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Energieeffizienzklasse des Hauses berechnen: A+ bis H

EnergieStand Noch keine Bewertung
kWh/(m²·a)
m²
ct/kWh
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Kurzantwort

Energieeffizienzklasse-Rechner: Gib den Endenergiebedarf in kWh/(m²·a) ein und erhalte die Klasse von A+ bis H nach GModG (vormals GEG) sowie Jahresenergie, Kosten und Einsparpotenzial.

Energieeffizienzklasse des Hauses aus dem Endenergiebedarf in kWh/(m²·a) bestimmen

Kilian AchatzFachredaktion Energie
Geprüft: Review-Team Energie (Juni 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der Energieeffizienzklasse-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Anhand seines Endenergiebedarfs ordnet der Energieeffizienzklasse-Rechner ein Gebäude einer Klasse von A+ bis H zu. Diese Skala stammt aus Anlage 10 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG, bis zur Umbenennung am 29.07.2026 als Gebäudeenergiegesetz/GEG bekannt) und steht auch auf dem Energieausweis, ähnlich der bekannten Effizienzskala bei Haushaltsgeräten.

Maßgeblich ist der Endenergiebedarf in Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr: Klasse A+ liegt unter 30, ein durchschnittlicher Bestand mit rund 100 bis 130 fällt in Klasse D, und ab 250 beginnt die schlechteste Klasse H.

Die Einstufung hilft dir, den energetischen Zustand deines Hauses einzuordnen, den Sanierungsbedarf abzuschätzen und Immobilien zu vergleichen, denn die Effizienzklasse beeinflusst zunehmend Heizkosten, Förderfähigkeit und Marktwert.

Der Rechner zeigt zusätzlich, wie viel Energie und Kosten pro Jahr anfallen und wie viel Einsparung der Sprung in die nächstbessere Klasse erfordert.

Wichtig ist dabei: Die Klasse beschreibt den rechnerischen Bedarf des Gebäudes, nicht das Verhalten seiner Bewohner.

Zwei baugleiche Häuser können dieselbe Effizienzklasse tragen und trotzdem unterschiedlich hohe Rechnungen verursachen, wenn in einem davon deutlich wärmer geheizt oder häufiger gelüftet wird.

Alle ausgewiesenen Kosten sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keinen Energieausweis. Energieeffizienzklassen A+ bis H mit kWh pro Quadratmeter Grenzwerten

Eingaben

Energieeffizienzklasse berechnen: Endenergiebedarf, Wohnfläche und Energiepreis eingeben

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst den Endenergiebedarf in Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr, die beheizte Wohnfläche und den Energiepreis je Kilowattstunde ein. Den Endenergiebedarf entnimmst du dem Energieausweis; liegt keiner vor, kannst du ihn näherungsweise aus dem Jahresverbrauch geteilt durch die Wohnfläche ableiten.

Die Wohnfläche dient der Hochrechnung von Gesamtenergie und Kosten, der Energiepreis richtet sich nach deinem Energieträger, etwa rund 10 bis 12 Cent für Gas oder mehr für Wärmepumpenstrom.

Ein häufiger Fehler ist das Verwechseln von Endenergie und Primärenergie sowie von Bedarfs- und Verbrauchsausweis, die unterschiedlich berechnet werden.

Wer den Wert direkt aus dem Energieausweis übernimmt, erhält die zuverlässigste Einstufung; eine Ableitung aus dem Verbrauch liefert nur eine grobe, aber brauchbare Orientierung.

Achte außerdem darauf, welche Fläche im Energieausweis zugrunde liegt: Die dort genannte Gebäudenutzfläche weicht häufig von der Wohnfläche im Mietvertrag ab, weil sie über das beheizte Volumen hergeleitet wird.

Wer beide Werte vermischt, verschiebt den Bedarf je Quadratmeter und landet schnell eine Klasse zu gut oder zu schlecht.

Praxisfälle

Wofür du den Energieeffizienzklasse-Rechner brauchst: sieben typische Fälle

Jeder Fall nennt die Suchfrage, die passende Eingabe und das Ergebnis aus der echten Rechenfunktion – vom durchschnittlichen Bestandshaus bis zum Neubau nach KfW-Standard.

  1. Durchschnittliches Bestandshaus einordnen

    „Welche Energieeffizienzklasse hat ein Haus mit 100 kWh/(m²·a)?“

    Eingabe
    Endenergiebedarf 100 kWh/(m²·a), Wohnfläche 130 m², Energiepreis 12 ct/kWh
    Ergebnis
    Klasse D, rund 13.000 kWh und 1.560 € Energiekosten im Jahr
  2. Altbau vor dem Kauf prüfen

    „Ist ein Haus mit Energieeffizienzklasse G gut oder schlecht?“

    Eingabe
    Endenergiebedarf 210 kWh/(m²·a), Wohnfläche 150 m², Energiepreis 12 ct/kWh
    Ergebnis
    Klasse G, energetisch schwacher Altbau, rund 31.500 kWh und 3.780 € im Jahr
  3. Neubau nach KfW-Effizienzhaus 40 bewerten

    „Welche Energieeffizienzklasse erreicht ein KfW-Effizienzhaus 40?“

    Eingabe
    Endenergiebedarf 40 kWh/(m²·a), Wohnfläche 140 m², Energiepreis 30 ct/kWh (Wärmepumpenstrom)
    Ergebnis
    Klasse A, rund 5.600 kWh und 1.680 € im Jahr

