|Geprüft: Review-Team Energie (Apr. 2026)Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena); Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA); GEG 2023Veröffentlicht: Stand:
Kurzantwort: Dämmungs-Spar-Rechner: Gib aktuelle jährliche heizkosten und baujahr / sanierungsstand ein und erhalte Jährliche Heizkostenersparnis (€/Jahr) als Ergebnis. Abweichungen durch individuelle Anlagen- und Nutzungsbedingungen möglich.
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Jährliche Heizkostenersparnis
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Heizkosten nachher
2.400
€/Jahr
CO₂-Ersparnis
0
kg CO₂/Jahr
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Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.
Rechnerspezifische Grenzen: Energiepreise und Verbrauch variieren regional. Nutze für verbindliche Entscheidungen aktuelle Anbieter- und Vertragsdaten.
Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena); Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA); GEG 2023
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Ein Haus aus den 1960er-Jahren mit 2.400 Euro Heizkosten im Jahr spart durch eine Fassadendämmung rund 20 Prozent — das sind 480 Euro jährlich, und die Heizkosten sinken auf 1.920 Euro. Dieser Rechner übersetzt deine tatsächlichen Heizkosten, das Baujahr des Hauses und die Wohnfläche in die konkrete Euro-Ersparnis der vier gängigen Sanierungsmaßnahmen Fassade, Dach, Kellerdecke und Fenster — und zeigt, welche davon sich am schnellsten amortisiert.
Entscheidend ist dabei das Baujahr: Je schlechter der energetische Ausgangszustand, desto größer der prozentuale Hebel jeder Maßnahme.
Bei einem Haus vor 1960 bringt die Fassadendämmung 25 Prozent, bei Baujahr 1960 bis 1979 noch 20 Prozent, ab Baujahr 2010 dagegen nur noch 4 Prozent, weil dort schon gedämmt wurde.
Der Rechner rechnet außerdem eine grobe Investitionssumme je Bauteil aus der Wohnfläche hoch und stellt Ersparnis und Amortisationszeit direkt nebeneinander.
Aus der Reihe fällt dabei die Kellerdecke: Sie ist die einzige Maßnahme, die in jeder Baujahrsklasse denselben Einsparanteil von 7 Prozent liefert, weil der Rechner sie unabhängig vom Sanierungsstand bewertet.
Bei einem Haus ab Baujahr 2010 überholt sie damit sogar die Fassadendämmung, die dort nur noch auf 4 Prozent kommt — im Altbau vor 1960 ist das Verhältnis mit 25 zu 7 Prozent genau umgekehrt. Alle Angaben sind Orientierungswerte ohne Gewähr.
Eingaben
So nutzt du den Rechner
Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.
Du gibst deine aktuellen jährlichen Heizkosten in Euro, das Baujahr beziehungsweise den Sanierungsstand, die Wohnfläche in Quadratmetern, das Heizsystem für die CO₂-Bilanz und die geplanten Maßnahmen ein: Fassadendämmung, Dachdämmung, Kellerdeckendämmung und Fenstererneuerung lassen sich einzeln oder kombiniert anwählen. Die Heizkosten entnimmst du der letzten Jahresabrechnung — nicht die Nebenkosten insgesamt, sondern nur den Heizanteil.
Wichtig ist die Wohnfläche: Der Rechner leitet daraus die Investitionskosten ab und rechnet mit rund 120 Euro je Quadratmeter für die Fassade, 65 Euro fürs Dach, 35 Euro für die Kellerdecke und 60 Euro für die Fenster.
Einen U-Wert musst du nicht kennen, denn der Rechner arbeitet nicht mit Bauteilkennwerten, sondern mit typischen Einsparprozenten je Baujahrsklasse.
Typische Fehler sind zu hoch angesetzte Heizkosten inklusive Warmwasser und Strom, ein zu optimistisch gewähltes Baujahr und die Annahme, mehrere Maßnahmen addierten sich einfach — das tun sie nicht.
Berechnung
So funktioniert die Berechnung
Verstehe den Formelweg.
