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Benötigte Note für die Nachprüfung berechnen

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Kurzantwort

Berechnet die nötige Nachprüfungsnote zum Bestehen oder für einen konkreten Zielwert und zeigt unerreichbare Ziele klar an.

Benötigte Note in der Nachprüfung aus aktuellem Stand und Gewichtung berechnen.

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Nachprüfungs-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Nach einer schwachen Leistung wollen Schülerinnen, Schüler und Studierende wissen, welche Note in einer Nachprüfung noch nötig ist – und genau diese Frage beantwortet der Nachprüfungs-Rechner. Er hilft dir zu unterscheiden, ob es nur ums Bestehen geht oder ob sogar ein bestimmter Zielwert im Gesamtergebnis noch erreichbar bleibt.

Dafür verrechnet der Rechner den bisherigen Durchschnitt mit dem Gewicht der bisherigen Leistungen und dem Gewicht der Nachprüfung und löst die gewichtete Durchschnittsformel nach der gesuchten Nachprüfungsnote auf.

Liegt das Ergebnis unter 1,0, ist der gewünschte Zielwert mit der gegebenen Gewichtung mathematisch nicht mehr erreichbar, weil selbst eine glatte 1 nicht genügen würde.

Liegt es über 6,0, gilt der umgekehrte Fall: Dann hält selbst die schlechteste Note den Zielwert noch ein, das Ziel ist also bereits gesichert. Die Nachprüfungsregeln und Versetzungsordnungen legen die Landesministerien fest, etwa das Schulministerium NRW.

So erkennst du frühzeitig, ob mehr Lernen das Ziel rettet oder ob du Zielwert beziehungsweise Gewichtungsannahme realistischer setzen musst, statt auf eine rechnerisch unmögliche Note zu hoffen. Nachprüfung: Welche Note brauchst du?

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst den bisherigen Durchschnitt, das Gewicht der bisherigen Leistungen, das Gewicht der Nachprüfung und je nach Modus den Zielwert oder die nötige Bestehensnote ein. Diese Angaben stammen aus Zeugnisstand, Kursübersicht oder Prüfungsordnung.

Das Modusfeld steuert dabei, welches der beiden Zielfelder gelesen wird, und die Felder sind getrennt: „Ziel-Durchschnitt erreichen“ wertet ausschließlich den Ziel-Durchschnitt aus, „Nur bestehen“ ausschließlich die Bestehensgrenze.

Der jeweils andere Wert bleibt unbeachtet, auch wenn er sichtbar im Formular steht – stehen dort unterschiedliche Zahlen, ändert der Moduswechsel das Ergebnis, ohne dass du eine Zahl angefasst hast.

Beide Gewichte müssen echt größer als null sein; setzt du eines auf 0, erscheint gar kein Ergebnis, weil die Formel dann durch null teilen müsste.

Das Ergebnis ist eine Note, keine Punktzahl, und es ist eine Obergrenze: Steht dort 3,8, brauchst du eine 3,8 oder besser – also eine kleinere Zahl.

Genau diese Richtung ist beim Lesen entscheidend, weil in der deutschen Notenskala die kleinere Zahl die bessere Leistung ist. Daraus folgt die Deutung der Randfälle.

Ein Wert unter 1,0 heißt: Selbst eine glatte 1 reicht rechnerisch nicht mehr, das Ziel ist mit dieser Gewichtung nicht zu retten.

Ein Wert über 6,0 bedeutet das genaue Gegenteil: Weil selbst die schlechteste Note 6 den Zielwert noch einhält, kann dich keine Nachprüfungsnote mehr darunter drücken – dein Ziel ist bereits gesichert, und genau das meldet der Rechner mit „Bereits sicher“.

Ein Beispiel: Bei einem bisherigen Schnitt von 3,0 mit dreifachem Gewicht, einfach zählender Nachprüfung und einer Bestehensgrenze von 4,0 nennt der Rechner eine benötigte 7,0 und weist das Ziel als bereits gesichert aus.

