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Fristenrechner: BGB-Fristen online berechnen (2026)

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Kurzantwort

Berechnet gesetzliche Fristen nach BGB §§ 187–193. Unterscheidet Ereignis- und Beginnfristen, berücksichtigt Monatsende-Klemmung (§ 188 III) und verschiebt das Fristende automatisch auf den nächsten Werktag, wenn es auf ein Wochenende oder einen Feiertag fällt (§ 193). Sechs Presets decken typische Fristen ab: Widerruf, Widerspruch, Klagefrist, Zahlungsverzug und Mietkündigung.

Gesetzliche Fristen nach BGB §§ 187–193 berechnen

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Fristenrechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Fristenrechner berechnet gesetzliche Fristen nach den Vorschriften der §§ 187–193 BGB. Er unterscheidet zwischen Ereignisfristen (§ 187 Abs.

1 BGB), bei denen der Tag des Ereignisses nicht mitzählt, und Beginnfristen (§ 187 Abs. 2 BGB), bei denen der erste Tag mitzählt.

Das Fristende wird nach § 188 BGB bestimmt: Bei Tagesfristen endet die Frist mit Ablauf des letzten Tages, bei Wochen-, Monats- und Jahresfristen am entsprechenden Wochentag oder Kalendertag des Zielzeitraums.

Fehlt der entsprechende Tag im Zielmonat, greift die Monatsende-Klemmung nach § 188 Abs. 3 BGB: Aus dem 31. Januar plus einem Monat wird der 28. Februar, nicht ein ungültiges Datum.

Fällt das berechnete Fristende auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, verschiebt § 193 BGB das Ende auf den nächsten Werktag.

Dabei berücksichtigt der Rechner die Feiertage aller 16 Bundesländer, weil sich deren Anzahl zwischen 9 und 13 pro Jahr unterscheidet.

Sechs Presets decken die häufigsten Fristen ab: Widerruf (14 Tage, § 355 BGB), Widerspruch und Klagefrist (je 1 Monat), Zahlungsverzug (30 Tage, § 286 Abs. 3 BGB) und Kündigung Mietvertrag (3 Monate, § 573c BGB).

Optional lässt sich eine Zugangsfiktion von 3 Tagen nach § 130 BGB aktivieren, die den effektiven Fristbeginn um die typische Brieflaufzeit verschiebt.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Im ersten Feld wählst du einen Frist-Typ: Widerruf, Widerspruch, Klagefrist, Zahlungsverzug, Kündigung Mietvertrag oder Freie Eingabe. Bei den Presets sind Fristart, Dauer und Einheit bereits festgelegt, bei freier Eingabe bestimmst du sie selbst.

Das zweite Feld ist das Datum des fristauslösenden Ereignisses, etwa der Tag, an dem ein Bescheid zugestellt wurde oder ein Vertrag geschlossen wurde.

Im Modus Freie Eingabe legst du zusätzlich die Fristart fest: Ereignisfrist bedeutet, dass der Ereignistag nicht mitzählt (§ 187 Abs. 1 BGB), Beginnfrist bedeutet, dass der erste Tag mitzählt (§ 187 Abs. 2 BGB).

Dauer und Einheit beschreiben die Länge der Frist in Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren. Das Bundesland bestimmt, welche Feiertage für die §-193-Prüfung herangezogen werden.

Die Zugangsfiktion addiert 3 Tage Brieflaufzeit auf das Ereignisdatum, bevor die eigentliche Frist beginnt.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Fristberechnung folgt einem dreistufigen Verfahren. Erster Schritt: Fristbeginn bestimmen.

Bei einer Ereignisfrist (§ 187 Abs. 1 BGB) beginnt die Frist am Tag nach dem Ereignis, bei einer Beginnfrist (§ 187 Abs. 2 BGB) am Ereignistag selbst. Ist die Zugangsfiktion aktiv, wird das Ereignisdatum zunächst um 3 Tage verschoben.

