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Nullstellen berechnen: Rechner mit Rechenweg online

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Beispiele

Schreibweise: x^2 für Potenzen, 3*x für Multiplikation, sin(x), cos(x), e^x, ln(x). Der Suchbereich kann angepasst werden.

Nullstellen von f(x)

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Kurzantwort

Nullstellen berechnen: Funktion f(x) eingeben und alle Nullstellen mit Rechenweg finden. Unterstützt Polynome, Wurzeln, sin, cos, e^x und ln.

Nullstellen einer Funktion online berechnen – für Polynome, sin, cos, e^x und ln.

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Mathematik (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Nullstellen-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Nullstellen-Rechner findet alle Stellen, an denen eine Funktion den Wert null annimmt, also wo der Graph die x-Achse schneidet. Nullstellen sind ein zentrales Konzept der Analysis und Grundlage vieler weiterführender Berechnungen: Sie treten bei Extremstellen-Suche, bei der Polynomdivision und bei der Kurvendiskussion auf.

Der Rechner arbeitet numerisch mit Newton-Raphson-Verfahren und Bisektion im frei wählbaren Suchbereich. Für jeden gefundenen Wert wird ein Vorzeichenwechsel-Nachweis ausgegeben, der die Nullstelle mathematisch belegt.

Numerische Nullstellensuche bedeutet, dass der Rechner nicht algebraisch umformt, sondern den Graphen abtastet und dort genauer hinschaut, wo ein Vorzeichenwechsel auf einen Nulldurchgang hindeutet.

Dieser Ansatz funktioniert auch bei Funktionen, die sich nicht per Hand nach x auflösen lassen, etwa bei Mischungen aus Polynom und Sinus.

Nullstellen bilden dabei häufig den ersten Schritt einer größeren Aufgabe, weil sie die Grenzen für Flächen, die Ansatzpunkte der Polynomdivision und die Randpunkte von Monotonieintervallen liefern.

Aus dem Verfahren folgt unmittelbar eine Grenze: Eine doppelte Nullstelle wie bei (x-1)^2 berührt die x-Achse nur und wechselt das Vorzeichen nicht.

Ein Vorzeichenwechsel-Nachweis kann sie deshalb grundsätzlich nicht belegen – gemeldet wird sie nur, wenn ein Abtastpunkt sie exakt trifft. Bei (x-1.01)^2 bleibt die Ausgabe entsprechend leer, obwohl die Nullstelle existiert.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die Funktion f(x) in gewohnter Schreibweise ein: Potenzen mit dem Dach-Zeichen (x^2), Multiplikation mit dem Stern (3*x), Funktionen wie sin(x), cos(x), e^x oder ln(x). Optional kannst du den Suchbereich [von, bis] einschränken, wenn du weißt, in welchem Intervall die Nullstellen liegen – der Standard ist [−10, 10].

Beispiel: Für f(x) = x^2 − 4 liefert der Rechner x = −2 und x = 2, jeweils mit Vorzeichenwechsel als Nachweis.

Je enger du den Suchbereich um die vermutete Lösung legst, desto zuverlässiger findet das Verfahren auch dicht beieinanderliegende Nullstellen.

Weißt du aus dem Funktionsterm bereits, dass etwa ein Polynom dritten Grades höchstens drei Nullstellen besitzt, kannst du das Ergebnis auf Vollständigkeit prüfen und den Bereich gezielt erweitern, falls eine Lösung fehlt.

Ein konkreter Fall dazu: f(x) = x^2 − 121 hat die Nullstellen ±11. Im voreingestellten Bereich [−10, 10] meldet der Rechner nichts; erst mit den Grenzen −15 und 15 erscheinen beide Werte.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Zitiergrafik: Bisektionsverfahren und Newton-Raphson beim Nullstellen-Rechner Eine Nullstelle ist definiert als x₀ mit f(x₀) = 0. Der Rechner sucht sie in zwei Phasen: Zunächst wird das Intervall in kleine Schritte aufgeteilt und auf Vorzeichenwechsel geprüft (Bisektionsverfahren).

