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CAGR-Rechner: Jährliche Wachstumsrate online berechnen

FinanzenStand Noch keine Bewertung

Überblick

Was ist der CAGR-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der CAGR-Rechner ermittelt die Compound Annual Growth Rate (zusammengesetzte jährliche Wachstumsrate) aus Anfangswert, Endwert und Anlagezeitraum in Jahren. Er richtet sich an Anlegerinnen und Anleger, die die tatsächliche jährliche Rendite ihrer Investition berechnen, verschiedene Anlagen sachlich vergleichen oder das Gewinnwachstum eines Unternehmens einordnen wollen.

Neben dem CAGR zeigt der Rechner die Gesamtrendite in Prozent und den Wachstumsfaktor. Kurze Antwort: Ein ETF-Depot wächst von 10.000 auf 20.000 Euro in 10 Jahren. CAGR = (20.000 / 10.000)^(1/10) − 1 = 7,18 % pro Jahr.

Das entspricht in etwa der historischen langfristigen Rendite eines MSCI-World-ETFs. Die Gesamtrendite beträgt 100 %; der Wachstumsfaktor ist 2,0.

Der CAGR ist die wichtigste Kennzahl für Rendite-Vergleiche, weil er den Zinseszinseffekt berücksichtigt und zwischenzeitliche Schwankungen herausmittelt.

Er eignet sich für Aktien, ETFs, Immobilienwerte, Unternehmensgewinne und jede andere messbare Größe, die sich über Zeit verändert.

Im Gegensatz zur einfachen Jahresrendite (Gesamtgewinn ÷ Jahre) überschätzt der CAGR keine Rendite durch Ignorieren des Zinseszinseffekts.

Orientierungswerte für den CAGR-Vergleich: MSCI World historisch ca. 7–9 % p.a.; DAX ca. 8–10 % p.a. (Total Return inkl. Dividenden); typische Unternehmensgewinne wachsen langfristig mit 5–8 % p.a. Die Ergebnisse des Rechners ersetzen keine individuelle Anlage- oder Finanzberatung.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst drei Werte ein: Anfangswert, Endwert und Anlagezeitraum in Jahren. Beide Werte müssen positiv und größer als null sein.

Dezimalwerte sind für den Zeitraum möglich, etwa 1,5 für 18 Monate oder 7,25 für 7 Jahre und 3 Monate.

Typische Fehler: Anfangs- und Endwert vertauschen; vergessen, dass der CAGR bei Verlusten negativ werden kann (wenn Endwert kleiner als Anfangswert); inkonsistente Einheiten verwenden (etwa Anfangswert in Tausend und Endwert in Millionen).

Für ETF-Depots trage den Depotstand zum gewünschten Startdatum und Enddatum ein – der CAGR gibt dann die effektive Jahresrendite für diesen konkreten Zeitraum aus.

Achte darauf, keine laufenden Einzahlungen oder Entnahmen im Berechnungszeitraum gehabt zu haben; der CAGR ist nur für eine einzelne Einmalanlage ohne Zuflüsse korrekt.

Mehr Felder gibt es bewusst nicht: Für Ordergebühren, Fondskosten, Steuern oder Inflation ist keine Eingabe vorgesehen – der Rechner misst allein die Wertentwicklung zwischen zwei Stichtagen.

Wie scharf der Zeitraum dabei wirkt, zeigt eine Probe mit derselben Verdopplung von 10.000 auf 20.000 Euro: über 9 Jahre gibt der Rechner 8,01 Prozent aus, über 10 Jahre 7,18 Prozent und über 11 Jahre 6,50 Prozent.

Ein einziges Jahr Unschärfe beim Stichtag verschiebt das Ergebnis also um fast einen Prozentpunkt.

Deshalb lohnt der Blick in den Depotauszug statt die Schätzung aus dem Gedächtnis – gerade bei kurzen Zeiträumen, wo derselbe Fehler noch stärker durchschlägt.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

CAGR-Rechner: Formel Endwert geteilt durch Anfangswert hoch 1 geteilt durch Jahre minus 1, Wachstums- und Verlust-Beispiel, Verdopplungsregel 72 Die Formel lautet: CAGR = (Endwert ÷ Anfangswert)^(1 ÷ Jahre) − 1. Das Ergebnis in Prozent: CAGR × 100.

