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Eigenkapitalrendite-Rechner: Leverage-Effekt verstehen

Eigenkapitalrendite-Rechner für Immobilien: Fremdkapitalhebel, Objektrendite, Leverage-Break-Even-Zins, Zinsdeckungsgrad und Rendite-Sensitivität nach.

Überblick

Was ist der Eigenkapitalrendite Immobilie?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Eigenkapitalrendite-Rechner berechnet die Rendite auf Ihr eingesetztes Eigenkapital bei einer vermieteten Immobilie – inklusive Leverage-Effekt, Objektrendite, Zinsdeckungsgrad und optional nach Steuern. Sie geben Kaufpreis, Eigenkapital, jährlichen Nettoertrag (Miete minus Bewirtschaftung) und jährliche Zinskosten ein und erhalten die Eigenkapitalrendite vor und nach Steuer sowie eine Sensitivität bei verschiedenen Fremdkapitalquoten.

Der Rechner eignet sich für Kapitalanleger, die prüfen möchten, ob sich die Finanzierung über Fremdkapital lohnt und ab welchem Zins die Hebelwirkung ins Negative kippt.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Kaufpreis gesamt und Eigenkapital legen die Finanzierungsstruktur fest. Jährlicher Nettoertrag ist die Mieteinnahme nach Abzug typischer Bewirtschaftungskosten; jährliche Zinskosten sind die Zinsen auf das Fremdkapital. Optional können Sie Sollzins (für Sensitivität), Steuersatz und AfA bzw. Abzüge eintragen, um die Rendite nach Steuer zu erhalten.

Das Ergebnis zeigt Fremdkapital und -quote, Objektrendite, Ertrag nach Zinsen, Eigenkapitalrendite vor und nach Steuer, Leverage-Effekt, Zinsdeckungsgrad, Break-even-Zins sowie eine Tabelle mit Eigenkapitalrendite bei verschiedenen Fremdkapitalquoten.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Damit kannst du Ergebnis, Formelweg und Größenordnung schneller nachvollziehen.

Objektrendite = jährlicher Nettoertrag / Kaufpreis × 100. Ertrag nach Zinsen = Nettoertrag − Zinskosten. Eigenkapitalrendite vor Steuer = Ertrag nach Zinsen / Eigenkapital × 100. Der Leverage-Effekt ist die Differenz zwischen Eigenkapitalrendite und Objektrendite; er wird positiv, wenn der Objektertrag höher ist als der Fremdkapitalzins. Zinsdeckungsgrad = Nettoertrag / Zinskosten. Break-even-Zins ist der Zinssatz, bei dem die Eigenkapitalrendite null wird.

Hinweise

Wichtige Hinweise zur Nutzung

Diese Hinweise helfen bei Plausibilitätscheck, Einordnung und sicherer Anwendung der Ergebnisse.

Leverage verstehen: Durch Fremdkapital kann die Rendite auf das Eigenkapital steigen, solange die Objektrendite über dem Fremdkapitalzins liegt. Bei steigenden Zinsen sinkt die Eigenkapitalrendite überproportional.

Sensitivität nutzen: Die Tabelle zeigt, wie sich die Eigenkapitalrendite bei unterschiedlichen Fremdkapitalquoten ändert. So können Sie verschiedene Finanzierungsgrade durchspielen.

FAQ

Häufige Fragen zu Eigenkapitalrendite Immobilie

Kurze Antworten auf typische Rückfragen, bevor du zur nächsten Seite springst.

Was ist der Unterschied zwischen Objektrendite und Eigenkapitalrendite?

Die Objektrendite (Return on Assets) setzt den jährlichen Nettoertrag der Immobilie ins Verhältnis zur Gesamtinvestition. Die Eigenkapitalrendite setzt dagegen den Ertrag nach Zinsen ins Verhältnis zu deinem eingesetzten Eigenkapital. Durch Fremdkapital kann die Eigenkapitalrendite deutlich über oder unter der Objektrendite liegen.

Wie wirkt der Leverage-Effekt bei Immobilien?

Ist der Kreditzins niedriger als die Objektrendite, erhöht Fremdkapital die Eigenkapitalrendite (positiver Leverage). Liegt der Kreditzins dagegen über der Objektrendite, drückt Fremdkapital die Eigenkapitalrendite (negativer Leverage). Der Rechner zeigt dir diesen Effekt in Prozentpunkten.

