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Zinstagerechner: Zinstage nach Zinsmethode berechnen

FinanzenStand Noch keine Bewertung

Kurzantwort

Vergleicht fünf gängige Zinsmethoden (Day Count Conventions) für denselben Zeitraum. Zeigt Zinstage und Zinsbetrag nebeneinander, damit du erkennst, welche Methode für dein Anlage- oder Kreditprodukt gilt und wie sich die Wahl auf die Zinsen auswirkt.

Berechne die Zinstage und den Zinsbetrag nach allen gängigen Zinsmethoden

Kilian AchatzFachredaktion Finanzen
Geprüft: Review-Team Finanzen (Sept. 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Zinstagerechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wie viele Zinstage zwischen zwei Daten liegen und wie hoch der Zinsbetrag ausfällt, hängt von der verwendeten Zinsmethode ab – der Zinstagerechner vergleicht alle fünf gängigen Day Count Conventions auf einen Blick. Die Kernfrage lautet: Macht die Zinsmethode bei meinem Anlage- oder Kreditprodukt einen spürbaren Unterschied, und wenn ja, wie groß ist er in Euro?

Die fünf Methoden sind 30/360 (deutsch), 30E/360 (Eurobond), act/360 (Geldmarkt), act/365 (englisch) und act/act (ISDA).

Jede rechnet Monate und Jahre unterschiedlich in Zinstage um: Während 30/360 jeden Monat pauschal mit 30 Tagen ansetzt, zählen die act-Methoden die tatsächlichen Kalendertage. Im Beispiel vom 15. Januar bis 15.

Juli ergeben 30/360 und 30E/360 jeweils 180 Tage, die act-Methoden dagegen 181 – bei 10.000 Euro und 3,5 % Zinssatz macht das einen Unterschied von 175,00 gegenüber 175,97 Euro.

Die Rechtsgrundlage für die Fristberechnung liefert § 187 Abs. 1 BGB, die Methodendefinitionen stammen aus den ISDA 2006 Definitions §§ 4.16(g)/(h).

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst Startdatum (Valuta) und Enddatum, die gewünschte Zinsmethode, das Kapital in Euro und den Jahreszinssatz in Prozent ein. Optional lässt sich der Anfangstag mitzählen – im Bankverkehr wird er üblicherweise nicht mitgezählt, weil § 187 Abs.

1 BGB bestimmt, dass eine Frist erst am folgenden Tag beginnt. Die Zinsmethode wählst du aus fünf Optionen: 30/360 (deutsch), 30E/360 (Eurobond), act/360, act/365 (englisch) und act/act (ISDA).

Entscheidend ist, welche Methode dein Kreditvertrag oder dein Anlageprodukt tatsächlich verwendet – sie steht im Preisblatt oder in den Vertragsbedingungen. Häufiger Fehler: die Methode raten statt nachzulesen.

Ein zweiter Fehler ist, den Zinssatz als Periodenzins statt als Jahreszins einzugeben – der Rechner erwartet immer den Jahreswert.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Zinstage-Formel: Zinsbetrag gleich Kapital mal Zinssatz mal Zinstage geteilt durch Basis Die Grundformel lautet: Zinsbetrag = Kapital × Zinssatz ÷ 100 × Zinstage ÷ Basis. Die Basis ist bei 30/360 und 30E/360 jeweils 360, bei act/360 ebenfalls 360, bei act/365 genau 365 und bei act/act die tatsächliche Tagesanzahl des jeweiligen Kalenderjahres (365 oder 366).

Der Unterschied zwischen 30/360 und 30E/360 liegt in der Behandlung des 31. eines Monats: Bei 30/360 (deutsch) wird der zweite Tag nur dann auf 30 korrigiert, wenn der erste Tag bereits 30 oder 31 ist.

Bei 30E/360 (Eurobond) wird der 31. immer auf 30 gesetzt – unabhängig vom ersten Datum. Beispiel für die Abweichung: Vom 28. März bis 31. Mai ergeben sich nach 30/360 genau 63 Tage, weil der 31. Mai nicht korrigiert wird (der 28. liegt unter 30).