Anschließend verfeinert das Newton-Raphson-Verfahren jeden Kandidaten: xₙ₊₁ = xₙ − f(xₙ)/f'(xₙ), bis |xₙ₊₁ − xₙ| < 10⁻¹⁰. Für Polynome mit bekannten Nullstellen, z. B. x² − 4 = (x−2)(x+2), stimmt das Ergebnis exakt.

Das Newton-Raphson-Verfahren nutzt die Tangente im aktuellen Näherungspunkt: Es folgt ihr bis zur x-Achse und nimmt diesen Schnittpunkt als verbesserte Näherung, weshalb es in der Nähe einer einfachen Nullstelle sehr schnell konvergiert.

Die vorgeschaltete Bisektion sichert dieses Verfahren ab, indem sie ein Intervall mit Vorzeichenwechsel immer weiter halbiert und so garantiert, dass die gesuchte Stelle nicht übersprungen wird.

Das Abbruchkriterium, dass sich zwei aufeinanderfolgende Näherungen um weniger als zehn hoch minus zehn unterscheiden, sorgt für eine Genauigkeit weit über das hinaus, was in Schulaufgaben je gefordert wird.

Als Nullstelle zählt am Ende nur ein Kandidat, dessen Funktionswert betragsmäßig unter 10⁻⁷ bleibt; Treffer, die auf fünf Nachkommastellen übereinstimmen, fasst der Rechner zu einem einzigen Wert zusammen.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Nullstellen-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist eine Nullstelle und wie berechnet man sie?

Eine Nullstelle einer Funktion f(x) ist ein Wert x₀, bei dem f(x₀) = 0 gilt – der Graph schneidet oder berührt die x-Achse. Um Nullstellen zu berechnen, setzt man die Funktion gleich null und löst die Gleichung.

Für lineare Funktionen f(x) = mx + b ergibt sich x = −b/m. Für quadratische Funktionen nutzt man die p-q-Formel oder die Mitternachtsformel.

Bei höhergradigen Polynomen oder transzendenten Funktionen hilft der Nullstellen-Rechner: Er sucht numerisch mit dem Newton-Raphson-Verfahren und zeigt die gefundenen Stellen mit Vorzeichenwechsel-Nachweis.

Das Polynom f(x) = x³ − 6x² + 11x − 6 hat zum Beispiel genau drei Nullstellen bei x = 1, x = 2 und x = 3 – alle drei findet der Rechner automatisch im Standardbereich [−10, 10].

In der Ingenieurpraxis markieren Nullstellen Gleichgewichtszustände: Wenn eine resultierende Kraft null wird, befindet sich das System im Ruhepunkt. Die korrekte Eingabe lautet x^3 − 6*x^2 + 11*x − 6.

Wie viele Nullstellen kann eine Funktion haben?

Ein Polynom vom Grad n hat höchstens n reelle Nullstellen. Eine gerade Funktion wie f(x) = x^2 − 4 hat genau zwei (x = −2 und x = 2), während f(x) = x^2 + 1 keine reellen Nullstellen hat (nur komplexe).

Transzendente Funktionen wie sin(x) haben unendlich viele Nullstellen (kπ für k ∈ ℤ). Die Funktion f(x) = e^x hat gar keine Nullstelle, da e^x immer positiv ist.

Der Rechner findet alle Nullstellen im eingestellten Suchbereich [−10, 10], der bei Bedarf angepasst werden kann. Ein Polynom fünften Grades kann zum Beispiel 1, 3 oder 5 reelle Nullstellen haben – komplexe Nullstellen erscheinen stets paarweise.

Für sin(x) gibt der Rechner im Bereich [−10, 10] die Stellen x ≈ −9,42; −6,28; −3,14; 0; 3,14; 6,28; 9,42 aus – insgesamt sieben Nullstellen.

So lässt sich auch schnell prüfen, ob eine Funktion im interessierenden Intervall überhaupt Nullstellen besitzt.

Ein Polynom mit ungeradem Grad besitzt nach dem Zwischenwertsatz stets mindestens eine reelle Nullstelle, weil seine Werte für sehr große positive und sehr kleine negative x verschiedene Vorzeichen annehmen.

