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Rechner: Zisterne oder Regentonne im Kostenvergleich

Garten & NaturStand Noch keine Bewertung

Kurzantwort

Die Wirtschaftlichkeit einer Zisterne hängt nicht nur von Dachfläche und Niederschlag ab, sondern stark von Speichervolumen, Gartenwasserbedarf und Trinkwasserpreis. Der Rechner stellt die Zisterne einer einfachen Regenfass-Referenz gegenüber und macht den Mehrwert in Litern, Euro und Jahren sichtbar.

Wirtschaftlichkeit einer Zisterne über Kosten, Größe

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Mai 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Zisterne-Wirtschaftlichkeits-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Bei 85 m² Dachfläche, 4.500 Litern Speicher und 4.800 EUR Investition errechnet der Rechner zum Beispiel eine jährliche Nettoersparnis von rund 67 EUR und eine Amortisationszeit von über 70 Jahren. Er verbindet Dachfläche, Niederschlag, Speichergröße, Investitionskosten und Wasserpreis zu einer belastbaren Vorentscheidung in Euro, Litern und Jahren.

Niederschlagsdaten für die Standortberechnung liefert der Deutsche Wetterdienst (DWD). Als Eingaben dienen die Dachfläche beziehungsweise der Jahresbedarf des Gartens, das Zisternenvolumen, die Investitionskosten und der lokale Wasserpreis.

Daraus ermittelt der Rechner zuerst das nutzbare Sammelpotenzial, dann die jährliche Nettoersparnis und schließlich die Amortisationszeit der Anlage.

Besonders sichtbar wird dabei, dass nicht das theoretische Regenwasservolumen zählt, sondern nur der Anteil, der wegen Speichergröße und tatsächlichem Bedarf wirklich genutzt werden kann. Nutzungsgrad einer Zisterne — vom Sammelpotenzial zur tatsächlichen Nutzung Der Rechner eignet sich damit für alle, die vor der Investition in eine Zisterne abwägen wollen, ob sich die Anlage finanziell trägt oder eher als Maßnahme für Trockenheitsvorsorge und Nachhaltigkeit zu verstehen ist.

Gerechnet wird dabei mit dem Jahreswasserbedarf, den du selbst einträgst — die Gartenfläche daneben dient nur der Plausibilitätsprobe über den Bedarf je Quadratmeter und verändert die Amortisation nicht.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Wichtig sind Gartenfläche beziehungsweise Jahresbedarf, nutzbare Dachfläche, Zisternenvolumen, Installationskosten und der lokale Wasserpreis. Diese Werte kommen aus dem Entwurf, aus Angebotsunterlagen und aus der kommunalen Preisübersicht deines Wasserversorgers.

Den Jahresbedarf leitest du aus der bewässerten Gartenfläche und deinem Gießverhalten ab, das Zisternenvolumen aus dem geplanten Tank.

Häufige Fehler sind ein zu optimistischer Nutzungsgrad des gesammelten Regenwassers, nicht berücksichtigte Pumpen-, Strom- oder Wartungskosten und die Erwartung, dass ein großes Speicherbecken allein durch sein Volumen automatisch schnell amortisiert.

Den lokalen Wasserpreis findest du auf der Jahresabrechnung deines Versorgers, oft getrennt in Trink- und Abwassergebühr.

Setze den Nutzungsgrad des gesammelten Regenwassers realistisch an, denn ein Speicher, der öfter überläuft, ersetzt weniger Trinkwasser, als sein Volumen zunächst vermuten lässt.

Zwei Felder werden dabei regelmäßig verwechselt, obwohl nur eines die Wirtschaftlichkeit trägt.

Der jährliche Gartenwasserbedarf in Litern ist die entscheidende Größe — er bestimmt, wie viel Trinkwasser die Anlage überhaupt ersetzen kann, und nimmt Werte von 1.000 bis 500.000 Litern an.

Die Gartenfläche dagegen wirkt auf kein einziges Wirtschaftlichkeitsergebnis: Sie dient allein dazu, den Bedarf je Quadratmeter auszuweisen.

Ob du 180 oder 400 m² einträgst, Amortisationszeit und Jahresersparnis bleiben bei identischem Bedarf exakt gleich — nur der ausgewiesene Bedarf je Quadratmeter fällt von 177,8 auf 80 Liter.