    Wärmepumpe dimensionieren

  4. Klasse-H-Haus mit dringendem Sanierungsbedarf einschätzen

    „Wie viel kostet ein Haus mit Energieeffizienzklasse H im Jahr?“

    Eingabe
    Endenergiebedarf 260 kWh/(m²·a), Wohnfläche 150 m², Energiepreis 12 ct/kWh
    Ergebnis
    Klasse H, dringender Sanierungsbedarf, rund 39.000 kWh und 4.680 € im Jahr
  5. Eigentumswohnung einordnen

    „Gilt die Energieeffizienzklasse auch für Wohnungen?“

    Eingabe
    Endenergiebedarf 90 kWh/(m²·a), Wohnfläche 65 m², Energiepreis 12 ct/kWh
    Ergebnis
    Klasse C, rund 5.850 kWh und 702 € im Jahr
  6. Klassengrenze D/C knapp verfehlen oder erreichen

    „Wo genau liegt die Grenze zwischen Energieeffizienzklasse D und C?“

    Eingabe
    Endenergiebedarf 99 kWh/(m²·a) statt 100, Wohnfläche 130 m², Energiepreis 12 ct/kWh
    Ergebnis
    Schon 1 kWh weniger kippt die Klasse von D auf C — 12.870 kWh und 1.544 € im Jahr
  7. KfW-Effizienzhaus 55 einordnen

    „Welche Energieeffizienzklasse hat ein KfW-Effizienzhaus 55?“

    Eingabe
    Endenergiebedarf 60 kWh/(m²·a), Wohnfläche 130 m², Energiepreis 12 ct/kWh
    Ergebnis
    Klasse B, rund 7.800 kWh und 936 € im Jahr

Berechnung

Energieeffizienzklasse-Formel: GModG-Tabelle A+ bis H anwenden

Verstehe den Formelweg.

Energieeffizienzklasse Haus berechnen – Schritt für Schritt: 1. Heizenergieverbrauch (Gas, Öl oder Fernwärme) der letzten drei Jahre addieren und den Mittelwert in kWh/Jahr bilden.

2. Diesen Wert durch die beheizte Wohnfläche in m² teilen — das ergibt den Endenergiebedarf in kWh/(m²·a). 3.

Den Kennwert mit der GModG-Tabelle (vormals GEG-Tabelle) vergleichen: unter 30 = A+, unter 50 = A, unter 75 = B, unter 100 = C, unter 130 = D, unter 160 = E, unter 200 = F, unter 250 = G, ab 250 = H.

Für eine schnellere Auswertung trägst du den Kennwert direkt in den Rechner ein — er ordnet das Ergebnis automatisch ein und zeigt Jahresenergie, Kosten und Einsparpotenzial bis zur nächsten Klasse.

Die folgende Übersicht zeigt alle Energieeffizienzklassen A+ bis H nach GModG (vormals GEG 2023), den typischen Endenergiebedarf, das typische Baujahr unsanierter Gebäude und die KfW-Fördermöglichkeiten.

Die Einstufung erfolgt über feste Grenzwerte des Endenergiebedarfs nach GModG Anlage 10 (bis 29.07.2026 als GEG Anlage 10 bezeichnet, an den Zahlenwerten hat sich dabei nichts geändert): A+ unter 30, A unter 50, B unter 75, C unter 100, D unter 130, E unter 160, F unter 200, G unter 250 und H darüber, jeweils in Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr.

Der jährliche Gesamtbedarf ergibt sich aus Endenergiebedarf mal Wohnfläche, die Kosten aus Gesamtbedarf mal Energiepreis.

Beispiel: Ein Haus mit 120 kWh je Quadratmeter und Jahr und 130 Quadratmetern Wohnfläche fällt in Klasse D, benötigt rund 15.600 Kilowattstunden im Jahr und kostet bei 12 Cent je Kilowattstunde etwa 1.872 Euro.

Um Klasse C zu erreichen, müsste der Bedarf unter 100 kWh je Quadratmeter sinken, was hier rund 2.600 Kilowattstunden Einsparung bedeutet.

Weil die Klassengrenzen feste Stufen sind, entscheidet manchmal ein einziger Kilowattstundenwert je Quadratmeter über die Einstufung: Ein Gebäude mit 101 Kilowattstunden fällt noch in Klasse D, mit 99 dagegen bereits in Klasse C, obwohl der Unterschied im Verbrauch kaum spürbar ist.

Für die Planung bedeutet das, dass sich Maßnahmen dicht unterhalb einer Grenze besonders lohnen, während ein Haus tief in einer Klasse deutlich größere Einsparungen braucht, um überhaupt eine Stufe zu springen.

Die Kostenangaben sind Orientierungswerte ohne Gewähr.

Andere Kennzahl bei Neubauten: § 15 GModG verlangt für neu errichtete Wohngebäude einen Jahres-Primärenergiebedarf von höchstens 55 Prozent des Werts eines vergleichbaren Referenzgebäudes — das ist ein anderer Maßstab als der Endenergiebedarf dieses Rechners, entspricht in der Praxis aber meist Klasse A oder A+ auf der Endenergie-Skala.

Für die rechtsverbindliche Einstufung bleibt in jedem Fall der von einer berechtigten Person (Energieberater der dena-Expertenliste, Ingenieur, Architekt oder qualifizierter Handwerksmeister) ausgestellte Energieausweis maßgeblich; er gilt zehn Jahre.

