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Sparplan-Rechner: Endkapital mit Zinseszins berechnen

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Kurzantwort

Sparplan-Rechner: Gib modus und monatliche sparrate ein und erhalte Endkapital (€) als Ergebnis. Kein Ersatz für steuerliche oder finanzielle Fachberatung.

Sparplan-Rechner: Sparrate, Laufzeit und Rendite eingeben

Kilian AchatzFachredaktion Finanzen
Geprüft: Review-Team Finanzen (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Sparplan-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Aus kleinen monatlichen Beträgen wird über Jahrzehnte ein Vermögen — vorausgesetzt, die Annahmen stimmen: Der Sparplan-Rechner zeigt, welches Endkapital eine regelmäßige Sparrate bei vorgegebener Laufzeit, Rendite und Kosten realistisch ergibt — und wie stark der Zinseszinseffekt dabei wirkt. Die direkte Antwort: Bei 250 Euro monatlich über 30 Jahre und 5,8 Prozent Nettorendite (ETF mit TER 0,20 %) wachsen aus 95.000 Euro eigenen Einzahlungen rund 263.000 Euro Endkapital — der Zinsgewinn übersteigt die eigene Sparleistung um das 1,77-fache.

Der Rechner ist besonders nützlich für ETF-Sparer, Fondssparplan-Nutzer, Berufseinsteiger und Eltern mit langfristigen Sparzielen, die ihren Vermögensaufbau nachvollziehbar planen wollen.

Er zeigt die Aufspaltung in eigene Einzahlungen, Zinsgewinn und den Zinsgewinn-Anteil am Endkapital.

Eine inflationsbereinigte Ansicht liefert er dagegen nicht: Ein Feld für die Inflation gibt es nicht, den Wert in heutiger Kaufkraft rechnest du im Anschluss selbst um.

Auch Fondssparpläne und klassische Sparverträge lassen sich mit denselben Eingabefeldern durchrechnen — einfach Zinssatz und TER entsprechend anpassen. Für eine reine ETF-Sparplan-Berechnung mit fondsspezifischen Vergleichen steht der ETF-Sparplan-Rechner bereit.

Weiterführende Informationen zum Sparen und Anlegen bietet die Verbraucherzentrale. TER-Kostenvergleich: Endkapital bei 0,2 % vs. 0,5 % TER nach 30 Jahren SparplanErgebnisse dieses Rechners sind Planungswerte; sie ersetzen keine individuelle Anlageberatung. Vergangene Renditen garantieren keine zukünftige Wertentwicklung. Sparplan-Wachstum: Eigenbeiträge linear vs. Endkapital mit Zinseszins exponentiell über 30 Jahre

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Wichtig sind monatliche oder jährliche Sparrate, vorhandenes Startkapital, erwartete Rendite vor oder nach Kosten, Laufzeit sowie laufende Produktkosten wie TER oder Ordergebühren. Leite die Renditeannahme aus dem historischen Langfristschnitt des gewählten Index ab — für global gestreute Aktien-ETFs werden 6 bis 8 Prozent nominale Rendite pro Jahr häufig als Planungswert verwendet, wobei der Rechner bewusst konservativere Szenarien empfiehlt.

Häufige Eingabefehler: Bruttorendite verwenden und TER sowie Steuern ignorieren, was das Endkapital systematisch überschätzt. Ebenso problematisch ist eine Sparrate, die nur in einkommensstarken Monaten planbar ist.

Wähle eine Rate, die selbst bei Urlaub, Reparaturen oder kurzzeitigen Einkommensausfällen gehalten werden kann — lieber dauerhaft 200 Euro als gelegentlich 400 Euro.

Trage beim Fondssparplan die TER aus dem Produktinformationsblatt ein, nicht den Ausgabeaufschlag, der bei Neobrokern meist null Euro beträgt.

Der Modus-Schalter entscheidet darüber, welche Felder überhaupt zählen — das wird leicht übersehen, weil die Eingaben unabhängig davon nebeneinanderstehen.