Wer also an der Gartenfläche dreht, um das Ergebnis zu verbessern, ändert nichts. Der Hebel liegt ausschließlich beim Jahresbedarf, bei der Dachfläche, beim Wasserpreis und bei den Installationskosten.

Die Feldgrenzen sind entsprechend weit gefasst: Dachfläche 10 bis 1.000 m², Zisternenvolumen 500 bis 30.000 Liter, Wasserpreis 0 bis 20 Euro pro Kubikmeter.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Der Rechner bildet zuerst das nutzbare Sammelpotenzial aus Dachfläche, Niederschlag und einem realistischen Abflussanteil. Anschließend wird geprüft, wie viel davon wegen Speichergröße und tatsächlichem Bedarf überhaupt verwendet werden kann, denn Überläufe und ein zu kleines Zisternenvolumen begrenzen die nutzbare Menge.

Die jährliche Nettoersparnis entsteht aus nutzbarem Regenwasser mal Wasserpreis abzüglich laufender Aufwände für Pumpe und Wartung. Daraus folgt die Amortisationszeit = Investition geteilt durch jährliche Nettoersparnis.

Genau diese Kette macht sichtbar, warum eine große Zisterne ohne ausreichend Bedarf finanziell oft langsamer zurückkommt als erwartet.

Ein Rechenbeispiel: 85 m² Dachfläche bei 780 mm Jahresniederschlag und Abflussfaktor 0,85 ergeben ein Sammelpotenzial von 85 mal 0,78 mal 0,85 mal 1000 = rund 56.400 Litern. Deckt der Garten davon nur 32.000 Liter Bedarf, bleibt der Rest ungenutzt.

Bei 2,10 EUR pro m³ spart die Anlage dann rund 67 EUR im Jahr, sodass sich eine Investition von 4.800 EUR erst über Jahrzehnte rechnet. Wann das Zisternenvolumen überhaupt zählt, lässt sich sauber abgrenzen.

Deckt das Sammelpotenzial den Bedarf bereits vollständig, ist der Speicher groß genug und mehr Volumen bringt exakt nichts: Bei 32.000 Litern Bedarf und 56.355 Litern Potenzial liefern 4.500 wie 8.000 Liter Tankgröße dieselben 67,20 EUR Ersparnis und dieselben 71,4 Jahre Amortisation.

Erst wenn der Bedarf das Potenzial übersteigt, wird das Volumen zum Engpass.

Bei 90.000 Litern Bedarf steigt der Selbstversorgungsgrad dann von 45,7 Prozent bei 3.000 Litern über 52,0 Prozent bei 5.000 auf 60,7 Prozent bei 10.000 Litern, während die Amortisation von 55,6 auf 41,8 Jahre sinkt.

Ein größerer Tank rechnet sich also ausschließlich bei knappem Sammelpotenzial — und nie dort, wo das Dach ohnehin mehr liefert, als der Garten verbraucht.

Formel für die Amortisationszeit einer Zisterne aus Installationskosten und jährlicher Ersparnis.
E hängt von Dachfläche, Niederschlag, Nutzungsgrad und Wasserpreis ab. Der Nutzungsgrad wird ueber eine Clamp-Kurve aus Speichertagen abgeleitet.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Zisterne-Wirtschaftlichkeits-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was kostet eine Zisterne inklusive Einbau?

Die Kosten hängen stark von Volumen, Bauart und Erdarbeiten ab und liegen für eine private Gartenzisterne grob im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich.

Eine 5.000-Liter-Zisterne mit Einbau bewegt sich häufig um einige tausend Euro, größere 10.000-Liter-Anlagen entsprechend höher.

Der Zisterne-Wirtschaftlichkeits-Rechner nimmt deine konkreten Installationskosten als Eingabe und stellt sie der jährlichen Einsparung gegenüber. Wichtig ist, dass neben dem Behälter auch Aushub, Pumpe, Filter und Anschluss in die Summe gehören.

So bekommst du statt einer pauschalen Preisspanne eine auf deinen Fall bezogene Kosten- und Amortisationsbetrachtung.

Betonzisternen sind in der Regel teurer, aber langlebig und schwer, während Kunststoffzisternen leichter und günstiger im Einbau, dafür empfindlicher gegen Auftrieb bei hohem Grundwasser sind.

