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Garzeit für Braten: Ofentemperatur, Zeit und Kerntemperatur

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Fleischart
Garstufe
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Kurzantwort

Garzeit-Braten-Rechner: Wähle Fleischart, Gewicht und Garstufe und erhalte Ofentemperatur, Garzeit und Ziel-Kerntemperatur samt Tabelle. Verlässlich ist die gemessene Kerntemperatur.

Garzeit für Braten nach Fleischart, Gewicht und Garstufe berechnen: Ofentemperatur

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juni 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Garzeit-Braten-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Kerntemperatur-Skala für Braten: rare bis durch Der Garzeit-Braten-Rechner schätzt für klassische Bratenstücke die nötige Garzeit, die passende Ofentemperatur und die Ziel-Kerntemperatur. So findest du den richtigen Startzeitpunkt und triffst den gewünschten Garpunkt, von rosa bis durchgebraten.

Grundlage sind je Fleischart hinterlegte Richtwerte in Minuten je Kilogramm sowie Kerntemperaturen je Garstufe, die der Rechner mit dem eingegebenen Gewicht verrechnet.

Bei Schwein und Geflügel berücksichtigt er aus Sicherheitsgründen, dass nur die Garstufe durch zulässig ist.

Zu jeder Fleischart zeigt er außerdem eine Tabelle der Kerntemperaturen je Garstufe, damit du den Garpunkt mit dem Bratenthermometer kontrollieren kannst.

Weil ein Braten in der Ruhezeit noch nachgart, ist die Kerntemperatur der zuverlässigere Maßstab als die reine Zeit, und genau diese Kombination liefert dir der Rechner als Planungsgrundlage.

Der Zeitteil des Modells ist dabei bewusst simpel: Die Garzeit wächst streng linear mit dem Gewicht. Ein Schweinebraten braucht bei 0,5 kg 30 Minuten, bei 1,5 kg 90 und bei 3 kg 180, während die Ofentemperatur unverändert bei 175 Grad bleibt.

Ein doppelt so schwerer Braten ist aber nicht doppelt so dick, und die Wärme dringt über die Dicke ein, nicht über das Gewicht.

Bei kompakten Stücken fällt die Zeit deshalb eher zu großzügig aus, bei langen flachen zu knapp — der Grund, warum das Thermometer das letzte Wort behält.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du wählst die Fleischart, zum Beispiel Schweinebraten, Rinderbraten, Lammkeule oder ganzes Geflügel, gibst das Gewicht in Kilogramm ein und wählst die gewünschte Garstufe. Aus der Fleischart zieht der Rechner die passende Ofentemperatur, den Richtwert in Minuten je Kilogramm und die Ziel-Kerntemperatur.

Bei Schwein und Geflügel ist aus Sicherheitsgründen nur die Stufe durch sinnvoll; wählst du versehentlich eine niedrigere Garstufe, korrigiert der Rechner automatisch und weist darauf hin.

So bekommst du für dein konkretes Bratenstück eine Garzeit und eine Ziel-Kerntemperatur, die du mit dem Bratenthermometer überprüfen kannst.

Gibst du das Gewicht in Kilogramm ein, skaliert der Rechner die Garzeit linear mit, sodass ein doppelt so schweres Stück näherungsweise die doppelte Zeit benötigt.

Bei ganzem Geflügel bezieht sich die Eingabe auf das küchenfertige Tier samt Knochen, weil sich die hinterlegten Richtwerte in Minuten je Kilogramm genau darauf beziehen.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Garzeit-Berechnung: Fleischart × Gewicht = Garzeit plus Kerntemperatur Rechenweg in Klartext: Für jede Fleischart sind eine Ofentemperatur, ein Richtwert in Minuten je Kilogramm und Ziel-Kerntemperaturen je Garstufe hinterlegt. Die Garzeit ergibt sich aus Gewicht mal Minuten je Kilogramm.

Beispiel: Schweinebraten von 1,5 kg bei 60 Minuten je Kilogramm ergibt rund 90 Minuten bei 175 Grad und einer Ziel-Kerntemperatur von 72 Grad.

Die Werte sind erprobte Richtwerte für Ofenbraten; maßgeblich für die Lebensmittelsicherheit sind die Kerntemperaturen nach BZfE und BfR.