Prozent-Formel (Heizkosten × Einsparanteil je Maßnahme × Kombinationsfaktor = jährliche Ersparnis): Jede Maßnahme hat je Baujahrsklasse einen festen Einsparanteil. Fassade: 25 Prozent vor 1960, 20 Prozent bei 1960–1979, 14 Prozent bei 1980–1994, 8 Prozent bei 1995–2009 und 4 Prozent ab 2010.
Dach: 18, 15, 10, 5 und 3 Prozent. Fenster: 18, 12, 7, 4 und 2 Prozent. Die Kellerdecke bringt unabhängig vom Baujahr 7 Prozent.
Wählst du mehrere Maßnahmen, addiert der Rechner die Prozentwerte nicht ungebremst, sondern dämpft die Summe mit einem Kombinationsfaktor: 0,85 bei zwei Maßnahmen, 0,75 bei drei und 0,7 bei allen vier.
Der Grund ist physikalisch: Wenn die Fassade schon gedämmt ist, kann das Dach nicht noch einmal denselben Wärmestrom einsparen.
Beispiel: Ein Haus von 1970 mit 2.400 Euro Heizkosten und 140 Quadratmetern Wohnfläche spart mit Fassade allein 20 Prozent, also 480 Euro pro Jahr; die Heizkosten sinken auf 1.920 Euro.
Kommen Dach (15 Prozent) und Kellerdecke (7 Prozent) hinzu, ergibt die Summe 42 Prozent — mal dem Faktor 0,75 für drei Maßnahmen bleiben 31,5 Prozent, also 756 Euro Ersparnis und 1.644 Euro Restheizkosten.
Die Investition schätzt der Rechner aus der Wohnfläche: 140 mal 120 Euro ergeben 16.800 Euro für die Fassade, daraus folgt die Amortisationszeit von 480 Euro Ersparnis her rund 35 Jahre. Alle Werte sind Orientierungswerte ohne Gewähr.
Nachschlagen
Dämmwerte nach Dämmstoff: Lambda, Rohdichte und Anwendung
Welcher Dämmstoff ist für welchen Zweck geeignet? Lambda-Wert (λ), Rohdichte und Dampfdiffusion bestimmen die Eignung von Glaswolle, EPS, PUR und Co.
Wärmeleitfähigkeit λ (W/mK), Rohdichte und Eigenschaften nach Dämmstoff – Quelle: DIN 4108-4
Dämmstoff
λ (W/mK)
Rohdichte (kg/m³)
Dampfdiffusion μ
Anwendungsbereich
Glaswolle (Mineral)
0,032–0,040
10–25
1
Dach, Wand (Hinterlüftung), Decke
Steinwolle (Mineral)
0,033–0,042
20–200
1
Fassade WDVS, Dach, Brandschutz
EPS (Styropor, expandiert)
0,031–0,040
15–30
20–100
Bodenplatte, WDVS, Perimeterdämmung
XPS (extrudiert)
0,028–0,035
25–45
80–250
Perimeter, Umkehrdach, Feuchte-Bereiche
Holzfaser
0,038–0,050
50–250
3–5
Außenwand, Dach; Feuchtepuffer
PUR/PIR (Polyurethan-Hartschaum)
0,022–0,028
30–45
30–100
Flachdach, Fassade, dünne Dämmlagen
Hanf (Naturstoff)
0,040–0,045
25–50
1–2
Wand, Dach; ökologisch, Feuchteausgleich
Schafwolle
0,035–0,045
10–30
1–2
Dach, Innendämmung; Feuchteregulation
Zellulose (Einblasdämmung)
0,037–0,042
30–80
1–2
Hohlräume, Steildach eingeblasen
Quelle: DIN 4108-4 (Wärmeschutz im Hochbau), DIN EN ISO 10456. λ-Werte: je niedriger, desto besser dämmend. μ = Dampfdiffusionswiderstandszahl: je höher, desto diffusionsdichter. WDVS = Wärmedämmverbundsystem. Perimeter = erdberührte Dämmung. Dickenberechnung: d = λ × (1/U − Rsi − Rse), wobei Rsi = 0,13 m²K/W, Rse = 0,04 m²K/W.
Expertenmodus
Häufige Fragen zu Dämmungs-Spar-Rechner
Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.
