Überblick
Was ist der Windenergie-Ertrag-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Ob eine geplante Kleinwindanlage an deinem Standort überhaupt in einen sinnvollen Leistungsbereich kommt, schätzt der Windenergie-Ertrag-Rechner. Aus Rotordurchmesser, mittlerer Windgeschwindigkeit und Anlagenwirkungsgrad leitet er die Rotorfläche, eine nutzbare Leistung und einen theoretischen Jahresertrag in kWh ab.
Grundlage ist die physikalische Windleistungsformel, in der die Leistung mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit steigt: schon 1 m/s mehr verändert den Ertrag deutlich.
Der Rechner richtet sich an Hausbesitzer, landwirtschaftliche Betriebe, Werkhallen oder Bildungsprojekte, die zuerst eine belastbare Größenordnung brauchen, bevor ein teures Standortgutachten beauftragt wird.
Wichtig ist, mit dem mittleren Wind und nicht mit Böenspitzen zu rechnen und einen realistischen Wirkungsgrad anzusetzen, weil Dachnähe, Turbulenz und Verluste reale Anlagen drücken.
Das Ergebnis ist eine Vorprüfung, kein Ersatz für eine standortgenaue Ertragsprognose.
Zum Vergleich: Ein modernes 5-MW-Onshore-Windrad erzeugt bei rund 2.000 Volllaststunden pro Jahr etwa 10 Millionen kWh — das entspricht dem Jahresstromverbrauch von rechnerisch 3.000 bis 3.500 Haushalten (Quelle: Fraunhofer ISE / Bundesverband WindEnergie).
Der Jahresertrag ergibt sich dabei aus der einfachen Faustformel: Jahresertrag (kWh) = Nennleistung (kW) × Volllaststunden pro Jahr. Pro Umdrehung erzeugt ein großes Windrad ungefähr 8 kWh.
Diese Größenordnungen helfen, den eigenen Kleinwindstandort ins Verhältnis zu setzen.