Zweiter Schritt: Fristende berechnen. Bei Tagesfristen endet die Frist nach n Tagen (§ 188 Abs. 1 BGB): Ereignisfrist ergibt Fristende gleich Ereignisdatum plus n, Beginnfrist ergibt Fristende gleich Startdatum plus n minus 1.

Bei Wochen-, Monats- und Jahresfristen gilt § 188 Abs. 2 BGB: Das Fristende fällt auf den Tag, der dem Ereignistag in der letzten Woche oder im letzten Monat entspricht. Fehlt dieser Tag (§ 188 Abs. 3 BGB), endet die Frist am letzten Tag des Monats.

Beispiel: 31. Januar plus 1 Monat ergibt 28. Februar. Fristberechnung nach BGB: Fristende gleich Ereignisdatum plus Fristdauer; bei Zugangsfiktion zusätzlich 3 Tage Dritter Schritt: §-193-Prüfung.

Fällt das berechnete Fristende auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag des gewählten Bundeslandes, verschiebt der Rechner das Ende auf den nächsten Werktag. In Bayern kann das Fristende beispielsweise am 25. Dezember 2026 (Freitag, 1.

Weihnachtstag) landen: Der 26. Dezember ist ebenfalls Feiertag, der 27. Dezember ist Sonntag, sodass das Fristende auf den 28. Dezember 2026 (Montag) verschoben wird. Rechtsgrundlage: BGB §§ 187–193 (Stand 2026).

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Fristenrechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist der Unterschied zwischen Ereignisfrist und Beginnfrist?

Eine Ereignisfrist nach § 187 Abs. 1 BGB beginnt am Tag nach dem auslösenden Ereignis. Beispiel: Ein Brief wird am 10. März zugestellt, die Frist beginnt erst am 11. März um 0:00 Uhr zu laufen.

Bei einer Beginnfrist nach § 187 Abs. 2 BGB zählt der Tag selbst schon mit, weil kein Ereignis den Lauf auslöst, sondern ein fester Kalendertag den Anfang bildet.

Das betrifft etwa Lebensalter oder Vertragslaufzeiten, die am ersten Tag eines Monats starten. In der Praxis verwechseln viele beide Varianten und verschenken dadurch einen vollständigen Tag bei der Berechnung.

Ein häufiger Irrtum ist, dass der Zustellungstag bei Ereignisfristen mitzählt, was zu einer um einen Tag verkürzten Frist führen würde.

Der Fristenrechner unterscheidet beide Typen automatisch, sodass du nur das Datum des Ereignisses oder den Starttermin eingibst und das korrekte Fristende erhältst.

Rund 90 Prozent aller gesetzlichen Fristen im BGB sind Ereignisfristen, weshalb der Rechner diese Variante als Standard vorschlägt.

Wie funktioniert die Monatsende-Klemmung nach § 188 Abs. 3 BGB?

Wenn eine nach Monaten berechnete Frist in einem Monat enden würde, der den entsprechenden Kalendertag nicht hat, endet sie gemäß § 188 Abs. 3 BGB am letzten Tag dieses Monats. Klassisches Beispiel: Eine einmonatige Frist ab dem 31.

Januar endet am 28. Februar, in Schaltjahren am 29. Februar. Ebenso endet eine Monatsfrist ab dem 30. März am 30. April, aber eine ab dem 31. März ebenfalls am 30. April, weil der April nur 30 Tage hat.

Dieser Mechanismus heißt im Juristenjargon Monatsende-Klemmung und führt dazu, dass Fristen, die an langen Monatsenden beginnen, effektiv kürzer ausfallen als erwartet.

Ein verbreiteter Irrtum ist die Annahme, man könne einfach 30 Tage pro Monat addieren. Bei einer Zwei-Monats-Frist ab dem 31. Januar landet man korrekt am 31. März, nicht am 28. März.

