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Windenergie-Ertrag-Rechner: Leistung und kWh pro Jahr

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Kurzantwort

Schätzt die Leistung kleiner Windanlagen aus Standortwind, Rotorfläche und Wirkungsgrad. Der Modus Großanlage rechnet aus Nennleistung und Volllaststunden den Ertrag pro Jahr, Tag und Stunde sowie Gesamthöhe und Rotorfläche.

Leistung und theoretischen Jahresertrag kleiner Windanlagen aus Rotor

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Mai 2026)Veröffentlicht: Stand:

Rechenbasis

Annahmen und Grenzen

Was der Rechner voraussetzt und wo seine Aussage endet.

3 Annahmen und 3 Grenzen

Annahmen

  • Der Rechner nutzt mittlere Windgeschwindigkeit, Rotorfläche und Wirkungsgrad als Näherung für den theoretischen Energieertrag.
  • Die Luftdichte und der Anlagenwirkungsgrad werden als hinreichend repräsentative Planungswerte behandelt.
  • Im Modus Großanlage gilt Jahresertrag = Nennleistung × Volllaststunden. Die Vorbelegung (5 MW, 1.770 Volllaststunden, 143 m Nabenhöhe, 146 m Rotordurchmesser) folgt den Mittelwerten für Onshore-Anlagen in Deutschland (Deutsche WindGuard 2025, Fraunhofer ISE 2025).

Grenzen

  • Standortturbulenz, Anlaufgeschwindigkeit, Wartung, Abschaltungen und reale Leistungskennlinien werden nicht im Detail simuliert.
  • Die Ausgabe ersetzt keine Ertragsprognose auf Basis gemessener Standortdaten oder Herstellergutachten.
  • Der Modus Großanlage kennt weder Windverteilung noch Abschattung im Windpark noch Abregelung; Tages- und Stundenwerte sind Jahresmittel, keine Prognose für einen einzelnen Tag.

Stand der Prüfung: Windleistungs- und Ertragslogik fachlich geprüft, Stand 20.05.2026.

Überblick

Windenergie-Ertrag berechnen: Leistung und Jahresertrag einer Windkraftanlage

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Ob eine geplante Kleinwindanlage an deinem Standort überhaupt in einen sinnvollen Leistungsbereich kommt, schätzt der Windenergie-Ertrag-Rechner. Aus Rotordurchmesser, mittlerer Windgeschwindigkeit und Anlagenwirkungsgrad leitet er die Rotorfläche, eine nutzbare Leistung und einen theoretischen Jahresertrag in kWh ab.

Grundlage ist die physikalische Windleistungsformel, in der die Leistung mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit steigt: schon 1 m/s mehr verändert den Ertrag deutlich.

Der Rechner richtet sich an Hausbesitzer, landwirtschaftliche Betriebe, Werkhallen oder Bildungsprojekte, die zuerst eine belastbare Größenordnung brauchen, bevor ein teures Standortgutachten beauftragt wird.

Wichtig ist, mit dem mittleren Wind und nicht mit Böenspitzen zu rechnen und einen realistischen Wirkungsgrad anzusetzen, weil Dachnähe, Turbulenz und Verluste reale Anlagen drücken.

Das Ergebnis ist eine Vorprüfung, kein Ersatz für eine standortgenaue Ertragsprognose. Für große Windräder gibt es den Anlagentyp Großanlage: Dort gilt die Faustformel Jahresertrag (kWh) = Nennleistung (kW) × Volllaststunden pro Jahr.

Ein 5-MW-Windrad an Land erzeugt mit den Mittelwerten von 1.770 Volllaststunden (Fraunhofer ISE, 2025) rund 8,85 Millionen kWh im Jahr, das sind im Schnitt etwa 24.247 kWh pro Tag oder 1.010 kWh pro Stunde.

Das Umweltbundesamt veranschaulicht eine solche 5-MW-Anlage mit der Stromversorgung von rund 3.000 Haushalten. Diese Größenordnungen helfen, den eigenen Kleinwindstandort ins Verhältnis zu setzen.

Eingaben

Rotordurchmesser, Windgeschwindigkeit und Wirkungsgrad eingeben

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Der Rotordurchmesser bestimmt die tatsächlich angeströmte Rotorfläche und wirkt deshalb stärker auf die Leistung, als viele Einsteiger erwarten, weil die Fläche mit dem Quadrat des Durchmessers wächst. Die mittlere Windgeschwindigkeit sollte aus Standortdaten, Mastmessung oder Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) stammen und den Jahresmittelwind abbilden, nicht einzelne Böenspitzen.

Beim Anlagenwirkungsgrad gibst du eine realistische Systemannahme für Rotor, Generator und Verluste ein; für kleine Dach- oder Hofanlagen sind konservative Werte meist sinnvoller als Prospektwerte.

Trage alle drei Größen ein, damit der Rechner aus Rotorfläche, Windgeschwindigkeit und Wirkungsgrad die nutzbare Leistung und den theoretischen Jahresertrag bestimmen kann.

Beim Wirkungsgrad endet der Schieberegler bewusst bei 59 % — knapp unter dem Betz-Limit von 16/27, also rund 59,26 %. Mehr als diesen Anteil kann keine Turbine der Strömung entziehen, weil die Luft sonst hinter dem Rotor stehen bliebe.

Der Rotordurchmesser nimmt Werte von 0,5 bis 50 m an, die mittlere Windgeschwindigkeit 0 bis 30 m/s. Über den Anlagentyp wählst du zwischen Kleinwindanlage und Großanlage.

Bei der Großanlage ersetzen vier andere Felder die drei oben: Die Nennleistung in MW (0,5 bis 20), die Volllaststunden pro Jahr (500 bis 6.000), die Nabenhöhe in Metern und der Rotordurchmesser der Großanlage (20 bis 280 m).

Vorbelegt sind die Mittelwerte der 2024 neu in Betrieb gegangenen Anlagen an Land: 5 MW, 143 m Nabenhöhe und 146 m Rotordurchmesser (Deutsche WindGuard, 2025) sowie 1.770 Volllaststunden (Fraunhofer ISE, 2025).

Ersetze sie durch die Werte deines Datenblatts, besonders die Volllaststunden, denn sie hängen stark vom Standort ab.

Praxisfälle

Windenergie-Ertrag berechnen: acht typische Anwendungsfälle

Jeder Fall zeigt Eingabe und Ergebnis aus der echten Rechenfunktion – von der Balkon-Kleinstanlage über den landwirtschaftlichen Hof bis zum 5-MW-Windrad mit Tagesertrag.

