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LC-Schwingkreis online berechnen – Resonanzfrequenz, Güte und Bandbreite

Elektronik & PhysikStand Noch keine Bewertung

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Einheit L
Einheit C
Ohm

Berechnete Werte

Resonanzfrequenz f05032.9212Hz
Kreisfrequenz ω₀31622.78 rad/s
Gütefaktor Q3.1623
Bandbreite1591.5382 Hz
Hinweisf₀=5032.9212 Hz, Q=3.1623, BW=1591.5382 Hz. mäßige Güte – breites Band.

Induktive Bauteile / Resonanz

Vereinfachtes L-C-Modell für Schwingkreis, Spule und Trafo-Prinzip.

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Kurzantwort

Die Resonanzfrequenz eines LC-Schwingkreises ergibt sich nach der Thomson-Formel zu f0 = 1 / (2 * pi * sqrt(L * C)). Bei 10 mH und 100 nF sind das rund 5033 Hz.

Schwingkreis berechnen: Resonanzfrequenz nach Thomson f0 = 1/(2·π·√(L·C))

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der LC-Resonanzkreis-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Ein LC-Schwingkreis ist die Reihen- oder Parallelschaltung einer Spule (Induktivität L) und eines Kondensators (Kapazität C). Seine Resonanzfrequenz berechnet die Thomson-Formel: f₀ = 1 / (2·π·√(L·C)).

Bei dieser Frequenz heben sich induktiver und kapazitiver Blindwiderstand auf, sodass der Kreis maximal stark reagiert – Grundlage für Abstimmkreise, Filter und Oszillatoren.

Aus Spule (Induktivität L) und Kondensator (Kapazität C) eines LC-Schwingkreises bestimmt der LC-Resonanzkreis-Rechner die Resonanzfrequenz, den Gütefaktor Q und die Bandbreite.

Ein Schwingkreis ist die Reihen- oder Parallelschaltung von Spule und Kondensator, bei der Energie periodisch zwischen Magnetfeld der Spule und elektrischem Feld des Kondensators hin- und herpendelt.

Bei der Resonanzfrequenz heben sich induktiver und kapazitiver Blindwiderstand auf, sodass der Kreis besonders stark reagiert. Die physikalischen Grundlagen dazu erläutert auch LEIFI Physik im Bereich Elektromagnetismus.

Das Tool eignet sich für HF-Grundlagen, Filter- und Oszillatorauslegung, Antennen- und Empfängerprojekte sowie für Ausbildung und Klausurvorbereitung.

Es beantwortet zwei Kernfragen: Bei welcher Frequenz schwingt der LC-Kreis (Resonanzfrequenz), und wie scharf oder breit ist diese Resonanz (Gütefaktor und Bandbreite).

Damit lässt sich vorab abschätzen, ob ein geplanter Abstimm- oder Sperrkreis im gewünschten Frequenzbereich arbeitet.

Den Gütefaktor übersetzt der Rechner zusätzlich in eine Klartext-Einordnung mit drei Stufen: Unterhalb von Q = 10 meldet er mäßige Güte mit breitem Band, zwischen 10 und 100 gute Güte für einen selektiven Filter, oberhalb von 100 sehr hohe Güte mit sehr scharfer Selektion.

Der eigentliche Hebel dafür ist der Serienwiderstand und nicht das Bauteilpaar: Derselbe Kreis aus 10 mH und 100 nF schwingt unverändert bei 5.033 Hz, kommt mit 100 Ohm aber nur auf Q = 3,2 bei 1.592 Hz Bandbreite, während er mit 10 Ohm auf Q = 31,6 bei 159 Hz Bandbreite klettert.

Ein Faktor zehn beim Widerstand bedeutet also einen Faktor zehn in der Trennschärfe, ohne dass sich die Resonanzfrequenz um ein Hertz verschiebt.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die Induktivität L mit passender Einheit (H, mH, µH), die Kapazität C mit passender Einheit (F, mF, µF, nF) und einen Serienwiderstand R in Ohm ein. Die Bauteilwerte stammen typischerweise aus Bauteilaufdruck, Datenblatt oder einer Vorbemessung; der Serienwiderstand bündelt die realen Verluste aus Spulendraht, Leiterbahn und Quelle.

Beide Einheitenlisten enden früher, als HF-Projekte es oft brauchen: Mikrohenry ist die kleinste Stufe für L, Nanofarad die kleinste für C. Eine 100-nH-Luftspule trägst du deshalb als 0,1 µH ein.

