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Rechner: Poolbau mit Beton, Aushub und Bewehrung planen

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Kurzantwort

Der Rechner erweitert den Pool-Volumen-Rechner um die Bauperspektive und leitet aus Innenmaßen und Wandstärke zentrale Rohbaumengen ab. Er eignet sich für die Vorplanung von Betonmenge, Bewehrungsstahl, Aushub und Schüttgut bei rechteckigen Betonpools.

Poolbau mit Betonmenge, Aushubvolumen, Bewehrung und Materialbedarf überschlagen

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Mai 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Pool-Bau-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

An Hausbesitzer:innen, die vor dem Aushub wissen wollen, welche Rohbaumengen ein rechteckiger Betonpool tatsächlich auslöst, richtet sich der Pool-Bau-Rechner. Baunormen für Schwimmbecken und Beckenkonstruktionen regelt das Deutsche Institut für Normung (DIN).

Er übersetzt Innenmaße und Wandstärke in Beton, Bewehrung, Aushub und Drainageschicht, damit du Budget, Zufahrt, Entsorgung und Materialbestellung nicht erst auf der Baustelle grob schätzen musst. Querschnitt eines Betonpool-Rohbaus mit Bodenplatte und Wandstärke Als Eingaben dienen Poollänge, Poolbreite und Wassertiefe als Innenmaße sowie die Wandstärke in Zentimetern.

Daraus berechnet der Rechner das Wasservolumen, die Betonmenge für Bodenplatte und Wände, eine Näherung für die Bewehrung, das Aushubvolumen des größeren Baukörpers und die Drainageschicht.

So wird sichtbar, dass Aushub und Beton sehr unterschiedliche Größenordnungen haben und dass schon wenige Zentimeter mehr Wandstärke oder Tiefe den Materialbedarf spürbar erhöhen.

Der Rechner liefert damit die Kernwerte für die Rohbaukalkulation und das erste Angebotsgespräch mit Statiker und Fachbetrieb.

Er beschreibt ausdrücklich ein rechteckiges Becken mit senkrechten Wänden: Für Römertreppen, Radien oder eine schräge Bodenneigung gibt es keine Eingabe, sodass solche Sonderformen zusätzlich aufgemessen werden müssen.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Entscheidend sind Poollänge, Poolbreite und Wassertiefe als Innenmaße sowie die Wandstärke in Zentimetern. Die Innenmaße stammen idealerweise aus dem Entwurfsplan, die Wandstärke aus Bauweise, Statik oder Systemvorgaben des Herstellers.

Vier Felder genügen dem Rechner — Bewehrungsgrad, Betongüte und Bodenklasse fragt er nicht ab, sondern setzt sie als Näherung an.

Die Wandstärke ist dabei der unscheinbarste, aber wirksamste Wert: Sie geht in beide Wandpaare und damit doppelt in die Betonmenge ein. Schon kleine Änderungen an der Wandstärke wirken sich direkt auf Beton und Aushub aus.

Häufige Eingabefehler sind das Vermischen von Innen- und Außenmaßen, eine zu optimistische Tiefe ohne Bodenplatte und das Ausblenden der Mehrmengen durch umlaufende Wände, Arbeitsraum und Drainageschicht.

Die Innenmaße entnimmst du dem Entwurfsplan und nicht dem späteren Aushub, weil Arbeitsraum und Wandstärke separat hinzukommen.

Schon eine Erhöhung der Wandstärke von 20 auf 25 Zentimeter steigert die Betonmenge merklich, weshalb du diesen Wert bewusst nach Statik oder Herstellervorgabe und nicht nach Schätzung eingibst.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Berechnung trennt den Rohbau in nachvollziehbare Blöcke. Zuerst entsteht aus Innenlänge mal Innenbreite mal Tiefe das nutzbare Wasservolumen.

Danach ergänzt das Modell Wandstärke und Bodenplatte, um Beton für Boden und Wände separat zu berechnen. Für den Aushub wird nicht nur das Becken selbst, sondern der größere Baukörper mit Unterbau angesetzt.

Die Voreinstellung macht die Größenordnungen konkret: Ein Becken mit 8 m Länge, 4 m Breite, 1,5 m Tiefe und 25 cm Wandstärke ergibt 18,94 m³ Beton gesamt — davon 9,56 m³ für die Bodenplatte und 9,38 m³ für die Wände —, dazu 2.083 kg Bewehrungsstahl, 72,68 m³ Aushub und 6,20 m³ Drainageschüttgut.