Tatsächlich ergäbe selbst eine glatte 6 noch einen Schnitt von (3,0 × 3 + 6,0) ÷ 4 = 3,75 und damit ein sicheres Bestehen. Rechne deshalb bei jedem Wert über 6,0 einmal mit der 6 gegen, bevor du dich beunruhigen lässt.

Übernimm das Gewicht der Nachprüfung genau so, wie deine Schule oder Hochschule den Ersatz wertet, denn selten zählt er eins zu eins zur ursprünglichen Leistung.

Halte dich an eine einzige Notenskala und vermische Punkte, Prozentwerte und Noten nicht im selben Lauf. Sind bisheriger Durchschnitt, beide Gewichte und der Zielwert eingetragen, zeigt der Rechner sofort die benötigte Nachprüfungsnote.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Formel in Klartext: Der Rechner löst die gewichtete Durchschnittsformel nach der gesuchten Nachprüfungsnote auf. Vereinfacht gilt: benötigte Nachprüfungsnote = (Zielwert × Gesamtgewicht − bisheriger Schnitt × bisheriges Gewicht) ÷ Nachprüfungsgewicht.

Beide Modi nutzen dieselbe Formel und unterscheiden sich nur im Zielwert: Im Modus „Ziel-Durchschnitt erreichen“ rechnet der Rechner gegen den eingetragenen Ziel-Durchschnitt, im Modus „Nur bestehen“ gegen die Bestehensgrenze.

Beispiel: Liegt dein bisheriger Schnitt bei 4,2, zählen bisherige Leistungen und Nachprüfung jeweils mit Gewicht 1 und du willst auf 4,0 kommen, brauchst du in der Nachprüfung eine 3,8.

Setzt du in dieser Lage stattdessen den Modus „Nur bestehen“ mit einer Bestehensgrenze von 4,0, kommt derselbe Wert 3,8 heraus.

Wie stark das Gewicht der Nachprüfung durchschlägt, zeigt ein Vergleich mit sonst gleichen Eingaben: Zählt die Nachprüfung doppelt (Gewicht 2), genügt bereits eine 3,9, weil sie den Schnitt kräftiger nach unten zieht; zählt sie nur halb (Gewicht 0,5), musst du dafür eine 3,6 schreiben.

Je kleiner das Gewicht, desto besser muss die Note ausfallen. Ein Ergebnis unter 1,0 bedeutet, dass das Ziel mathematisch nicht mehr erreichbar ist; ein Ergebnis über 6,0 bedeutet dagegen, dass es unabhängig vom Ausgang der Nachprüfung feststeht.

Formelgrafik: benötigte Nachprüfungsnote aus Ziel, bisherigem Schnitt und Gewichtung
Zeigt die Note, die in der Nachprüfung mindestens erreicht werden muss, um den Ziel-Durchschnitt zu schaffen.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Nachprüfungs-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie wird die Note der Nachprüfung berechnet, die zum Bestehen oder für einen Zielschnitt nötig ist?

Die Formel des Nachprüfungs-Rechners lautet: benötigte Note = (Zielwert × (Gewicht bisher + Gewicht Nachprüfung) − bisheriger Durchschnitt × Gewicht bisher) ÷ Gewicht Nachprüfung.

Beispiel: bisheriger Durchschnitt 4,8 mit Gewicht 1, Ziel 4,0, Gewicht Nachprüfung 1 → (4,0 × 2 − 4,8 × 1) ÷ 1 = (8,0 − 4,8) ÷ 1 = 3,2. Das bedeutet: In der Nachprüfung ist mindestens eine 3,2 nötig, um auf einen Gesamtschnitt von 4,0 zu kommen.

Die Rückwärtsrechnung des Nachprüfungs-Rechners macht sichtbar, welcher konkrete Nachprüfungswert überhaupt nötig ist, ohne Tabellen durchblättern zu müssen.

Das Ergebnis zeigt direkt, ob das Ziel mit einer realistischen Leistung erreichbar ist oder außerhalb des Notensystems 1–6 liegt.

