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Stromverbrauch Geräte berechnen und Stromfresser finden

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Kurzantwort

Haushaltsgeräte-Verbrauchsvergleich: Gib jahresverbrauch altes gerät und jahresverbrauch neues gerät ein und erhalte Jährliche Kostenersparnis (€) als Ergebnis. Abweichungen durch individuelle Anlagen- und Nutzungsbedingungen möglich.

Stromverbrauch einzelner Geräte in kWh und Euro berechnen

Kilian AchatzFachredaktion Energie
Geprüft: Review-Team Energie (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Haushaltsgeräte-Verbrauchsvergleich?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Die 5 größten Stromfresser im Haushalt: Elektrischer Warmwasserboiler 1.500–3.000 kWh/Jahr, alter Kühlschrank (vor 2000) 400–600 kWh, Wäschetrockner 350–600 kWh, Gefriergerät 200–400 kWh, Waschmaschine 150–250 kWh. Zum Vergleich: Ein moderner Kühlschrank Effizienzklasse A braucht nur noch 100–150 kWh.

Lohnt sich der Tausch? Der Rechner berechnet Amortisation und Gesamtersparnis.

Ein Kühlschrank von vor 2000 zieht oft 400 bis 600 kWh im Jahr, ein modernes Gerät derselben Größe nur noch 150 kWh — bei 34 Cent pro kWh macht das über 85 Euro Unterschied pro Jahr.

Genau diese Frage beantwortet der Rechner: Lohnt es sich, ein vorhandenes Haushaltsgerät durch ein sparsameres neues zu ersetzen?

Er stellt den Jahresverbrauch des Altgeräts dem des Neugeräts gegenüber, zieht einen möglichen Verkaufserlös vom Kaufpreis ab und zeigt, nach wie vielen Jahren sich die Neuanschaffung über die Stromersparnis bezahlt macht.

Der Grund für diesen Effekt liegt in der Laufzeit: Ein Haushaltsgerät wird über zehn oder mehr Jahre betrieben, und in dieser Zeit summieren sich selbst kleine Verbrauchsunterschiede zu dreistelligen Beträgen.

Am Ende steht neben der Amortisationszeit auch die Gesamtersparnis über die geplante Nutzungsdauer — und eine klare Empfehlung, ob sich der Austausch lohnt, ob er knapp ausgeht oder ob er sich nicht rechnet.

Besonders aussagekräftig ist das bei Dauerläufern wie Kühl- und Gefriergeräten, die rund um die Uhr arbeiten. Alle ausgewiesenen Beträge sind Orientierungswerte ohne Gewähr. Geräte-Austausch: Kaufpreis minus Restwert gegen jährliche Stromersparnis

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Der Rechner benötigt sechs Angaben: Jahresverbrauch altes Gerät (kWh), Jahresverbrauch neues Gerät (kWh), Kaufpreis neues Gerät (Euro), Restwert oder Verkaufserlös altes Gerät (Euro, sonst 0), Strompreis (Cent je Kilowattstunde) und Geplante Nutzungsdauer neues Gerät (1 bis 30 Jahre). Wichtig ist die Rollenverteilung: Der Kaufpreis gilt nur für das neue Gerät, denn das alte besitzt du bereits.

Was das Altgerät seinerzeit gekostet hat, spielt für die Entscheidung keine Rolle mehr — relevant ist allein, was du beim Verkauf oder in Zahlung noch dafür bekommst.

Genau das trägst du als Restwert ein; der Rechner zieht ihn vom Kaufpreis ab und rechnet mit dieser Nettoinvestition.

Eine Wattzahl brauchst du nicht: Der Rechner arbeitet direkt mit dem Jahresverbrauch, den du dem Energielabel, dem Datenblatt oder – beim Altgerät – einem Messsteckdosen-Test entnimmst.

Für aussagekräftige Ergebnisse sollten beide Geräte ähnliches Nutzvolumen und vergleichbares Einsatzprofil haben.