Im klassischen Modus rechnet der Rechner allein mit dem Zinssatz, während Rendite und TER wirkungslos bleiben. Im ETF-Modus ist es genau umgekehrt: Dort zählen Rendite und TER, der eingetragene Zinssatz wird ignoriert.

Ein Gegentest macht das sichtbar: Trägst du im klassischen Modus zusätzlich eine Rendite von 20 Prozent und eine TER von 9 Prozent ein, bleibt das Endkapital bei 200 Euro Rate über zehn Jahre und 3 Prozent Zins unverändert bei 27.948,28 Euro.

Wer also an einer Stellschraube dreht und sich über ein völlig unverändertes Ergebnis wundert, sitzt fast immer im falschen Modus.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Berechnung kombiniert zwei Terme: Endvermögen = Startkapital mal (1 + Monatsrendite) hoch Laufzeit in Monaten, plus die Summe aller Monatsraten, die jeweils für ihre restliche Laufzeit mitverzinst werden. In Klartext: Jeder früh eingezahlte Euro wächst länger.

Der Rechner kennt zwei Zinskonventionen: Im klassischen Modus (Bankusance) verwendet er den relativen Monatszins p_m = Jahreszins ÷ 12; im ETF-Modus (Fondsusance) den konformen Monatszins p_m = (1 + Jahresrendite)^(1/12) − 1.

Für dieselben wirtschaftlichen Eingaben – 2.000 Euro Startkapital, 150 Euro monatlich, 5 Prozent, 20 Jahre – liefert der ETF-Modus rund 655 Euro mehr als der klassische Modus (0,98 Prozent), weil die Zinseszinsformel im ETF-Modus stärker verdichtet.

Den konformen Monatszins sollte man wählen, wenn Ergebnisse mit Fondsbroschüren oder Vergleichsrechnern verglichen werden.

Konkretes Beispiel mit echten Zahlen: 5.000 Euro Startkapital, 250 Euro monatlich, 30 Jahre Laufzeit, Nettorendite 5,8 Prozent (6,0 % Bruttorendite abzüglich 0,2 % TER).

Eigene Einzahlungen: 5.000 Euro Startkapital plus 250 Euro mal 360 Monate = 95.000 Euro. Endkapital nominaler Wert: rund 263.000 Euro. Zinsgewinn: rund 168.000 Euro, entspricht 64 Prozent des Endkapitals.

Zum Vergleich mit TER 0,50 Prozent: Endkapital sinkt auf rund 249.000 Euro — ein Unterschied von rund 14.000 Euro allein durch 0,3 Prozentpunkte höhere Jahreskosten über 30 Jahre.

Rechnest du den Endwert zusätzlich in heutige Kaufkraft um — das musst du außerhalb des Rechners tun, ein Inflationsfeld besitzt er nicht —, bleiben bei angenommenen 2 Prozent Inflation rund 145.000 Euro übrig.

Warum der Zinseszins so stark wirkt, zeigt die Aufteilung: Von den rund 263.000 Euro Endkapital sind nur 95.000 Euro selbst eingezahlt, die übrigen rund 168.000 Euro sind Zinsgewinn — ein Anteil von knapp 64 Prozent.

Entscheidend ist die frühe Einzahlung, denn jede Rate wird für ihre gesamte Restlaufzeit weiterverzinst: Die im ersten Jahr eingezahlten Beträge arbeiten volle 30 Jahre, die im letzten Jahr eingezahlten nur noch wenige Monate.

Deshalb verschiebt schon ein um fünf Jahre späterer Start das Ergebnis spürbar nach unten, selbst wenn die spätere Sparrate höher ausfällt.

Geldanlage-Formel: Endkapital gleich Anfangskapital mal (1 + Rendite) hoch Anlagedauer.
Grundformel des Zinseszins — zeigt das exponentielle Wachstum einer Einmalanlage über die Zeit.

