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Matratzen-Härtegrad-Rechner: H1 bis H5 finden

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Kurzantwort

Matratzen-Härtegrad-Rechner: Körpergewicht, Größe und Schlafposition eingeben und eine Härtegrad-Empfehlung von H1 bis H5 plus BMI erhalten. Unverbindliche Orientierung, kein Ersatz fürs Probeliegen.

Passenden Matratzen-Härtegrad (H1–H5) aus Körpergewicht

Kilian AchatzFachredaktion Haushalt & Wohnen
Geprüft: Review-Team Haushalt & Wohnen (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Matratzen-Härtegrad-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Welcher Härtegrad zwischen H1 (sehr weich) und H5 (sehr fest) zu dir passt, hängt von deinem Körpergewicht, deiner Größe und deiner bevorzugten Schlafposition ab – genau daraus leitet der Matratzen-Härtegrad-Rechner eine begründete Empfehlung ab. Die zentrale Frage lautet: Stützt die Matratze deine Wirbelsäule, ohne dass Schultern und Hüfte unangenehm einsinken oder hart aufliegen?

Wichtig zu wissen: Härtegrade sind nicht genormt – ein H3 bei einem Hersteller kann sich fester anfühlen als ein H3 bei einem anderen. Der Rechner liefert deshalb eine begründete Orientierung, kein starres Urteil.

Er richtet sich an alle, die vor dem Matratzenkauf unsicher sind, ihren alten Härtegrad hinterfragen oder für zwei Personen mit unterschiedlichem Gewicht planen.

Ebenso hilfreich ist er bei Rücken- oder Schulterbeschwerden, weil ein schlecht passender Härtegrad die Wirbelsäule über Stunden in eine ungünstige Haltung zwingt.

Der Rechner ersetzt keine ärztliche Beratung, liefert aber einen fundierten Ausgangspunkt, mit dem du im Fachgeschäft gezielter probeliegen und passende Modelle vorauswählen kannst.

Der Rechner gibt für jedes Körpergewicht eine direkte Antwort: Bis 60 kg empfiehlt er H2, von 60 bis 80 kg H2 bis H3, von 80 bis 100 kg H3, von 100 bis 120 kg H4, ab 120 kg H5.

Die Schlafposition verschiebt die Stufe: Seitenschläfer landen eine halbe Stufe weicher, Bauchschläfer eine halbe Stufe fester.

Die Härtegrade H1 bis H5 sind in Deutschland nicht gesetzlich normiert – jeder Hersteller definiert die Grenzen eigenständig.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst drei Werte ein. Das Körpergewicht ist das mit Abstand wichtigste Kriterium und sollte dein aktuelles Gewicht in Kilogramm sein, nicht ein Wunschgewicht.

Die Körpergröße in Zentimetern brauchst du für den BMI, der die Empfehlung an den Rändern fein nachjustiert.

Bei der Schlafposition wählst du, ob du überwiegend auf der Seite, auf dem Rücken, auf dem Bauch oder wechselnd liegst – denn Seitenschläfer brauchen an Schulter und Hüfte mehr Nachgiebigkeit, Bauchschläfer dagegen mehr Festigkeit.

Ein häufiger Eingabefehler ist, die Position anzugeben, in der man einschläft, statt jener, in der man die meiste Zeit der Nacht verbringt.

Wie stark die Schlafposition wirkt, zeigt ein Lauf mit 75 kg und 175 cm: Als Seitenschläfer empfiehlt der Rechner H2 – weich, in allen drei anderen Positionen H3 – mittelfest.

Nur die Seitenlage verschiebt das Ergebnis also über eine Stufengrenze; Rücken, Bauch und gemischt landen bei diesem Gewicht auf demselben Wert, weil der halbe Zuschlag für Bauchschläfer beim Runden verschwindet.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Empfehlung entsteht in drei Schritten. Zuerst ein Basiswert nach Gewicht: bis 60 kg eher H2, 60 bis 80 kg H2 bis H3, 80 bis 100 kg H3, 100 bis 120 kg H4, darüber H5.

