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Stundenrechner: Wochenstunden und Jahresarbeitszeit

Datum und ZeitStand
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Kurzantwort

Stundenrechner: Stunden pro Tag und Arbeitstage pro Woche eingeben und Wochen-, Monats- sowie Jahresstunden sofort ablesen.

Stunden pro Woche, Monat und Jahr berechnen: Stunden pro Tag und Arbeitstage eingeben und...

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Stundenrechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wer 8 Stunden pro Tag an 5 Tagen pro Woche arbeitet, kommt auf 40 Wochenstunden, 173,33 Monatsstunden und 2.080 Jahresstunden – der Stundenrechner übernimmt diese Hochrechnung für jede beliebige Kombination aus Tagesstunden, Arbeitstagen pro Woche und Wochen pro Jahr. Er ist besonders nützlich, wenn Vollzeit- und Teilzeitmodelle verglichen, Kapazitäten für Projektplanung eingeschätzt oder der eigene Jahreswert schnell ermittelt werden soll, ohne dafür jedes Mal Multiplikationen auf Papier zu rechnen.

Der Rechner arbeitet mit drei Eingaben: Stunden pro Tag, Arbeitstagen pro Woche und Wochen pro Jahr. Daraus ergeben sich Wochenstunden, Monatsstunden als standardisierter Mittelwert und Jahresstunden.

Die Monatsberechnung nutzt den Faktor 52 geteilt durch 12, also etwa 4,33 Wochen je Monat – kein exakter Kalendermonat, sondern ein gleichmäßiger Jahresdurchschnitt.

Für Zeiterfassung, Lohnabrechnung oder Kapazitätsplanung bietet dieser Wert eine solide und vergleichbare Basis.

Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) regelt die zulässigen Höchstarbeitszeiten; der Rechner bewertet diese Grenzen nicht, zeigt aber die errechnete Wochenstundenzahl deutlich an, damit du selbst vergleichen kannst.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst Stunden pro Tag, Arbeitstage pro Woche und optional die Wochen pro Jahr ein. Für ein klassisches 5-Tage-Modell mit 8 Stunden täglich und 52 Wochen bleiben alle Standardwerte unverändert.

Für Teilzeit, verdichtete Viertagewoche oder saisonale Arbeit kannst du alle drei Felder anpassen.

Typische Datenquellen sind der Arbeitsvertrag für die vertraglich vereinbarte Wochenstundenzahl, die Zeiterfassung für den tatsächlichen Tageswert und das Urlaubsmodell für abweichende Jahreswochen.

Häufige Fehler: Dezimalstunden wie 7,5 werden fälschlich als 7 Stunden 50 Minuten gelesen, obwohl 7,5 genau 7 Stunden 30 Minuten bedeutet.

Ein weiterer Irrtum ist, die Stunden pro Tag als geplante Anwesenheitszeit statt als tatsächliche Arbeitszeit einzutragen – die Pause muss also bereits abgezogen sein, bevor du den Tageswert eingibst.

Wer Wochen pro Jahr auf 48 setzt, rechnet nur mit dem Arbeitsjahr ohne Urlaub; wer 52 lässt, erhält den theoretischen Maximalwert ohne Urlaubsabzug.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Stundenrechner-Formeln (Woche, Monat, Jahr): Die Wochenstunden ergeben sich aus Stunden pro Tag multipliziert mit den Arbeitstagen pro Woche. Daraus folgen die Monatsstunden als Wochenstunden mal 52 geteilt durch 12, was dem Faktor 4,333...

Wochen je Monat entspricht. Die Jahresstunden werden als Wochenstunden multipliziert mit den Wochen pro Jahr berechnet; beim Standardwert 52 ergibt das denselben Wert wie Wochenstunden mal 52.

Die Monatsstunden sind bewusst ein Durchschnittswert und kein echtes Kalendermonatsergebnis: Februar hat 28 oder 29 Tage, Monate wie Juli und August haben 31 Tage – im Jahresdurchschnitt gleicht sich das aus.