Nachschlagen

Sparplan-Endkapital: Was wird aus X Euro monatlich nach Y Jahren?

Die Tabelle zeigt das Endkapital eines monatlichen Sparplans bei verschiedenen Sparraten und Laufzeiten — berechnet mit monatlicher Verzinsung (Zinseszins), ohne Startkapital. Orientierungswerte bei 5 % Zinssatz p. a. (klassischer Modus).

Endkapital in Euro bei monatlichem Sparplan und 5 % Zinssatz p. a. (klassischer Modus, ohne Startkapital, vor Steuern)
Sparrate/Monat5 Jahre10 Jahre15 Jahre20 Jahre25 Jahre30 Jahre
50 €3.400 €7.764 €13.364 €20.552 €29.775 €41.613 €
100 €6.801 €15.528 €26.729 €41.103 €59.551 €83.226 €
200 €13.601 €31.056 €53.458 €82.207 €119.102 €166.452 €
300 €20.402 €46.585 €80.187 €123.310 €178.653 €249.678 €
500 €34.003 €77.641 €133.644 €205.517 €297.755 €416.129 €
1.000 €68.006 €155.282 €267.289 €411.034 €595.510 €832.259 €

Berechnet mit monatlicher Verzinsung (Zinseszins) bei 5 % Zinssatz p. a. (klassischer Modus). Kein Startkapital enthalten. Bruttowerte vor Abgeltungsteuer und Inflation. Bei 7 % Zinssatz liegen die Endwerte 5,3 % (5 Jahre) bis 46,6 % (30 Jahre) höher. Ergebnisse sind Planungswerte und keine Anlageempfehlung. Stand 2026.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Sparplan-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie lange braucht man, um 50.000 Euro zu sparen?

Wie lange es dauert, 50.000 Euro anzusparen, hängt von drei Faktoren ab: monatliche Sparrate, Startkapital und Rendite. Ohne Zinsen und bei 200 Euro monatlich dauert es rund 21 Jahre.

Mit einem ETF-Sparplan bei 6 Prozent Rendite verkürzt sich die Dauer auf etwa 13 bis 14 Jahre, weil der Zinseszinseffekt einen wachsenden Teil der Sparleistung übernimmt.

Konkrete Szenarien: Bei 300 Euro monatlich und 6 Prozent Rendite sind es rund 10 Jahre. Bei 500 Euro monatlich und 6 Prozent Rendite genügen etwa 7 Jahre.

Mit einem Startkapital von 10.000 Euro und 300 Euro monatlich bei 6 Prozent Rendite braucht man nur noch rund 7,5 Jahre.

Der entscheidende Hebel ist der Zinssatz: Tagesgeld mit 3 Prozent verkürzt die Zeit gegenüber Nullzins merklich, aber ein global gestreuter ETF-Sparplan mit historisch 6 bis 8 Prozent Rendite erzielt bei langen Laufzeiten den stärksten Effekt.

Trage deine Sparrate, Startkapital, Rendite und Laufzeit in den Rechner oben ein, dann siehst du Endkapital, Eigene Einzahlungen und Zinsgewinn sofort.

Was wird aus 100.000 Euro in 10 Jahren?

100.000 Euro wachsen in 10 Jahren je nach Anlageform sehr unterschiedlich. Bei einem klassischen Sparbuch mit 0 Prozent Rendite bleiben genau 100.000 Euro nominal, aber nach 2 Prozent Inflation nur noch rund 82.000 Euro an realer Kaufkraft.

Bei Tagesgeld mit aktuell 3 Prozent Rendite wächst der Betrag auf rund 134.000 Euro nominal. Mit einem breit gestreuten ETF-Portfolio bei historisch angenommenen 7 Prozent Rendite wächst das Kapital auf rund 197.000 Euro in 10 Jahren.