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Welche Dämmmaßnahme lohnt sich zuerst?
Der Rechner sortiert die Maßnahmen nach Amortisationsdauer. Oft bringen Fassade oder Dach die größte Ersparnis; Kellerdecke und Fenster ergänzen. Ein Energieberater kann die beste Reihenfolge für Ihr Gebäude empfehlen.
Entscheidend ist dabei, Maßnahmen nicht isoliert zu betrachten, sondern die Wechselwirkungen zwischen Fassade, Dach und Fenstern einzuplanen, da sie zusammen häufig eine höhere Gesamtwirkung erzielen als in Einzelbetrachtungen erkennbar ist.
Als Faustregel lohnt sich zuerst, was wenig kostet und viel bringt: Die Dämmung der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke ist mit rund 22 bis 70 Euro pro Quadratmeter vergleichsweise günstig und oft schnell amortisiert, während die Fassadendämmung zwar teurer ist, bei großen Wandflächen aber die höchste absolute Heizkostenersparnis liefert.
Wer ohnehin einen Dachausbau oder Fassadenputzarbeiten plant, sollte die Dämmmöglichkeit direkt mitplanen, weil die Zusatzkosten für die eigentliche Dämmschicht dann nur einen Bruchteil der Gesamtkosten ausmachen und der Amortisationszeitraum sich so merklich verkürzt.
+
Sind die Investitionskosten verbindlich?
Nein. Die Angaben im Dämmungs-Rechner sind Richtwerte je m² als Pauschalannahmen. Die tatsächliche Amortisationszeit hängt stark von Baumaterial, Dämmstoffwahl, Zugänglichkeit und regionalen Handwerkerpreisen ab.
Ein detailliertes Angebot hilft Ihnen, die geschätzten Investitionskosten und die Heizkostenersparnis realistisch einzuordnen und Förderoptionen gezielt zu prüfen.
Zur Orientierung kostet eine Fassadendämmung mit Wärmedämmverbundsystem häufig 60 bis 200 Euro pro Quadratmeter, eine Dachdämmung von innen rund 30 bis 120 Euro und die Kellerdecke etwa 22 bis 66 Euro.
Diese Spannen schwanken je nach Dämmstoffstärke, Gerüstbedarf, Materialwahl und Untergrund erheblich, weshalb der Rechner bewusst mit konservativen Mittelwerten arbeitet und ein konkretes, geprüftes Vor-Ort-Angebot eines Fachbetriebs nicht ersetzt.
Regionale Unterschiede können die Handwerkerkosten um bis zu 30 Prozent über oder unter dem Bundesdurchschnitt liegen lassen, weshalb ein Vergleich von mindestens drei Angeboten vor der Auftragsvergabe empfohlen wird und deutlich realistischere Kostenwerte liefert als pauschale Online-Richtwerte.
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Wie wird die Heizkostenersparnis durch Dämmung berechnet?
Aus der gedämmten Fläche, dem Wärmedurchgangskoeffizienten, also dem U-Wert vor und nach der Maßnahme, und den Heizkosten pro kWh. Der Rechner ermittelt die jährliche Einsparung und setzt sie zur Investition in Beziehung.
So entsteht die Amortisationszeit. Wichtig ist, den U-Wert nach Dämmung realistisch anzusetzen, denn zu optimistische Zielwerte führen zu einer rechnerisch unterschätzten Amortisationszeit gegenüber der Praxis.
Vereinfacht ergibt sich der jährliche Wärmeverlust eines Bauteils aus U-Wert mal Fläche mal Temperaturdifferenz über die Heizperiode.
Die Differenz zwischen Bestand und saniertem Zustand wird in eingesparte Kilowattstunden umgerechnet und mit dem Energiepreis bewertet.
Steigende Energiepreise verkürzen dabei die Amortisationszeit deutlich, weil jede eingesparte Kilowattstunde dann mehr Geld wert ist.
Bei einer 120-Quadratmeter-Außenwand und einer Verbesserung des U-Werts von 1,4 auf 0,24 können so rechnerisch etwa 2.300 Kilowattstunden pro Jahr eingespart werden, was bei einem Gaspreis von 14 Cent rund 320 Euro jährlicher Heizkostenersparnis entspricht.