Beispiel: 7 Stunden pro Tag, 5 Tage pro Woche → Wochenstunden 35; Monatsstunden 35 × 52 / 12 = 151,67; Jahresstunden 35 × 52 = 1.820.

Für ein Vier-Tage-Modell mit 10 Stunden täglich: Wochenstunden 40; Monatsstunden 173,33; Jahresstunden 2.080 – identisch zur Fünftagewoche mit 8 Stunden.

Dieser Vergleich zeigt, warum die Tagesstruktur nicht die Wochenstunden beeinflusst, solange das Stundenprodukt gleich bleibt.

Der Monatswert folgt dabei einer eigenen Regel, die man kennen muss: Er entsteht aus den Wochenstunden mal 52 geteilt durch 12 — und zwar mit fest verdrahteten 52 Wochen, unabhängig davon, was du im Feld Wochen pro Jahr einträgst.

Setzt du dort 48, sinken die Jahresstunden auf 1.920, der Monatswert bleibt aber bei 173,33. Jahres- und Monatswert beziehen sich dann also auf verschiedene Jahreslängen und lassen sich nicht ineinander umrechnen.

Nur bei den voreingestellten 52 Wochen passen beide zusammen. Auch der Quervergleich lohnt: Für dieselben 40 Wochenstunden weist dieser Rechner 173,33 Monatsstunden aus, während der Arbeitsstunden-Rechner mit seinem Faktor 4,35 auf 174 kommt.

Formel zur Berechnung der wöchentlichen und jährlichen Arbeitsstunden.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Stundenrechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie viele Stunden hat ein Vollzeit-Arbeitsjahr?

Bei einer klassischen Vollzeitstelle mit 40 Wochenstunden (8 Stunden pro Tag, 5 Tage pro Woche) und 52 Wochen im Jahr ergeben sich rechnerisch 2.080 Jahresstunden. Das ist der Brutto-Referenzwert ohne Abzüge für Urlaub, Feiertage oder Krankheit.

Aufgeteilt auf 12 Monate entspricht das 173,33 Monatsstunden oder rund 8 Stunden täglich.

In der Praxis reduziert sich die tatsächlich geleistete Jahresarbeitszeit: Nach Abzug von 30 Urlaubstagen, rund 9 bis 13 gesetzlichen Feiertagen (je Bundesland) und durchschnittlich 15 Krankheitstagen (laut AOK-Fehlzeitenreport) verbleiben oft nur 1.620 bis 1.700 Nettostunden.

Bayern hat mit 13 Feiertagen den höchsten Wert, Bremen kommt mit 9 Feiertagen am niedrigsten heraus.

In Branchen mit Tarifverträgen, zum Beispiel im öffentlichen Dienst oder der Metall- und Elektroindustrie, gilt häufig eine 35- bis 38,5-Stunden-Woche, was die Brutto-Jahresstunden auf 1.820 bis 2.002 reduziert.

Den exakt bereinigten Wert berechnet der Jahresarbeitszeit-Rechner unter Berücksichtigung aller Abzüge und des gewählten Bundeslands.

Warum weicht mein berechneter Monatswert vom echten Kalendermonat ab?

Der Stundenrechner berechnet Monatsstunden als Wochenstunden mal 52 geteilt durch 12, was dem Faktor 4,3333 Wochen pro Monat entspricht. Bei 40 Wochenstunden ergibt das 173,33 Monatsstunden; bei 35 Wochenstunden 151,67 Monatsstunden.

Das ist ein gleichmäßiger Jahresdurchschnitt und kein exakter Kalendermonat. Februar hat nur 28 oder 29 Tage, was rund 4 Wochen entspricht; Juli und August haben 31 Tage, was gut 4,4 Wochen bedeutet.

