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Heizkosten berechnen: Gas, Öl und Wärmepumpe im Vergleich

EnergieStand Noch keine Bewertung
Berechnungsart
m²
Cent/kWh
Jahresverbrauch
kWh/m²
Zusatzkosten berücksichtigen
Jahresheizkosten gesamt1.920,00 €160,00 € pro Monat · Gasheizung Brennwert
Monatliche Heizkosten160,00 €
Heizkosten pro m² und Jahr19,20 €
Jahresenergieverbrauch16.000 kWh
Gesamtkosten pro Jahr1.920,00 €
Ihre Heizkosten liegen über dem deutschen Durchschnitt. Durch Dämmung oder einen Heizsystemwechsel könnten Sie die Kosten senken.

Ihre Heizkosten im Vergleich

1.920 €Ihr Wert600 €Niedrig1.500 €Durchschnitt3.000 €Hoch

Referenzwerte: Niedrig (gut gedämmt) · Durchschnitt · Hoch (unsanierter Altbau).

Alle Berechnungen basieren auf den eingegebenen Verbrauchswerten und Energiepreisen. Die tatsächlichen Heizkosten hängen von Dämmzustand, Nutzerverhalten, Wetterbedingungen und individuellen Tarifen ab. Die Ergebnisse dienen als Orientierung.

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Kurzantwort

Heizkosten-Rechner: Jahresverbrauch (kWh), Energieträger und Arbeitspreis eingeben und Jahres- und Monatskosten sowie Heizkosten pro m² als Ergebnis erhalten. Vergleich von Gas, Öl, Wärmepumpe und Fernwärme auf gleicher Datenbasis.

Heizkosten 2026 berechnen: Jahreskosten für Gas, Öl, Wärmepumpe und Fernwärme aus kWh

Kilian AchatzFachredaktion Energie
Geprüft: Review-Team Energie (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Wie werden Heizkosten berechnet?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Was kostet das Heizen im Jahr wirklich? Aus Wohnfläche, Heizsystem, abgelesenem Jahresverbrauch und Arbeitspreis rechnet dieser Rechner konkrete Jahres- und Monatskosten und stellt unterschiedliche Heizsysteme auf gleicher Datenbasis gegenüber.

Entscheidend für das Verständnis ist, welche Menge du einträgst: Der Rechner erwartet den Verbrauch, den Zähler oder Jahresabrechnung ausweisen — also bereits eingekaufte Endenergie.

Einen Wirkungs- oder Nutzungsgrad rechnet er bewusst nicht gegen, denn die Verluste des Kessels stecken in dieser abgelesenen Menge längst drin.

Wer 14.000 kWh Gas bezogen hat, bezahlt 14.000 kWh — unabhängig davon, wie viel davon als Wärme im Raum ankommt.

Monatliche Heizkosten 70 m² Wohnung (Orientierung 2026): Gas ca. 75–100 €, Heizöl ca. 80–100 €, Wärmepumpe ca. 50–70 €, Fernwärme ca. 90–110 €. Formel: Jahreskosten = Jahresverbrauch (kWh) × Arbeitspreis (€/kWh) + Grundgebühr × 12 + Fixkosten.

Genau eine Ausnahme kennt das Modell: Bei den drei Wärmepumpen-Optionen trägst du die erzeugte Wärmemenge ein, und der Rechner teilt sie intern durch eine fest hinterlegte Jahresarbeitszahl — 3,5 bei Luft-Wasser, 4,0 bei Sole-Wasser, 4,5 bei Wasser-Wasser —, um daraus den Stromverbrauch zu bilden.

Nur an dieser einen Stelle wandelt er Wärme in eingekaufte Energie um.

Der Rechner ist besonders nützlich, wenn du nicht nur einen groben Richtwert suchst, sondern verstehen willst, welcher Anteil deiner Heizkosten aus der Energiemenge, welcher aus dem Arbeitspreis und welcher aus den laufenden Fixkosten stammt, und ob ein Tarifwechsel oder ein Systemaustausch der wirksamere Hebel ist.

Zur Einordnung dienen Heizkosten je Quadratmeter, die der Rechner gegen zwei feste Schwellen prüft. Drei Treiber der Heizkosten: Jahresverbrauch, Arbeitspreis und Fixkosten

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst Wohnfläche, Gebäudetyp und Heizsystem an, dazu den Arbeitspreis und deinen Jahresverbrauch; optional kommen Wartungskosten, monatliche Grundgebühr und Schornsteinfegergebühr hinzu. Einen Nutzungsgrad fragt der Rechner nicht ab — trag stattdessen die real bezogene Menge aus Zähler oder Abrechnung ein, nicht einen Idealwert des Datenblatts.

Die eigentliche Tücke steckt in den Einheiten, denn sie wechseln mit dem gewählten Heizsystem.

Bei Gas, Fernwärme, Strom und Wärmepumpe rechnest du in Kilowattstunden und Cent je kWh, bei Öl in Litern und Euro je Liter, bei Pellets und Hackschnitzeln in Kilogramm und Euro je Tonne, bei Scheitholz in Raummetern und Euro je Raummeter.

Wer seinen Ölverbrauch versehentlich als Kilowattstundenwert einträgt, rechnet sich um den Faktor zehn arm oder reich. Kennst du deinen Verbrauch nicht, hilft die Schätzung über den Gebäudetyp.

Der Rechner hinterlegt 250 kWh/m² für unsanierten Altbau vor 1978, 160 für teilsanierten, 100 für vollsanierten, 120 für Neubau von 1978 bis 2002, 95 für 2002 bis 2016 und 50 für Niedrigenergiehäuser ab 2016; diese Richtwerte multipliziert er mit deiner Wohnfläche.

Den Arbeitspreis und die Grundgebühr findest du auf der Jahresabrechnung deines Versorgers. Die Schornsteinfegergebühr steht mit 120 Euro voreingestellt und fließt bei Gas und Öl mit in die Jahreskosten ein.

Achte darauf, Heizsystem, Tarifdaten und Zeitraum konsistent zu wählen, damit nicht ein milder Winter ein Normaljahr verzerrt.

Praxisfälle

Heizkosten-Beispiele nach Wohnungsgröße und Heizsystem

Acht nachgerechnete Fälle aus der echten Rechenfunktion (calculateEinzelberechnung / calculateVergleich) – von der kleinen Mietwohnung bis zum Systemvergleich für ein ganzes Haus.