  1. Balkon- oder Garten-Windrad: lohnt sich eine Kleinstanlage?

    „Wie viel bringt ein kleines Windrad auf dem Balkon oder im Garten?“

    Eingabe
    Rotordurchmesser 1,5 m, Windgeschwindigkeit 4 m/s, Wirkungsgrad 25 %
    Ergebnis
    151,71 kWh Jahresertrag – rund 0,42 kWh pro Tag, kaum mehr als ein Kühlschrank verbraucht
  2. Kleinwindanlage auf dem Dach: 5,6 m Rotor bei 6 m/s Wind

    „Wie viel Strom erzeugt eine Windkraftanlage mit 5,6 m Rotordurchmesser?“

    Eingabe
    Rotordurchmesser 5,6 m, Windgeschwindigkeit 6 m/s, Wirkungsgrad 35 %
    Ergebnis
    9.990,75 kWh Jahresertrag, 24,63 m² Rotorfläche, 1,14 kW theoretische Leistung, 59,06 % Nutzungsgrad gegenüber der Betz-Grenze
  3. Landwirtschaftlicher Betrieb: Kleinwindanlage mit 3,5 m Rotor

    „Wie viel Ertrag bringt eine Kleinwindanlage auf einem Hof mit 6,2 m/s mittlerem Wind?“

    Eingabe
    Rotordurchmesser 3,5 m, Windgeschwindigkeit 6,2 m/s, Wirkungsgrad 28 %
    Ergebnis
    3.444,84 kWh Jahresertrag, 393,25 W theoretische Leistung, 47,25 % Nutzungsgrad gegenüber der Betz-Grenze

    Erlös grob mit der EEG-Vergütung einschätzen

  4. Rotordurchmesser verdoppeln: wie stark steigt die Leistung?

    „Wie viel mehr Leistung bringt ein doppelt so großer Rotor?“

    Eingabe
    Rotordurchmesser 3 m gegenüber 6 m, jeweils 5,5 m/s Wind und 30 % Wirkungsgrad
    Ergebnis
    216,10 W bei 3 m Rotor gegenüber 864,39 W bei 6 m Rotor – das Vierfache, weil die Rotorfläche quadratisch mit dem Durchmesser wächst
  5. Windgeschwindigkeit verdoppeln: wie stark steigt der Ertrag?

    „Wie viel mehr Ertrag bringt doppelt so starker Wind?“

    Eingabe
    Windgeschwindigkeit 5,5 m/s gegenüber 11 m/s, jeweils 3 m Rotordurchmesser und 30 % Wirkungsgrad
    Ergebnis
    216,10 W bei 5,5 m/s gegenüber 1.728,77 W bei 11 m/s – das Achtfache, weil die Leistung mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit wächst
  6. Wie nah kann eine Anlage an die Betz-Grenze herankommen?

    „Was passiert, wenn ich den höchstmöglichen Wirkungsgrad eingebe?“

    Eingabe
    Rotordurchmesser 3 m, Windgeschwindigkeit 5,5 m/s, Wirkungsgrad 59 %
    Ergebnis
    424,99 W Leistung bei 99,56 % Nutzungsgrad gegenüber der Betz-Grenze von 426,86 W – praktisch am physikalischen Limit
  7. Große Windkraftanlage: Vergleichsrechnung mit 90 m Rotor

    „Wie viel Strom erzeugt eine große Windkraftanlage mit 90 m Rotordurchmesser?“

    Eingabe
    Rotordurchmesser 90 m, Windgeschwindigkeit 7,5 m/s, Wirkungsgrad 40 %
    Ergebnis
    5.760.084,85 kWh Jahresertrag, rund 6.361,73 m² Rotorfläche – zur Einordnung: das deckt den Jahresverbrauch von weit über 1.000 Zweipersonenhaushalten
  8. Windrad pro Tag: Ertrag einer 5-MW-Anlage an Land

    „Wie viel Strom erzeugt ein Windrad pro Tag?“

    Eingabe
    Anlagentyp Großanlage, Nennleistung 5 MW, 1.770 Volllaststunden, Nabenhöhe 143 m, Rotordurchmesser 146 m
    Ergebnis
    8.850.000 kWh Jahresertrag, im Mittel 24.246,58 kWh pro Tag und 1.010,27 kWh pro Stunde; Gesamthöhe 216 m, überstrichene Rotorfläche 16.741,55 m²

Berechnung

Windkraftanlage Leistung berechnen: die Formel

Verstehe den Formelweg.

Grundlage ist die physikalische Windleistungsformel: Die im Wind enthaltene Leistung ergibt sich aus der halben Luftdichte mal Rotorfläche mal der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit. Die Rotorfläche folgt aus dem Rotordurchmesser über die Kreisfläche, die Luftdichte wird mit rund 1,225 kg/m³ angesetzt.

Danach setzt der Rechner deinen Anlagenwirkungsgrad an und rechnet die Leistung über die 8.760 Jahresstunden in einen theoretischen Jahresertrag in kWh um.

Beispiel: 3 m Rotordurchmesser, 5,5 m/s mittlerer Wind und 30 % Wirkungsgrad ergeben rund 7,07 m² Rotorfläche, etwa 216 W theoretische Anlagenleistung und ungefähr 1.893 kWh Jahresertrag.

Zusätzlich weist der Rechner die Leistung an der Betz-Grenze aus — im Beispiel 427 W — und den Nutzungsgrad gegenüber dieser physikalischen Obergrenze, hier 50,6 %.

Weil die Windgeschwindigkeit kubisch eingeht, heben 6,5 m/s statt 5,5 m/s denselben Rotor bereits auf rund 357 W und 3.125 kWh im Jahr.

Weil sowohl die Rotorfläche quadratisch mit dem Durchmesser als auch die Leistung kubisch mit dem Wind zusammenhängt, entscheidet die Kombination beider Größen über das Ergebnis.

Der so berechnete Jahresertrag bleibt ein theoretischer Richtwert, den reale Verluste und Standortbedingungen nach unten korrigieren.

Den Ertrag pro Tag erhältst du, indem der Jahresertrag durch 365 geteilt wird, den Ertrag pro Stunde durch 8.760: Aus 1.893 kWh werden so rund 5,19 kWh pro Tag und 0,216 kWh pro Stunde.

