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Nachtspeicherheizung Stromkosten berechnen: Jahreskosten

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Kurzantwort

Nachtspeicher-Rechner: Jährlichen Wärmebedarf, Effizienz und Niedertarif-Strompreis eingeben und Jahreskosten sowie Ersparnis gegenüber Normaltarif sofort berechnen.

Betriebskosten einer Nachtspeicherheizung berechnen: Jahresstromverbrauch

Kilian AchatzFachredaktion Energie
Geprüft: Review-Team Energie (Sept. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Rechenbasis

Annahmen und Grenzen

Was der Rechner voraussetzt und wo seine Aussage endet.

3 Annahmen und 3 Grenzen

Annahmen

  • Die Effizienz eines Nachtspeicherheizgeräts liegt typischerweise zwischen 0,90 und 0,99 (90–99 %).
  • Der Niedertarif wird ausschließlich für den Ladestrom des Nachtspeichergeräts in Rechnung gestellt.
  • Der Normaltarif-Vergleich zeigt, wie viel teurer dieselbe Wärmemenge ohne Niedertarif wäre.

Grenzen

  • Nicht alle Versorger bieten noch einen Niedertarif (NT) an – regionale Verfügbarkeit prüfen.
  • Grundpreise und Netzentgelte sind nicht enthalten; sie können die Gesamtkosten je nach Tarif erhöhen.
  • Der Rechner berücksichtigt keine Modernisierungszuschüsse oder Förderprogramme – aktuelle BEG-Fördersätze für einen Wärmepumpen-Austausch siehe Abschnitt „Ausblick“ auf der Seite.

Stand der Prüfung: Niedertarif-Preisspannen, Effizienzwerte und Rechtslage (kein Betriebsverbot, BEG-Förderung) fachredaktionell geprüft am 27.09.2026.

Überblick

Was ist eine Nachtspeicherheizung?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Nachtspeicherheizung monatliche Kosten 2026: Eine 80-m²-Altbau-Wohnung mit 9.600 kWh Jahreswärmebedarf und Niedertarif 0,22 €/kWh (Effizienz 0,90) verbraucht rund 10.667 kWh Strom — das entspricht rund 195 Euro monatlich. Im Normaltarif (0,32 €/kWh) wären es 284 Euro monatlich.

Die monatliche Niedertarif-Einsparung beträgt rund 89 Euro; jährlich rund 1.067 Euro.

Nachtspeicherheizungen laden Strom in den Nachtstunden, wenn der Netzbetreiber einen günstigen Niedertarif anbietet, speichern die Wärme in Keramiksteinen und geben sie tagsüber ab.

Das Prinzip klingt einfach, doch die tatsächlichen Betriebskosten hängen von drei Faktoren ab: dem Wärmebedarf des Raums oder der Wohnung, dem Wirkungsgrad des Geräts und dem Preis des Niedertarif-Stroms.

Wer diese Werte kennt, kann sofort ausrechnen, ob sich der Betrieb noch lohnt oder ob ein Wechsel zu einer Wärmepumpe wirtschaftlich sinnvoller wäre.

Der Rechner ermittelt den Jahresstromverbrauch aus Wärmebedarf und Effizienz und rechnet ihn sowohl zum Niedertarif als auch zum Normaltarif in Euro um.

So wird auf einen Blick sichtbar, wie viel der Niedertarif gegenüber dem regulären Strompreis spart und ob diese Ersparnis noch ausreicht, um den höheren Geräteaufwand und den fehlenden Regelbetrieb zu rechtfertigen.

Viele Versorger haben die Niedertarif-Zone in den letzten Jahren reduziert oder ganz abgeschafft, sodass die Rechnung vor Ort immer aktuell überprüft werden sollte.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst den jährlichen Wärmebedarf in Kilowattstunden, die Effizienz des Nachtspeichergeräts, den aktuellen Niedertarif-Strompreis und zum Vergleich den Normaltarif-Strompreis ein. Den Wärmebedarf findest du entweder im Energieausweis, auf der Heizkostenabrechnung oder du schätzt ihn über die beheizte Fläche: Für eine schlecht gedämmte Wohnung mit 80 Quadratmetern liegen typische Werte zwischen 8.000 und 14.000 Kilowattstunden pro Jahr.

Die Effizienz moderner Nachtspeichergeräte liegt meist zwischen 0,90 und 0,99, weil ein kleiner Teil der gespeicherten Wärme unkontrolliert abgegeben wird.

Den Niedertarif-Preis erfährst du vom Netzbetreiber oder Stromversorger; er lag 2026 je nach Anbieter und Region zwischen 0,17 und 0,25 Euro je Kilowattstunde.

Den Normaltarif-Preis kannst du aus deiner aktuellen Stromrechnung ablesen und als Vergleichsbasis eintragen.

Wichtig ist, dass alle vier Werte zueinander passen: Der Wärmebedarf sollte ein normales Heizjahr abbilden und nicht einen besonders milden Winter, weil sonst die Jahreskosten zu niedrig erscheinen.

Trage die Effizienz ehrlich nach dem Alter des Geräts ein und verwende für beide Tarife die aktuell gültigen Arbeitspreise deines Versorgers, nicht die einer alten Abrechnung.

Praxisfälle

Nachtspeicherheizung-Beispiele nach Wohnfläche und Situation

Sieben nachgerechnete Fälle aus der echten Rechenfunktion – von der kleinen Wohnung bis zum Vergleich mit der Wärmepumpe.

