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Notenschnitt simulieren und Zielnote vorausplanen

SchulnotenStand Noch keine Bewertung
Notensystem
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Kurzantwort

Simuliert Best-, Real- und Schlechtestszenarien für mehrere offene Prüfungen und ordnet Zielwerte ein.

Mit dem Noten-Simulator verschiedene Prüfungsszenarien durchrechnen

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Noten-Simulator?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wer mehrere offene Prüfungen gleichzeitig im Blick behalten und nicht nur eine einzelne Zielnote berechnen will, ist beim Noten-Simulator genau richtig aufgehoben. Er kombiniert deine bereits feststehenden Noten samt Gewicht mit den noch ausstehenden Leistungen und spielt daraus drei Szenarien durch: ein Bestszenario mit idealen offenen Noten, ein realistisches Szenario mit deinen Erwartungswerten und ein Schlechtestszenario mit schwachen Restleistungen.

So wird sichtbar, wie sich jede der drei Varianten auf deinen späteren gewichteten Schnitt auswirkt.

Anders als ein reiner Zielnoten-Rechner, der nur die nächste Prüfung betrachtet, modelliert der Simulator die gesamte verbleibende Prüfungsphase mit allen Gewichten zugleich.

Eine optionale Zielnote schaltet eine Ampel-Einordnung frei, die zeigt, welches Szenario das Ziel noch trifft. Die zugrunde liegenden Notenstufen und Bewertungsmaßstäbe richten sich nach den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz (KMK).

Das unterstützt dich bei Lernplanung, Erwartungsmanagement und beim Setzen von Prioritäten, weil du erkennst, in welcher Klausur eine bessere Note den größten Hebel auf das Endergebnis hat. Noten-Simulator: Drei Szenarien im Vergleich

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Zuerst wählst du das passende Notensystem und erfasst deine bisherigen Noten jeweils mit dem zugehörigen Gewicht. Danach legst du für jede offene Prüfung einen Eintrag an und hinterlegst dort dessen Gewicht sowie eine realistische Erwartungsnote, an der sich das Realszenario orientiert.

Optional ergänzt du eine Zielnote, womit die Ampel-Einordnung freigeschaltet wird und sofort meldet, welches der drei Szenarien das Ziel noch erreicht.

Als Datenquellen für die feststehenden Werte und Gewichte eignen sich Klassenbuch, Campus-System, Lernplan und Prüfungsübersicht.

Achte darauf, jede ausstehende Leistung einzeln zu erfassen, denn fehlende offene Prüfungen verfälschen den späteren gewichteten Schnitt am stärksten.

Das Feld für die Erwartungsnote hat dabei eine Eigenheit, die man kennen sollte: Lässt du es leer, fällt die betreffende Prüfung nicht etwa neutral aus, sondern verschwindet aus dem Realszenario vollständig – aus Zähler und Nenner zugleich.

Der realistische Wert entspricht dann exakt deinem bisherigen Schnitt und wirkt dadurch verdächtig stabil, obwohl noch etwas offen ist. Im Best- und im Schlechtestszenario zählt das Gewicht derselben Prüfung dagegen unverändert mit.

Trage deshalb überall einen Erwartungswert ein, auch einen groben – ein geschätzter Wert ist hier aussagekräftiger als gar keiner.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Formel in Klartext: Der Rechner bildet zuerst den aktuellen gewichteten Stand aus allen vorhandenen Noten. Danach berechnet er drei Zukunftsbilder: ein Bestszenario mit idealen offenen Noten, ein realistisches Szenario mit deinen eingetragenen Erwartungen und ein schlechtes Szenario mit schwachen Restleistungen.

Beispiel: Ein bisheriger Stand von 3,0 bei Gewicht 2 und drei offene Prüfungen mit realistischen Werten 2,5, 2,0 und 1,5 bei jeweils Gewicht 1 ergeben ein realistisches Endergebnis von 2,4, ein Bestszenario von 1,8 und ein schlechtes Szenario von 4,8.

Allgemein gilt: gewichteter Schnitt = Summe aus Note mal Gewicht, geteilt durch die Summe aller Gewichte.

Genau diese Formel wendet der Rechner dreimal an – einmal mit der Bestnote für alle offenen Prüfungen, einmal mit deinen Erwartungswerten und einmal mit der schlechtesten Note.

Im Beispiel oben steuert der feststehende Teil 3,0 mal Gewicht 2, also 6 Notenpunkte bei, und die Gesamtgewichtung beträgt 5.

