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Extrempunkte berechnen: Hoch- und Tiefpunkte bestimmen

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Beispiele

Nullstellen von f'(x) sind Kandidaten; Klassifikation mit f''(x). Suche im Bereich [−10, 10].

Extrempunkte

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Kurzantwort

Extrempunkte berechnen: f(x) eingeben und Hoch- sowie Tiefpunkte mit Monotonietabelle bestimmen.

Extrempunkte einer Funktion berechnen – Hoch- und Tiefpunkte durch erste und zweite...

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Mathematik (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Extrempunkte-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Extrempunkt-Rechner bestimmt alle Stellen, an denen eine Funktion ein lokales Maximum oder Minimum hat – sogenannte Hochpunkte und Tiefpunkte. Extrempunkte sind das Herzstück der Kurvendiskussion und praktisch relevant bei Optimierungsproblemen, zum Beispiel beim Finden von Gewinnmaxima oder Materialersparnissen.

Der Rechner berechnet die erste Ableitung f'(x) symbolisch, löst f'(x) = 0 numerisch und klassifiziert jeden Kandidaten durch das Vorzeichen der zweiten Ableitung f''(x) als Hoch- oder Tiefpunkt.

Extremwertaufgaben gehören zu den häufigsten Anwendungen der Differentialrechnung: Ob das größte Volumen einer Schachtel bei gegebenem Materialeinsatz, der geringste Verbrauch oder der maximale Gewinn gesucht ist – immer geht es darum, den höchsten oder tiefsten Punkt einer Zielfunktion zu finden.

Der Rechner unterscheidet dabei lokale Extrema, die nur in ihrer unmittelbaren Umgebung Höchst- oder Tiefstwerte sind, und macht über die Monotonietabelle sichtbar, wie die Funktion zwischen diesen Stellen steigt und fällt.

Lässt sich mit der zweiten Ableitung nicht entscheiden, weil f''(x₀) selbst null wird, legt sich der Rechner nicht fest: Er weist den Punkt dann als „Kandidat“ aus und überlässt dir die Einordnung.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die Funktion f(x) in gewohnter Schreibweise ein: x^3 für Potenzen, 3*x für Multiplikation, sin(x), cos(x), e^x oder ln(x). Das Feld „Variable" ermöglicht Ableitungen nach t oder a.

Beispiel: Für f(x) = x^3 − 3x berechnet der Rechner f'(x) = 3x^2 − 3, löst 3x^2 − 3 = 0 (x = ±1) und klassifiziert: f''(1) = 6 > 0 → Tiefpunkt T(1 | −2), f''(−1) = −6 < 0 → Hochpunkt H(−1 | 2).

Über das Variablenfeld kannst du auch nach anderen Buchstaben wie t oder a ableiten, was bei physikalischen Größen praktisch ist.

Der Rechner erledigt beide Ableitungen automatisch: Er zeigt f'(x) mit den daraus gewonnenen Kandidaten und setzt jeden Kandidaten in f''(x) ein, sodass du die Klassifikation als Hoch- oder Tiefpunkt direkt ablesen kannst, ohne selbst zwei Ableitungen bilden zu müssen.

Ein Suchfenster gibst du hier nicht an: Die Kandidatensuche läuft stets fest im Bereich [−10, 10].

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Zitiergrafik: Notwendige und hinreichende Bedingung für Extrempunkte Notwendige Bedingung für Extrempunkte: f'(x₀) = 0. Hinreichende Bedingung via zweite Ableitung: f''(x₀) > 0 → Tiefpunkt (Minimalwert), f''(x₀) < 0 → Hochpunkt (Maximalwert), f''(x₀) = 0 → Entscheidung nicht möglich (evtl.

Sattelpunkt prüfen). Die Monotonietabelle zeigt die Steigungsrichtung zwischen den Extremstellen: Steigt f, so ist f' > 0, fällt f, so ist f' < 0.

Anschaulich bedeutet die notwendige Bedingung f'(x₀) = 0, dass die Tangente an der Extremstelle waagerecht verläuft – der Graph hat dort weder Steigung noch Gefälle.