Beim Strompreis lohnt ein Blick auf die letzte Jahresabrechnung statt auf den beworbenen Neukundentarif, denn über zehn Jahre wirkt schon ein Unterschied von wenigen Cent je Kilowattstunde deutlich auf das Ergebnis.

Wer unsicher ist, rechnet zwei Varianten mit unterschiedlichem Preis und sieht sofort, wie stabil die Entscheidung gegenüber Tarifänderungen bleibt.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Der Gerätevergleich-Rechner bildet zuerst die Differenz der Jahresverbräuche: Verbrauch alt minus Verbrauch neu ergibt die jährliche Energieersparnis in kWh. Multipliziert mit dem Strompreis wird daraus die jährliche Kostenersparnis in Euro.

Die Nettoinvestition ist der Kaufpreis des neuen Geräts abzüglich des Restwerts für das alte.

Die Amortisationszeit ergibt sich als Nettoinvestition geteilt durch die jährliche Kostenersparnis, die Gesamtersparnis als jährliche Kostenersparnis mal Nutzungsdauer minus Nettoinvestition.

Beispiel: Ein Altgerät mit 350 kWh pro Jahr wird durch ein neues mit 150 kWh ersetzt. Die Ersparnis beträgt 200 kWh, bei 34 Cent also 68 Euro pro Jahr, und die Einsparquote liegt bei 57,1 Prozent.

Kostet das neue Gerät 500 Euro und bringt das alte keinen Restwert, ist die Investition nach 500 geteilt durch 68, also rund 7,4 Jahren wieder eingespielt; über 15 Jahre Nutzungsdauer bleiben unterm Strich 520 Euro Ersparnis.

Aus diesen Werten leitet der Rechner eine Empfehlung ab: Unter 8 Jahren Amortisation lautet sie „lohnt sich“, bis 15 Jahre „knapp“, darüber oder bei negativer Gesamtbilanz „lohnt sich nicht“.

Zusätzlich weist er die über die gesamte Nutzungsdauer eingesparte CO₂-Menge aus, im Beispiel rund 1.140 Kilogramm. Alle Beträge sind Orientierungswerte ohne Gewähr.

Formeln für jährliche Kostenersparnis und Amortisationszeit beim Gerätevergleich.
K ist die jährliche Ersparnis, t die Amortisationszeit. Nettoinvestition = Kaufpreis minus Restwert.

Nachschlagen

Jahresstromverbrauch Haushaltsgeräte: Altgerät vs. Neugerät – Richtwerte 2026

Die 5 größten Stromfresser im Haushalt und ihr Einsparpotenzial: Verbrauch eines typischen Altgeräts (vor 2005) vs. modernem Neugerät (Effizienzklasse A oder besser).

Typische Jahresstromverbräuche in kWh und Jahreskosten bei 0,34 €/kWh (Richtwerte je nach Alter, Modell und Nutzung)
GerätAltgerät kWh/JahrNeugerät kWh/JahrErsparnis kWh/JahrErsparnis €/JahrAmortisation*
Elektro-Warmwasserboiler (200 L)2.400–3.2001.800–2.400~600~204 €4–8 Jahre
Kühlschrank (vor 1990)500–700100–150~450~153 €3–5 Jahre
Kühlschrank (1990–2005)280–400100–150~180~61 €6–10 Jahre
Gefriertruhe (vor 2000)350–550120–180~270~92 €4–7 Jahre
Wäschetrockner (Kondensation)350–500180–280~150~51 €8–15 Jahre
Waschmaschine (vor 2010)200–300110–170~100~34 €10–18 Jahre
Geschirrspüler (vor 2005)280–380140–200~140~48 €6–12 Jahre

* Amortisation bei Neugerätpreis 300–800 €, ohne Restwert. Effizienzklasse A nach EU-Neuskalierung 2021 (gilt für Kühlgeräte, Waschmaschinen, Geschirrspüler). Quelle: UBA Umweltbundesamt, Verbraucherzentrale, Fraunhofer ISE. Individuelle Messung mit Energiemessgerät (Steckdose) liefert zuverlässigere Altverbrauchsdaten als Schätzwerte.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Haushaltsgeräte-Verbrauchsvergleich

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wo finde ich den Jahresverbrauch meines Geräts?