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Was bringt Dämmung bei den Förderungen?
Viele Dämmmaßnahmen werden über BEG oder KfW gefördert. Die genauen Konditionen ändern sich; der Rechner zeigt die reine Wirtschaftlichkeit. Aktuelle Fördersätze und Anträge prüfen Sie beim BAFA oder Ihrer KfW-Bank.
Wenn Sie die Förderquote im Rechner hinterlegen, verändert sich die effektive Investitionshöhe und damit die berechnete Amortisationszeit erheblich, was die Entscheidung für eine Maßnahme deutlich beeinflussen kann.
Für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle wie Fassade, Dach oder Kellerdecke ist über die Bundesförderung für effiziente Gebäude in der Regel ein Zuschuss von rund 15 bis 20 Prozent der förderfähigen Kosten möglich, mit zusätzlichem Bonus über einen individuellen Sanierungsfahrplan.
Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden, sonst entfällt die Förderung.
Wer mehrere Maßnahmen bündelt und dabei die Anforderungen für ein Effizienzhaus 55 oder 70 erfüllt, kann über die KfW-Bundesförderung zusätzlich zinsgünstige Kredite beantragen, was die monatliche Belastung beim Finanzieren größerer Sanierungspakete erheblich senkt.
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Welche Maßnahme bringt bei Altbauten oft den größten Hebel?
Bei Häusern vor 1980 liefern Fassade und Dach häufig die höchsten Einsparquoten, weil dort große Wärmeverluste auftreten.
Ein Praxisbeispiel: Bei 2.400 Euro Heizkosten pro Jahr können 20 Prozent Fassadenwirkung bereits rund 480 Euro jährliche Entlastung bedeuten, bevor Förderungen berücksichtigt werden.
Eine professionelle Energieberatung kann diesen Effekt für Ihr konkretes Gebäude anhand des tatsächlichen U-Werts und der bisher ungenutzten Dämmflächen präzisieren.
Unsanierte Altbauten haben oft U-Werte von über 1,0 W pro Quadratmeter und Kelvin in der Außenwand, während moderne Dämmungen Werte um 0,2 erreichen.
Diese große Differenz erklärt, warum gerade bei alten, großflächigen Bauteilen die absolute Einsparung am höchsten ausfällt und sich die Investition trotz der Kosten je Quadratmeter rechnet.
Typische Amortisationszeiten für eine Fassadendämmung liegen in unsanierten Altbauten häufig zwischen 15 und 25 Jahren; mit BEG-Förderung können sie auf unter 12 Jahre sinken, was bei einer Lebensdauer der Dämmung von 30 bis 40 Jahren eine erhebliche Gesamteinsparung bedeutet.
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Warum addiert der Rechner mehrere Dämmmaßnahmen nicht einfach 1 zu 1?
Wenn Dach, Fassade und Fenster gleichzeitig verbessert werden, überlappen sich Teile der Einsparung.
Der Rechner nutzt deshalb einen Kombinationsfaktor, damit aus 20 Prozent plus 15 Prozent nicht unrealistisch 35 Prozent werden, obwohl beide Maßnahmen teils dieselben Verluste reduzieren.
Wer die Kombination als Gesamtpaket plant, profitiert zusätzlich davon, dass Baustellenkosten und Förderanträge gebündelt werden können, was die wirtschaftliche Gesamtbilanz deutlich verbessert.
Der Hintergrund ist physikalisch: Sobald ein Bauteil gedämmt ist, sinkt der Wärmeverlust über diese Fläche, sodass die nächste Maßnahme nur noch den verbleibenden Restverlust angreifen kann.
Eine einfache Addition der Einzelquoten würde die Gesamtersparnis daher systematisch zu hoch ausweisen und die Amortisationszeit zu kurz erscheinen lassen.
In der Praxis bedeutet der Kombinationsfaktor, dass bei gleichzeitiger Dämmung von Fassade und Dach statt der summierten Einzelersparnisse nur etwa 85 bis 90 Prozent davon angesetzt werden, um die unvermeidliche Überschneidung der reduzierten Wärmeverlustpfade realistisch abzubilden.