Beim Anlagentyp Großanlage entfällt die Windformel; dort gilt Jahresertrag = Nennleistung × Volllaststunden, die Gesamthöhe ist die Nabenhöhe plus der halbe Rotordurchmesser, und die überstrichene Fläche folgt wie oben aus der Kreisfläche. Kubisches Gesetz: Doppelte Windgeschwindigkeit ergibt achtfache Leistung

Formelgrafik: Rotorfläche und theoretische Anlagenleistung einer Windkraftanlage.
Luftdichte ρ = 1,225 kg/m³ (Standard auf Meereshöhe bei 15 °C). Die Betz-Grenze (59,3 %) beschränkt den maximal erreichbaren Wirkungsgrad.

Nachschlagen

Jahresertrag einer Windkraftanlage nach Rotordurchmesser und Windgeschwindigkeit

Der Jahresertrag wächst quadratisch mit dem Rotordurchmesser und mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit. Diese Tabelle zeigt beides nebeneinander — bei einem Anlagenwirkungsgrad von 30 %, dem typischen Wert für Kleinwindanlagen.

Geschätzter Jahresertrag in kWh nach Rotordurchmesser (mit überstrichener Fläche) und mittlerer Windgeschwindigkeit, bei 30 % Anlagenwirkungsgrad
Rotordurchmesser (Fläche)3 m/s4 m/s5 m/s6 m/s7 m/s
1 m (0,79 m²)3481158273434
2 m (3,14 m²)1373246321.0921.735
3 m (7,07 m²)3077281.4222.4583.903
5 m (19,63 m²)8532.0233.9516.82710.841
8 m (50,27 m²)2.1855.17810.11417.47727.752
12 m (113,10 m²)4.91511.65122.75639.32262.442

Alle Werte in kWh pro Jahr, erzeugt mit der Rechenfunktion dieser Seite (P = 0,5 · ρ · A · v³ · η, Luftdichte ρ = 1,225 kg/m³, Anlagenwirkungsgrad η = 30 %). Zwei Größenordnungen lassen sich daran ablesen: Ein doppelter Durchmesser vervierfacht den Ertrag, weil die überstrichene Kreisfläche quadratisch wächst — und von 3 auf 6 m/s steigt der Ertrag auf das Achtfache, weil die Windgeschwindigkeit mit der dritten Potenz eingeht. Ein besserer Standort schlägt deshalb fast immer eine größere Anlage. Die Werte sind theoretische Obergrenzen bei gleichmäßigem Wind; reale Anlagen erreichen wegen Turbulenz, Abschaltzeiten und Wartung weniger. Der Wirkungsgrad ist zudem nach oben durch die Betz-Grenze von 59,3 % begrenzt.

Leistungsklassen von Windkraftanlagen: Nennleistung und Rotordurchmesser im Vergleich

Der Rechner oben schätzt die Leistung aus Rotordurchmesser, Wind und Wirkungsgrad – reale Anlagenklassen sind zusätzlich durch ihre Nennleistung (die maximale Generatorleistung laut Hersteller) und die Maße ihres Rotors gekennzeichnet. Diese Tabelle ordnet die eigene Beispielrechnung in die tatsächlich am Markt verfügbaren Klassen ein.

Nennleistung und typischer Rotordurchmesser nach Anlagenklasse, mit Beispielmodellen aus dem Onshore- und Offshore-Bereich
AnlagenklasseNennleistungRotordurchmesser (typisch)Beispiel
Kleinwindanlage, privatbis 10 kWbis ca. 8 mBalkon-, Garten- oder Hofanlage für Eigenverbrauch
Kleinwindanlage, gewerblich10–250 kW8–30 mLandwirtschaft, Insel- oder Gewerbenetz
Mittelwindanlageca. 300 kW – 1 MW30–50 min Deutschland rechtlich selten genehmigt
Großwindanlage, Onshore1–6 MW80–165 mz. B. Vestas V150-6.0 MW, 150 m Rotordurchmesser
Großwindanlage, Offshore6–18 MW150–260 mz. B. MingYang MySE 16-260, 260 m Rotordurchmesser

Nennleistung und Rotordurchmesser nach Anlagenklasse; Quelle klein-windkraftanlagen.com (Technik-Ratgeber, Stand 09/2026) und Bundesverband WindEnergie. Unabhängig von der Klasse schaltet sich fast jede Anlage bei einer Einschaltwindgeschwindigkeit (Cut-in) von rund 3 bis 5 m/s zu, erreicht ihre Nennleistung erst bei einer Nennwindgeschwindigkeit von etwa 12 bis 15 m/s und schaltet bei rund 25 m/s Sturm zum Schutz wieder ab (Cut-out). Der Windenergie-Ertrag-Rechner dieser Seite bildet dieses Schaltverhalten nicht ab, sondern legt im Anlagentyp Kleinwind eine konstante mittlere Windgeschwindigkeit über das gesamte Jahr zugrunde — mehr dazu in der FAQ zu den angenommenen Volllaststunden.

Wie viel Strom erzeugt ein Windrad pro Tag? Ertrag nach Nennleistung und Volllaststunden

Der Tagesertrag eines Windrads ist der Jahresertrag geteilt durch 365. Die Tabelle zeigt ihn für typische Nennleistungen und vier Volllaststunden-Werte, darunter die Mittelwerte für Onshore (1.770 h) und Offshore (3.278 h) in Deutschland.

Mittlerer Ertrag pro Tag in kWh nach Nennleistung und Volllaststunden pro Jahr (Anlagentyp Großanlage)
Nennleistung1.500 h1.770 h (Onshore-Mittel)2.500 h3.278 h (Offshore-Mittel)
1 MW4.1104.8496.8498.981
3 MW12.32914.54820.54826.942
5 MW20.54824.24734.24744.904
7 MW28.76733.94547.94562.866
10 MW41.09648.49368.49389.808

Alle Werte in kWh pro Tag, erzeugt mit der Rechenfunktion dieser Seite: Nennleistung in kW mal Volllaststunden, geteilt durch 365. Der Wert ist ein Jahresmittel, kein Tageswert: An einem einzelnen Tag erzeugt eine Anlage höchstens 24 Stunden mal ihre Nennleistung, also 5 MW höchstens 120.000 kWh, bei Flaute nichts. Die Volllaststunden hängen stark vom Standort und von der Anlagenauslegung ab; für die eigene Planung zählt der Wert aus dem Ertragsgutachten.

Expertenmodus

Häufige Fragen zum Windenergie-Ertrag-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie viel Strom erzeugt ein Windrad pro Jahr?

