Überblick
Was ist der Pool-Chlor-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Wie viel Chlor braucht mein Pool? Der Pool-Chlor-Rechner beantwortet diese alltägliche Sommerfrage mit einem konkreten Richtwert.
Aus dem Wasservolumen, dem aktuell gemessenen Chlorwert, dem gewünschten Zielwert und dem gewählten Produkt berechnet er, wie viel Gramm Chlorgranulat, Chlortabletten oder Flüssigchlor nötig sind, um den freien Chlorgehalt anzuheben.
Praktisch ist dabei die Vergleichstabelle: Der Rechner zeigt alle drei Produkte nebeneinander, sodass du für dieselbe Wirkung direkt siehst, was das jeweilige Gebinde leisten muss.
In der Voreinstellung — 20 m³ Wasser von 0 auf 1 mg/l — sind das 20 Gramm reines Chlor, die als Dichlor-Granulat mit 56 Prozent Wirkstoff 35,7 Gramm Produkt bedeuten, als Trichlor-Tabletten mit 90 Prozent nur 22,2 Gramm und als Flüssigchlor mit 12 Prozent ganze 166,7 Gramm.
Grenzwerte und Empfehlungen zur Trink- und Badewasserhygiene veröffentlicht das Umweltbundesamt. Grundlage ist eine einfache Massenbilanz: Ein Milligramm pro Liter in einem Kubikmeter Wasser entspricht einem Gramm reinem Chlor.
Weil die Produkte unterschiedlich viel Wirkstoff enthalten, rechnet der Rechner die nötige Produktmenge je Form um und zeigt sie im direkten Vergleich.
Wichtig ist, dass das Ergebnis ausdrücklich ein unverbindlicher Orientierungswert ist und keinen Wassertest und keine Dosieranleitung des Herstellers ersetzt.
Sonne, Schmutz, Temperatur, pH-Wert und Cyanursäure beeinflussen den realen Bedarf zusätzlich, weshalb du immer in kleinen Schritten dosieren und nachmessen solltest. ## Freies Chlor im Pool: Was ist das und wie viel brauche ich?
Freies Chlor im Pool ist der ungebundene, aktiv desinfizierende Anteil des Chlors – im Gegensatz zu gebundenem Chlor (Chloramine), das sich mit Stickstoffverbindungen aus Schweiß, Urin oder Sonnencreme verbunden hat und kaum noch keimtötend wirkt.
Nur freies Chlor sichert die hygienische Wasserqualität. Der Normbereich laut DIN 19643: 0,3–0,6 mg/l freies Chlor im Privatpool.
Messbar ist der Wert mit Teststreifen oder Tablettentest (DPD-Methode); die Differenz zwischen Gesamtchlor und freiem Chlor ergibt den Chloraminanteil. Steigt dieser über 0,2 mg/l, hilft nur eine Stoßchlorung.
Gib beim Pool-Chlor-Rechner immer deinen gemessenen freien Chlorwert als Ist-Wert ein – nicht den Gesamtchlor-Messwert, der eventuell auch gebundenes Chlor enthält. ## pH-Wert und Chlorwirksamkeit: Warum zuerst pH prüfen?
Bei pH 7,0 liegt über 75 % des Chlors als aktiv desinfizierende unterchlorige Säure (HOCl) vor – bei pH 8,0 sind es nur noch rund 20 %. Liegt der pH-Wert zu hoch, verpufft ein Großteil des Chlors, obwohl der gemessene Chlorwert stimmt.
Empfohlener Bereich: pH 7,0–7,4. Korrigiere den pH-Wert mit pH-Senkern oder pH-Hebern zuerst, bevor du den Chlorbedarf berechnest und nachdosierst.
Der Pool-Chlor-Rechner berücksichtigt den pH-Wert nicht – er liefert die Massenbilanz; der pH entscheidet, wie viel davon wirkt.