Was bedeutet der Vorzeichenwechsel-Nachweis?

Der Vorzeichenwechsel-Nachweis zeigt, dass die Funktion tatsächlich durch null geht.

Wenn f(x₀ − 0,05) negativ und f(x₀ + 0,05) positiv ist (oder umgekehrt), wechselt der Graph die Seite der x-Achse – das ist der mathematische Beweis für eine echte Nullstelle.

Ohne Vorzeichenwechsel wäre es nur eine Berührstelle (z. B. bei f(x) = x^2, wo die Parabel bei x = 0 die Achse berührt, aber nicht schneidet). Der Rechner gibt für jede Nullstelle beide Funktionswerte aus, damit der Vorzeichenwechsel sichtbar ist.

Bei der Funktion f(x) = (x − 3)² erkennt man so, dass x = 3 eine doppelte Nullstelle (Berührstelle) ist: f(2,95) = 0,0025 und f(3,05) = 0,0025 – kein Vorzeichenwechsel.

Für f(x) = x³ − x hingegen zeigt der Rechner bei x = 0 die Werte f(−0,05) ≈ 0,0499 und f(0,05) ≈ −0,0499, also einen echten Wechsel von Plus zu Minus.

Bei gerade-exponentigen Nullstellen wie f(x) = (x − 2)^4 wechselt das Vorzeichen beiderseits der Nullstelle nicht – die Funktion ist überall nicht-negativ.

In diesem Fall erkennt der Rechner die Stelle nur als Berührstelle, nicht als Vorzeichenwechsel-Nullstelle.

Was ist das Newton-Raphson-Verfahren?

Das Newton-Raphson-Verfahren ist ein iteratives Verfahren zur numerischen Nullstellensuche. Es startet mit einem Näherungswert x₀ und verbessert ihn schrittweise nach der Formel xₙ₊₁ = xₙ − f(xₙ)/f'(xₙ).

Die Iteration nutzt die Tangente an der aktuellen Stelle: Der Schnittpunkt dieser Tangente mit der x-Achse ist der nächste Näherungswert. Das Verfahren konvergiert quadratisch – die Anzahl korrekter Dezimalstellen verdoppelt sich in jedem Schritt.

Der Rechner kombiniert Newton mit dem Bisektionsverfahren: Bisection stellt sicher, dass die Suche im richtigen Intervall startet, Newton liefert die Präzision.

Für f(x) = x² − 2 mit Startwert x₀ = 1 liefert das Verfahren nach drei Schritten x₁ = 1,5, x₂ ≈ 1,4167 und x₃ ≈ 1,4142 – das entspricht √2 auf vier Stellen genau.

Das Verfahren versagt, wenn die Ableitung f'(xₙ) nahe null ist, etwa bei sehr flachen Kurvenabschnitten; die eingebettete Bisektionssicherung verhindert in solchen Fällen ein Divergieren der Iteration.

Typischerweise reichen weniger als zehn Newton-Schritte, um auf acht korrekte Dezimalstellen zu konvergieren.

Warum werden manche Nullstellen nicht gefunden?

Der Rechner sucht standardmäßig im Bereich [−10, 10]. Nullstellen außerhalb dieses Bereichs werden nicht gefunden – das lässt sich durch Anpassen der Suchgrenzen beheben.

Außerdem können numerische Schwierigkeiten auftreten, wenn eine Nullstelle sehr flach ist (der Graph berührt die x-Achse nahezu tangential) oder wenn zwei Nullstellen sehr dicht beieinander liegen.

Bei Berührstellen (z. B. (x−1)^2) wechselt das Vorzeichen nicht, und der Rechner zeigt sie möglicherweise nicht. In solchen Fällen empfiehlt es sich, den Suchbereich einzugrenzen und die Schrittauflösung zu erhöhen.

Für f(x) = x − 50 liegt die einzige Nullstelle bei x = 50 und damit außerhalb des Standardbereichs: Die obere Suchgrenze muss mindestens auf 55 gesetzt werden.

Ebenso schlägt die Suche bei f(x) = (x − 0,001)(x − 0,002) fehl, wenn die Auflösung zu grob ist – beide Nullstellen liegen zwar im Standardbereich, aber zu dicht beieinander.