Das Verhältnis von knapp 19 m³ Beton zu fast 73 m³ Aushub ist die eigentliche Botschaft: Auf jeden Kubikmeter Beton kommen fast vier Kubikmeter Erde, die abgefahren werden wollen. Mengenverhältnis Aushub zu Beton beim Poolbau Die Bewehrung wird als praxisnahe Näherung je Betonmenge abgeleitet.

Genau so wird sichtbar, warum wenige Zentimeter zusätzliche Wandstärke oder Tiefe den Materialbedarf sofort spürbar erhöhen. Ein Rechenbeispiel: Ein 8 mal 4 m großes Becken mit 1,5 m Tiefe fasst 8 mal 4 mal 1,5 = 48 m³ Wasser.

Für Bodenplatte und 25 cm starke Wände fallen dabei grob 19 m³ Beton an, während der Aushub des größeren Baukörpers mit Arbeitsraum bei gut 70 m³ liegt.

Genau dieser Faktor von rund vier zwischen Aushub und Beton überrascht in der ersten Kalkulation am meisten.

Formeln für Betonvolumen und Bewehrungsstahlbedarf beim Poolbau.
Vb und Vw ergeben sich aus den Außenmaßen (Poolmaß + 2 × Wandstärke). Bodenstärke = max(15 cm, Wandstärke).

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Pool-Bau-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Welche Maße sind beim Pool-Bau-Rechner entscheidend: Innenmaß oder Außenmaß?

Für Wasserinhalt und spätere Nutzung ist meist das Innenmaß maßgeblich, für Beton, Aushub und Einbau dagegen die Konstruktion inklusive Wand- und Bodenstärke.

Genau daraus berechnet der Rechner Beton gesamt, Betonmenge Bodenplatte, Betonmenge Wände, Bewehrungsstahl, Aushubvolumen und Schüttgut für Drainage.

Bei einem 8 x 4 x 1,5 m Pool mit 25 cm Wandstärke siehst du dadurch sofort, welche Rohbaumengen aus dem Innenmaß tatsächlich auf der Baustelle bestellt und bewegt werden müssen.

Typischerweise landet ein solcher Pool bei gut 15 m³ Beton und grob 60 bis 70 m³ Aushub. Wer Innen- und Außenmaß vermischt, verschätzt sich deshalb schnell bei Material und Logistik.

Das Außenmaß ergibt sich aus Innenmaß plus zweifacher Wandstärke; bei 25 cm Wand und einem 8 m langen Becken wächst die Außenlänge auf 8,50 m.

Diese Differenz klingt gering, beeinflusst aber sowohl die Aushubgrube als auch den Platzbedarf auf dem Grundstück messbar.

Warum beeinflussen Wand- und Bodenstärke das Ergebnis so stark?

Schon kleine Dickenänderungen wirken sich auf mehrere Flächen gleichzeitig aus und verschieben damit Betonmenge, Bewehrung und Aushub deutlich.

Die Wände laufen umlaufend um das Becken, sodass jeder zusätzliche Zentimeter über die gesamte Beckenkante mehr Beton kostet. Bei massiven Becken bestimmt die Konstruktion den Materialbedarf oft stärker als die sichtbare Wasserfläche.

Gerade bei größeren Pools summiert sich jeder zusätzliche Zentimeter schnell zu einer spürbaren Mehrmenge an Beton und Stahl.

Deshalb sollte die Wandstärke nicht grob geschätzt, sondern aus Bauweise, Statik oder Systemvorgaben übernommen werden, bevor du das Material bestellst.

Schon fünf Zentimeter mehr Wandstärke können bei einem großen Becken mehrere Kubikmeter zusätzlichen Beton bedeuten, die sich unmittelbar im Budget niederschlagen.

Auch die Bodenstärke zieht über die gesamte Grundfläche an: bei einem 8 x 4 m Becken mit 30 statt 25 cm Bodenplatte entstehen bereits 1,6 m³ zusätzlicher Beton allein im Boden.

Der Rechner weist Boden und Wände getrennt aus, sodass du sofort siehst, welcher Bereich den größten Hebel hat.

Wann muss ich Aushub und Abtransport separat bewerten?