Bei einer kleinen Windkraftanlage mit 3 m Rotordurchmesser, 5,5 m/s mittlerem Wind und 30 % Wirkungsgrad ergibt der Rechner rund 1.893 kWh pro Jahr – bei 5,6 m Rotordurchmesser, 6 m/s und 35 % Wirkungsgrad sind es bereits 9.990,75 kWh.

Grundlage ist die physikalische Windleistungsformel: Leistung gleich 0,5 mal Luftdichte mal Rotorfläche mal Windgeschwindigkeit hoch drei mal Wirkungsgrad, hochgerechnet auf 8.760 Jahresstunden.

Die Rotorfläche folgt aus dem Rotordurchmesser über die Kreisfläche, die Luftdichte ist fest mit 1,225 Kilogramm pro Kubikmeter hinterlegt.

Der Rechner zeigt neben dem Jahresertrag zusätzlich Rotorfläche, theoretische Leistung und die Leistung an der Betz-Grenze an, damit du die Größenordnung sofort einordnen kannst.

Trage deinen eigenen Rotordurchmesser, die mittlere Windgeschwindigkeit am Standort und einen realistischen Anlagenwirkungsgrad ein, um eine eigene Größenordnung zu erhalten.

Wichtig: Der Wert ist eine theoretische Obergrenze bei konstantem Wind über das ganze Jahr, keine Ertragsprognose – reale Anlagen liefern wegen Flaute, Turbulenz und Abschaltzeiten deutlich weniger.

Wie viel Strom erzeugt ein Windrad pro Tag?

Der Rechner gibt den Ertrag pro Tag als Mittelwert aus: Beim Standardbeispiel mit 3 m Rotordurchmesser, 5,5 m/s Wind und 30 % Wirkungsgrad sind es 5,19 kWh, bei 5,6 m Rotordurchmesser, 6 m/s und 35 % Wirkungsgrad 27,37 kWh.

Bei einer Großanlage mit 5 MW Nennleistung und 1.770 Volllaststunden, dem Mittelwert für Onshore-Anlagen in Deutschland laut Fraunhofer ISE (2025), liegt der Tagesmittelwert bei rund 24.247 kWh und der Stundenmittelwert bei etwa 1.010 kWh.

Beide Werte entstehen, indem der Jahresertrag durch 365 Tage beziehungsweise 8.760 Stunden geteilt wird.

Einzelne Tage weichen stark ab: Bei Flaute liefert eine Anlage nichts, bei Sturm läuft sie viele Stunden mit Nennleistung, und die Leistung reagiert mit der dritten Potenz auf die Windgeschwindigkeit.

Eine 5-MW-Anlage kann an einem Tag höchstens 120.000 kWh erzeugen. Nutze den Tageswert deshalb als Durchschnitt für die Größenordnung und plane konkrete Tage nicht damit, sondern mit einer aktuellen Wettervorhersage.

Wie viel kW Leistung bringt eine Kleinwindanlage?

Bei 3 m Rotordurchmesser, 5,5 m/s Wind und 30 % Wirkungsgrad berechnet der Rechner eine theoretische Anlagenleistung von 216,10 Watt, also 0,216 kW – bei 5,6 m Rotordurchmesser, 6 m/s und 35 % Wirkungsgrad sind es 1.140,50 Watt beziehungsweise 1,14 kW.

Handelsübliche Kleinwindanlagen für Privathaushalte sind laut Herstellerangaben mit Nennleistungen bis 10 Kilowatt ausgezeichnet, gewerbliche Kleinwindanlagen reichen bis 250 Kilowatt (siehe Referenztabelle Leistungsklassen weiter unten auf dieser Seite).

Diese Nennleistung ist ein Hersteller-Maximalwert bei optimaler Nennwindgeschwindigkeit, meist 12 bis 15 m/s – der Rechner bildet dagegen die tatsächlich zu erwartende Leistung bei deiner eingegebenen mittleren Windgeschwindigkeit ab, die in den allermeisten Fällen deutlich niedriger liegt als diese Nennwindgeschwindigkeit.

Gib deshalb für eine realistische Einschätzung nicht die beworbene Nennleistung, sondern deinen tatsächlichen Rotordurchmesser und Standortwind ein, sonst überschätzt du die zu erwartende Leistung erheblich und planst am realen Ertrag vorbei.

Warum wächst die Leistung einer Windkraftanlage so stark mit der Windgeschwindigkeit?

Weil die Windgeschwindigkeit in der Leistungsformel mit der dritten Potenz eingeht: Verdoppelt sich der Wind von 5,5 auf 11 m/s, steigt die theoretische Leistung bei gleichem Rotor und Wirkungsgrad nicht auf das Doppelte, sondern von 216,10 auf 1.728,77 Watt – das Achtfache, weil zwei hoch drei gleich acht ist.

Schon ein Anstieg von 5 auf 6 m/s verändert bei 2 m Rotordurchmesser und 30 % Wirkungsgrad den Jahresertrag spürbar, weil derselbe kubische Zusammenhang bereits bei kleinen Differenzen greift.

Deshalb führen kleine Unterschiede im Mittelwind, in der Nabenhöhe oder in der Messhöhe sehr schnell zu großen Unterschieden beim Ertrag, während technische Detailoptimierungen an der Anlage selbst kaum ins Gewicht fallen.

Prüfe deshalb zuerst die Windgeschwindigkeit an deinem Standort so genau wie möglich, am besten über eine mehrmonatige Messung, bevor du unterschiedliche Anlagen oder Wirkungsgrade vergleichst – ein besserer Standort schlägt fast jede technische Verbesserung an Rotor oder Generator.

Was bedeutet die Betz-Grenze für den Ertrag meiner Windkraftanlage?

Die Betz-Grenze markiert mit 16/27, also rund 59,3 %, das physikalische Maximum, das ein Rotor der Windströmung überhaupt entnehmen kann – mehr ist unmöglich, weil die Luft hinter dem Rotor noch genug Restgeschwindigkeit zum Abströmen behalten muss.

Setzt du beim Standardbeispiel mit 3 m Rotordurchmesser und 5,5 m/s Wind einen Wirkungsgrad von 59 % an, meldet der Rechner 424,99 Watt Leistung bei einem Nutzungsgrad von 99,56 % gegenüber der Betz-Grenze von 426,86 Watt – praktisch am physikalischen Limit.

Reale Anlagen liegen mit Leistungsbeiwerten von etwa 0,40 bis 0,50 nochmals deutlich darunter, weil Rotor, Generator und Verkabelung jeweils eigene Verluste beitragen und kein System verlustfrei arbeitet.