Als grobe Faustregel gilt, dass ein vollständiges System aus 5.000-Liter-Tank, Pumpe und Filteranlage bei einem Handwerksbetrieb zwischen 3.000 und 6.000 Euro kosten kann, wobei regionale Erdarbeiten und die Geländesituation den Gesamtpreis erheblich beeinflussen können.

Welche Zisternengröße brauche ich für meinen Garten?

Die passende Größe ergibt sich aus dem Verhältnis von Gartenwasserbedarf, nutzbarer Dachfläche und durchschnittlichem Niederschlag. Eine zu kleine Zisterne läuft bei Regen schnell über, eine zu große wird selten voll und amortisiert sich langsamer.

Für einen typischen Hausgarten sind je nach Bedarf häufig Volumen zwischen 3.000 und 10.000 Litern üblich. Der Rechner zeigt über das nutzbare Sammelpotenzial und den Selbstversorgungsgrad, ob das gewählte Volumen zum Bedarf passt.

So erkennst du, ob ein größerer Speicher den Engpass wirklich beseitigt oder ob eher die verfügbare Dachfläche die Grenze setzt.

Als grobe Orientierung wird das Volumen oft so gewählt, dass es etwa den Niederschlag von drei bis sechs Wochen aufnehmen kann, um typische Trockenphasen zu überbrücken.

Ein typisches Einfamilienhaus mit 80 Quadratmetern Dachfläche sammelt bei 650 Millimeter Jahresniederschlag und einem Abflussbeiwert von 0,9 rund 47 Kubikmeter Regenwasser pro Jahr — der Rechner nutzt genau diese Faktoren, um das erreichbare Sammelpotenzial für deine Anlage zu ermitteln.

Wann lohnt sich eine Zisterne wirtschaftlich?

Wirtschaftlich attraktiv wird eine Zisterne vor allem bei hohem Gartenwasserbedarf, ausreichend großer Dachfläche und einem hohen Trinkwasserpreis.

Die jährliche Ersparnis ergibt sich aus dem nutzbaren Regenwasser mal dem Wasserpreis abzüglich laufender Kosten, woraus der Rechner die Amortisationszeit bildet.

Liegt der Bedarf jedoch deutlich über dem, was Dachfläche und Speicher liefern können, fällt die effektive Einsparung gering aus und die Amortisation zieht sich in die Länge.

Ein langes Ergebnis ist deshalb kein klares Nein, sondern ein Hinweis, dass Nachhaltigkeit und Trockenheitsvorsorge die eigentlichen Entscheidungsgründe sein können. Der Rechner trennt diese finanzielle und ideelle Ebene sauber voneinander.

Wird die Zisterne zusätzlich für die Toilettenspülung oder die Waschmaschine genutzt, steigt der ersetzte Trinkwasseranteil deutlich, was die Amortisation gegenüber reiner Gartennutzung spürbar verkürzen kann.

In Regionen mit Wasserpreisen über 5 Euro je Kubikmeter und einer nutzbaren Dachfläche von mindestens 80 Quadratmetern ist eine Amortisationszeit unter 15 Jahren realistisch, während bei kleineren Dachflächen und günstigen Wasserpreisen die Rentabilität stärker von ideellen Aspekten abhängt.

Wie viel Geld spart eine Zisterne im Jahr?

Die jährliche Ersparnis hängt davon ab, wie viel Trinkwasser durch gesammeltes Regenwasser ersetzt wird, und ergibt sich aus dieser Menge mal dem Wasserpreis je Kubikmeter.

Bei einem Wasserpreis von rund 4 Euro je Kubikmeter und mehreren ersetzten Kubikmetern pro Jahr kommen schnell einige Dutzend Euro zusammen.

Entscheidend ist aber nicht das theoretische Sammelpotenzial, sondern die tatsächlich nutzbare Menge, die durch Speichergröße, Bedarf und Überlauf begrenzt wird.

Der Rechner weist deshalb die nutzbare Wasserersparnis getrennt vom theoretischen Potenzial aus. So siehst du realistisch, welcher Betrag jährlich gegen die laufenden Pumpen- und Wartungskosten steht.

Steigende Trinkwasserpreise können die jährliche Ersparnis über die Lebensdauer der Anlage zusätzlich erhöhen, weshalb ein Blick auf die Preisentwicklung der vergangenen Jahre die Einschätzung verbessert.