Nützlich ist außerdem zu wissen, welches Feld worauf wirkt: Resonanzfrequenz und Kreisfrequenz hängen ausschließlich von L und C ab, während der Serienwiderstand allein Güte und Bandbreite bestimmt.

Er ist damit kein optionales Beiwerk, sondern das Feld, das über die Trennschärfe entscheidet — und der einzige Wert, den man beim Übertragen aus einem Datenblatt gern vergisst, weil ihn kein Bauteilaufdruck nennt.

Er steckt im Kupferwiderstand der Wicklung, im Kernverlust und im Innenwiderstand der Quelle und muss geschätzt oder gemessen werden.

Typische Fehler sind, Millihenry mit Mikrohenry zu verwechseln, einen in Pikofarad angegebenen Wert unumgerechnet als Nanofarad zu übernehmen – Nanofarad ist die kleinste wählbare Einheit, 25 pF gibst du daher als 0,025 nF ein – oder den Serienwiderstand zu klein anzusetzen, obwohl ein realer Schwingkreis nie verlustfrei ist.

Schon ein falscher Vorsatz verschiebt die Resonanzfrequenz um Zehnerpotenzen. Setze den Serienwiderstand realistisch an, denn er entscheidet maßgeblich über Gütefaktor und Bandbreite.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Siehe Formeln und Rechenschritte.

Verwendete Formeln

f_0 = 1 / (2 * pi * sqrt(L * C))

omega_0 = 2 * pi * f_0

Q = 1 / R * sqrt(L / C)

Formeltafel zum LC-Resonanzkreis: Thomsonsche Schwingungsformel für die Resonanzfrequenz, dazu Güte und Bandbreite.
Thomsonsche Schwingungsformel mit Güte und Bandbreite des Serienschwingkreises.

Nachschlagen

Typische L-C-Wertpaare nach Frequenzband

Formel: f0 = 1 / (2π · √(L · C)). Die Tabelle zeigt Richtwerte für L und C bei fünf gängigen Frequenzbändern; reale Normwerte (E6/E12-Reihe) können leicht abweichen.

LC-Schwingkreis-Tabelle: Induktivität L und Kapazität C für Langwelle bis WLAN/Bluetooth nach der Thomson-Formel
FrequenzbandZielfrequenzInduktivität LKapazität CTypische Anwendung
Langwelle (LW)200 kHz300 µH2,11 nFAM-Langwellenempfänger
Mittelwelle (MW)1 MHz25 µH1,01 nFAM-Mittelwellen-Tuner
Kurzwelle (KW)7 MHz5 µH103 pFAmateurfunk 40-m-Band
UKW / FM100 MHz100 nH25,3 pFFM-Tuner, UKW-Empfänger
Bluetooth / WLAN2,4 GHz1 nH4,4 pFHF-Filter, Anpassnetzwerk

Berechnet nach Thomson: f0 = 1 / (2π · √(L · C)). Normwerte aus E6/E12-Reihe können die tatsächliche Resonanzfrequenz leicht verschieben – im Rechner nachprüfen. Parasitäre Effekte und Bauteilistoleranzen gewinnen im MHz- und GHz-Bereich zunehmend an Bedeutung.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu LC-Resonanzkreis-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist ein LC-Schwingkreis und wie ist er aufgebaut?

Ein LC-Schwingkreis besteht aus einer Spule (Induktivität L) und einem Kondensator (Kapazität C), die entweder in Reihe oder parallel geschaltet sind.

In beiden Bauformen pendelt Energie periodisch zwischen dem Magnetfeld der Spule und dem elektrischen Feld des Kondensators hin und her, und beide schwingen nach der Thomson-Formel f0 = 1/(2·π·√(L·C)) bei derselben Resonanzfrequenz.

Beispiel: Mit L = 10 mH und C = 100 nF ergibt sich f0 ≈ 5033 Hz, unabhängig davon, ob Reihen- oder Parallelschaltung vorliegt.

Ein realer Aufbau enthält immer einen Verlustwiderstand, der die Schwingung dämpft; ihn trägst du im Rechner als Serienwiderstand R ein.

Ohne diesen Widerstand würde ein angestoßener Schwingkreis theoretisch unendlich lange weiterschwingen, in der Praxis klingt jede Schwingung durch Kupfer-, Kern- und Leitungsverluste ab.