Als praktische Faustregel: Liegen zwei Nullstellen weniger als 0,05 Einheiten auseinander, sollte der Suchbereich auf ein schmales Teilintervall um den Verdachtspunkt eingegrenzt werden.

Wie unterscheiden sich Nullstellen von Polstellen?

Eine Nullstelle ist eine Stelle x₀, bei der f(x₀) = 0 gilt – die Funktion nimmt dort den Wert null an. Eine Polstelle ist dagegen eine Stelle, bei der |f(x)| → ∞ für x → x₀ geht – die Funktion ist dort nicht definiert und divergiert ins Unendliche.

Bei rationalen Funktionen wie 1/(x−2) ist x = 2 eine Polstelle (senkrechte Asymptote), keine Nullstelle. Eine hebbare Definitionslücke wie bei (x−1)²/(x−1) kann durch Kürzen entfernt werden und ist weder echte Nullstelle noch Pol.

Der Nullstellen-Rechner findet nur endliche Stellen, wo f(x) = 0 gilt. Für die rationale Funktion f(x) = (x² − 4)/(x − 2) liegt bei x = 2 eine hebbare Lücke vor; nach Kürzen ergibt sich f(x) = x + 2 mit der Nullstelle x = −2.

Gibt man die ungekürzte Form ein, liefert der Rechner x = −2 korrekt – und zeigt, dass x = 2 keine Nullstelle, sondern eine Definitionslücke ist.

Kann ich mit dem Rechner Nullstellen von sin(x) oder e^x − 2 finden?

Ja, der Rechner unterstützt alle gängigen transzendenten Funktionen: sin(x), cos(x), tan(x), e^x, ln(x), sqrt(x).

Für f(x) = sin(x) findet er im Bereich [−10, 10] alle Nullstellen bei x ≈ −9,42; −6,28; −3,14; 0; 3,14; 6,28; 9,42 (also Vielfache von π). Für f(x) = e^x − 2 findet er x = ln(2) ≈ 0,6931.

Die Schreibweise muss korrekt sein: sin(x) statt sin x, e^x statt ex, ln(x) statt log(x). Multiplikation braucht immer das Stern-Zeichen: 2*x statt 2x. Für f(x) = ln(x) − 1 liefert der Rechner die Nullstelle bei x = e ≈ 2,718.

Für f(x) = cos(x) − 0,5 findet er im Standardbereich vier Nullstellen bei x ≈ −5,236; −1,047; 1,047 und 5,236. Absoluter Wert wird als abs(x) eingegeben; die Funktion f(x) = abs(x) − 3 hat genau die Nullstellen x = −3 und x = 3.

Kombinierte Ausdrücke wie sin(x)*cos(x) oder e^x*sin(x) können ebenfalls eingegeben werden.

Für f(x) = e^x*sin(x) findet der Rechner im Bereich [0, 10] die Nullstellen bei x = 0; 3,14; 6,28 und 9,42, da e^x stets positiv ist und sin(x) allein die Vorzeichen bestimmt.

Was mache ich, wenn der Rechner eine Fehlermeldung anzeigt?

Fehlermeldungen entstehen fast immer durch eine falsche Schreibweise.

Prüfe diese häufigen Ursachen: Das Malzeichen fehlt (3x statt 3*x), eine Klammer ist nicht geschlossen, ein Funktionsname ist falsch geschrieben (sinx statt sin(x)), oder die Potenz ist mit zwei Sternen statt einem Dach geschrieben (x**2 statt x^2).

Bei der Meldung "Keine Nullstellen gefunden" kann der Suchbereich zu eng sein oder die Funktion hat im gewählten Intervall tatsächlich keine Nullstelle – erweitere dann die Suchgrenzen oder prüfe zuerst den Graphen.

Die Beispiel-Schaltflächen oben zeigen jeweils die korrekte Schreibweise und laden den Ausdruck direkt in das Eingabefeld.

Ein häufiger Fehler beim Kopieren aus Word oder PDF ist, dass typografische Anführungszeichen und andere Sonderzeichen als ungültige Zeichen interpretiert werden – tippe Ausdrücke daher immer direkt ein.