Nachschlagen

Energieeffizienzklassen Gebäude nach GModG (vormals GEG): Baujahr, Primärenergiebedarf und Förderung

Welche Energieeffizienzklasse hat ein Haus nach Baujahr? Unsanierte Gebäude landen je nach Baujahr typischerweise in Klasse D bis H. Ein Haus von 1965 (ca. 180 kWh/m²·a) fällt in Klasse F, ein Neubau nach GEG 2021 (ca. 55 kWh/m²·a) in Klasse B. Trage den genauen Endenergiebedarf aus deinem Energieausweis in den Rechner ein, um die exakte Einstufung zu erhalten.

Energieeffizienzklassen Gebäude (GModG Anlage 10, vormals GEG 2023): Baujahr, Endenergiebedarf und KfW-Förderung
KlasseEndenergiebedarf (kWh/m²·a)Typisches Baujahr (unsaniert)CO₂-Ausstoß (kg/m²·a)KfW-Förderfähigkeit
A+< 30Passivhaus / ab 2015 EH40+< 7KfW EH 40 Plus: maximale Förderung
A30–50Neubau ab 2021 (KfW EH40)7–12KfW EH 40: hohe Förderung
B50–75Neubau ab 2009–2021 (EnEV 2009)12–17KfW EH 55: gute Förderung
C75–100Ca. 1995–2009 (WSchVO 95)17–22KfW EH 70: Grundförderung
D100–130Ca. 1978–1995 (WSchVO 77)22–30KfW EH 85: Einzelmaßnahmen
E130–160Ca. 1960–1978 (altgedämmt)30–37Keine Neubauförderung
F160–200Ca. 1960–1978 (unsaniert)37–46Nur Sanierungsförderung (BEG EM)
G200–250Ca. 1945–1960 (unsaniert)46–57Sanierungspflicht bei Kauf prüfen
H> 250Vor 1945 / unrenoviert> 57Sanierungspflicht empfohlen

Typisches Baujahr: Richtwerte für unsanierte Gebäude; Sanierungsmaßnahmen (Dämmung, Heizungstausch) verbessern die Klasse unabhängig vom Baujahr erheblich. Endenergiebedarf steht im Energieausweis (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis). Für Wohngebäude besteht keine individuelle Sanierungspflicht aufgrund der Klasse allein — nur einzelne Bauteile (z. B. oberste Geschossdecke, alte Heizkessel) unterliegen je nach GModG-Paragraf einer Nachrüstpflicht. Quelle: GModG (vormals GEG 2023) Anlage 10, KfW-Merkblätter BEG. CO₂-Werte: Schätzwerte bei Erdgas-Basis.

Energieausweis-Kosten: Verbrauchsausweis, Bedarfsausweis und Energieberatung im Vergleich

Was kostet ein Energieausweis? Die Kosten hängen von der Ausweisart und der Gebäudegröße ab. Ein Verbrauchsausweis ist am günstigsten, aber am wenigsten aussagekräftig; ein Bedarfsausweis oder eine Energieberatung mit Sanierungsfahrplan kosten mehr, liefern dafür einen belastbareren Endenergiebedarf für diesen Rechner.

Energieausweis-Kosten nach Ausweisart und Gebäudetyp (ADAC, Stand 2026)
AusweisartEinfamilienhausMehrfamilienhausAussagekraft
Verbrauchsausweis50–120 €ca. 70–200 €Beruht auf den Heizkostenabrechnungen der letzten 3 Jahre – abhängig vom Nutzerverhalten, für Neubauten und sanierte Altbauten ausreichend
Bedarfsausweis300–500 €ca. 300–1.500 €Beruht auf einer technischen Analyse von Dämmung, Fenstern und Heizung – unabhängig vom Nutzerverhalten; für Gebäude mit weniger als 5 Wohnungen vor 1977 ohne Sanierung in der Regel vorgeschrieben
Energieberatung mit Sanierungsfahrplan (iSFP)300–800 €500–1.500 €Individuelle Vor-Ort-Analyse inkl. Sanierungsfahrplan – oft Voraussetzung für eine erhöhte BEG-Förderung

Marktrichtwerte ohne Gewähr, abhängig von Anbieter, Gebäudegröße und Region. Quelle: ADAC, Stand 2026. Ein ausgestellter Energieausweis ist zehn Jahre gültig; der Endenergiebedarf daraus lässt sich direkt in diesen Rechner eintragen.

Ausblick

Was ändert sich 2027 bei der Energieeffizienzklasse?

Was sich zum Jahres- oder Periodenwechsel ändert – mit Datumsstempel und Herkunft.

  • Das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) heißt seit dem 29.07.2026 amtlich Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG); die Klassengrenzen der Anlage 10 (A+ bis H) sind von der Umbenennung unberührt und bleiben unverändert.
  • Voraussichtlich ab Ende Januar 2027 löst eine neue, EU-weit einheitliche Energieausweis-Skala von A bis G (7 statt bisher 9 Klassen) die heutige A+-bis-H-Skala schrittweise ab; die genauen neuen Klassengrenzen in kWh/(m²·a) sind noch nicht amtlich veröffentlicht (Entwurfsstand, kann sich noch ändern).
  • Bereits ausgestellte Energieausweise mit der bisherigen A+-bis-H-Einstufung bleiben für ihre reguläre Gültigkeit von zehn Jahren gültig; ein Umtausch ist nicht vorgeschrieben.
  • Für selbstgenutzte und vermietete Wohngebäude bleibt es auch nach der GModG-Reform bei keiner individuellen Sanierungspflicht aufgrund der Energieeffizienzklasse: Deutschland muss laut EU-Gebäuderichtlinie nur den durchschnittlichen Primärenergieverbrauch des gesamten Wohngebäudebestands bis 2030 um 16 Prozent senken (Basis 2020), nicht jedes einzelne Haus.

