Der Wendepunkt-Rechner bestimmt alle Stellen, an denen eine Funktion ihr Krümmungsverhalten ändert – von konvex (linksgekrümmt) zu konkav (rechtsgekrümmt) oder umgekehrt. Wendepunkte sind entscheidend in der Kurvendiskussion: Sie markieren den Übergang zwischen steigendem und fallendem Anstieg.
Bei Polynomen löst der Rechner f''(x) = 0 exakt mit Lösungsweg, prüft den Vorzeichenwechsel anhand der Vielfachheit der Nullstelle und gibt zu jedem Wendepunkt die Wendetangente, den Krümmungswechsel und – falls f'(x₀) = 0 gilt – die Kennzeichnung als Sattelpunkt aus.
Bei anderen Funktionen berechnet er die zweite Ableitung f''(x) symbolisch über mathjs, löst f''(x) = 0 numerisch im einstellbaren Suchbereich und prüft den Vorzeichenwechsel von f''.
Anschaulich ist ein Wendepunkt die Stelle, an der der Graph aus einer Linkskurve in eine Rechtskurve übergeht oder umgekehrt – dort ist die Steigung am steilsten beziehungsweise am flachsten und ändert ihre Tendenz.
In Anwendungen markiert der Wendepunkt oft den Moment der stärksten Veränderung, etwa den Zeitpunkt des schnellsten Wachstums einer Population oder den Punkt, an dem eine beschleunigte Bewegung in eine gebremste umschlägt.
Genau deshalb ist er neben Nullstellen und Extrempunkten fester Bestandteil jeder vollständigen Kurvendiskussion.
Bei Polynomen folgt der Vorzeichenwechsel exakt aus der Vielfachheit der Nullstelle von f'' (ungerade = Wechsel); bei anderen Funktionen prüft der Rechner f'' an zwei Stellen knapp links und rechts des Kandidaten, und nur bei verschiedenen Vorzeichen erscheint der Punkt in der Ergebnisliste.
Zusätzlich nennt er die Krümmungsintervalle: Wo f'' > 0 gilt, ist der Graph linksgekrümmt (konvex), wo f'' < 0 gilt, rechtsgekrümmt (konkav).