Das Bestszenario setzt für die drei offenen Prüfungen jeweils 1,0 ein und kommt damit auf (6 + 1 + 1 + 1) geteilt durch 5 gleich 1,8.

Die Spanne zwischen Best- und Schlechtestszenario zeigt dir den gesamten noch erreichbaren Korridor: Je höher das Gewicht der offenen Prüfungen im Verhältnis zu den feststehenden Noten, desto breiter fällt dieser Korridor aus – und desto mehr hast du noch selbst in der Hand.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Noten-Simulator

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie greifen System, bisherige Noten, Szenarien und Zielnote im Noten-Simulator ineinander?

Der Noten-Simulator verbindet vier Eingabeebenen zu einem vollständigen Planungsmodell. Zuerst legt das gewählte Notensystem die gültige Skala fest: bei Schulnoten 1–6 ist Note 1 die beste, bei Oberstufenpunkten 0–15 ist Punktzahl 15 das Maximum.

Die bisherigen Noten bilden den unveränderlichen Ausgangsstand und gehen gewichtet in den aktuellen Durchschnitt ein.

Die Szenarien enthalten alle noch offenen Leistungen, jeweils mit ihrer Gewichtung und einer realistischen Erwartungsnote – zum Beispiel Gewichtung 2 für eine Klassenarbeit, die doppelt zählt, und als realistischer Wert eine 3.

Die optionale Zielnote schließt den Kreislauf: Der Simulator prüft nach der Berechnung, ob der geplante Verlauf ausreicht, um diesen Wunschschnitt tatsächlich zu erreichen, und zeigt das Ergebnis farblich als grün, gelb oder rot an.

Praktisch bewährt sich der Simulator besonders zu Halbjahresmitte: Wer fünf Fächer mit je drei offenen Prüfungen einträgt, sieht auf einen Blick, ob der angestrebte Notenschnitt 2,0 noch im Korridor liegt.

Wie berechnet der Noten-Simulator aktuelles, Best-, Schlecht- und realistisches Szenario?

Der Noten-Simulator berechnet alle vier Szenarien auf Basis des gewichteten arithmetischen Mittels.

Der aktuelle Durchschnitt ergibt sich ausschließlich aus den bereits eingetragenen bisherigen Noten: Summe der Produkte aus Note mal Gewichtung, dividiert durch die Gesamtgewichtung.

Für das Bestszenario setzt der Simulator bei allen offenen Leistungen die bestmögliche Note ein – bei Schulnoten 1–6 also jeweils die Note 1, bei Oberstufenpunkten jeweils 15 Punkte.

Das Schlechtestszenario verfährt umgekehrt und setzt überall den schlechtestmöglichen Wert an. Das realistische Szenario nutzt genau die von Ihnen pro Zeile eingetragenen Annahmen.

So entsteht aus identischer Ausgangsbasis ein vollständiger Korridor möglicher Endstände – hilfreich, um sowohl die Chance auf eine gute Note als auch das Risiko einer schlechten Note realistisch einzuschätzen.

Wer drei bisherige Noten mit Gesamtgewichtung 5 hat und zwei weitere Prüfungen mit Gewichtung 1 und 2 plant, sieht sofort, dass diese noch offenen Leistungen nur rund 37 Prozent der Gesamtgewichtung ausmachen – der Handlungsspielraum ist also begrenzt.

Was bedeutet der Wert Realistisch in jeder Szenario-Zeile des Notensimulators?

Der Wert Realistisch ist die von Ihnen persönlich für eine bestimmte offene Leistung erwartete Note oder Punktzahl – also Ihre ehrliche Selbsteinschätzung für diesen Prüfungsblock.

Er ist weder der Bestfall noch ein Sicherheitspuffer, sondern der mittlere Planansatz auf Basis Ihrer aktuellen Einschätzung.

Tragen Sie zum Beispiel für eine schwierige Mathematikklassenarbeit die Note 3 ein und für einen Deutschaufsatz, den Sie gut beherrschen, die Note 2, dann berechnet der Noten-Simulator daraus das realistische Szenario für Ihren Notenschnitt.

Alle realistischen Werte fließen gewichtet in den Gesamtdurchschnitt ein und ergeben so den wahrscheinlichsten Verlauf.

Wichtig: Der Simulator erzwingt keine Eintragung – fehlt ein realistischer Wert in einer Zeile, beeinflusst diese Zeile das Best- und Schlechtestszenario, wird aber im realistischen Szenario nicht berücksichtigt.