Wer den Zielwert kennt, bevor die Vorbereitung beginnt, kann seine Lernzeit gezielt priorisieren: Eine benötigte 3,2 verlangt solide Kenntnisse, eine 1,5 hingegen intensive Auseinandersetzung mit dem Prüfungsstoff.

Nachprüfungen werden in der Regel innerhalb von vier bis sechs Wochen nach dem Haupttermin abgehalten, was die verfügbare Vorbereitungszeit stark begrenzt und eine frühzeitige Berechnung besonders wertvoll macht.

Was für eine Note brauche ich, um die Nachprüfung zu bestehen, wenn mein Schnitt bei 4,5 liegt?

Bei einem bisherigen Durchschnitt von 4,5 und einer Bestehensgrenze von 4,0, bei gleichen Gewichten (1:1), berechnet der Nachprüfungs-Rechner: (4,0 × 2 − 4,5 × 1) ÷ 1 = (8,0 − 4,5) ÷ 1 = 3,5. Sie brauchen also mindestens eine 3,5 in der Nachprüfung.

Liegt Ihr bisheriger Durchschnitt noch schlechter, zum Beispiel bei 5,0, brauchen Sie (4,0 × 2 − 5,0) ÷ 1 = 3,0. Der Modus Bestehen ist genau für diese Rettungsrechnung ausgelegt.

Wenn das Gewicht der Nachprüfung höher liegt, sinkt die benötigte Note entsprechend, weil ein einzelner guter Wert mehr Hebel hat.

Bei Gewicht 2 der Nachprüfung und bisherigem Schnitt 4,5 mit Gewicht 1 würde bereits eine 3,75 genügen, um auf 4,0 zu kommen.

Typischerweise wird der Nachschreibetermin von der Schulkonferenz festgesetzt; meist gilt eine Frist von zwei bis drei Wochen nach Bekanntgabe der Versetzungsgefährdung.

Die Berechnung am Tag des Zeugnisses gibt sofort Klarheit darüber, ob die erforderliche Note realistisch innerhalb dieser kurzen Vorbereitungszeit erreichbar ist.

Wie zählen Nachprüfungen beim Gesamtdurchschnitt?

Nachprüfungen ersetzen in der Regel die ursprüngliche Leistung im jeweiligen Fach oder Prüfungsbereich.

Das Gewicht der Nachprüfung wird in der Prüfungsordnung festgelegt und kann dem Gewicht der ursprünglichen Prüfung entsprechen oder davon abweichen.

Im Nachprüfungs-Rechner tragen Sie das Gewicht der bisherigen Leistung und das Gewicht der Nachprüfung separat ein. Haben beide Gewicht 1, zählen beide gleich und der Gesamtschnitt ist der arithmetische Mittelwert beider Werte.

Hat die Nachprüfung Gewicht 2, zählt sie doppelt und kann den Schnitt stärker verschieben. Das genaue Verhältnis entnehmen Sie Ihrer Schul- oder Prüfungsordnung.

An manchen Gymnasien zählt die Nachprüfung nur zu einem Drittel, an anderen zu 50 %, was den benötigten Notenwert deutlich verändert.

Wer im Rechner beide Gewichte auf 1 setzt, erhält den einfachen Mittelwert aus beiden Werten — dies ist der häufigste Anwendungsfall und deckt die Mehrheit der gymnasialen Nachprüfungssituationen in Deutschland ab.

Wie funktioniert die Nachprüfung und was unterscheidet Ziel-Modus und Bestehen-Modus?

Der Bestehen-Modus berechnet die Mindestnote in der Nachprüfung, damit ein vorgegebener Schwellenwert wie 4,0 gerade noch erreicht wird. Dieser Modus beantwortet die Rettungsfrage: Welche Note brauche ich mindestens?

Der Ziel-Modus rechnet auf einen Wunschdurchschnitt hin, der über dem Bestehensminimum liegen darf. Sie können damit prüfen, ob beispielsweise ein Schnitt von 3,5 nach der Nachprüfung noch realistisch erreichbar ist.