Nutze die Betz-Grenze als Plausibilitätskontrolle: Ein angesetzter Wirkungsgrad oberhalb von 59,3 % ist physikalisch unmöglich und entlarvt überzogene Herstellerangaben sofort.

Wähle deshalb lieber einen konservativen Wert deutlich unter dieser Grenze, wenn du eine eigene Anlage planst.

Welchen Wirkungsgrad sollte ich für eine Kleinwindanlage ansetzen?

Für vorsichtige Schätzungen sind bei kleinen Anlagen Gesamtwirkungsgrade von etwa 20 bis 35 % realistischer als die häufig beworbenen Spitzenwerte nahe der Betz-Grenze von 59,3 %, weil Rotor, Generator, Wechselrichter und Verkabelung jeweils eigene Verluste beitragen.

Bei 3 m Rotordurchmesser und 5,5 m/s Wind liefert 30 % Wirkungsgrad 1.893 kWh im Jahr, bei 45 % wären es bereits 2.839,51 kWh – derselbe Standort, aber ein um rund 50 % höherer Ertrag allein durch die Wirkungsgrad-Annahme im Rechner.

Dachnahe oder turbulente Standorte liegen wegen verwirbelter, gebremster Strömung häufig nochmals unter idealen Freifeldbedingungen und drücken den realen Wirkungsgrad zusätzlich.

Setze deshalb für eine erste Schätzung eher 20 bis 30 % an und prüfe erst bei konkretem Kaufinteresse die tatsächliche Herstellerkennlinie der jeweiligen Anlage.

Zwei Rechnungen mit einem vorsichtigen und einem optimistischen Wirkungsgrad zeigen dir die realistische Bandbreite, bevor eine Investitionsentscheidung ansteht.

Wie viele Volllaststunden nimmt der Rechner für die Windkraftanlage an?

Rechnerisch 8.760 Volllaststunden im Jahr, denn der Rechner multipliziert die berechnete Leistung einfach mit allen Stunden des Jahres: 216,10 Watt mal 8.760 Stunden ergeben genau die ausgewiesenen 1.893 kWh.

Das unterstellt, dass der Wind das ganze Jahr über ununterbrochen mit der eingegebenen Mittelgeschwindigkeit weht – ohne Flaute, ohne Sturmabschaltung und ohne Anlaufschwelle von typischerweise 2 bis 3 m/s, unterhalb der reale Anlagen gar nicht erst anlaufen.

Reale Kleinwindanlagen erreichen an mäßigen Standorten dagegen häufig nur 500 bis 1.000 Volllaststunden im Jahr, Onshore-Windkraftanlagen in Deutschland von 2015 bis 2024 im Schnitt 1.770 Volllaststunden (Fraunhofer ISE, 2025).

Lies den ausgewiesenen Jahresertrag deshalb als physikalische Obergrenze deines Standorts, nicht als Ertragsprognose, und rechne für eine realistische Planung mit einem deutlichen Abschlag von 70 bis 90 %.

Wer die reale Windverteilung über das Jahr kennt, etwa aus einer Standortmessung, kommt der Wahrheit näher als mit dem eingegebenen Mittelwert allein.

Wann verbessert eine größere Rotorfläche den Ertrag stärker als mehr Wirkungsgrad?

Immer dann, wenn der Wirkungsgrad bereits nahe an der ohnehin gedeckelten Betz-Grenze von 59,3 % liegt, denn die Rotorfläche wächst quadratisch mit dem Durchmesser und hat dadurch anders als der Wirkungsgrad keine physikalische Obergrenze.

Verdoppelst du beim Standardbeispiel den Rotordurchmesser von 3 auf 6 m bei gleichbleibenden 5,5 m/s Wind und 30 % Wirkungsgrad, steigt die Leistung von 216,10 auf 864,39 Watt – exakt das Vierfache, weil die überstrichene Fläche mit dem Quadrat des Durchmessers zunimmt.

Ein paar Prozentpunkte mehr Wirkungsgrad bringen dagegen selten mehr als 20 bis 30 % zusätzlichen Ertrag, weil sie durch die Betz-Grenze von 59,3 % begrenzt bleiben und kaum Spielraum nach oben lassen.

Prüfe deshalb zuerst, ob ein größerer Rotor oder eine höhere Nabenhöhe an deinem Standort möglich ist, bevor du in eine effizientere, aber teurere Anlagentechnik investierst.

Erst wenn Fläche und Standort ausgereizt sind, lohnen sich kleinere Effizienzgewinne am restlichen System.

Lohnt sich eine Windkraftanlage – wie hoch ist die Rendite, und was zeigt der Rechner nicht?

Eine pauschale Rendite kann der Rechner nicht ausweisen, weil er weder Anschaffungskosten noch Betriebskosten oder Vergütungssätze kennt – er liefert ausschließlich Leistung und Jahresertrag in kWh als physikalische Größen.

Für eine grobe Erlösabschätzung multiplizierst du den ausgewiesenen Jahresertrag mit dem für Windenergie an Land üblichen EEG-Vergütungssatz von rund 4 bis 9 Cent pro kWh: Bei 3.444,84 kWh Jahresertrag (3,5 m Rotor, 6,2 m/s, 28 % Wirkungsgrad) und 6 Cent pro kWh ergeben sich rund 207 Euro Erlös im Jahr – ein überschaubarer Rahmen, der die Amortisationszeit maßgeblich bestimmt.

Nicht enthalten sind Genehmigung, Statik, Netzanschluss, Schallschutz, Wartung und die Anschaffungskosten selbst, die bei Kleinwindanlagen häufig mehrere Tausend Euro betragen und die Rechnung erst vollständig machen.

Ziehe deshalb vor einer Kaufentscheidung eine vollständige Wirtschaftlichkeitsrechnung mit realen Angeboten hinzu und behandle den Rechner-Wert nur als ersten Filter, ob sich ein tieferer Blick überhaupt lohnt.

Wie setze ich den theoretischen Jahresertrag konservativ in eine reale Prognose um?

Lies den vom Rechner ausgegebenen Jahresertrag grundsätzlich als Obergrenze und ziehe für eine realistische Prognose deutlich ab: Aus den 9.990,75 kWh des Beispiels mit 5,6 m Rotor, 6 m/s und 35 % Wirkungsgrad würden in der Praxis eher 6.000 bis 7.500 kWh, wenn Stillstandszeiten, Vereisung und Wechselrichterverluste eingerechnet werden.