Ein zweites Beispiel zeigt die lineare Skalierung deutlich: Eine Lammkeule von 2 kg bei 50 Minuten je Kilogramm ergibt rund 100 Minuten Garzeit, dieselbe Keule mit 1,5 kg dagegen etwa 75 Minuten.

Die Ziel-Kerntemperatur bleibt davon unberührt, weil sie am gewünschten Garpunkt hängt und nicht am Gewicht: rosa gebratenes Lamm liegt bei etwa 58 bis 60 Grad, durchgegart bei rund 75 Grad.

Bewusst rechnet der Rechner keinen festen Ruhezeit-Aufschlag in die Kerntemperatur ein, sondern weist die Ruhezeit getrennt aus, damit du den Braten einige Grad vor dem Ziel aus dem Ofen holen kannst.

Ofentemperatur und Minuten je Kilogramm gehören dabei zusammen: Wer heißer bräunt, verkürzt zwar die Zeit, riskiert aber einen trockeneren Rand.

Nachschlagen

Garzeit und Kerntemperatur nach Fleischart und Garstufe

Die Kerntemperatur ist das wichtigste Kriterium für die gewünschte Garstufe. Nach dem Garen sollte das Fleisch bei Raumtemperatur ruhen, damit sich der Fleischsaft gleichmäßig verteilt.

Richtwerte aus dem Garzeit-Rechner: Ofentemperatur, Kerntemperatur und Garzeit je Fleischart und Garstufe (klassisches Ofenbraten)
Fleischart / GarstufeOfentemp.KerntemperaturRichtwert (min/kg)Hinweis
Rinderbraten – Medium (rosa)160 °C58 °C45 min/kgRechner-Wert
Rinderbraten – Durch160 °C70 °C55 min/kgRechner-Wert
Roastbeef – Rare (englisch)180 °C50 °C30 min/kgRechner-Wert
Roastbeef – Medium (rosa)180 °C56 °C40 min/kgRechner-Wert
Roastbeef – Durch180 °C68 °C50 min/kgRechner-Wert
Rinderfilet – Rare180 °C50 °C25 min/kgRechner-Wert
Rinderfilet – Medium180 °C56 °C35 min/kgRechner-Wert
Rinderfilet – Durch180 °C65 °C45 min/kgRechner-Wert
Schweinebraten – Durch175 °C72 °C60 min/kgRechner-Wert
Schweinefilet – Durch180 °C65 °C30 min/kgRechner-Wert
Kalbsbraten – Medium160 °C65 °C50 min/kgRechner-Wert
Kalbsbraten – Durch160 °C72 °C60 min/kgRechner-Wert
Lammkeule – Rare180 °C55 °C35 min/kgRechner-Wert
Lammkeule – Medium180 °C62 °C45 min/kgRechner-Wert
Lammkeule – Durch180 °C72 °C55 min/kgRechner-Wert
Hähnchen (ganz) – Durch200 °C≥ 80 °C50 min/kgKein Rosa im Inneren
Pute (ganz) – Durch180 °C≥ 80 °C55 min/kgKein Rosa im Inneren
Ente (ganz) – Durch180 °C≥ 80 °C60 min/kgKein Rosa im Inneren
Gans (ganz) – Durch170 °C≥ 85 °C60 min/kgKein Rosa im Inneren

Alle Werte identisch mit den Rechner-Ausgaben oben. Quellen: DGE; USDA Food Safety and Inspection Service (2023). Kerntemperatur mit digitalem Fleischthermometer an dickster Stelle messen — Zeit dient nur zur Planung.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Garzeit-Braten-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie berechnet der Garzeit-Rechner die Bratzeit?

Der Rechner hinterlegt für jede Fleischart einen erprobten Richtwert in Minuten je Kilogramm und multipliziert ihn mit dem eingegebenen Gewicht.

Ein Schweinebraten von 1,5 Kilogramm bei rund 60 Minuten je Kilogramm ergibt so etwa 90 Minuten Garzeit bei 175 Grad Ofentemperatur.

Für rotes Fleisch wie Roastbeef oder Rinderfilet hängt der Wert zusätzlich von der gewünschten Garstufe ab, weil eine rosa Mitte kürzer gegart wird als ein durchgebratenes Stück.

Bei Geflügel rechnet der Rechner stets mit der vollen Durchgarzeit, also rund 45 bis 50 Minuten je Kilogramm bei 180 Grad. Die so berechnete Zeit ist eine sehr gute Planungsgröße, um den richtigen Startzeitpunkt zu finden.