Stand: 26.09.2026 · Quelle: gesetze-im-internet.de (GModG, Stand 26.09.2026) sowie Berichterstattung zur EPBD-Umsetzung in Deutschland

Expertenmodus

Häufige Fragen zur Energieeffizienzklasse

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Welche Energieeffizienzklassen gibt es beim Haus?

Beim Gebäude gibt es nach Anlage 10 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG, bis 29.07.2026 als Gebäudeenergiegesetz/GEG bekannt) neun Effizienzklassen von A+ als bester bis H als schlechtester Klasse, analog zur bekannten Skala bei Haushaltsgeräten.

Maßgeblich ist der Endenergiebedarf in Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr. Die Grenzen lauten: A+ unter 30, A unter 50, B unter 75, C unter 100, D unter 130, E unter 160, F unter 200, G unter 250 und H ab 250.

Ein Neubau oder gut saniertes Haus erreicht meist A oder B, ein durchschnittlicher Bestand liegt in Klasse D, und unsanierte Altbauten landen häufig in F, G oder H.

Der Rechner ordnet deinen eingegebenen Bedarf automatisch der passenden Klasse zu und nennt zusätzlich eine kurze Einordnung, was die Klasse über den energetischen Zustand des Gebäudes aussagt.

Ein Wechsel von Klasse D zu C bedeutet konkret, den Endenergiebedarf auf unter 100 kWh/(m²·a) zu senken — abhängig vom Ausgangswert typischerweise 15 bis 31 kWh/(m²·a) Einsparung.

Trage deinen Wert direkt ein, um die genaue Klasse zu sehen; für rechtsverbindliche Angaben bleibt der ausgestellte Energieausweis maßgeblich.

Was kostet ein Energieausweis für ein Haus?

Ein Verbrauchsausweis für ein Einfamilienhaus kostet meist 50 bis 120 Euro, weil er nur die Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre auswertet.

Ein Bedarfsausweis ist mit rund 300 bis 500 Euro deutlich teurer, weil dafür Dämmung, Fenster und Heizung technisch bewertet werden — dafür ist er unabhängig vom Nutzerverhalten und aussagekräftiger.

Für unsanierte Gebäude mit weniger als fünf Wohnungen, die vor 1977 errichtet wurden, schreibt das GModG in der Regel den Bedarfsausweis vor.

Wer zusätzlich eine Energieberatung mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) für eine erhöhte BEG-Förderung möchte, zahlt für die Vor-Ort-Analyse meist 300 bis 800 Euro.

Trage den im Ausweis ausgewiesenen Endenergiebedarf direkt in diesen Rechner ein, um Klasse, Jahresenergie und Kosten sofort zu sehen, statt selbst zu rechnen.

Ein einmal ausgestellter Ausweis gilt zehn Jahre und muss erst beim nächsten Verkauf oder einer Neuvermietung erneuert werden (Quelle: ADAC, Stand 2026).

Wo finde ich den Endenergiebedarf meines Hauses?

Der Endenergiebedarf steht im Energieausweis des Gebäudes, der bei Verkauf oder Neuvermietung Pflicht ist. Dort ist er als Kennwert in Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr ausgewiesen, häufig zusammen mit der farbigen Effizienzskala.

Den Energieausweis bekommst du beim Eigentümer, der Hausverwaltung oder beim Makler — er muss bei einer Besichtigung vorgelegt werden.

Liegt kein Energieausweis vor, kannst du den Wert grob abschätzen, indem du den jährlichen Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser in Kilowattstunden durch die beheizte Wohnfläche teilst.

Bei einem Verbrauch von 18.000 Kilowattstunden und 150 Quadratmetern ergibt das etwa 120 Kilowattstunden je Quadratmeter.

Diese Ableitung ist nur eine Näherung, weil der offizielle Bedarfsausweis ein genormtes Rechenverfahren nutzt und nicht den tatsächlichen, vom Nutzerverhalten abhängigen Verbrauch.

Steht kein Ausweis zur Verfügung, hilft ein Energieberater weiter, der den Bedarf inklusive Sanierungsfahrplan für rund 300 bis 800 Euro ermittelt. Für eine erste Einordnung im Rechner reicht der abgeleitete Wert aber gut aus.

Was ist der Unterschied zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis?

Der Bedarfsausweis beruht auf einer technischen Analyse des Gebäudes: Dämmung, Fenster, Heizung und Bauweise werden bewertet und in einen genormten Energiebedarf umgerechnet, der unabhängig vom Nutzerverhalten ist.

Der Verbrauchsausweis dagegen stützt sich auf die tatsächlichen Verbrauchsabrechnungen der vergangenen drei Jahre und hängt damit stark davon ab, wie warm und wie viel geheizt wurde.

Beide Ausweisarten führen zu einer Effizienzklasse, sind aber nicht direkt vergleichbar, weil ein sparsamer Haushalt in einem schlechten Gebäude einen günstigen Verbrauchswert erzeugen kann.

Der Rechner arbeitet mit dem von dir eingegebenen Kennwert und unterscheidet nicht zwischen den Verfahren.