Hilfreich ist der Vergleich über die Volllaststunden: Jahresertrag in kWh geteilt durch die Nennleistung in kW ergibt bei diesem Beispiel und 1,14 kW theoretischer Leistung rechnerisch wieder genau 8.760 Stunden, weit über den 500 bis 1.000 Volllaststunden, die Kleinwindanlagen an mäßigen Standorten real erreichen.

Plane deshalb immer mit einem konservativen und einem optimistischen Szenario und lege Investitionsentscheidungen auf das vorsichtigere Szenario, nicht auf den theoretischen Bestwert.

Erst eine mehrmonatige Standortmessung oder ein Herstellergutachten liefert eine wirklich belastbare Ertragsprognose statt der hier berechneten physikalischen Obergrenze, die für eine Kaufentscheidung allein nicht ausreicht.

Wie groß ist ein modernes Windrad?

Die 2024 an Land neu in Betrieb gegangenen Windräder hatten im Mittel eine Nennleistung von 5,12 MW, eine Nabenhöhe von 143 m und einen Rotordurchmesser von 146 m (Deutsche WindGuard, 2025).

Daraus ergibt der Rechner eine Gesamthöhe von rund 216 m, nämlich Nabenhöhe plus Rotorradius von 73 m, und eine überstrichene Rotorfläche von etwa 16.742 m².

Der Bestand ist deutlich kleiner: Die mittlere Gesamthöhe aller Anlagen lag Ende 2024 bei 144 m, die mittlere Generatorleistung bei 2,21 MW.

Die zuletzt genehmigten, noch nicht gebauten Anlagen erreichen im Mittel 5,8 MW und überschreiten bei Nabenhöhe und Rotordurchmesser jeweils 155 m.

Wähle im Rechner den Anlagentyp Großanlage und trage Nabenhöhe und Rotordurchmesser aus deinem Datenblatt ein, um die Gesamthöhe zu erhalten.

Achte darauf, dass die Nabenhöhe größer als der halbe Rotordurchmesser sein muss, sonst würde die Blattspitze den Boden berühren.

Hinweise

Wie viel Strom erzeugt ein Windrad pro Tag?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Für die Praxis bedeutet das Ergebnis eine Vorprüfung in drei Schritten: erst die Größenordnung der Leistung, dann die Plausibilität des Jahresertrags, zuletzt die Frage, ob Nabenhöhe, Turbulenz und Genehmigung zum Standort passen. Diese Einordnung hilft bei der Entscheidung, ob sich ein Gutachten lohnt oder ob der Standort schon rechnerisch zu schwach ist.

Lege immer ein konservatives und ein optimistisches Szenario an, weil schon 1 m/s mehr oder weniger den Ertrag massiv verschiebt. Statistische Winddaten für deutsche Standorte stellt das Umweltbundesamt (UBA) im Rahmen seiner Energiewendeberichte zur Verfügung.

Prüfe außerdem die Nabenhöhe, denn mit zunehmender Höhe über Grund steigt der mittlere Wind spürbar, während Hindernisse in Bodennähe ihn bremsen.

Behandle die berechneten Werte als erste Orientierung: Erst eine standortgenaue Messung über mehrere Monate zeigt, ob der angenommene Jahresmittelwind wirklich trägt. Die beiden Hebel lassen sich am Rechner direkt gegeneinander prüfen.

Verdoppelst du den Rotordurchmesser von 3 auf 6 m, springt die Leistung von 216,10 auf 864,39 W — exakt das Vierfache, weil die Fläche quadratisch wächst.

Verdoppelst du stattdessen den Wind von 5,5 auf 11 m/s, steigt sie auf 1728,77 W, also das Achtfache. Der Wind ist damit der weitaus stärkere Hebel.

Wie viel Strom ein Windrad pro Tag erzeugt, zeigt der Rechner direkt: Beim Standardbeispiel mit 3 m Rotor sind es 5,19 kWh, bei einer 5-MW-Großanlage mit 1.770 Volllaststunden rund 24.247 kWh.

Beide Werte sind Tagesmittel, also der Jahresertrag geteilt durch 365.

An einzelnen Tagen weicht der Ertrag stark ab: Bei Flaute liefert die Anlage nichts, in einer Sturmphase kann sie viele Stunden mit voller Nennleistung laufen und an einem Tag bis zu 24 Stunden mal die Nennleistung erzeugen, bei 5 MW also höchstens 120.000 kWh. Rotordurchmesser und Jahresertrag: Größere Fläche, mehr Energie

Anwendung

Windkraftanlage Ertrag in der Praxis: Beispiel Landwirtschaft

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Bernd betreibt einen landwirtschaftlichen Betrieb und prüft, ob eine Kleinwindanlage mit 3,5 m Rotordurchmesser für seinen exponierten Standort in Nordwestdeutschland sinnvoll ist. Die DWD-Daten zeigen 6,2 m/s mittlere Windgeschwindigkeit.

Er gibt 3,5 m Rotordurchmesser, 6,2 m/s und einen konservativen Wirkungsgrad von 28 % ein und erhält rund 9,62 m² Rotorfläche, etwa 393 W theoretische Anlagenleistung — das sind nur knapp 0,4 kW, nicht mehrere Kilowatt — und ungefähr 3.445 kWh geschätzten Jahresertrag.

Der Rechner nennt zusätzlich die Leistung an der Betz-Grenze mit rund 832 W und ordnet die Anlage damit bei einem Nutzungsgrad von 47,25 % gegenüber dieser physikalischen Obergrenze ein.

Zum Vergleich: Sein Betrieb verbraucht rund 22.000 kWh pro Jahr. Die Anlage deckt davon rund 16 % ab – Bernd prüft zusätzlich einen größeren Rotor und holt ein Standortgutachten ein.

Wirtschaftlichkeit grob einschätzen: Der Jahresertrag in kWh multipliziert mit der aktuellen EEG-Vergütung (2024: rund 4–9 ct/kWh für Windenergie an Land, je nach Ausschreibungsrunde) ergibt die grobe Erlösspanne.

3.445 kWh × 6 ct/kWh = rund 207 €/Jahr — ein überschaubarer Rahmen, der die Amortisationszeit der Anlage direkt bestimmt.