Bei 8 Prozent Rendite sind es rund 216.000 Euro. Wichtig: ETF-Renditen schwanken und vergangene Wertentwicklung garantiert nicht die Zukunft. Das Ergebnis zeigt, warum die Anlageform bei grösseren Einmalbeträgen einen grossen Unterschied macht.

Im Sparplanrechner oben kannst du 100.000 Euro als Startkapital eingeben und verschiedene Renditen und Laufzeiten durchrechnen, um direkt zu vergleichen, welche Anlageform für dein Ziel sinnvoll ist.

Die Ergebnisse sind Planungswerte und keine Anlageempfehlung.

Wie berechne ich meinen Sparplan?

Einen Sparplan berechnen bedeutet: Endkapital aus monatlicher Rate, Startkapital, Rendite und Laufzeit ermitteln. Die mathematische Grundlage ist die Zinseszinsformel für regelmässige Einzahlungen.

In Prosa lautet die Logik: Jede monatlich eingezahlte Rate wird für die restliche Laufzeit mitverzinst, und das Startkapital wird für die gesamte Laufzeit verzinst. Das Ergebnis ist die Summe beider Teile.

Konkretes Beispiel (ETF-Modus, 6 Prozent Rendite, TER 0,20 Prozent): 5.000 Euro Startkapital, 200 Euro monatlich, 20 Jahre. Endkapital: rund 104.500 Euro, wovon 53.000 Euro aus eigenen Einzahlungen stammen und rund 51.500 Euro aus Zinsgewinn.

Die einfachste Möglichkeit zur Berechnung bietet der ETF-Sparplanrechner oben: Startkapital, Rate, Rendite und Laufzeit eingeben, dann erscheinen Endkapital, Eigene Einzahlungen und Zinsgewinn sofort als Ergebnis, ohne Formeln manuell anwenden zu müssen.

Wer mit nur 4 Prozent statt 6 Prozent Rendite rechnet, erhält nach 20 Jahren rund 82.000 statt 104.500 Euro – ein Unterschied von rund 22.500 Euro bei identischer Sparleistung.

Wie hoch sollte mein Sparplan sein?

Die richtige Sparplanhöhe hängt von drei Faktoren ab: verfügbarem Einkommen, Sparziel und Zeithorizont. Als Orientierung gilt die 10-Prozent-Regel, nach der mindestens 10 Prozent des Nettoeinkommens gespart werden sollten.

Die 50/30/20-Regel sieht sogar 20 Prozent für Sparen und Schuldentilgung vor. Bei 2.000 Euro Nettoeinkommen sind das 200 bis 400 Euro monatlich.

Wichtiger als eine pauschale Quote ist aber die Kontinuität: Eine Rate, die auch in schlechten Monaten gehalten werden kann, ist langfristig wertvoller als eine ambitionierte Rate, die bei Urlaub oder Reparaturen ausgesetzt wird.

Zuerst sollte immer ein Notgroschen von 3 bis 6 Monatsausgaben aufgebaut werden, bevor langfristig investiert wird.

Wenn du rückwärts rechnen möchtest – also weißt, welches Endkapital du brauchst, und nach der nötigen Sparrate oder Laufzeit suchst – nutze dafür den Sparzielbetrag-Rechner, der genau das leistet.

Wie viel ETF-Vermögen bekomme ich bei X Euro pro Monat?

Das Endkapital eines ETF-Sparplans berechnet sich aus monatlicher Rate, Laufzeit und der erwarteten Rendite pro Jahr. Folgende Beispiele rechnen mit einem global gestreuten Aktien-ETF, 6 Prozent Nettorendite pro Jahr und einer TER von 0,20 Prozent.

Bei 100 Euro im Monat über 20 Jahre ergeben sich rund 44.600 Euro, davon 24.000 Euro eigene Einzahlungen und rund 20.600 Euro Zinsgewinn.

Bei 200 Euro im Monat über 30 Jahre sind es rund 189.000 Euro, bei 500 Euro im Monat über 25 Jahre rund 330.000 Euro.