  1. 60 m² Wohnung, 1 Person: Gas-Heizkosten pro Monat

    „Wie viel Heizkosten pro Monat sind normal für 1 Person auf 60 m²?“

    Eingabe
    Einzelberechnung, Wohnfläche 60 m², Gasheizung Brennwert, Jahresverbrauch eingeben 6.000 kWh, Arbeitspreis 12 Cent/kWh, monatliche Grundgebühr 12 EUR
    Ergebnis
    864 EUR/Jahr = 72 EUR/Monat = 14,40 EUR/m² (Durchschnitt)
  2. 100 m² Niedrigenergiehaus nach 2016: sehr niedrige Heizkosten

    „Wie hoch sind Heizkosten für ein 100-m²-Niedrigenergiehaus?“

    Eingabe
    Gebäudetyp Neubau nach 2016, Jahresverbrauch schätzen (50 kWh/m² × 100 m² = 5.000 kWh), Gasheizung Brennwert, 12 Cent/kWh
    Ergebnis
    600 EUR/Jahr = 50 EUR/Monat = 6,00 EUR/m² (unter Durchschnitt)
  3. 1 kWh Gas: Was der reine Arbeitspreis wirklich kostet

    „Wie viel kostet 1 kWh Heizung bei Gas?“

    Eingabe
    90 m², Gasheizung Brennwert, Jahresverbrauch eingeben 9.000 kWh, Arbeitspreis 12 Cent/kWh, keine Zusatzkosten
    Ergebnis
    1.080 EUR/Jahr, 12,00 EUR/m² – ohne Fixkosten identisch mit dem Arbeitspreis
  4. Fernwärme für 110 m²: Jahreskosten mit hohem Arbeitspreis

    „Was kostet Fernwärme pro Jahr bei 14,5 Cent je kWh?“

    Eingabe
    Fernwärme Standard, Jahresverbrauch eingeben 15.500 kWh, Arbeitspreis 14,5 Cent/kWh, monatliche Grundgebühr 10 EUR
    Ergebnis
    2.367,50 EUR/Jahr = 197,29 EUR/Monat = 21,52 EUR/m² (über Durchschnitt)
  5. Wärmepumpe Luft-Wasser: Stromverbrauch aus Wärmebedarf

    „Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe bei 16.000 kWh Wärmebedarf?“

    Eingabe
    Wärmepumpe Luft-Wasser (JAZ 3,5 fest hinterlegt), Jahres-Wärmebedarf eingeben 16.000 kWh, Strompreis 29 Cent/kWh, monatliche Grundgebühr 10 EUR
    Ergebnis
    Stromverbrauch 4.571 kWh, 1.445,71 EUR/Jahr = 120,48 EUR/Monat = 12,05 EUR/m²
  6. Ölheizung: Liter statt Kilowattstunden eintragen

    „Wie rechne ich Heizöl-Liter in Heizkosten um?“

    Eingabe
    Ölheizung Standard, 120 m², Jahresverbrauch eingeben 1.920 Liter, Literpreis 1,00 EUR, jährliche Schornsteinfegergebühr 120 EUR
    Ergebnis
    2.040 EUR/Jahr = 17,00 EUR/m² (Jahresenergieverbrauch angezeigt: 19.200 kWh)

    Heizöl-Rechner (Tankinhalt & Reichweite)

  7. Heizsysteme vergleichen: Gas, Wärmepumpe und Pellets bei 130 m²

    „Welches Heizsystem ist am günstigsten für 130 m² Altbau?“

    Eingabe
    Heizsysteme vergleichen, 130 m², Richtwert teilsaniert 160 kWh/m², Gas Brennwert 12 Cent, Wärmepumpe Luft-Wasser 30 Cent, Pelletheizung 392 EUR/Tonne
    Ergebnis
    Pellets 1.664 EUR (günstigstes), Wärmepumpe 1.782,86 EUR, Gas 2.496 EUR (teuerstes) – Ersparnis Pellets ggü. Gas 832 EUR/Jahr

    Brennstoff-Kostenvergleich

  8. Heizkostenabrechnung nach der 50/70-Regel verstehen

    „Wie werden Heizkosten zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt?“

    Eingabe
    Kein Rechner-Input – Kontext aus Heizkostenverordnung §7 (50–70 % verbrauchsabhängig) und §12 (15 % Kürzungsrecht)
    Ergebnis
    Der Heizkosten-Rechner liefert die individuelle Verbrauchsseite; die vollständige Nebenkostenabrechnung mit Gebäude-Verteilschlüssel ordnet der Nebenkostenabrechnung-Rechner ein

    Nebenkostenabrechnung-Rechner

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Heizkostenformel: Jahreskosten = Jahresverbrauch × Arbeitspreis + Wartung + Grundgebühr × 12 + Schornsteinfegergebühr. Eine Division durch einen Nutzungsgrad findet an keiner Stelle statt, weil die eingetragene Menge bereits die eingekaufte Endenergie ist.

Beispiel: 14.000 kWh Gas zu 12 Cent je kWh ergeben 1.680 Euro Energiekosten; mit 15 Euro monatlicher Grundgebühr, also 180 Euro im Jahr, summiert sich die Rechnung auf 1.860 Euro und damit 155 Euro im Monat.

Auf 130 Quadratmeter verteilt sind das 14,31 Euro je m².

Bei Öl weist der Rechner die Wärmemenge über 10 kWh je Liter aus, zieht die Kosten aber direkt aus Litern mal Literpreis: 2.000 Liter zu 1,00 Euro sind 2.000 Euro, zuzüglich 120 Euro Schornsteinfeger also 2.120 Euro Jahreskosten bei ausgewiesenen 20.000 kWh.

Für Pellets rechnet er mit 4,9 kWh je Kilogramm, für Scheitholz mit 1.450 kWh je Raummeter (Richtwert für Buche).

Bei Wärmepumpen greift dagegen die interne Jahresarbeitszahl: 20.800 kWh Wärme geteilt durch 3,5 ergeben 5.943 kWh Strom, bei 30 Cent also 1.782,86 Euro im Jahr.

Im Vergleichstab entsteht die Jahresmenge anders, nämlich aus kWh je m² mal Wohnfläche; trägst du zusätzlich Investition und Nutzungsdauer ein, legt der Rechner die Anschaffung linear um und addiert Investition geteilt durch Nutzungsdauer als Kapitalkosten auf die Betriebskosten.

Die Einordnung je Quadratmeter arbeitet mit zwei festen Schwellen: unter 8 Euro je m² gilt als unterdurchschnittlich, über 15 Euro als überdurchschnittlich, dazwischen als Durchschnitt.

Diese Schwellen sind Orientierungsgrößen ohne Gewähr, weil Baujahr, Dämmstandard und Nutzerverhalten die realen Kosten im Einzelfall deutlich verschieben.