Der Rechner ermittelt aus L, C und R die Resonanzfrequenz, den Gütefaktor und die Bandbreite deines Kreises.

Wie berechnet man die Resonanzfrequenz eines LC-Schwingkreises?

Die Resonanzfrequenz berechnet sich nach der Thomson-Formel f0 = 1/(2·π·√(L·C)), wobei L die Induktivität in Henry und C die Kapazität in Farad ist.

Bei dieser Frequenz heben sich induktiver und kapazitiver Blindwiderstand exakt auf, sodass der Schwingkreis maximal stark reagiert. Beispiel: Mit L = 10 mH und C = 100 nF ergibt die Formel f0 = 1/(2·π·√(0,01 H · 0,0000001 F)) ≈ 5033 Hz.

Verdoppelst du die Kapazität, sinkt f0 um den Faktor 1/√2 ≈ 0,707, weil C unter der Wurzel steht und L und C gleichwertig eingehen.

Ein häufiger Stolperstein ist die Einheit: Ein verwechseltes mH statt µH verschiebt das Ergebnis sofort um den Faktor √1000.

Im Rechner gibst du L und C mit passender Einheit ein und erhältst neben f0 automatisch auch die Kreisfrequenz ω0 = 2·π·f0, die für Filterdesign und Bode-Diagramme oft praktischer ist.

Was ist der Unterschied zwischen Resonanzfrequenz und Eigenfrequenz?

Die Eigenfrequenz ist die Frequenz, mit der ein System ganz ohne äußere Anregung von selbst schwingt, sobald es einmal angestoßen wurde; bei einem realen, gedämpften LC-Kreis liegt sie wegen der Verluste minimal unter der ungedämpften Resonanzfrequenz f0 = 1/(2·π·√(L·C)).

Die Resonanzfrequenz dagegen ist die Frequenz, bei der ein von außen periodisch angeregter Kreis am stärksten reagiert.

Bei niedriger Dämpfung, also einem hohen Gütefaktor Q, liegen beide praktisch identisch beieinander: Für L = 10 mH, C = 100 nF und R = 1 Ω liefert der Rechner Q ≈ 316 – die Abweichung zwischen Eigen- und Resonanzfrequenz ist dann verschwindend gering, deutlich unter einem Promille.

Erst bei starker Dämpfung, etwa bei Q unter 5, driften beide Werte spürbar auseinander. Der Rechner gibt die ungedämpfte Resonanzfrequenz nach Thomson aus, die für die allermeisten Filter- und Abstimmanwendungen die praktisch relevante Zahl ist.

Wie lautet die Formel für die Kreisfrequenz, und was unterscheidet sie von der Frequenz?

Die Kreisfrequenz ω0 berechnet sich zu ω0 = 2·π·f0 = 1/√(L·C) und wird in Radiant pro Sekunde angegeben, während die Frequenz f0 in Hertz die Anzahl vollständiger Schwingungen pro Sekunde zählt.

Beide beschreiben dasselbe physikalische Phänomen, nur mit unterschiedlichem Maßstab: Die Kreisfrequenz zählt den vollen Kreisumlauf von 2·π Radiant statt einer einzelnen Schwingung und ist deshalb um den Faktor 2·π größer als f0.

Beispiel: Bei L = 10 mH und C = 100 nF liefert der Rechner f0 ≈ 5033 Hz und ω0 ≈ 31.623 rad/s – tatsächlich das 2·π-Fache von 5033.

In Formeln für Impedanzen wie XL = ω0·L oder XC = 1/(ω0·C) wird fast immer die Kreisfrequenz verwendet, weil sich damit viele Ausdrücke vereinfachen, während Datenblätter und Messgeräte die Frequenz in Hertz anzeigen.

Der Rechner gibt deshalb beide Werte gleichzeitig aus.

Wie berechnet man den Gütefaktor Q eines Schwingkreises?

Der Gütefaktor eines Reihenschwingkreises berechnet sich zu Q = (1/R)·√(L/C), wobei R der Serienwiderstand ist; ein hoher Wert bedeutet geringe Verluste und eine schmale, scharfe Resonanz.

Beispiel: Mit L = 10 mH, C = 100 nF und R = 10 Ω ergibt sich Q = (1/10)·√(0,01/0,0000001) ≈ 31,6.