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Warum hängen Einsparungen bei Dämmung stärker von Fläche, U-Wert und Heiztagen ab als von der Dämmstärke allein?
Weil die Dämmstärke nur ein Baustein der Verlustrechnung ist. Relevanter ist, wie groß die betroffene Fläche ist, wie schlecht der Ausgangszustand war und wie oft die Differenz über die Heizperiode tatsächlich wirkt.
Erst wenn U-Wert, Fläche, Heiztage und Energiepreis zusammenstimmen, ergibt sich ein realistisches Bild der erzielbaren Einsparung und der tatsächlichen Amortisationszeit im Alltag.
Zwischen 16 und 20 Zentimeter Dämmstärke verbessert sich der U-Wert zwar weiter, der zusätzliche Effekt fällt aber kleiner aus als der Sprung vom ungedämmten Bauteil zur ersten ordentlichen Dämmung.
Deshalb bringt es mehr, viele schlecht gedämmte Quadratmeter überhaupt zu dämmen, als wenige Bauteile maximal stark auszuführen.
Ein konkretes Beispiel verdeutlicht dies: Eine 80 Quadratmeter große Dachfläche, die von U-Wert 1,0 auf 0,18 verbessert wird, liefert bei 3.000 Gradtagstunden rund 1.900 Kilowattstunden Einsparung pro Jahr; eine nur 15 Quadratmeter große Fläche, selbst optimal gedämmt, kann diesen Wert rechnerisch nie erreichen.
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Wann sollte die Amortisationsfrage bei Dämmung mit Feuchte, Sanierungslogik oder Bauteilgrenzen zusammen gelesen werden?
Immer dann, wenn die Maßnahme über die reine Heizkostenrechnung hinaus in die Bausubstanz eingreift. Ein guter Payback ist nur dann tragfähig, wenn auch Feuchteschutz, Anschlussdetails und die Gesamtlogik des Bauteils passen.
Gerade bei Außenwänden und Kellern kann eine zu intensive oder falsch verarbeitete Dämmung Feuchtigkeitsschäden verursachen, die die wirtschaftliche Rechnung des Rechners deutlich aufheben würden.
Eine Innendämmung ohne fachgerechte Dampfbremse oder eine nachträglich gedämmte Fassade mit Wärmebrücken an Fensterlaibungen kann zu Tauwasser und Schimmel führen.
Solche Folgekosten taucht keine reine Amortisationsrechnung auf, weshalb bei eingreifenden Maßnahmen immer eine bauphysikalische Bewertung durch eine Fachperson neben das Ergebnis des Rechners treten sollte.
Im schlimmsten Fall können Schimmel- und Feuchtigkeitsschäden an falsch gedämmten Außenwänden Folgekosten von mehreren Tausend Euro verursachen und die kalkulierte Amortisationszeit des Rechners vollständig aufzehren; eine bauphysikalische Beratung durch einen Fachmann vor der Ausführung ist daher unverzichtbar.
Hinweise
Was muss ich bei der Nutzung beachten?
Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.
## Was kostet Dämmung? Kosten je m² und Dämmsystem Die Kosten für Gebäudedämmung betragen je nach System 20–350 €/m²: Einblasdämmung (Hohlräume, Dachboden) 20–80 €/m², Außendämmung WDVS (Fassade) 100–200 €/m², Zwischensparrendämmung (Dach) 60–150 €/m², Aufsparrendämmung 80–180 €/m², Kellerdeckendämmung 25–55 €/m², Vorhangfassade 150–350 €/m².
Förderprogramme über KfW BEG und BAFA (Bundesförderung für effiziente Gebäude) reduzieren die Nettokosten um bis zu 20 %. Für eine detaillierte Wärmedurchgangs-Berechnung hilft der U-Wert-Rechner.
Vergleiche im Dämmungsrechner die Maßnahmen zuerst einzeln, denn nur so siehst du, welche sich am schnellsten trägt.
Für ein Haus von 1970 mit 2.400 Euro Heizkosten und 140 Quadratmetern zeigt das Ergebnis: Die Fassade spart 480 Euro pro Jahr, kostet aber rund 16.800 Euro und amortisiert sich erst nach etwa 35 Jahren.