Der Zinseszinseffekt trägt bei langen Laufzeiten 45 bis 65 Prozent zum Endkapital bei, weil reinvestierte Gewinne selbst wieder Erträge erwirtschaften.

Bei sehr langen Laufzeiten von 30 bis 40 Jahren übertrifft der Zinsanteil häufig die gesamte eigene Sparleistung.

Trage deine Sparrate, die geplante Laufzeit und die Rendite oben in den ETF-Sparplanrechner ein, dann erscheint das Ergebnis samt eingezahlter Summe und Zinsgewinn-Anteil sofort.

Welche ETF-Rendite ist realistisch?

Realistische Renditeannahmen lassen sich aus langen historischen Zeiträumen ableiten, wobei vergangene Wertentwicklung keine Garantie für die Zukunft ist.

Über rund 30 bis 40 Jahre erzielte der MSCI World vor Steuern und Inflation ungefähr sieben bis neun Prozent pro Jahr nominal, was nach etwa zwei Prozent Inflation real noch rund fünf bis sieben Prozent ergibt.

Schwellenländer-Indizes wie der MSCI Emerging Markets lagen ähnlich hoch, schwankten aber deutlich stärker. Breit gestreute Anleihen brachten dagegen meist nur zwei bis vier Prozent pro Jahr.

Für konservative Planung empfiehlt sich ein Wert von 5 bis 6 Prozent als Nettorendite nach TER, um auch schlechtere Marktphasen abzufedern.

Der Sparplanrechner oben rechnet standardmässig mit einer anpassbaren Rendite, sodass du sowohl ein optimistisches als auch ein konservatives Szenario nebeneinander vergleichen kannst.

Ergebnisse sind keine Garantiewerte, sondern Planungsrichtwerte auf Basis historischer Daten. Bei 200 Euro monatlich über 20 Jahre ergibt ein Prozentpunkt mehr Rendite bereits rund 9.400 Euro mehr Endkapital.

Wie stark senken ETF-Kosten (TER) die Rendite?

Die TER (Total Expense Ratio) ist die jährliche Gesamtkostenquote eines ETF und wird laufend anteilig aus dem Fondsvermögen entnommen, also nicht separat in Rechnung gestellt.

Schon kleine Unterschiede wirken über lange Laufzeiten stark: Bei 200 Euro im Monat über 30 Jahre und 7 Prozent Bruttorendite kostet ein Prozentpunkt höhere TER (0,20 Prozent vs.

1,20 Prozent) rund 38.000 Euro weniger Endkapital, weil die Kosten Jahr für Jahr den Zinseszins schmälern. Günstige Index-ETFs liegen bei 0,07 bis 0,25 Prozent pro Jahr, während aktiv gemanagte Fonds oft 1,0 bis 2,0 Prozent verlangen.

Neben der TER können Ordergebühren beim Kauf anfallen, die bei vielen Neobrokern jedoch bei null Euro liegen.

Trage die TER oben im Sparplanrechner ein und vergleiche zwei Szenarien mit TER 0,20 Prozent und TER 0,50 Prozent, dann siehst du den Kosteneffekt auf dein Endkapital direkt in Euro.

Sparplan oder Einmalanlage: Wann ist welche Variante günstiger?

Beide Strategien haben in unterschiedlichen Situationen klare Vorteile, sodass die Wahl vom verfügbaren Geld abhängt.

Ein ETF-Sparplan nutzt den Cost-Average-Effekt: Durch regelmässige Käufe zu wechselnden Kursen werden bei niedrigen Kursen mehr und bei hohen Kursen weniger Anteile gekauft, was das Risiko eines schlechten Einstiegszeitpunkts reduziert.

Das passt ideal, wenn du monatlich aus deinem laufenden Einkommen sparst und kein grösseres Kapital einmalig anlegen kannst.

