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Wirkungsgrad-Rechner: Effizienz in Prozent bestimmen

Elektronik & PhysikStand Noch keine Bewertung

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Modus
W
W

Berechnete Werte

Wirkungsgrad90
Verlustleistung100 W
Eingangsleistung1000 W
Ausgangsleistung900 W
Verlust pro Jahr876 kWh
KlasseGut (85–95 %, Pumpe, Verdichter)

Nutz- vs. Verlustleistung

Wirkungsgrad eta=90.00 %, Verlustanteil=100.00 %

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Kurzantwort

Der Wirkungsgrad η (Eta) ist das Verhältnis von Nutzleistung zu aufgenommener Leistung: η = Pnutz / Pzu, multipliziert mit 100 ergibt sich der Prozentwert. η ist dimensionslos und immer kleiner als 100 %. Bei Ketten gilt η_ges als Produkt der Einzelwirkungsgrade.

Wirkungsgrad η in Prozent berechnen: aus Nutz- und Eingangsleistung.

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Wirkungsgrad-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Wirkungsgrad-Rechner ist die richtige Seite, wenn du den Wirkungsgrad berechnen willst – aus Eingangsleistung und Ausgangsleistung soll nicht nur eine Prozentzahl, sondern eine belastbare Verlustaussage werden. Das Formelzeichen ist η (Eta), der Wert ist dimensionslos und liegt bei realen Geräten immer unter 100 Prozent, weil ein Teil der zugeführten Energie als Wärme verloren geht.

Die exakten Definitionen der zugehörigen Messgrößen beschreibt das NIST in seiner Einheitenpublikation. Der Wirkungsgrad setzt also die nutzbare Ausgangsleistung ins Verhältnis zur aufgenommenen Eingangsleistung.

Er hilft bei Netzteilen, Motoren, Umrichtern oder Ladegeräten, wenn Effizienz, Erwärmung und Vergleichbarkeit im selben Betriebspunkt beurteilt werden müssen.

Die Differenz zwischen Eingangs- und Ausgangsleistung ist die Verlustleistung, die als Wärme abgeführt werden muss.

Als Effizienz-Knoten schlägt der Rechner zugleich die Brücke zum Energie-Cluster: Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe, einer Solarzelle oder eines Motors entscheidet direkt über Stromverbrauch und Betriebskosten.

Damit die nackte Prozentzahl eine Bedeutung bekommt, ordnet der Rechner sie einer von sechs Klassen mit typischen Vertretern zu: unter 50 Prozent „Sehr gering“ mit starken Verlusten, 50 bis 70 Prozent „Gering“ für ältere Technik, 70 bis 85 Prozent „Mittel“ wie beim Verbrennungsmotor, 85 bis 95 Prozent „Gut“ wie bei Pumpe und Verdichter, 95 bis 99 Prozent „Sehr gut“ wie beim modernen Elektromotor und ab 99 Prozent „Exzellent“, wie es sonst nur große Transformatoren erreichen.

Ergänzend rechnet er die Verlustleistung in eine Jahresmenge in Kilowattstunden um und macht damit aus einem Effizienzwert eine Energiemenge, über die sich diskutieren lässt.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Der Rechner kennt zwei Modi, und der gewählte Modus entscheidet, welche Felder überhaupt ausgewertet werden. Im Modus „Wirkungsgrad berechnen“ trägst du Eingangs- und Ausgangsleistung ein.

Typische Quellen sind Datenblatt, Messprotokoll oder Prüfstandswert: Bei einem Netzteil misst du die Eingangsleistung primärseitig mit einem Energiemessgerät, die Ausgangsleistung bestimmst du sekundärseitig als Produkt aus Ausgangsspannung und Laststrom.

Beide Leistungsfelder erwarten Watt, nicht Kilowatt. Das ist keine Formsache: Der Rechner leitet aus der Verlustleistung eine Jahresenergie ab und rechnet dafür fest mit Watt mal 8.760 Betriebsstunden.