Das Dach spart 360 Euro bei rund 9.100 Euro Investition — Amortisation nach gut 25 Jahren. Die Kellerdecke bringt nur 168 Euro, kostet aber auch nur rund 4.900 Euro und liegt damit bei etwa 29 Jahren.
Das bedeutet fachlich: Die Fassade hat den größten absoluten Hebel, das Dach den besten Kosten-Nutzen-Schnitt.
Rechne dann ein zweites Szenario mit einem älteren Baujahr durch – bei „vor 1960“ steigt der Fassadenanteil von 20 auf 25 Prozent, die Ersparnis auf 600 Euro und die Amortisationszeit fällt auf rund 28 Jahre.
Genau das ist die Kernaussage: Je schlechter der Ausgangszustand, desto eher lohnt sich die Dämmung.
Für die Kostenseite gelten je Bauteil grobe Richtwerte pro m²: Fassade mit Wärmedämmverbundsystem rund 60 bis 200 Euro, Dachdämmung von innen etwa 30 bis 120 Euro, Kellerdecke ungefähr 22 bis 66 Euro und die oberste Geschossdecke häufig 30 bis 70 Euro.
Der Rechner setzt daraus feste Werte an — 120 Euro für die Fassade, 65 fürs Dach, 35 für die Kellerdecke und 60 für die Fenster — und multipliziert sie mit der Wohnfläche, nicht mit der tatsächlichen Bauteilfläche.
Über die BEG-Förderung von BAFA und KfW lassen sich bis zu 20 Prozent als Zuschuss zurückholen, was die Amortisationszeit spürbar verkürzt — der Rechner berücksichtigt die Förderung nicht, du musst sie also selbst gegenrechnen.
Wenn du die Bauteile physikalisch statt pauschal bewerten willst, bestimmst du den Wärmedurchgangskoeffizient vorher mit dem U-Wert-Rechner. ## Dachbodendämmung: Kosten, Ersparnis und Förderung Die Dachbodendämmung der obersten Geschossdecke ist eine der wirtschaftlichsten Maßnahmen: Bei einem Reihenhaus aus den 1970er-Jahren mit 2.400 Euro Heizkosten und 140 m² Wohnfläche zeigt der Rechner (Baujahr 1960–1979, Dachdämmung aktiviert) rund 360 Euro Ersparnis pro Jahr und eine Investition von etwa 9.100 Euro — Amortisation in gut 25 Jahren.
Durch Einblasdämmung mit Mineralwolle lassen sich beim unbeheizten Spitzboden oft 20-cm-Dämmdicken wirtschaftlich realisieren, was die rechnerischen 15 Prozent Einsparung praxisnah bestätigt.
KfW BEG (Programm 261) und BAFA-Bundesförderung reduzieren die Nettokosten um bis zu 20 Prozent.
Wer die optimale Dämmstärke nach DIN 4108 berechnen möchte, nutzt dafür den U-Wert-Rechner — dieser Rechner hingegen zeigt, wie viel Euro die Maßnahme jährlich spart.
Anwendung
Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?
So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.
Ein Eigentümer prüft die Dämmung seines Hauses aus dem Jahr 1970. Er gibt seine Heizkosten von 2.400 Euro pro Jahr, das Baujahr 1960–1979, 140 Quadratmeter Wohnfläche und Gas als Heizsystem ein und wählt zunächst nur die Fassadendämmung.
Das Ergebnis: 20 Prozent Einsparung, also 480 Euro pro Jahr, die Heizkosten sinken von 2.400 auf 1.920 Euro.
Die Investition schätzt der Rechner aus der Wohnfläche mit 140 mal 120 Euro auf 16.800 Euro, woraus sich eine Amortisationszeit von rund 35 Jahren ergibt. Zusätzlich weist er 843 Kilogramm CO₂-Ersparnis pro Jahr aus.
Weil ihm das zu lang dauert, prüft der Eigentümer die Kellerdecke: Sie spart nur 7 Prozent, also 168 Euro, kostet aber lediglich 140 mal 35 Euro, also 4.900 Euro — Amortisation nach gut 29 Jahren und damit die günstigste Einstiegsmaßnahme.