Zweitens die Schlafposition – Seitenschläfer erhalten eine halbe Stufe Abschlag (weicher), Bauchschläfer eine halbe Stufe Zuschlag (fester). Drittens der BMI als Feinkorrektur: über 32 eine halbe Stufe fester, unter 18,5 eine halbe Stufe weicher.

Das Ergebnis wird auf die nächste ganze Stufe von H1 bis H5 gerundet. Beispiel: 90 kg, Rückenschläfer, BMI 27 ergibt den Basiswert H3 ohne Zu- oder Abschlag, also die Empfehlung H3 – mittelfest.

Ein zweites Beispiel zeigt das Zusammenspiel der Schritte: Eine Seitenschläferin mit 70 kg startet bei H2 bis H3, erhält für die Seitenlage eine halbe Stufe Abschlag und landet bei H2 – weich.

Weil die Zwischenwerte auf die nächste ganze Stufe gerundet werden, gibt der Rechner nie einen halben Härtegrad aus, sondern immer eine der fünf klaren Stufen von H1 bis H5.

Nachschlagen

Matratzen-Härtegrad H1–H5 nach Körpergewicht und Schlafposition

Die Härtegrade H1 bis H5 sind in Deutschland nicht gesetzlich normiert – jeder Hersteller definiert die Grenzen eigenständig. Die folgende Tabelle zeigt die marktüblichen Richtwerte nach Körpergewicht sowie den Einfluss der Schlafposition.

Übersicht Matratzen-Härtegrade H1–H5 mit Gewichtsgrenzen und Schlafposition-Korrektur
HärtegradBezeichnungKörpergewichtTypische Eignung
H1Sehr weichbis 60 kgLeichtgewichte, Kinder, sehr schmale Personen
H2Weich60–80 kgNormalgewichtige, Seitenschläfer, schmale Schultern/Hüften
H3Mittelfest80–100 kgMeistgekauft; Rücken- und Kombinationsschläfer
H4Fest100–120 kgSchwerere Personen; Bauchschläfer ab 80 kg
H5Sehr festab 120 kgSehr schwere Personen; verhindert Durchliegen

Schlafposition-Korrektur: Seitenschläfer wählen 1 Stufe weicher (z. B. H3→H2), damit Schulter und Hüfte einsinken können. Bauchschläfer wählen 1 Stufe fester (z. B. H2→H3), damit das Becken nicht durchhängt. Rücken- und Kombinationsschläfer bleiben bei der Gewichts-Grundempfehlung. Quelle: Hersteller-Richtwerte H1–H5-Systematik; ergonomische Empfehlungen Aktion Gesunder Rücken e. V. (AGR). Angaben sind Orientierungswerte ohne Normierung.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Matratzen-Härtegrad-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Welcher Härtegrad passt zu meinem Gewicht?

Das Gewicht ist das wichtigste Kriterium. Als grobe Orientierung gilt: bis 60 kg meist H2, 60 bis 80 kg H2 bis H3, 80 bis 100 kg H3, 100 bis 120 kg H4 und über 120 kg H5.

Diese Staffelung sorgt dafür, dass die Matratze schwerere Körper trägt, ohne durchzuliegen, und leichtere nicht auf einer zu harten Fläche liegen lässt.

Der Rechner setzt genau diese Bänder um und verschiebt das Ergebnis anschließend je nach Schlafposition. Wichtig: Es sind Richtwerte – bei 79 oder 81 kg liegst du im Übergangsbereich und solltest beide angrenzenden Härtegrade probeliegen.

Gib zusätzlich deine Schlafposition an – der Rechner wertet beides kombiniert aus und nennt dir eine konkrete Empfehlung statt einer Bandbreite.

Menschen mit Schulter- oder Hüftproblemen sollten im Zweifelsfall eine Stufe weicher wählen als die reine Gewichtsformel vorschlägt, um Druckstellen zu vermeiden.

Welchen Härtegrad brauchen Seitenschläfer?