Nachschlagen

Heizkosten nach Energieträger und Wohnfläche – Richtwerte 2026

Wie hoch sind die jährlichen Heizkosten für Erdgas, Heizöl, Wärmepumpe, Fernwärme oder Pellets? Richtwerte für verschiedene Wohnungsgrößen inklusive Jahresnutzungsgrad.

Heizkosten (€/a) nach Energieträger und Wohnfläche – Richtwerte BDEW 2025 (Bestandsgebäude, ca. 100–160 kWh/m²a)
Energieträger50 m²80 m²100 m²120 m²150 m²Jahresnutzungsgrad
Erdgas500–700 €800–1.100 €1.000–1.400 €1.200–1.700 €1.500–2.100 €85–92 %
Heizöl600–850 €950–1.350 €1.200–1.700 €1.450–2.050 €1.800–2.550 €88–95 %
Wärmepumpe (Strom)400–600 €640–960 €800–1.200 €960–1.440 €1.200–1.800 €JAZ 3,0–4,0
Fernwärme550–800 €880–1.280 €1.100–1.600 €1.320–1.920 €1.650–2.400 €90–100 %
Pellets400–630 €640–1.010 €800–1.260 €960–1.510 €1.200–1.890 €85–92 %

Quelle: BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) 2025; Pelletpreisbasis: C.A.R.M.E.N. e.V. / DEPV Pelletspreisindex Q2/Q3 2026 (Marktdurchschnitt ca. 392 €/t = 0,08 €/kWh). Richtwerte für typisches Bestandsgebäude (ca. 100–160 kWh/m²a; GEG-Neubau ab 2016: ca. 50–80 kWh/m²a). Preisbasis: Erdgas 0,12 €/kWh, Heizöl 1,00 €/L (= 0,10 €/kWh), Strom (WP) 0,30 €/kWh, Pellets 0,08 €/kWh. Keine Warmwasserkosten enthalten.

Heizkostenabrechnung zwischen Mieter und Vermieter – rechtliche Eckwerte

Wie viel Heizkosten darf der Vermieter nach Verbrauch statt nach Fläche verlangen, wie lange hat er für die Abrechnung Zeit, und was passiert, wenn er nicht nach Verbrauch abrechnet? Die wichtigsten Fristen und Quoten aus Heizkostenverordnung und BGB.

Heizkostenabrechnung: Verteilerschlüssel, Kürzungsrecht und Fristen (Stand 2026)
RegelungWertRechtsgrundlage
Verbrauchsabhängiger Kostenanteil50–70 % nach Verbrauch, Rest nach Wohnfläche§ 7 Abs. 1 HeizkostenV
Pflicht zu 70 % verbrauchsabhängigNur bei unsanierten Altbauten (vor WärmeschutzV 1994) mit Öl-/Gasheizung und ungedämmten Verteilleitungen§ 7 Abs. 1 Satz 2 HeizkostenV
Kürzungsrecht bei Abrechnung ohne Verbrauchserfassung15 % des eigenen Kostenanteils, ohne Nachweis eines konkreten Schadens§ 12 Abs. 1 HeizkostenV
Abrechnungsfrist des Vermieters12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums, danach Ausschluss von Nachforderungen§ 556 Abs. 3 Satz 2–3 BGB
Einwendungsfrist des Mieters12 Monate nach Zugang der Abrechnung§ 556 Abs. 3 Satz 5–6 BGB

Quelle: Verordnung über Heizkostenabrechnung (HeizkostenV) und Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), Stand geprüft 23.09.2026 über gesetze-im-internet.de. Diese Werte sind rechtliche Rahmenwerte, keine Ergebnisse des Heizkosten-Rechners – für die vollständige Nebenkostenabrechnung mit gebäudeweitem Verteilschlüssel siehe den Nebenkostenabrechnung-Rechner.

Ausblick

Was ändert sich 2027 bei den Heizkosten?

Was sich zum Jahres- oder Periodenwechsel ändert – mit Datumsstempel und Herkunft.

  • Der CO2-Preis für Erdgas und Heizöl bleibt 2027 voraussichtlich im selben Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne wie 2026, statt wie ursprünglich vorgesehen weiter anzusteigen.
  • Grundlage ist der Referentenentwurf des Bundesumweltministeriums vom 2. Juli 2026 zur dritten Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) – das Gesetzgebungsverfahren war zum Stand dieser Seite noch nicht abgeschlossen.
  • Der Start des europäischen Emissionshandels für Gebäude und Verkehr (EU-ETS2), der den deutschen nationalen Emissionshandel ablösen soll, ist von 2027 auf 2028 verschoben worden.
  • Für Gas- und Ölheizungen bedeutet der stabile Preiskorridor 2027 keinen zusätzlichen CO2-bedingten Kostensprung gegenüber 2026 – der Heizkosten-Rechner bildet CO2-Kosten nur über den eingetragenen Arbeitspreis ab, in dem Lieferanten sie bereits einpreisen.

Stand: 23.09.2026 · Quelle: BDEW – Brennstoffemissionshandel: Dritte Änderung des BEHG führt CO2-Preiskorridor für 2027 fort (Stand Referentenentwurf 02.07.2026)

Expertenmodus

Häufige Fragen zum Heizkosten-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie berechne ich, was eine Kilowattstunde Heizenergie tatsächlich kostet?

Ohne Fixkosten entspricht der Preis je Kilowattstunde genau dem eingegebenen Arbeitspreis, denn Jahreskosten geteilt durch Verbrauch ergibt wieder den Arbeitspreis.

Ein Beispiel ohne Grundgebühr und Zusatzkosten: 90 Quadratmeter mit Gas-Brennwertheizung, 9.000 kWh Jahresverbrauch und 12 Cent je kWh ergeben im Heizkosten-Rechner 1.080 Euro im Jahr, also exakt 12 Cent je kWh und 12,00 Euro je Quadratmeter.

Sobald Grundgebühr, Wartung oder Schornsteinfeger dazukommen, steigt der effektive Preis je kWh spürbar über den nominalen Arbeitspreis.

Bei 60 Quadratmetern, 6.000 kWh, denselben 12 Cent und 12 Euro monatlicher Grundgebühr liefert der Rechner 864 Euro Jahreskosten, was rechnerisch 14,4 Cent je kWh entspricht.

Wer Tarife über den reinen kWh-Preis vergleicht, sollte deshalb immer die Fixkosten einrechnen, sonst wirkt ein Angebot mit hoher Grundgebühr günstiger, als es am Jahresende tatsächlich ist.

Prüfe im Zweifel beide Kennzahlen: den nominalen Arbeitspreis aus dem Vertrag und den effektiven Wert aus dem Rechnerergebnis.