Immer dann, wenn Bodenart, Zugänglichkeit oder Zwischenlagerung auf dem Grundstück relevant werden. Der reine Aushub-Kubikmeterwert aus dem Pool-Bau-Rechner zeigt nur das Volumen, nicht den Baustellenaufwand für Abtransport oder Beton-Logistik.

Als grobe Orientierung entspricht ein Aushub von rund 68 m³ bereits etwa sechs bis sieben Lkw-Ladungen, die abgefahren oder gelagert werden müssen.

Ob Erde seitlich gelagert, abgefahren oder aufbereitet werden muss, entscheidet oft stärker über die Kosten als die nackte Aushubzahl.

Deshalb solltest du frühzeitig Zufahrt, Entsorgung und mögliche Deponiegebühren mit dem Bauhof oder Tiefbauer klären.

Belasteter oder bindiger Boden lässt sich oft nicht einfach wiederverwenden und muss kostenpflichtig abgefahren werden, was den reinen Volumenwert deutlich teurer macht.

Beim Wiedereinbau von Aushubmaterial als Hinterfüllung gilt zudem: lockerer Boden oder Humus ist für die direkte Hinterfüllung ungeeignet, weil er setzt und den Beckenkörper mit der Zeit verschieben kann.

Wann braucht der Poolbau eine Ringdrainage – und wie erkenne ich den Bedarf am Baugrund?

Eine Ringdrainage ist immer dann sinnvoll, wenn der Baugrund aus feinem, bindigem Material wie Ton oder Schluff besteht oder wenn der Grundwasserstand weniger als 1,5 Meter unter der geplanten Beckensohle liegt.

Bindige Böden stauen anfallendes Regen- und Sickerwasser, sodass die Beckenumgebung dauerhaft unter Wasserdruck gerät und den Beckenkörper anheben oder verschieben kann.

Der einfachste Feldtest: Entnehme ein Handvoll frischen Bodenaushub und forme daraus eine Wurst. Lässt sich die Erde gut formen und bleibt sie plastisch, liegt bindiger Boden vor und eine Ringdrainage gehört zur Pflicht.

Sandiger Boden hingegen bröckelt sofort und drainiert in der Regel von selbst. Der Pool-Bau-Rechner gibt eine Schüttgutmenge als separaten Wert aus, die üblicherweise einer Mindestschicht von 20 Zentimetern unter der Bodenplatte entspricht.

Bei bindigem Untergrund oder erkennbar hohem Grundwasserstand sollte diese Schicht auf 30 bis 40 Zentimeter erhöht und seitlich um das Becken als Ringdrainage geführt werden.

Was der Rechner nicht abbildet, sind Hangwasserlagen und Quellbereiche, die eine geotechnische Begutachtung vor dem ersten Spatenstich erfordern.

Wann ist ein Zuschlag für Beton oder Material sinnvoll?

Wenn Schalung, Verschnitt, Einbauteile oder kleine Maßabweichungen auf der Baustelle realistisch zu erwarten sind. Ein streng auf Idealmaß gerechneter Rohbau ist in der Praxis oft fehleranfälliger als ein bewusst gepufferter Ansatz.

Üblich ist je nach Bauweise ein Aufschlag von wenigen Prozent auf die Betonmenge, damit auf der Baustelle nicht plötzlich Material fehlt. Der Zuschlag ist deshalb keine Unsicherheit, sondern häufig Teil einer sauberen Vorplanung.

Gerade beim Betonieren in einem Guss ist es ärgerlich und teuer, wenn knapp kalkuliert wurde und eine Nachlieferung organisiert werden muss.

Ein bewusst eingeplanter Puffer kostet im Verhältnis wenig, verhindert aber Baustopps und unsaubere Arbeitsfugen, die später Schwachstellen am Becken bilden können.

Fertigbeton-Lieferer stellen oft eine Mindestabnahmemenge von rund drei bis vier Kubikmetern in Rechnung, selbst wenn du weniger brauchst.

Wer diesen Schwellenwert kennt, plant den Puffer gleich so, dass die nächste Transportbetoneinheit sinnvoll ausgenutzt wird und keine unnötigen Restmengen entstehen.

Was leistet der Pool-Bau-Rechner bewusst nicht?

Er ersetzt weder Statik noch Genehmigungsprüfung und keine vollständige Werkplanung mit allen Anschlüssen und Durchdringungen.