Gesamtrendite = (Endwert − Anfangswert) ÷ Anfangswert × 100. Wachstumsfaktor = Endwert ÷ Anfangswert. Beispiel 1 – ETF-Depot: Anfangswert 10.000 €, Endwert 20.000 €, 10 Jahre. CAGR = (2,0)^(0,10) − 1 = 1,0718 − 1 = 7,18 %. Gesamtrendite: 100 %.

Faktor: 2,0. Beispiel 2 – Unternehmensgewinn: Anfangswert 500.000 €, Endwert 1.200.000 €, 7 Jahre. CAGR = (2,4)^(1/7) − 1 = (2,4)^0,1429 − 1 ≈ 1,1332 − 1 = 13,32 %. Beispiel 3 – Verlust: Anfangswert 15.000 €, Endwert 10.000 €, 5 Jahre.

CAGR = (10.000 / 15.000)^(1/5) − 1 = (0,6667)^0,2 − 1 ≈ 0,9221 − 1 = −7,79 %. Negativer CAGR bedeutet: Das Kapital ist jährlich mit dieser Rate geschrumpft.

Verdopplungszeitregel 72: Teile 72 durch den CAGR, um die ungefähre Verdopplungszeit zu erhalten. Bei 7,18 % ergibt 72 / 7,18 ≈ 10 Jahre – was genau dem Beispiel 1 entspricht.

Die Umkehrung der Formel liefert bei Bedarf den Endwert: Endwert = Anfangswert × (1 + CAGR)^Jahre. Damit lässt sich prüfen, welcher Endstand aus einer angenommenen Wachstumsrate folgen würde.

Wichtig bleibt: Ein so errechneter Wert ist eine reine Fortschreibung der Annahme, keine Prognose und erst recht keine Zusage über künftige Kursentwicklungen.

Kursverluste bis zum Totalverlust sind bei Wertpapieren möglich, und Kosten wie Ordergebühren, Fondskosten und Steuern mindern das tatsächliche Ergebnis, ohne dass die reine CAGR-Formel sie berücksichtigt.

Mathematisch ist der CAGR das geometrische Mittel der Jahresrenditen, nicht das arithmetische.

Dieser Unterschied ist keine Spitzfindigkeit, sondern der ganze Zweck der Kennzahl: Ein Depot, das im ersten Jahr 50 Prozent gewinnt und im zweiten 50 Prozent verliert, steht am Ende bei 7.500 statt bei 10.000 Euro.

Das arithmetische Mittel aus plus 50 und minus 50 Prozent wäre glatte null und würde ein unverändertes Depot suggerieren.

Trägst du diesen Fall ein – Anfangswert 10.000 Euro, Endwert 7.500 Euro, 2 Jahre –, weist der Rechner dagegen einen CAGR von minus 13,4 Prozent bei einer Gesamtrendite von minus 25 Prozent und einem Faktor von 0,75 aus.

Je stärker eine Anlage schwankt, desto weiter fallen beide Mittelwerte auseinander, und nur das geometrische beschreibt, was am Ende tatsächlich im Depot liegt.

CAGR-Formel: Jahresdurchschnittliche Wachstumsrate aus Anfangswert, Endwert und Laufzeit.

Nachschlagen

CAGR-Tabelle: Verdopplungszeit und Endwert bei verschiedenen Wachstumsraten

Wie lange dauert es, bis sich ein Anfangskapital von 10.000 Euro verdoppelt? Die Tabelle zeigt Endwerte und Verdopplungszeiten für gängige CAGR-Werte – berechnet mit der Formel Endwert = Anfangswert × (1 + CAGR)^Jahre. Die Verdopplungszeit folgt der 72er-Regel: 72 geteilt durch CAGR in Prozent.

Endwert von 10.000 € Einmalanlage und Verdopplungszeit je CAGR (Bruttowerte vor Steuern und Inflation)
CAGR5 Jahre10 Jahre20 Jahre30 JahreVerdopplungszeit
2 %11.041 €12.190 €14.859 €18.114 €~36 Jahre
3 %11.593 €13.439 €18.061 €24.273 €~24 Jahre
5 %12.763 €16.289 €26.533 €43.219 €~14,4 Jahre
7 %14.026 €19.672 €38.697 €76.123 €~10,3 Jahre
10 %16.105 €25.937 €67.275 €174.494 €~7,2 Jahre
15 %20.114 €40.456 €163.665 €662.118 €~4,8 Jahre

Alle Werte gerundet, berechnet mit jährlicher Verzinsung. Die Verdopplungszeit ist ein Näherungswert nach der 72er-Regel (72 ÷ CAGR in %). Bruttowerte vor Abgeltungsteuer und Inflation. Stand 2026.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu CAGR-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist der CAGR und wofür wird er verwendet?

