Schnittpunkte liegen bei f(x) = g(x), was äquivalent ist zu h(x) = f(x) − g(x) = 0. Der Rechner sucht die Nullstellen von h mit Bisektions- und Newton-Verfahren.
Für die Koordinaten gilt y = f(x₀) = g(x₀). Bei parallelen Geraden gibt es keinen Schnittpunkt (h = const ≠ 0), bei identischen Geraden unendlich viele (h = 0 überall).
Beispiel: f(x) = x^2, g(x) = x + 2 → h(x) = x^2 − x − 2 = (x − 2)(x + 1) → x = 2 und x = −1.
Die Zahl der Schnittpunkte hängt vom Grad der Differenzfunktion h ab: Zwei Geraden schneiden sich in höchstens einem Punkt (h ist linear), eine Gerade und eine Parabel in bis zu zwei (h ist quadratisch), und auch zwei Parabeln schneiden sich in höchstens zwei Punkten, sofern sich ihre Leitkoeffizienten unterscheiden – denn dann bleibt h ebenfalls quadratisch, nicht vierten Grades.
Sonderfälle sind aufschlussreich: Verlaufen zwei Geraden parallel, ist h eine von null verschiedene Konstante und es gibt keinen Schnittpunkt; sind sie identisch, ist h überall null und jede Stelle ein gemeinsamer Punkt.
Berühren sich die Kurven nur, statt sich zu kreuzen, besitzt h dort eine doppelte Nullstelle, an der die Steigungen beider Funktionen zusätzlich übereinstimmen.
Numerisch zählt der Rechner nur einen x-Wert als Schnittpunkt, dessen Funktionswert |h(x)| < 10⁻⁷ unterschreitet, und fasst Kandidaten, die auf fünf Nachkommastellen übereinstimmen, zu einem einzigen Treffer zusammen – so werden doppelt erkannte Berührpunkte nicht versehentlich zweimal ausgegeben.