Die zweite Ableitung entscheidet dann über die Art: Ein positives f''(x₀) heißt, der Graph ist nach oben gekrümmt und die Stelle ein Tiefpunkt; ein negatives f''(x₀) steht für eine nach unten geöffnete Krümmung und damit einen Hochpunkt.

Verschwindet auch f'' an dieser Stelle, versagt dieses Kriterium, und man muss den Vorzeichenwechsel von f' direkt untersuchen, um zwischen Extremum und Sattelpunkt zu entscheiden.

Die Grenze zieht der Rechner bei einem Betrag von 10⁻⁸: Liegt f''(x₀) darüber, entscheidet dessen Vorzeichen über Hoch- oder Tiefpunkt; darunter erscheint statt einer Zuordnung das Wort „Kandidat“.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Extrempunkte-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist ein Extrempunkt und wie berechnet man ihn?

Ein Extrempunkt ist eine Stelle, an der eine Funktion ein lokales Maximum (Hochpunkt) oder Minimum (Tiefpunkt) hat. Lokale Extrema liegen dort, wo f'(x₀) = 0 gilt und die Funktion ihr Steigungsverhalten ändert. Schritt für Schritt: 1.

Erste Ableitung f'(x) bilden. 2. f'(x) = 0 setzen und Kandidaten x₀ bestimmen. 3. Mit zweiter Ableitung klassifizieren: f''(x₀) > 0 → Tiefpunkt, f''(x₀) < 0 → Hochpunkt. 4. y-Koordinate als f(x₀) berechnen.

Der Rechner führt alle Schritte automatisch aus und zeigt Hoch- und Tiefpunkte mit Koordinaten an. Konkret: f(x) = x^3 − 3x liefert f'(x) = 3x^2 − 3, Nullstellen bei x = ±1.

Mit f''(x) = 6x ergibt sich f''(−1) = −6 < 0 → Hochpunkt H(−1 | 2) und f''(1) = 6 > 0 → Tiefpunkt T(1 | −2). Der Ableitungstest gilt für Polynome, Exponential- und Winkelfunktionen.

Bei Betragsfunktionen wie f(x) = |x| schlägt der Test fehl, weil die Ableitung bei x = 0 nicht existiert; trotzdem hat die Funktion dort ein globales Minimum.

Was ist der Unterschied zwischen lokalem und globalem Extremum?

Ein lokales Extremum ist ein Punkt, der in seiner unmittelbaren Umgebung am höchsten (Hochpunkt) oder niedrigsten (Tiefpunkt) liegt, aber es kann noch höhere oder niedrigere Stellen weiter entfernt geben.

Ein globales Extremum (absolutes Maximum/Minimum) ist der höchste oder niedrigste Punkt der gesamten Funktion oder eines Intervalls.

Beispiel: f(x) = x^3 − 3x hat lokale Extrema bei x = ±1, aber kein globales Extremum, weil f(x) für x → ±∞ gegen ±∞ geht. Auf einem abgeschlossenen Intervall [a, b] nimmt eine stetige Funktion immer ihr globales Maximum und Minimum an.

Um das globale Extremum auf [a, b] zu bestimmen, vergleiche alle lokalen Extremwerte mit den Randwerten f(a) und f(b) — der größte Wert ist das globale Maximum, der kleinste das globale Minimum.

Für f(x) = x^3 − 3x auf [−2, 2]: Randwerte f(−2) = −2, f(2) = 2; lokale Werte f(−1) = 2, f(1) = −2 → globales Maximum 2, globales Minimum −2.

Was bedeutet f''(x₀) = 0 beim Extrempunkt-Test?

Wenn an einem Kandidaten x₀ sowohl f'(x₀) = 0 als auch f''(x₀) = 0 gilt, kann die zweite Ableitung allein keine Aussage machen. In diesem Fall ist eine tiefere Analyse nötig: Prüfe den Vorzeichenwechsel von f' um x₀.

Wechselt f' von positiv nach negativ, liegt ein Hochpunkt vor; von negativ nach positiv ein Tiefpunkt. Wechselt f' nicht, ist es kein Extrempunkt – möglicherweise ein Sattelpunkt.