Was bedeutet der Leverage-Break-Even-Zins?

Der Leverage-Break-Even-Zins entspricht ungefähr der Objektrendite. Liegt dein Sollzins darunter, ist der Leverage-Effekt positiv, liegt er darüber, wird er negativ. Der Rechner zeigt dir diesen Schwellenwert, ab dem sich zusätzlicher Fremdkapitaleinsatz nicht mehr lohnt.

Wie interpretiere ich den Zinsdeckungsgrad?

Der Zinsdeckungsgrad ist der jährliche Nettoertrag vor Zinsen geteilt durch die jährlichen Zinskosten. Werte unter 1,2 gelten als kritisch (Zinsen kaum oder nicht gedeckt), 1,2–1,5 als knapp und über 1,5 als komfortabel. Je höher der Wert, desto robuster ist deine Finanzierung gegenüber Mietausfällen oder Zinsanstiegen.

Ersetzt der Rechner eine individuelle Risikoanalyse?

Nein. Der Rechner macht den Leverage-Effekt und die Eigenkapitalrendite transparent, ersetzt aber keine umfassende Risikoanalyse. Neben Zinsniveau und Cashflow solltest du auch Leerstandsrisiko, Lage, Instandhaltungsbedarf und deine persönliche Risikotragfähigkeit berücksichtigen.

Eigenkapitalrendite bei Immobilien in Hoch- und Niedrigzinsphasen – wie bewerte ich das?

In Niedrigzinsphasen kann bereits moderater Fremdkapitaleinsatz zu sehr hohen Eigenkapitalrenditen führen, während in Hochzinsphasen der Zinsdeckungsgrad schnell kritisch wird. Der Rechner zeigt dir, wie sich verschiedene Zinssätze auf Eigenkapitalrendite und Zinsdeckungsgrad auswirken. Vergleiche diese Werte mit deiner Risikoneigung: Extrem hohe Eigenkapitalrenditen gehen meistens mit höherem Verschuldungsgrad und damit höherem Risiko einher.

Stimmt es, dass maximale Eigenkapitalrendite immer das beste Ziel ist?

Eine möglichst hohe Eigenkapitalrendite klingt attraktiv, erkauft sich aber oft durch hohe Fremdfinanzierungsquoten, niedrige Tilgung oder knappen Cashflow. Der Rechner hilft dir zu sehen, ab wann die Kennzahlen kippen: wenn Zinsdeckungsgrad und Liquiditätspuffer zu knapp werden, steigt das Ausfallrisiko deutlich. Ziel sollte eine solide, nachhaltige Eigenkapitalrendite bei robustem Cashflow sein – nicht das mathematische Maximum um jeden Preis.

Ab wann sollte ich von der Eigenkapitalrendite-Betrachtung zur Gesamtstrategie für mein Immobilienportfolio wechseln?

Spätestens wenn du mehrere Objekte oder größere Investitionen planst, reicht die isolierte Betrachtung einer einzelnen Eigenkapitalrendite nicht mehr aus. Nutze den Rechner zunächst für jede Immobilie, um Leverage-Effekt und Risiko zu verstehen, und betrachte dann dein Gesamtportfolio: Wie verteilen sich Zins- und Leerstandsrisiken, wie hoch ist dein Gesamt-Cashflow und wie flexibel bist du bei Zinsanstiegen? So triffst du Entscheidungen, die dein Gesamtvermögen statt nur ein Einzelobjekt optimieren.

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Quelle

Fachliche Einordnung und Aktualität

Quelle: Noch keine spezifische Quelle hinterlegt.

Fachlich aktualisiert: 2025-01-01

Wichtig

Haftungsausschluss für diesen Rechner

Die Ergebnisse dienen als Orientierung und sollten bei wichtigen Entscheidungen fachlich eingeordnet werden.

Die Ergebnisse dieses Rechners dienen ausschließlich der unverbindlichen Orientierung und ersetzen keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Entscheidungen solltest du nicht allein auf Grundlage der berechneten Werte treffen.

Es wird keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit der Berechnungen übernommen. Wenn du eine verbindliche Einschätzung oder individuelle Beratung brauchst, wende dich bitte immer an eine:n qualifizierte:n Spezialist:in in diesem Fachgebiet.

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