Für Gebäude mit weniger als fünf Wohnungen, die vor 1977 gebaut und seither nicht auf den Stand der Wärmeschutzverordnung 1977 saniert wurden, ist bei einem Eigentümerwechsel in der Regel der Bedarfsausweis vorgeschrieben.

Der Kostenunterschied ist erheblich: Ein Verbrauchsausweis kostet meist 50 bis 120 Euro, ein Bedarfsausweis dagegen 300 bis 500 Euro (Quelle: ADAC).

Für eine belastbare, rechtsverbindliche Einstufung ist stets der von einer berechtigten Person erstellte Energieausweis maßgeblich.

Wie viel Energie und Kosten verursacht meine Klasse pro Jahr?

Der Rechner rechnet aus deinem Endenergiebedarf je Quadratmeter, der Wohnfläche und dem Energiepreis den jährlichen Gesamtbedarf und die ungefähren Energiekosten hoch.

Ein Haus der Klasse D mit 100 Kilowattstunden je Quadratmeter und 130 Quadratmetern benötigt zum Beispiel rund 13.000 Kilowattstunden pro Jahr; bei 12 Cent je Kilowattstunde sind das etwa 1.560 Euro.

Ein Altbau der Klasse G mit 210 Kilowattstunden je Quadratmeter und 150 Quadratmetern kommt dagegen auf rund 31.500 Kilowattstunden und bei demselben Preis auf etwa 3.780 Euro im Jahr.

So wird der finanzielle Unterschied zwischen den Klassen unmittelbar greifbar.

Beachte, dass der tatsächliche Betrag von Energiepreis, Heizverhalten und Wirkungsgrad der Anlage abhängt; der Rechner liefert eine fundierte Schätzung zur Einordnung, keine centgenaue Abrechnung.

Bei 12 Cent je Kilowattstunde und 130 Quadratmetern Wohnfläche entspricht der Unterschied zwischen Klasse C (knapp unter 100 kWh) und Klasse F (190 kWh) etwa 1.400 Euro jährlicher Mehrkosten.

Gib deinen aktuellen Gaspreis oder Strompreis direkt im Rechner ein, um eine noch genauere Kostenschätzung zu erhalten.

Wie komme ich in eine bessere Effizienzklasse?

Um eine Klasse besser zu werden, muss der Endenergiebedarf unter die jeweils nächstniedrigere Grenze sinken. Der Rechner zeigt dir genau, welcher Wert dafür nötig ist und wie viele Kilowattstunden Einsparung das bei deiner Wohnfläche bedeutet.

Wirksame Maßnahmen sind die Dämmung von Fassade, Dach und Kellerdecke, der Austausch alter Fenster, eine effizientere Heizung wie eine Wärmepumpe sowie die Nutzung erneuerbarer Energien.

Oft ist ein Bündel mehrerer Schritte nötig, um zwei oder mehr Klassen zu springen, während eine einzelne Maßnahme häufig nur für eine Klasse reicht.

Plane die Reihenfolge sinnvoll, etwa zuerst die Gebäudehülle und dann die Heiztechnik, damit die neue Anlage passend dimensioniert werden kann.

So senkst du Verbrauch und Kosten dauerhaft und verbesserst zugleich Förderfähigkeit und Wert der Immobilie.

Die BAFA-Förderung für eine Wärmepumpe oder eine Fassadendämmung kann je nach Maßnahme zwischen 15 und 35 Prozent der Investitionskosten abdecken, für Niedrigeinkommensbezieher zusätzlich ein Einkommensbonus von 30 Prozent.

Trage dein Zielszenario direkt in den Rechner ein, um den Effekt vorab zu prüfen.

Welche Energieeffizienzklasse müssen Neubauten haben?

Für Neubauten gilt kein direkter Klassenbuchstabe, sondern § 15 GModG schreibt einen Jahres-Primärenergiebedarf von höchstens 55 Prozent des Werts eines vergleichbaren Referenzgebäudes vor — ein anderer Maßstab als der Endenergiebedarf, den dieser Rechner verwendet.

In der Praxis erreichen GModG-konforme Neubauten mit dieser Primärenergie-Grenze auf der Endenergie-Skala aus Anlage 10 aber meist Klasse A oder A+, oft entsprechend einem KfW-Effizienzhaus 55 oder besser.

Ein Neubau mit 40 kWh/(m²·a) Endenergiebedarf und 140 Quadratmetern Wohnfläche fällt im Rechner beispielsweise in Klasse A und kommt auf rund 5.600 Kilowattstunden im Jahr.

Weil Primär- und Endenergiebedarf unterschiedliche Verfahren sind, ersetzt dieser Rechner keinen offiziellen Neubau-Nachweis nach GModG; er ordnet nur den bereits ermittelten Endenergiebedarf ein.

Für die verbindliche Nachweisführung braucht es eine Energieberatung oder einen Bauplaner, der die Primärenergiebilanz gegen das konkrete Referenzgebäude rechnet.

Müssen Häuser mit Energieeffizienzklasse G oder H bis 2030 saniert werden?

Nein, für selbstgenutzte oder vermietete Wohngebäude gibt es keine individuelle Sanierungspflicht allein aufgrund der Energieeffizienzklasse.

Die EU-Gebäuderichtlinie verlangt von Deutschland stattdessen nur, den durchschnittlichen Primärenergieverbrauch des gesamten Wohngebäudebestands bis 2030 um 16 Prozent und bis 2035 um 20 bis 22 Prozent zu senken (Basis 2020) — das ist ein Ziel für den gesamten Bestand, kein Zwang für den einzelnen Eigentümer.

