Überblick
Was ist der Dünger-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Kultur, Saison und Produkt übersetzt der Dünger-Rechner in eine konkrete Ausbringungsmenge pro Quadratmeter und in echte Nährstofffrachten an Stickstoff, Phosphor und Kalium. Er ist nützlich, wenn du nicht nur wissen willst, wie viele Kilogramm aus dem Sack auf die Fläche kommen, sondern wie viel von jedem dieser drei Hauptnährstoffe damit tatsächlich ausgebracht wird.
Praxistipps zur Düngung bietet die Bayerische Gartenakademie.
Der entscheidende Punkt ist die Unterscheidung zwischen Produktmenge und NPK-Fracht: Zwei Dünger mit identischer Kilogrammzahl können völlig unterschiedliche Nährstoffmengen liefern, weil ihre prozentualen NPK-Anteile stark voneinander abweichen.
Ein mineralischer Volldünger ist hoch konzentriert, ein organischer Dünger oder Kompost gibt seine Nährstoffe langsamer und in geringerer Dichte ab.
Genau diese Unterscheidung entscheidet oft darüber, ob eine Gabe fachlich passend, deutlich zu hoch oder für die jeweilige Kultur zu schwach dosiert ist. Wie groß dieser Unterschied real ausfällt, zeigt ein Vergleich bei identischer Produktmenge.
Für 40 m² Rasen im Frühjahr empfiehlt der Rechner 45 g/m², also 1,8 kg Produkt — und zwar bei jeder Düngerart dieselbe Sackmenge.
Die Stickstofffracht dahinter geht dagegen weit auseinander: Rasendünger liefert daraus 360 g Stickstoff, Hornspäne 252 g, mineralischer Volldünger 216 g, Kompost 27 g und Stallmist nur 18 g.
Zwischen Rasendünger und Stallmist liegt damit der Faktor 20 — bei exakt gleichem Gewicht auf der Waage.
Wer allein nach Kilogramm plant, kann dieselbe Fläche also um das Zwanzigfache über- oder unterversorgen, ohne dass ihm beim Ausbringen etwas auffiele. Genau diese Lücke zwischen Sackgewicht und Nährstofffracht schließt der Rechner.