Ein als „2,5“ eingetragener 2,5-kW-Motor liefert deshalb zwar einen korrekten Prozentwert, aber eine um den Faktor 1.000 zu kleine Verlustenergie. Eine 4-kW-Maschine trägst du folglich als 4000 ein.

Der zweite Modus „Kettenschaltung“ bildet mehrstufige Systeme ab. Statt zweier Leistungen gibst du dort bis zu vier Stufenwirkungsgrade als Prozentwerte ein — etwa 95 für das Netzteil, 92 für den Umrichter, 88 für den Motor und 97 für das Getriebe.

Die Eingangsleistung bleibt als Bezugsgröße aktiv, die Ausgangsleistung ermittelt der Rechner selbst; das Feld für die Ausgangsleistung wird in diesem Modus ignoriert.

Hat deine Kette weniger als vier Stufen, trägst du für die übrigen jeweils 100 ein, dann fallen sie rechnerisch weg.

Gib durchgehend echte Prozentwerte ein, also 95 statt 0,95, und achte darauf, dass Ausgangs- und Eingangsleistung zum selben Betriebspunkt gehören, sonst stimmt die berechnete Verlustleistung nicht.

Stammen die Werte aus einem Messprotokoll, notiere zusätzlich den Lastpunkt und die Umgebungstemperatur, weil beide den Wirkungsgrad spürbar beeinflussen.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Siehe Formeln und Rechenschritte.

Verwendete Formeln

eta = P_out / P_in * 100

P_verlust = P_in - P_out

eta_ges = eta1 * eta2 * ...

Formeltafel zum Wirkungsgrad: Eta gleich abgegebene durch zugeführte Leistung mal 100 Prozent, dazu die Verlustleistung.
Wirkungsgrad als Verhältnis von Nutz- zu aufgenommener Leistung (Formelzeichen nach DIN 1304).

Nachschlagen

Wirkungsgrad typischer Energiewandler im Überblick

Der Wirkungsgrad η gibt an, welcher Anteil der zugeführten Energie nutzbar abgegeben wird. Die Tabelle zeigt typische und maximale Werte realer Systeme.

Wirkungsgrad-Tabelle: Gerät oder System, typischer Wirkungsgrad und maximal erreichbarer Wirkungsgrad in Prozent
Gerät / SystemWirkungsgrad typisch (%)Wirkungsgrad max. (%)
LED-Lampe80–90≈ 90
Leuchtstofflampe (Röhre)60–70≈ 75
Glühbirne (Wolfram)5≈ 8
Halogenlampe10–15≈ 18
Solarzelle monokristallin19–22≈ 26
Solarzelle polykristallin15–18≈ 22
Solarzelle Dünnschicht (CdTe)10–14≈ 19
Elektromotor (Industrie)88–95≈ 97
Elektromotor (Kleingerät)60–75≈ 85
Ottomotor (PKW)25–35≈ 40
Dieselmotor (PKW)30–40≈ 45
Dampfturbine (Kraftwerk)35–42≈ 47
Gasturbine (CCPP)55–60≈ 62
Wärmepumpe (Luft/Wasser, COP)250–350≈ 500 (COP 5)
Transformator (Netz)96–99≈ 99,7
Lithium-Ionen-Akku (Lade/Entlade)90–95≈ 97
Brennstoffzelle (PEM)40–60≈ 70
Wasserkraftwerk85–92≈ 95

Wirkungsgrad η = Pnutz / Pzu × 100 %. COP (Coefficient of Performance) für Wärmepumpen in %; Werte sind Richtwerte unter Normbedingungen. Quelle: VDI-Kennlinien, Herstellerdatenblätter, IEA.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Wirkungsgrad-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist die Formel für den Wirkungsgrad und wie wende ich sie an?

Die Formel für den Wirkungsgrad lautet η = Pnutz / Pzu, also Nutzleistung geteilt durch zugeführte Leistung. Das Ergebnis ist eine dimensionslose Zahl zwischen 0 und 1, die du mit 100 multiplizierst, um den Prozentwert zu erhalten.