Senkst du den Serienwiderstand auf 1 Ω, steigt Q auf etwa 316,2 – ein Faktor zehn beim Widerstand bedeutet also einen Faktor zehn bei der Güte, ohne dass sich die Resonanzfrequenz von 5033 Hz um ein Hertz verschiebt.

Aus Q und f0 folgt direkt die Bandbreite B = f0/Q.

Wichtig für die Einordnung: Werte unter Q = 10 gelten als mäßige, breitbandige Güte, zwischen 10 und 100 als gute, selektive Güte und darüber als sehr hohe, sehr scharfe Selektion – der Rechner zeigt diese Einordnung automatisch im Ergebnisfeld an.

Wie wird die Güte einer Spule berechnet, und ist das dasselbe wie die Schwingkreisgüte?

Die Güte einer einzelnen Spule berechnet sich zu Q_Spule = ω0·L/R, wobei R hier nur den ohmschen Verlustwiderstand der Wicklung selbst darstellt.

Rechnerisch ist das identisch mit der hier verwendeten Schwingkreisformel Q = (1/R)·√(L/C), denn es gilt ω0·L = √(L/C), solange R ausschließlich die Spulenverluste abbildet.

Für L = 10 mH, C = 100 nF, ω0 ≈ 31.623 rad/s und R = 10 Ω ergibt ω0·L/R ≈ 31,6 – exakt der vom Rechner ausgegebene Gütefaktor.

Der Unterschied zeigt sich erst, sobald R zusätzliche Verluste außerhalb der Spule mitträgt, etwa den Innenwiderstand der Quelle oder einen angeschlossenen Lastwiderstand: Dann sinkt die wirksame Betriebsgüte des Gesamtkreises unter die reine Spulengüte, weil zusätzliche Widerstände immer zusätzliche Verluste bedeuten.

Für die Trennschärfe eines realen Empfängers zählt deshalb der belastete Wert, nicht die isoliert betrachtete Spule.

Was ist der Unterschied zwischen Reihen- und Parallelschwingkreis?

Beide Bauformen haben nach Thomson dieselbe Resonanzfrequenz f0 = 1/(2·π·√(L·C)), verhalten sich bei Impedanz und Strom bei Resonanz aber genau entgegengesetzt.

Der Reihenschwingkreis erreicht bei Resonanz seine minimale Impedanz und damit maximalen Stromfluss; man nutzt ihn als Saugkreis, der eine bestimmte Frequenz besonders gut durchlässt.

Der Parallelschwingkreis erreicht bei Resonanz dagegen seine maximale Impedanz und minimalen Quellenstrom; er wirkt als Sperrkreis, der eine Frequenz blockiert.

Beispiel: Beide mit L = 10 mH und C = 100 nF liegen bei f0 ≈ 5033 Hz, der Reihenkreis lässt diese Frequenz durch, der Parallelkreis sperrt sie.

Im Reihenschwingkreis wird zudem die Spannung an Spule und Kondensator bei Resonanz um den Gütefaktor Q überhöht – bei Q ≈ 31,6 liegt die Bauteilspannung also gut 31-mal über der Eingangsspannung, was bei der Bauteilauswahl zu beachten ist.

Wie groß ist die Bandbreite eines Schwingkreises, und wovon hängt sie ab?

Die Bandbreite ergibt sich aus B = f0/Q und gibt den Frequenzbereich um die Resonanz an, in dem der Kreis noch stark reagiert, definiert über die −3-dB-Punkte.

Beispiel: Bei f0 ≈ 5033 Hz und Q ≈ 31,6 (R = 10 Ω) beträgt die Bandbreite rund 159 Hz; senkst du den Widerstand auf 1 Ω, steigt Q auf rund 316 und die Bandbreite schrumpft auf etwa 15,9 Hz.

Ein hoher Gütefaktor bedeutet also eine kleine Bandbreite und hohe Selektivität, ein niedriger Q eine breite Bandbreite und geringere Trennschärfe.

Die untere Grenzfrequenz liegt bei f0 − B/2, die obere bei f0 + B/2; der Rechner gibt alle drei Werte zusammen aus.

Eine kleine Bandbreite eignet sich für scharfe Abstimmung, macht den Kreis aber empfindlicher gegenüber Bauteiltoleranzen, Temperaturdrift und Verstimmung – ein Kompromiss, den du je nach Anwendung bewusst wählen musst.