Der CAGR (Compound Annual Growth Rate, auf Deutsch: zusammengesetzte jährliche Wachstumsrate) ist eine Kennzahl, die angibt, mit welchem gleichmäßigen jährlichen Wachstum ein Anfangswert sich zu einem bestimmten Endwert entwickelt hätte.

Er wird in der Finanzanalyse häufig verwendet, um die Rendite von Geldanlagen über mehrere Jahre vergleichbar zu machen. Beispiel: Ein Depot wuchs von 10.000 auf 20.000 Euro in 10 Jahren.

Der CAGR beträgt dann (20.000/10.000)^(1/10) minus 1, also rund 7,18 Prozent pro Jahr. Diese Zahl ist unabhängig davon, ob die Rendite in einzelnen Jahren stark schwankte.

Der CAGR glättet die Entwicklung auf eine einzige jährliche Wachstumsrate und ermöglicht so einen sachlichen Vergleich verschiedener Anlagen über unterschiedliche Zeiträume.

Typisches Einsatzgebiet ist der Vergleich zweier Fonds: Hat Fonds A in 8 Jahren einen CAGR von 6 Prozent und Fonds B in 5 Jahren einen CAGR von 7 Prozent erzielt, schnitt Fonds B pro Jahr besser ab, auch wenn Fonds A absolut mehr Euro Gewinn lieferte.

Der CAGR macht Laufzeitunterschiede damit messbar und fair vergleichbar.

Wie berechnet man den CAGR?

Die Formel für den CAGR lautet: CAGR gleich (Endwert geteilt durch Anfangswert) hoch (1 geteilt durch Anzahl der Jahre) minus 1. Das Ergebnis wird als Dezimalzahl ausgegeben und muss zur Darstellung als Prozentwert mit 100 multipliziert werden.

Beispiel: Anfangswert 5.000 Euro, Endwert 12.000 Euro, Zeitraum 7 Jahre. CAGR gleich (12.000 geteilt durch 5.000) hoch (1 geteilt durch 7) minus 1 gleich 2,4 hoch (1/7) minus 1 gleich 1,1332 minus 1 gleich 0,1332, also 13,32 Prozent pro Jahr.

Der CAGR-Rechner übernimmt diese Berechnung automatisch und liefert neben dem CAGR auch die Gesamtrendite und den Wachstumsfaktor. Alle drei Werte zusammen geben ein vollständiges Bild der Anlagenentwicklung.

Der Wachstumsfaktor gibt an, mit welchem Multiplikator das Kapital gewachsen ist; im obigen Beispiel beträgt er 12.000 geteilt durch 5.000 gleich 2,4, das investierte Kapital hat sich also mehr als verdoppelt.

Wer den Wachstumsfaktor kennt, kann schnell prüfen, ob eine Anlage sein Kapital verdoppelt, verdreifacht oder vervierfacht hat.

Was ist der Unterschied zwischen CAGR und einfacher jährlicher Rendite?

Die einfache jährliche Rendite wird berechnet, indem der Gesamtgewinn durch die Anzahl der Jahre geteilt wird.

Bei einer Anlage, die in 5 Jahren von 10.000 auf 15.000 Euro wächst, wäre die einfache Jahresrendite 5.000 geteilt durch 10.000 geteilt durch 5 Jahre gleich 10 Prozent. Der CAGR hingegen beträgt (15.000/10.000)^(1/5) minus 1, also rund 8,45 Prozent.

Der Unterschied entsteht durch den Zinseszinseffekt: Der CAGR berücksichtigt, dass Gewinne aus früheren Jahren im Folgejahr selbst wieder Rendite generieren.

Die einfache Jahresrendite überschätzt das tatsächliche Wachstum, weil sie den Zinseszins ignoriert. Deshalb ist der CAGR die präzisere Kennzahl für den Vergleich langfristiger Anlagen.

Zweites Beispiel: Eine Anlage wächst von 10.000 auf 16.000 Euro in 5 Jahren.

Die einfache Jahresrendite beträgt 12 Prozent (6.000 geteilt durch 10.000 geteilt durch 5), der CAGR dagegen nur 9,86 Prozent — die Differenz von 2,14 Prozentpunkten zeigt, wie stark die einfache Methode den Zinseszinseffekt unterschlägt.