Beispiel: f(x) = x^4 hat f'(0) = 0, f''(0) = 0, aber f'(x) = 4x^3 wechselt von negativ nach positiv → Tiefpunkt bei x = 0.

Dagegen hat f(x) = x^3 bei x = 0 ebenfalls f'(0) = 0 und f''(0) = 0, aber f'(x) = 3x^2 wechselt das Vorzeichen nicht — es handelt sich um einen Sattelpunkt.

In Klausuren tritt dieser Fall häufig bei Polynomen höherer Ordnung auf; der Vorzeichenwechsel von f' ist dann die zuverlässigste Methode.

Alternativ zeigt die Vorzeichentabelle von f' auf einen Blick, ob ein Extrempunkt vorliegt: Gleichbleibendes Vorzeichen links und rechts von x₀ beweist den Sattelpunkt ohne weiteres Differenzieren.

Wie funktioniert die Monotonietabelle?

Die Monotonietabelle zeigt, in welchen Intervallen die Funktion steigt oder fällt.

Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Extremstellen hat f' ein konstantes Vorzeichen: f' > 0 bedeutet streng monoton steigend (↗), f' < 0 bedeutet streng monoton fallend (↘).

Der Rechner berechnet dazu den Wert von f' in der Mitte jedes Intervalls zwischen den Extremstellen und den Rändern [−10, 10].

Beispiel: f(x) = x^3 − 3x mit Extremstellen bei x = −1 und x = 1 → Monotonietabelle: (−10; −1) steigend, (−1; 1) fallend, (1; 10) steigend.

Die Monotonietabelle ist in der Kurvendiskussion ein Pflichtbestandteil und ergänzt die Extrempunktanalyse sinnvoll: Sie zeigt auf einen Blick, wo die Funktion ansteigt und wo sie fällt.

Bei Optimierungsaufgaben hilft die Tabelle zu erkennen, ob ein Extrempunkt ein Maximum (↗ davor, ↘ danach) oder Minimum (↘ davor, ↗ danach) ist — auch ohne die zweite Ableitung zu nutzen.

Ein wichtiger Spezialfall: Hat f' genau eine Nullstelle im betrachteten Intervall, ist dieser Punkt zwingend das globale Extremum — die Tabelle liefert dann den vollständigen Beweis.

Warum findet der Rechner keine Extrempunkte für f(x) = x?

Lineare Funktionen wie f(x) = x haben keine Extrempunkte, weil f'(x) = 1 überall konstant und nie null ist. Ebenso hat e^x keine Extrempunkte, da f'(x) = e^x immer positiv ist.

Auch f(x) = x^3 hat keinen Extrempunkt bei x = 0, weil f'(0) = 0, aber kein Vorzeichenwechsel von f' stattfindet (es ist ein Sattelpunkt).

Der Rechner gibt dann aus, dass im Bereich [−10, 10] keine Extrempunkte gefunden wurden, und zeigt die Monotonie der gesamten Funktion.

Gelegentlich suchen Schülerinnen und Schüler nach Extrempunkten bei f(x) = |x| — diese Funktion hat bei x = 0 zwar einen Knick und ein Minimum, ist dort aber nicht differenzierbar, weshalb der klassische Ableitungstest versagt.

Ebenso liefern streng monotone Funktionen wie f(x) = ln(x) oder f(x) = arctan(x) im gesamten Definitionsbereich keine Extrempunkte, obwohl ihr Graph eine charakteristische S-Form besitzt.

Für Wurzelfunktionen wie f(x) = sqrt(x) fehlen Extrempunkte ebenfalls, weil f'(x) = 1/(2*sqrt(x)) stets positiv ist und keine Nullstelle besitzt.

Wie nutze ich den Rechner für Optimierungsaufgaben?

Optimierungsaufgaben fragen nach dem Maximum oder Minimum einer Größe. Schritt 1 – Zielfunktion aufstellen: Modelliere das Problem als f(x). Beispiel: Fläche eines Rechtecks mit festem Umfang 2u → f(x) = x · (u − x).