Der Fristenrechner wendet die Klemmungsregel automatisch an und zeigt dir den exakten letzten Fristtag inklusive der Schaltjahreslogik.

Was passiert, wenn das Fristende auf ein Wochenende oder einen Feiertag fällt?

Nach § 193 BGB verschiebt sich das Fristende auf den nächsten Werktag, wenn der letzte Tag der Frist auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag fällt. Konkret bedeutet das: Endet eine 14-Tage-Frist rechnerisch am Samstag, dem 15.

August 2026, ist der nächste Werktag Montag, der 17. August, der letztmögliche Tag für fristwahrende Handlungen. Die Verschiebung gilt nur für das Fristende, nicht für den Fristbeginn.

Wichtig ist, dass § 193 BGB nur greift, wenn eine Willenserklärung oder Leistung abgegeben werden muss.

Reine Ablauffristen wie Verjährungsfristen enden dagegen um Mitternacht des letzten Tages ohne Verschiebung, sofern keine Sonderregelung existiert.

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass die Verschiebung auch bei materiell-rechtlichen Ausschlussfristen wie Kündigungsfristen generell gilt.

Der Fristenrechner berücksichtigt die Feiertage aller 16 Bundesländer einzeln, da etwa Fronleichnam in Bayern ein gesetzlicher Feiertag ist, in Berlin und Hamburg aber nicht.

Wie berechnet man die Zugangsfiktion von drei Tagen?

Die Zugangsfiktion nach § 130 BGB in Verbindung mit § 41 Abs. 2 VwVfG und § 122 Abs. 2 AO besagt, dass ein Brief drei Tage nach Aufgabe zur Post als zugegangen gilt. Wird ein Bescheid am Mittwoch, dem 1. Juli abgeschickt, gilt er am Samstag, dem 4.

Juli als zugestellt. Fällt dieser dritte Tag auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, verschiebt sich der fingierte Zugang auf den nächsten Werktag, also hier Montag, den 6. Juli.

Erst ab diesem verschobenen Zugangsdatum beginnt die eigentliche Rechtsbehelfsfrist zu laufen.

Ein häufiger Fehler ist, die drei Zugangstage und die Einspruchsfrist getrennt zu zählen und dabei den Zugangstag doppelt zu rechnen, was das Fristende um einen Tag verfälscht.

Der Fristenrechner addiert beide Zeiträume korrekt hintereinander und zeigt das endgültige Fristende unter Berücksichtigung von § 193 BGB an. Bei nachweislich späterem tatsächlichem Zugang gilt das reale Empfangsdatum, nicht die Fiktion.

Wie berechne ich die 14-tägige Widerrufsfrist nach § 355 BGB?

Die Widerrufsfrist nach § 355 Abs. 2 BGB beträgt 14 Tage und beginnt mit Vertragsschluss, sofern der Unternehmer ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht belehrt hat.

Bei Fernabsatzverträgen über Waren beginnt die Frist erst mit Erhalt der Ware gemäß § 356 Abs. 2 Nr. 1 BGB, nicht bereits mit der Bestellung. Bestellt ein Verbraucher am 1. März online eine Jacke und erhält sie am 5. März, beginnt die Frist am 6.

März als Ereignisfrist nach § 187 Abs. 1 BGB und endet am 19. März um 23:59 Uhr. Wurde die Widerrufsbelehrung nicht korrekt erteilt, verlängert sich die Frist automatisch um 12 Monate auf insgesamt 12 Monate und 14 Tage.

Ein häufiges Missverständnis ist, dass der Widerruf innerhalb der Frist beim Unternehmer eingegangen sein muss. Tatsächlich genügt die rechtzeitige Absendung.

Der Fristenrechner berechnet aus dem Eingangsdatum der Ware direkt den letzten Tag für den fristgerechten Versand des Widerrufs.

Zählt der Tag des Ereignisses bei der Fristberechnung mit?