Wie viele Euro Heizkosten pro Quadratmeter und Jahr sind normal?

Der Heizkosten-Rechner ordnet dein Ergebnis in drei Stufen ein: unter 8 Euro je Quadratmeter gilt als unterdurchschnittlich, 8 bis 15 Euro als Durchschnitt, über 15 Euro als überdurchschnittlich.

Diese Schwellen stecken direkt in der Rechenlogik und lassen sich an zwei Beispielen zeigen.

Ein Neubau nach 2016 mit 100 Quadratmetern und dem hinterlegten Richtwert von 50 kWh je Quadratmeter kommt bei 12 Cent je kWh auf 600 Euro im Jahr, also 6,00 Euro je Quadratmeter und damit unter dem Durchschnitt.

Ein unsanierter Altbau vor 1978 mit 50 Quadratmetern und 250 kWh je Quadratmeter Richtwert landet dagegen bei 1.500 Euro im Jahr, also 30,00 Euro je Quadratmeter und damit deutlich über dem Durchschnitt.

Die BDEW-Richtwerttabelle auf dieser Seite zeigt dieselbe Spannweite für 100 Quadratmeter je Energieträger, etwa 1.000 bis 1.400 Euro für Erdgas. Trage deine echten Abrechnungswerte ein, um zu sehen, wo deine Wohnung innerhalb dieser Spanne liegt.

Warum sollte der Heizkosten-Rechner Arbeitspreis und Grundpreis für Heizkosten pro Jahr getrennt lesen?

Der Arbeitspreis bildet die verbrauchsabhängigen Heizkosten ab, während der Grundpreis als fixer Jahresbetrag unabhängig vom Verbrauch bestehen bleibt.

Der Heizkosten-Rechner verhindert damit den häufigen Fehler, Heizkosten pro Jahr nur über den kWh-Preis zu bewerten, obwohl der Fixkostenblock die Rangfolge zwischen den Energieträgern spürbar verändern kann.

Die zugrunde liegende Formel lautet: Jahreskosten = Verbrauch in kWh mal Arbeitspreis plus Grundpreis mal zwölf Monate.

Gerade bei niedrigem Verbrauch, etwa in einer kleinen oder gut gedämmten Wohnung, fällt der Grundpreis prozentual stark ins Gewicht und kann eine vermeintlich günstige Tarifoption wieder relativieren.

Wer Gasheizung, Wärmepumpe und Fernwärme vergleicht, sollte deshalb beide Preisbestandteile getrennt eingeben, weil Fernwärme oft einen hohen Grundpreis, die Wärmepumpe dafür einen niedrigeren effektiven kWh-Preis aufweist.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht das: Bei 180 Euro Jahresgrundpreis und 16.000 kWh Jahresverbrauch verteuert der Fixkostenblock den effektiven kWh-Preis von 11 auf rund 12 Cent, was allein durch die Fixkosten rund 180 Euro im Jahr ausmacht.

Wie vergleiche ich im Tab Heizsysteme vergleichen Gasheizung, Wärmepumpe und Pellets fair?

Der zweite Tab des Heizkosten-Rechners setzt für alle Zeilen denselben Wärmebedarf pro Quadratmeter an und ändert nur Energieträger, Preis und – bei Wärmepumpen – die fest hinterlegte Jahresarbeitszahl.

Bei 130 Quadratmetern und dem Richtwert für teilsanierte Altbauten von 160 kWh je Quadratmeter ergibt das 20.800 kWh Wärmebedarf im Jahr.

Damit rechnet der Rechner für Pellets zu 392 Euro je Tonne 1.664 Euro Jahreskosten, für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu 30 Cent bei Jahresarbeitszahl 3,5 rund 1.782,86 Euro, und für eine Gas-Brennwertheizung zu 12 Cent 2.496 Euro – Pellets liegen damit 832 Euro unter der Gasheizung.

Nur wenn der Wärmebedarf über alle Zeilen konstant bleibt und ausschließlich Tarif und Effizienz variieren, entsteht ein belastbarer Jahreskostenvergleich für die Suche nach Heizsysteme vergleichen.

Ergänzt du Investitionskosten und Nutzungsdauer, rechnet der Vergleichstab die Anschaffung linear auf die Jahre um und relativiert einen reinen Betriebskostenvorteil zusätzlich.

Wie hoch sind die Heizkosten für 100 oder 150 Quadratmeter Wohnfläche?

Ohne Fixkosten skaliert der Heizkosten-Rechner nahezu proportional zur Wohnfläche, solange derselbe Gebäudetyp und Energieträger gewählt bleiben.

Für einen teilsanierten Altbau vor 1978 mit dem Richtwert von 160 kWh je Quadratmeter und Gas zu 12 Cent liefert der Rechner bei 100 Quadratmetern 16.000 kWh und 1.920 Euro im Jahr, bei 150 Quadratmetern entsprechend 24.000 kWh und 2.880 Euro – in beiden Fällen 19,20 Euro je Quadratmeter, also über dem Durchschnittsband von 8 bis 15 Euro.

Das zeigt: Allein die Wohnfläche verändert den Wert pro Quadratmeter nicht, solange Fixkosten und Gebäudezustand gleichbleiben.

Sobald jedoch eine Grundgebühr, Wartung oder Schornsteinfegergebühr hinzukommt, verteilt sich dieser feste Betrag bei 150 Quadratmetern auf mehr Fläche und senkt den Wert pro Quadratmeter gegenüber der kleineren Wohnung.

Trage deine tatsächliche Wohnfläche und, falls bekannt, den realen Verbrauch statt des Richtwerts ein, um Abweichungen vom Modell sichtbar zu machen.

Wie leite ich aus dem Ergebnis des Heizkosten-Rechners einen Monatsabschlag ab?

Der Heizkosten-Rechner zeigt zunächst die Jahreskosten, aus denen sich der Monatsabschlag durch Teilung durch zwölf ergibt.

Ein Beispiel mit Fixkosten: 70 Quadratmeter teilsanierter Altbau, geschätzt 11.200 kWh Gas zu 12 Cent und 15 Euro monatliche Grundgebühr ergeben 1.524 Euro Jahreskosten, woraus sich rechnerisch 127 Euro als gleichmäßiger Monatsabschlag ableiten.

Für einen realistischen Abschlag solltest du zusätzlich Winterspitzen und mögliche Preisänderungen mitdenken, weil der Verbrauch in den Heizmonaten November bis Februar deutlich höher liegt als im Sommer.

Viele Versorger setzen den Abschlag deshalb bewusst etwas über dem reinen Zwölftel an, um Nachforderungen zu vermeiden.