Der Jahresverbrauch in kWh pro Jahr steht auf dem EU-Energielabel, meist auf der Vorderseite des Geräts oder in der Produktbeschreibung.

Bei älteren Geräten finden Sie ihn oft in der Bedienungsanleitung oder können ihn mit einem Strommessgerät über ein Jahr hochrechnen.

Für Geräte ohne Energielabel empfiehlt sich eine Messung über mindestens eine Woche, um saisonale Schwankungen beim Verbrauch einzubeziehen.

Wer nur die Leistung in Watt kennt, berechnet den Stromverbrauch eines Geräts einfach über Watt mal Nutzungsstunden geteilt durch tausend. Ein Gerät mit 1.000 Watt verbraucht in einer Stunde also genau eine Kilowattstunde.

Genau dieser Wert ist die Grundlage, um Stromfresser im Haushalt zuverlässig zu identifizieren und Alt- gegen Neugerät fair zu vergleichen.

Eine alte Gefriertruhe aus den 1990er-Jahren kann leicht 500 kWh pro Jahr verbrauchen, während ein modernes A-Gerät nur rund 150 kWh benötigt.

Tragen Sie beide Werte direkt in den Rechner ein, und schon sehen Sie, wie viele Euro diese Differenz jährlich kostet.

Was bedeutet die Empfehlung Lohnt sich, Knapp oder Lohnt sich nicht?

Die Empfehlung basiert auf der Amortisationszeit: Unter 8 Jahre gilt als Lohnt sich mit grün, 8 bis 15 Jahre als Knapp mit gelb, über 15 Jahre oder negative Gesamtersparnis als Lohnt sich nicht mit rot.

Zusätzlich wird die Gesamtersparnis über die geplante Nutzungsdauer betrachtet. Ist sie negativ, lohnt sich die Anschaffung finanziell nicht.

Die Ampel fasst damit zwei Größen zusammen, die man sonst getrennt lesen müsste: wie schnell sich die Mehrinvestition zurückverdient und ob über die gesamte Laufzeit unterm Strich ein Plus bleibt.

Ein knappes Gelb bedeutet, dass die Entscheidung stark von Annahmen wie Strompreis und Nutzungsdauer abhängt und ein zweiter Rechenlauf mit anderen Werten sinnvoll ist, bevor Sie kaufen.

Beispiel: Kostet das neue Gerät 400 Euro mehr, spart es aber 80 Euro pro Jahr, liegt die Amortisationszeit bei genau 5 Jahren und zeigt der Rechner grün.

Verschiebt sich die Nutzungsdauer auf 20 Jahre, steigt auch die Gesamtersparnis auf 1.200 Euro, und die Empfehlung bleibt eindeutig.

Soll ich den Restwert des alten Geräts angeben?

Wenn Sie das alte Gerät verkaufen oder in Zahlung geben, reduziert der Erlös die Nettoinvestition und verbessert die Amortisation. Geben Sie den erwarteten Verkaufserlös ein; bei Entsorgung oder keinem Verkauf lassen Sie 0 Euro stehen.

Ein realistisch angesetzter Restwert macht den Rechnervergleich aussagekräftiger und kann in vielen Fällen die Entscheidung vom knappen Grenzfall auf ein klar lohnendes Ergebnis verschieben.

Wichtig ist, den Restwert nicht zu hoch anzusetzen, denn alte und energieintensive Geräte erzielen auf dem Gebrauchtmarkt meist nur geringe Preise.