Nein, bei Ereignisfristen nach § 187 Abs. 1 BGB zählt der Tag des auslösenden Ereignisses nicht mit. Das Gesetz ordnet ausdrücklich an, dass der Tag, in dessen Verlauf das Ereignis eintritt, bei der Fristberechnung nicht mitgerechnet wird.

Die Frist beginnt erst am folgenden Tag um 0:00 Uhr. Beispiel: Wird ein Bescheid am 10. Juni zugestellt, beginnt die Frist am 11. Juni, und eine Monatsfrist endet am 10. Juli um 24:00 Uhr.

Dieser Grundsatz hat eine wichtige Ausnahme bei Beginnfristen nach § 187 Abs. 2 BGB, wo der Anfangstag selbst mitzählt, etwa bei Geburtstagen oder Vertragslaufzeiten ab einem festen Datum.

Viele Rechtslaien nehmen fälschlich an, der Ereignistag gehöre zur Frist, und versäumen dadurch den letzten Fristtag um einen vollen Tag.

Der Fristenrechner unterscheidet beide Varianten zuverlässig und verhindert diesen verbreiteten Zählfehler, der in der Praxis regelmäßig zu Fristversäumnissen mit teuren Rechtsfolgen führt.

Wie funktioniert die Kündigungsfrist bei Mietverträgen nach § 573c BGB?

Die ordentliche Kündigungsfrist für Wohnraummietverträge beträgt nach § 573c Abs. 1 BGB mindestens drei Monate.

Die Kündigung muss spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats beim Vermieter zugegangen sein, damit sie zum Ende des übernächsten Monats wirkt. Kündigt ein Mieter am 3. Juli, endet das Mietverhältnis am 30. September.

Geht die Kündigung erst am 4. Juli zu, verschiebt sich das Ende auf den 31. Oktober. Für Vermieter verlängert sich die Frist je nach Mietdauer: nach 5 Jahren auf 6 Monate, nach 8 Jahren auf 9 Monate.

Der dritte Werktag ist dabei strittig, denn manche Gerichte zählen den Samstag als Werktag mit, andere nicht. Der BGH hat den Samstag als Werktag im Sinne der Kündigungsfrist grundsätzlich anerkannt.

Ein häufiges Missverständnis ist, dass die Kündigung am dritten Werktag nur abgesendet sein muss. Tatsächlich muss sie zugegangen sein.

Der Fristenrechner berücksichtigt diese Besonderheit und berechnet den spätesten Zugangstag für eine fristgerechte Kündigung.

Gelten die gesetzlichen Feiertage in allen Bundesländern gleich?

Nein, Deutschland hat nur 9 bundeseinheitliche Feiertage, darunter Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit, erster und zweiter Weihnachtsfeiertag.

Darüber hinaus legen die 16 Bundesländer eigene Feiertage fest. Bayern hat mit bis zu 14 Feiertagen die meisten, Berlin kam nach Einführung des Internationalen Frauentags 2019 auf 10.

Fronleichnam gilt in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, aber nicht in den norddeutschen Ländern. Der Reformationstag am 31. Oktober ist in 9 Bundesländern Feiertag, in den übrigen nicht.

Diese Unterschiede sind für die Fristberechnung nach § 193 BGB entscheidend: Fällt ein Fristende auf Fronleichnam, verschiebt es sich in Bayern auf den nächsten Werktag, in Hamburg dagegen nicht.

Die falsche Bundeslandwahl kann somit eine Frist um einen oder mehrere Tage verkürzen. Der Fristenrechner fragt deshalb das Bundesland ab und wendet ausschließlich die dort geltenden gesetzlichen Feiertage an.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Prüfe zuerst, ob deine Frist eine Ereignisfrist oder eine Beginnfrist ist. Die meisten gesetzlichen Fristen im BGB sind Ereignisfristen: Der Tag des Zugangs, der Zustellung oder des Vertragsschlusses zählt nicht mit.