Daher weicht der berechnete Monatswert je nach Monat leicht ab. In einem April oder November mit 30 Tagen stecken exakt 4,286 Wochen, in einem Januar mit 31 Tagen sind es 4,429 Wochen.

Für Stundenlohnempfänger, die nach tatsächlichen Arbeitstagen abgerechnet werden, kann diese Differenz monatlich bis zu 3,5 Stunden ausmachen.

Für Lohnabrechnungen oder Monatsvergleiche ist der Durchschnittswert die richtige Basis, weil er über das Jahr hinweg konsistent bleibt und keine monatsspezifischen Schwankungen erzeugt.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer nutzen den Faktor 4,3333 deshalb einheitlich als vertragliche Berechnungsgrundlage.

Wie berechne ich Teilzeit-Stunden mit dem Stundenrechner?

Für Teilzeit trägst du die tatsächlichen Stunden pro Tag und die tatsächlichen Arbeitstage pro Woche ein.

Wer zum Beispiel 6 Stunden an 4 Tagen arbeitet, gibt 6 Stunden und 4 Arbeitstage ein und erhält 24 Wochenstunden, rund 104 Monatsstunden und 1.248 Jahresstunden (bei 52 Wochen).

Häufige Teilzeitmodelle lassen sich genauso abbilden: Ein 50-Prozent-Modell mit 20 Wochenstunden (5 Tage × 4 Stunden oder 4 Tage × 5 Stunden) ergibt 86,67 Monatsstunden und 1.040 Jahresstunden.

Ein 80-Prozent-Modell mit 32 Wochenstunden liefert 138,67 Monatsstunden und 1.664 Jahresstunden.

Teilzeit ist in Deutschland nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) jede Beschäftigung unter der tariflichen oder betrieblichen Vollzeitstundenzahl.

Ein zweiter Rechnerlauf mit anderen Wochenstunden ermöglicht den direkten Vergleich zweier Teilzeitmodelle.

Dabei ist zu beachten, dass die Stunden pro Tag die tatsächliche Nettoarbeitszeit nach Abzug der Pause sein sollten, weil die Pause nicht als Arbeitszeit gilt.

Was bedeutet die Vier-Tage-Woche im Stundenrechner?

In der Vier-Tage-Woche werden dieselben Wochenstunden auf vier statt fünf Tage verteilt. Wer 40 Stunden pro Woche auf vier Tage verteilt, arbeitet täglich 10 Stunden.

Im Stundenrechner gibst du 10 Stunden pro Tag und 4 Arbeitstage ein – das Ergebnis: 40 Wochenstunden, 173,33 Monatsstunden, 2.080 Jahresstunden – identisch zur klassischen Fünftagewoche mit 8 Stunden.

Das zeigt: Die Vier-Tage-Woche ändert nicht die Gesamtstunden, sondern nur die Verteilung auf die Wochentage. Daneben existiert ein zweites Modell: die reduzierte Vier-Tage-Woche, bei der die Wochenstundenzahl sinkt.

Gibst du stattdessen 8 Stunden und 4 Arbeitstage ein, erhältst du 32 Wochenstunden, 138,67 Monatsstunden und 1.664 Jahresstunden – 416 Stunden weniger als das Vollzeitmodell. Dieses Modell entspricht einer 80-Prozent-Stelle.

Internationale Pilotprogramme, etwa in Island und Großbritannien, erprobten hauptsächlich das reduzierte Modell.

Das Arbeitszeitgesetz begrenzt die tägliche Höchstarbeitszeit auf 10 Stunden, sodass eine Vier-Tage-Woche mit mehr als 10 Stunden täglich gesetzliche Grenzen berührt.

Sollte ich die Pause in den Stunden pro Tag einrechnen oder nicht?

Du solltest die Pause nicht einrechnen. Der Stundenrechner erwartet die Nettoarbeitszeit, also die reine Arbeitszeit ohne Pausen. Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) definiert Ruhepausen ausdrücklich nicht als Arbeitszeit.