Die Einmalanlage war historisch in rund 66 bis 70 Prozent der Fälle die ertragreichere Variante, weil der gesamte Betrag sofort vollständig investiert ist und länger am Marktwachstum teilnimmt.

Wer eine grössere Summe besitzt, etwa aus einer Erbschaft oder Abfindung, profitiert daher meist vom sofortigen Anlegen des Gesamtbetrags. Wer dagegen nur monatlich Geld zur Verfügung hat, spart automatisch per Sparplan.

Beide Wege sind besser als gar nicht zu investieren. Die Ergebnisse sind allgemeine Informationen und keine individuelle Anlageempfehlung.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Zur Bedienung des Rechners: Trage Sparrate, Startkapital, Laufzeit und Rendite ein — der Rechner zeigt sofort Endkapital, Eigene Einzahlungen, Zinsgewinn und den Zinsgewinn-Anteil. Auch der Zeitbedarf wird greifbar: Bei 200 Euro monatlich und 5 Prozent Rendite dauert es rund 14,5 Jahre, um 50.000 Euro zu erreichen.

Bei 350 Euro monatlich sind es etwa 10 Jahre. Eine Einmalanlage verdeutlicht den Zinseszinseffekt: Bei 5,8 Prozent Nettorendite wachsen 100.000 Euro über 10 Jahre auf rund 176.000 Euro — ohne weitere Einzahlungen.

Zur optimalen Sparrate gibt es eine bewährte Faustregel: Mindestens 10 bis 20 Prozent des Nettoeinkommens, wobei zuerst der Notgroschen aufgebaut werden sollte. Wer zusätzlich staatlich gefördert sparen möchte, prüft die Zulagen mit dem Riester-Rechner.

Praxistipp: Rechne immer ein realistisches und ein konservatives Szenario mit 1 bis 2 Prozentpunkten niedrigerer Rendite durch. Wenn das konservative Ergebnis das Sparziel noch erfüllt, ist der Plan robust. Vergleiche zudem TER 0,20 Prozent vs.

TER 0,50 Prozent — bei langen Laufzeiten macht der Kostenunterschied oft mehr als ein Jahr an Sparleistung aus. Unabhängige Informationen zur Geldanlage bietet die Verbraucherzentrale.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ausgangslage: Eine 30-jährige Berufstäterin möchte mit einem ETF-Sparplan langfristig Vermögen aufbauen. Startkapital: 5.000 Euro. Monatliche Sparrate: 250 Euro. Bruttorendite: 6,0 Prozent p.a. TER: 0,20 Prozent. Nettorendite: 5,8 Prozent.

Laufzeit: 30 Jahre. Schritt 1 — Eingaben im ETF-Sparplanrechner: Startkapital 5.000 Euro, Rate 250 Euro, Rendite 5,8 Prozent, Laufzeit 30 Jahre. Schritt 2 — Ergebnis: Endkapital nominal 263.000 Euro.

Eigene Einzahlungen 95.000 Euro (5.000 Euro plus 250 Euro mal 360 Monate). Zinsgewinn 168.000 Euro, Anteil 64 Prozent.

Schritt 3 — Kostenvergleich TER 0,50 Prozent: Endkapital sinkt auf 249.000 Euro, Differenz rund 14.000 Euro allein durch höhere laufende Kosten.

Schritt 4 — Konservatives Szenario bei 4,8 Prozent Nettorendite: Endkapital rund 218.000 Euro — immer noch ein komfortables Ergebnis, das die Sparplanung als robust ausweist.

Schritt 5 — Realer Kaufkraftwert bei 2 Prozent Inflation: rund 145.000 Euro in heutiger Kaufkraft, allerdings von Hand nachgerechnet, weil der Rechner keine Inflationsbereinigung ausgibt.

Als nächsten Schritt den Sparzielbetrag-Rechner nutzen, um zu prüfen ob das errechnete Endkapital das konkrete Sparziel trifft.