Danach rechnet er das Gesamtpaket: Fassade, Dach und Kellerdecke gemeinsam ergeben 20 plus 15 plus 7, also 42 Prozent, mal dem Kombinationsfaktor 0,75 für drei Maßnahmen bleiben 31,5 Prozent.
Das sind 756 Euro Ersparnis pro Jahr und Restheizkosten von 1.644 Euro. Genau diese Gegenüberstellung von Einsparanteil, Investition und Amortisation liefert der Dämmungsrechner.
Im Sanierungsalltag werden Heizungsrohre oft vergessen, dabei lohnt sich auch hier die Dämmung – die passende Stärke liefert der Rohrdämm-Rechner. Die Beträge sind Orientierungswerte ohne Gewähr.
Fallstricke
Welche Fehler sollte ich vermeiden?
Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.
Bei Dämmprojekten werden die Einsparprozente mehrerer Maßnahmen oft einfach addiert, obwohl der Rechner sie bewusst dämpft: Drei Maßnahmen kommen nicht auf 42, sondern auf 31,5 Prozent, weil sich die Wärmeströme überlagern. Ebenso kritisch ist das Rechnen mit Idealbedingungen bei Lüftung und Nutzung, obwohl Feuchtehaushalt, Fensterlüftung und Heizverhalten die Jahreswerte deutlich verschieben können.
Ein häufiger Eingabefehler sind zu hohe Heizkosten: Wer die gesamte Nebenkostenabrechnung oder den Warmwasseranteil mitzählt, überschätzt die Ersparnis, denn die Dämmung wirkt nur auf den Heizanteil.
Ebenso verbreitet ist ein zu schmeichelhaft gewähltes Baujahr — zwischen „vor 1960“ und „1980–1994“ liegt bei der Fassade fast der doppelte Einsparanteil.
Häufig werden außerdem Modellwerte als garantierte Kostenreduktion gelesen, obwohl Wetterjahr, Regelung der Heizanlage und Bauausführung den Effekt messbar verändern.
Unterschätzt wird schließlich die Investitionsseite: Weil der Rechner die Kosten aus der Wohnfläche hochrechnet, liegen die Amortisationszeiten regelmäßig bei zwei bis vier Jahrzehnten — Förderung, Instandsetzungsbedarf und der Wertzuwachs der Immobilie sind darin nicht enthalten und müssen separat betrachtet werden.
Zu bedenken ist außerdem, dass eine luftdicht gedämmte Hülle ohne ausreichenden Luftwechsel zu Feuchteschäden führt – den nötigen Volumenstrom planst du mit dem Lüftungsanlage-Rechner. Alle Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr.
Nächster Schritt
Was ist das Fazit und wie geht es weiter?
Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.
Der Dämmungsrechner übersetzt deine Heizkosten, das Baujahr und die Wohnfläche in die jährliche Euro-Ersparnis von Fassaden-, Dach-, Kellerdecken- und Fensterdämmung und zeigt, welche Maßnahme sich am schnellsten trägt.
Weil der Einsparanteil am Baujahr hängt, bringt dieselbe Maßnahme im unsanierten Altbau ein Vielfaches dessen, was sie am Neubau bringt.
Wähle die Maßnahmen zuerst einzeln an, um den Hebel jeder Einzelmaßnahme zu sehen, und erst danach das Paket — dann wird auch der Kombinationsfaktor sichtbar, der die Summe mehrerer Maßnahmen dämpft.
Behalte im Blick, dass die Investitionskosten pauschal aus der Wohnfläche hochgerechnet werden und Förderungen nicht enthalten sind; die ausgewiesenen Amortisationszeiten sind deshalb eher konservativ.
Unterm Strich verbessert eine gute Dämmung nicht nur die laufenden Kosten, sondern auch die Einstufung des Hauses – prüfst du diese mit dem Energieeffizienzklasse-Rechner. Wie stark jedes Bauteil dabei den Wärmedurchgang bestimmt, misst der U-Wert-Rechner konkret.