Der Nullstellen-Rechner findet alle Stellen, an denen eine Funktion den Wert null annimmt, also wo der Graph die x-Achse schneidet. Nullstellen sind ein zentrales Konzept der Analysis und Grundlage vieler weiterführender Berechnungen: Sie treten bei Extremstellen-Suche, bei der Polynomdivision und bei der Kurvendiskussion auf.
Polynome löst der Rechner exakt mit Rechenweg: Er klammert aus, wendet die Mitternachtsformel an, substituiert bei biquadratischen Gleichungen, rät rationale Nullstellen und senkt den Grad per Polynomdivision.
Das Ergebnis erscheint mit Vielfachheit, als Bruch oder Wurzelausdruck und mit Probe.
Alle anderen Funktionen – etwa Mischungen aus Polynom und Sinus – sucht er numerisch mit Bisektion und Newton-Raphson-Verfahren im frei wählbaren Suchbereich und belegt jede Stelle durch die Funktionswerte links und rechts davon.
Numerische Nullstellensuche bedeutet, dass der Rechner nicht algebraisch umformt, sondern den Graphen abtastet und dort genauer hinschaut, wo ein Vorzeichenwechsel auf einen Nulldurchgang hindeutet.
Dieser Ansatz funktioniert auch bei Funktionen, die sich nicht per Hand nach x auflösen lassen, etwa bei Mischungen aus Polynom und Sinus.
Nullstellen bilden dabei häufig den ersten Schritt einer größeren Aufgabe, weil sie die Grenzen für Flächen, die Ansatzpunkte der Polynomdivision und die Randpunkte von Monotonieintervallen liefern.
Eine doppelte Nullstelle wie bei (x-1)^2 berührt die x-Achse nur und wechselt das Vorzeichen nicht.
Bei Polynomen erkennt der Rechner sie exakt und weist die Vielfachheit aus; bei anderen Funktionen sucht er zusätzlich Stellen, an denen der Betrag der Funktion bei null ein Minimum hat, und meldet sie als Berührpunkt.