Schritt 2 – Extrempunkte bestimmen: Gib f(x) in den Rechner ein. Schritt 3 – Klassifikation: Ist es ein Hochpunkt (Tiefpunkt)? Maximiere (Minimiere) die Zielfunktion.

Schritt 4 – Randbedingungen prüfen: Liegen die Extrempunkte im sinnvollen Bereich (z. B. x > 0)? Der Rechner zeigt Hoch- und Tiefpunkte mit exakten Koordinaten.

Praktisches Beispiel: Ein quadratisches Blech mit Seitenlänge 20 cm soll durch Abschneiden von Quadraten mit Kantenlänge x an den Ecken zur Box gefaltet werden — Volumen V(x) = x · (20 − 2x)^2, x ∈ (0, 10).

Eingabe in den Rechner liefert den Hochpunkt bei x ≈ 3,33 cm mit V ≈ 592,6 cm^3 als maximales Volumen.

Die Randpunkte x = 0 und x = 10 liefern V = 0 und scheiden als Lösung aus; nur der innere Hochpunkt bei x ≈ 3,33 ist die gesuchte optimale Schachtelgröße.

Wie berechnet man Extrempunkte bei trigonometrischen Funktionen?

Für f(x) = sin(x) gilt f'(x) = cos(x) = 0 bei x = π/2 + kπ (k ∈ ℤ). Im Bereich [−10, 10] findet der Rechner die Hochpunkte bei x ≈ 1,571; −4,712; 7,854 (jeweils π/2 + kπ) und Tiefpunkte bei x ≈ −1,571; 4,712; −7,854.

Die Klassifikation: f''(x) = −sin(x); an Hochpunkten ist sin(π/2) = 1, also f'' = −1 < 0 ✓. Für 2*sin(x) + cos(2*x) werden die Extremstellen komplexer – der Rechner löst das automatisch.

Beachte dabei zwei Grenzen des Rechners: Er sucht die Nullstellen von f' ausschließlich im Bereich [−10; 10] und findet deshalb nur die Extrempunkte in diesem Fenster, obwohl sin(x) unendlich viele besitzt.

Außerdem arbeitet er numerisch – die angezeigten Stellen wie 1,571 sind gerundete Näherungen an π/2 ≈ 1,5707963 und keine exakten Werte. Möchtest du Extrempunkte außerhalb dieses Fensters bestimmen, nutze die periodische Formel x = π/2 + kπ direkt.

Für f(x) = e^(-x)*sin(x) im Bereich [0, 10] zeigt der Rechner sechs Extrempunkte mit betragsmäßig schrumpfenden y-Koordinaten — ein typisches Muster gedämpfter Schwingungen.

Was ist der Unterschied zwischen Extrempunkt und Extremwert?

Ein Extrempunkt ist ein Koordinatenpaar (x₀, y₀), also ein Punkt im Koordinatensystem mit sowohl x- als auch y-Koordinate. Der Extremwert ist nur die y-Koordinate y₀ = f(x₀), also der Funktionswert an der Extremstelle.

Die Extremstelle ist allein die x-Koordinate x₀. Beispiel: f(x) = x^2 − 4x + 3 hat den Extrempunkt T(2 | −1), die Extremstelle x₀ = 2 und den Extremwert y₀ = −1 (Minimum).

Im alltäglichen Sprachgebrauch werden Extrempunkt und Extremwert oft gleichgesetzt.

Für Prüfungen ist die Unterscheidung wichtig, weil die Aufgabenstellung sie vorgibt: "Bestimme die Extremstelle" verlangt nur x₀ = 2, "Bestimme den Extrempunkt" verlangt das vollständige Paar T(2 | −1).

Vergiss deshalb nie den letzten Schritt, x₀ in f(x) einzusetzen – f'(x) = 0 liefert allein die Stelle, nie den Punkt. Der Rechner gibt immer beide Koordinaten aus.