Beispiel: Nimmt ein Motor 2.000 W auf und gibt 1.600 W mechanische Leistung ab, beträgt der Wirkungsgrad η = 1.600 / 2.000 = 0,8 = 80 Prozent. Statt Leistungen kannst du auch Energien einsetzen: η = Enutz / Ezu liefert denselben Wert.

Die Verlustleistung ergibt sich als Differenz Pzu − Pnutz, hier also 400 W. Der Rechner verlangt nur Eingangs- und Ausgangsleistung und liefert daraus Wirkungsgrad, Verlustleistung und eine Effizienzklasse zur schnellen Einordnung.

Zum Vergleich: Eine Glühlampe wandelt nur rund 5 Prozent der aufgenommenen Leistung in sichtbares Licht um, während eine moderne LED auf etwa 40 bis 50 Prozent kommt.

Solche Alltagsbeispiele helfen dir, gemessene Wirkungsgrade schnell einzuschätzen und Geräte zielgerichtet zu vergleichen.

Wie ermittle ich den Wirkungsgrad eines Geräts in der Praxis?

Den Wirkungsgrad ermittelst du, indem du Eingangs- und Ausgangsleistung am selben Betriebspunkt misst und ins Verhältnis setzt.

Die Eingangsleistung liest du meist elektrisch ab (Spannung mal Strom), die Ausgangsleistung je nach System mechanisch, thermisch oder elektrisch.

Beispiel Schaltnetzteil: Es nimmt 120 W aus dem Netz auf und liefert 98 W am Ausgang, also η = 98 / 120 ≈ 81,7 Prozent.

Wichtig ist, dass beide Werte zum gleichen Lastfall gehören – ein Datenblattwert bei Nennlast ist nicht direkt mit einer Teillastmessung vergleichbar.

Der Wirkungsgrad-Rechner nimmt dir die Division ab und zeigt zusätzlich die Verlustleistung, sodass du sofort siehst, wie viel Wärme das Gerät bei diesem Betriebspunkt abführen muss.

Für eine Messung zu Hause genügt oft ein einfaches Energiemessgerät an der Steckdose; den Ausgang erfasst du mit einem Multimeter.

Misst du bei 50 Prozent Last statt Volllast, kann der Wirkungsgrad um 5 bis 10 Prozentpunkte abweichen – viele Geräte sind bei Teillast effizienter als bei Nennbetrieb.

Wie berechne ich den Wirkungsgrad in Prozent?

Um den Wirkungsgrad in Prozent zu berechnen, teilst du die Nutzleistung durch die zugeführte Leistung und multiplizierst mit 100: η (%) = Pnutz / Pzu × 100.

Beispiel: Eine Pumpe nimmt 750 W auf und gibt 525 W hydraulische Leistung ab, also η = 525 / 750 × 100 = 70 Prozent. Achte darauf, echte Prozentwerte zu verwenden und nicht versehentlich die Dezimalform (0,7) als Prozent zu lesen.

Im Wirkungsgrad-Rechner gibst du einfach Eingangs- und Ausgangsleistung in Watt ein, der Prozentwert erscheint direkt als Hauptergebnis.

Das ist besonders praktisch, weil die meisten technischen Datenblätter und Effizienzklassen den Wirkungsgrad ohnehin in Prozent angeben und du so direkt vergleichen kannst.

Nützlich ist das zum Beispiel beim Kauf eines PC-Netzteils: 80-PLUS-zertifizierte Geräte müssen bei 20, 50 und 100 Prozent Last mindestens 80 Prozent Wirkungsgrad nachweisen.

Für Haushaltsgeräte schreiben EU-Effizienzrichtlinien ebenfalls Mindestwerte in Prozent vor, die du mit dem Rechner schnell selbst nachprüfen kannst.

Was bedeutet ein Wirkungsgrad von 100 Prozent?

Ein Wirkungsgrad von 100 Prozent würde bedeuten, dass die gesamte zugeführte Leistung verlustfrei in Nutzleistung umgewandelt wird – Pnutz = Pzu, also keinerlei Verluste.