Bei sehr alten Stromfressern ist der wirtschaftliche Wert oft ohnehin gering, sodass der größere Hebel klar in der jährlichen Stromersparnis des neuen, sparsameren Geräts liegt und nicht im Verkaufserlös.

Als Richtwert: Eine zehn Jahre alte Waschmaschine mit deutlich sichtbaren Gebrauchsspuren erzielt auf dem Gebrauchtmarkt selten mehr als 50 bis 80 Euro.

Zieht man diesen Betrag vom Kaufpreis des Neugeräts ab, verkürzt sich die Amortisationszeit spürbar und kann die Entscheidung ins Grüne kippen.

Wie vergleiche ich mehr als zwei Geräte?

Sie können bis zu drei Geräte nebeneinander eingeben. Der Rechner zeigt für jedes die Amortisationszeit und die Gesamtersparnis über die Nutzungsdauer.

So erkennen Sie auf einen Blick, welches Gerät sich am schnellsten rechnet und ob sich der Austausch lohnt.

Wenn sich alle drei Geräte in der roten Zone befinden, lohnt es sich, zunächst nur das effizienteste Modell weiter zu verfolgen und die anderen zurückzustellen.

Diese Reihenfolge hilft besonders dabei, die größten Stromfresser im Haushalt zuerst anzugehen.

Vergleichen Sie etwa einen alten Kühlschrank, einen Trockner und einen elektrischen Boiler, zeigt der Rechner schnell, welcher Tausch bei begrenztem Budget den höchsten jährlichen Euro-Effekt bringt und deshalb sinnvoll als Erstes ansteht.

Wer im Rechner drei Modelle mit 50, 150 und 280 kWh Jahresverbrauch eingibt, sieht auf einen Blick, dass das 280-kWh-Gerät bei 32 Cent und gleicher Nutzungsdauer schon bei 5 Jahren amortisiert wäre, das 50-kWh-Gerät hingegen kaum eine Euro-Ersparnis liefert und sich deshalb erst bei sehr langer Laufzeit rechnet.

Bei welchen Altgeräten lohnt sich der Austausch besonders häufig?

Besonders oft bei Dauerläufern wie Kühl- und Gefriergeräten oder bei sehr alten Waschmaschinen und Trocknern mit hohem Jahresverbrauch.

Beispielrechnung: 350 statt 150 kWh pro Jahr bedeuten bei 32 Cent pro kWh bereits 64 Euro Stromkostenersparnis jährlich.

Entscheidend ist dabei nicht nur der Verbrauchsunterschied, sondern auch die geplante Nutzungsdauer: Je länger das neue Gerät genutzt wird, desto deutlicher überwiegt der Stromspar-Effekt den Kaufpreis.

Zu den typischen Stromfressern im Haushalt zählen alte Gefriertruhen, Wäschetrockner, elektrische Warmwasserbereiter und Geräte, die rund um die Uhr im Standby hängen.

Genau bei diesen Dauerläufern ist der Austausch fast immer wirtschaftlich, während sich der Tausch bei selten genutzten Geräten mit kleinem Verbrauch oft nicht rechnet.

Im Vergleich: Eine neue, energieeffiziente Geschirrspülmaschine hingegen läuft zwar täglich, verbraucht aber nur rund 15 Cent pro Spülgang und liefert selbst beim Tausch von 220 auf 185 kWh Jahresverbrauch nur 11 Euro Ersparnis, was die Amortisation über viele Jahre streckt.

Geben Sie konkrete Verbrauchswerte ein, damit der Rechner Ihnen zeigt, wo Ihr Euro am meisten wirkt.

Wie verändert ein hoher Strompreis die Amortisationszeit?

Je höher der Strompreis, desto schneller wird ein sparsames Gerät wirtschaftlich.