Das Gesetz schreibt Mindestpausenzeiten vor: Bei einer Schicht von mehr als 6 bis 9 Stunden sind mindestens 30 Minuten Pause einzuhalten, bei mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten.

Wenn du 8 Stunden 30 Minuten Anwesenheitszeit hast und 30 Minuten Pause machst, trägst du 8,0 Stunden (oder 8 Stunden) ein, nicht 8,5. Sonst überschätzt du die jährliche Arbeitszeit systematisch.

Bei 30 Minuten Pause täglich und 5 Tagen pro Woche sind das 130 überzählige Stunden pro Jahr – eine erhebliche Verzerrung der Hochrechnung. Bei 45 Minuten Pause täglich stiege dieser Fehler auf 195 Stunden pro Jahr.

Besonders bei Bürokräften mit 60 Minuten Mittagspause kann die falsche Eingabe die Jahresarbeitszeit um fast 260 Stunden nach oben verzerren.

Wie viele Wochen pro Jahr sollte ich eingeben?

Der Standardwert ist 52 Wochen, was einem vollen Kalenderjahr ohne jegliche Abzüge entspricht. Das ergibt den theoretischen Maximalwert der Jahresarbeitszeit.

Wer die tatsächliche Netto-Jahresarbeitszeit berechnen will, kann die Urlaubswochen abziehen: Bei 30 Urlaubstagen und einer Fünftagewoche sind das 6 Wochen, sodass 46 Wochen realistischer wären.

Für eine noch genauere Berechnung mit Feiertagen je Bundesland und durchschnittlichen Krankheitstagen bietet der Jahresarbeitszeit-Rechner die vollständige Lösung, die alle Abzüge bundeslandspezifisch berücksichtigt.

Konkret: Mit 46 statt 52 Wochen sinken die Jahresstunden bei einer 40-Stunden-Woche von 2.080 auf 1.840. Rechne zusätzlich rund zwei Wochen für Feiertage ab, dann landest du bei etwa 1.760 Stunden.

Genau 52 Wochen hat übrigens kein Jahr – es sind 52,14, im Schaltjahr 52,29. Nach ISO-8601-Kalender gibt es in manchen Jahren 53 Kalenderwochen, was für Wochenlohnempfänger einen zusätzlichen Abrechnungszeitraum bedeutet.

Wer erst im Laufe des Jahres eine Stelle antritt, gibt entsprechend weniger Wochen ein: Ein Beschäftigungsbeginn am 1. Juli entspricht bei einer Fünftagewoche rund 26 Wochen bis Jahresende.

Kann ich mit dem Stundenrechner auch unregelmäßige Arbeitszeiten hochrechnen?

Für unregelmäßige Arbeitszeiten empfiehlt sich ein Durchschnittswert als Eingabe. Wer an drei Tagen 8 Stunden und an zwei Tagen 6 Stunden arbeitet, hat eine durchschnittliche Tagslänge von (3 × 8 + 2 × 6) / 5 = 7,2 Stunden.

Diesen Wert trägst du als Stunden pro Tag ein und erhältst 36 Wochenstunden. Alternativ berechnest du das Modell in zwei Schritten: Lauf 1 mit 8 Stunden und 3 Tagen, Lauf 2 mit 6 Stunden und 2 Tagen, dann addierst du die Wochenstunden beider Läufe.

Die zweite Methode ist genauer, weil sie keine Näherung über den Tagesdurchschnitt benötigt.

Bei Schichtarbeit mit variierender Wochen-Tage-Zahl empfiehlt sich ein Vier-Wochen-Durchschnitt: Addiere alle geleisteten Stunden über vier Wochen und teile durch vier.

Wer in vier Wochen insgesamt 148 Stunden gearbeitet hat, trägt 37 Wochenstunden ein.