Wer den Stromertrag mit Photovoltaik vergleichen möchte, findet dazu den Solarertrag-Rechner und für den kombinierten Jahresbedarf den Strom-Rechner im Energie-Hub. Landwirtschaft: 3,5 m Rotor bei 6,2 m/s ergibt 3.445 kWh – deckt 16 % des Bedarfs

Fallstricke

Typische Fehler beim Windenergie-Ertrag berechnen

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler beim Windenergie-Ertrag-Rechner ist, mit maximalen Böenspitzen statt mit der belastbaren mittleren Windgeschwindigkeit zu rechnen und dadurch Leistung und Jahresertrag der Kleinwindanlage massiv zu überschätzen. Der zweite Fehler ist, einen Prospektwirkungsgrad ohne Standortbezug als Anlagenwirkungsgrad einzutragen, obwohl Dachnähe, Turbulenz und Teillastbetrieb reale Anlagen deutlich drücken.

Der dritte Fehler ist, die Windgeschwindigkeit gedanklich linear hochzurechnen, obwohl die Leistung mit der dritten Potenz steigt und schon kleine Mess- oder Schätzfehler beim Wind große Abweichungen im Jahresertrag erzeugen.

Zusätzlich wird der Rotordurchmesser unterschätzt, obwohl die Rotorfläche quadratisch mit ihm wächst, und Hindernisse wie Baumreihen, Dachkanten oder Nachbargebäude bleiben oft unberücksichtigt, obwohl sie die Strömung gerade bei Kleinwind stark verschlechtern.

Schließlich wird die Amortisation zu optimistisch gerechnet, wenn der theoretische Jahresertrag ungeprüft mit dem Nennwert gleichgesetzt wird, statt reale Volllaststunden und Verluste anzusetzen.

Der folgenschwerste Fehler ist, den ausgewiesenen Jahresertrag für eine Prognose zu halten.

Der Rechner multipliziert die berechnete Leistung schlicht mit 8760 Stunden — er unterstellt also, dass der Wind das ganze Jahr über exakt mit der eingegebenen Mittelgeschwindigkeit weht, ohne Flaute, Sturmabschaltung und Anlaufschwelle.

Aus 216,10 W werden so 1893 kWh im Jahr. Reale Kleinwindanlagen erreichen davon nur einen Bruchteil, weil die tatsächliche Windverteilung über das Jahr stark schwankt und die Leistung mit der dritten Potenz darauf reagiert.

Lies den Wert deshalb als physikalische Obergrenze des Standorts und nicht als Ertragserwartung.

Beim Anlagentyp Großanlage ist die Verwechslung von Nennleistung und Ertrag der häufigste Fehler: 5 MW sind die Spitzenleistung, nicht die mittlere Leistung.

Im Jahresmittel liefert die Anlage bei 1.770 Volllaststunden nur rund 1.010 kW, also rund ein Fünftel der Nennleistung.

Nächster Schritt

Windenergie-Ertrag Fazit: Lohnt sich die Anlage?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Windenergie-Ertrag-Rechner berechnet aus Rotordurchmesser, mittlerer Windgeschwindigkeit und Anlagenwirkungsgrad eine belastbare Größenordnung für Rotorfläche, Leistung und Jahresertrag und zeigt damit, ob ein Kleinwindstandort überhaupt lohnend ist, bevor teure Gutachten beauftragt werden.

Weil die Windgeschwindigkeit über die dritte Potenz eingeht, reagiert der Ertrag empfindlich auf den angesetzten Mittelwind.

Rechne mit einem vorsichtigen und einem optimistischen Windwert und entscheide, ob die Standortprüfung, eine Nabenhöhenerhöhung oder ein komplett anderes System den besseren Hebel bietet.

Zur Windgeschwindigkeit am Standort hilft der Beaufort-Skala-Rechner bei der Einordnung von Messwerten in konkrete Stufen. Weitere Windrechner sind im Wind-Hub gesammelt.

Wie weit deine Annahme vom physikalisch Möglichen entfernt liegt, beziffert der Rechner zusätzlich: Ein Wirkungsgrad von 30 % entspricht 50,6 % des Betz-Limits — die Anlage schöpft also gut die Hälfte dessen aus, was überhaupt entnehmbar wäre.

Vertiefung

Windkraftanlage-Ertrag: Beispielrechnungen

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Geschätzter Jahresertrag: 9.991 kWh | Rotorfläche: 24,63 m² | Nutzungsgrad gegenüber Betz-Grenze: 59,1 %

Praxisbeispiel: Kleine Windkraftanlage auf dem Dach

Rotordurchmesser
5,6 m
Mittlere Windgeschwindigkeit
6 m/s
Anlagenwirkungsgrad
35 %

Beispiel 2 · Mittel · Geschätzter Jahresertrag: 152 kWh | Rotorfläche: 1,77 m² | Nutzungsgrad gegenüber Betz-Grenze: 42,2 %

Kleine Balkon-Windkraftanlage

Rotordurchmesser
1,5 m
Mittlere Windgeschwindigkeit
4 m/s
Anlagenwirkungsgrad
25 %

Beispiel 3 · Komplex · Geschätzter Jahresertrag: 5.760.085 kWh | Rotorfläche: 6.361,73 m² | Nutzungsgrad gegenüber Betz-Grenze: 67,5 %

Große Anlage an einem windstarken Standort

Rotordurchmesser
90 m
Mittlere Windgeschwindigkeit
7,5 m/s
Anlagenwirkungsgrad
40 %

Beispiel 4 · Komplex · Geschätzter Jahresertrag: 3.722,91 kWh | Theoretische Anlagenleistung: 424,99 W | Nutzungsgrad gegenüber Betz-Grenze: 99,56 %

Wirkungsgrad nahe der physikalischen Betz-Grenze

Rotordurchmesser
3 m
Mittlere Windgeschwindigkeit
5,5 m/s
Anlagenwirkungsgrad
59 %

Beispiel 5 · Komplex · Geschätzter Jahresertrag: 15.144,05 kWh | Theoretische Anlagenleistung: 1.728,77 W | Rotorfläche: 7,07 m²

Doppelte Windgeschwindigkeit gegenüber dem Standardbeispiel

Rotordurchmesser
3 m
Mittlere Windgeschwindigkeit
11 m/s
Anlagenwirkungsgrad
30 %

Beispiel 6 · Komplex · Geschätzter Jahresertrag: 105,35 kWh | Theoretische Anlagenleistung: 12,03 W | Nutzungsgrad gegenüber Betz-Grenze: 33,75 %

