Überblick
Was ist Windchill? Gefühlte Kälte durch Wind berechnen
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Gerade an kalten Tagen, an denen die Lufttemperatur harmloser aussieht, als sie sich draußen tatsächlich anfühlt, spielt der Windchill-Rechner seine Stärke aus. Wenn du vor Arbeitsweg, Hundespaziergang, Winterlauf oder Bergtour entscheiden willst, ob normale Winterkleidung reicht oder exponierte Haut schnell zum Problem wird, ist der Windchill der bessere Maßstab als das nackte Thermometer.
Der Rechner bewertet deshalb die Lufttemperatur und die Windgeschwindigkeit als gemeinsames Risiko. Was ist der Windchill?
Der Windchill ist die gefühlte Kältetemperatur, die entsteht, wenn Wind die körpereigene Wärmeschicht an der Haut abtransportiert – er beschreibt, wie kalt es sich für exponierte Haut wirklich anfühlt, unabhängig vom Thermometerwert.
Hinter dem Windchill steht ein einfacher Mechanismus: Wind trägt die dünne, vom Körper aufgewärmte Luftschicht direkt an der Haut laufend ab, sodass mehr Wärme verloren geht und sich exponierte Haut deutlich kälter anfühlt, als das Thermometer anzeigt.
Je stärker der Wind, desto größer ist dieser Abstand zwischen gemessener und gefühlter Kälte. Der Windchill-Faktor beschreibt, um wie viele Grad Wind die gefühlte Temperatur unter die gemessene Lufttemperatur drückt.
Bei −5 °C und 30 km/h Wind beträgt der Windchill-Faktor rund 8 °C — die gefühlte Kälte liegt also bei etwa −13 °C. Je stärker der Wind und je tiefer die Temperatur, desto größer fällt der Windchill-Faktor aus. Ab wann ist Windchill relevant?
Der Windchill-Effekt tritt spürbar auf, sobald die Lufttemperatur unter +10 °C sinkt und der Wind mindestens 5 km/h beträgt. Bei Windstille oder Temperaturen über +10 °C ist der Windchill-Wert nicht aussagekräftig.
Der Windchill-Wert übersetzt diese Wirkung in eine vergleichbare Temperatur und macht so sichtbar, ab wann Frost mit Wind zur echten Gefahr für Gesicht, Ohren und Hände wird.
Die aktuelle JAG/TI-Windchill-Formel wurde von Environment and Climate Change Canada und der NOAA gemeinsam entwickelt.