  1. Nachtspeicherheizung 50 m²: Jahreskosten im Niedertarif

    „Wie viel kostet eine Nachtspeicherheizung bei 50 Quadratmetern?“

    Eingabe
    Jährlicher Wärmebedarf 6.000 kWh/Jahr, Effizienz 0,90, Niedertarif 0,22 €/kWh, Normaltarif 0,32 €/kWh
    Ergebnis
    1.466,74 €/Jahr (122 €/Monat) bei 6.667 kWh Stromverbrauch; Normaltarif wäre 2.133,44 €
  2. Nachtspeicherheizung 75 m²: Jahreskosten im Niedertarif

    „Wie viel kostet eine Nachtspeicherheizung bei 75 Quadratmetern?“

    Eingabe
    Jährlicher Wärmebedarf 9.000 kWh/Jahr, Effizienz 0,90, Niedertarif 0,22 €/kWh, Normaltarif 0,32 €/kWh
    Ergebnis
    2.200 €/Jahr (183 €/Monat) bei 10.000 kWh Stromverbrauch; Ersparnis 1.000 € gegenüber Normaltarif
  3. Nachtspeicherheizung 100 m²: Kosten pro Monat

    „Wie viel kostet eine Nachtspeicherheizung bei 100 Quadratmetern im Monat?“

    Eingabe
    Jährlicher Wärmebedarf 12.000 kWh/Jahr, Effizienz 0,90, Niedertarif 0,22 €/kWh, Normaltarif 0,32 €/kWh
    Ergebnis
    2.933,26 €/Jahr entspricht 244 €/Monat bei 13.333 kWh Stromverbrauch
  4. 1-Personen-Haushalt, 40 m²: Nachtspeicher-Stromverbrauch

    „Wie viel Strom verbraucht eine Nachtspeicherheizung für 1 Person?“

    Eingabe
    Jährlicher Wärmebedarf 4.800 kWh/Jahr, Effizienz 0,90, Niedertarif 0,22 €/kWh, Normaltarif 0,32 €/kWh
    Ergebnis
    5.333 kWh Stromverbrauch; 1.173,26 €/Jahr (98 €/Monat)
  5. Altgerät mit 85 % Effizienz: Mehrkosten durch nachlassenden Wirkungsgrad

    „Wie viel mehr kostet eine alte Nachtspeicherheizung mit geringerer Effizienz?“

    Eingabe
    Wärmebedarf 12.000 kWh/Jahr, Effizienz 0,85 (Altgerät) statt 0,95 (neues Gerät), Niedertarif 0,22 €/kWh
    Ergebnis
    14.118 kWh statt 12.632 kWh Stromverbrauch; 3.105,96 € statt 2.779,04 € Jahreskosten – rund 327 € Mehrkosten durch den niedrigeren Wirkungsgrad
  6. Kein Niedertarif mehr verfügbar: Kosten zum Normaltarif

    „Was kostet eine Nachtspeicherheizung ohne Niedertarif?“

    Eingabe
    Wärmebedarf 12.000 kWh/Jahr, Effizienz 0,95, Niedertarif = Normaltarif 0,32 €/kWh (kein NT-Vertrag mehr verfügbar)
    Ergebnis
    4.042,24 €/Jahr, Ersparnis 0 € – ohne Niedertarif entfällt der gesamte Kostenvorteil gegenüber einer Direktheizung
  7. Nachtspeicherheizung austauschen: Vergleich mit Wärmepumpe

    „Lohnt sich der Austausch einer Nachtspeicherheizung gegen eine Wärmepumpe?“

    Eingabe
    Nachtspeicher: 12.000 kWh Wärmebedarf, Effizienz 0,95, Niedertarif 0,22 €/kWh; Wärmepumpe: JAZ 3,5, Strompreis 0,32 €/kWh
    Ergebnis
    Nachtspeicher 2.779,04 €/Jahr gegenüber rund 1.097 €/Jahr für die Wärmepumpe – Vorteil Wärmepumpe rund 1.682 €/Jahr

    Wärmepumpen-Kosten-Rechner

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Der Rechner arbeitet in zwei Schritten. Erstens berechnet er den Jahresstromverbrauch aus Wärmebedarf geteilt durch die Effizienz: 12.000 kWh Wärmebedarf bei einer Effizienz von 0,95 ergeben rund 12.632 kWh Strombedarf pro Jahr.

Zweitens multipliziert er diesen Verbrauch einmal mit dem Niedertarif-Preis und einmal mit dem Normaltarif-Preis. Bei 0,22 Euro je Kilowattstunde Niedertarif entstehen Jahreskosten von rund 2.779 Euro.

Beim Normaltarif von 0,32 Euro entstehen dagegen rund 4.042 Euro. Die Ersparnis durch den Niedertarif beträgt in diesem Beispiel rund 1.263 Euro pro Jahr.

Diese Differenz ist der entscheidende Wert: Steigt der Niedertarif von 0,22 auf 0,28 Euro, schrumpft die Ersparnis beim unveränderten Normaltarif von 0,32 Euro auf rund 505 Euro pro Jahr – und sinkt umgekehrt der Normaltarif, schmilzt der Vorteil genauso.

Entscheidend ist die Reihenfolge: Zuerst wird aus Wärmebedarf und Effizienz der reale Strombedarf bestimmt, denn ein Teil der eingespeicherten Energie geht als Bereitschaftsverlust verloren, sodass der Stromverbrauch stets über der reinen Nutzwärme liegt.

Erst danach werden Niedertarif und Normaltarif auf denselben Verbrauch angewendet, weil nur so die reine Preisdifferenz sichtbar wird.

Die Ersparnis ist also das Produkt aus Jahresstrommenge und der Differenz beider Arbeitspreise und reagiert damit unmittelbar auf jede Tarifänderung.