Für Beträge nutze abs(x), für die Wurzel sqrt(x) und für die Euler-Zahl sowie die Kreiszahl die vordefinierten Konstanten e und pi. Für eine vollständige Kurvenuntersuchung ergänzen der Ableitungsrechner und der Asymptoten-Rechner die Nullstellenanalyse.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Passe den Suchbereich an, wenn der Graph weit entfernte Nullstellen hat – etwa bei sin(x) findest du im Standard-Intervall [−10, 10] sieben Nullstellen: 0, ±π, ±2π und ±3π ≈ ±9,42. Für Polynome vom Grad n gibt es höchstens n reelle Nullstellen, du kannst den Suchbereich also eng halten.

Verwende die Nullstellen anschließend im Nullstellen-Rechner der quadratischen Gleichung für exakte Bruch-Ergebnisse, oder teile das Polynom durch (x − x₀) mittels Polynomdivision.

Bei Funktionen mit einer geraden Vielfachheit, etwa (x − 1)^2, berührt der Graph die x-Achse nur, ohne das Vorzeichen zu wechseln; solche Berührnullstellen kann ein reines Vorzeichenverfahren übersehen, weshalb ein Blick auf die Ableitung an dieser Stelle hilft.

Hast du eine Nullstelle gefunden, lohnt sich die Faktorisierung: Teilst du das Polynom durch den zugehörigen Linearfaktor, sinkt der Grad um eins und die restlichen Nullstellen lassen sich oft direkt oder mit der quadratischen Formel bestimmen.

So arbeitest du dich von einer bekannten Lösung systematisch zu allen weiteren vor.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall: Eine Schülerin soll die Nullstellen von f(x) = x^3 − 3x bestimmen. Schritt 1 – Eingabe: Sie gibt die Funktion ein und wählt den Bereich [−3, 3]. Schritt 2 – Ergebnis: Der Rechner liefert x ≈ −1,732, x = 0 und x ≈ 1,732 (also ±√3).

Schritt 3 – Nachweis: Für jede Nullstelle zeigt er f(x − 0,05) und f(x + 0,05) mit unterschiedlichen Vorzeichen. Schritt 4 – Weiterrechnen: Mit der Ableitung f'(x) = 3x² − 3 = 0 liegen die Extremstellen bei x = ±1 – genau zwischen den Nullstellen.

Ein zweiter Fall zeigt die Bedeutung des Suchbereichs: Für f(x) = sin(x) tastet der Rechner das Standardintervall ab und findet die Nullstellen bei x = 0, ±π ≈ ±3,14, ±2π ≈ ±6,28 und ±3π ≈ ±9,42.

Wählt die Schülerin versehentlich einen zu schmalen Bereich wie −2 bis 2, meldet der Rechner nur die Nullstelle bei null und unterschlägt alle weiteren.

Deshalb lohnt es sich, vor der Eingabe kurz zu überlegen, wie weit die Nullstellen streuen können, und den Bereich lieber großzügig zu setzen, statt eine Lösung zu übersehen.

Der ausgegebene Vorzeichenwechsel-Nachweis dient dann als schnelle Kontrolle, dass jede gemeldete Stelle wirklich ein Nulldurchgang ist.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Häufiger Fehler: Das Malzeichen fehlt – 3x statt 3*x wird nicht erkannt. Zweiter Fehler: Nullstellen außerhalb des Suchbereichs werden ignoriert, deshalb bei weiten Graphen den Bereich erweitern.

Dritter Fehler: f(x) = 0 ist die Bedingung, nicht f(x) = c für c ≠ 0 – dann zuerst umformen auf g(x) = f(x) − c und die Nullstellen von g(x) suchen.

Vierter Fehler: numerische Ungenauigkeiten bei flachen Berührpunkten, z. B. f(x) = (x−1)^2 – dort tippt der Graph die x-Achse nur an, ohne sie zu schneiden; im Nachweis stehen dann links und rechts Werte mit demselben Vorzeichen (etwa f(0,95) = 0,003 und f(1,05) = 0,003), woran du die Berührnullstelle vom echten Durchgang unterscheidest.