Wer etwa 30 Kubikmeter Gartenwasser jährlich durch Regenwasser ersetzt und dafür 4 Euro je Kubikmeter zahlt, spart rund 120 Euro im Jahr — bei Installationskosten von 4.000 Euro ergibt das eine rechnerische Amortisationszeit von rund 33 Jahren, bevor Betriebskosten abgezogen werden.

Zisterne oder Regentonne — was ist günstiger?

Eine Regentonne ist als Kleinspeicher in der Anschaffung deutlich günstiger, bietet aber nur wenige hundert Liter und damit eine kurze Reichweite.

Eine Zisterne speichert mehrere tausend Liter unterirdisch, kostet durch Erdarbeiten und Pumpe aber ein Vielfaches. Der Rechner stellt die Zisterne einer einfachen Regenfass-Referenz gegenüber und zeigt den Mehrwert in Litern, Euro und Jahren.

Für gelegentliches Gießen kleiner Flächen reicht oft die Tonne, während sich die Zisterne erst bei hohem, dauerhaftem Bedarf rechnet. So lässt sich die Entscheidung an deinem konkreten Garten festmachen, statt pauschal die teurere Lösung zu wählen.

Eine sinnvolle Zwischenstufe ist oft, mit mehreren kaskadierten Regentonnen zu starten und erst bei dauerhaft hohem Bedarf auf eine Zisterne umzusteigen.

Eine 200-Liter-Regentonne kostet oft unter 50 Euro und kann nach drei bis fünf Trockentagen leer sein — für die Bewässerung eines 100 Quadratmeter großen Rasens im Hochsommer, der täglich rund 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter benötigt, reicht diese Kapazität oft nur für einen einzigen Tag.

Ist eine Zisterne meldepflichtig und gibt es Förderung?

In vielen Kommunen muss eine Regenwassernutzungsanlage beim Wasserversorger oder Gesundheitsamt angezeigt werden, vor allem wenn sie ans Haus angeschlossen wird.

Die genauen Vorgaben zu Anzeige, Trennung vom Trinkwassernetz und Hygiene regeln Norm und örtliche Satzung, weshalb du das vor dem Einbau prüfen solltest.

Zusätzlich bieten manche Städte und Bundesländer Zuschüsse für Regenwasserspeicher, die die Investitionslücke verkleinern können. Der Zisterne-Wirtschaftlichkeits-Rechner bildet diese rechtlichen und förderbedingten Punkte bewusst nicht im Detail ab.

Er liefert die wirtschaftliche Größenordnung, die du anschließend mit den lokalen Vorgaben und möglichen Förderungen abgleichst.

Wird Regenwasser nur im Garten und getrennt vom Trinkwassernetz verwendet, sind die Auflagen meist geringer, als wenn das Wasser im Haus für Toilette oder Wäsche genutzt wird.

Einige Kommunen erstatten bis zu 30 Euro je Quadratmeter angeschlossener Dachfläche, was bei 80 Quadratmetern Dachfläche mehrere Hundert Euro ausmachen und die im Rechner eingetragenen Installationskosten spürbar senken kann.

Warum gehören Pumpenstrom und Wartung in die Betrachtung?

Weil laufende Nebenkosten die Amortisation einer Zisterne erheblich verschieben können. Eine Zisterne benötigt in der Regel eine Pumpe, die Strom verbraucht, sowie regelmäßige Wartung von Filter und Technik.

Der Wirtschaftlichkeits-Rechner zeigt nur dann ein belastbares Bild, wenn diese laufenden Aufwände in der Kalkulation berücksichtigt werden. Ohne diese Ebene wirkt eine Zisterne oft rentabler, als sie im realen Jahresbetrieb tatsächlich ist.

Deshalb solltest du Pumpenstrom, Filterwechsel und gelegentliche Reinigung als jährliche Kosten ansetzen, damit die ausgewiesene Einsparung der Wirklichkeit nahekommt.

Eine moderne, bedarfsgesteuerte Pumpe verbraucht im Gartenbetrieb allerdings nur wenig Strom, sodass dieser Posten bei reiner Bewässerung meist überschaubar bleibt und die Amortisation kaum spürbar belastet.