Steigt der Preis von 32 auf 40 Cent pro kWh, erhöht sich die jährliche Ersparnis bei 200 kWh Verbrauchsdifferenz von 64 auf 80 Euro, wodurch sich die Nettoinvestition spürbar schneller rechnet.

Probieren Sie im Rechner ruhig mehrere Preisszenarien aus, um zu sehen, wie robust Ihre Kaufentscheidung bei steigenden Energiekosten bleibt.

Der Effekt wirkt linear: Verdoppelt sich der Strompreis, verdoppelt sich auch die jährliche Ersparnis aus derselben Verbrauchsdifferenz, und die Amortisationszeit halbiert sich entsprechend.

Gerade wer von weiter steigenden Energiekosten ausgeht, sollte ein eher konservatives und ein höheres Preisszenario rechnen, um die Bandbreite der möglichen Amortisation realistisch einzuschätzen.

Konkret: Wer 2023 noch 30 Cent pro kWh zahlte und jetzt 38 Cent, hat dieselbe Investition von 300 Euro Mehrpreis durch 200 kWh Differenz in der Amortisationszeit von 5,0 auf 3,9 Jahre verkürzt.

Passen Sie den Strompreisregler im Rechner schrittweise an, um diesen Effekt direkt abzulesen.

Welche Gerätedaten sollte ich beim Verbrauchsvergleich lieber aus Messung statt nur vom Label übernehmen?

Vor allem reale Laufzeiten, Nutzungsintensität und Sonderprogramme. Das Label liefert einen normierten Rahmen, aber nicht automatisch Ihren Alltag. Erst mit realen Gewohnheiten wird der Vergleich zwischen Alt- und Neugerät belastbar.

Wenn Sie beispielsweise Ihre Waschmaschine fast täglich auf Vollauslastung betreiben, liegt der tatsächliche Jahresverbrauch oft deutlich über dem Labelwert und sollte entsprechend im Rechner angepasst werden.

Ein günstiges Strommessgerät zwischen Steckdose und Gerät zeigt den realen Verbrauch über einige Tage und lässt sich auf das Jahr hochrechnen.

Diese Messung lohnt sich besonders bei vermuteten Stromfressern, weil sie heimlichen Dauerverbrauch im Standby sichtbar macht, den das genormte Energielabel gar nicht abbildet.

Typische Abweichung: Der offizielle Labelwert eines Wäschetrockners von 180 kWh setzt 160 Trocknungsvorgänge pro Jahr an. Wer tatsächlich 250 Läufe trocknet, kommt auf rund 280 kWh, also 56 Prozent mehr.

Dieser Unterschied allein verändert die jährliche Ersparnis beim Gerätetausch um mehr als 30 Euro und macht aus einem Knapp-Fall einen klaren Lohnt-sich-Fall.

Wann lohnt sich ein Gerätetausch trotz deutlich niedrigerem Stromverbrauch wirtschaftlich nicht sofort?

Dann, wenn Kaufpreis, Restlaufzeit des Altgeräts oder geringe Nutzung den Spareffekt überdecken. Effizienz allein macht noch keine gute Investition; entscheidend ist, wie schnell der reale Alltag die Anschaffung tatsächlich zurückverdient.

Ein Altgerät mit noch zwei Jahren Restlaufzeit, das danach ohnehin ersetzt werden soll, kann wirtschaftlich sinnvoller sein als ein vorzeitiger Kauf, den der Rechner noch nicht als lohnend ausweist.

Auch bei kleinem absolutem Verbrauch bleibt der Euro-Effekt gering, selbst wenn die prozentuale Einsparung hoch klingt.

Ein Gerät, das nur wenige Stunden im Jahr läuft, spart selbst mit halbiertem Verbrauch kaum Geld, weshalb sich die Mehrinvestition über die Nutzungsdauer dort oft nicht rechnet und der Rechner zu Recht ein knappes oder negatives Ergebnis zeigt.