Fünfter Fehler: eine doppelte Nullstelle als zwei getrennte Lösungen zu zählen, obwohl der Graph die Achse dort nur berührt.

Sechster Fehler: das numerische Ergebnis für exakt zu halten, wenn eigentlich ein glatter Bruch oder eine Wurzel gemeint ist – zeigt der Rechner 1,4142, steckt oft die Wurzel aus zwei dahinter.

Wer runde Dezimalwerte kritisch hinterfragt und mit bekannten Konstanten vergleicht, erkennt solche Fälle und notiert die exakte statt der gerundeten Lösung.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Nullstellen-Rechner findet alle x-Werte, bei denen f(x) = 0 gilt, numerisch mit Newton-Raphson und zeigt für jeden den Vorzeichenwechsel-Nachweis. Im Beispiel liefert x^2 − 4 die Nullstellen x = −2 und x = 2.

Gib jetzt deine Funktion ein, passe bei Bedarf den Suchbereich an und prüfe das Ergebnis anhand des Nachweises. Für Extremstellen nutze den Extrempunkt-Rechner; für exakte Lösungen quadratischer Gleichungen den separaten Rechner.

So verbindest du in einem einzigen Werkzeug die schnelle numerische Suche mit einem nachvollziehbaren Vorzeichenwechsel-Nachweis und hast die gefundenen Stellen sofort als Ausgangspunkt für Extremwert-, Flächen- oder Faktorisierungsaufgaben zur Hand.

Bleibt die Ausgabe leer, prüfe zuerst, ob die Lösung schlicht außerhalb des eingestellten Fensters liegt – das ist die häufigste Ursache.

Für f(x) = x^3 − 3*x nennt der Rechner die drei Nullstellen −1,7320508, 0 und 1,7320508; die äußeren beiden sind ±√3 und zeigen zugleich, wie genau die numerische Suche arbeitet.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · x₁ ≈ -1,7321, x₂ = 0, x₃ ≈ 1,7321

Kubisches Polynom: x^3 - 3*x

Funktion f(x)
x^3 - 3*x
Variable
x

Beispiel 2 · Mittel · x ≈ -9,42; -6,28; -3,14; 0; 3,14; 6,28; 9,42

Trigonometrisch: sin(x) im Bereich [-10, 10]

Funktion f(x)
sin(x)
Variable
x

Beispiel 3 · Komplex · x ≈ 0,6931

Transzendent: e^x - 2

Funktion f(x)
e^x - 2
Variable
x

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Weiternutzung

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  • Infografik: Nullstellen: Definition und Newton-Raphson, DEFINITION, f(x0)  =  0, NEWTON-RAPHSON, xn+1 = xn −, f(xn), f ′(xn), Bisektion findet Vorzeichenwechsel  |  Newton verfeinert auf |Δx| < 10⁻¹⁰  |  x² − 4 → x = ±2

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  • Infografik: Nullstellen: f(x) = 0 — Schnittpunkte mit der x-Achse, f(x) > 0, f(x) < 0, f(x) > 0, LÖSUNGSVERFAHREN, Linear: ax + b = 0 → x = −b/a, Quadratisch: pq-Formel / abc-Formel, x₁,₂ = −p/2 ± √(p²/4 − q)

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Nullstellen werden numerisch mit dem Newton-Verfahren und Bisektionsmethode gesucht. Für Standardfunktionen und Polynome bis Grad 4 liefert der Rechner zuverlässige Ergebnisse; sehr flache oder mehrfache Nullstellen können übersehen werden. Algebraisch exakte Darstellungen (z. B. Wurzelausdrücke) werden nicht erzeugt.

Quelle: Numerische Nullstellensuche (Newton-Verfahren + Bisektionsmethode, mathjs-Parser)

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Mathematik / Analysis
Formeln basieren auf
Newton-Verfahren, Bisektionsmethode, Vorzeichenwechsel-Satz von Bolzano
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Nullstellen-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/analysis/nullstellen-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Nullstellen-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/analysis/nullstellen-rechner

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