dem Einsatz mit Netzspannung.

Für verwandte Berechnungen helfen der Wirkungsgrad-Rechner und der Spulen-Induktivitäts-Rechner.

Beachte dabei, dass der Rechner einen idealisierten Trafo abbildet: Streuinduktivität, Sättigung des Kerns und der Spannungsabfall unter Last bleiben unberücksichtigt und müssen am realen Aufbau gemessen werden.

Wie viele Windungen ein konkreter Kern trägt, beantwortet das Windungsverhältnis ebenfalls nicht – dafür braucht es über U = 4,44 · f · N · A · B̂ zusätzlich Eisenquerschnitt, Frequenz und die zulässige Scheitelinduktion des Blechs.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Sekundärspannung 11,96 V, Sekundärstrom 18,8462 A, Übersetzung 19,2308, Primärleistung 230 W, Sekundärleistung 225,4 W, Klasse Schutzkleinspannung (SELV, ≤50 V AC)

Trafo von 230 V auf Kleinspannung mit 1.000:52 Wicklungen

Primärspannung U1
230 V
Primärstrom I1
1 A
Primärwicklung N1
1.000
Sekundärwicklung N2
52

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Sekundärspannung 8,05 V, Sekundärstrom 13,5714 A, Übersetzung 28,5714, Primärleistung 115 W, Sekundärleistung 109,25 W, Klasse Schutzkleinspannung (SELV, ≤50 V AC)

Klingeltransformator mit geringer Leistung

Primärspannung U1
230 V
Primärstrom I1
0,5 A
Primärwicklung N1
1.000
Sekundärwicklung N2
35

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Sekundärspannung 23,8624 V, Sekundärstrom 18,6989 A, Übersetzung 9,6386, Primärleistung 460 W, Sekundärleistung 446,2 W, Klasse Schutzkleinspannung (SELV, ≤50 V AC)

Leistungsstärkerer Trafo für 24-V-Anwendungen

Primärspannung U1
230 V
Primärstrom I1
2 A
Primärwicklung N1
800
Sekundärwicklung N2
83

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Weiternutzung

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  • Primär 230V 1000 Windungen, Sekundär 12V 52 Windungen, Übersetzung 19,2 zu 1

    Netztrenntransformator Praxis

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           alt="Primär 230V 1000 Windungen, Sekundär 12V 52 Windungen, Übersetzung 19,2 zu 1"
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/wechselstrom-filter/transformator-rechner">Netztrenntransformator Praxis auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/elektronik-physik/wechselstrom-filter/transformator-rechner
  • Infografik: Transformator: U₁/U₂ = N₁/N₂, U₁ = 230 V, N₁ = 1000, U₂ = 12 V, N₂ = 52, ü = N₁/N₂ = 1000/52 ≈ 19,2 : 1, Abwärts-Trafo: 230 V → 12 V, GRUNDGLEICHUNGEN

    Transformator-Rechner Windungsverhaeltnis

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           alt="Infografik: Transformator: U₁/U₂ = N₁/N₂, U₁ = 230 V, N₁ = 1000, U₂ = 12 V, N₂ = 52, ü = N₁/N₂ = 1000/52 ≈ 19,2 : 1, Abwärts-Trafo: 230 V → 12 V, GRUNDGLEICHUNGEN"
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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/elektronik-physik/wechselstrom-filter/transformator-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

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Rechnerspezifische Grenzen: Elektronik- und Physikrechner bilden Standardformeln und idealisierte Modelle ab. Für sicherheitskritische Schaltungen, Netzspannung, Bauteilauslegung oder Laboranwendungen bleiben Datenblätter, Normen und reale Messbedingungen maßgeblich.

Quelle: Physikalische und elektrotechnische Standardformeln.

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Elektronik & Physik / Wechselstrom & Filter
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Transformator-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/elektronik-physik/wechselstrom-filter/transformator-rechner

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