Erfahrungsgemäß ist eine leicht pessimistische Einschätzung treffender als ein optimistischer Planwert: Wer realistisch eine 3 erwartet, sollte genau die 3 eintragen, nicht eine 2 als Wunsch – nur dann zeigt das Szenario den tatsächlichen Notenkorridor.

Was bedeuten die Felder zielErreichbarBeste, zielErreichbarReal und die Farbbewertung im Noten-Simulator?

Die drei Felder zeigen, wie sicher Ihre Zielnote bei der aktuellen Planung noch erreichbar ist.

Das Feld Ziel im Bestszenario erreichbar (zielErreichbarBeste) prüft, ob Ihr Wunschschnitt wenigstens dann noch erzielt werden kann, wenn alle offenen Leistungen optimal ausfallen.

Das Feld Ziel im realistischen Szenario erreichbar (zielErreichbarReal) prüft dasselbe unter den von Ihnen eingetragenen mittleren Annahmen. Die Farbbewertung interpretiert das Ergebnis: Grün bedeutet, dass das Ziel auch realistisch trägt.

Gelb warnt, dass das Ziel nur im Bestfall noch haltbar ist, bei realistischen Annahmen aber bereits verfehlt wird.

Rot signalisiert, dass selbst der beste mögliche Verlauf aller offenen Prüfungen nicht mehr ausreicht, um die gewünschte Zielnote zu erreichen – ein klares Signal, dass die Zielvorgabe angepasst werden sollte.

Konkret: Wer nach dem ersten Halbjahr einen Schnitt von 2,8 hat und als Zielnote 1,8 einträgt, sieht sofort gelb oder rot, wenn die verbleibenden Prüfungen zu wenig Gesamtgewicht tragen, um den Schnitt noch um einen vollen Notenpunkt zu verbessern.

Wie setze ich offene Leistungen im Noten-Simulator sinnvoll mit Gewichten an?

Die Gewichtung im Noten-Simulator sollte exakt der späteren Zählweise in der Schule oder dem Kurs entsprechen.

Eine Klassenarbeit, die doppelt so stark zählt wie ein Kurztest, erhält im Simulator daher die Gewichtung 2, während der Kurztest die Gewichtung 1 bekommt.

Viele Schulen in Deutschland verwenden ganzzahlige Gewichtungen zwischen 1 und 4; mündliche Mitarbeit zählt in manchen Bundesländern ein Drittel, in anderen die Hälfte der Gesamtnote.

Bei unklarer Gewichtung empfiehlt sich ein Blick in die Zeugnis- oder Notenordnung des jeweiligen Bundeslandes, da die Kultusministerkonferenz zwar Grundregeln vorgibt, die Länder aber eigene Gewichtungsmodelle festlegen können.

Falsch angesetzte Gewichte verzerren sowohl Best- als auch Schlechtestszenario erheblich.

Erst korrekte Gewichte machen im Noten-Simulator sichtbar, welcher offene Prüfungsblock den tatsächlich größten Hebel auf den Gesamtschnitt hat – und wo Lernaufwand am effektivsten investiert ist.

Für die Abiturvorbereitung empfiehlt sich, die Halbjahresnoten der Qualifikationsphase Q1 bis Q4 als bisherige Noten einzutragen und die noch offenen Abiturprüfungen mit den schulspezifischen Gewichtungen als Szenarien zu hinterlegen.

Wann sollte ich die Szenarien im Noten-Simulator aktualisieren?

Der Noten-Simulator liefert nur dann belastbare Prognosen, wenn die Eingabedaten den aktuellen Stand widerspiegeln.

Aktualisieren Sie die Szenarien daher immer dann, wenn eine neue Note feststeht und dieser Wert von der Spalte offene Leistungen in die Tabelle bisherige Noten übertragen werden kann.

Auch wenn sich Lehrpläne, Prüfungsanteile oder Gewichtungen ändern – zum Beispiel wegen einer zusätzlichen Klausur oder eines gestrichenen Prüfungsteils – sollten die Szenarien im Noten-Simulator sofort angepasst werden.

Wer alte Einschätzungen über mehrere Wochen unverändert stehen lässt, plant mit einer Prognose, die den echten Leistungsstand nicht mehr trifft und falsche Sicherheit erzeugt.