Seitenschläfer brauchen beim gleichen Gewicht tendenziell einen weicheren Härtegrad als Rücken- oder Bauchschläfer. Der Grund: Schulter und Hüfte müssen so weit einsinken können, dass die Wirbelsäule eine gerade Linie bildet.

Ist die Matratze zu fest, entstehen Druckstellen und der Nacken wird überlastet. Der Rechner zieht bei Seitenlage deshalb eine halbe Härtegradstufe ab.

Praktisch heißt das: Wer bei 75 kg als Rückenschläfer H3 bekäme, landet als Seitenschläfer eher bei H2. Achte beim Probeliegen darauf, dass die Schulter spürbar einsinkt, die Taille aber noch gestützt wird.

Bei ausgeprägter Schulterbreite – etwa ab Konfektionsgröße 52 bei Männern oder 44 bei Frauen – kann sogar eine weitere halbe Stufe nach unten sinnvoll sein.

Seitenschläfer profitieren zudem von einer Matratze mit sogenannter Schulterzone, einer weicheren Zone im oberen Bereich, die das Einsinken der Schulter gezielt erleichtert, ohne die Lendenwirbelsäule zu gefährden.

Ist ein festerer Härtegrad besser für den Rücken?

Nein, das ist ein verbreiteter Irrtum. „Fest gleich gesund” stimmt nicht: Eine zu harte Matratze lässt die Wirbelsäule in Seitenlage durchhängen, weil Schulter und Hüfte nicht einsinken können, und erzeugt Druck- statt Stützpunkte.

Umgekehrt lässt eine zu weiche Matratze das Becken abkippen. Richtig ist ein Härtegrad, der zu Gewicht und Position passt und die Wirbelsäule gerade hält – bei 90 kg und Rückenlage ist das meist H3.

Bei bestehenden Rückenbeschwerden ersetzt kein Rechner die ärztliche oder orthopädische Beratung; er liefert nur den sinnvollen Ausgangspunkt fürs Probeliegen.

Studien zeigen, dass mittelharte Matratzen bei unspezifischen Rückenschmerzen oft besser abschneiden als sehr harte: Das Gewebe entspannt sich, wenn Schulter und Becken leicht einsinken können.

Konkret heißt das, dass du bei 70 kg nicht automatisch zu H2 fest greifen solltest, sondern den Rechner erst die Position einbeziehen lässt, bevor du dich festlegst.

H2 oder H3 – wie entscheide ich mich?

Diese Frage stellt sich fast immer im Übergangsbereich um 75 bis 85 kg. Entscheidend sind zwei Dinge: die Schlafposition und das eigene Empfinden.

Als Seitenschläfer ist in diesem Gewichtsbereich H2 meist angenehmer, weil Schulter und Hüfte einsinken müssen; als Rücken- oder Bauchschläfer ist H3 die sicherere Wahl.

Der Rechner nimmt dir die Einordnung ab, indem er das Gewicht in Bänder legt und die Position verrechnet.

Liegst du zwischen zwei Stufen, gilt die Faustregel: im Zweifel die festere Variante wählen und mit einem weicheren Topper feinjustieren – das lässt sich leichter korrigieren als eine zu weiche Matratze.

Ein 4-cm-Topper in Visko oder Latex kostet ab etwa 60 Euro und verschiebt das Liegebild effektiv um eine halbe Stufe nach unten – deutlich günstiger als eine zweite Matratze.

Nutze deshalb den Rechner vor dem Kauf und notiere dir den Grenzwert, um beim Händler gezielt nach einer 30-Nächte-Rückgaberegelung zu fragen.

Sind Matratzen-Härtegrade genormt?

Nein. Es gibt in Deutschland keine gesetzliche oder DIN-Norm für Matratzen-Härtegrade. H1 bis H5 sind reine Herstellerbezeichnungen, und jeder Anbieter legt die Grenzen selbst fest.