Konkret: Ein Heizlüfter mit 2.000 Watt, der jährlich nur 50 Stunden läuft, verbraucht 100 kWh; selbst bei einem moderneren Modell mit 1.500 Watt sinkt das auf 75 kWh, und die Differenz von 8 Euro pro Jahr macht eine neue Investition wirtschaftlich kaum sinnvoll.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Wenn du ein Altgerät mit 350 kWh Jahresverbrauch gegen ein neues mit 150 kWh eintauschst, das neue Gerät 500 Euro kostet und das alte keinen Restwert hat, zeigt das Ergebnis bei 34 Cent pro kWh: 200 kWh und 68 Euro Ersparnis pro Jahr, Amortisation nach 7,4 Jahren und über 15 Jahre Nutzungsdauer eine Gesamtersparnis von 520 Euro — Empfehlung „lohnt sich“. Das bedeutet fachlich: Erst wenn die Amortisationszeit unter der geplanten Nutzungsdauer liegt, trägt sich der Austausch überhaupt.

Rechne dann den Gegenfall durch, damit du die Grenze kennst: Ein noch recht sparsames Altgerät mit 230 kWh gegen ein neues mit 175 kWh, Kaufpreis 540 Euro, 35 Cent pro kWh und 12 Jahre Nutzungsdauer bringt nur 19,25 Euro Ersparnis im Jahr.

Die Amortisation liegt bei 28,1 Jahren, die Gesamtbilanz nach 12 Jahren bei minus 309 Euro — der Rechner sagt klar „lohnt sich nicht“.

Nutze außerdem das Feld Restwert: Bringt der Verkauf des Altgeräts 50 Euro, sinkt die Nettoinvestition entsprechend und die Amortisationszeit verkürzt sich.

Um die größten Stromfresser im Haushalt zu finden, hilft ein Blick auf typische Jahreswerte: Ein alter Kühl- oder Gefrierschrank zieht oft 300 bis 600 kWh, ein Wäschetrockner rund 200 bis 350 kWh, ein elektrischer Warmwasserboiler mehrere hundert kWh und ein Backofen je nach Nutzung 100 bis 200 kWh pro Jahr.

Trage diese Geräte einzeln ein, dann zeigt der Rechner in kWh und Euro, welcher Austausch sich zuerst rechtfertigt. Typische Jahresverbräuche der größten Stromfresser im Haushalt

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ein Haushalt überlegt, seinen alten Geschirrspüler zu ersetzen. Das Altgerät verbraucht 350 kWh pro Jahr, das neue Modell nur noch 150 kWh und kostet 500 Euro; einen Restwert setzt der Haushalt zunächst mit null an.

Bei einem Strompreis von 34 Cent pro Kilowattstunde zeigt der Rechner: 200 kWh Energieersparnis, 68 Euro Kostenersparnis pro Jahr und eine Einsparquote von 57,1 Prozent.

Die Amortisationszeit beträgt 7,4 Jahre, über die geplante Nutzungsdauer von 15 Jahren bleiben 520 Euro Gesamtersparnis und rund 1.140 Kilogramm eingespartes CO₂ — Empfehlung: lohnt sich.

Anschließend prüft der Haushalt ein teureres Modell für 650 Euro und rechnet mit 50 Euro Verkaufserlös für das Altgerät sowie einer vorsichtigeren Nutzungsdauer von 12 Jahren: Die Nettoinvestition sinkt auf 600 Euro, die Amortisationszeit steigt auf 8,8 Jahre und die Gesamtersparnis schrumpft auf 216 Euro — der Rechner stuft das nur noch als „knapp“ ein.

Zum Vergleich rechnet er den Fall durch, in dem das Altgerät gar nicht so schlecht ist: 230 statt 350 kWh, neues Gerät mit 175 kWh für 540 Euro, 35 Cent und 12 Jahre.