Nach 30E/360 sind es nur 62 Tage, weil der 31. Mai bedingungslos auf den 30. gesetzt wird. Bei 10.000 Euro und 3,5 % macht das 0,97 Euro Unterschied – bei Millionenbeträgen im institutionellen Geschäft wird daraus ein relevanter Betrag.

Zinstage-Formel: Zinsbetrag gleich Kapital mal Zinssatz geteilt durch 100 mal Zinstage geteilt durch Basis.
Formel für den Zinsbetrag aus Kapital, Zinssatz und Zinstagen – Grundlage des Zinstagerechners.

Nachschlagen

Zinstage und Zinsbetrag nach Zinsmethode: 10.000 € bei 3,5 % p.a.

Wie unterscheiden sich die fünf gängigen Zinsmethoden bei verschiedenen Zeiträumen? Die Tabelle zeigt Zinstage und Zinsbetrag für 10.000 € Kapital bei 3,5 % Jahreszins. Anfangstag wird nicht mitgezählt (§ 187 Abs. 1 BGB).

Zinstage und Zinsbetrag für 10.000 € bei 3,5 % p.a. nach fünf Zinsmethoden (ISDA 2006, Bruttowerte, Stand 2026)
Zeitraum30/360 (dt.)30E/360act/360act/365act/act
15.01.–15.07.180 T / 175,00 €180 T / 175,00 €181 T / 175,97 €181 T / 173,56 €181 T / 173,56 €
30.03.–31.05.60 T / 58,33 €60 T / 58,33 €62 T / 60,28 €62 T / 59,45 €62 T / 59,45 €
28.03.–31.05.63 T / 61,25 €62 T / 60,28 €64 T / 62,22 €64 T / 61,37 €64 T / 61,37 €
01.01.–31.12.360 T / 350,00 €360 T / 350,00 €364 T / 353,89 €364 T / 348,93 €364 T / 348,93 €
01.01.–30.06.180 T / 175,00 €180 T / 175,00 €180 T / 175,00 €180 T / 172,60 €180 T / 172,60 €

T = Zinstage, € = Zinsbetrag bei 10.000 € Kapital und 3,5 % p.a. 30/360 (deutsch): d2=31→30 nur wenn d1≥30 (ISDA § 4.16(h)). 30E/360 (Eurobond): d2=31→30 immer (§ 4.16(g)). act-Methoden: tatsächliche Kalendertage, verschiedene Basen (360/365/Jahrestagezahl). Anfangstag nicht mitgezählt. Alle Beträge Bruttowerte vor Steuern. Stand 2026.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Zinstagerechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was sind Zinstage und warum gibt es verschiedene Zählmethoden?

Zinstage sind die Anzahl der Tage, für die ein Kapitalbetrag verzinst wird. Sie fließen direkt in die Zinsberechnung ein: Zinsbetrag = Kapital × Zinssatz × Zinstage ÷ Basis.

Je nach Zinsmethode unterscheidet sich sowohl die Tagezählung als auch die Jahresbasis. Die Methode 30/360 setzt pauschal 30 Tage pro Monat und 360 pro Jahr an und vereinfacht dadurch die Berechnung.

Die act-Methoden zählen dagegen die tatsächlichen Kalendertage und verwenden als Basis 360, 365 oder die reale Jahrestagezahl.

Diese Vielfalt hat historische Gründe: Im Anleihehandel hat sich die 30-Tage-Konvention etabliert, während Geldmärkte mit echten Kalendertagen arbeiten.

Die ISDA 2006 Definitions §§ 4.16(g) und 4.16(h) standardisieren die wichtigsten Methoden international.

Der Rechner zeigt alle fünf Ergebnisse nebeneinander, damit du die Methode deines Vertrags direkt identifizieren und den ausgewiesenen Zinsbetrag nachprüfen kannst.

Was ist der Unterschied zwischen 30/360 und 30E/360?