Anders sieht es bei Nichtwohngebäuden aus: Dort schreibt das GModG ab dem 1. Januar 2030 vor, dass der Primärenergiebedarf höchstens das 3,50-fache des Referenzgebäudewerts erreichen darf (ab 2033 das 2,95-fache).

Für dein Wohnhaus bestehen weiterhin nur bauteilbezogene Nachrüstpflichten, etwa für die Dämmung der obersten Geschossdecke oder den Austausch sehr alter Heizkessel, die typischerweise beim Eigentümerwechsel greifen.

Prüfe im Rechner trotzdem, wie viel eine Sanierung an Kosten sparen würde — das lohnt sich unabhängig von einer Pflicht meist deutlich.

Was ändert sich 2027 bei der Energieeffizienzklasse?

Voraussichtlich ab Ende Januar 2027 löst eine neue, EU-weit einheitliche Energieausweis-Skala von A bis G (7 statt bisher 9 Klassen) die heutige A+-bis-H-Skala aus Anlage 10 schrittweise ab; die genauen neuen Klassengrenzen in kWh/(m²·a) sind Stand September 2026 noch nicht amtlich veröffentlicht.

Bereits ausgestellte Energieausweise mit der bisherigen A+-bis-H-Einstufung bleiben für ihre reguläre Gültigkeit von zehn Jahren unverändert gültig, ein Umtausch ist nicht vorgeschrieben.

Vorausgegangen ist die Umbenennung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) in Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) zum 29. Juli 2026, wobei die heute in diesem Rechner verwendeten Klassengrenzen A+ bis H unverändert blieben.

Bis zur neuen Skala rechnet dieser Rechner weiter mit den neun bekannten Klassen aus Anlage 10. Sobald die neuen A-bis-G-Grenzwerte amtlich vorliegen, wird dieser Abschnitt aktualisiert — plane bis dahin mit der aktuellen neunstufigen Einteilung.

Welche Energieeffizienzklasse hat ein Haus nach Baujahr?

Als grobe Orientierung ohne Energieausweis gelten folgende Richtwerte für unsanierte Gebäude: Vor 1945 gebaute Häuser erreichen oft nur Klasse H mit mehr als 250 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr.

Gebäude aus den Jahren 1945 bis 1960 landen meist in Klasse G (200 bis 250), Bauten von 1960 bis 1978 in Klasse F bis G (160 bis 200). Häuser aus der Zeit von 1978 bis 1995 kommen mit der ersten Wärmeschutzverordnung auf Klasse D bis F (100 bis 160).

Gebäude von 1995 bis 2009 erreichen dank der Wärmeschutzverordnung von 1995 und der frühen Energieeinsparverordnung oft Klasse C bis D (75 bis 130).

Neubauten ab 2009 gemäß EnEV 2009 liegen meist in Klasse B bis C (50 bis 100), Neubauten ab 2021 nach dem heutigen GModG (damals noch GEG) in Klasse A bis B unter 75 Kilowattstunden.

Diese Werte gelten für den unsanierten Zustand — eine nachträgliche Dämmung oder ein Heizungstausch kann das Gebäude mehrere Klassen verbessern.

Trage den Endenergiebedarf aus deinem Energieausweis oder einer Verbrauchsabschätzung in den Rechner ein, um die genaue Klasse zu erhalten.

Hinweise

Energieeffizienzklasse verbessern: Von Klasse H bis A+

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Energieeffizienzklasse H – was bedeutet das? Klasse H gilt für Gebäude mit mehr als 250 kWh/(m²·a) Endenergiebedarf — meist unsanierte Altbauten vor 1945. Bei 150 m² Wohnfläche und 10 ct/kWh bedeutet das rund 4.000 Euro Heizkosten pro Jahr (zum Vergleich: Klasse B nur etwa 1.100 Euro).

Wer ein Haus der Klasse H kauft, sollte die Sanierungskosten (Fassade, Dach, Heizung) einkalkulieren — eine allgemeine Pflicht, ein selbstgenutztes Wohnhaus allein wegen seiner Klasse zu sanieren, gibt es nach dem GModG (vormals GEG) zwar nicht, wohl aber bauteilbezogene Nachrüstpflichten (etwa oberste Geschossdecke oder alte Heizkessel), die bei einem Eigentümerwechsel greifen können.

Der Rechner zeigt, wie viele kWh Einsparung nötig sind, um von H auf G zu kommen, und wie groß der Kostenunterschied wäre. Nutze den Rechner, um den Effekt von Sanierungsschritten greifbar zu machen.

Wenn du 120 kWh je Quadratmeter, 130 Quadratmeter Wohnfläche und 12 Cent eingibst, zeigt das Ergebnis Klasse D, rund 15.600 Kilowattstunden und etwa 1.872 Euro pro Jahr.

Prüfe dann, wie viel Bedarf der Sprung in die nächstbessere Klasse erfordert: Der Rechner weist aus, dass für Klasse C ein Wert unter 100 kWh je Quadratmeter nötig ist, also rund 2.600 Kilowattstunden Einsparung.

So erkennst du, ob eine einzelne Maßnahme wie eine neue Heizung oder eine Dämmung reicht, um eine Klasse besser zu werden. Aktuelle Informationen zur Förderung energetischer Sanierung gibt die Deutsche Energie-Agentur.