Welche Induktivität und Kapazität passen zu einer Zielfrequenz wie 1 MHz oder 100 MHz?

Für eine Zielfrequenz löst du die Thomson-Formel nach C auf: C = 1/(4·π²·f0²·L).

Beispiel für einen AM-Empfänger auf 1 MHz: Mit L = 25 µH ergibt sich C ≈ 1013 pF, also praktisch ein 1000-pF-Kondensator aus der Normreihe; im Rechner nachgerechnet liefert das Paar f0 ≈ 1,0001 MHz, Gütefaktor Q ≈ 15,7 und Bandbreite ≈ 63,7 kHz bei 10 Ω Serienwiderstand.

Für ein UKW-Frontend auf rund 100 MHz passt dagegen eine kleine Luftspule von 100 nH mit etwa 25 pF: Der Rechner zeigt f0 ≈ 100,66 MHz, bei 5 Ω Serienwiderstand Q ≈ 12,6 und Bandbreite ≈ 7,96 MHz, bei 1 Ω Q ≈ 63,2 und Bandbreite ≈ 1,59 MHz.

In der Praxis wählst du danach den nächsten Normwert aus der E6/E12-Reihe und prüfst die resultierende Resonanzfrequenz erneut im Rechner, weil reale Bauteile nicht exakt auf den berechneten Wert treffen.

Wofür braucht man einen Schwingkreis in der Praxis?

Schwingkreise werden überall dort eingesetzt, wo eine bestimmte Frequenz erzeugt, ausgewählt oder unterdrückt werden soll.

Klassische Anwendungen sind Abstimmkreise in Radios und Empfängern, die einen Sender aus vielen Frequenzen herausfiltern, Oszillatoren zur Takterzeugung sowie Filter und Sperrkreise in der HF-Technik.

Beispiel: Für einen AM-Empfänger auf 1 MHz wählst du mit L = 25 µH über die Thomson-Formel eine Kapazität von rund 1013 pF und nimmst praktisch einen 1000-pF-Kondensator aus der Normreihe.

Über einen veränderbaren Kondensator lässt sich die Resonanzfrequenz durchstimmen und so der gewünschte Sender einstellen.

Auch in Funksendern, drahtlosen Ladegeräten, Metalldetektoren und Schaltnetzteilen zur Unterdrückung von Oberwellen stecken LC-Schwingkreise.

Der Rechner hilft, vorab das passende L-C-Paar für die Zielfrequenz zu finden und die erreichbare Selektivität über Gütefaktor und Bandbreite realistisch einzuschätzen, bevor der Aufbau in der Praxis getestet wird.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Das bedeutet in der Praxis: Resonanzfrequenz und Bandbreite müssen immer gemeinsam gelesen werden. Eine hohe Güte (kleine Bandbreite) bedeutet scharfe Selektion und ist ideal für Abstimm- und Sperrkreise, macht den Schwingkreis aber empfindlicher gegenüber Bauteiltoleranzen und Verstimmung.

Eine niedrige Güte (breite Bandbreite) ist robuster, trennt benachbarte Frequenzen aber schlechter. Willst du die Trennschärfe erhöhen, senkst du den Serienwiderstand, etwa durch hochwertiges Spulenmaterial und kurze Leiterbahnen.

Für ein konkretes Frequenzziel rechnest du zuerst mit der Thomson-Formel ein L-C-Paar aus, wählst dann den nächsten Normwert aus der E-Reihe und prüfst, ob die resultierende Resonanzfrequenz noch im Toleranzbereich liegt.

Die Herleitung der Thomson-Formel beschreibt auch das Lehrbuch OpenStax University Physics. Reihen- und Parallelschwingkreis haben dieselbe Resonanzfrequenz, verhalten sich aber bei Impedanz und Strom gegensätzlich.

Eine Grenze verdient Erwähnung, weil sie im Ergebnis nur als unscheinbare Zahl auftaucht: Unterhalb von Q = 0,5 schwingt ein Serienkreis gar nicht mehr, sondern kriecht nach einem Anstoß aperiodisch in die Ruhelage zurück.

Bei genau Q = 0,5 liegt der aperiodische Grenzfall, der am schnellsten und ganz ohne Überschwingen einschwingt. Für einen Abstimmkreis ist dieser Bereich wertlos, für ein gedämpftes Zeitglied dagegen genau das Ziel.