Beide Methoden setzen jeden Monat mit 30 Tagen und das Jahr mit 360 Tagen an, unterscheiden sich aber in der Behandlung des 31. eines Monats.

Bei 30/360 (deutsch, ISDA § 4.16(h)) wird der Endtag nur dann von 31 auf 30 korrigiert, wenn der Starttag bereits 30 oder 31 ist. Bei 30E/360 (Eurobond, ISDA § 4.16(g)) wird der 31. immer auf 30 gesetzt, unabhängig vom Startdatum.

Das führt zu einer Abweichung, wenn der Starttag vor dem 30. liegt und der Endtag auf den 31. fällt. Beispiel: Vom 28. März bis 31. Mai ergibt 30/360 genau 63 Tage, weil der 31. Mai nicht korrigiert wird. 30E/360 liefert dagegen 62 Tage, weil der 31.

Mai bedingungslos auf den 30. gesetzt wird. Bei 10.000 Euro und 3,5 Prozent macht das einen Unterschied von rund 0,97 Euro. Im institutionellen Anleihehandel mit Millionenbeträgen wird daraus ein spürbarer Betrag.

Was bedeuten act/360, act/365 und act/act?

Alle drei act-Methoden zählen die tatsächlichen Kalendertage zwischen Start- und Enddatum und unterscheiden sich nur in der Jahresbasis, durch die geteilt wird.

Bei act/360 (auch Money Market oder Euro-Methode) ist die Basis 360, was den Zinsbetrag rechnerisch erhöht, weil durch eine kleinere Zahl geteilt wird.

Bei act/365 (englische Methode) ist die Basis 365 und bei act/act (ISDA) die tatsächliche Tagezahl des jeweiligen Kalenderjahres, also 365 oder 366 im Schaltjahr. Vom 15. Januar bis 15.

Juli 2026 zählen alle drei Methoden 181 tatsächliche Kalendertage. Bei 10.000 Euro und 3,5 Prozent ergibt act/360 einen Zinsbetrag von 175,97 Euro, act/365 dagegen 173,56 Euro und act/act ebenfalls 173,56 Euro, weil 2026 kein Schaltjahr ist.

Der Unterschied zwischen act/360 und act/365 beträgt damit 2,41 Euro – allein durch die verschiedene Jahresbasis bei identischer Tagezahl.

Welche Zinsmethode verwenden deutsche Banken?

Im deutschen Privatkundengeschäft ist 30/360 (deutsch) die verbreitetste Methode für Spar- und Kreditprodukte. Tagesgeld und Geldmarktanlagen rechnen dagegen häufig nach act/360, weil diese Methode im europäischen Interbankenhandel Standard ist.

Anleihen und Schuldscheine verwenden oft 30E/360 (Eurobond), und bei Zinsswaps ist act/act (ISDA) die Referenzmethode. Entscheidend ist, welche Methode im konkreten Vertrag oder Preisblatt genannt ist – nicht, welche in der Branche üblich erscheint.

Selbst innerhalb desselben Instituts können Tagesgeld, Festgeld und Wertpapiergeschäft unterschiedliche Methoden verwenden.

Der Rechner hilft beim Abgleich: Gib Zeitraum und Konditionen deines Vertrags ein und vergleiche den errechneten Zinsbetrag mit der Bankabrechnung. Wenn ein Wert exakt übereinstimmt, hast du die verwendete Methode identifiziert.

Die gesetzliche Grundlage für die Fristberechnung liefert § 187 Abs. 1 BGB, der regelt, dass der Anfangstag einer Frist nicht mitgezählt wird.

Warum wird der Anfangstag bei Zinsberechnungen nicht mitgezählt?

Im deutschen Bankrecht gilt § 187 Abs. 1 BGB: Ist für den Anfang einer Frist ein Ereignis maßgebend, so wird der Tag, in den das Ereignis fällt, nicht mitgerechnet.