Der lineare Monatswert liefert daher nur die erste Orientierung; für die Budgetplanung lohnt sich ein Puffer von rund zehn Prozent auf den errechneten Monatsbetrag.

Bei Ölheizungen kommt hinzu, dass der Literpreis im Herbst und Winter häufig höher liegt als im Frühjahr, was einen frühzeitigen Jahreseinkauf günstiger machen kann.

Wie viel dürfen Vermieter bei der Heizkostenabrechnung nach Verbrauch und Fläche verteilen?

Die Heizkostenverordnung schreibt in Paragraf 7 vor, dass 50 bis 70 Prozent der Heizkosten nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet werden, der Rest nach der beheizten Wohnfläche; 70 Prozent sind nur für bestimmte unsanierte Altbauten mit Öl- oder Gasheizung und unzureichend gedämmten Verteilleitungen zwingend vorgeschrieben.

Rechnet der Vermieter entgegen dieser Vorgabe komplett ohne Verbrauchserfassung ab, darf der Mieter nach Paragraf 12 Heizkostenverordnung seinen Kostenanteil pauschal um 15 Prozent kürzen, ohne einen konkreten Schaden nachweisen zu müssen.

Nach Paragraf 556 Absatz 3 BGB muss die Abrechnung zudem spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums beim Mieter eingehen, danach sind Nachforderungen des Vermieters ausgeschlossen; für Einwendungen des Mieters gilt dieselbe Zwölfmonatsfrist ab Zugang der Abrechnung.

Der Heizkosten-Rechner bildet die individuelle Verbrauchsseite ab, ersetzt aber nicht die vollständige Nebenkostenabrechnung mit dem gebäudeweiten Verteilschlüssel, den der Nebenkostenabrechnung-Rechner zusätzlich einordnet.

Warum sind meine Heizkosten hoch, obwohl ich kaum geheizt habe?

Ein großer Teil der Heizkosten bleibt laut Heizkostenverordnung unabhängig vom eigenen Verbrauch bestehen, weil 30 bis 50 Prozent der Gesamtkosten nach Wohnfläche statt nach Zählerstand verteilt werden – dieser Anteil fällt selbst bei wenig genutztem Heizkörper an.

Dazu kommen Fixkosten wie Grundgebühr, Wartung und Schornsteinfeger, die im Heizkosten-Rechner unabhängig vom Jahresverbrauch eingegeben werden: 60 Quadratmeter mit nur 6.000 kWh Verbrauch und 144 Euro Grundgebühr im Jahr summieren sich auf 864 Euro, obwohl der reine Energiekostenanteil nur 720 Euro beträgt.

Auch Wärmeverluste durch unbeheizte Nachbarwohnungen, zentrale Warmwasserzirkulation und ein schlecht eingestellter hydraulischer Abgleich treiben die Kosten trotz zurückhaltendem Heizverhalten in die Höhe.

Wer eine Abweichung vermutet, sollte die eigene Abrechnung mit dem Rechnerergebnis aus realem statt geschätztem Verbrauch vergleichen und bei größeren Differenzen die Ablesewerte sowie den Verteilschlüssel beim Vermieter oder Abrechnungsdienstleister prüfen lassen.

Wie rechne ich Liter Heizöl in Kilowattstunden um, um sie im Heizkosten-Rechner einzutragen?

Ein Liter Heizöl entspricht rund 10 Kilowattstunden Heizwert, weshalb der Heizkosten-Rechner bei Ölheizungen intern mit diesem Faktor rechnet, die Kosten aber direkt aus Litern mal Literpreis bildet.

Für die Anzeige des Jahresenergieverbrauchs in kWh multiplizierst du deinen Literverbrauch einfach mit 10: 1.920 Liter Heizöl ergeben so rechnerisch 19.200 kWh, was bei einem Literpreis von 1,00 Euro und 120 Euro Schornsteinfegergebühr 2.040 Euro Jahreskosten für ein 120 Quadratmeter großes Haus bedeutet.

Diese Umrechnung brauchst du nur, wenn du deinen Verbrauch aus einer kWh-Angabe, etwa einem Energieausweis, in Liter für die Tankbestellung übersetzen willst; im Eingabefeld selbst trägst du bei Ölheizungen immer Liter ein, keine Kilowattstunden.

Für die genaue Restmenge im Tank und die passende Nachfüllmenge anhand von Füllhöhe oder Tankform liefert der Heizöl-Rechner die detaillierte Berechnung, bevor du den Jahresverbrauch hier für den Systemvergleich einträgst.

Wann kippt im Heizkosten-Rechner die Reihenfolge der Heizsysteme trotz gleicher Wohnfläche?

Die Rangfolge im Vergleichstab kippt, sobald sich Arbeitspreis, Grundpreis, Jahresarbeitszahl oder der angenommene Wärmebedarf sichtbar verändern.

Bei 100 Quadratmetern und dem Richtwert 95 kWh je Quadratmeter für Neubauten von 2002 bis 2016 kostet eine Wärmepumpe Sole-Wasser mit Jahresarbeitszahl 4,0 zu 29 Cent nur 688,75 Euro im Jahr gegenüber 1.140 Euro für Gas zu 12 Cent – ein klarer Vorsprung von rund 451 Euro.

Steigt der Wärmepumpen-Stromtarif jedoch auf 45 Cent, schrumpft der Vorsprung auf nur noch 71,25 Euro, weil die Wärmepumpe dann 1.068,75 Euro kostet und beinahe an die Gasheizung heranreicht.

Der Heizkosten-Rechner zeigt damit, dass dieselbe Wohnfläche noch keine sichere Aussage über Gasheizung, Wärmepumpe, Pellets oder Fernwärme erlaubt, solange sich Strompreis oder Jahresarbeitszahl der gewählten Bauart verschieben.

Teste deshalb mehrere Preisszenarien mit realistischen Spannen, statt dich auf einen einzigen Tarifstand zu verlassen, und ergänze bei einer echten Kaufentscheidung Investitionskosten und Nutzungsdauer, weil sich ein Vorsprung im Betrieb durch die Anschaffungskosten zusätzlich verringern kann.

Hinweise

Heizkosten pro Quadratmeter: Was ist normal?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Heizspiegel 2026: Was ist normal beim Heizen? Der Heizspiegel 2026 (Quelle: co2online) ordnet deinen Verbrauch je Energieträger und Gebäudetyp ein.

Richtwerte Erdgas: unter 100 kWh/m² = sehr niedrig (gut gedämmt), 100–180 kWh/m² = normal, 180–260 kWh/m² = zu hoch, über 260 kWh/m² = sehr hoch. Heizöl: ähnliche Bänder mit 90–170 kWh/m² als normal. Fernwärme: normal = 90–170 kWh/m².

