Überblick
Was ist der Optionsschein-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Wie hoch der innere Wert, der Zeitwert, der Hebel und der Break-Even-Kurs eines Optionsscheins sind, rechnet dir der Optionsschein-Rechner für Call und Put aus. Optionsscheine sind Hebelprodukte: Ein Anleger kauft das Recht, einen Basiswert (Aktie, Index, Rohstoff) zu einem vereinbarten Preis (Basispreis oder Strike) zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).
Das Bezugsverhältnis gibt an, wie viele Einheiten des Basiswerts ein Optionsschein abdeckt – typisch sind 0,1 (1:10) oder 0,01 (1:100).
Der innere Wert spiegelt den sofortigen Ausübungsgewinn wider: beim Call ist er max(0, Kurs − Strike) × Bezugsverhältnis, beim Put max(0, Strike − Kurs) × Bezugsverhältnis.
Der Zeitwert ist die Differenz zwischen Optionsscheinpreis und innerem Wert; er sinkt mit näherndem Verfallstag (Theta-Effekt). Der Hebel (einfacher Leverage) zeigt, wie viel Aktienkapital ein Optionsschein repräsentiert.
Der Rechner bildet keine Black-Scholes-Modellierung ab; implizite Volatilität, Omega (effektiver Hebel) und Emittenten-Spread sind nicht berücksichtigt. Hebelprodukte bergen Totalverlustrisiko. Keine Anlageberatung, Stand 2026.
Entscheidend für das Verständnis ist das Zusammenspiel von innerem Wert und Zeitwert: Der innere Wert ist der Teil des Preises, der sofort durch Ausübung realisierbar wäre, während der Zeitwert die Chance bezahlt, dass sich der Basiswert bis zum Verfall noch in die gewünschte Richtung bewegt.
Genau dieser Zeitwert schmilzt bis zum Laufzeitende auf null – ein Optionsschein ist deshalb kein Papier zum unbegrenzten Liegenlassen.
Der Hebel wiederum erklärt, warum schon kleine Kursbewegungen des Basiswerts überproportional auf den Scheinpreis durchschlagen, und zwar in beide Richtungen: Er vervielfacht Gewinne wie Verluste gleichermaßen.