Der Rechner weist auch dort brav eine Resonanzfrequenz aus – schwingen wird der Kreis bei solchen Werten aber nicht.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ben möchte einen Schwingkreis für ein UKW-Empfängerprojekt auf 100 MHz abstimmen. Er gibt L = 0,1 µH (also 100 nH) ein und löst die Thomson-Formel nach C auf: C = 1 / (4·π²·(100·10^6)²·100·10^-9) ≈ 25 pF, im Rechner als 0,025 nF eingetragen.

Der Rechner zeigt bei R = 5 Ohm Serienwiderstand einen Gütefaktor Q ≈ 12,6 und eine Bandbreite von rund 7,96 MHz.

Um die Selektion zu verbessern, reduziert Ben den Serienwiderstand auf 1 Ohm, indem er hochwertiges Spulenmaterial und eine kurze Leiterführung verwendet: Q steigt auf etwa 63, die Bandbreite sinkt auf rund 1,6 MHz.

Das Ergebnis zeigt direkt, wie stark der Serienwiderstand die Trennschärfe begrenzt und welcher Kompromiss zwischen Gütefaktor und Bandbreite realistisch erreichbar ist.

Für die endgültige Auslegung plant Ben anschließend eine Messung ein, weil parasitäre Effekte bei 100 MHz spürbar werden.

Bens Beispiel zeigt die Kernabwägung jedes Schwingkreises: Ein kleinerer Serienwiderstand hebt den Gütefaktor und verengt die Bandbreite, was die Trennschärfe erhöht, zugleich aber die Empfindlichkeit gegenüber Bauteiltoleranzen und Verstimmung verstärkt.

Für ein reales UKW-Frontend wählt er deshalb einen Kompromiss aus ausreichend hoher Güte und noch praktikabler Bandbreite und kontrolliert die nach Thomson berechnete Resonanzfrequenz danach mit einer Messung am fertigen Aufbau. LC-Resonanzkreis: R von 5 auf 1 Ohm senkt die Bandbreite von 7,96 auf 1,6 MHz

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Die größte Fehlerquelle sind Einheiten, die um mehrere Zehnerpotenzen verwechselt werden, etwa µH mit mH oder pF mit nF, was die Resonanz sofort in den falschen Frequenzbereich verschiebt. Ebenso wird der Gütefaktor Q oft wie ein reiner Qualitätsstempel gelesen, obwohl eine sehr hohe Güte nicht in jeder Anwendung vorteilhaft ist und das Einschwingverhalten verschlechtern kann.

Ein dritter Fehler ist, parasitäre Kapazitäten und Spulenverluste in höheren Frequenzlagen zu ignorieren; im MHz-Bereich weicht der reale Aufbau deutlich von der Idealrechnung ab.

Außerdem werden Reihen- und Parallelschwingkreis verwechselt, obwohl beide zwar die gleiche Resonanzfrequenz nach Thomson haben, sich bei Impedanz und Strom aber gegensätzlich verhalten.

Wer Resonanzfrequenz und Bandbreite nicht gemeinsam prüft, übersieht schnell, dass ein scharf abstimmender Kreis zugleich empfindlicher für reale Verluste ist. Am folgenreichsten ist jedoch die Verwechslung von Leerlauf- und Betriebsgüte.

Der Rechner bestimmt Q aus L, C und dem eingetragenen Serienwiderstand – also die Güte des für sich allein betrachteten Kreises.

Sobald Quelle und Last angeschlossen sind, dämpfen deren Innenwiderstände zusätzlich, und die wirksame Güte sinkt oft drastisch: Ein Kreis mit rechnerisch Q = 100 kann im fertigen Empfänger auf eine Betriebsgüte um 20 zusammenfallen.

Für die tatsächliche Trennschärfe zählt allein dieser belastete Wert, nicht der berechnete.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Resonanzfrequenz nach Thomson f0 = 1/(2·π·√(L·C)), Gütefaktor Q und Bandbreite eines Schwingkreises berechnet der LC-Resonanzkreis-Rechner und macht sichtbar, wie Verluste, Bauteilwerte und Frequenz zusammenspielen.

Das Ergebnis hilft, Schwingkreise für Filter, Tuner, Oszillatoren und HF-Grundschaltungen realistisch vorauszuplanen.

Weil parasitäre Kapazitäten, Spulenverluste und Leiterbahneffekte gerade im MHz-Bereich die berechneten Werte stark verschieben können, folgt sinnvollerweise eine Simulation oder direkte Messung als nächste Kontrolle.