Daraus folgt eine Eigenheit, die den Rechner von einem echten Tarifvergleich unterscheidet: Die ausgewiesene Ersparnis hängt gar nicht davon ab, wie hoch die beiden Preise sind, sondern nur davon, wie weit sie auseinanderliegen.

Ein Niedertarif von 0,22 gegen 0,32 Euro erzeugt exakt dieselbe Ersparnis von 1.263,20 Euro wie 0,12 gegen 0,22 Euro — nur die Jahreskosten selbst verschieben sich.

Wer also verhandelt, sollte auf den Abstand schauen, nicht auf den Niedertarif allein. Die Effizienz wirkt dagegen auf beide Seiten gleichzeitig.

Setzt du sie auf 1,0, also einen verlustfreien Speicher, sinkt der Strombedarf von 12.632 auf glatte 12.000 kWh und die Niedertarifkosten fallen von 2.779,04 auf 2.640 Euro; die Ersparnis schrumpft dabei von 1.263,20 auf 1.200 Euro, weil sie an der kleineren Strommenge hängt.

Ein Wert über 1,0 ist physikalisch nicht möglich, denn anders als eine Wärmepumpe erzeugt ein Nachtspeicher keine Umweltwärme, sondern wandelt Strom bestenfalls vollständig in Wärme um.

Nachschlagen

Nachtspeicherheizung Jahreskosten nach Wohnfläche 2026

Eine 80-m²-Altbau-Wohnung kostet im Niedertarif (0,22 €/kWh) rund 195 Euro monatlich und 2.347 Euro jährlich. Im Normaltarif (0,32 €/kWh) wären es 284 Euro monatlich. Ob dein Versorger noch einen Niedertarif anbietet, ist regional verschieden — frag vor Investitionsentscheidungen beim Netzbetreiber nach.

Orientierungswerte für teilsanierten Altbau (Wärmebedarf 120 kWh/m², Effizienz 90 %) bei zwei typischen Niedertarif-Preisniveaus
WohnflächeWärmebedarf (kWh/a)Jahresstromverbrauch (kWh)Monatlich NT 0,22 €/kWhJahreskosten NT 0,22 €/kWhJahreskosten NT 0,28 €/kWh
30 m²3.600 kWh4.000 kWh73 €880 €1.120 €
40 m²4.800 kWh5.333 kWh98 €1.173 €1.493 €
45 m²5.400 kWh6.000 kWh110 €1.320 €1.680 €
50 m²6.000 kWh6.667 kWh122 €1.467 €1.867 €
60 m²7.200 kWh8.000 kWh147 €1.760 €2.240 €
70 m²8.400 kWh9.333 kWh171 €2.053 €2.613 €
75 m²9.000 kWh10.000 kWh183 €2.200 €2.800 €
80 m²9.600 kWh10.667 kWh195 €2.347 €2.987 €
90 m²10.800 kWh12.000 kWh220 €2.640 €3.360 €
100 m²12.000 kWh13.333 kWh244 €2.933 €3.733 €
120 m²14.400 kWh16.000 kWh293 €3.520 €4.480 €

Wärmebedarf 120 kWh/m² gilt für teilsanierten Altbau; unsanierter Altbau (vor 1980) liegt bei 150–200 kWh/m². Niedertarif 2026: 0,17–0,25 €/kWh je nach Netzbetreiber und Region (Bundesnetzagentur). Nicht alle Versorger bieten noch Nachtstrom-Sondertarife an. Alle Werte sind Orientierungsgrößen ohne Gewähr. Ihre genauen Heizkosten hängen vom lokalen NT-Preis und dem Wirkungsgrad Ihrer Anlage ab — geben Sie Ihre Werte oben ein, um die exakten Jahreskosten für Ihre Situation zu berechnen.

Ausblick

Was ändert sich 2027 bei der Förderung für den Nachtspeicher-Austausch?

Was sich zum Jahres- oder Periodenwechsel ändert – mit Datumsstempel und Herkunft.

  • Seit der BEG-Reform zum 21. Juli 2026 beträgt die Grundförderung für den Ersatz einer alten Nachtspeicherheizung durch eine Wärmepumpe 30 Prozent der förderfähigen Kosten, ergänzt um einen Klima-Geschwindigkeitsbonus, der neu mit 16 Prozent startet und in den Folgejahren schrittweise um jeweils 4 Prozentpunkte sinkt.
  • Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen bis 30.000 Euro erhalten zusätzlich einen Einkommensbonus von bis zu 40 Prozent; zusammen mit einem Kinderzuschlag kann die Gesamtförderung in dieser untersten Einkommensstufe auf bis zu 80 Prozent steigen, für alle anderen Haushalte liegt der Förderhöchstsatz bei 70 Prozent.
  • Die KfW berücksichtigt für die erste Wohneinheit maximal 28.000 Euro förderfähige Kosten, sodass sich je nach Fördersatz ein maximaler Zuschuss von rund 19.600 Euro (70 Prozent) bis 22.400 Euro (80 Prozent) ergibt.
  • Gefördert wird der Umstieg auf ein Heizsystem mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien, in der Praxis also meist eine Wärmepumpe – der bloße Austausch gegen eine neue Nachtspeicherheizung ohne Wärmepumpen- oder Solaranteil bleibt weiterhin nicht förderfähig.
  • Eine gesetzliche Pflicht zum Austausch bestehender Nachtspeicherheizungen ist für 2027 nicht vorgesehen; ob sich die Investition lohnt, hängt weiterhin allein vom Vergleich der laufenden Betriebskosten ab, den dieser Rechner mit deinen aktuellen Tarifen ermittelt.

Stand: 27.09.2026 · Quelle: KfW – Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), Reform 21.07.2026

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Nachtspeicher-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist eine Nachtspeicherheizung?