Der Rechner strukturiert Beton-, Aushub- und Materialmengen für den Pool, gibt aber keine Ausführungsfreigabe für die Tragwerksplanung.

Sonderdetails wie Treppen, Technikschächte, Skimmer oder schwieriger Baugrund sind in der Überschlagsrechnung nicht im Detail abgebildet. Spätestens bei dauerhaften Einbauten und größerer Beckentiefe ist deshalb eine fachliche Prüfung unverzichtbar.

Das Tool eignet sich am besten für die frühe Mengen- und Grobkostenplanung, bevor du Angebote einholst oder mit dem Statiker sprichst.

Mit den überschlägigen Mengen kannst du Angebote verschiedener Betriebe besser vergleichen und erkennst schneller, wenn ein Posten deutlich von der erwarteten Größenordnung abweicht.

Auch die behördliche Genehmigung ist kein Automatismus: ab bestimmten Fassungsvermögen oder Beckengrößen verlangen Bauämter einen Genehmigungsantrag mit statischem Nachweis.

In manchen Gemeinden gilt bereits ab 100 m³ Wasserinhalt eine Genehmigungspflicht, sodass ein erster Mengencheck mit dem Rechner dir hilft, diesen Schwellenwert frühzeitig einzuschätzen.

Wann sollte ich das Ergebnis mit Poolfolie oder Wasserverbrauch zusammen lesen?

Sobald der Pool nicht nur als Rohbau, sondern als Gesamtprojekt geplant wird. Änderungen an Tiefe, Wandführung oder Beckenformat beeinflussen sofort auch Folienbedarf und späteren Wasserverbrauch.

Eine größere Tiefe erhöht zugleich Betonmenge, Folienfläche und das zu befüllende Wasservolumen, sodass alle drei Rechner zusammen ein stimmiges Bild ergeben.

Der Pool-Folie-Rechner liefert die Auskleidungsmaße, der Pool-Wasserverbrauch-Rechner die Befüll- und Nachfüllmengen.

Der Abgleich verhindert, dass Baukörper, Auskleidung und Betrieb getrennt voneinander optimiert werden und am Ende nicht zusammenpassen.

So erkennst du frühzeitig, dass etwa eine größere Beckentiefe nicht nur mehr Beton, sondern auch mehr Folie sowie ein größeres Füllvolumen und damit höhere jährliche Wasserkosten nach sich zieht.

Konkret: ein 8 x 4 x 1,5 m Becken fasst rund 48 m³ Wasser; wird die Tiefe auf 1,8 m erhöht, steigt das Volumen auf 57,6 m³, also fast 10 m³ mehr, was sich direkt in der ersten Befüllung und im Jahresverbrauch durch Verdunstung und Filterspülung niederschlägt.

Wann wird trotz guter Rechnung ein Fachplaner wichtig?

Bei schwierigem Baugrund, Hanglagen, hoher Tiefe, dauerhaft installierter Technik oder aufwendiger Entwässerung. In solchen Fällen entscheidet die konstruktive Prüfung stärker über die Sicherheit als Beton- und Aushubmengen allein.

Auch Grundwasser, drückendes Hangwasser oder bindiger Lehmboden können den Aufwand erheblich erhöhen und verlangen eine geotechnische Bewertung.

Der Pool-Bau-Rechner ist dann ein guter Startpunkt für das Gespräch mit Statiker und Fachbetrieb, aber nicht die letzte Instanz.

Spätestens vor der Ausführung sollten die überschlägigen Mengen durch eine geprüfte Statik und ein belastbares Angebot bestätigt werden.

So nutzt du den Rechner als fundierte Diskussionsgrundlage, triffst die endgültige Entscheidung aber gemeinsam mit Fachbetrieb und Statiker, die den konkreten Baugrund bewerten.

Ab einer Beckentiefe von 1,5 m und mehr wird in der Praxis fast immer eine statische Berechnung empfohlen, weil der Erddruck auf die Wände merklich steigt.

Die Mengenwerte aus dem Rechner helfen dem Planer dabei, schnell eine erste Kostenschätzung zu erstellen und den Aufwand für Bewehrung realistisch einzustufen.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Praxisbeispiel: Für einen geplanten 8 × 4 × 1,5 m Betonpool mit 25 cm Wandstärke landet der Rohbau typischerweise bei rund 19 m³ Beton und gut 70 m³ Aushub, bevor Sonderdetails wie Treppe, Technikschacht oder schwieriger Baugrund hinzukommen. Die praktische Konsequenz ist klar: Planungshilfen und Richtlinien für den Schwimmbeckenbau stellt der Bundesverband Schwimmbad & Wellness (bsw) bereit.