Wie interpretiere ich einen CAGR für ETF-Anlagen?

Für breite Aktien-ETFs wie den MSCI World liegt der historische CAGR langfristig bei rund 7 bis 9 Prozent pro Jahr, je nach Betrachtungszeitraum.

Ein CAGR von 7 Prozent bedeutet, dass das investierte Kapital sich nach 10 Jahren verdoppelt (Verdopplungszeit nach der Faustregel: 72 geteilt durch CAGR gleich 72 geteilt durch 7 ungefähr gleich 10 Jahre).

Ein CAGR von 10 Prozent verkürzt die Verdopplungszeit auf rund 7 Jahre.

Für das Einordnen des eigenen Depots gilt: Liegt dein berechneter CAGR unter der langfristigen Marktrendite, hat dein Portfolio schlechter abgeschnitten als ein einfacher Index-ETF.

Beim Vergleich verschiedener Anlageprodukte oder Zeiträume ist der CAGR eine neutrale, mathematisch korrekte Vergleichsgröße.

Liegt der CAGR eines Depots bei 9 Prozent über einen 15-Jahres-Zeitraum, verdoppelt sich das Kapital alle 8 Jahre (72 geteilt durch 9).

Wer mit 30 Jahren 10.000 Euro anlegt und 9 Prozent CAGR erreicht, hat mit 60 Jahren rund 130.000 Euro, was den Zinseszinseffekt im langen Anlagehorizont eindrucksvoll illustriert.

Was ist die Gesamtrendite im Unterschied zum CAGR?

Die Gesamtrendite gibt an, um wie viel Prozent das eingesetzte Kapital insgesamt gewachsen ist, unabhängig vom Zeitraum. Sie berechnet sich als (Endwert minus Anfangswert) geteilt durch Anfangswert mal 100.

Bei einem Depot, das von 10.000 auf 20.000 Euro gewachsen ist, beträgt die Gesamtrendite 100 Prozent, der CAGR über 10 Jahre hingegen 7,18 Prozent.

Die Gesamtrendite ist nützlich, um den absoluten Anlageerfolg auf einen Blick zu erkennen, sagt aber nichts über die Geschwindigkeit des Wachstums aus.

Zwei Investments mit derselben Gesamtrendite können sehr unterschiedliche CAGRs haben, wenn die Zeiträume verschieden lang sind.

Daher sollten immer beide Kennzahlen gemeinsam betrachtet werden: die Gesamtrendite für den absoluten Erfolg und der CAGR für die jährliche Vergleichsrate.

Beispiel: Ein Depot wächst in 5 Jahren von 10.000 auf 15.000 Euro (Gesamtrendite 50 Prozent, CAGR 8,45 Prozent) und ein zweites in 10 Jahren ebenfalls auf 15.000 Euro (Gesamtrendite ebenfalls 50 Prozent, CAGR nur 4,14 Prozent).

Die Gesamtrendite allein verdeckt, dass das zweite Depot halb so schnell gewachsen ist.

Welche Schwächen hat der CAGR?

Der CAGR hat mehrere wichtige Einschränkungen, die bei der Interpretation beachtet werden müssen.

Erstens bildet er keine Schwankungen ab: Ein Depot kann im Betrachtungszeitraum stark gefallen und wieder gestiegen sein, ohne dass der CAGR davon etwas zeigt.

Zweitens ignoriert er zwischenzeitliche Verluste, die psychologisch und finanziell schmerzhaft sein können.

Drittens können Ausgangswert und Endwert durch Sondereffekte verzerrt sein, zum Beispiel wenn der Anfangswert in einer Hochphase und der Endwert in einer Niedrigphase liegt oder umgekehrt.

Viertens berücksichtigt der CAGR keine Einzahlungen, Entnahmen oder Sparplanraten im Betrachtungszeitraum; er ist nur für eine Einmalanlage korrekt.

Für die Bewertung eines aktiven Sparplans mit regelmäßigen Einzahlungen sollte statt des CAGR der interne Zinsfuß (IRR) berechnet werden.

Ein konkretes Beispiel: Ein Depot fällt im ersten Jahr von 10.000 auf 5.000 Euro (minus 50 Prozent) und steigt im zweiten Jahr wieder auf 10.000 Euro (plus 100 Prozent).