Als konkreten Richtwert veranschlagen Fachbetriebe häufig 30 bis 80 Euro jährlich für Filterwechsel und Pumpenwartung sowie weitere 10 bis 20 Euro für den Strombedarf der Druckpumpe — Beträge, die du direkt als jährliche Betriebskosten im Rechner eingeben solltest.

Wann wird trotz positivem Rechnerergebnis Fachberatung wichtig?

Sobald Erdarbeiten, Versickerung, Pumpentechnik oder örtliche Vorgaben das Projekt technisch beeinflussen.

In solchen Fällen reicht die Zisterne-Wirtschaftlichkeits-Rechnung allein nicht mehr als Freigabe, weil Baugrund und Genehmigung über Aufwand und Machbarkeit mitentscheiden.

Hoher Grundwasserstand, bindiger Boden oder eine schwierige Zufahrt können die tatsächlichen Kosten gegenüber der Überschlagsrechnung deutlich erhöhen.

Der Rechner ist dann eine starke Vorentscheidung für Amortisation, Größe und Einsparung, aber nicht der Ersatz für Planung und Abstimmung vor Ort.

Spätestens vor dem Einbau solltest du ein konkretes Angebot einholen und die kommunalen Auflagen klären.

Ein Fachbetrieb kann zudem einschätzen, ob sich der Aushub mit dem ohnehin geplanten Gartenbau kombinieren lässt, was die Erdarbeiten und damit die Gesamtkosten oft deutlich senkt.

Auch hydraulische Überlegungen — etwa ob die Druckpumpe ausreicht, um gleichzeitig mehrere Bewässerungszonen zu versorgen — lassen sich im Vorfeld nur durch eine Fachplanung klären, deren Ergebnis dann die realen Installationskosten im Rechner vervollständigt.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Praxisbeispiel: Bei 120 m² Dachfläche, 5.000 Litern Speicher, rund 45.000 Litern Jahresbedarf und 6.500 EUR Investition zeigt der Rechner oft eine deutlich längere Amortisation, als viele intuitiv annehmen. Das Ergebnis ist dann nicht einfach negativ, sondern ein Hinweis auf die eigentliche Entscheidung: Lohnt sich die Anlage primär finanziell über den eingesparten Wasserpreis oder eher als Komfort-, Trockenheits- und Nachhaltigkeitsmaßnahme?

Amortisationszeit einer Zisterne bei verschiedenen Szenarien Technische Anforderungen an Regenwassernutzungsanlagen regelt das Deutsche Institut für Normung (DIN).

Prüfe in diesem Fall, ob ein größeres Zisternenvolumen mehr nutzbares Regenwasser bindet und ob kommunale Förderung die Investitionskosten senkt, bevor du die Größe endgültig festlegst.

Rechne dabei ruhig zwei Varianten durch: einen kleineren Tank, der günstiger ist, sich aber öfter durch Überlauf selbst begrenzt, und einen größeren, der mehr Regenwasser bindet, aber auch mehr kostet.

Beziehe außerdem laufende Aufwände für Pumpe, Strom und Wartung ein, weil sie die jährliche Nettoersparnis und damit die Amortisationszeit spürbar verschieben. Ein Hinweis zum Feld Gartenfläche: Es wirkt nicht auf die Wirtschaftlichkeit.

Ob du 60 oder 400 Quadratmeter einträgst, die Amortisationszeit bleibt in der Voreinstellung bei 34,4 Jahren — gerechnet wird ausschließlich mit dem Jahreswasserbedarf, den du separat angibst.

Die Gartenfläche speist nur die Kennzahl Wasserbedarf je Quadratmeter, die dabei von 750 auf 112,5 Liter fällt.

Genau als Plausibilitätsprobe ist sie aber nützlich: Liegt der Wert weit über den 200 bis 300 Litern je Quadratmeter, die ein normaler Ziergarten im Jahr braucht, stimmt eher dein eingetragener Jahresbedarf nicht als die Zisternenplanung.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Familie Sommer aus dem Rhein-Main-Gebiet überlegt eine Zisterne mit 4.500 Litern Volumen für die Gartenbewässerung. Dachfläche: 85 m², Jahresbedarf: 32.000 Liter, Investition: 4.800 EUR, lokaler Wasserpreis: 2,10 EUR/m³.