Nicht nur das Becken, sondern auch Lkw-Anlieferung, Entsorgung des Aushubs, Schotter für die Drainage und Reserve bei Beton und Stahl müssen früh in die Vorplanung.

Das berechnete Aushubvolumen und die Betonmenge Bodenplatte sind die Kernwerte der Rohbaukalkulation.

Plane über die reinen Beckenmengen hinaus früh die Logistik: Ein Aushub von gut 70 m³ entspricht rund sieben Lkw-Ladungen, deren Abtransport und Entsorgung eigene Kosten verursachen.

Kalkuliere außerdem einen Reserveaufschlag von etwa zehn Prozent auf Beton und Stahl ein, damit Verschnitt, Bögen und kleine Nacharbeiten nicht zu einer teuren Zweitbestellung führen.

Der Rechner deckt bewusst nur den Rohbau ab: Technikschacht, Verrohrung, Filteranlage, Folie und Randsteine tauchen in keiner seiner Zahlen auf. Er beantwortet also die Frage, was in die Grube kommt — nicht, was der fertige Pool kostet.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Bauherr Markus Stein plant einen rechteckigen Betonpool: 7,0 m × 3,5 m Innenmaß, 1,6 m Wassertiefe, 25 cm Wandstärke. Der Rechner berechnet daraus ein Wasservolumen von 39,2 m³ und einen Betonbedarf von rund 16,3 m³ für Boden- und Wandkonstruktion.

Das Aushubvolumen liegt bei ca. 60 m³ – fast viermal so viel wie die Betonmenge, was rund sechs Lkw-Ladungen entspricht.

Der nächste Schritt aus diesem Ergebnis: Zufahrtsplanung für den Betonmischer klären, Aushubentsorgung mit dem Bauhof absprechen und die Drainageschicht von 20 cm bereits im Budget berücksichtigen, bevor das erste Angebot vom Tiefbauer eingeholt wird.

In einem zweiten Durchlauf prüft Markus Stein den Effekt einer dünneren Wand: Reduziert er die Wandstärke nach statischer Freigabe von 25 auf 20 Zentimeter, sinkt der Betonbedarf von rund 16,3 auf etwa 12,7 m³, während Wasservolumen und Aushub nahezu gleich bleiben.

Die Ersparnis von gut 3,5 m³ Beton entspricht mehreren Hundert Euro Materialkosten. Er erkennt daran, dass die Wandstärke der wirksamste Stellhebel im Rohbaubudget ist, sofern die Statik sie zulässt.

Erst mit diesen belastbaren Mengen geht er ins Angebotsgespräch mit Statiker und Tiefbauer. Pool-Rohbau: 60 m³ Aushub gegenueber 16,3 m³ Beton im Mengenvergleich

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Ein häufiger Fehler ist, nur das Wasservolumen des Beckens zu überschlagen und Bodenplatte, Wandstärke oder Drainageschicht komplett auszublenden, obwohl genau diese den Betonbedarf bestimmen. Ebenso problematisch ist die Annahme, Aushubvolumen und Betonmenge lägen beim Betonpool fast gleichauf; in der Praxis ist der Aushub des größeren Baukörpers oft ein Vielfaches der reinen Betonmenge.

Ein dritter Fehler ist, die Bewehrung zu vergessen, sodass die Materialbestellung an Stahl scheitert.

Viertens werden Grundwasser, lehmiger Boden oder die Zufahrt für den Betonmischer zu spät bedacht, obwohl genau diese Punkte Bauablauf, Budget und Entsorgung des Aushubs deutlich verändern können.

Wer diese Mehrmengen aus Innenmaßen und Wandstärke nicht früh einplant, unterschätzt die Rohbaukosten regelmäßig.

Ebenso wird die Drainageschicht unter der Bodenplatte gern vergessen, obwohl der Schotter je nach Beckengröße mehrere Kubikmeter ausmacht.

Ein letzter Klassiker ist die Verwechslung von Innen- und Außenmaßen, die sich über Wandstärke und Tiefe gleich mehrfach im Beton- und Aushubvolumen niederschlägt.