Sie ersetzt aber nicht die Kontrolle mit dem Bratenthermometer, denn Ofen, Fleischdicke und Ausgangstemperatur beeinflussen das tatsächliche Ergebnis. Nimm das Fleisch stets zimmerwarm aus dem Kühlschrank, damit die Hitze gleichmäßig eindringt.

Plane deshalb immer einen kleinen Zeitpuffer von 15 bis 20 Minuten ein und beginne früh genug mit dem Braten.

Warum ist die Kerntemperatur wichtiger als die Garzeit?

Die Garzeit ist immer nur eine Schätzung, weil sie von vielen Faktoren abhängt, die sich nicht exakt erfassen lassen: der genauen Ofenleistung, der Form und Dicke des Bratens, der Ausgangstemperatur des Fleisches und davon, wie oft die Ofentür geöffnet wird.

Allein ein Fleisch direkt aus dem Kühlschrank statt zimmerwarm kann die Garzeit um 10 bis 20 Minuten verlängern. Die Kerntemperatur dagegen beschreibt direkt den Zustand im Inneren des Fleisches und damit den tatsächlichen Garpunkt.

Ein Bratenthermometer, das du in die dickste Stelle steckst, ohne Knochen zu berühren, zeigt zuverlässig an, wann das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Digitale Sofortmess-Thermometer liefern innerhalb von drei bis fünf Sekunden ein genaues Ergebnis.

Deshalb gibt der Rechner zu jeder Garstufe die passende Ziel-Kerntemperatur aus. Verlass dich im Zweifel auf diesen Messwert und nutze die berechnete Zeit nur, um den Braten rechtzeitig in den Ofen zu schieben und den Ablauf zu planen.

Welche Kerntemperatur brauche ich für welche Garstufe?

Bei rotem Fleisch wie Rind und Lamm gelten grobe Orientierungswerte: englisch beziehungsweise rare liegt bei rund 50 bis 52 Grad Kerntemperatur, medium-rare bei 54 bis 55 Grad, medium oder rosa bei etwa 56 bis 60 Grad und durchgebraten bei 68 bis 72 Grad.

Ein Roastbeef medium-rare zieht beim Anschneiden einen schönen rosa Streifen durch die Mitte und ist besonders saftig und zart. Schweinefleisch sollte aus Sicherheitsgründen mindestens 70 bis 72 Grad erreichen und wird nicht rosa angeboten.

Kalbfleisch liegt je nach Wunsch zwischen 65 und 72 Grad. Geflügel wie Hähnchen, Pute, Ente und Gans muss vollständig durchgegart sein und sollte im Kern etwa 80 bis 85 Grad erreichen, damit es sicher ist.

Beachte auch, dass die Temperatur nach dem Herausnehmen durch Resthitze noch 2 bis 5 Grad steigt.

Der Rechner zeigt dir für die gewählte Fleischart und Garstufe genau den passenden Wert und stellt zusätzlich eine kleine Tabelle aller verfügbaren Garstufen dar, damit du den Überblick behältst.

Warum kann ich Schwein oder Geflügel nicht englisch garen?

Bei Schweinefleisch und Geflügel verzichtet der Rechner bewusst auf die Garstufen rare und medium und empfiehlt nur das vollständige Durchgaren.

Der Grund ist die Lebensmittelsicherheit: In rohem oder nicht ausreichend erhitztem Geflügel können Keime wie Salmonellen oder Campylobacter vorkommen, die zu ernsten Magen-Darm-Erkrankungen führen.

In Schweinefleisch war früher auch der Parasit Trichinella ein Risiko. Erst eine Kerntemperatur von rund 70 Grad und mehr tötet diese Erreger zuverlässig ab.

Deshalb wählst du bei diesen Fleischarten am besten gleich die Stufe durch; wählst du versehentlich eine niedrigere Stufe, korrigiert der Rechner automatisch auf die sichere Variante und weist dich darauf hin.

Bei Rind und Lamm aus dem ganzen Stück ist eine rosa Mitte dagegen unbedenklich, weil mögliche Keime nur außen sitzen und durch das scharfe Anbraten der Oberfläche bei über 65 Grad zuverlässig abgetötet werden.

Hackfleisch dagegen immer vollständig garen.