Besonders bei stark schwankenden Leistungen empfiehlt sich eine Aktualisierung nach jeder benoteten Prüfung, damit das realistische Szenario immer den tatsächlichen Korridor des erreichbaren Notenschnitts zeigt.

Ein guter Rhythmus ist, den Simulator nach jeder Notenbekanntgabe kurz aufzurufen: eingetragene Noten verschieben, den realistischen Wert der nächsten Prüfung anpassen und prüfen, ob die Zielnote noch grün angezeigt wird.

Wie unterscheidet sich der Noten-Simulator vom Zielnoten-Rechner?

Beide Werkzeuge dienen der Notenplanung, setzen aber an unterschiedlichen Stellen an. Der Zielnoten-Rechner beantwortet eine präzise Frage: Welche Note muss ich in der nächsten Prüfung erzielen, um einen bestimmten Gesamtschnitt zu erreichen?

Er verarbeitet dafür den aktuellen Durchschnitt und die Gewichtung der nächsten Leistung und liefert einen einzigen Zielwert.

Der Noten-Simulator geht breiter an: Er nimmt mehrere noch ausstehende Leistungen auf einmal und berechnet daraus einen vollständigen Korridor aus Best-, Real- und Schlechtszenario.

Das macht den Simulator besonders nützlich, wenn noch mehrere Prüfungen offen sind und die Auswirkung verschiedener Kombinationen sichtbar gemacht werden soll.

Für die gezielte Frage nach der einen nächsten Note ist der Zielnoten-Rechner präziser; für die mittelfristige Gesamtplanung über mehrere Prüfungen ist der Noten-Simulator das stärkere Werkzeug.

Ein sinnvoller Workflow ist deshalb, zuerst den Noten-Simulator für den Semesterüberblick zu nutzen und danach für jede konkrete nächste Prüfung in den Zielnoten-Rechner zu wechseln, um den genauen Zielwert abzuleiten.

Welche Grenzen hat der Noten-Simulator und wann brauche ich zusätzliche Beratung?

Der Noten-Simulator setzt voraus, dass alle Gewichtungen, Notenarten und Bewertungsregeln bereits verbindlich bekannt sind.

Sobald Schule oder Prüfungsamt noch keine definitiven Aussagen über Prüfungsformat, Gewichtung oder Bewertungsschlüssel gemacht haben, sind die Simulationsergebnisse entsprechend unsicher.

Zusätzliche Bestehensregeln – zum Beispiel eine Mindestpunktzahl in einem einzelnen Fach oder eine Mindestanzahl bestandener Prüfungsteile – berücksichtigt der Rechner nicht automatisch.

Auch Sonderregelungen für Nachprüfungen, Atteste, Nachteilsausgleich oder Rundumsregelungen je Bundesland liegen außerhalb des Simulationsmodells.

Der Noten-Simulator macht transparent, wie sich verschiedene Annahmekombinationen mathematisch auswirken – das ist für die Eigenplanung wertvoller Orientierungswert.

Für eine rechtlich verbindliche Aussage über Versetzung, Zulassung oder Abschlussnote wenden Sie sich jedoch immer an die zuständige Schule oder das Prüfungsamt.

So gilt in Bayern beispielsweise, dass eine 5 in einem Hauptfach Versetzungsgefahr bedeutet, selbst wenn der rechnerische Durchschnitt problemlos wäre; solche Fachgebundenheiten bildet der Simulator nicht ab und sind beim Lehrkörper zu erfragen.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Für die Praxis bedeutet das: Du solltest die drei Szenarien nicht als Vorhersage, sondern als Einordnung deiner Entscheidungsspielräume lesen. Länderspezifische Versetzungs- und Prüfungsordnungen veröffentlicht beispielsweise das Schulministerium NRW.

Wenn dein realistischer Wert schon nahe am Ziel liegt, kann konzentrierte Vorbereitung auf ein oder zwei große Prüfungen reichen.

Liegt nur das Bestszenario im Zielbereich, zeigt dir der Vergleich sehr klar, dass du Erwartungen anpassen oder deine Lernstrategie deutlich verschärfen musst. Szenario-Ampel: Wie realistisch ist dein Ziel? Den Modulschnitt für das Feld der bisherigen Noten liefert dir bei einem Studium der ECTS-Durchschnitt-Rechner, den Hebel der Abschlussarbeit der Bachelorarbeit-Gewichtung-Rechner.

Ein praktischer Kniff ist der Hebel-Test: Verändere die Erwartungsnote einer einzelnen offenen Prüfung um eine ganze Note und beobachte, wie stark sich der realistische Schnitt bewegt.

