Der Rechner arbeitet in zwei Schritten. Erstens berechnet er den Jahresstromverbrauch aus Wärmebedarf geteilt durch die Effizienz: 12.000 kWh Wärmebedarf bei einer Effizienz von 0,95 ergeben rund 12.632 kWh Strombedarf pro Jahr.
Zweitens multipliziert er diesen Verbrauch einmal mit dem Niedertarif-Preis und einmal mit dem Normaltarif-Preis. Bei 0,22 Euro je Kilowattstunde Niedertarif entstehen Jahreskosten von rund 2.779 Euro.
Beim Normaltarif von 0,32 Euro entstehen dagegen rund 4.042 Euro. Die Ersparnis durch den Niedertarif beträgt in diesem Beispiel rund 1.263 Euro pro Jahr.
Diese Differenz ist der entscheidende Wert: Steigt der Niedertarif von 0,22 auf 0,28 Euro, schrumpft die Ersparnis beim unveränderten Normaltarif von 0,32 Euro auf rund 505 Euro pro Jahr – und sinkt umgekehrt der Normaltarif, schmilzt der Vorteil genauso.
Entscheidend ist die Reihenfolge: Zuerst wird aus Wärmebedarf und Effizienz der reale Strombedarf bestimmt, denn ein Teil der eingespeicherten Energie geht als Bereitschaftsverlust verloren, sodass der Stromverbrauch stets über der reinen Nutzwärme liegt.
Erst danach werden Niedertarif und Normaltarif auf denselben Verbrauch angewendet, weil nur so die reine Preisdifferenz sichtbar wird.
Die Ersparnis ist also das Produkt aus Jahresstrommenge und der Differenz beider Arbeitspreise und reagiert damit unmittelbar auf jede Tarifänderung.
Daraus folgt eine Eigenheit, die den Rechner von einem echten Tarifvergleich unterscheidet: Die ausgewiesene Ersparnis hängt gar nicht davon ab, wie hoch die beiden Preise sind, sondern nur davon, wie weit sie auseinanderliegen.
Ein Niedertarif von 0,22 gegen 0,32 Euro erzeugt exakt dieselbe Ersparnis von 1.263,20 Euro wie 0,12 gegen 0,22 Euro — nur die Jahreskosten selbst verschieben sich.
Wer also verhandelt, sollte auf den Abstand schauen, nicht auf den Niedertarif allein. Die Effizienz wirkt dagegen auf beide Seiten gleichzeitig.
Setzt du sie auf 1,0, also einen verlustfreien Speicher, sinkt der Strombedarf von 12.632 auf glatte 12.000 kWh und die Niedertarifkosten fallen von 2.779,04 auf 2.640 Euro; die Ersparnis schrumpft dabei von 1.263,20 auf 1.200 Euro, weil sie an der kleineren Strommenge hängt.
Ein Wert über 1,0 ist physikalisch nicht möglich, denn anders als eine Wärmepumpe erzeugt ein Nachtspeicher keine Umweltwärme, sondern wandelt Strom bestenfalls vollständig in Wärme um.