In der Praxis lohnt es sich, zuerst den Bestehen-Modus zu nutzen, um die Untergrenze zu kennen, und dann mit dem Ziel-Modus zu prüfen, ob ein ambitionierteres Ziel noch machbar ist.

Diese Zweistufenplanung gibt eine vollständige Basis für die Nachprüfungsvorbereitung und hilft, Erwartungen realistisch einzustellen.

Ein Schüler mit bisherigem Schnitt 4,8 würde im Bestehen-Modus erfahren, dass er eine 3,2 braucht, und im Ziel-Modus feststellen, dass ein Wunschdurchschnitt von 3,5 eine 2,2 erfordert — eine Differenz, die bereits vor der Prüfung entscheidend für die Schwerpunktsetzung der Vorbereitung ist.

Was bedeutet das Ergebnis erreichbar im Nachprüfungs-Rechner?

Das Feld „Ziel erreichbar?“ übersetzt die berechnete benötigte Note in eine klare Aussage. Weil der Gesamtschnitt mit der Nachprüfungsnote steigt, ist das Ziel erfüllt, solange deine Note nicht schlechter als der benötigte Wert ausfällt.

Liegt die benötigte Note zwischen 1,0 und 6,0, ist das Ziel mit genau dieser oder einer besseren Note erreichbar.

Liegt sie unter 1,0, genügt selbst die Bestnote 1,0 nicht mehr — das Ziel ist rechnerisch nicht erreichbar und muss nach unten angepasst werden, oder die Prüfungsordnung sieht eine andere Gewichtungsstruktur vor, die dann erneut einzutragen ist.

Liegt sie dagegen über 6,0, ist das Ziel bereits gesichert: Da keine Note schlechter als 6 vergeben wird, hält selbst die schlechteste mögliche Note den Zielwert noch ein, und der Rechner meldet „Bereits sicher“.

Diese Dreiteilung ist kein Fehler, sondern eine klare Grenzaussage darüber, ob und wie die Nachprüfung dein Ziel überhaupt noch beeinflusst.

Wie wirken unterschiedliche Gewichtungen von bisheriger Leistung und Nachprüfung auf die benötigte Note?

Das Gewichtsverhältnis bestimmt, wie stark die Nachprüfung den Gesamtschnitt verschieben kann. Bei einem Verhältnis von 3:1 (bisher zu Nachprüfung) kann die Nachprüfung nur ein Viertel des Gesamtdurchschnitts beeinflussen.

Beispiel: bisheriger Schnitt 5,0 mit Gewicht 3, Ziel 4,0, Gewicht Nachprüfung 1 → (4,0 × 4 − 5,0 × 3) ÷ 1 = (16 − 15) ÷ 1 = 1,0. Eine 1,0 in der Nachprüfung wäre nötig, was sehr anspruchsvoll ist.

Bei gleichem Verhältnis 1:1 würde dagegen eine 3,0 genügen, was deutlich realistischer erscheint.

Das korrekte Eintragen der Gewichte ist deshalb entscheidend, damit die Nachprüfungs-Rechnung belastbar bleibt und keine falsche Planungssicherheit entsteht.

In Baden-Württemberg zählt die Nachprüfung an beruflichen Gymnasien oft nur mit einem Drittel, die Jahresleistung mit zwei Dritteln — Gewichtung 1:2 zugunsten der Jahresleistung; im Rechner ist dann Gewicht bisher = 2 und Gewicht Nachprüfung = 1 einzutragen.

Umgekehrt kann an manchen Fachoberschulen die Abschlussprüfung stärker gewichtet sein, was die benötigte Note deutlich senkt und die Nachprüfung zur eigentlichen Hauptchance macht.

Welche Datenquelle sollte ich für den bisherigen Durchschnitt verwenden?

Der bisherige Durchschnitt sollte aus einer offiziellen Quelle stammen: dem Zeugnisportal der Schule, einer schriftlichen Rückmeldung der Lehrkraft, dem Kursblatt oder dem amtlichen Halbjahreszeugnis.