Praktisch wichtig ist der Modus-Schalter: Wählt sie statt des ETF-Modus den klassischen Sparplan, rechnet der Rechner mit einem festen Zinssatz statt mit Rendite und TER — sinnvoll, um denselben Sparbetrag einmal als schwankungsarme Festzinsanlage und einmal als renditestärkeren ETF gegenüberzustellen.

So sieht sie, welchen Aufpreis an Schwankungsrisiko die höhere erwartete Rendite kostet, bevor sie sich für eine Variante entscheidet. ETF-Sparplan-Praxis: 250 Euro monatlich, 30 Jahre, Endkapital 263.000 Euro vs. 218.000 Euro konservativ

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Wer den Sparplan zu optimistisch rechnet, merkt es erst nach Jahren. Fehler 1: Mit Bruttorendite planen und TER sowie Steuern ignorieren.

Wer 7 Prozent einträgt, aber eine TER von 0,50 Prozent hat und auf Kursgewinne 25 Prozent Abgeltungsteuer zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag (zusammen 26,375 Prozent) zahlt, liegt beim realisierten Ergebnis deutlich darunter.

Der Sparer-Pauschbetrag (1.000 Euro Einzel- / 2.000 Euro Zusammenveranlagung, § 20 Abs. 9 EStG) mindert zwar die Steuerlast, ändert aber nichts daran, dass die Nettorendite nach Steuern und Kosten die relevante Größe ist.

Fehler 2: Den nominalen Endwert als sichere Kaufkraft lesen. Bei 2 Prozent Inflation verliert ein Wert über 30 Jahre fast 45 Prozent seiner Kaufkraft.

Diesen Schritt nimmt dir der Rechner allerdings nicht ab: Er kennt kein Inflationsfeld, du musst den Endwert selbst in heutige Kaufkraft umrechnen. Fehler 3: Eine Sparrate wählen, die nur bei perfekten Rahmenbedingungen haltbar ist.

Urlaub, Reparaturen oder Elternzeit unterbrechen den Plan — eine dauerhaft tragbare Rate ist wichtiger als eine ambitionierte, die nach 6 Monaten abbricht.

Fehler 4: Einmalanlage und Sparplan mit unterschiedlichen Gesamtbeiträgen vergleichen, ohne das auszugleichen — das ergibt ein fachlich schiefes Bild. Fehler 5: Den Starttermin verschieben.

Wer 5 Jahre später startet und es durch eine 30 Prozent höhere Rate ausgleichen will, schafft das rechnerisch selten vollständig, weil die Anfangsjahre die längste Verzinsungszeit hatten.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der ETF-Sparplan-Rechner liefert Endkapital, eigene Einzahlungen, Zinsgewinn und Zinsgewinn-Anteil für regelmäßige Sparraten mit Startkapital.

Vergleiche danach mindestens ein realistisches und ein konservatives Szenario, prüfe die TER des gewählten ETF oder Fondssparplans im Kostenvergleich und beurteile, ob das Endkapital das konkrete Sparziel tatsächlich schließt.

Wenn du weißt, welches Endkapital du benötigst, kannst du mit dem Sparzielbetrag-Rechner rückwärts berechnen, welche Sparrate dafür nötig ist.

Wer den Sparplan zur Altersvorsorge einsetzt, klärt zuerst im Rentenlücken-Rechner, wie groß die monatliche Lücke zwischen gesetzlicher Rente und Bedarf ausfällt — und leitet daraus das nötige Zielkapital für den Sparplan ab.

Für eine Einmalanlage ohne monatliche Sparraten zeigt der Zinseszins-Rechner den reinen Zinseszinseffekt des Startkapitals über die gewählte Laufzeit.

Hinweis: Die Ergebnisse sind Planungswerte und ersetzen keine individuelle Anlageberatung; vergangene Renditen garantieren keine zukünftige Wertentwicklung.