Der CAGR über 2 Jahre beträgt trotzdem 0 Prozent, obwohl der Anleger starke Schwankungen erlebt hat.

Kann ich den CAGR auch für negative Renditen berechnen?

Ja, der CAGR kann auch bei Verlusten berechnet werden, wenn der Endwert kleiner als der Anfangswert ist. In diesem Fall ist der CAGR negativ und gibt an, mit welcher durchschnittlichen jährlichen Rate das Kapital geschrumpft ist.

Beispiel: Ein Depot fällt von 10.000 auf 7.000 Euro in 5 Jahren. CAGR gleich (7.000/10.000)^(1/5) minus 1 gleich 0,7 hoch 0,2 minus 1 ungefähr gleich minus 6,9 Prozent pro Jahr.

Ein negativer CAGR ist ein klares Signal, dass die Anlage hinter der Inflation zurückgeblieben ist und das reale Vermögen geschrumpft ist.

Beachte: Anfangswert und Endwert müssen beide positiv sein; eine Berechnung mit einem Wert von null oder negativen Werten ist mathematisch nicht möglich und wird vom CAGR-Rechner entsprechend abgefangen.

In der Praxis kann ein CAGR von minus 3 Prozent bei gleichzeitiger Inflation von 2 Prozent bedeuten, dass die reale Kaufkraft des Depots pro Jahr um rund 5 Prozent gesunken ist.

Wer frühzeitig den CAGR seines Portfolios berechnet, erkennt solche schleichenden Verluste, bevor sie zu groß werden.

Wofür kann ich den CAGR außer bei Aktien noch nutzen?

Der CAGR ist universell einsetzbar für alle Größen, die sich über Zeit verändern.

In der Finanzplanung wird er neben Aktien und ETFs auch für Immobilienwerte (jährliches Wertwachstum), Unternehmensgewinne (Gewinnwachstumsrate), Umsatzentwicklung eines Unternehmens und Inflationsraten verwendet.

Im Bereich Start-ups und Venture Capital ist der CAGR des Umsatzes oder der Nutzerzahlen eine zentrale Kennzahl für Investoren. In der Makroökonomie wird er für das jährliche BIP-Wachstum eines Landes eingesetzt.

Auch im persönlichen Finanzbereich ist er nützlich: Wer weiß, welchen CAGR sein Depot bisher hatte, kann realistisch abschätzen, ob das Rentenziel bei gegebener Sparrate erreichbar ist.

Der CAGR-Rechner errechnet dabei immer dieselbe Formel, unabhängig davon, ob Euro-Beträge, Einheiten oder Indexwerte eingegeben werden.

Konkret: Hatte ein Unternehmen in 2020 einen Umsatz von 2 Millionen Euro und in 2025 einen Umsatz von 3,5 Millionen Euro, beträgt der Umsatz-CAGR (3.500.000/2.000.000)^(1/5) minus 1, also rund 11,8 Prozent pro Jahr.

Dieser Wert lässt sich direkt mit dem Branchendurchschnitt oder dem Depot-CAGR vergleichen.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Was ist ein guter CAGR? Ein CAGR von 7 bis 9 Prozent gilt für breit gestreute Aktien-ETFs als historischer Langfristwert.

Unternehmen mit nachhaltigem Gewinnwachstum werden typischerweise mit einem CAGR von 5 bis 15 Prozent eingeordnet. Ein CAGR unter der Inflationsrate (ca. 2 Prozent) bedeutet realen Vermögensverlust, auch wenn der nominale Wert gestiegen ist.

Wie vergleiche ich zwei Anlagen mit dem CAGR? Berechne für beide Anlagen jeweils den CAGR über denselben Zeitraum – nur dann sind die Ergebnisse direkt vergleichbar.

Ein Vergleich über unterschiedliche Zeiträume ist methodisch problematisch, weil Marktphasen die CAGR-Werte stark beeinflussen. Warum weicht der CAGR von der einfachen Jahresrendite ab?

Die einfache Jahresrendite (Gesamtgewinn ÷ Jahre) ignoriert den Zinseszinseffekt: Sie zeigt, als ob der Gewinn jedes Jahr gleich und additiv wäre, statt multiplikativ.

Der CAGR ist deshalb stets niedriger als die einfache Jahresrendite bei positiver Entwicklung – und präziser für langfristige Vergleiche. Kann ich den CAGR auch für Inflation berechnen?