Eine Nachtspeicherheizung ist ein elektrisches Heizsystem, das in den Nachtstunden günstigen Strom nutzt, um Wärmeenergie in Keramiksteinen zu speichern und sie tagsüber als Heizwärme abzugeben.

Das Prinzip beruht auf dem sogenannten Niedertarif (NT) oder Nachtstrom: Netzbetreiber bieten in Schwachlastzeiten, typischerweise zwischen 22 Uhr und 6 Uhr, einen günstigeren Strompreis an, um die Netze zu entlasten.

Nachtspeicherheizungen wurden in Deutschland vor allem in den 1960er bis 1980er Jahren weit verbreitet eingebaut und sind heute noch in vielen Altbauten zu finden, obwohl ihre Zahl durch Modernisierungen stetig abnimmt.

Der Ladevorgang erhitzt Keramik- oder Schamottsteine auf 600 bis 700 Grad Celsius; typische Geräte haben eine Anschlussleistung von 1,5 bis 6 Kilowatt und speichern pro 100-Liter-Speicherkern etwa 4 bis 8 Kilowattstunden thermische Energie.

In Deutschland wurden bis Mitte der 1980er Jahre insgesamt rund 4 Millionen Nachtspeichergeräte eingebaut, von denen noch heute ein erheblicher Anteil in Betrieb ist.

Wie günstig ist Nachtspeicherstrom?

Der Niedertarif für Nachtspeicherstrom liegt je nach Netzbetreiber und Region 2026 typischerweise zwischen 0,17 und 0,25 Euro je Kilowattstunde, während der reguläre Haushaltsstrompreis bei rund 0,30 bis 0,35 Euro je Kilowattstunde liegt.

Die Ersparnis durch den Niedertarif beträgt damit 8 bis 15 Cent je Kilowattstunde. Bei einem Jahresverbrauch von 12.000 Kilowattstunden entspricht das einer jährlichen Ersparnis von rund 960 bis 1.800 Euro gegenüber normalem Haushaltsstrom.

Allerdings bieten immer weniger Netzbetreiber noch einen echten Niedertarif an, und neue Kunden können oft keinen NT-Vertrag mehr abschließen.

In der Praxis lohnt sich ein Vergleich regionaler Stadtwerke, da lokale Anbieter oft günstigere Nachtstromtarife haben als bundesweite Versorger.

Hinzu kommt der Grundpreis für einen Doppeltarifzähler, der je nach Netzbetreiber 50 bis 100 Euro pro Jahr betragen kann und die Nettoersparnis etwas schmälert.

Wer seinen aktuellen Niedertarif in den Rechner eingibt, sieht sofort, wie stark sich die Ersparnis gegenüber dem Normaltarif auf die Jahresheizkosten auswirkt.

Wie teuer ist eine Nachtspeicherheizung im Monat?

Die monatlichen Kosten reichen von etwa 110 Euro für eine kleine 45-Quadratmeter-Wohnung bis zu rund 244 Euro für ein 100-Quadratmeter-Haus, gerechnet mit dem Standard-Niedertarif von 0,22 Euro je Kilowattstunde und einer Geräteeffizienz von 90 Prozent.

Bei 5.400 Kilowattstunden Jahreswärmebedarf für die 45-Quadratmeter-Wohnung ergeben sich rund 1.320 Euro Jahreskosten, verteilt auf zwölf Monate also die genannten 110 Euro.

Gibst du deinen tatsächlichen Niedertarif-Preis oben ein, zeigt der Rechner sofort den exakten Monatsbetrag für deine Wohnfläche, denn schon eine Preisdifferenz von 4 Cent je Kilowattstunde verschiebt die Monatsrate um 15 bis 40 Euro je nach Wohnungsgröße.

Beachte dabei, dass der Monatswert ein rechnerischer Jahresdurchschnitt ist: In den Wintermonaten Dezember bis Februar liegt der tatsächliche Stromverbrauch deutlich über diesem Mittelwert, während im Sommer kaum geheizt wird.

Vergleiche den Monatsbetrag deshalb am besten mit deiner letzten Jahresabrechnung, um zu prüfen, ob dein persönlicher Wärmebedarf über oder unter den hier angenommenen 120 Kilowattstunden je Quadratmeter liegt.

Lohnt sich eine Nachtspeicherheizung noch?

Ob sich eine Nachtspeicherheizung noch lohnt, hängt vor allem davon ab, ob dein Netzbetreiber noch einen Niedertarif anbietet und wie hoch die Preisdifferenz zum Normaltarif ist.

Ist kein Niedertarif verfügbar, zahlst du dieselbe Kilowattstunde wie mit einem Direktheizgerät.

Im Vergleich zu einer Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3 bis 4 ist eine Nachtspeicherheizung bei gleichem Niedertarif von 0,22 Euro je Kilowattstunde etwa vergleichbar oder teurer, weil die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme erzeugt.

Für Modernisierungsentscheidungen empfiehlt sich deshalb der direkte Kostenvergleich mit Wärmepumpe oder Gasheizung.

Zusätzlich spielen die Anschaffungskosten eine Rolle: Ein neues Nachtspeichergerät kostet inklusive Einbau 500 bis 2.000 Euro, eine Wärmepumpe dagegen 8.000 bis 20.000 Euro.

Bei einer Niedertarif-Preisdifferenz von 0,10 Euro je Kilowattstunde und einem Jahresverbrauch von 10.000 Kilowattstunden amortisiert sich das Nachtspeichergerät in 3 bis 5 Jahren.

Liegt kein Niedertarif vor, entfällt dieser Vorteil, und die Wärmepumpe rechnet sich deutlich schneller.