Ein Rechenbeispiel bündelt die Kernaussage: 250 Euro monatlich über 30 Jahre ergeben bei 5,8 Prozent Nettorendite und 5.000 Euro Startkapital rund 263.000 Euro Endkapital, von denen nur 95.000 Euro aus eigenen Einzahlungen stammen — der Zinseszins trägt also mehr als die Hälfte bei.

Senkst du die Renditeannahme im konservativen Szenario auf 4,8 Prozent, bleiben immer noch rund 218.000 Euro, während eine um 0,3 Punkte höhere TER das Ergebnis um etwa 14.000 Euro schmälert.

Diese Spannbreite zeigt, warum sich der Blick auf Kosten und eine vorsichtige Renditeannahme über lange Laufzeiten besonders lohnt. Den Zinsgewinn-Anteil liest du dabei als Anteil am Endkapital, nicht als Rendite.

Im ETF-Beispiel weist der Rechner 63,9136 Prozent aus: Von 263.257,11 Euro Endkapital stammen also knapp zwei Drittel nicht aus eigener Sparleistung.

Steigt die TER von 0,2 auf 0,5 Prozent, fällt dieser Anteil auf 61,7932 Prozent und das Endkapital auf 248.647,16 Euro, obwohl die eigenen Einzahlungen mit 95.000 Euro exakt gleich bleiben.

Genau darin liegt die Aussage der Kennzahl: Laufende Kosten kürzen ausschließlich den Teil des Vermögens, der dir zuwächst, ohne dass du weniger einzahlst.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Nach 20 Jahren wächst der Sparplan auf rund 80.000 € Endkapital; etwa 41.000 € stammen aus eigenen Einzahlungen und knapp 39.000 € aus Rendite.

ETF-Sparplan über 20 Jahre mit Startkapital

Modus
ETF-Sparplan
Monatliche Sparrate
150 €
Laufzeit
20 Jahre
Startkapital (optional)
5.000 €

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Endkapital: 13.974,14 €, davon 12.000 € eigene Einzahlungen und 1.974,14 € Zinsgewinn (14,13 % Zinsgewinn-Anteil, effektive Jahresrendite 3,04 %).

Klassischer Banksparplan über 10 Jahre

Modus
Allgemeiner Sparplan (Tages-/Festgeld)
Monatliche Sparrate
100 €
Laufzeit
10 Jahre
Jährlicher Zinssatz (klassischer Sparplan)
3 % p.a.

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Endkapital: 34.649,80 €, davon 30.000 € eigene Einzahlungen und 4.649,80 € Zinsgewinn (13,42 % Zinsgewinn-Anteil, effektive Jahresrendite 5,7 %).

Kurzfristiger ETF-Sparplan über 5 Jahre ohne Startkapital

Modus
ETF-Sparplan
Monatliche Sparrate
500 €
Laufzeit
5 Jahre
Startkapital (optional)
0 €

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Weiternutzung

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  • Geldanlage-Formel: Endkapital gleich Anfangskapital mal (1 + Rendite) hoch Anlagedauer.

    Formel: Geldanlage mit Zinseszins

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/finanzen/sparen/sparplan">Formel: Geldanlage mit Zinseszins auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/finanzen/sparen/sparplan

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine Finanzberatung, Anlageempfehlung oder Steuerberatung dar. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Finanzberater, Steuerberater oder Ihre Bank. Ergebnisse sind stets mit aktuellen Vertrags- und Produktdaten abzugleichen.

Quelle: Deutsche Bundesbank; BaFin

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Finanzen / Sparen
Formeln basieren auf
Angewandte Finanzmathematik und dokumentierte Vergleichsszenarien
Änderungsprotokoll
  • 2026-04-19 – v4.0.0 – Feature

    Phase-4-Rollout: HowTo-Schema, Mobile-Optimierung und aktualisierte Qualitaetsstandards integriert.

    Impact: minor

Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Sparplan-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/finanzen/sparen/sparplan

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Sparplan-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/finanzen/sparen/sparplan

Werbestatus

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