Ja: Setze als Anfangswert das Preisniveau zu einem Zeitpunkt (z. B. Warenkorb 2015 = 100 Euro) und als Endwert das Preisniveau heute (z. B. 125 Euro in 2026). CAGR = (125/100)^(1/11) − 1 ≈ 2,05 % – die implizite Inflationsrate dieses Zeitraums.

Unabhängige Finanzinformationen bietet die Deutsche Bundesbank. Rechnerergebnisse ersetzen keine Anlage- oder Steuerberatung.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ausgangslage: Ein Anleger hat vor 10 Jahren 15.000 Euro in einen MSCI-World-ETF investiert (Einmalanlage). Heute ist das Depot 30.500 Euro wert. Eingaben im CAGR-Rechner: Anfangswert 15.000 €, Endwert 30.500 €, 10 Jahre.

Ergebnis: CAGR = (30.500 / 15.000)^(1/10) − 1 = (2,0333)^0,10 − 1 ≈ 7,35 % pro Jahr. Gesamtrendite: 103,33 %. Wachstumsfaktor: 2,0333.

Interpretation: Eine jährliche Rendite von 7,35 % liegt im historischen Erwartungsbereich eines MSCI-World-ETFs (7–9 %).

Der Vergleichswert für den MSCI World Total Return (inkl. Dividenden) im gleichen Zeitraum lag bei etwa 8–9 %, was bedeutet, dass dieser konkrete Anleger etwas darunter abschnitt – möglicherweise durch einen schlechten Einstiegszeitpunkt oder TER-Effekte.

Nächster Schritt: Für einen Sparplan mit laufenden Einzahlungen wäre der IRR die präzisere Kennzahl; für eine grobe Einordnung des Depots als Ganzes ist der CAGR gut geeignet.

Weitere Kennzahlen wie Gesamtrendite und Wachstumsfaktor helfen, den CAGR im konkreten Kontext zu verstehen.

Eine zweite Lesart des Ergebnisses lohnt sich: Der CAGR von 7,35 Prozent beschreibt einen geglätteten Pfad, den das Depot in Wirklichkeit nie gegangen ist. Zwischenzeitliche Einbrüche und Erholungen verschwinden vollständig in dieser einen Zahl.

Wer allein auf den CAGR schaut, unterschätzt deshalb leicht die Schwankungsbreite, die er unterwegs aushalten musste.

Ob eine Anlage zur eigenen Situation passt, entscheidet daher nicht der CAGR allein; diese Einordnung ist keine Anlageberatung und ersetzt keine Beratung durch eine zugelassene Stelle.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Beim CAGR-Rechner entstehen typische Fehler durch Missverständnis der Kennzahl. Erster Fehler: Sparplanwerte für den CAGR verwenden.

Der CAGR gilt nur für eine Einmalanlage ohne Zuflüsse oder Entnahmen. Bei monatlichen Sparraten ist der interne Zinsfuss (IRR) die korrekte Kennzahl.

Zweiter Fehler: Anfangs- und Endwert aus verschiedenen Zeitpunkten nehmen, die nicht dem tatsächlichen Anlagezeitraum entsprechen. Dritter Fehler: CAGR mit garantierter Zukunftsrendite gleichsetzen.

Der historische CAGR eines ETFs sagt nichts über künftige Renditen aus. Vierter Fehler: Einen sehr hohen CAGR aus einem kurzfristigen Bull-Market-Zeitraum als Repräsentativwert nehmen.

Ein CAGR aus 3 Jahren kann stark verzerrt sein; erst ab 10 Jahren wird er als Orientierungswert belastbar. Fünfter Fehler: Dividenden ignorieren.

Bei Aktien- oder ETF-Investitionen enthält der CAGR nur Kursgewinne, wenn Ausschüttungen nicht reinvestiert werden; der Total-Return-CAGR (inkl. Dividenden) ist stets höher. Sechster Fehler: den CAGR als Renditeversprechen lesen.

Er misst rückblickend, wie sich ein Wert entwickelt hat, und sagt nichts darüber, wie er sich entwickeln wird.

Wer aus einem hohen historischen CAGR eine Erwartung für die Zukunft ableitet, verwechselt Messung mit Prognose – historische Renditen sind keine Garantie, und Verluste bis zum Totalverlust bleiben bei Wertpapieren möglich.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

CAGR, Gesamtrendite und Wachstumsfaktor aus Anfangswert, Endwert und Anlagezeitraum berechnet der CAGR-Rechner sofort.