Beginnfristen kommen seltener vor, etwa bei der Berechnung des Lebensalters (§ 187 Abs. 2 BGB). Im Zweifel ist die Ereignisfrist die sichere Wahl.

Bei Monatsfristen, die am 29., 30. oder 31. eines Monats beginnen, achte auf die Monatsende-Klemmung: Der 31. Januar plus 1 Monat ergibt den 28. Februar 2026, nicht den 3. März. Rückwärts gerechnet führt der 28. Februar minus 1 Monat zum 28.

Januar, nicht zum 31. Januar — Hin- und Rückweg sind bei Monatsfristen nicht symmetrisch. Wähle immer das Bundesland, in dem die Frist erfüllt werden muss, nicht deinen Wohnsitz.

Bayern hat 13 gesetzliche Feiertage, Bremen nur 9 — das kann das Fristende um bis zu 3 Tage verschieben. Die Zugangsfiktion ist nur relevant, wenn ein Brief versendet wurde; bei E-Mail oder persönlicher Übergabe entfällt sie.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Lena hat am 15. September 2026 einen Online-Kaufvertrag geschlossen und die Widerrufsbelehrung erhalten. Sie will wissen, bis wann sie widerrufen kann. Schritt 1: Frist-Typ Widerruf wählen (14 Tage Ereignisfrist, § 355 Abs. 1 BGB).

Schritt 2: Datum 15.09.2026 eingeben. Schritt 3: Bundesland Nordrhein-Westfalen wählen. Ergebnis: Fristende 29.09.2026 (Dienstag). Kein Wochenende, kein Feiertag in NRW — keine Verschiebung nach § 193 BGB.

Angewandte Normen: § 187 I, § 188 I, § 355 I BGB. Zeitstrahl Widerrufsfrist: Zugang am 15.09.2026, 14 Tage Ereignisfrist, Fristende am 29.09.2026 Lena prüft einen zweiten Fall: Ein Widerspruch gegen einen Verwaltungsbescheid, zugestellt per Brief am 11. Dezember 2026 in Bayern.

Sie wählt Freie Eingabe, Ereignisfrist, 14 Tage, und aktiviert keine Zugangsfiktion (persönliche Zustellung). Rohes Fristende: 25. Dezember 2026. Der 25.12. ist 1. Weihnachtstag (Feiertag), der 26.12. ist 2.

Weihnachtstag (Feiertag), der 27.12. ist Sonntag. Nächster Werktag: 28. Dezember 2026 (Montag). Verschiebung nach § 193 BGB um 3 Tage. Par. 193 BGB Verschiebung: Fristende vom 25.12. über Feiertage und Sonntag auf den 28.12.2026 Entscheidung: Lena reicht den Widerspruch bis spätestens 28. Dezember 2026 ein und notiert sich den 21.

Dezember als Erinnerungstermin mit einer Woche Vorlauf.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist die Verwechslung von Ereignisfrist und Beginnfrist. Bei einer 14-tägigen Widerrufsfrist mit Zugang am 15.

September endet die Frist am 29. September, nicht am 28. September — weil der 15. September als Ereignistag nicht mitzählt. Wäre es eine Beginnfrist, wäre der 28. September das Fristende.

Ebenfalls verbreitet ist die Annahme, dass 30 Tage und 1 Monat dasselbe sind. Vom 1. Januar bis 31. Januar sind 30 Tage, aber nur 0 Monate und 30 Tage in der Monatsrechnung. Eine Monatsfrist ab dem 1. Januar endet am 1.

Februar (Ereignisfrist) oder am 31. Januar (Beginnfrist). Wer § 193 BGB vergisst, verschenkt möglicherweise zusätzliche Tage: Fällt das Fristende auf einen Samstag, verschiebt es sich auf den nächsten Montag, sofern dieser kein Feiertag ist.