Übertragen auf Zinsen bedeutet das: Am Tag der Einzahlung oder Valutierung wird noch kein Zins berechnet, die Verzinsung beginnt erst am Folgetag. Bei einer Anlage vom 15. Januar bis 15. Juli zählt der erste Zinstag also der 16. Januar.

Der Rechner setzt dieses Verhalten standardmäßig um, bietet aber einen Schalter, um den Anfangstag ausnahmsweise mitzuzählen – etwa wenn ein ausländischer Vertrag oder eine interne Vereinbarung das vorsieht.

Die Differenz beträgt bei 10.000 Euro und 3,5 Prozent genau einen Tag Zinsen, also rund 0,97 Euro.

Bei der 30/360-Methode kann ein zusätzlicher Tag sogar die Monatsgrenze verschieben und den errechneten Wert stärker verändern als bei den act-Methoden, die jeden Kalendertag gleichgewichtet zählen.

Wie berechnet man den Zinsbetrag aus den Zinstagen?

Die Formel lautet: Zinsbetrag = Kapital × Zinssatz ÷ 100 × Zinstage ÷ Basis. Die Basis hängt von der gewählten Methode ab: 360 bei 30/360, 30E/360 und act/360; 365 bei act/365; und die tatsächliche Jahrestagezahl bei act/act.

Beispiel mit 30/360: 10.000 Euro, 3,5 Prozent, vom 15. Januar bis 15. Juli ergibt 180 Zinstage. Zinsbetrag: 10.000 × 0,035 × 180 ÷ 360 = 175,00 Euro. Dieselben Daten mit act/360: 181 Kalendertage, 10.000 × 0,035 × 181 ÷ 360 = 175,97 Euro.

Die Differenz von 0,97 Euro entsteht durch den einen zusätzlichen Kalendertag und bleibt bei jeder Kapitalhöhe proportional gleich. Bei 100.000 Euro wären es 9,72 Euro Unterschied, bei einer Million schon 97,22 Euro.

Der Rechner führt diese Berechnung für alle fünf Methoden gleichzeitig durch und zeigt die Ergebnisse in einer Vergleichstabelle, sodass du die Abweichungen sofort ablesen kannst.

Wann weichen die fünf Zinsmethoden am stärksten voneinander ab?

Die größten Abweichungen treten auf, wenn Monatsenden mit 28, 30 oder 31 Tagen betroffen sind und gleichzeitig die Laufzeit mehrere solcher Monate umfasst. Im Standardbeispiel vom 15. Januar bis 15.

Juli beträgt die maximale Tagesdifferenz nur einen Tag (180 versus 181). Vom 30. März bis 31. Mai ergeben sich dagegen nach 30/360 und 30E/360 jeweils 60 Tage, nach den act-Methoden aber 62 – die Differenz verdoppelt sich.

Noch deutlicher zeigt sich die Abweichung zwischen 30/360 und 30E/360 beim Startdatum 28. März: Dann liefert 30/360 genau 63 Tage und 30E/360 nur 62, weil der 31. Mai bei der deutschen Methode nicht korrigiert wird.

Schaltjahre verstärken die Abweichung bei act/act gegenüber act/365 um einen weiteren Tag im Februar. Bei Kurzläufern über 90 Tage und Millionenbeträgen machen selbst zwei bis drei Tage Differenz mehrere hundert Euro aus.

Welche Zinsmethode ist für mein Produkt die richtige?

Die richtige Zinsmethode ist immer die, die in deinem Vertrag, Preisblatt oder den Allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegt ist.

Du wählst sie also nicht selbst, sondern liest sie nach und gibst sie im Rechner ein, um die Bankabrechnung zu überprüfen. Als Orientierung: Sparkassen und Genossenschaftsbanken verwenden für Privatkredite und Spareinlagen meist 30/360 (deutsch).

Geldmarktprodukte wie Tagesgeld oder kurzfristige Termineinlagen rechnen häufig nach act/360. Für Anleihen und Pfandbriefe ist 30E/360 (Eurobond) der internationale Standard, und Zinsswaps nutzen act/act (ISDA).