In der Realität ist das bei keiner Maschine erreichbar, weil immer ein Teil der Energie als Wärme, Reibung oder elektromagnetische Verluste verloren geht.

Zeigt eine Messung oder der Rechner einen Wert über 100 Prozent, steckt fast immer ein Fehler dahinter: ein vertauschter Eingangs- und Ausgangswert, eine Einheitenverwechslung (Watt mit Kilowatt) oder ein Vergleich von Werten aus verschiedenen Lastpunkten.

Eine Ausnahme bilden Wärmepumpen, deren Leistungszahl COP über 1 liegt – das ist aber kein Wirkungsgrad im klassischen Sinn, sondern ein Verhältnis, das die zusätzlich genutzte Umweltwärme einbezieht.

Besonders nahe an 100 Prozent kommen große Leistungstransformatoren mit bis zu 99,5 Prozent.

In der Alltagstechnik gelten 90 bis 95 Prozent bereits als ausgezeichnet; Verbrennungsmotoren erreichen typisch nur 25 bis 40 Prozent, weil ein Großteil der Kraftstoffenergie als Abwärme verloren geht.

Was bedeutet ein Wirkungsgrad von 95 Prozent beim Elektromotor?

Ein Wirkungsgrad von 95 Prozent beim Elektromotor heißt, dass 95 Prozent der aufgenommenen elektrischen Leistung in mechanische Nutzleistung umgesetzt werden und 5 Prozent als Verluste anfallen.

Bei 10 kW Aufnahme sind das 9,5 kW Nutzleistung und 500 W Verlustleistung, überwiegend Wärme in Wicklungen und Lagern.

Moderne Elektromotoren der Effizienzklassen IE3 und IE4 erreichen solche Werte, während Dieselmotoren typisch bei 35 bis 45 Prozent liegen.

Wichtig: Auch 95 Prozent klingen sehr gut, aber bei großen Maschinen bleibt die absolute Abwärme relevant für Kühlung und Lebensdauer.

Der Wirkungsgrad-Rechner zeigt dir neben dem Prozentwert genau diese Verlustleistung an, damit du die thermische Belastung und nicht nur die Effizienzzahl im Blick hast.

Ältere IE1-Motoren kommen dagegen oft nur auf 85 bis 90 Prozent, was bei gleicher Aufnahmeleistung mehr als doppelt so viel Abwärme erzeugt.

In der EU gilt für neue Industriemotoren von 0,75 bis 375 kW seit Juli 2023 IE3 als gesetzliche Mindestanforderung.

Wie lautet die grundlegende Wirkungsgradformel mit dem Zeichen η?

Die grundlegende Wirkungsgradformel verwendet das griechische Formelzeichen η (Eta) und lautet η = Pab / Pzu beziehungsweise η = Pnutz / Pzu.

Sie gilt universell für elektrische, mechanische und thermische Systeme – entscheidend ist, dass Nutz- und Eingangsgröße in derselben Einheit vorliegen, meist Watt. Statt Leistungen lässt sich die Formel auch mit Energien schreiben: η = Wnutz / Wzu.

Der Wert η ist dimensionslos und liegt zwischen 0 und 1; in Prozent multiplizierst du ihn mit 100. Für mehrstufige Systeme gilt der Gesamtwirkungsgrad als Produkt der Einzelstufen: η_ges = η1 · η2 · η3.

Der Rechner setzt genau diese Definition um und bietet zusätzlich einen Kettenmodus, mit dem du den Gesamtwirkungsgrad mehrerer hintereinander geschalteter Stufen direkt ermittelst.

Praxisbeispiel Antriebsstrang: Motor η1 = 0,95, Getriebe η2 = 0,97, Kupplung η3 = 0,99 – der Gesamtwirkungsgrad beträgt 0,95 · 0,97 · 0,99 ≈ 0,91, also rund 91 Prozent.

Jede zusätzliche Stufe kostet Effizienz, weshalb kurze Antriebsketten bevorzugt werden.