Was ist der Unterschied zwischen Niedertarif und Normaltarif?

Der Niedertarif (NT) oder Nachtstrom ist ein günstigerer Strompreis, den Netzbetreiber für bestimmte Zeiten, typischerweise nachts und an Wochenenden, anbieten.

Dafür ist ein separater Zähler oder ein Doppeltarifzähler notwendig, der die Strommenge im Niedertarifzeitraum getrennt erfasst. Der Normaltarif (HT, Hochtarif) gilt für alle anderen Zeiten.

Die Preisdifferenz beträgt je nach Anbieter 8 bis 15 Cent je Kilowattstunde. Für Nachtspeicherheizungen, die nur im Niedertarifzeitraum laden, fällt deshalb der günstigere Preis an.

Wichtig: Viele Versorger haben den Niedertarif in den letzten Jahren abgeschafft oder für neue Kunden geschlossen.

Die Niedertarifzeiten variieren je nach Netzbetreiber: Typischerweise gelten sie werktags von 22 Uhr bis 6 Uhr sowie ganztags an Sonn- und Feiertagen; manche Netzbetreiber schalten auch samstags auf Niedertarif.

Bei einem Jahresverbrauch von 8.000 Kilowattstunden im Niedertarif und einer Preisdifferenz von 0,12 Euro je Kilowattstunde spart ein Haushalt 960 Euro jährlich.

Wer noch keinen Doppeltarifzähler hat, muss den Einbau beim Netzbetreiber beauftragen; das kostet einmalig 100 bis 300 Euro.

Wie hoch ist der Wärmebedarf für eine 100-Quadratmeter-Wohnung?

Der Wärmebedarf einer 100 Quadratmeter großen Wohnung hängt stark vom Gebäudezustand und der Dämmung ab.

Als Richtwerte gelten: Ein unsanierter Altbau aus den 1970er Jahren benötigt etwa 150 bis 200 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr, was für 100 Quadratmeter 15.000 bis 20.000 Kilowattstunden ergibt.

Ein teilsanierter Bestandsbau liegt bei 80 bis 130 Kilowattstunden je Quadratmeter, also 8.000 bis 13.000 Kilowattstunden.

Ein gut gedämmtes Gebäude oder Neubau nach EnEV oder GEG kommt auf 40 bis 70 Kilowattstunden je Quadratmeter, was 4.000 bis 7.000 Kilowattstunden entspricht.

Den genauen Wert findest du im Energieausweis oder kannst ihn aus der Heizkostenabrechnung des Vorjahres ablesen. Der Rechner verwendet diese Richtwerte als Standardvorgabe für den geschätzten Jahresverbrauch.

Deutschlandweit liegt der mittlere Heizwärmebedarf von Bestandsgebäuden bei rund 130 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr; ein Gebäude nach KfW-55-Standard kommt auf unter 55 Kilowattstunden je Quadratmeter.

Kann ich den Niedertarif noch bekommen?

Ob du noch einen Niedertarif-Vertrag abschließen kannst, hängt vom Netzbetreiber in deiner Region ab. In manchen Regionen bieten Netzbetreiber und Stromversorger noch aktiv Nachtstromtarife an, in anderen wurden diese vollständig abgeschafft.

Bestehende Verträge laufen oft noch weiter, neue Verträge sind jedoch häufig nicht mehr möglich.

Wenn du eine Nachtspeicherheizung nutzt und einen Niedertarif-Zähler hast, solltest du deinen Versorger direkt fragen, ob dieser Tarif weiterhin erhältlich ist und zu welchem Preis.

Ist kein Niedertarif verfügbar, wird der gesamte Strom zum Normaltarif abgerechnet, was die Wirtschaftlichkeit der Nachtspeicherheizung erheblich verschlechtert.

Ein Blick auf die Bundesnetzagentur-Webseite oder eine direkte Anfrage beim lokalen Netzbetreiber klärt schnell, ob und zu welchem Preis der Niedertarif verfügbar ist.

Als Faustregel gilt: Größere Netzbetreiber mit über 100.000 Haushaltskunden haben den Niedertarif häufiger abgeschafft als kleinere Regionalversorger und Stadtwerke.

Wer den Tarif noch hat, sollte außerdem die genauen Schaltzeiten kennen: Manche Netze schalten nur 6 Stunden täglich auf Niedertarif, andere bis zu 10 Stunden, was erheblich beeinflusst, wie vollständig der Nachtspeicher laden kann.

Gibt es ein Verbot für Nachtspeicherheizungen?

Nein, ein generelles Verbot für bestehende Nachtspeicherheizungen gibt es 2026 nicht: Eine frühere Regelung der Energieeinsparverordnung sah ein Betriebsverbot für ältere Nachtspeichergeräte in größeren Mehrfamilienhäusern vor, wurde aber bereits 2013 – noch vor ihrem geplanten Inkrafttreten – wieder ersatzlos gestrichen.

Auch das aktuelle Gebäudeenergiegesetz (GEG) von 2024 enthält kein Betriebsverbot für elektrische Speicherheizungen: Bestehende Geräte dürfen unabhängig von ihrem Alter weiter betrieben, gewartet und im Schadensfall auch repariert werden.

Eine Einschränkung gilt ausschließlich für den kompletten Neueinbau einer Heizung, die dann nach GEG mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien liefern muss – eine reine Nachtspeicherheizung ohne Wärmepumpen- oder Solaranteil erfüllt diese Vorgabe nicht und lässt sich als alleinige neue Heizung daher praktisch nicht mehr einbauen.

Trotzdem kursieren im Internet regelmäßig Gerüchte über ein bevorstehendes Verbot, vor allem im Herbst kurz vor Beginn der Heizsaison, wenn die Suchanfragen dazu ihr Jahreshoch erreichen.