Kleinstanlage mit niedrigem Wirkungsgrad an einem schwachen Standort

Rotordurchmesser
1 m
Mittlere Windgeschwindigkeit
5 m/s
Anlagenwirkungsgrad
20 %

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

Wirkungsgrad-RechnerWirkungsgrad, Verlustleistung und Effizienzklassen berechnen.Tornado-Windgeschwindigkeits-RechnerWindgeschwindigkeit auf der Erweiterten Fujita-Skala (EF0 bis EF5) einordnen und typische Schäden sowie Verhaltensempfehlungen bei Tornadostärke erhalten.Luftdichte-RechnerLuftdichte berechnen: Dichte feuchter Luft in kg/m³ aus Temperatur, Luftdruck oder Höhe und relativer Feuchte, mit Wasserdampfanteil, Vergleich zur Normdichte und Temperaturtabelle.Scheinbarer-Wind-RechnerScheinbaren Wind aus wahrem Wind und Bootsgeschwindigkeit berechnen oder aus der Anzeige an Bord den wahren Wind: Stärke in kn, m/s, km/h und Beaufort, Winkel zum Bug und Kurs-Kategorie.Gefühlte Temperatur RechnerWindchill bei Kälte, Hitzeindex bei Wärme und Apparente Temperatur für alle Bereiche – mit Komfort-Einordnung und Verhaltensempfehlungen.TaupunktTaupunkt-Temperatur aus Lufttemperatur und relativer Luftfeuchtigkeit mit Magnus-Formel berechnen – inklusive Komfortbewertung.Schimmelrisiko-RechnerSchimmelrisiko aus Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und optionaler Wandtemperatur berechnen – mit kritischer Wandtemperatur und Lüftungsempfehlung.Windchill-RechnerGefühlte Temperatur bei Wind und Kälte nach offizieller JAG/TI-Formel berechnen, inklusive Erfrierungsrisiko und Schutzkleidungsempfehlung.UV-Index & HautschutzzeitUV-Index, Eigenschutzzeit und Schutzzeit mit LSF für verschiedene Hauttypen und Aktivitäten berechnen.Gewitterentfernung-RechnerAbstand eines Gewitters aus Blitz und Donner berechnen – mit Timer und Sicherheitseinordnung.Hitzeindex-RechnerGefühlte Hitze bei hoher Luftfeuchtigkeit mit Rothfusz-Formel berechnen, inklusive Gesundheitsrisiko und Verhaltensempfehlung.Thermischer Komfort-RechnerBehaglichkeits-Score aus Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Aktivitätslevel berechnen, mit Komfortstufe und Kleidungsempfehlung.Temperatur-Höhe-RechnerTemperatur in der Höhe berechnen, zum Beispiel in 10 km, oder die Höhe für eine Zieltemperatur: ICAO- und adiabatischer Gradient, Luftdruck der Standardatmosphäre.Feuchtkugel-RechnerFeuchtkugeltemperatur berechnen und daraus Luftfeuchtigkeit, Taupunkt und Kühlgrenztemperatur ermitteln – mit Psychrometer-Ansatz.Verdunstungskühlungs-RechnerKühleffekt der Verdunstung berechnen: erreichbare Abkühlung und Feuchtkugeltemperatur aus Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Wirkungsgrad.

Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Balkendiagramm: Windleistung pro m² steigt mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit.

    Windleistung steigt mit der 3. Potenz

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           alt="Balkendiagramm: Windleistung pro m² steigt mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/wetter-klima/wind/windenergie-ertrag-rechner">Windleistung steigt mit der 3. Potenz auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/wetter-klima/wind/windenergie-ertrag-rechner
  • Eingabeparameter Rotordurchmesser 3,5 m, Windgeschwindigkeit 6,2 m/s und Wirkungsgrad 28 Prozent ergeben 9,62 Quadratmeter Rotorfläche, 393 Watt theoretische Anlagenleistung und 3445 kWh Jahresertrag, was 16 Prozent des Betriebsbedarfs von 22000 kWh deckt.

    Landwirtschaft: 3,5 m Rotor bei 6,2 m/s ergibt 3.445 kWh – deckt 16 % des Bedarfs

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           alt="Eingabeparameter Rotordurchmesser 3,5 m, Windgeschwindigkeit 6,2 m/s und Wirkungsgrad 28 Prozent ergeben 9,62 Quadratmeter Rotorfläche, 393 Watt theoretische Anlagenleistung und 3445 kWh Jahresertrag, was 16 Prozent des Betriebsbedarfs von 22000 kWh deckt."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/wetter-klima/wind/windenergie-ertrag-rechner">Landwirtschaft: 3,5 m Rotor bei 6,2 m/s ergibt 3.445 kWh – deckt 16 % des Bedarfs auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/wetter-klima/wind/windenergie-ertrag-rechner
  • Vergleich von drei Rotorgrößen und deren Einfluss auf Fläche und Jahresertrag.

    Rotordurchmesser bestimmt den Ertrag

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           alt="Vergleich von drei Rotorgrößen und deren Einfluss auf Fläche und Jahresertrag."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/wetter-klima/wind/windenergie-ertrag-rechner">Rotordurchmesser bestimmt den Ertrag auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/wetter-klima/wind/windenergie-ertrag-rechner
  • Infografik: Windenergie: Leistung und Ertrag (P ∝ v³), WINDGESCHWINDIGKEIT → LEISTUNG (D = 10 m, cp = 0,4), Wind, Leistung, Faktor, Jahresertrag, 3 m/s, 0,5 kW

    Windenergie Ertrag-Rechner Leistung

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           alt="Infografik: Windenergie: Leistung und Ertrag (P ∝ v³), WINDGESCHWINDIGKEIT → LEISTUNG (D = 10 m, cp = 0,4), Wind, Leistung, Faktor, Jahresertrag, 3 m/s, 0,5 kW"
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/wetter-klima/wind/windenergie-ertrag-rechner">Windenergie Ertrag-Rechner Leistung auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/wetter-klima/wind/windenergie-ertrag-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Ausgabe ist eine Ertrags- und Leistungsnäherung für Kleinwindanlagen. Turbulenzen, Abschattung, Abschaltzeiten und reale Anlagenkennlinien können den tatsächlichen Ertrag stark verändern.

Quelle: Windleistungsformel P = 0,5 * rho * A * v^3 mit Betz-Grenze und Wirkungsgradannahme.

Stand: 2026-10-09

Externe Fachquellen
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Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
09. Oktober 2026
Fachbereich
Wetter und Klima / Wind
Formeln basieren auf
Windleistung P = 0,5 × Luftdichte × Rotorfläche × Windgeschwindigkeit^3 × Wirkungsgrad; Jahresertrag ergibt sich aus Leistung und angenommener Laufzeit.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Windenergie-Ertrag-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/wetter-klima/wind/windenergie-ertrag-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Windenergie-Ertrag-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/wetter-klima/wind/windenergie-ertrag-rechner

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