Für verwandte Berechnungen helfen der RC-Filter-Rechner für Grenzfrequenzen sowie der Spulen- und der Kondensator-Rechner für die Einzelbauteile.

So lässt sich bereits vor dem Aufbau abschätzen, ob ein geplanter Schwingkreis im gewünschten Zielband arbeitet und ob Gütefaktor und Bandbreite zur Anwendung als Abstimm-, Sperr- oder Oszillatorkreis passen.

Wer ein konkretes Frequenzziel hat, rechnet zuerst ein L-C-Paar aus, wählt dann die nächsten Normwerte aus der E-Reihe und prüft die resultierende Resonanzfrequenz erneut.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Resonanzfrequenz f0 = 5.032,9212 Hz, Kreisfrequenz ω0 = 31.622,78 rad/s, Güte Q = 3,1623, Bandbreite 1.591,5382 Hz

LC-Schwingkreis mit 1 mH, 1 µF und 10 Ω

Induktivität L
1 mH
Kapazität C
1 uF
Serienwiderstand R
10 Ohm

Beispiel 2 · Mittel · Resonanzfrequenz f0 = 5.032,9212 Hz, Güte Q = 0,0632, Bandbreite 79.634,8291 Hz und Hinweis gedämpfter Schwingkreis (Q<1)

Kleiner UKW-naher Schwingkreis mit hohem Widerstand

Induktivität L
10 uH
Kapazität C
100 pF
Serienwiderstand R
5 Ohm

Beispiel 3 · Komplex · Resonanzfrequenz f0 = 5.032,9212 Hz, Güte Q = 31,6228, Bandbreite 159,1548 Hz und Hinweis gute Güte – selektiver Filter

Selektiver Schwingkreis mit sehr niedrigem Widerstand

Induktivität L
1 mH
Kapazität C
1 uF
Serienwiderstand R
1 Ohm

Beispiel 4 · Komplex · Resonanzfrequenz f0 = 1.000.104,5535 Hz, Kreisfrequenz ω0 = 6.283.842,24 rad/s, Güte Q = 15,7096, Bandbreite 63.661,9999 Hz und Hinweis gute Güte – selektiver Filter

AM-Empfänger-Schwingkreis auf 1 MHz abgestimmt

Induktivität L
25 uH
Kapazität C
1,013 nF
Serienwiderstand R
10 Ohm

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Weiternutzung

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  • LC-Kreis 100 MHz, L=100 nH, C=25 pF, Vergleich R=5 Ohm und R=1 Ohm

    UKW-Empfänger Praxis

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/wechselstrom-filter/lc-resonanzkreis-rechner">UKW-Empfänger Praxis auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/elektronik-physik/wechselstrom-filter/lc-resonanzkreis-rechner
  • Infografik: LC-Schwingkreis: Resonanzfrequenz f₀, SERIENSCHWINGKREIS, Bei f₀: X_L = X_C → Z = R (Minimum), RESONANZKURVE, |Z|, RESONANZFREQUENZ, f₀ = 1 / (2π · √(L·C)), ω₀ = 1 / √(L·C) [rad/s]

    Lc Resonanzkreis-Rechner Schwingkreis

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           alt="Infografik: LC-Schwingkreis: Resonanzfrequenz f₀, SERIENSCHWINGKREIS, Bei f₀: X_L = X_C → Z = R (Minimum), RESONANZKURVE, |Z|, RESONANZFREQUENZ, f₀ = 1 / (2π · √(L·C)), ω₀ = 1 / √(L·C) [rad/s]"
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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/elektronik-physik/wechselstrom-filter/lc-resonanzkreis-rechner">Lc Resonanzkreis-Rechner Schwingkreis auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Elektronik- und Physikrechner bilden Standardformeln und idealisierte Modelle ab. Für sicherheitskritische Schaltungen, Netzspannung, Bauteilauslegung oder Laboranwendungen bleiben Datenblätter, Normen und reale Messbedingungen maßgeblich.

Quelle: Physikalische und elektrotechnische Standardformeln.

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
Elektronik & Physik / Wechselstrom & Filter
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). LC-Resonanzkreis-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/elektronik-physik/wechselstrom-filter/lc-resonanzkreis-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. LC-Resonanzkreis-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/elektronik-physik/wechselstrom-filter/lc-resonanzkreis-rechner

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.