Wer über diesen Bändern liegt, kann mit hydraulischem Abgleich, Heizkurvenanpassung oder Dämmung überproportional sparen. Der aufschlussreichste Test in diesem Rechner ist der Systemwechsel bei gleichem Wärmebedarf.

Nimm 130 Quadratmeter teilsanierten Altbau — der Richtwert von 160 kWh je m² führt auf 20.800 kWh im Jahr — und stell im Vergleichstab drei Zeilen nebeneinander: Eine Pelletheizung zu 280 Euro je Tonne landet bei 1.188,57 Euro Betriebskosten, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu 30 Cent bei 1.782,86 Euro, eine Gas-Brennwertheizung zu 12 Cent bei 2.496 Euro.

Das sind rund 1.307 Euro Spanne pro Jahr, allein über den Energieträger.

Der Vergleichstab kann mehr als Betriebskosten, und genau hier liegt der oft übersehene Hebel: Trägst du Investition und Nutzungsdauer ein, legt der Rechner die Anschaffung linear auf die Jahre um.

Mit 25.000 Euro auf 20 Jahre für die Wärmepumpe und 12.000 Euro auf 20 Jahre für Gas kippt das Bild fast — 3.032,86 gegen 3.096 Euro Gesamtkosten. Der Vorsprung schmilzt von 713 auf 63 Euro.

Wer nur Betriebskosten vergleicht, überschätzt den Vorteil des teureren Systems also erheblich. Achte auf die Einheitenumschaltung, bevor du Zeilen vergleichst: Der Pelletpreis steht in Euro je Tonne, der Gaspreis in Cent je kWh.

Zwei Zahlen in ähnlicher Größenordnung bedeuten hier völlig verschiedene Preisniveaus. Bei Ölheizungen lohnt sich die Gegenrechnung über den tatsächlichen Tankinhalt, den der Heizöl-Rechner aus Füllhöhe und Tankform ableitet.

Die Rangfolge aller Energieträger nach normalisiertem Wärmepreis je kWh zeigt der Brennstoff-Kostenvergleich. Heizkostenskala: unter 8 Euro unterdurchschnittlich, über 15 Euro überdurchschnittlich pro Quadratmeter

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Familie Klein wohnt in einem teilsanierten Einfamilienhaus mit 130 m² Wohnfläche und heizt mit Gas. Die Jahresabrechnung weist 14.000 kWh aus, der Arbeitspreis liegt bei 12 Cent je kWh, die Grundgebühr bei 15 Euro im Monat.

Sie wählt Gasheizung Brennwert, trägt diese Werte ein und setzt die Schornsteinfegergebühr auf null, weil sie bei ihr über die Nebenkostenabrechnung läuft.

Der Rechner meldet 1.680 Euro Energiekosten und 180 Euro Grundgebühr, zusammen also 1.860 Euro Jahreskosten — das sind 155 Euro im Monat und 14,31 Euro je Quadratmeter.

Damit liegt Familie Klein zwischen den Schwellen von 8 und 15 Euro und wird als Durchschnitt eingeordnet. In einem zweiten Lauf prüft sie, was ein Systemwechsel brächte.

Im Vergleichstab setzt sie 160 kWh je m² an, den Richtwert ihres Gebäudetyps, der bei 130 m² auf 20.800 kWh führt, und stellt Gas zu 12 Cent, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu 30 Cent und Pellets zu 280 Euro je Tonne nebeneinander.

Das Ergebnis: Pellets 1.188,57 Euro, Wärmepumpe 1.782,86 Euro, Gas 2.496 Euro Betriebskosten im Jahr.

Aufschlussreich ist der Abstand zwischen beiden Läufen: Die Schätzung über den Gebäudetyp liegt mit 20.800 kWh deutlich über den real abgerechneten 14.000 kWh.

Familie Klein heizt also spürbar sparsamer, als ihr Gebäudetyp erwarten lässt — ein Beleg dafür, dass die hinterlegten Richtwerte je Quadratmeter nur eine grobe Näherung sind und die eigene Abrechnung immer vorgeht.

Sie rechnet den Systemvergleich deshalb ein drittes Mal mit ihren echten 108 kWh je m². Gerade beim Heizkosten-Sparen mit niedrigen Vorlauftemperaturen spielt die Flächenheizung ihre Stärken aus – Rohrlänge und Heizkreise dazu plant der Fußbodenheizungs-Rechner. Praxisbeispiel Familie Klein: 14.000 kWh Gas ergeben 1.860 EUR Jahreskosten und 14,31 EUR je Quadratmeter

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der folgenreichste Eingabefehler ist die falsche Einheit. Weil Preis und Verbrauch mit dem Heizsystem umschalten, landet ein Ölverbrauch schnell als Kilowattstundenwert im Feld — aus 2.000 Litern werden dann rechnerisch 2.000 kWh und die Jahreskosten fallen um den Faktor zehn zu niedrig aus.

Ein zweiter Irrtum ist die Erwartung, der Rechner korrigiere den Verbrauch um den Wirkungsgrad der Anlage. Das tut er nicht und muss es auch nicht: Die abgelesene Menge ist bereits eingekaufte Endenergie, die Kesselverluste stecken darin.

Wer zusätzlich durch 0,9 teilt, rechnet dieselben Verluste ein zweites Mal ein und überschätzt seine Kosten um rund elf Prozent.

Bei Wärmepumpen gilt die umgekehrte Falle: Dort ist die einzutragende Menge die erzeugte Wärme, und die Jahresarbeitszahl liegt mit 3,5, 4,0 oder 4,5 je nach Bauart fest im Rechner.

Wer stattdessen den am Zähler gemessenen Stromverbrauch einträgt, erhält ein um genau diesen Faktor zu niedriges Ergebnis.

Häufig unterschlagen werden außerdem die Fixkosten: Wartung, Grundgebühr und Schornsteinfegergebühr summieren sich gerade bei geringem Verbrauch schnell auf mehrere hundert Euro im Jahr, sind in der Voreinstellung aber nur mit 120 Euro Schornsteinfeger belegt.

Ebenso wird ein milder Winter direkt auf ein Normaljahr übertragen, und der Warmwasseranteil manchmal doppelt oder gar nicht erfasst.

Und wer zwei Gebäude mit sehr unterschiedlichem Dämmstandard direkt vergleicht, schreibt den Kostenunterschied fälschlich dem Energieträger zu, obwohl der Wärmebedarf die eigentliche Ursache ist.