Was bewirkt eine Ruhezeit nach dem Braten?

Nach dem Garen sollte ein Braten nicht sofort angeschnitten werden, sondern fünf bis fünfzehn Minuten ruhen, größere Stücke von über zwei Kilogramm auch bis zu zwanzig Minuten.

Während des Bratens wandert Flüssigkeit durch die Hitze nach innen, und das Fleisch steht unter Spannung.

In der Ruhephase verteilt sich der Saft wieder gleichmäßig in alle Fasern, sodass beim Anschneiden deutlich weniger Flüssigkeit ausläuft und das Fleisch merklich saftiger bleibt.

Wichtig zu wissen: Die Kerntemperatur steigt während der Ruhezeit durch die gespeicherte Resthitze oft noch um zwei bis fünf Grad an, das sogenannte Nachziehen.

Bei einem Roastbeef medium-rare nimmst du es deshalb bereits bei etwa 53 bis 54 Grad aus dem Ofen, damit es nicht über 58 Grad gerät.

Decke das Fleisch in der Ruhezeit locker mit Alufolie ab, damit es nicht zu stark auskühlt, aber auch nicht weiterdämpft.

Soll ich Niedrigtemperatur oder normale Ofenhitze nutzen?

Die im Rechner hinterlegten Werte beziehen sich auf klassisches Braten bei mittlerer Ofentemperatur zwischen etwa 160 und 200 Grad. Diese Methode ist schnell und liefert eine kräftige, appetitliche Kruste.

Alternativ kannst du nach dem scharfen Anbraten auf Niedrigtemperatur umstellen, also bei 80 bis 120 Grad über mehrere Stunden garen.

Ein Rinderbraten von zwei Kilogramm braucht dabei statt der üblichen 100 Minuten leicht vier bis fünf Stunden im Niedertemperaturofen.

Das Ergebnis ist besonders zart und gleichmäßig rosa, weil die Temperaturdifferenz zwischen Rand und Kern sehr klein bleibt. Die Garzeiten des Rechners gelten für diese Methode nicht, weil sie auf anderen Richtwerten je Kilogramm basieren.

Unabhängig von der Methode bleibt die Kerntemperatur das einzig verlässliche Kriterium.

Für Einsteiger und für klassische Sonntagsbraten ist das mittlere Ofenbraten mit Thermometerkontrolle die einfachste und zuverlässigste Variante mit gut planbarem Zeitfenster, das sich auf zwei bis drei Stunden beschränkt.

Wie wirkt sich das Gewicht auf die Garzeit aus?

Der Rechner geht von einem linearen Zusammenhang aus: doppeltes Gewicht bedeutet näherungsweise doppelte Garzeit, weil er mit Minuten je Kilogramm rechnet. Das ist eine sehr brauchbare Näherung, vor allem für kompakte und runde Bratenformen.

In der Praxis spielt aber auch die Form eine wichtige Rolle: Ein langer, flacher Braten von zwei Kilogramm gart schneller durch als ein gleich schwerer, sehr dicker und runder, weil die Hitze einen kürzeren Weg bis zum Kern zurücklegen muss.

Sehr große Stücke, etwa eine Festtagsgans von vier bis fünf Kilogramm, brauchen manchmal etwas weniger Zeit je Kilogramm als ein kleines Stück von einem Kilogramm.

Außerdem verlängert ein gefrorenes oder sehr kaltes Fleischstück die Garzeit erheblich, manchmal um 30 bis 50 Prozent.

Nutze die berechnete Zeit deshalb als Startwert und prüfe ab etwa 20 Minuten vor dem rechnerischen Ende regelmäßig die Kerntemperatur mit dem Thermometer. So vermeidest du sowohl ein zu rohes als auch ein übergartes, trockenes Ergebnis.

Welche Fleischarten deckt der Rechner ab und was, wenn meine fehlt?

Der Rechner enthält die gängigsten Bratenstücke: Rinderbraten, Roastbeef, Rinderfilet, Schweinebraten, Schweinefilet, Kalbsbraten und Lammkeule sowie ganzes Geflügel mit Hähnchen, Pute, Ente und Gans.

Für jede Art sind spezifische Ofentemperatur, Minuten je Kilogramm und Kerntemperaturen hinterlegt, die auf bewährten Richtwerten der klassischen Küche beruhen.