Vergleiche den berechneten CAGR immer mit einem Referenzwert: dem Marktindex (MSCI World ca. 7–9 % langfristig) oder der Inflationsrate (ca. 2 %), um einzuordnen, ob die Anlage realen Vermögenszuwachs gebracht hat.

Für ETF-Sparpläne mit monatlichen Einzahlungen ist der CAGR nur bedingt geeignet; dort liefert der ETF-Sparplan-Rechner ein vollständigeres Bild. Die Ergebnisse ersetzen keine individuelle Anlage- oder Steuerberatung.

Behalte dabei im Blick, dass der CAGR ausschließlich Vergangenes misst: Historische Wachstumsraten sind keine Garantie für die Zukunft, Kursverluste bis zum Totalverlust sind bei Wertpapieren möglich, und Kosten sowie Steuern schmälern das reale Ergebnis.

Der Rechner liefert eine Kennzahl zur Einordnung, keine Kaufempfehlung und keine Anlageberatung.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · CAGR: 7,18 % p.a.; Gesamtrendite: 100,00 %

Depot verdoppelt sich in 10 Jahren

Anfangswert
10.000 €
Endwert
20.000 €
Anlagezeitraum
10 Jahre

Beispiel 2 · Mittel · CAGR: 13,32 % p.a.; Gesamtrendite: 140,00 %; Wachstumsfaktor: 2,4000x

Unternehmensgewinn wächst von 500.000 € auf 1.200.000 € in 7 Jahren

Anfangswert
500.000 €
Endwert
1.200.000 €
Anlagezeitraum
7 Jahre

Beispiel 3 · Komplex · CAGR: 3,55 % p.a.; Gesamtrendite: 52,00 %; Wachstumsfaktor: 1,5200x

Immobilienwert von 250.000 € auf 380.000 € in 12 Jahren

Anfangswert
250.000 €
Endwert
380.000 €
Anlagezeitraum
12 Jahre

Beispiel 4 · Komplex · CAGR: −7,79 % p.a.; Gesamtrendite: −33,33 %; Wachstumsfaktor: 0,6667x

Negativer CAGR – Depot fällt von 15.000 € auf 10.000 € in 5 Jahren

Anfangswert
15.000 €
Endwert
10.000 €
Anlagezeitraum
5 Jahre

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  • Infografik: CAGR-Rechner: Compound Annual Growth Rate, CAGR = (EW ÷ AW)^(1/n) − 1, Geometrisches Mittel – nur Einmalanlage · Verdopplung ≈ 72 ÷ CAGR, VARIABLEN, Endwert – Schlusskapital., Anfangsw. – Startanlage., Anlagej. – Haltedauer., Quelle: rechner-portal.d

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  • Infografik: CAGR: Geglättete vs. tatsächliche Rendite, Compound Annual Growth Rate · Beispiel: 10.000 € → 16.105 € in 5 Jahren, Tatsächlicher Verlauf, CAGR 10,0 % p.a., 10.000 €, 13.000 €, 16.000 €, +15 %

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           alt="Infografik: CAGR: Geglättete vs. tatsächliche Rendite, Compound Annual Growth Rate · Beispiel: 10.000 € → 16.105 € in 5 Jahren, Tatsächlicher Verlauf, CAGR 10,0 % p.a., 10.000 €, 13.000 €, 16.000 €, +15 %"
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/finanzen/investieren/cagr-rechner">Cagr-Rechner Wachstumskurve auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/finanzen/investieren/cagr-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Der CAGR ist eine vereinfachte Kennzahl, die zwischenzeitliche Schwankungen nicht abbildet. Er eignet sich als Vergleichsgröße, nicht als Renditeprognose. Keine Anlageberatung.

Quelle: Eigenberechnung; CAGR-Standardformel aus der Finanzanalyse

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Finanzen / Investieren
Formeln basieren auf
CAGR = (Endwert / Anfangswert)^(1 / Jahre) − 1; Gesamtrendite = (Endwert − Anfangswert) / Anfangswert × 100; Faktor = Endwert / Anfangswert
Änderungsprotokoll
  • 2026-04-19 – v4.0.0Feature

    Phase-4-Rollout: HowTo-Schema, Mobile-Optimierung und aktualisierte Qualitaetsstandards integriert.

    Impact: minor

Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). CAGR-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/finanzen/investieren/cagr-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. CAGR-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/finanzen/investieren/cagr-rechner

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.