Deshalb kann sich ein H3 der einen Marke deutlich fester anfühlen als ein H3 einer anderen. Für dich heißt das: Nutze den Härtegrad nur als grobe Vorauswahl und verlass dich nicht auf den Vergleich zweier Kataloge.

Der Rechner gibt bewusst eine unverbindliche Empfehlung und weist auf diese fehlende Normierung hin. Am Ende zählt das Probeliegen auf der konkreten Matratze, idealerweise mit einer Testphase von mehreren Wochen.

In der Praxis kann zum Beispiel der H3 eines Discounters einer gefühlten H4-Matratze eines Premiumherstellers entsprechen – der Stauchungsgrad bei 40 % Kompression, gemessen in Kilopascal, wäre die objektivere Kennzahl, wird aber kaum noch ausgewiesen.

Wer wirklich vergleichen will, sollte auf Messwerte im Datenblatt achten oder im Fachhandel auf derselben Probeliegefläche testen.

Welchen Härtegrad brauchen zwei Personen mit unterschiedlichem Gewicht?

Bei Paaren richtet sich der Härtegrad nach jeder Person einzeln, nicht nach dem Durchschnitt. Liegt der Gewichtsunterschied unter etwa 20 kg, reicht meist ein gemeinsamer Härtegrad.

Ab rund 30 kg Differenz wird ein Kompromiss für mindestens eine Person unbequem – dann sind zwei getrennte Matratzen oder ein Modell mit zwei individuell wählbaren Kernen die bessere Lösung.

Beispiel: 62 kg (Seite) und 95 kg (Rücken) ergeben H2 und H3, also eine Stufe Unterschied. Rechne beide Personen einzeln durch und vergleiche die Empfehlungen.

Ein Doppelbett mit zwei Kernen im selben Bezug verbindet ergonomische Trennung mit einheitlicher Optik.

Viele Hersteller bieten 180 × 200 cm Matratzen mit geteiltem Kern an, bei denen jede Hälfte separat in H2 oder H3 geliefert werden kann – so zahlt das Paar zusammen oft weniger als für zwei Einzelmatratzen.

Trag im Rechner beide Körpergewichte und Positionen einzeln ein und vergleiche anschließend die zwei Empfehlungen direkt miteinander.

Welcher Härtegrad ist bei Rückenschmerzen sinnvoll?

Bei Rückenschmerzen gibt es keinen pauschal „besten” Härtegrad – entscheidend bleibt, dass die Wirbelsäule in jeder Position gerade liegt.

Orthopädische Empfehlungen tendieren zu mittleren Härtegraden, oft H2 bis H3, statt zu sehr harten Matratzen, weil moderate Nachgiebigkeit die Wirbelsäule besser stützt.

Der Rechner liefert die zum Gewicht passende Stufe als Startpunkt; bei chronischen oder starken Beschwerden solltest du zusätzlich ärztlichen oder physiotherapeutischen Rat einholen.

Sinnvoll ist außerdem eine Matratze mit ausgeprägter Schulter- und Beckenzone sowie ein passender Lattenrost, denn beide beeinflussen die Stützwirkung mindestens so stark wie der reine Härtegrad.

Eine Vergleichsstudie der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft empfiehlt für chronische Kreuzschmerzen mittelharte Matratzen im Bereich H2 bis H3 bei Normalgewicht; sehr harte Oberflächen schnitten darin schlechter ab als der Mittelwert.

Nutze das Ergebnis des Rechners als Ausgangspunkt und bitte deinen Orthopäden, die Empfehlung im Gespräch zu bestätigen oder anzupassen.

Wie oft sollte ich den Härtegrad überprüfen?

Den passenden Härtegrad solltest du immer dann neu prüfen, wenn sich dein Körpergewicht um mehr als etwa 10 kg ändert oder sich deine bevorzugte Schlafposition verschiebt, etwa nach einer Verletzung.

Unabhängig davon ist eine Matratze technisch nach rund acht bis zehn Jahren am Ende ihrer Nutzungsdauer: Der Kern verliert Stützkraft, Kuhlen bilden sich, und selbst der ursprünglich richtige Härtegrad stützt dann nicht mehr korrekt.