Wie hoch ist der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe und wie berechne ich ihn?

Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe wird nicht als klassisches η, sondern als Leistungszahl COP (Coefficient of Performance) und über das Jahr als Jahresarbeitszahl JAZ angegeben.

Der COP berechnet sich als abgegebene Wärmeleistung geteilt durch zugeführte elektrische Leistung: Gibt eine Wärmepumpe 8 kW Wärme bei 2 kW Stromaufnahme ab, beträgt der COP = 8 / 2 = 4.

Werte über 1 sind möglich, weil die Wärmepumpe zusätzlich kostenlose Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser nutzt. Gute Anlagen erreichen JAZ-Werte von 3,5 bis 5. Eine JAZ von 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden rund 4 kWh Heizwärme.

Der Wirkungsgrad-Rechner liefert dir das zugrunde liegende Leistungsverhältnis und macht über die Verlustanzeige sichtbar, welcher Anteil der zugeführten Energie tatsächlich genutzt wird.

Bei Luft-Wärmepumpen sinkt der COP im Winter auf 2 bis 3, weil die niedrige Außentemperatur den Wärmeübertrag erschwert; Sole- und Erdwärmepumpen bleiben mit COP 4 bis 5 ganzjährig stabiler und wirtschaftlicher.

Wie berechne ich den Wirkungsgrad eines Motors Schritt für Schritt?

Den Wirkungsgrad eines Motors berechnest du, indem du die mechanische Abgabeleistung durch die elektrische Aufnahmeleistung teilst. Schritt 1: Ermittle die Aufnahmeleistung elektrisch über P = U · I, etwa 230 V · 9 A = 2.070 W.

Schritt 2: Bestimme die mechanische Leistung an der Welle, zum Beispiel aus Drehmoment und Drehzahl (P = 2π · n · M) zu 1.600 W. Schritt 3: Berechne η = 1.600 / 2.070 ≈ 0,773, also rund 77 Prozent.

Schritt 4: Die Verlustleistung beträgt 2.070 − 1.600 = 470 W, die als Wärme abgeführt werden müssen.

Der Wirkungsgrad-Rechner übernimmt die Schritte 3 und 4 automatisch: Du gibst Eingangs- und Ausgangsleistung ein und erhältst Wirkungsgrad, Verlustleistung und Effizienzklasse für einen schnellen Vergleich mehrerer Motoren.

Rund 77 Prozent entspricht etwa der EU-Effizienzklasse IE2; ein vergleichbarer IE3-Motor erreicht 85 bis 88 Prozent, was bei 8.000 Betriebsstunden pro Jahr mehrere Hundert Kilowattstunden und damit deutlich niedrigere Betriebskosten bedeutet.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Bewerte den Wirkungsgrad η immer zusammen mit Lastpunkt, Temperatur und Betriebsdauer. Ein hervorragender Nennlastwert hilft wenig, wenn das Gerät überwiegend in Teillast läuft, denn dort fällt die Effizienz von Netzteilen und Motoren oft spürbar ab.

Achte außerdem darauf, ob das Datenblatt den Wirkungsgrad bei Volllast oder über mehrere Lastpunkte gemittelt angibt.

In der Praxis lohnt sich deshalb fast immer der Vergleich mehrerer realistischer Betriebsszenarien statt eines einzigen Katalogpunkts, und der gemessene Wert sollte stets gegen die ausgewiesene Verlustleistung gegengeprüft werden.

Weiterführende Informationen zur Energieeffizienz bietet auch die PTB als nationale Metrologie-Institution. Rechne die Verlustleistung außerdem in Wärme um und frage dich, wohin diese Wärme im Gehäuse abfließen soll.

Ein Gerät mit gutem Prozentwert kann dennoch heiß werden, wenn die Gesamtleistung hoch ist, denn selbst wenige Prozent Verlust ergeben bei großen Leistungen eine beachtliche Abwärme.

Wo eine Kette optimiert werden soll, lohnt die Frage, welche Stufe überhaupt den Hebel trägt.