Eine selbst hochgerechnete Schätzung ist unzuverlässig, weil Rundungen und die genauen Gewichtungen einzelner Leistungen oft falsch eingeschätzt werden.

Je genauer der Ausgangswert im Nachprüfungs-Rechner, desto präziser ist die berechnete benötigte Note.

Bei Unsicherheiten über den Durchschnitt empfiehlt sich eine Nachfrage beim Fachlehrer oder Schulsekretariat, bevor die Vorbereitung auf eine falsche Basis gestellt wird.

Wer den Schnitt um eine halbe Note überschätzt, könnte zu optimistisch planen und in der Prüfung tatsächlich zu wenig leisten, um das Ziel zu erreichen.

Viele Bundesländer stellen den bisherigen Schnitt seit 2022 auch online im Schülerportal zur Verfügung, etwa das niedersächsische Lanis oder das bayerische mebis.

Über diese Portale abgerufene Werte sind amtlich und eignen sich direkt als Eingabe für den Nachprüfungs-Rechner.

Wann reicht der Nachprüfungs-Rechner nicht aus und was ist zusätzlich zu prüfen?

Der Nachprüfungs-Rechner berechnet die benötigte Note aus bisherigem Durchschnitt, Gewichtung und Zielwert präzise und ohne manuelle Probierrechnung.

Er berücksichtigt keine Zusatzregeln Ihrer Prüfungsordnung, etwa Mündlichkeitsklauseln, separate Fachbestehenspflichten oder besondere Nachprüfungsverfahren bei bestimmten Schulformen wie Gesamtschulen oder beruflichen Realschulen.

In Bayern etwa kann die Nachprüfung nur beantragt werden, wenn in zwei Fächern gleichzeitig Versetzungsgefahr besteht.

Solche landesspezifischen Sonderregelungen verändern die Rechnerlogik nicht, sind aber für die formale Zulassung zur Nachprüfung entscheidend.

Der Rechner liefert die numerische Grundlage und ersetzt keine Beratung durch Lehrkraft oder Schulverwaltung. Für die Berechnung der Gesamtnote aus mehreren Prüfungsteilen nach der Nachprüfung schließt sich der Prüfungsteile-Rechner sinnvoll an.

In Niedersachsen darf die Nachprüfung nur in einem Fach abgelegt werden, und die Schulkonferenz entscheidet über die Zulassung.

Mit dem Nachprüfungs-Rechner lässt sich bereits vor der Entscheidung simulieren, welche Ergebnisse in jedem betroffenen Fach einzeln nötig wären, um das günstigste Fach für die Nachprüfung gezielt auszuwählen.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Wenn du beispielsweise einen bisherigen Schnitt von 4,2 eingibst und das Gewicht der Nachprüfung auf 1 setzt, zeigt das Ergebnis eine benötigte Note von 3,8: Das bedeutet fachlich, dass du dich klar verbessern musst, um das Ziel noch zu erreichen. Liegt die errechnete Note unter 1,0, ist das Ziel außerhalb des mathematisch Möglichen – der nächste Schritt ist dann nicht mehr mehr Lernen, sondern Zielnote oder Gewichtungsannahme realistischer zu setzen.

Liegt sie über 6,0, ist umgekehrt nichts mehr zu retten nötig, weil der Zielwert schon ohne gute Nachprüfungsnote hält. Die bundesweit geltenden Grundlagen für Notengebung und Versetzung veröffentlicht die Kultusministerkonferenz (KMK).

Lies das Ergebnis deshalb immer zusammen mit dem tatsächlichen Gewicht der Nachprüfung: Eine leichte Zusatzaufgabe mit niedrigem Gewicht kann selbst bei einer sehr guten Note kaum noch retten, während ein gleichwertiger Nachprüfungsblock echten Handlungsspielraum öffnet.

Praxisbeispiel: Ausgangsnote 4,5, Gewicht beider Teile gleich, Zielnote 4,0 — benötigte Nachprüfungsnote 3,5, das ist im Bereich 1–6 erreichbar; liegt das Ergebnis dagegen außerhalb dieses Bereichs, ist das Ziel mathematisch nicht mehr zu erreichen. Nachprüfungsnote: Erreichbar oder mathematisch unmöglich?

