Überblick
Was ist der Instandhaltungsrücklage-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Rücklagen-Rechner hilft Eigentümerinnen, Eigentümern und WEG-Verantwortlichen dabei, den monatlichen Bedarf für Instandhaltungsrücklagen nicht nach Bauchgefühl, sondern auf Basis von Gebäudealter, Zustand, Wohnfläche und vorhandener Rücklage zu planen. Er stellt dafür zwei verbreitete Näherungen gegenüber: die Peters-Methode, die aus den Herstellungskosten und einem Zustandsfaktor einen Monatsbetrag ableitet, und eine Quadratmeter-Methode mit altersabhängigem Pauschalbetrag.
Der höhere der beiden Werte gilt als empfohlene Monatsrücklage. Daraus und aus geplanten Maßnahmen ergibt sich eine orientierende Soll-Rücklage, deren Abstand zur vorhandenen Rücklage den Fehlbetrag sichtbar macht.
So wird deutlich, wie hoch eine sinnvolle Aufholrate sein muss, bevor größere Sanierungen anstehen. Für die Frage „Wie hoch ist die Instandhaltungsrücklage pro m²“ gibt es Faustregel und Formel.
Die Quadratmeter-Methode liefert eine schnelle Orientierung: Für ältere Gebäude (über 30 Jahre) rechnet man mit etwa 6–8 Euro pro Quadratmeter pro Monat, für mittelalte Gebäude (15–30 Jahre) mit 4–6 Euro/m²/Monat, für neue Gebäude unter 4 Euro/m²/Monat.
Die Peters-Formel ist präziser: Sie teilt die Herstellungskosten durch die wirtschaftliche Nutzungsdauer (80 Jahre) und multipliziert mit einem Zustandsfaktor (0,8–1,3).
Das Ergebnis — oft 150–300 Euro monatlich bei durchschnittlichen Wohnungen — ist eine Investitionsanleihe gegen künftige Sanierungen.