Willst du unabhängig davon modernisieren, berechne zunächst mit diesem Rechner deine aktuellen Jahreskosten und vergleiche sie mit einer geförderten Wärmepumpe.

Wie lange hält eine Nachtspeicherheizung?

Moderne Nachtspeicherheizungen haben eine typische Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren, ältere Geräte aus den 1970er und 1980er Jahren sind oft noch in Betrieb, weisen aber meist eine deutlich geringere Speichereffizienz auf.

Mit zunehmendem Alter verlieren die Keramiksteine ihre Isolierfähigkeit, sodass mehr Wärme unkontrolliert abgegeben wird und der Wirkungsgrad sinkt.

Ein Gerät über 25 Jahre sollte auf seinen aktuellen Wirkungsgrad geprüft werden: Alte Geräte erreichen oft nur noch 80 bis 87 Prozent Effizienz statt der ursprünglichen 90 bis 95 Prozent.

Bei einem Austausch oder einer Modernisierung lohnt sich der direkte Vergleich mit einer Wärmepumpe, da diese bei geeignetem Gebäudezustand deutlich niedrigere Betriebskosten haben kann.

Wichtig für Altgeräte: Nachtspeicher vor Baujahr 1990 können asbesthaltige Dämmstoffe enthalten; ihre Demontage darf nur ein zertifizierter Fachbetrieb übernehmen.

Den aktuellen Jahresstromverbrauch ermittelst du am einfachsten aus der Jahresabrechnung deines Nachtstromzählers und trägst ihn direkt in den Rechner ein.

Wärmepumpe vs. Nachtspeicherheizung: Was ist besser?

Eine Wärmepumpe ist in den meisten Fällen effizienter als eine Nachtspeicherheizung, weil sie aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme erzeugt (Jahresarbeitszahl 3 bis 4), während eine Nachtspeicherheizung aus einer Kilowattstunde Strom weniger als eine Kilowattstunde Nutzwärme liefert (Effizienz 0,90 bis 0,99).

Bei einem Normaltarif von 0,32 Euro je Kilowattstunde und einer Jahresarbeitszahl von 3,5 kostet die Wärme über eine Wärmepumpe rund 9 Cent je Kilowattstunde Nutzwärme, während eine Nachtspeicherheizung bei 0,22 Euro Niedertarif etwa 23 Cent je Kilowattstunde Nutzwärme kostet.

Allerdings erfordert eine Wärmepumpe höhere Investitionskosten (8.000 bis 20.000 Euro) und ist besonders effizient in gut gedämmten Gebäuden mit niedrigen Vorlauftemperaturen.

Für Gebäude mit sehr hohem Wärmebedarf (über 150 kWh je Quadratmeter) kann eine schlecht dimensionierte Wärmepumpe unterm Strich teurer werden als eine Nachtspeicherheizung mit Niedertarif.

Der Rechner ermittelt die aktuellen Nachtspeicher-Jahreskosten, die du direkt mit einem Wärmepumpenangebot vergleichen kannst.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Wenn du 12.000 kWh Wärmebedarf, eine Effizienz von 0,95, einen Niedertarif von 0,22 Euro und einen Normaltarif von 0,32 Euro eingibst, zeigt der Rechner einen Jahresstromverbrauch von rund 12.632 kWh und eine Ersparnis von rund 1.263 Euro durch den Niedertarif. Das bedeutet: Nur wenn dein Netzbetreiber noch einen echten Niedertarif anbietet und dieser mindestens 8 bis 10 Cent unter dem Normaltarif liegt, rentiert sich das Nachtspeichersystem gegenüber direkter Elektroheizung.

Prüfe außerdem, ob dein Versorger noch einen Niedertarif-Zähler akzeptiert, da viele Netzbetreiber die Tarifzone für neue Kunden abgeschafft haben.

Falls du bereits eine Nachtspeicherheizung betreibst, vergleiche das Ergebnis mit den Kosten einer Wärmepumpe: In gut gedämmten Gebäuden mit Flächenheizung ist eine Wärmepumpe heute in der Regel günstiger.

Ältere Nachtspeichergeräte verlieren außerdem mit der Zeit Effizienz durch nachlassende Isolierung der Keramiksteine; ein Gerät über 20 Jahre sollte erneuerungswürdig eingestuft werden.

Lies das Ergebnis vor allem über die ausgewiesene Preisdifferenz: Sie zeigt, wie viel der Niedertarif gegenüber dem Normaltarif tatsächlich noch bringt.

Schrumpft dieser Abstand, sinkt der Vorteil des Nachtspeichers schnell, und ein Vergleich mit modernen Heizsystemen lohnt sich, bevor du in ein neues Speichergerät investierst.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Familie Müller heizt ihre 90-Quadratmeter-Wohnung mit einer Nachtspeicherheizung aus dem Jahr 2005. Der Jahreswärmebedarf liegt laut Heizkostenabrechnung bei 11.500 kWh, die Effizienz des Altgeräts schätzen sie auf 0,90.

Der Niedertarif ihres Versorgers beträgt aktuell 0,21 Euro je Kilowattstunde, der Normaltarif 0,31 Euro. Sie tragen diese Werte in den Rechner ein: Wärmebedarf 11.500 kWh, Effizienz 0,90, Niedertarif 0,21 Euro, Normaltarif 0,31 Euro.

Der Rechner ermittelt einen Jahresstromverbrauch von rund 12.778 kWh, Jahreskosten im Niedertarif von rund 2.683 Euro und Kosten im Normaltarif von 3.961 Euro. Die Ersparnis durch den Niedertarif beträgt rund 1.278 Euro.