Wenn dein Vertrag keine Methode nennt, greift im Zweifel die Handelsbrauch-Regel des jeweiligen Marktsegments. Im Rechner kannst du alle Methoden durchspielen und schauen, welche den von der Bank ausgewiesenen Betrag exakt reproduziert.

Weicht dein Ergebnis um mehr als einen Cent ab, prüfe zusätzlich, ob der Anfangstag mitgezählt oder eine abweichende Rundungsregel angewendet wird.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Zinstage-Methodenvergleich: 5 Methoden für denselben Zeitraum 15.01.–15.07. – 30/360 180 Tage, act-Methoden 181 Tage Welche Zinsmethode verwenden deutsche Banken?

Im Privatkundengeschäft ist 30/360 (deutsch) die verbreitetste Methode. Im Geldmarkt und bei variabel verzinsten Produkten kommt act/360 zum Einsatz, bei Anleihen häufig 30E/360 (Eurobond) und bei Swaps act/act (ISDA).

Tipp 1: Lies die Methode immer im Vertrag nach – der Rechner zeigt dir, wie viel der Unterschied in Euro ausmacht.

Tipp 2: Für Zeiträume ohne Monatsende am 31. liefern 30/360 und 30E/360 dasselbe Ergebnis; die Abweichung tritt nur bei Monatsübergängen mit 31 Tagen auf.

Tipp 3: Nutze die Vergleichstabelle, um im Streitfall die Differenz zwischen Bank- und Eigenergebnis zu erklären – oft liegt die Abweichung schlicht an einer anderen Zinsmethode.

Tipp 4: Der Anfangstag wird im deutschen Bankrecht üblicherweise nicht mitgezählt (§ 187 Abs. 1 BGB); schalte die Option nur ein, wenn dein Vertrag das ausdrücklich vorsieht. Ob dein Zinssatz nach Inflation überhaupt Kaufkraft aufbaut, zeigt der Realzins-Rechner.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Praxisfall: Ein Festgeldanleger vergleicht zwei Bankangebote für 25.000 Euro vom 15. Januar bis 15. Juli 2026 zu 3,5 % p.a. Bank A rechnet nach 30/360, Bank B nach act/365. Schritt 1 – Zinstage Bank A (30/360): 6 Monate × 30 Tage = 180 Tage.

Zinsbetrag: 25.000 × 0,035 × 180 ÷ 360 = 437,50 Euro. Schritt 2 – Zinstage Bank B (act/365): Tatsächliche Kalendertage vom 15.01. bis 15.07. = 181 Tage. Zinsbetrag: 25.000 × 0,035 × 181 ÷ 365 = 433,90 Euro.

Ergebnis: Bank A zahlt 3,60 Euro mehr als Bank B – obwohl der Zinssatz identisch ist.

Die Ursache ist die unterschiedliche Zinsmethode: 30/360 setzt jeden Monat mit 30 Tagen und das Jahr mit 360 Tagen an, act/365 zählt die echten Kalendertage und teilt durch 365.

Schritt 3 – Gegenprobe mit act/360: 25.000 × 0,035 × 181 ÷ 360 = 439,93 Euro. Hier ergibt dieselbe Tagezahl den höchsten Zinsbetrag, weil die Basis nur 360 statt 365 beträgt.

Der Rechner zeigt alle fünf Methoden nebeneinander, damit der Anleger prüfen kann, welche Methode sein konkretes Produkt verwendet. Zinstage-Praxisfall: 25.000 EUR bei 3,5 % – 30/360 ergibt 437,50 EUR, act/365 ergibt 433,90 EUR, act/360 ergibt 439,93 EUR

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Fehler 1: Alle Zinsmethoden für identisch halten. Bei Halbjahresperioden mit Monatsende am 31. können sich 30/360 und 30E/360 um einen Tag unterscheiden – bei großen Summen ein relevanter Eurobetrag.

