Überblick
Was ist der Instandhaltungsrücklage-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Den monatlichen Bedarf für Instandhaltungsrücklagen nicht nach Bauchgefühl, sondern auf Basis von Gebäudealter, Zustand, Wohnfläche und vorhandener Rücklage zu planen — genau dabei hilft der Rücklagen-Rechner Eigentümerinnen, Eigentümern und WEG-Verantwortlichen. Er stellt dafür zwei verbreitete Näherungen gegenüber: die Peters-Methode, die aus den Herstellungskosten und einem Zustandsfaktor einen Monatsbetrag ableitet, und eine Quadratmeter-Methode mit altersabhängigem Pauschalbetrag.
Der höhere der beiden Werte gilt als empfohlene Monatsrücklage. Daraus und aus geplanten Maßnahmen ergibt sich eine orientierende Soll-Rücklage, deren Abstand zur vorhandenen Rücklage den Fehlbetrag sichtbar macht.
So wird deutlich, wie hoch eine sinnvolle Aufholrate sein muss, bevor größere Sanierungen anstehen. Für die Frage „Wie hoch ist die Instandhaltungsrücklage pro m²“ gibt es Faustregel und Formel.
Die Quadratmeter-Methode liefert eine schnelle Orientierung: Für Gebäude über 32 Jahre rechnet §†28 Abs. 2 II. BVO mit 11,50 €/m²/Jahr, für 22–32-jährige Gebäude mit 9,00 €/m²/Jahr, für Neubauten bis 22 Jahre mit 7,10 €/m²/Jahr.
Die Peters-Formel ist präziser: Sie teilt die Herstellungskosten durch die wirtschaftliche Nutzungsdauer (80 Jahre) und multipliziert mit einem Gebäudeanteil von 70 Prozent sowie einem Zustandsfaktor (0,7–1,6).
Das Ergebnis — je nach Zustand rund 90–210 Euro monatlich für 80 m² mit 1.500 €/m² Herstellungskosten — ist eine Investitionsanleihe gegen künftige Sanierungen.