Ein einfacher Test: Zeichnet sich morgens eine Mulde ab oder wachst du mit Verspannungen auf, ist es Zeit für eine neue Matratze. Rechne deinen aktuellen Wert dann erneut durch, bevor du kaufst.

Konkret: Wer nach einer Schwangerschaft auf Rückenlage wechselt und dabei 12 kg abgenommen hat, braucht eine völlig andere Rechner-Ausgabe als zuvor – Schlafposition und Gewicht haben sich gleichzeitig geändert, was die Empfehlung um bis zu zwei Härtegradstufen verschieben kann.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Nimm den Wert als Startpunkt und teste beim Probeliegen mindestens zehn Minuten in deiner echten Schlafposition. Prüfe in der Seitenlage, ob die Wirbelsäule eine gerade Linie bildet: Sinkt die Hüfte zu tief ein, ist die Matratze zu weich; bleibt eine Lücke im Lendenbereich, ist sie zu fest.

Bei zwei Personen mit mehr als etwa 30 kg Gewichtsunterschied lohnen sich zwei getrennte Matratzen oder ein Modell mit partnergerechten Härtegraden statt eines Kompromisses.

Achte außerdem auf Matratzentyp und Zonierung: Ein fester Kaltschaum fühlt sich anders an als ein Federkern mit demselben Härtegrad.

Nutze beim Probeliegen möglichst dein gewohntes Kopfkissen, denn es beeinflusst die Stellung von Nacken und Wirbelsäule und damit das Härteempfinden.

Achte außerdem auf die Übergangszeit: Eine neue Matratze fühlt sich in den ersten Nächten oft ungewohnt an, weshalb viele Hersteller eine mehrwöchige Eingewöhnung empfehlen, bevor du den Härtegrad endgültig beurteilst.

Ein Lattenrost mit passender Einstellung kann eine leicht zu feste Matratze zusätzlich etwas nachgeben lassen.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall: Ein Paar plant eine neue Matratze. Sie wiegt 62 kg und schläft auf der Seite, er wiegt 95 kg und schläft auf dem Rücken.

Für sie ergibt der Rechner aus dem Basiswert H2 bis H3 minus einer halben Stufe für die Seitenlage die Empfehlung H2 – weich. Für ihn führt das Gewicht von 95 kg zu H3 ohne Positionskorrektur, also H3 – mittelfest.

Die Differenz von einer Stufe zeigt: Ein einziger Härtegrad wäre für beide ein fauler Kompromiss.

Sie entscheiden sich für zwei separate Matratzen im selben Bezug – sie H2, er H3 – und liegen beide ergonomisch korrekt, statt dass eine Person dauerhaft zu weich oder zu fest liegt.

Vor dem Kauf nehmen beide die berechneten Werte mit ins Fachgeschäft und liegen dort jeweils mehrere Minuten in ihrer echten Schlafposition Probe.

Sie bestätigen: In der Seitenlage bleibt ihre Wirbelsäule mit H2 gerade, während er auf dem Rücken mit H3 spürbar besser gestützt liegt.

Erst diese Kombination aus berechneter Empfehlung und eigenem Probeliegen gibt ihnen die Sicherheit, für die nächsten Jahre nicht am falschen Härtegrad zu sparen.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Irrtum ist, den Härtegrad an der Körpergröße festzumachen – entscheidend ist das Gewicht. Zweiter Fehler: den früheren Härtegrad blind zu übernehmen, obwohl sich Gewicht oder Schlafgewohnheiten geändert haben.

Dritter Fehler ist die Annahme „fest gleich gesund“: Ein zu fester Härtegrad erzeugt bei Seitenschläfern Druckstellen an Schulter und Hüfte und überlastet den Nacken.

Vierter Fehler: Härtegrade verschiedener Hersteller direkt zu vergleichen, obwohl sie nicht genormt sind. Fünfter Fehler: nur kurz auf der Kante zu sitzen, statt mehrere Minuten flach zu liegen.