Alle drei Längenfelder meinen ausdrücklich das Innenmaß des fertigen Beckens — die Wandstärke schlägt der Rechner selbst obendrauf, weshalb Außenmaße das Ergebnis doppelt aufblähen.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Pool-Bau-Rechner macht sichtbar, dass Aushub, Beton und Drainageschicht sehr unterschiedliche Größenordnungen haben – und dass wenige Zentimeter Wandstärke oder Tiefe die Gesamtmengen sofort spürbar verändern.

Nutze die Rohbaugrößen aus dem Rechner als Basis für Angebote und das Vorabgespräch mit Statiker und Fachbetrieb.

Als Orientierung löst ein 8 mal 4 m großes Becken mit 25 cm Wandstärke rund 19 m³ Beton und gut 70 m³ Aushub aus — ein Mengenverhältnis von etwa eins zu vier, das Zufahrt, Entsorgung und Budget von Anfang an prägt.

Im Anschluss an die Bauplanung zeigt der Pool-Wasserverbrauch-Rechner, welche Wasser- und Nachfüllkosten im Betrieb auf dich zukommen.

Übersieh beim Angebotsvergleich die Drainageschicht nicht: Sie erscheint als eigener Posten neben Beton und Bewehrung und macht bei diesem Becken gut sechs Kubikmeter Schüttgut aus — eine Position, die in Rohbauangeboten gern untergeht, unter der Bodenplatte aber über die Entwässerung entscheidet.

Die nötige Chlormenge für die Erstbefüllung des berechneten Beckenvolumens zeigt der Pool-Chlor-Rechner. Die Folienmaße für die Auskleidung des Beckens berechnet der Pool-Folie-Rechner direkt aus den Innenmaßen.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · 10,536 m³ Beton gesamt, davon 4,992 m³ Bodenplatte und 5,544 m³ Wände, 1.159 kg Bewehrungsstahl, 43,68 m³ Aushub und 4,044 m³ Drainageschüttgut

Kompakter Familienpool mit 20-cm-Wandstärke

Poollänge innen
6 m
Poolbreite innen
3,5 m
Pooltiefe innen
1,4 m
Wandstärke
20 cm

Beispiel 2 · Mittel · 32,784 m³ Beton gesamt, davon 17,808 m³ Bodenplatte und 14,976 m³ Wände, 3.606 kg Bewehrungsstahl, 121,688 m³ Aushub und 9,616 m³ Drainageschüttgut

Großzügiger Pool 10 × 5 × 1,6 m mit 30-cm-Wandstärke

Poollänge innen
10 m
Poolbreite innen
5 m
Pooltiefe innen
1,6 m
Wandstärke
30 cm

Beispiel 3 · Komplex · 7,704 m³ Beton gesamt, davon 3,672 m³ Bodenplatte und 4,032 m³ Wände, 847 kg Bewehrungsstahl, 28,458 m³ Aushub und 2,974 m³ Drainageschüttgut

Kleiner Naturpool 5 × 3 × 1,2 m

Poollänge innen
5 m
Poolbreite innen
3 m
Pooltiefe innen
1,2 m
Wandstärke
20 cm

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Weiternutzung

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  • Horizontaler Balkenvergleich der Materialmengen beim Pool-Rohbau: 39,2 m³ Wasservolumen, 16,3 m³ Betonbedarf und 60 m³ Aushubvolumen. Der Aushub ist rund viermal so groß wie die Betonmenge und entspricht rund sechs Lkw-Ladungen.

    Pool-Rohbau: 60 m³ Aushub vs. 16,3 m³ Beton

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  • Technischer Querschnitt eines Pools im Bau: Aushub-Grenze, Drainageschicht, Betonbodenplatte, Seitenwände und Wasserbereich mit Maßangaben.

    Pool-Rohbau Querschnitt

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Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Ausgabe ist ein Richtwert für Mengen- und Grobkostenplanung. Statik, Bodengutachten, Bauvorschriften und Ausführungsdetails müssen vor Baubeginn separat geprüft werden.

Quelle: Gartenbauliche Richtwerte und allgemeine Naturkennzahlen

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Garten & Natur / Bewässerung & Wasserverbrauch
Formeln basieren auf
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Zitation & Richtlinien

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Rechner-Portal (2026). Pool-Bau-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/garten-natur/bewaesserung-wasserverbrauch/pool-bau-rechner

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