In der Physik entspricht der Extremwert dem messbaren Größenwert — etwa dem Scheitelpunkt einer Wurfparabel — während die Extremstelle den Zeitpunkt angibt. Den Ableitungsterm, aus dem die kritischen Stellen folgen, berechnet der Ableitungsrechner.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Wenn f''(x₀) = 0 gilt, ist keine direkte Klassifikation möglich – prüfe dann den Vorzeichenwechsel von f' manuell oder nutze den Sattelpunkt-Rechner. Für globale Extremwerte auf einem geschlossenen Intervall [a, b] musst du die lokalen Extrempunkte und die Randwerte f(a) und f(b) vergleichen.

Die Monotonietabelle zeigt, ob f zwischen den Extremstellen steigt oder fällt – wichtig für die vollständige Kurvendiskussion.

Für ein globales Maximum oder Minimum auf einem geschlossenen Intervall genügt es nicht, nur die inneren Extremstellen zu betrachten – du musst zusätzlich die Funktionswerte an den beiden Rändern a und b vergleichen, denn der höchste oder tiefste Wert kann am Rand liegen.

Bei Anwendungsaufgaben lohnt sich immer eine Sinnprüfung: Ein negativer Radius oder eine Länge größer als das vorgegebene Material scheiden als Lösung aus, auch wenn sie rechnerisch ein Extremum liefern.

Kontrolliere das gefundene Extremum außerdem mit der Monotonietabelle, die zeigt, ob die Funktion davor steigt und danach fällt, wie es ein Hochpunkt verlangt.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall: Ein Schüler untersucht f(x) = 2x^4 − 8x^2 + 6. Schritt 1 – Ableitung: f'(x) = 8x^3 − 16x. Schritt 2 – Kandidaten: 8x(x^2 − 2) = 0 → x = 0, x = ±√2 ≈ ±1,414.

Schritt 3 – Klassifikation: f''(x) = 24x^2 − 16 → f''(0) = −16 < 0 (Hochpunkt), f''(√2) = 32 > 0 (Tiefpunkt). Schritt 4 – Koordinaten: H(0 | 6), T(√2 | −2), T(−√2 | −2).

Der Fall zeigt exemplarisch das Vorgehen bei einer Funktion vierten Grades mit drei Extremstellen: Am Ursprung liegt wegen f''(0) < 0 ein Hochpunkt, links und rechts davon sitzen wegen f''(±√2) > 0 zwei gleich hohe Tiefpunkte bei −2.

Weil f achsensymmetrisch zur y-Achse ist, spiegeln sich die beiden Tiefpunkte, was eine bequeme Kontrolle liefert.

Ein zweiter, anwendungsnaher Fall: Sucht man das maximale Rechteck unter einer Parabel, führt die Zielfunktion auf eine Ableitung, deren Nullstelle die optimale Breite angibt, und das negative Vorzeichen der zweiten Ableitung bestätigt, dass es sich wirklich um ein Maximum und nicht um ein Minimum handelt.

Genau dieser Dreischritt aus Ableiten, Nullsetzen und Klassifizieren steckt hinter fast jeder Extremwertaufgabe der Oberstufe. Ein Detail zur Monotonietabelle: Sie verwendet die Fenstergrenzen als Intervallenden.

Für x^3 − 3x meldet sie (−10; −1) steigend, (−1; 1) fallend und (1; 10) steigend – die −10 und die 10 sind also Grenzen des Suchbereichs und keine Eigenschaft der Funktion.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Häufiger Fehler: f'(x₀) = 0 als hinreichende Bedingung nehmen. Das ist falsch – bei f(x) = x^3 gilt f'(0) = 0, aber x = 0 ist kein Extrempunkt (sondern Sattelpunkt).

Zweiter Fehler: Globalminimum mit lokalem Minimum verwechseln – der Rechner findet lokale Extrema im Bereich [−10, 10].

Dritter Fehler: f'(x) nicht gleich null setzen, sondern die Funktion selbst null setzen (das wäre die Nullstelle, nicht der Extrempunkt).

Vierter Fehler: die y-Koordinate des Extrempunkts zu vergessen und nur die x-Stelle anzugeben, obwohl der Punkt erst mit dem in f eingesetzten Wert vollständig ist.