Der Rechner berechnet ein nutzbares Sammelpotenzial von rund 56.400 Litern im Jahr, das den Gartenbedarf von 32.000 Litern vollständig deckt (Selbstversorgungsgrad 100 %).

Die Einsparung entspricht damit dem gesamten Bedarf und liegt bei rund 67 EUR jährlich; weil dieser Betrag im Verhältnis zur Investition klein ist, liegt die Amortisationszeit über 70 Jahre.

Das Ergebnis ist kein Nein zur Zisterne, sondern ein Hinweis, dass der Entscheidungsrahmen hier Nachhaltigkeit und Trockenheitsvorsorge heißen sollte, nicht Kapitalrendite.

Der nächste Schritt: prüfen, ob ein größeres Speichervolumen überhaupt mehr bringt, und nachlesen, ob regionale Förderung die Investitionslücke schließt.

In einem zweiten Durchlauf erhöht Familie Sommer das Volumen auf 8.000 Liter: Weil der kleinere Speicher den Jahresbedarf bereits vollständig deckt, bleiben genutzte Menge (32.000 Liter), Ersparnis (rund 67 EUR) und Amortisation (über 70 Jahre) praktisch unverändert.

Das zeigt, dass ein größerer Tank nur dort hilft, wo der Bedarf das Sammelpotenzial übersteigt — hier ist das nicht der Fall, sodass der eigentliche Entscheidungsgrund Trockenheitsvorsorge bleibt, nicht die Rendite über den eingesparten Wasserpreis. Zisterne-Wirtschaftlichkeit: 4.800 EUR Investition bei 67 EUR Jahresersparnis

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Ein häufiger Fehler ist, das theoretische Jahresniederschlagsvolumen mit der tatsächlich nutzbaren Zisternenmenge gleichzusetzen. In der Praxis begrenzen Dachfläche, Speichergröße, Überläufe und vor allem der reale Verbrauch, wie viel Regenwasser wirklich ersetzt werden kann.

Viele rechnen außerdem nur mit Trinkwasserpreis und vergessen Strom, Wartung, Filterwechsel oder Pumpenersatz.

Wer dann noch einen sehr großen Speicher ohne passenden Bedarf plant, deutet ein beeindruckendes Volumen fälschlich als wirtschaftlichen Vorteil, obwohl die Amortisation gerade dadurch oft länger wird.

Ein weiterer Fehler ist, die Amortisation allein am Trinkwasserpreis zu messen und die eingesparte Abwassergebühr entweder zu übersehen oder fälschlich mitzuzählen, obwohl Gartenwasser je nach Kommune nicht in die Kanalgebühr einfließt.

Ebenso wird der Nutzungsgrad zu hoch angesetzt: Läuft die Zisterne in nassen Monaten regelmäßig über, sinkt der tatsächlich ersetzte Trinkwasseranteil deutlich unter das theoretische Sammelpotenzial.

Wer diese Punkte sauber trennt, erhält eine realistische statt einer geschönten Wirtschaftlichkeit.

Ein letzter Fehler ist, die Gartenfläche für einen wirtschaftlichen Stellhebel zu halten: Sie ändert die Amortisationszeit um keinen Tag, weil der Rechner ausschließlich mit dem separat eingetragenen Jahresbedarf rechnet.

Ob 60 oder 400 Quadratmeter im Feld stehen, bleiben es in der Voreinstellung 34,4 Jahre.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Zisterne-Wirtschaftlichkeits-Rechner zeigt nicht nur die Amortisationszeit, sondern warum sie so ausfällt – durch die Kombination aus Sammelpotenzial, Speichergröße, Jahresbedarf und laufenden Kosten.

Er liefert damit eine belastbare Vorentscheidung in Euro, Litern und Jahren statt eines Bauchgefühls.

Bevor du dich festlegst, prüfe, ob ein größeres Zisternenvolumen den Engpass beim nutzbaren Regenwasser beseitigt, oder ob Förderung und Ökobilanz die eigentlichen Entscheidungsgründe sind.

Als grobe Einordnung gilt: Übersteigt der Jahresbedarf das Speichervolumen deutlich, bleibt viel Regenwasser ungenutzt, und die Amortisation über den reinen Wasserpreis zieht sich meist über Jahrzehnte hin.