Fehler 2: Den Anfangstag mitzählen, obwohl der Vertrag das nicht vorsieht. Nach § 187 Abs. 1 BGB beginnt die Frist am Tag nach dem Ereignis – ein versehentlich mitgezählter Tag verfälscht das Ergebnis. Fehler 3: act/360 und act/365 verwechseln.

Beide zählen die tatsächlichen Kalendertage, teilen aber durch verschiedene Basen: 360 ergibt einen höheren, 365 einen niedrigeren Zinsbetrag. Fehler 4: Die Zinsmethode raten statt im Vertrag nachzulesen.

Im selben Institut können Tagesgeld (act/360), Festgeld (30/360) und Wertpapiergeschäft (30E/360) unterschiedliche Methoden verwenden. Fehler 5: Den Unterschied bei Kurzläufern unterschätzen.

Bei 90-Tage-Geldmarktpapieren über 1 Million Euro macht die Wahl zwischen act/360 und act/365 rund 38 Euro Differenz.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Zinstagerechner gibt Zinstage und Zinsbetrag für alle fünf Methoden (30/360, 30E/360, act/360, act/365, act/act) nebeneinander aus und zeigt die maximale Tagesdifferenz.

Im Standardbeispiel beträgt die Abweichung zwischen 30/360 (180 Tage, 175,00 Euro) und act/360 (181 Tage, 175,97 Euro) knapp einen Euro bei 10.000 Euro – bei größeren Summen wächst sie linear.

Prüfe im Preisblatt deines Angebots, welche Methode gilt, und vergleiche den ausgewiesenen Zinsbetrag mit dem Rechnerergebnis. Den tagesgenauen Zinsertrag ohne Methodenvergleich berechnet der Zinsrechner.

Ob dein Nominalzins nach Inflation Kaufkraft aufbaut, zeigt der Realzins-Rechner.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · 30/360: 63 Tage (61,25 €), 30E/360: 62 Tage (60,28 €)

Monatsende-Abweichung: 28.03. bis 31.05. bei 3,5 %

Startdatum
28.03.2026
Enddatum
31.05.2026
Zinsmethode
30/360 vs. 30E/360
Kapital
10.000 €

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · act/360: 800,00 €, act/365: 789,04 €

act/360 vs. act/365: Geldmarkt-Kurzläufer 90 Tage

Startdatum
01.04.2026
Enddatum
30.06.2026
Zinsmethode
act/360 vs. act/365
Kapital
100.000 €

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · 180 Zinstage, 20.000 € (30/360) vs. 20.111 € (act/360)

Großvolumen: 1 Mio. € über 6 Monate bei 4 %

Startdatum
15.01.2026
Enddatum
15.07.2026
Zinsmethode
30/360 (deutsch)
Kapital
1.000.000 €

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Weiternutzung

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  • Zinstage-Formel: Zinsbetrag gleich Kapital mal Zinssatz geteilt durch 100 mal Zinstage geteilt durch Basis.

    Zinstage-Formel: Zinsbetrag aus Kapital, Zinssatz und Zinstagen

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/finanzen/zinsen/zinstagerechner">Zinstage-Formel: Zinsbetrag aus Kapital, Zinssatz und Zinstagen auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/finanzen/zinsen/zinstagerechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine Finanzberatung, Anlageempfehlung oder Steuerberatung dar. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Finanzberater, Steuerberater oder Ihre Bank. Ergebnisse sind stets mit aktuellen Vertrags- und Produktdaten abzugleichen.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Bundesministerium der Finanzen (BMF), BaFin

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Finanzen / Zinsen
Formeln basieren auf
Angewandte Finanzmathematik und dokumentierte Vergleichsszenarien
Änderungsprotokoll
  • 2026-04-19 – v4.0.0Feature

    Phase-4-Rollout: HowTo-Schema, Mobile-Optimierung und aktualisierte Qualitaetsstandards integriert.

    Impact: minor

Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Zinstagerechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/finanzen/zinsen/zinstagerechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Zinstagerechner. Available at: https://rechner-portal.de/finanzen/zinsen/zinstagerechner

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