Die Prüfung mit dem größten Ausschlag ist die, in der sich zusätzlicher Lernaufwand am meisten auszahlt – und das ist fast immer die mit dem höchsten Gewicht, nicht die zeitlich nächste.

Aktualisiere den Simulator außerdem nach jeder zurückgegebenen Arbeit: Sobald eine bisher offene Note feststeht, verschiebst du sie zu den feststehenden Noten, wodurch der Korridor zwischen Best- und Schlechtestszenario schmaler und die Prognose belastbarer wird.

Und plane einen Puffer ein – ein Ziel, das nur im Bestszenario aufgeht, ist rechnerisch möglich, aber selten realistisch.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Jonas hat aus dem laufenden Schulhalbjahr drei Noten: 2,5, 3,0 und 1,5 (jeweils Gewicht 1). Sein aktueller Stand liegt damit bei 2,33. Vor ihm liegen noch zwei Klausuren.

Er trägt realistische Erwartungsnoten von 2,0 und 2,5 ein (je Gewicht 1) und setzt sein Ziel auf 2,0. Der Rechner zeigt: realistischer Schnitt 2,3 (knapp über Ziel), Bestszenario 1,8 (Ziel erreichbar), schlechtes Szenario 3,8 (weit über Ziel).

Der Korridor zwischen bestem und schlechtestem Ausgang ist also 2,0 Notenpunkte breit.

Das zeigt Jonas klar: Nur das Bestszenario trifft sein Ziel – er muss also in beiden offenen Prüfungen besser als erwartet abschneiden, wenn der Halbjahresschnitt noch auf 2,0 sinken soll. Für seine Lernplanung zieht Jonas daraus zwei Konsequenzen.

Erstens prüft er die Gewichte: Beide offenen Klausuren zählen gleich viel, jede verbesserte Note bringt also denselben Effekt – es gibt keine Prüfung, die er bevorzugt behandeln müsste.

Zweitens legt er ein zweites Realszenario an, in dem er seine Erwartungswerte um jeweils eine halbe Note nach oben korrigiert, und sieht sofort, wie nah der Schnitt dann an die 2,0 heranrückt.

Damit hat er statt einer vagen Hoffnung eine konkrete Vorgabe und weiß, welche Noten er in beiden Klausuren mindestens braucht.

Sobald die erste Klausur zurückkommt, trägt er die echte Note als feststehenden Wert ein und lässt neu rechnen: Dann bleibt nur noch eine Unbekannte übrig, und die Prognose wird deutlich schärfer. Jonas: Drei Szenarien für den Halbjahresschnitt – nur Best-Case erreicht Ziel 2,0

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Beim Simulieren offener Prüfungen tappen viele in dieselben Fallen. Erstens werden nur Wunschwerte statt Best-, Real- und Schlechtszenarien eingetragen, wodurch der spätere Schnitt künstlich gut aussieht.

Zweitens fehlen einzelne offene Prüfungen oder ihre Gewichte, obwohl genau diese Restleistungen das Ergebnis oft noch kippen.

Drittens werden bereits feststehende Noten als Annahmen neu überschrieben oder offene Leistungen wie sichere Werte behandelt.

Häufig wird außerdem vergessen, dass der Simulator mehrere offene Prüfungen zugleich modelliert und kein Ersatz für den Zielnoten-Rechner bei nur einer nächsten Leistung ist.

Ein fünfter Fehler betrifft die Gewichte: Klausuren, mündliche Noten und Projektarbeiten zählen je nach Fach und Bundesland unterschiedlich viel.

Wer alle Leistungen pauschal mit Gewicht 1 einträgt, verzerrt den Schnitt systematisch zugunsten der kleinen Noten.

Sechstens wird die Notenskala verwechselt: Die Punkte der Oberstufe von 0 bis 15 laufen genau andersherum als Noten von 1 bis 6, sodass derselbe Zahlenwert einmal sehr gut und einmal sehr schlecht bedeutet.

Und siebtens wird das Schlechtestszenario einfach weggeklickt, obwohl gerade es sichtbar macht, wie viel Risiko in der verbleibenden Prüfungsphase tatsächlich steckt.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Noten-Simulator stellt für deine offenen Prüfungen Bestszenario, Realszenario und Schlechtestszenario nebeneinander und macht auf einen Blick sichtbar, wie weit der jeweils resultierende gewichtete Schnitt von der Zielnote entfernt ist.