Sechster Fehler: den Partner bei der Auswahl zu ignorieren, obwohl bei großem Gewichtsunterschied ein gemeinsamer Härtegrad für eine Person fast immer unpassend ist.

Siebter Fehler ist die Annahme, ein Topper könne einen grundsätzlich falschen Härtegrad ausgleichen; ein Topper verändert vor allem die oberste Komfortschicht, nicht die tragende Stützwirkung der Matratze.

Wer diese Punkte übergeht, kauft am eigenen Schlafbedürfnis vorbei.

Ein achter Fehler ist, die Körpergröße für einen eigenständigen Hebel zu halten: Sie fließt ausschließlich über den BMI ein und korrigiert erst jenseits von 32 oder unterhalb von 18,5 überhaupt etwas.

Bei 75 kg und 175 cm liegt der BMI bei 24,5 und bleibt damit ohne jede Wirkung auf die Empfehlung.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Aus Gewicht, Größe und Schlafposition leitet der Matratzen-Härtegrad-Rechner eine Empfehlung zwischen H1 und H5 ab und ergänzt sie um deinen BMI. Im Beispiel führen 75 kg und eine gemischte Schlafposition zu H3 – mittelfest.

Nimm diesen Wert danach am besten mit zum Probeliegen und prüfe in deiner echten Schlafposition, ob die Wirbelsäule gerade bleibt.

Denk daran, dass Härtegrade nicht genormt sind – der Rechner gibt eine unverbindliche Orientierung, das persönliche Empfinden entscheidet am Ende.

Prüfe deshalb die Rückgabe- und Probeschlafbedingungen des Anbieters, damit du eine Matratze notfalls tauschen kannst, falls sich der empfohlene Härtegrad im Alltag doch als zu weich oder zu fest erweist.

Der aufschlussreichste Gegenlauf ist die Schlafposition: Bei 75 kg trennt allein die Seitenlage H2 von H3 — eine ganze Stufe, die im Fachgeschäft über Schulterdruck und gerade Wirbelsäule entscheidet.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · H2 – weich, BMI 22,5

Leichter Seitenschläfer: 65 kg, 170 cm

Körpergewicht
65 kg
Körpergröße
170 cm
Schlafposition
Seitenschläfer

Beispiel 2 · Mittel · H4 – fest, BMI 28,7

Bauchschläfer: 95 kg, 182 cm

Körpergewicht
95 kg
Körpergröße
182 cm
Schlafposition
Bauchschläfer

Beispiel 3 · Komplex · H5 – sehr fest, BMI 35,5

Schwergewicht, Rückenschläfer: 115 kg, 180 cm

Körpergewicht
115 kg
Körpergröße
180 cm
Schlafposition
Rückenschläfer

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Weiternutzung

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  • Infografik: Matratzen-Härtegrad: Empfehlung nach Gewicht, HÄRTEGRAD — GEWICHT — BESCHREIBUNG — BALKEN, H1 (Weich), bis 60 kg, Kinder, leichte Personen, Seitenschläfer, H2 (Mittel), 60–80 kg, Meistverkauft! Standard für Normalgewicht

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  • Infografik: 7-Zonen-Matratze: Ergonomische Liegezonen, ZONE — KÖRPERBEREICH — FESTIGKEIT — FUNKTION, Zone 1: Kopf/Nacken, Mittel, Kopf stützen, HWS gerade halten, Zone 2: Schulter, WEICH, Schulter muss einsinken (Seitenschläfer!)

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Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

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Quelle: Härtegrad-Systematik H1–H5 (Herstellerangaben), ergonomische Richtwerte; Stand 2026

Stand: 2026-07-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. Juli 2026
Fachbereich
Haushalt & Wohnen / Einrichten & Planen
Formeln basieren auf
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Rechner-Portal (2026). Matratzen-Härtegrad-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/haushalt-wohnen/einrichten-planen/matratzen-haertegrad

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