Ergebnis: nur 19,25 Euro Ersparnis im Jahr, Amortisation erst nach 28,1 Jahren, Gesamtbilanz minus 309 Euro — „lohnt sich nicht“.

Genau daran zeigt sich, dass ein niedriger Verbrauch allein noch kein wirtschaftliches Argument ist: Entscheidend ist die Differenz zum Altgerät. Die Beträge sind Orientierungswerte ohne Gewähr. Geschirrspüler-Austausch: 68 Euro Ersparnis pro Jahr, Amortisation nach 7,4 Jahren

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Die Effizienzklasse wird im Gerätevergleich oft mit einer automatisch lohnenden Neuanschaffung gleichgesetzt, obwohl erst Verbrauchsdifferenz, Nettoinvestition und Nutzungsdauer gemeinsam eine belastbare Aussage liefern. Der folgenschwerste Denkfehler ist, ein funktionierendes Altgerät allein wegen der Effizienzklasse zu ersetzen: Ist die Differenz klein, kann die Amortisationszeit die geplante Nutzungsdauer deutlich überschreiten – der Rechner sagt dann klar „lohnt sich nicht“.

Häufig werden zudem Haushaltsgeräte mit unterschiedlichem Nutzvolumen oder anderer Ausstattung verglichen, was den errechneten Vorteil verfälscht.

Ein weiterer Fehler ist das Vergessen des Restwerts: Wer sein Altgerät verkaufen oder in Zahlung geben kann, senkt damit die Nettoinvestition und verkürzt die Amortisationszeit spürbar – bleibt das Feld auf null, fällt die Rechnung unnötig pessimistisch aus.

Wer den Strompreis veraltet ansetzt oder eine zu kurze Nutzungsdauer wählt, unterschätzt den Vorteil des neuen Geräts systematisch.

Ebenfalls irreführend ist der Vergleich von Energielabel-Werten mit dem realen Haushaltsverbrauch: Die Angaben auf dem Label entstehen in genormten Prüfprogrammen, während zu Hause andere Beladung, andere Temperaturen und häufigeres Öffnen der Tür den tatsächlichen Wert nach oben treiben.

Besonders beim Altgerät führt das in die Irre, denn dessen realer Verbrauch liegt nach Jahren im Betrieb meist über dem Datenblattwert – eine Messung mit der Steckdose liefert hier die ehrlichere Zahl.

Alle Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen kein individuelles Angebot.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Gerätevergleich-Rechner beantwortet die Frage, ob sich der Austausch eines vorhandenen Haushaltsgeräts gegen ein sparsameres neues lohnt.

Aus der Verbrauchsdifferenz und dem Strompreis errechnet er die jährliche Ersparnis, aus Kaufpreis minus Restwert die Nettoinvestition — und daraus Amortisationszeit, Gesamtersparnis über die Nutzungsdauer und eine klare Empfehlung.

Entscheidend ist nicht, wie effizient das neue Gerät für sich genommen ist, sondern wie groß der Abstand zum Altgerät ausfällt: Unter 8 Jahren Amortisation lohnt sich der Tausch, bis 15 Jahre ist er knapp, darüber trägt er sich nicht.

Prüfe mindestens ein Szenario mit höherem Strompreis und trage den Verkaufserlös des Altgeräts ein, um zu sehen, ob die Entscheidung stabil bleibt.

Behalte dabei im Kopf, dass die Rechnung mit konstanten Annahmen arbeitet: Reale Nutzung, Reparaturen und ein möglicher früherer Defekt verschieben das Bild und lassen sich nicht vollständig vorhersagen.

Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Ersparnis ca. 126 EUR/Jahr, Amortisation etwa 7,3 Jahre

Wäschetrockner alt gegen Wärmepumpentrockner

verbrauchAltKwhProJahr
620
verbrauchNeuKwhProJahr
260
kaufpreisNeuEuro
920
restwertAltEuro
0

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Ersparnis rund 16 EUR/Jahr, Amortisation über 35 Jahre — lohnt sich nicht

Geschirrspüler mit kleiner Verbrauchsdifferenz

verbrauchAltKwhProJahr
180
verbrauchNeuKwhProJahr
130
kaufpreisNeuEuro
640
restwertAltEuro
70

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Ersparnis rund 175 EUR/Jahr, Amortisation in 2,4 Jahren – lohnt sich

30 Jahre alter Gefrierschrank gegen modernes Effizienzgerät

verbrauchAltKwhProJahr
600
verbrauchNeuKwhProJahr
85
kaufpreisNeuEuro
420
restwertAltEuro
0

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Altgerät mit 350 kWh gegen Neugerät mit 150 kWh für 500 Euro. Stromkosten sinken von 119 auf 51 Euro pro Jahr, das sind 68 Euro Ersparnis. Amortisation nach 7,4 Jahren, Gesamtersparnis 520 Euro über 15 Jahre.

    Praxisbeispiel: Geschirrspüler austauschen

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    <a href="https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/geraetevergleich">
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           alt="Altgerät mit 350 kWh gegen Neugerät mit 150 kWh für 500 Euro. Stromkosten sinken von 119 auf 51 Euro pro Jahr, das sind 68 Euro Ersparnis. Amortisation nach 7,4 Jahren, Gesamtersparnis 520 Euro über 15 Jahre."
           width="760" height="340">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/geraetevergleich">Praxisbeispiel: Geschirrspüler austauschen auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/geraetevergleich
  • Horizontale Balken zeigen typische Jahresverbräuche: Alter Kühlschrank 400 bis 600 kWh, Warmwasserboiler 300 bis 500 kWh, Wäschetrockner 200 bis 350 kWh, Backofen 100 bis 200 kWh pro Jahr.

    Die größten Stromfresser im Haushalt

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    <a href="https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/geraetevergleich">
      <img src="https://rechner-portal.de/images/energie/geraetevergleich-stromfresser.svg"
           alt="Horizontale Balken zeigen typische Jahresverbräuche: Alter Kühlschrank 400 bis 600 kWh, Warmwasserboiler 300 bis 500 kWh, Wäschetrockner 200 bis 350 kWh, Backofen 100 bis 200 kWh pro Jahr."
           width="760" height="360">
    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/geraetevergleich">Die größten Stromfresser im Haushalt auf Rechner-Portal</a></p>

    Textbaustein für die Bildunterschrift

    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/geraetevergleich
  • Zwei gestapelte Säulen über 15 Jahre: Das Altgerät mit 350 kWh im Jahr verursacht 1.785 Euro Stromkosten. Das Neugerät mit 150 kWh kostet 500 Euro Anschaffung plus 765 Euro Strom, zusammen 1.265 Euro. Der Austausch spart 520 Euro und amortisiert sich nach 7,4 Jahren.

    Altgerät behalten oder ersetzen – Gesamtkosten über 15 Jahre

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           alt="Zwei gestapelte Säulen über 15 Jahre: Das Altgerät mit 350 kWh im Jahr verursacht 1.785 Euro Stromkosten. Das Neugerät mit 150 kWh kostet 500 Euro Anschaffung plus 765 Euro Strom, zusammen 1.265 Euro. Der Austausch spart 520 Euro und amortisiert sich nach 7,4 Jahren."
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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Energiepreise und Verbrauch variieren regional. Nutze für verbindliche Entscheidungen aktuelle Anbieter- und Vertragsdaten.

Quelle: Bundesnetzagentur; BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft); co2online

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Energie / Energieeffizienz
Formeln basieren auf
Technisch-energetische Modellannahmen mit Plausibilitätschecks
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Haushaltsgeräte-Verbrauchsvergleich. Abgerufen von https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/geraetevergleich

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Haushaltsgeräte-Verbrauchsvergleich. Available at: https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/geraetevergleich

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.