Weil sich die Wirkungsgrade multiplizieren, bringt ein Prozentpunkt bei der schwächsten Stufe genauso viel wie ein Prozentpunkt bei der besten – gemessen am Gesamtergebnis zählt allein, wie viele Prozentpunkte du insgesamt gewinnst.

Praktisch ist der Spielraum bei der schwachen Stufe jedoch meist größer und billiger zu heben als bei einer Stufe, die bereits bei 97 Prozent liegt.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Max testet ein Schaltnetzteil: Es nimmt 120 W aus dem Netz auf und liefert am Ausgang 98 W Nutzleistung. Er gibt 120 W als Eingang und 98 W als Ausgang ein. Der Rechner zeigt: η = 98 ÷ 120 × 100 = 81,7 %, Verlustleistung = 22 W.

Das Hersteller-Datenblatt nennt η ≥ 85 % bei Nennlast (200 W); bei 120 W Teillast liegt der gemessene Wert also unter der Spezifikation – typisch für Netzteile im Teillastbereich.

Max entscheidet: Das Netzteil ist gut genug für die geplante Anwendung, sichert aber das Gehäuse ausreichend gegen Stauwarme ab, da die 22 W Verlustleistung zu einer merklichen Erwärmung führen werden.

Um den Vergleich fair zu machen, misst Max das Netzteil anschließend noch einmal nahe der Nennlast und trägt beide Punkte nebeneinander ein.

Erst diese zwei Messwerte zeigen ihm, wie stark die Effizienz mit der Last steigt und ab welcher Auslastung sich der Betrieb wirklich lohnt.

Für die Serienauswahl notiert er deshalb nicht einen einzelnen Prozentwert, sondern den Verlauf über die realistischen Betriebspunkte.

Die Einordnung des Rechners liest Max dabei mit Vorsicht: Mit 81,7 Prozent landet sein Netzteil in der Klasse „Mittel“, die dort mit dem Verbrennungsmotor bebildert ist – ein Vergleich, der die Größenordnung trifft, über die Qualität eines Schaltnetzteils im Teillastbetrieb aber nichts aussagt. Wirkungsgrad: Schaltnetzteil bei Teillast 81,7 Prozent statt 85 Prozent Nennlast-Spezifikation

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Die Verwechslung von elektrischer, mechanischer und thermischer Nutzleistung als Ausgangsleistung gehört zu den Klassikern, dazu ein unkritischer Umgang mit Hersteller-Maximalwerten und die Annahme, der Wirkungsgrad η bleibe über alle Lastbereiche konstant. Wer Eingangsleistung und Ausgangsleistung aus unterschiedlichen Lastpunkten kombiniert, erhält eine zu schöne Effizienz und eine zu niedrige Verlustleistung.

Ebenfalls oft vergessen werden Hilfsverbraucher und Standby-Verluste, die die reale Energiebilanz verschlechtern.

Für Netzteile, Motoren oder Ladegeräte musst du deshalb immer denselben Betriebspunkt betrachten, sonst klingt der Prozentwert besser, als die tatsächliche Bilanz ist.

Ein weiterer Irrtum ist, Wirkungsgrade mehrerer hintereinandergeschalteter Stufen zu addieren oder zu mitteln: Sie multiplizieren sich, sodass eine Kette aus Netzteil, Umrichter und Motor am Ende deutlich unter dem Einzelwert der besten Stufe liegt.

Ebenso wird gern übersehen, dass ein Wirkungsgrad über 100 Prozent bei rein elektrischen Wandlern physikalisch nicht möglich ist; taucht ein solcher Wert auf, liegt fast immer ein Mess- oder Einheitenfehler vor – oder es handelt sich um eine Wärmepumpe, deren Leistungszahl bewusst über eins liegt, weil sie zusätzlich Umweltwärme aufnimmt und damit gar kein Wirkungsgrad im engeren Sinne ist.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Wirkungsgrad-Rechner zeigt, welcher Anteil der aufgenommenen Eingangsleistung als Nutzleistung herauskommt und wie viel als Verlustleistung in Wärme umgewandelt wird.