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ausgangslage: Jonas hat im Halbjahr einen bisherigen Durchschnitt von 4,4 und steht vor einer Nachprüfung, die er auf 4,0 verbessern will. Die bisherigen Leistungen und die Nachprüfung zählen jeweils mit Gewicht 1.

Er gibt ein: bisheriger Durchschnitt 4,4, Gewicht der bisherigen Leistungen 1, Gewicht der Nachprüfung 1, Zielwert 4,0. Der Rechner löst die gewichtete Durchschnittsformel auf: benötigte Nachprüfungsnote = (4,0 × 2 − 4,4 × 1) ÷ 1 = 8,0 − 4,4 = 3,6.

Jonas erkennt: Eine 3,6 in der Nachprüfung liegt im Bereich zwischen 1,0 und 6,0 und ist damit erreichbar. Setzt er den Zielwert dagegen auf 3,0, ergäbe sich (3,0 × 2 − 4,4) = 1,6 – ebenfalls möglich, aber er müsste sich deutlich stärker verbessern.

Wählte er ein Ziel von 2,0, käme rechnerisch eine Note unter 1,0 heraus, die der Rechner als nicht erreichbar markiert. Jonas entscheidet sich für das realistische Ziel 4,0 und plant seinen Lernaufwand auf eine sichere 3,5.

Bevor er sich festlegt, prüft er allerdings noch die Gewichtung – und findet dort den weit größeren Hebel.

Zählen seine bisherigen Leistungen doppelt statt einfach, verlangt dasselbe Ziel von 4,0 plötzlich eine 3,2 statt der 3,6; bei dreifachem Gewicht sogar eine 2,8.

Je schwerer die Vergangenheit wiegt, desto mehr muss die Nachprüfung leisten, um sie überhaupt noch zu bewegen.

Jonas schlägt deshalb in seiner Prüfungsordnung nach, mit welchem Gewicht die Nachprüfung dort tatsächlich angesetzt ist, statt die Voreinstellung zu übernehmen: Diese eine Zahl verschiebt sein Lernziel um fast eine ganze Notenstufe. Jonas: Nachprüfung – Note 3,6 nötig für Zielschnitt 4,0

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Bei der Nachprüfung tauchen einige Stolpersteine auf. Erstens wird das Gewicht der Nachprüfung falsch übernommen, obwohl Schule oder Hochschule den Ersatz nicht eins zu eins zur ursprünglichen Leistung zählt.

Zweitens werden Punkte, Prozentwerte und Noten im selben Lauf vermischt.

Drittens lesen viele das Ergebnis als sichere Zusage, obwohl der Rechner nur die nötige Rechennote zeigt und nicht Zulassung, Fristen oder Zusatzbedingungen der Nachprüfung prüft.

Ebenso häufig wird ein unrealistischer Zielwert gewählt, der mathematisch nur mit einer Note außerhalb des gültigen Bereichs erreichbar wäre.

Ein fünfter Fehler betrifft den Modus: Er bleibt auf „Ziel-Durchschnitt erreichen“ stehen, obwohl es nur ums Bestehen geht.

Dann rechnet der Rechner gegen den Ziel-Durchschnitt statt gegen die Bestehensgrenze — und beide Felder können ganz unterschiedliche Werte enthalten, weil sie getrennt eingetragen werden.

Sechstens wird eines der beiden Gewichte auf 0 gesetzt: Der Rechner verlangt für das Gewicht der bisherigen Leistungen wie für das der Nachprüfung einen Wert größer als 0 und gibt sonst gar kein Ergebnis aus.

Und siebtens wird übersehen, dass ein kleines Nachprüfungsgewicht die Anforderung verschärft statt entspannt: Bei Gewicht 0,5 braucht es für dasselbe Ziel eine 3,6, bei Gewicht 2 dagegen nur eine 3,9.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Nachprüfungs-Rechner zeigt dir konkret, welche Note du für ein bestimmtes Ziel noch brauchst – und signalisiert klar, wenn dieses Ziel mit der gegebenen Gewichtung mathematisch nicht mehr erreichbar ist.