In einem zweiten Lauf prüfen sie, was passiert, wenn der Niedertarif auf 0,26 Euro steigt: Die Ersparnis sinkt dann auf rund 639 Euro.

Sie beschließen, beim nächsten Geräteausfall auf eine Wärmepumpe umzusteigen, die bei JAZ 3,5 und 0,32 Euro Strompreis nur rund 1.052 Euro Jahresbetriebskosten verursachen würde.

Familie Müller behandelt alle Werte als Orientierung ohne Gewähr und prüft vor dem Wechsel, ob ihr Versorger den Niedertarif künftig überhaupt noch anbietet.

Weil ihr Altgerät nach vielen Betriebsjahren an Effizienz verliert, kalkulieren sie bewusst vorsichtig und vergleichen das Ergebnis mit den Betriebskosten einer modernen Wärmepumpe, bevor sie sich festlegen.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist, den Niedertarif-Preis aus einer alten Abrechnung zu übernehmen, obwohl der Versorger diesen längst erhöht oder abgeschafft hat. Viele Betreiber merken erst bei der Jahresabrechnung, dass sie zum Normaltarif abgerechnet wurden, weil der Niedertarif-Vertrag stillschweigend ausgelaufen ist.

Ein zweiter Fehler ist, die Effizienz zu hoch anzusetzen: Ältere Geräte erreichen durch nachlassende Steinqualität oft nur noch 0,85 bis 0,90, was den Stromverbrauch spürbar erhöht.

Drittens wird der Wärmebedarf häufig aus einem milden Winter übernommen und liegt dann für Normaljahre zu niedrig, sodass die Jahreskosten unterschätzt werden.

Schließlich wird die Ersparnis gegenüber dem Normaltarif isoliert betrachtet, ohne zu prüfen, ob dieselbe Wärme mit einer Wärmepumpe bei aktuellem Strompreis und einer JAZ von 3 bis 4 nicht deutlich günstiger wäre.

Ein zusätzlicher Fehler ist, die Grund- und Messpreise des Stromtarifs auszublenden, obwohl sie den Jahreswert mitbestimmen.

Ebenso wird die Ersparnis manchmal als dauerhaft angenommen, obwohl Versorger Niedertarif-Fenster verkleinern oder ganz streichen können, sodass der berechnete Vorteil über die Jahre schwindet.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Nachtspeicher-Stromkosten-Rechner übersetzt Wärmebedarf, Geräteeffizienz und Niedertarif-Preis in konkrete Jahreskosten und zeigt sofort, wie viel der Niedertarif gegenüber dem Normaltarif einspart.

Je größer die Preisdifferenz zwischen Niedertarif und Normaltarif, desto mehr lohnt sich das Nachtspeichersystem. Sinkt dieser Abstand auf unter 8 Cent je Kilowattstunde, wird die Kostenersparnis marginal.

Für die Entscheidung, ob eine Modernisierung lohnt, vergleiche das Ergebnis direkt mit dem Wärmepumpen-Kostenrechner und dem Heizkosten-Rechner.

Verstehe die berechneten Jahreskosten und die Ersparnis als Orientierung ohne Gewähr, weil Niedertarif-Zonen, Arbeitspreise und der reale Wärmebedarf von Jahr zu Jahr schwanken.

Prüfe vor jeder Entscheidung, ob dein Netzbetreiber den Niedertarif überhaupt noch anbietet, und rechne bei einer alten Anlage mit einer niedrigeren Effizienz, weil nachlassende Isolierung der Keramiksteine den Stromverbrauch erhöht.

So erkennst du früh, ob sich der Weiterbetrieb noch lohnt oder ein Systemwechsel sinnvoller ist. Auch andere Stromfresser lohnen sich zu prüfen: Der Kühlschrank-Vergleichsrechner zeigt, ob sich ein neues Kühlgerät amortisiert.

Wer einen Vergleich zu gasbetriebener Heizung anstellen möchte, findet den Ausgangswert beim Gasverbrauch-Rechner. Den Füllstand und die Restreichweite des Heizöltanks berechnet der Heizöl-Rechner.

Vor einem Systemwechsel lohnt auch der Blick auf das Einsparpotenzial der Bestandsanlage — der Heizungsoptimierungs-Rechner berechnet es in Euro je Maßnahme.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Verbrauch: 20.000 kWh | Jahreskosten NT: 4.400 € | Ersparnis: 2.000 €

Altbau mit hohem Wärmebedarf

Jährlicher Wärmebedarf (kWh/Jahr)
18.000 kWh/Jahr
Effizienz Nachtspeicher (0,90–0,99)
0,90
Niedertarif-Strompreis (€/kWh)
0,22 €/kWh
Normal-Strompreis Vergleich (€/kWh)
0,32 €/kWh

Beispiel 2 · Mittel · Verbrauch: 12.632 kWh | Jahreskosten NT: 3.537 € | Ersparnis: nur 505 €

Niedertarif kaum günstiger als Normaltarif

Jährlicher Wärmebedarf (kWh/Jahr)
12.000 kWh/Jahr
Effizienz Nachtspeicher (0,90–0,99)
0,95
Niedertarif-Strompreis (€/kWh)
0,28 €/kWh
Normal-Strompreis Vergleich (€/kWh)
0,32 €/kWh

Beispiel 3 · Komplex · Nachtspeicher NT: 2.779 €/Jahr | Wärmepumpe: 1.097 €/Jahr | Vorteil Wärmepumpe: 1.682 €/Jahr

Vergleich mit Wärmepumpe bei JAZ 3,5

Wärmebedarf
12.000 kWh/Jahr
Effizienz Nachtspeicher
0,95 (NT 0,22 €/kWh)
Wärmepumpe JAZ
3,5 (Strom 0,32 €/kWh)