Das Ergebnis hilft, Systemeffizienz realistisch zu bewerten und thermische Belastungen bei Netzteilen, Motoren oder Ladegeräten frühzeitig zu erkennen.

Zu empfehlen ist im Anschluss der Vergleich des gemessenen Werts mit der Datenblatt-Spezifikation für den realen Lastpunkt, um zu prüfen, ob das Gerät im erwarteten Effizienzbereich arbeitet und die Erwärmung beherrschbar bleibt.

Denke daran, dass die Differenz zwischen Eingangs- und Ausgangsleistung nicht verschwindet, sondern als Wärme im Gehäuse landet und dort abgeführt werden muss.

Für mehrstufige Antriebe liefert der Kettenmodus die zweite wichtige Einsicht: Weil sich die Stufenwirkungsgrade multiplizieren, liegt das Gesamtergebnis immer unter der schwächsten Einzelstufe – vier für sich ordentliche Stufen ergeben zusammen einen Wert, den keine von ihnen erwarten ließe.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Gesamtwirkungsgrad 74,605 %, Verlustanteil 25,395 %, von 100 W Eingangsleistung bleiben 74,605 W nutzbar und Klasse Mäßig

Vierstufige Wirkungsgradkette

Modus
Kettenschaltung
Wirkungsgrad 1
95 %
Wirkungsgrad 2
92 %
Wirkungsgrad 3
88 %

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Wirkungsgrad 84 %, Verlustleistung 80 W, Verlust pro Stunde 0,7008 kWh und Klasse Mittel (70–95 %, Verbrennungsmotor)

Elektromotor mit 500 W Eingang und 420 W Ausgang

Modus
Wirkungsgrad berechnen
Eingangsleistung
500 W
Ausgangsleistung
420 W

Beispiel 3 · Komplex · Gesamtwirkungsgrad 97,02 %, Verlustanteil 2,98 %, von 1.000 W Eingangsleistung bleiben 970,2 W nutzbar und Klasse Sehr gut

Vierstufige Kette mit sehr guten Einzelwirkungsgraden

Modus
Kettenschaltung
Wirkungsgrad 1
98 %
Wirkungsgrad 2
99 %
Wirkungsgrad 3
100 %

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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  • 120 W Eingangsleistung, 98 W Ausgangsleistung, Wirkungsgrad 81,7 Prozent, Datenblatt-Ziel 85 Prozent bei Volllast, 22 W Verlustwärme

    Wirkungsgrad Praxis -- Max misst 81,7 Prozent bei Teillast am Schaltnetzteil

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/elektronik-physik/grundgesetze-elektrotechnik/wirkungsgrad-rechner
  • Infografik: Wirkungsgrad: Energie-Bilanz, SANKEY-DIAGRAMM (BEISPIEL: ELEKTROMOTOR η = 90 %), P_zu, 100 %, 1.000 W, Motor, P_ab, 90 %

    Wirkungsgrad-Rechner Energiefluss

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Elektronik- und Physikrechner bilden Standardformeln und idealisierte Modelle ab. Für sicherheitskritische Schaltungen, Netzspannung, Bauteilauslegung oder Laboranwendungen bleiben Datenblätter, Normen und reale Messbedingungen maßgeblich.

Quelle: Wirkungsgrad- und Verlustrechnung für Einzelstufen sowie multiplizierte Wirkungsgradketten technischer Systeme.

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Elektronik & Physik / Grundgesetze Elektrotechnik
Formeln basieren auf
η = P_out / P_in; Verlustleistung = P_in - P_out; Gesamtwirkungsgrad einer Kette = η1 × η2 × η3 × η4.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Wirkungsgrad-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/elektronik-physik/grundgesetze-elektrotechnik/wirkungsgrad-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Wirkungsgrad-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/elektronik-physik/grundgesetze-elektrotechnik/wirkungsgrad-rechner

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