Alle Ergebnisse bleiben eine Orientierung ohne Gewähr und ersetzen keine fachliche Energieberatung, sondern helfen, die richtigen Fragen an Tarif, Anlage und Gebäudehülle zu stellen.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Heizkosten 2026 auf einen Blick: Jahresheizkosten = kWh-Verbrauch × Arbeitspreis + Grundgebühr × 12 Monate.

Richtwerte 100 m² Bestandsgebäude (BDEW 2025): Gas ca. 1.000–1.400 €/a · Heizöl ca. 1.200–1.700 €/a · Wärmepumpe ca. 800–1.200 €/a · Pellets ca. 700–1.100 €/a. Normbereich je Quadratmeter: 8–15 €/m²a.

Der Heizkosten-Rechner übersetzt Jahresverbrauch, Arbeitspreis und Fixkosten in konkrete Jahres- und Monatskosten und macht über den Wert je Quadratmeter sichtbar, welcher Faktor – Verbrauch, Tarif oder Gebäudezustand – das Ergebnis am stärksten treibt.

Trag dabei die Menge ein, die deine Abrechnung ausweist: Der Rechner rechnet bewusst keinen Nutzungsgrad gegen, weil die Kesselverluste in dieser Zahl bereits enthalten sind.

Nur bei Wärmepumpen gilt die umgekehrte Logik, dort zählt die erzeugte Wärme, die intern durch eine feste Jahresarbeitszahl von 3,5 bis 4,5 geteilt wird.

Nutze den zweiten Tab, um Heizsysteme zu vergleichen, und ergänze Investition und Nutzungsdauer – erst mit den umgelegten Anschaffungskosten wird aus dem Betriebskostenvergleich eine belastbare Entscheidung, weil ein Vorsprung von 713 Euro im Betrieb auf 63 Euro zusammenschmelzen kann.

Wie du diese Kosten senkst, zeigt der Heizungsoptimierungs-Rechner zum hydraulischen Abgleich. Wer eine Wärmepumpe betreibt oder plant, berechnet Stromverbrauch und Jahreskosten direkt mit dem Wärmepumpen-Stromverbrauch-Rechner.

Ob Gas, Öl oder Wärmepumpe günstiger heizt, hängt stark vom energetischen Zustand des Hauses ab – diesen ordnest du mit dem Energieeffizienzklasse-Rechner ein.

Heizt du ergänzend oder hauptsächlich mit Scheitholz, gibt der Brennholz-Bedarf-Rechner die benötigten Festmeter und Raummeter für die Saison aus.

Betrachte die berechneten Jahres- und Monatskosten als Orientierung ohne Gewähr, weil Verbrauch, Witterung und Tarifbestandteile von Jahr zu Jahr schwanken.

Für eine verbindliche Einschätzung ziehst du deine Abrechnung und im Zweifel einen Fachbetrieb hinzu, bevor du zwischen Tarifwechsel, Optimierung und Systemaustausch endgültig entscheidest.

Wie schlecht isolierte Bauteile die Heizkosten direkt erhöhen, macht der U-Wert-Rechner Schicht für Schicht sichtbar. Den Betriebskosten-Vergleich speziell für Wärmepumpen mit KfW-Amortisationsrechnung liefert der Wärmepumpen-Kostenrechner.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Energiekosten 1.913,04 EUR, Jahreskosten 2.093,04 EUR, 17,44 EUR/m²

Gas-Brennwert im Bestandshaus

Wohnfläche
120 m²
Jahresverbrauch
17.391 kWh (eingeben)
Arbeitspreis
0,11 EUR/kWh
Monatliche Grundgebühr
15 EUR

Beispiel 2 · Mittel · Stromverbrauch 4.571 kWh, Energiekosten 1.325,71 EUR, Jahreskosten 1.445,71 EUR, 12,05 EUR/m²

Wärmepumpe Luft-Wasser mit fest hinterlegter JAZ 3,5

Wohnfläche
120 m²
Jahres-Wärmebedarf
16.000 kWh (eingeben)
Energiepreis
0,29 EUR/kWh
Monatliche Grundgebühr
10 EUR

Beispiel 3 · Komplex · Energiekosten 2.247,50 EUR, Jahreskosten 2.367,50 EUR, 21,52 EUR/m²

Fernwärme mit hohem Arbeitspreis

Wohnfläche
110 m²
Jahresverbrauch
15.500 kWh (eingeben)
Arbeitspreis
0,145 EUR/kWh
Monatliche Grundgebühr
10 EUR

Beispiel 4 · Komplex · Jahreskosten 1.920 EUR, 19,20 EUR/m² (über Durchschnitt)

100 m² Wohnfläche, Richtwert-Schätzung statt Zählerablesung

Wohnfläche
100 m²
Gebäudetyp
Altbau vor 1978 teilsaniert
Jahresverbrauch
schätzen (160 kWh/m² × 100 m² = 16.000 kWh)
Arbeitspreis
0,12 EUR/kWh

Beispiel 5 · Komplex · Energiekosten 1.920 EUR, Jahresenergieverbrauch 19.200 kWh, Jahreskosten 2.040 EUR, 17,00 EUR/m²

Ölheizung – Literverbrauch statt Kilowattstunden eintragen

Wohnfläche
120 m²
Jahresverbrauch
1.920 Liter (eingeben)
Literpreis
1,00 EUR/Liter
Jährliche Schornsteinfegergebühr
120 EUR

Beispiel 6 · Komplex · Pellets 1.664 EUR (günstigstes), Wärmepumpe 1.782,86 EUR, Gas 2.496 EUR (teuerstes) – Ersparnis Pellets gegenüber Gas 832 EUR/Jahr

Heizsysteme vergleichen – Gas, Wärmepumpe und Pellets bei 130 m²

Berechnungsart
Heizsysteme vergleichen
Wohnfläche
130 m²
Heizsystem 1
Gas-Brennwert, 0,12 EUR/kWh, 160 kWh/m²
Heizsystem 2
Wärmepumpe Luft-Wasser, 0,30 EUR/kWh, 160 kWh/m²