Fünfter Fehler: bei f''(x₀) = 0 vorschnell auf einen Sattelpunkt zu schließen, obwohl auch ein Extremum vorliegen kann, wenn f' das Vorzeichen wechselt – hier hilft nur die genaue Vorzeichenbetrachtung.

Und schließlich werden bei Extremwertaufgaben oft die Randwerte des zulässigen Bereichs übersehen, sodass ein am Rand liegendes globales Maximum unentdeckt bleibt. Ein Vergleich aller Kandidaten samt Rändern verhindert diesen Fehler zuverlässig.

Lehrreich ist der Vergleich zweier solcher Kandidaten: Bei x^3 ist x = 0 wirklich ein Sattelpunkt, bei x^4 dagegen ein echter Tiefpunkt. Beide Male erscheint dasselbe Wort „Kandidat“ – erst der Vorzeichenwechsel von f' trennt die beiden Fälle.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Extrempunkt-Rechner berechnet f'(x) symbolisch, löst f'(x) = 0 numerisch und klassifiziert Hoch- und Tiefpunkte via f''(x). Im Beispiel liefert x^3 − 3x die Punkte H(−1 | 2) und T(1 | −2) mit Monotonietabelle.

Gib jetzt deine Funktion ein und prüfe das Ergebnis. Für Wendepunkte nutze den Wendepunkt-Rechner; für Sattelpunkte (f'=0 und f''=0) den Sattelpunkt-Rechner.

Vergiss beim Notieren der Ergebnisse die y-Koordinaten nicht, die du durch Einsetzen der Extremstellen in f gewinnst, und ziehe bei Anwendungsaufgaben stets die Randwerte des Definitionsbereichs zum Vergleich heran.

So wird aus lokalen Hoch- und Tiefpunkten bei Bedarf das gesuchte globale Optimum deiner Aufgabe.

Steht bei deinem Ergebnis „Kandidat“, ist die Aufgabe noch nicht fertig: Dort verschwindet auch die zweite Ableitung, und du entscheidest anhand des Vorzeichenwechsels von f', ob ein Extremum oder ein Sattelpunkt vorliegt.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · T(2 | -1)

Parabel: x^2 - 4*x + 3

Funktion f(x)
x^2 - 4*x + 3
Variable
x

Beispiel 2 · Mittel · H(0 | 0), T(-2 | -16), T(2 | -16)

Polynom 4. Grades: x^4 - 8*x^2

Funktion f(x)
x^4 - 8*x^2
Variable
x

Beispiel 3 · Komplex · Mehrere Extrempunkte im Intervall [-10, 10]

Trigonometrisch: sin(x) + x/5

Funktion f(x)
sin(x) + x/5
Variable
x

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Weiternutzung

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  • Infografik: Extrempunkte berechnen, NOTWENDIGE BEDINGUNG, f ′(x₀)  =  0, HINREICHENDE BEDINGUNG, f ″(x₀) < 0  →  Hochpunkt, f ″(x₀) > 0  →  Tiefpunkt, VARIABLEN, Extremstelle – f'=0.

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  • Infografik: Extrempunkte: Hochpunkt und Tiefpunkt, Horizontale Tangente → f'(x) = 0, NOTWENDIGE BEDINGUNG, f'(x₀) = 0, Die Steigung verschwindet im Extrempunkt, → horizontale Tangente, HINREICHENDE BEDINGUNG, Hochpunkt: f''(x₀) < 0

    Extrempunkt-Rechner Hoch Tiefpunkte

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Extrempunkte werden als Nullstellen der ersten Ableitung numerisch bestimmt und anschließend mit der zweiten Ableitung klassifiziert. Sattelpunkte (f'=0, f''=0) werden gesondert ausgewiesen.

Quelle: Symbolische Differentiation (mathjs), numerische Nullstellensuche für f'

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Mathematik / Analysis
Formeln basieren auf
f'(x₀)=0 (notwendig), f''(x₀)>0 → Tiefpunkt, f''(x₀)<0 → Hochpunkt, f''(x₀)=0 → weitere Prüfung nötig
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Extrempunkte-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/mathematik/analysis/extrempunkt-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Extrempunkte-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/mathematik/analysis/extrempunkt-rechner

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