Für den kleineren Einstieg in die Regennutzung dimensioniert der Regentonnen-Rechner das passende Fassungsvermögen. Den Jahreswasserbedarf als Grundlage für die Amortisationsrechnung liefert der Bewässerungs-Rechner nach Fläche, Pflanzentyp und Bodenart.

Ein Ergebniswert lohnt dabei besondere Beachtung, weil er genau diese Alternative beziffert: der Break-even gegenüber einem simplen Regenfass.

Im 85-m²-Beispiel liegt er bei 114,9 Jahren — die Zisterne holt den Kostenvorsprung des mit 27,01 EUR angesetzten Regenfasses also noch langsamer ein als ihre eigene Amortisation von 71,4 Jahren.

Wer ausschließlich Gartenwasser ersetzen will, sollte diese Zahl gelesen haben, bevor der Bagger bestellt ist.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Amortisationszeit: ca. 34,4 Jahre | Wasserersparnis: 45.000 L/Jahr (189 €/Jahr) | Selbstversorgungsgrad: 100 % | Break-even ggü. Regenfass: ca. 53,8 Jahre

Lohnt sich eine 5.000-Liter-Zisterne?

Gartenfläche
180 m²
Jährlicher Gartenwasserbedarf
45.000 L/Jahr
Dachfläche für Sammlung
120 m²
Zisternenvolumen
5.000 Liter

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Amortisationszeit: ca. 47,6 Jahre | Wasserersparnis: 45.000 L/Jahr (189 €/Jahr) | Selbstversorgungsgrad: 100 % | Break-even ggü. Regenfass: ca. 75,1 Jahre

Kosten und Amortisation einer 10.000-Liter-Zisterne

Gartenfläche
180 m²
Jährlicher Gartenwasserbedarf
45.000 L/Jahr
Dachfläche für Sammlung
120 m²
Zisternenvolumen
10.000 Liter

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Amortisationszeit: ca. 20 Jahre | Wasserersparnis: 75.000 L/Jahr (375 €/Jahr) | Selbstversorgungsgrad: 100 % | Break-even ggü. Regenfass: ca. 26,6 Jahre

Großer Garten mit höherem Wasserpreis

Gartenfläche
300 m²
Jährlicher Gartenwasserbedarf
75.000 L/Jahr
Dachfläche für Sammlung
150 m²
Zisternenvolumen
6.000 Liter

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Diagramm zeigt, dass die Amortisation einer Zisterne bei 63 EUR jährlicher Ersparnis über 70 Jahre dauert. Die Entscheidung basiert auf Nachhaltigkeit, nicht Rendite.

    Zisterne Amortisation

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  • Trichterdiagramm zeigt, wie von 34.000 Liter Sammelpotenzial nach Speicherverlusten und Überlauf ca. 30.000 Liter tatsächlich nutzbar sind.

    Zisterne Nutzungsgrad

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           alt="Trichterdiagramm zeigt, wie von 34.000 Liter Sammelpotenzial nach Speicherverlusten und Überlauf ca. 30.000 Liter tatsächlich nutzbar sind."
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  • Zisterne-Wirtschaftlichkeit: 4800 Euro Investition bei 67 Euro jährlicher Einsparung

    Zisterne: 4.800 EUR Investition bei 67 EUR/Jahr Einsparung

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           alt="Zisterne-Wirtschaftlichkeit: 4800 Euro Investition bei 67 Euro jährlicher Einsparung"
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/garten-natur/bewaesserung-wasserverbrauch/zisterne-wirtschaftlichkeits-rechner">Zisterne: 4.800 EUR Investition bei 67 EUR/Jahr Einsparung auf Rechner-Portal</a></p>

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Ausgabe ist eine Wirtschaftlichkeits- und Szenariorechnung. Erdarbeiten, Genehmigungen, Pumpentechnik und tatsächliche Niederschlagsverläufe können die reale Amortisation deutlich verändern.

Quelle: Eigene Berechnung mit durchschnittlichem Niederschlagsansatz für Deutschland und Referenzvergleich zur Regentonne

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Garten & Natur / Bewässerung & Wasserverbrauch
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Zisterne-Wirtschaftlichkeits-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/garten-natur/bewaesserung-wasserverbrauch/zisterne-wirtschaftlichkeits-rechner

Harvard-Format

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