Das Arbeitszeitgesetz erlaubt Ausgleichszeiträume von bis zu sechs Kalendermonaten, damit Schwankungen zwischen starken und schwachen Wochen ausgeglichen werden können, solange der Durchschnitt die zulässige Wochengrenze nicht überschreitet.

Wie unterscheidet sich der Stundenrechner vom Arbeitsstunden-Rechner?

Der Stundenrechner berechnet Wochenstunden, Monatsstunden und Jahresstunden aus drei einfachen Eingaben: Stunden pro Tag, Arbeitstage pro Woche und Wochen pro Jahr. Er ist für schnelle Hochrechnungen und Modellvergleiche gedacht.

Der Arbeitsstunden-Rechner hingegen berechnet die tägliche Nettoarbeitszeit aus Arbeitsbeginn, Arbeitsende und Pausendauer – er ist also das richtige Werkzeug, wenn nicht von vornherein bekannt ist, wie viele Stunden pro Tag gearbeitet werden.

Beide Rechner geben Wochen-, Monats- und Jahreswerte aus, setzen aber an unterschiedlichen Eingaben an: Der Stundenrechner beim bereits bekannten Tageswert, der Arbeitsstunden-Rechner bei Anfangs- und Endzeiten.

Ein Beispiel zeigt das Zusammenspiel: Wer von 8 bis 17 Uhr arbeitet und 60 Minuten Pause macht, ermittelt dort 8 Stunden Nettoarbeitszeit und trägt diese hier ein – Ergebnis 40 Wochenstunden, 173,33 Monatsstunden und 2.080 Jahresstunden.

Nutze also zuerst den Arbeitsstunden-Rechner, wenn du nur Anfangs- und Endzeit kennst.

Freelancer nutzen den Stundenrechner außerdem, um ihren Stundensatz zu kalkulieren: Jahresbruttoziel dividiert durch die geplanten Jahresstunden ergibt den Mindeststundensatz.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Vergleiche Vollzeit und Teilzeit am schnellsten, indem du denselben Tageswert mit unterschiedlichen Arbeitstagen pro Woche kombinierst: 8 Stunden bei 5 Tagen ergibt 40 Wochenstunden, bei 4 Tagen nur 32. So siehst du sofort, wie viele Jahresstunden eine Tagesreduktion kostet.

Informationen zu gesetzlichen Höchstarbeitszeiten veröffentlicht das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Das ArbZG legt die tägliche Höchstarbeitszeit auf 10 Stunden fest – wer also mehr als 10 Stunden pro Tag eingibt, berechnet theoretisch eine gesetzlich nicht erlaubte Dauerbelastung.

Praxisbeispiel: Eine Pflegekraft arbeitet 12 Stunden an 3 Tagen; der Stundenrechner ergibt 36 Wochenstunden, 156 Monatsstunden, 1.872 Jahresstunden. Gegenüber einer 40-Stunden-Vollzeitstelle fehlen 4 Wochenstunden – das sind 208 Stunden pro Jahr.

Solche Vergleiche helfen bei Gehaltsverhandlungen, Tarifvergleichen und der Jahresplanung. Statt händisch zu rechnen, nutze einen zweiten Rechnerlauf als Gegenkontrolle mit anderen Ausgangswerten.

Für eine realistische Jahressumme lohnt vor allem das dritte Feld: Wer die Urlaubswochen abzieht und statt 52 nur 48 Wochen ansetzt, kommt bei einer Vollzeitstelle auf 1.920 statt 2.080 Jahresstunden — 160 Stunden Unterschied, die in jeder Kapazitätsplanung fehlen würden.

Verlass dich dabei ausschließlich auf den Jahreswert; die Monatsangabe bleibt von dieser Korrektur unberührt.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Mara ist Physiotherapeutin und arbeitet in zwei Modellen: Montag bis Mittwoch je 10 Stunden und Donnerstag 6 Stunden.