Umgekehrt darf man sich nicht darauf verlassen, dass § 193 immer greift — Ausschlussfristen im Arbeitsrecht und materiell-rechtliche Fristen können davon ausgenommen sein.

Die Zugangsfiktion von 3 Tagen ist eine Vermutung, kein Automatismus: Kann der Empfänger nachweisen, dass der Brief später ankam, gilt der tatsächliche Zugangstag.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Fristenrechner bestimmt gesetzliche Fristen nach BGB §§ 187–193 mit Ereignis- und Beginnfristen, Monatsende-Klemmung und automatischer Wochenend- und Feiertagsverschiebung für alle 16 Bundesländer.

Sechs Presets decken die gängigsten Fristen ab, freie Eingaben erlauben jede beliebige Kombination aus Dauer und Einheit. Wer zusätzlich ein Datum um beliebige Zeiträume verschieben will, nutzt ergänzend den Datum-Addieren-Rechner.

Für die reine Anzahl der Kalendertage zwischen zwei Terminen eignet sich der Tagerechner, und wer Werktage ohne Feiertage zählen muss, findet im Arbeitstage-Rechner das passende Werkzeug.

Beachte, dass der Fristenrechner eine Orientierungshilfe für typische BGB-Fristen bietet, aber keine Rechtsberatung ersetzt — bei Sonderfristen im Arbeits-, Sozial- oder Verwaltungsrecht gelten abweichende Regelungen.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Fristende: 29.09.2026 (Dienstag) | Normen: § 187 I BGB, § 188 I BGB, § 355 I BGB

14-Tage-Widerrufsfrist (Preset, kein Feiertag)

Frist-Typ (Preset)
widerruf
Fristauslosendes Ereignis (Datum)
15.09.2026
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Zugangsfiktion (+3 Tage)
nein

Beispiel 2 · Mittel · Fristende: 28.12.2026 (Montag) | Urspruengliches Ende: 25.12.2026 (Freitag) | Verschoben wegen Feiertag (§ 193 BGB) | Normen: § 187 I BGB, § 188 I BGB, § 193 BGB

Fristende auf Weihnachtsfeiertag (§ 193 BGB-Verschiebung)

Frist-Typ (Preset)
frei
Fristauslosendes Ereignis (Datum)
11.12.2026
Fristart
ereignisfrist
Fristdauer
14

Weitere 3 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Fristende: 02.03.2026 (Montag) | Urspruengliches Ende: 28.02.2026 (Samstag) | Verschoben wegen Samstag (§ 193 BGB) | Normen: § 187 I BGB, § 188 II BGB, § 193 BGB, § 68 I VwGO

Widerspruchsfrist 1 Monat (Samstag-Verschiebung, § 188 II + § 193 BGB)

Frist-Typ (Preset)
widerspruch
Fristauslosendes Ereignis (Datum)
31.01.2026
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Zugangsfiktion (+3 Tage)
nein

Beispiel 4 · Komplex · Fristende: 19.10.2026 (Montag) | Urspruengliches Ende: 18.10.2026 (Sonntag) | Verschoben wegen Sonntag (§ 193 BGB) | Normen: § 187 I BGB, § 188 I BGB, § 193 BGB

Zugangsfiktion (+3 Tage) bei 14-Tage-Frist

Frist-Typ (Preset)
frei
Fristauslosendes Ereignis (Datum)
01.10.2026
Fristart
ereignisfrist
Fristdauer
14

Weitere 3 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 5 · Komplex · Fristende: 01.12.2026 (Dienstag) | Normen: § 187 I BGB, § 188 II BGB, § 573c I BGB

Mieterkuendigung 3 Monate (§ 573c I BGB)

Frist-Typ (Preset)
kuendigung-mieter
Fristauslosendes Ereignis (Datum)
01.09.2026
Bundesland
Bayern
Zugangsfiktion (+3 Tage)
nein