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

Heizkostenabrechnung nach Verteilschlüssel prüfenGrund- und Verbrauchskostenanteil einer Wohnung nach HeizkostenV nachrechnen.Warmmiete-RechnerVoraussichtliche Warmmiete aus Kaltmiete und Nebenkosten, Mietbelastungsquote und Vergleich mit Richtwerten.Gasverbrauch-RechnerGasverbrauch aus m³ oder kWh umrechnen, Jahreskosten mit Arbeitspreis und Grundpreis berechnen und Verbrauch, CO₂ sowie Heizvergleich sauber einordnen.Jahresarbeitszahl und COP WärmepumpeJAZ und COP einer Wärmepumpe berechnen: Jahresarbeitszahl, Stromverbrauch, Betriebskosten und Vergleich mit Gasheizung. Unverzichtbar für realistische Betriebskosten und Typenvergleich.Energiepreis-Umrechnerct/kWh in EUR/MWh und EUR/MWh in ct/kWh umrechnen sowie Heizöl-, Flüssiggas- und Pellets-Preise auf kWh-Basis fair vergleichen.Heizwert-RechnerHeizwert- und Heizenergie-Rechner: Heizwert in kWh/kg, MJ/kg, kcal/kg, kWh/m³ umrechnen oder aus Brennstoffmenge und Heizwert die nutzbare Wärmeenergie berechnen.Energieeffizienzklasse-RechnerEnergieeffizienzklasse des Hauses aus dem Endenergiebedarf in kWh/(m²·a) bestimmen: Einordnung von A+ bis H nach GModG, Jahresenergie, Kosten und Einsparpotenzial.Heizöl-RechnerHeizöl-Restmenge aus Tankgröße und Füllstand in cm oder Prozent berechnen, auch für liegende Zylindertanks: Liter, Energie, Reichweite, Restwert und Nachfüllmenge.U-Wert-RechnerU-Wert von Wand, Dach oder Boden aus den Bauteil-Schichten mit Dicke und λ berechnen: Wärmedurchgangskoeffizient, R-Wert und Abgleich mit dem GModG-Höchstwert.Wärmepumpen-KostenrechnerWärmepumpe vs. Gasheizung vergleichen: Betriebskosten, Amortisation und BAFA-Förderung 2026 aus Jahresheizlast, JAZ und Energiepreisen berechnen.Heizkurve-RechnerVorlauftemperatur aus der Heizkurve berechnen: Heizungstyp, Norm-Temperaturen und Aussentemperatur eingeben — Vorlauf, Ruecklauf, Spreizung und Waermepumpen-Eignung ablesen.Wärmepumpe Dimensionierung RechnerWärmepumpe dimensionieren: Benötigte Leistung in kW aus Wohnfläche, Baualtersklasse, Vorlauftemperatur und Wärmequelle berechnen — mit JAZ und Stromkosten-Prognose.Thermischer Komfort-RechnerBehaglichkeits-Score aus Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Aktivitaetslevel berechnen, mit Komfortstufe und Kleidungsempfehlung.Heizungspumpe-Stromkosten-RechnerStromverbrauch und -kosten alter Heizungspumpen mit Hocheffizienzpumpen vergleichen. Ersparnis, Amortisation und Förderung nach hydraulischem Abgleich.Gradtagszahl-RechnerGradtagszahl G20/15 nach VDI 3807 berechnen: aus 12 Monatsmitteln, aus Heiztagen und mittlerer Außentemperatur oder als Witterungsbereinigung eines Verbrauchs – inkl. DWD-Klimanormalperiode 1991–2020 für 6 Städte.

Weiternutzung

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  • Drei verbundene Kreise für Jahresverbrauch, Arbeitspreis und Fixkosten mit Ergebnispfeil zu Jahreskosten.

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           alt="Drei verbundene Kreise für Jahresverbrauch, Arbeitspreis und Fixkosten mit Ergebnispfeil zu Jahreskosten."
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  • Familie Klein zahlt für 14.000 kWh Gas zu 12 ct/kWh plus 180 EUR Grundgebühr 1.860 EUR im Jahr, also 155 EUR im Monat und 14,31 EUR je Quadratmeter. Der Vergleichstab stellt bei 20.800 kWh Pellets mit 1.188,57 EUR, Wärmepumpe mit 1.782,86 EUR und Gas mit 2.496 EUR gegenüber.

    Heizkosten-Praxisbeispiel Familie Klein

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           alt="Familie Klein zahlt für 14.000 kWh Gas zu 12 ct/kWh plus 180 EUR Grundgebühr 1.860 EUR im Jahr, also 155 EUR im Monat und 14,31 EUR je Quadratmeter. Der Vergleichstab stellt bei 20.800 kWh Pellets mit 1.188,57 EUR, Wärmepumpe mit 1.782,86 EUR und Gas mit 2.496 EUR gegenüber."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/heizung/heizkosten-rechner">Heizkosten-Praxisbeispiel Familie Klein auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Horizontale Farbskala von grün über gelb zu rot mit den beiden Schwellen des Rechners bei 8 und 15 Euro je Quadratmeter. Familie Klein liegt mit 14,31 Euro je Quadratmeter im Durchschnittsband.

    Heizkosten pro Quadratmeter

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           alt="Horizontale Farbskala von grün über gelb zu rot mit den beiden Schwellen des Rechners bei 8 und 15 Euro je Quadratmeter. Familie Klein liegt mit 14,31 Euro je Quadratmeter im Durchschnittsband."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/heizung/heizkosten-rechner">Heizkosten pro Quadratmeter auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Infografik: Heizkosten: Verbrauch nach Gebäudestandard, HEIZENERGIEVERBRAUCH (kWh/m²a), Passivhaus, KfW 40 (Neubau), KfW 55 (Neubau), Sanierter Altbau, Altbau (teilsaniert), Altbau (unsaniert)

    Heizkosten-Rechner Verbrauch

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           alt="Infografik: Heizkosten: Verbrauch nach Gebäudestandard, HEIZENERGIEVERBRAUCH (kWh/m²a), Passivhaus, KfW 40 (Neubau), KfW 55 (Neubau), Sanierter Altbau, Altbau (teilsaniert), Altbau (unsaniert)"
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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/heizung/heizkosten-rechner">Heizkosten-Rechner Verbrauch auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Infografik: Heizkosten: Zusammensetzung und Verteilung, HEIZKOSTENSTRUKTUR (TYPISCH), Raumwärme: 75 %, Warmwasser: 15 %, Hilfsenergie: 5 % (Pumpen, Steuerung), Betriebskosten: 5 % (Wartung, Schornstein), NEBENKOSTENABRECHNUNG (HEIZKV), 50–70 % nach Verbrauch (He

    Heizkosten-Rechner Verteilung

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           alt="Infografik: Heizkosten: Zusammensetzung und Verteilung, HEIZKOSTENSTRUKTUR (TYPISCH), Raumwärme: 75 %, Warmwasser: 15 %, Hilfsenergie: 5 % (Pumpen, Steuerung), Betriebskosten: 5 % (Wartung, Schornstein), NEBENKOSTENABRECHNUNG (HEIZKV), 50–70 % nach Verbrauch (He"
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Quelle: co2online; BDEW; Heizspiegel 2026

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Herausgeber
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Fachbereich
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