Sie will wissen, wie viele Wochenstunden das sind und wie viel Jahresarbeitszeit sie damit im Vergleich zu einer 40-Stunden-Stelle erbringt. Ausgangslage: Sie gibt im Stundenrechner zwei separate Läufe durch.

Lauf 1: 10 Stunden pro Tag, 3 Tage pro Woche → 30 Wochenstunden, 130 Monatsstunden, 1.560 Jahresstunden. Lauf 2: 6 Stunden, 1 Tag → 6 Wochenstunden, 26 Monatsstunden, 312 Jahresstunden.

Sie addiert beide Ergebnisse: 36 Wochenstunden, 156 Monatsstunden, 1.872 Jahresstunden. Mara vergleicht das mit der Vollzeitstelle ihres Kollegen: 40 Wochenstunden = 2.080 Jahresstunden.

Der Unterschied beträgt 4 Wochenstunden oder 208 Jahresstunden – das entspricht etwa 26 Achtstundentagen.

Sie entscheidet: Sie bespricht mit der Praxisleitung, ob ein vierter Wochentag mit 4 Stunden die Gesamtstunden auf 40 anheben und damit eine vollwertige Stelle begründen würde.

Der Stundenrechner macht diesen Vergleich in Sekunden sichtbar, ohne Taschenrechner oder Tabelle.

Die Gegenrechnung liefert die Zahl für das Gespräch: Ein Modell mit 8 Stunden an vier Tagen kommt auf 32 Wochenstunden, 138,67 Monatsstunden und 1.664 Jahresstunden.

Gegenüber den 2.080 Jahresstunden einer Fünftagewoche fehlen damit 416 Stunden — das ist der Umfang, den die Praxisleitung anderweitig abdecken müsste.

Weil der Rechner mit 52 Wochen arbeitet, ist das allerdings der Bruttowert vor Urlaub; für die tatsächlich geleisteten Stunden setzt sie die Wochenzahl niedriger an oder wechselt in den Jahresarbeitszeit-Rechner.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist das Eingeben der Anwesenheitszeit statt der tatsächlichen Nettoarbeitszeit: Wer 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr als 8,5 Stunden eingibt, aber die Mittagspause von 30 Minuten vergisst, rechnet mit 8,5 statt 8 Stunden und überschätzt die Jahresarbeitszeit um 26 Stunden. Ebenfalls verbreitet ist die Verwechslung von Dezimalstunden und Stunden-Minuten-Angaben: 7,75 Stunden sind 7 Stunden 45 Minuten, nicht 7 Stunden 75 Minuten.

Ein dritter Irrtum betrifft den Monatswert: Er ist kein exakter Kalendermonat, sondern ein Durchschnittswert über 52/12 ≈ 4,33 Wochen.

Wer diesen Wert als Februar-Stunden oder Juli-Stunden liest, liegt je nach Monat bis zu einer halben Arbeitswoche daneben.

Besonders bei der Jahresplanung wird außerdem übersehen, dass 52 Wochen die Urlaubswochen enthält – wer die tatsächliche Nettoarbeitszeit ohne Urlaub wissen will, muss die Wochen pro Jahr entsprechend reduzieren oder den Jahresarbeitszeit-Rechner nutzen.

Ein weiterer Stolperstein ist der Quervergleich der Monatswerte: Hier entstehen 173,33 Stunden über einen festen 52-Wochen-Faktor, beim Arbeitsstunden-Rechner dagegen 174 Stunden über den Faktor 4,35.

Wer beide Zahlen nebeneinanderlegt und die Differenz für einen Fehler hält, vergleicht in Wahrheit zwei verschiedene Umrechnungswege. Der wichtigste Vorbehalt betrifft aber das Feld Wochen pro Jahr: Es wirkt ausschließlich auf die Jahressumme.