Da die Effizienzklasse zunehmend Förderfähigkeit und Immobilienwert beeinflusst, lohnt es sich, gezielt auf die nächste Klassengrenze hinzuarbeiten.

Sinnvoll ist auch die umgekehrte Frage: Welcher Endenergiebedarf ist überhaupt erreichbar, ohne die Gebäudehülle komplett zu erneuern?

Trage dazu einen Zielwert ein, der einer realistischen Kombination aus Dach- und Kellerdämmung sowie neuer Heiztechnik entspricht, und vergleiche das Ergebnis mit dem Ausgangswert.

So trennst du gut begründete Schritte von Maßnahmenlisten, die rechnerisch zwar eine Klasse besser wirken, in der Praxis aber am Aufwand scheitern. Gebäudetypen: Neubau Klasse A, Teilsaniert D, Altbau G

Anwendung

Energieeffizienzklasse beim Hauskauf einschätzen: Beispiel Altbau

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Herr Vogt erwägt den Kauf eines Altbaus und will den energetischen Zustand einschätzen. Im Energieausweis steht ein Endenergiebedarf von 210 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr, die Wohnfläche beträgt 150 Quadratmeter.

Er gibt diese Werte zusammen mit einem Energiepreis von 11 Cent in den Rechner ein. Das Ergebnis: Klasse G, also energetisch schwacher Altbau, mit rund 31.500 Kilowattstunden Jahresbedarf und etwa 3.465 Euro Energiekosten pro Jahr.

Der Rechner zeigt zudem, dass für die nächstbessere Klasse F ein Wert unter 200 kWh je Quadratmeter nötig ist, was rund 1.500 Kilowattstunden Einsparung bedeutet.

Herr Vogt erkennt, dass deutlich umfassendere Maßnahmen wie Dämmung und Heizungstausch nötig sind, um mehrere Klassen zu springen, und kalkuliert die Sanierungskosten in seine Kaufentscheidung ein.

Um die Kaufverhandlung zu untermauern, rechnet Herr Vogt zusätzlich ein Szenario mit gedämmter Fassade und neuer Heizung durch und trägt einen Endenergiebedarf von 120 Kilowattstunden je Quadratmeter ein.

Das Ergebnis fällt auf Klasse D mit rund 18.000 Kilowattstunden und etwa 1.980 Euro im Jahr, also fast 1.500 Euro weniger als im Ist-Zustand.

Diese Differenz stellt er den geschätzten Sanierungskosten gegenüber und erkennt, dass sich die Investition erst über einen langen Zeitraum trägt – ein Argument, das er in die Preisverhandlung einbringt.

Die Werte sind Orientierungswerte ohne Gewähr. Altbau Klasse G: 210 kWh, 3.465 Euro Jahreskosten, umfassende Sanierung nötig

Fallstricke

Häufige Fehler bei der Energieeffizienzklasse-Berechnung

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Endenergie und Primärenergie durcheinanderzubringen, ist der mit Abstand häufigste Fehler. Die Effizienzklasse des Energieausweises bezieht sich auf den Endenergiebedarf, während der Primärenergiebedarf zusätzlich vorgelagerte Verluste und den Energieträger bewertet.

Ebenso werden Bedarfs- und Verbrauchsausweis verwechselt, obwohl sie auf unterschiedlichen Verfahren beruhen und nicht direkt vergleichbar sind.

Ein weiterer Fehler ist das Heranziehen eines einzelnen milden oder strengen Winters als Maßstab, was den Verbrauch verzerrt.

Auch die Annahme, eine bessere Klasse spare automatisch proportional Kosten, greift zu kurz, weil Energiepreis und Heizverhalten mitspielen.

Der Rechner liefert eine fundierte Orientierung; die rechtsverbindliche Einstufung erfolgt ausschließlich über einen Energieausweis, der von einer dazu berechtigten Person ausgestellt wird.

Unterschätzt wird zudem, dass die Effizienzklasse nichts über die Heizkosten des Vormieters aussagt, sondern über den bilanzierten Bedarf des Gebäudes.

Wer eine Wohnung nach der Klasse auswählt, aber die Art der Heizung, die Abrechnungsumlage und den Zustand der Fenster ignoriert, wird von der ersten Nebenkostenabrechnung trotzdem überrascht.

Ebenfalls verbreitet ist die Vorstellung, eine einzelne Maßnahme wie neue Fenster hebe das Haus automatisch eine Stufe höher – meist verschieben erst mehrere aufeinander abgestimmte Schritte den Bedarf über eine Klassengrenze.

Eine Eigenheit zeigt der Rechner genau auf einer Klassengrenze: Trägst du exakt 100 Kilowattstunden je Quadratmeter ein, bleibt das Haus in Klasse D, als nächstbessere Stufe nennt der Rechner „Klasse C: unter 100 kWh/(m²·a)“ — und weist zugleich null Kilowattstunden Einsparpotenzial aus.

Arithmetisch ist das korrekt, denn die Differenz zwischen 100 und 100 ist null; praktisch fehlt zur besseren Klasse aber trotzdem noch ein Rest. Lies den Wert an dieser Stelle also nicht als „Klasse C ohne Aufwand erreichbar“.

Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr.

Nächster Schritt

Energieeffizienzklasse Haus: Ergebnis einordnen und nächste Schritte

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Energieeffizienzklasse-Rechner ordnet ein Gebäude anhand des Endenergiebedarfs einer Klasse von A+ bis H nach GModG (vormals GEG) zu und zeigt Jahresenergie, Kosten und die Einsparung bis zur nächstbesseren Klasse.