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

Balkonkraftwerk-RechnerJahresertrag, Eigenverbrauch, Stromkosten-Ersparnis und Amortisation eines Balkonkraftwerks aus Modulleistung, Ausrichtung, Neigung und Standort berechnen.Infrarotheizung Stromkosten Rechner: Watt & KostenInfrarotheizung Watt-Bedarf und Stromkosten berechnen: empfohlene Paneelleistung nach Raumfläche und Dämmstandard, Kosten pro Monat und Heizsaison, Vergleich mit Wärmepumpe und Nachtspeicherheizung.Heizlüfter Stromkosten Rechner: Watt & Preis pro StundeHeizlüfter Stromkosten berechnen: Kosten pro Stunde, Tag, Monat und Saison je Watt-Klasse, inklusive Terrassenstrahler-Modus und Vergleich mit einer Wärmepumpe.Gasverbrauch-RechnerGasverbrauch aus m³ oder kWh umrechnen, Jahreskosten mit Arbeitspreis und Grundpreis berechnen und Verbrauch, CO₂ sowie Heizvergleich sauber einordnen.Förderrechner WärmepumpeWärmepumpen-Förderung 2026 berechnen: KfW-458-Zuschuss aus Kosten, Antragsdatum, Einkommen und Wohneinheiten – Fördersatz, Zuschuss, Eigenanteil und Klimabonus.Heizöl-Tankinhalt-RechnerHeizöl-Restmenge aus Tankgröße und Füllstand in cm oder Prozent berechnen, auch für liegende Zylindertanks: Liter, Energie, Reichweite, Restwert und Nachfüllmenge.HeizlastrechnerÜberschlägige Heizlast nach Baualtersklasse oder aus Verbrauchsdaten berechnen: Heizlast in kW, spezifische Heizlast in W/m² und Einordnung nach BDH/VdZ-Überschlagswerten.Heizkurve-RechnerVorlauftemperatur aus der Heizkurve berechnen: Heizungstyp, Norm-Temperaturen und Außentemperatur eingeben — Vorlauf, Rücklauf, Spreizung und Wärmepumpen-Eignung ablesen.Wärmepumpe Dimensionierung RechnerWärmepumpe dimensionieren: Benötigte Leistung in kW aus Wohnfläche, Baualtersklasse, Vorlauftemperatur und Wärmequelle berechnen — mit JAZ und Stromkosten-Prognose.Pelletheizung-KostenrechnerPelletheizung-Kosten berechnen: Anschaffung, KfW-458-Förderung (Grundförderung, Klimageschwindigkeitsbonus, Einkommensbonus) und Betriebskosten – Eigenanteil und Amortisation vs. Gas.Pelletverbrauch-RechnerPelletverbrauch berechnen: Pelletbedarf in kg und Tonnen pro Jahr, Heizöl-Äquivalent und empfohlene Lagerraumgröße aus dem Jahreswärmebedarf – ohne Kosten- und Förderrechnung.Kaminofen-KostenrechnerKaminofen-Einbaukosten berechnen: Ofen, Schornstein, Bodenplatte, Montage und Abnahme als Spanne – plus Modus „Leistung“ für die passende Kaminofen-Größe in kW.Heizöltank-Füllstand-TabelleFüllvolumen aus einer Peilstab-Messung berechnen: Liter, Füllgrad in Prozent und freie Nachfüllmenge bis 95 % (Erdtank 97 %) für liegende Zylinder-, Quader- und Batterietanks.Heizungspumpe-Stromkosten-RechnerStromverbrauch und -kosten alter Heizungspumpen mit Hocheffizienzpumpen vergleichen. Ersparnis, Amortisation und Förderung nach hydraulischem Abgleich.Gradtagszahl-RechnerGradtagszahl G20/15 nach VDI 3807 berechnen: aus 12 Monatsmitteln, aus Heiztagen und mittlerer Außentemperatur oder als Witterungsbereinigung eines Verbrauchs – inkl. DWD-Klimanormalperiode 1991–2020 für 6 Städte.

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  • Infografik: Nachtspeicher ersetzen: Alternativen im Vergleich, JAHRESKOSTEN HEIZUNG (EFH, 20.000 kWh WÄRME), Pelletkessel, 1.200 €/a, −76 %, Wärmepumpe (JAZ 3,5), 1.500 €/a, −71 %

    Nachtspeicher Stromkosten-Rechner Alternativen

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  • Infografik: Nachtspeicherheizung: Stromverbrauch und Kosten, JAHRESVERBRAUCH NACH GEBÄUDETYP (kWh/a), Wohnung 60 m² (saniert), 8.000 kWh, Wohnung 80 m², 12.000 kWh, EFH 120 m² (Altbau), 20.000 kWh

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Rechnerspezifische Grenzen: Niedertarif-Strompreise und Verfügbarkeit variieren je nach Netzbetreiber und Bundesland. Prüfe, ob dein Versorger noch einen Nachtstrom-Sondertarif anbietet, bevor du Investitionsentscheidungen triffst.

Quelle: Energetische Modellrechnung: Stromverbrauch = Wärmebedarf / Effizienz; Kosten = Verbrauch × Tarif (Niedertarif / Normaltarif)

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
Energie / Heizung
Formeln basieren auf
Energetische Modellrechnung: Stromverbrauch = Wärmebedarf / Effizienz; Kosten = Verbrauch × Tarif
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Nachtspeicher-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/energie/heizung/nachtspeicher-stromkosten-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Nachtspeicher-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/energie/heizung/nachtspeicher-stromkosten-rechner

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