Die Ampel-Einordnung übersetzt diesen Abstand in eine schnelle Bewertung, sodass du erkennst, ob dein Ziel bereits im realistischen Bereich liegt oder nur das Bestszenario es erreicht.

Als nächsten Schritt nimmst du das Realszenario als Planungsgrundlage und prüfst anhand der Gewichte, bei welcher offenen Prüfung eine bessere Note den größten Effekt auf das Endergebnis hätte. Dort konzentrierst du anschließend deine Vorbereitung.

Lies die Ampel dabei als Auskunft über zwei sehr verschiedene Lagen: Steht dein Ziel schon im Realszenario, geht es ums Absichern; trifft es nur das Bestszenario, setzt du auf eine Serie fehlerfreier Prüfungen.

Und kontrolliere vor jeder Deutung, ob wirklich jede offene Prüfung einen Erwartungswert trägt – eine leere Zeile lässt den realistischen Schnitt stabiler und besser aussehen, als er tatsächlich ist.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Aktueller Schnitt 3,8, bestes Szenario 3,1, schlechtestes Szenario 4,35, realistischer Schnitt 3,6 – Ziel in keinem Szenario erreichbar, Bewertung „Ziel aktuell nicht erreichbar“

Zielnote aktuell nicht erreichbar

Notensystem
Schulnote
Bisherige Noten (Note, Gewichtung)
3,7 (Gewichtung 2) und 4,0 (Gewichtung 1)
Simulationsszenarien (Gewichtung, Realistisch)
1 Szenario mit Gewichtung 1, realistische Note 3,0
Zielnote (optional)
2,0

Beispiel 2 · Mittel · Aktueller Schnitt 2,15, bestes Szenario 1,7667, schlechtestes Szenario 3,4333, realistischer Schnitt 2,0 – Ziel nur im besten Szenario erreichbar, Bewertung „Knapp – realistisch nachsteuern“

Ziel im Best-Case erreichbar, im realistischen Szenario knapp verfehlt

Notensystem
Schulnote
Bisherige Noten (Note, Gewichtung)
2,3 (Gewichtung 1) und 2,0 (Gewichtung 1)
Simulationsszenarien (Gewichtung, Realistisch)
1 Szenario mit Gewichtung 1, realistische Note 1,7
Zielnote (optional)
1,8

Beispiel 3 · Komplex · Aktueller Schnitt 1,4333, bestes Szenario 1,325, schlechtestes Szenario 2,575, realistischer Schnitt 1,5, Bewertung „Auf Kurs“

Simulation ohne festgelegte Zielnote

Notensystem
Schulnote
Bisherige Noten (Note, Gewichtung)
1,7 (Gewichtung 1) und 1,3 (Gewichtung 2)
Simulationsszenarien (Gewichtung, Realistisch)
1 Szenario mit Gewichtung 1, realistische Note 1,7

Weiterführende Rechner und Themen

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Weiternutzung

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  • Drei Ampelkreise: Grün bedeutet Ziel sicher erreichbar, Gelb bedeutet Ziel knapp erreichbar, Rot bedeutet Ziel nicht erreichbar

    Szenario-Ampel: Wie realistisch ist dein Ziel?

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  • Jonas hat drei bestehende Noten (2,5 / 3,0 / 1,5) und zwei offene Klausuren. Best-Case ergibt 1,8, realistisch 2,3, schlechtester Fall 3,8. Nur das Bestszenario erreicht das Ziel 2,0.

    Jonas: Drei Szenarien für den Halbjahresschnitt

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  • Drei farbige Spalten zeigen verschiedene Szenarien: Best mit Note 1,8 in grün, Realistisch mit Note 2,4 in blau und Schlecht mit Note 4,8 in rot, mit einer gestrichelten Ziellinie bei Note 2,0

    Noten-Simulator: Drei Szenarien im Vergleich

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Quellen, Transparenz und Haftung

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Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Anhaltspunkte und ersetzen keine professionelle Beratung.

Quelle: Allgemeine Regeln zur Notenbildung und veröffentlichte Bewertungsmodelle für gewichtete Leistungsübersichten, Stand Mai 2026.

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Schulnoten / Simulation
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Noten-Simulator. Abgerufen von https://rechner-portal.de/schulnoten/simulation/noten-simulator

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Noten-Simulator. Available at: https://rechner-portal.de/schulnoten/simulation/noten-simulator

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