Er verrechnet dazu den bisherigen Durchschnitt mit dem Gewicht der bisherigen Leistungen und dem Gewicht der Nachprüfung.

Als nächsten Schritt prüfst du das Ergebnis zusammen mit der Prüfungsordnung und dem offiziellen Gewicht der Nachprüfung, bevor du Lernaufwand planst.

Liegt die benötigte Note unter 1,0, passt du Zielwert oder Gewichtungsannahme an, statt auf eine unmögliche Leistung hinzuarbeiten; liegt sie über 6,0, steht das Ziel bereits fest und du kannst die Nachprüfung entspannt angehen.

Im Standardfall — bisheriger Durchschnitt 4,4, beide Gewichte 1, Zielwert 4,0 — verlangt der Rechner eine 3,6, während ein Zielwert von 2,0 rechnerisch eine Note von −0,4 erfordern würde und damit als nicht erreichbar gilt.

Geht es dir nicht um eine Nachprüfung, sondern um die nächste reguläre Klausur, nutzt du den Zielnoten-Rechner; ob dein Punktestand die Bestehensgrenze überhaupt erreicht, prüfst du mit dem Bestehen-und-Fehlpunkte-Rechner.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Benötigte Note in der Nachprüfung: 3,0, erreichbar

Bestehensgrenze statt Zielnote, bisherige Leistung stärker gewichtet

Modus
Bestehensgrenze
Bisheriger Durchschnitt
4,5
Gewichtung bisherige Leistung
2
Gewichtung Nachprüfung
1

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Rechnerisch benötigte Note in der Nachprüfung: -1, nicht erreichbar

Ziel bei sehr schwachem Ausgangsschnitt nicht mehr erreichbar

Modus
Ziel-Durchschnitt
Bisheriger Durchschnitt
5,0
Gewichtung bisherige Leistung
1
Gewichtung Nachprüfung
1

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Benötigte Note in der Nachprüfung: 3,35, erreichbar

Nachprüfung doppelt gewichtet gegenüber der bisherigen Leistung

Modus
Ziel-Durchschnitt
Bisheriger Durchschnitt
3,8
Gewichtung bisherige Leistung
1
Gewichtung Nachprüfung
2

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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  • Zahlenlinie von 0 bis 6: Eine benötigte Note unter 1,0 ist nicht erreichbar, im Bereich 1,0 bis 6,0 mit einer konkreten Note erreichbar, und über 6,0 ist das Ziel bereits gesichert, weil selbst die schlechteste Note 6 den Zielwert noch einhält.

    Nachprüfungsnote: erreichbar, bereits gesichert oder unmöglich?

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           width="760" height="360">
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  • Jonas hat aktuell einen Durchschnitt von 4,4 mit Gewicht 1. Die Nachprüfung hat ebenfalls Gewicht 1. Für den Zielschnitt 4,0 braucht er eine 3,6 in der Nachprüfung. Der Wert 3,6 liegt im gültigen Bereich 1,0 bis 6,0.

    Jonas: Nachprüfung - welche Note für Ziel 4,0?

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           width="760" height="340">
    </a>
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  • Visuelle Darstellung: Bisheriger Durchschnitt plus Nachprüfungsnote ergibt die Zielnote. Zeigt die benötigte Note für das Bestehen.

    Nachprüfung: Welche Note brauchst du?

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Anhaltspunkte und ersetzen keine professionelle Beratung.

Quelle: Allgemeine Regeln zur Notenbildung sowie veröffentlichte Hinweise von Schulministerien zu Nachprüfungen und Gewichtung, Stand Mai 2026.

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Schulnoten / Prüfung
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Nachprüfungs-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/schulnoten/pruefung/nachpruefung

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Nachprüfungs-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/schulnoten/pruefung/nachpruefung

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