Ist deine genaue Variante nicht dabei, wählst du am besten das ähnlichste Stück: Für einen Rinderschmorbraten orientierst du dich am Rinderbraten, für Hähnchenschenkel am ganzen Hähnchen, für ein Lammkarree an der Lammkeule.

Die berechnete Zeit dient dann als grober Anhaltspunkt und sollte eher kürzer als länger angesetzt werden. Maßgeblich bleibt in jedem Fall die Kerntemperatur, die du mit dem Thermometer kontrollierst.

Bei stark abweichenden Zuschnitten wie sehr dünnen Steaks, die nur zwei bis drei Zentimeter dick sind, oder gefüllten Rollbraten passen die Pauschalwerte nur eingeschränkt, da die Fleischdicke die Wärmedurchdringung stärker bestimmt als das reine Gewicht.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Verlass dich beim Braten auf ein Bratenthermometer und stich es in die dickste Stelle, ohne einen Knochen zu berühren, damit die gemessene Kerntemperatur stimmt. Nimm den Braten einige Grad vor Erreichen der Ziel-Kerntemperatur aus dem Ofen, weil sie in der Ruhezeit noch um zwei bis fünf Grad steigt.

Lass das Fleisch danach fünf bis fünfzehn Minuten ruhen, damit sich der Saft verteilt und der Braten saftig bleibt.

Plane bei der berechneten Garzeit einen Zeitpuffer ein und prüfe ab etwa 20 Minuten vor dem rechnerischen Ende regelmäßig die Kerntemperatur, weil Gewicht und Fleischart das tatsächliche Garverhalten beeinflussen.

Miss nicht sofort nach dem Einstechen ab, sondern gib dem Thermometer einige Sekunden, bis der Wert steht, und wiederhole die Messung an einer zweiten Stelle.

Öffne die Ofentür möglichst selten und nur kurz, weil jedes längere Öffnen die Temperatur abfallen lässt und die Garzeit verlängert.

Bei sehr magerem Fleisch wie Rinderfilet wählst du die Ziel-Kerntemperatur besser am unteren Rand des Bereichs, damit es nicht trocken wird.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Maria brät einen Rinderbraten von 2 kg und möchte ihn medium. Sie wählt im Garzeit-Braten-Rechner die Fleischart Rinderbraten, gibt 2 kg ein und stellt die Garstufe medium ein.

Das Ergebnis: rund 90 Minuten Garzeit bei 160 Grad Ofentemperatur sowie eine Ziel-Kerntemperatur von 58 Grad. Sie startet entsprechend früh und kontrolliert ab Minute 70 mit dem Bratenthermometer in der dicksten Stelle.

Bei einer gemessenen Kerntemperatur von 55 Grad nimmt sie den Braten aus dem Ofen, weil sie weiß, dass die Temperatur in der Ruhezeit noch steigt.

Während der zehnminütigen Ruhezeit klettert die Kerntemperatur auf die gewünschten 58 Grad, und der Braten bleibt saftig, weil sich der Saft verteilen konnte.

Beim Anschneiden zahlt sich das aus: Das Fleisch ist gleichmäßig rosa ohne grauen Rand, und der austretende Saft bleibt klar statt blutig.

Hätte Maria erst bei 58 Grad im Ofen abgebrochen, läge der Braten nach der Ruhezeit bei rund 61 Grad und damit schon Richtung durchgebraten.

Die zehn Minuten Ruhezeit plant sie fest in ihren Ablauf ein, denn in dieser Zeit wird der Braten nicht kalt, sondern nur ruhiger und schnittfester. Rinderbraten 2 kg medium: Timeline von Start bis Ruhezeit

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der größte Fehler beim Garzeit-Braten-Rechner ist, sich allein auf die Garzeit zu verlassen und die Kerntemperatur nicht zu messen, denn das Ergebnis ist dann oft zu roh oder übergart. Schwein und Geflügel englisch oder medium zu garen ist aus Sicherheitsgründen riskant, weshalb hier nur die Garstufe durch sinnvoll ist.

Auch das sofortige Anschneiden ohne Ruhezeit lässt den Saft auslaufen und macht den Braten trocken, obwohl die Kerntemperatur in der Ruhezeit noch um einige Grad steigt.

Sehr dicke, kompakte Bratenstücke werden bei reiner Zeitrechnung leicht falsch eingeschätzt, weil die Hitze länger bis zum Kern braucht.