Reduzierst du es auf 48, ändert sich der Monatswert nicht mit — Monats- und Jahreswert stehen dann auf unterschiedlichen Annahmen, und nur der Jahreswert folgt deiner Eingabe.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Aus Stunden pro Tag, Arbeitstagen pro Woche und Wochen pro Jahr berechnet der Stundenrechner die Wochen-, Monats- und Jahresarbeitszeit als vergleichbare Hochrechnungswerte.

Der Monatswert ist ein Durchschnitt über 52/12 Wochen, kein exakter Kalendermonat.

Für die gereinigte Jahresarbeitszeit mit Urlaubsabzug, Feiertagen je Bundesland und Krankheitstagen bietet der Jahresarbeitszeit-Rechner den nächsten Schritt – er zeigt, wie viele Stunden nach realistischen Abzügen wirklich verbleiben.

Für den Alltag genügt oft schon der Wochenwert als schnelle Vergleichsgröße zwischen zwei Arbeitsmodellen, während der Jahreswert die Basis für Kapazitäts- und Budgetplanung bildet.

Gib den Tageswert dabei stets als reine Nettoarbeitszeit ohne Pause ein, damit die Hochrechnung nicht systematisch zu hoch ausfällt.

Und behandle den Monatswert mit Vorsicht: Er rechnet immer mit 52 Wochen und reagiert nicht auf das Feld Wochen pro Jahr. Wer dort weniger einträgt, erhält eine passende Jahressumme, aber einen unverändert hohen Monatswert.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Wochenstunden: 40 | Monatsstunden: 173,33 | Jahresstunden: 2.080

Vollzeit 40-Stunden-Woche

Stunden pro Tag
8
Arbeitstage pro Woche
5
Wochen pro Jahr
52

Beispiel 2 · Mittel · Wochenstunden: 20 | Monatsstunden: 86,67 | Jahresstunden: 1.040

Teilzeit 50 % – 20 Stunden pro Woche

Stunden pro Tag
4
Arbeitstage pro Woche
5
Wochen pro Jahr
52

Beispiel 3 · Komplex · Wochenstunden: 40 | Monatsstunden: 173,33 | Jahresstunden: 2.080

Vier-Tage-Woche mit 10 Stunden täglich

Stunden pro Tag
10
Arbeitstage pro Woche
4
Wochen pro Jahr
52

Beispiel 4 · Komplex · Wochenstunden: 36 | Monatsstunden: 156 | Jahresstunden: 1.872

Schichtarbeit 3 Tage à 12 Stunden

Stunden pro Tag
12
Arbeitstage pro Woche
3
Wochen pro Jahr
52

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Weiternutzung

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  • Infografik: Stundenrechner: Arbeitszeitmodelle im Vergleich, ARBEITSZEITMODELLE — STUNDEN/WOCHE — MONATSBRUTTO-FAKTOR, Vollzeit, 40h/Woche, 173,33h/Monat, Teilzeit 75 %, 30h/Woche, 130,00h/Monat

    Stundenrechner Arbeitszeitmodelle

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Der Stundenrechner liefert Orientierungswerte auf Basis der eingegebenen Stunden und Arbeitstage. Feiertage, Urlaub, Krankheit und tarifliche Sonderregeln sind nicht enthalten.

Quelle: Eigenberechnung: Wochenstunden = Stunden/Tag × Tage/Woche; Monatsstunden = Wochenstunden × 52 / 12; Jahresstunden = Wochenstunden × Wochen/Jahr

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Datum und Zeit / Arbeitszeit
Formeln basieren auf
Wochenstunden = Stunden pro Tag × Arbeitstage pro Woche; Monatsstunden = Wochenstunden × 52 / 12; Jahresstunden = Wochenstunden × Wochen pro Jahr
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Stundenrechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/datum-zeit/arbeitszeit/stundenrechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Stundenrechner. Available at: https://rechner-portal.de/datum-zeit/arbeitszeit/stundenrechner

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.