Beispiel 6 · Komplex · Fristende: 15.03.2027 (Montag) | Urspruengliches Ende: 14.03.2027 (Sonntag) | Verschoben wegen Sonntag (§ 193 BGB) | Normen: § 187 II BGB, § 188 II BGB, § 193 BGB

Beginnfrist 1 Jahr (§ 187 II + § 188 II BGB, Sonntag-Verschiebung)

Frist-Typ (Preset)
frei
Fristauslosendes Ereignis (Datum)
15.03.2026
Fristart
beginnfrist
Fristdauer
1

Weitere 3 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

TagerechnerTage zwischen zwei Daten zählen: Gesamttage, ganze Wochen und ungefähre Monate sofort berechnen.WochenrechnerWochen zwischen zwei Daten berechnen: ganze Wochen, Resttage und Gesamttage aus Start- und Enddatum ermitteln.Zeitraum-RechnerZeitraum exakt in Jahren, Monaten und Tagen berechnen: kalenderlogische Zerlegung mit Schaltjahren und echten Monatslängen.MonatsrechnerMonate zwischen zwei Daten berechnen: volle Monate, Resttage und Gesamttage sofort ablesen.ArbeitsstundenNettoarbeitszeit pro Tag, Woche, Monat und Jahr inkl. Pause und Vergleich mit Regelarbeitszeit.ÜberstundenÜberstunden pro Tag und Woche sowie Vergütung mit Zuschlag berechnen.Uhrzeit addieren / subtrahierenUhrzeit mit Stunden und Minuten addieren oder subtrahieren, inklusive Tagverschiebung bei Mitternachtsübergang und klarer Rückrechnung.Zeiten addierenMehrere Dauern aus Stunden, Minuten und Sekunden zu einer Gesamtdauer summieren, einzelne Zeilen abziehen, Ergebnis auch in Dezimalstunden.ZeitdifferenzZeitdifferenz zwischen Start- und Endzeit, optional Pause abziehen, in Stunden und Dezimalstunden.Dezimalzeit umrechnenNormalzeit (Stunden:Minuten:Sekunden) in Dezimalstunden und umgekehrt – für Lohnabrechnung.Zeiteinheiten von Millisekunden bis JahrenMillisekunden, Sekunden, Minuten, Stunden, Tage und Jahre ineinander umrechnen – z. B. wie viele Sekunden ein Jahr oder ein Tag hat.Minuten-RechnerMinuten in Stunden:Minuten oder Dezimalstunden umrechnen – und umgekehrt Stunden:Minuten in Minuten, z. B. 90 Minuten sind 1:30 Std.Arbeitstage-RechnerArbeitstage zwischen zwei Daten berechnen: Wochenenden und gesetzliche Feiertage je Bundesland werden automatisch abgezogen.PausenrechnerGesetzliche Mindestpause nach Arbeitszeitgesetz und empfohlener Pausenzeitpunkt berechnen.Jahresarbeitszeit-RechnerSoll-Jahresarbeitszeit berechnen mit Urlaubstagen, Feiertagen je Bundesland und Krankheitstagen – Netto-Arbeitstage und Arbeitsstunden im Jahr

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Zeit- und Datumsrechner liefern Orientierungswerte auf Basis der eingegebenen Kalender- und Uhrzeitdaten. Regionale Feiertage, Zeitzonen-Sonderfälle, Vertragsregeln oder betriebliche Vorgaben können zu abweichenden Ergebnissen führen.

Quelle: BGB §§ 187–193, 286 III, 355 I, 573c I; VwGO §§ 68 I, 74 I.

Stand: 2026-09-02

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Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
02. September 2026
Fachbereich
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Rechner-Portal (2026). Fristenrechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/datum-zeit/datum/fristenrechner

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Rechner-Portal, 2026. Fristenrechner. Available at: https://rechner-portal.de/datum-zeit/datum/fristenrechner

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