Wer die Ofentemperatur, das Gewicht und die Ziel-Kerntemperatur zusammen betrachtet und mit dem Bratenthermometer kontrolliert, trifft den Garpunkt deutlich zuverlässiger.

Ein weiterer verbreiteter Fehler ist, den Braten direkt aus dem Kühlschrank in den Ofen zu schieben und die Garzeit trotzdem wie für zimmerwarmes Fleisch zu planen, denn stark gekühltes Fleisch braucht merklich länger bis zur Ziel-Kerntemperatur.

Ebenso unterschätzt wird, dass ein Umluftofen anders bräunt als Ober- und Unterhitze, sodass die hinterlegte Ofentemperatur je nach Gerät um etwa 20 Grad nach unten angepasst werden sollte.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Garzeit-Braten-Rechner liefert dir Ofentemperatur, Garzeit und Ziel-Kerntemperatur je Fleischart, Gewicht und Garstufe samt einer Kerntemperatur-Tabelle.

Als nächsten Schritt planst du mit der berechneten Garzeit den Start, kontrollierst den Garpunkt mit dem Bratenthermometer und gönnst dem Fleisch vor dem Anschneiden eine Ruhezeit, in der die Kerntemperatur noch nachsteigt.

Liegt dir nur eine Umluft- oder Gasangabe für die Ofentemperatur vor, rechnest du sie mit dem Backofentemperatur-Rechner um.

So verbindest du Zeitplanung und Temperaturkontrolle zu einem verlässlichen Ablauf, bei dem die Kerntemperatur stets das letzte Wort behält und die berechnete Garzeit dir nur den Startpunkt vorgibt.

Wählst du für einen Schweinebraten die Stufe rare, bekommst du übrigens trotzdem 72 Grad Kerntemperatur und die Angabe Durch (well done) zurück: Der Rechner überschreibt die Auswahl aus Gründen der Lebensmittelsicherheit und begründet das im Hinweistext, statt die Eingabe stumm abzulehnen.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Garzeit ca. 1 Std 30 Min bei 175 °C, Kerntemperatur 72 °C

1,5-kg-Schweinebraten durchgaren

Fleischart
Schweinebraten
Gewicht (kg)
1,5
Garstufe
durch

Beispiel 2 · Mittel · Garzeit ca. 1 Std 30 Min bei 160 °C, Kerntemperatur 58 °C

2-kg-Rinderbraten medium (rosa)

Fleischart
Rinderbraten
Gewicht (kg)
2
Garstufe
medium

Beispiel 3 · Komplex · Garzeit ca. 1 Std 30 Min bei 200 °C, Kerntemperatur 80 °C

1,8-kg-Hähnchen durchgaren

Fleischart
Hähnchen (ganz)
Gewicht (kg)
1,8
Garstufe
durch

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Weiternutzung

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  • Farbcodierte Skala: Rare 48–52°C, Medium rare 53–57°C, Medium 58–62°C, Medium well 63–67°C, Durch 68–75°C. Schwein und Geflügel nur durch.

    Kerntemperatur-Skala – Garstufen für Braten

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  • Timeline von Start über Kontrolle ab Minute 70 bis Rausnehmen bei 55 °C nach 90 Minuten und Ruhezeit von 10 Minuten auf 58 °C Kerntemperatur. Drei Infokarten zeigen 2 kg, 160 °C und 90 Minuten.

    Rinderbraten 2 kg medium: 90 min bei 160 °C, Ruhezeit bringt Kern auf 58 °C

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    Garzeit-Braten – Rechenweg

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Garzeiten sind Planungsrichtwerte. Maßgeblich ist die mit einem Bratenthermometer gemessene Kerntemperatur, besonders bei Geflügel und Schwein.

Quelle: Erprobte Richtwerte für Ofenbraten (Minuten je Kilogramm) und Ziel-Kerntemperaturen je Fleischart/Garstufe nach BZfE/BfR

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Kochen & Ernährung / Kochen & Garen
Formeln basieren auf
Minuten je Kilogramm und Ziel-Kerntemperaturen je Fleischart und Garstufe
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Garzeit-Braten-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/kochen-ernaehrung/kochen-garen/garzeit-braten

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Garzeit-Braten-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/kochen-ernaehrung/kochen-garen/garzeit-braten

Werbestatus

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