Für vorsichtige Schnellschätzungen ist meist ein moderater Wirkungsgrad sinnvoller als ein optimistischer Spitzenwert aus dem Datenblatt.
Realistisch sind bei kleinen Anlagen oft Gesamtwirkungsgrade im Bereich von etwa 20 bis 35 Prozent, weil Rotor, Generator, Wechselrichter und Verkabelung jeweils eigene Verluste beitragen.
Dachnahe oder turbulente Standorte liegen wegen verwirbelter, gebremster Strömung häufig nochmals deutlich unter idealen Freifeldbedingungen.
Wer hier konservativ plant, vermeidet Ertragserwartungen, die später durch reale Verluste nicht eingeholt werden können.
Es ist klüger, mit einem niedrigen Wert zu rechnen und positiv überrascht zu werden, als eine Investition auf Bestwerten aufzubauen, die selten erreicht werden.
Im Zweifel hilft es, zwei Rechnungen aufzustellen, eine vorsichtige und eine optimistische, und die Entscheidung an der vorsichtigen Variante auszurichten, damit auch ein schwächeres Windjahr die Erwartungen nicht völlig zerstört.