Prüfe, welche Sanierungsmaßnahme den Bedarf unter die nächste Klassengrenze drückt, und verknüpfe das Ergebnis mit Dämmungs- und Heizkostenrechner für eine fundierte Planung.

Um die Effizienzklasse gezielt zu verbessern, hilft im nächsten Schritt der Dämmungs-Spar-Rechner, der Einsparpotenziale durch bessere Dämmung beziffert.

Behalte im Blick, dass die Einstufung eine Momentaufnahme des rechnerischen Bedarfs ist: Sie bewertet die Gebäudehülle und die Anlagentechnik, nicht den individuellen Heizstil.

Für Kauf, Verkauf oder Sanierungsplanung liefert sie eine belastbare Vergleichsbasis, für die verbindliche Bewertung bleibt der ausgestellte Energieausweis maßgeblich.

Beachte dabei, wie schmal die Datenbasis dieses Rechners ist: Er kennt genau drei Angaben — Endenergiebedarf, Wohnfläche und Energiepreis. Baujahr, Heizsystem, Dämmstandard und Fensterqualität fragt er überhaupt nicht ab.

Er ordnet damit eine einzige Kennzahl auf einer Skala ein und kann deshalb weder beantworten, warum ein Haus in seiner Klasse landet, noch welche Maßnahme es herausholen würde. Für diese Fragen brauchst du die Betrachtung der einzelnen Bauteile.

Alle Kosten- und Energieangaben sind Orientierungswerte ohne Gewähr. Welches von zwei konkreten Geräten langfristig günstiger ist, zeigt der Energielabel-Vergleichsrechner im direkten Kosten- und Break-Even-Vergleich.

Vertiefung

Energieeffizienzklasse-Beispiele: Von Neubau bis Altbau

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Energieeffizienzklasse D, geschätzte Energiekosten rund 1.440 EUR/Jahr (12.000 kWh)

Wie effizient ist ein 120-m²-Haus mit Standardverbrauch?

Endenergiebedarf
100 kWh/(m²·a)
Wohnfläche
120 m²
Energiepreis
12 ct/kWh

Beispiel 2 · Mittel · Energieeffizienzklasse D, geschätzte Energiekosten rund 900 EUR/Jahr (7.500 kWh)

Wie effizient ist ein 75-m²-Haus mit Standardverbrauch?

Endenergiebedarf
100 kWh/(m²·a)
Wohnfläche
75 m²
Energiepreis
12 ct/kWh

Beispiel 3 · Komplex · Energieeffizienzklasse F, geschätzte Energiekosten rund 3.360 EUR/Jahr (24.000 kWh)

Unsanierter Altbau mit hohem Energiebedarf

Endenergiebedarf
160 kWh/(m²·a)
Wohnfläche
150 m²
Energiepreis
14 ct/kWh

Beispiel 4 · Komplex · Energieeffizienzklasse A, geschätzte Energiekosten rund 1.680 EUR/Jahr (5.600 kWh)

Neubau nach KfW-Effizienzhaus-40-Standard

Endenergiebedarf
40 kWh/(m²·a)
Wohnfläche
140 m²
Energiepreis
30 ct/kWh

Beispiel 5 · Komplex · Energieeffizienzklasse H, geschätzte Energiekosten rund 4.680 EUR/Jahr (39.000 kWh)

Sehr schwacher Altbau mit dringendem Sanierungsbedarf

Endenergiebedarf
260 kWh/(m²·a)
Wohnfläche
150 m²
Energiepreis
12 ct/kWh

Beispiel 6 · Komplex · Energieeffizienzklasse C, geschätzte Energiekosten rund 702 EUR/Jahr (5.850 kWh)

Eigentumswohnung mit moderatem Bedarf

Endenergiebedarf
90 kWh/(m²·a)
Wohnfläche
65 m²
Energiepreis
12 ct/kWh

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

Solar-Warmwasser-RechnerErtrag und Amortisation einer Solarthermie-Anlage für Warmwasserbereitung.Kellerdecke dämmen KostenKellerdecke dämmen Kosten berechnen: Fläche, Dämmstoff und Stärke eingeben – Gesamtkosten, BEG-Förderung, Heizkosten-Ersparnis und Amortisation sofort ermitteln.Wärmepumpe Dimensionierung RechnerWärmepumpe dimensionieren: Benötigte Leistung in kW aus Wohnfläche, Baualtersklasse, Vorlauftemperatur und Wärmequelle berechnen — mit JAZ und Stromkosten-Prognose.Fassadendämmung KostenFassadendämmung Kosten berechnen: Dämmsystem, Fläche und Stärke eingeben – Gesamtkosten, U-Wert, BEG-Förderung und Amortisation kostenlos und sofort ermitteln.Geschossdecke dämmen KostenOberste Geschossdecke dämmen Kosten berechnen: Fläche, Ausführung und Dämmstoff eingeben – Kosten, GModG-Nachrüstpflicht, BEG-Förderung und Amortisation kostenlos und sofort ermitteln.LED-EinsparrechnerStrom- und Geldersparnis durch Umstieg von Glühbirne, Halogen oder Energiesparlampe auf LED. Amortisationszeit und CO₂-Einsparung – viele Haushalte haben noch alte Leuchtmittel.Haushaltsgeräte-VerbrauchsvergleichStromverbrauch und Betriebskosten alt vs. neu vergleichen. Zeigt, ob sich die Neuanschaffung lohnt und wann die Investition amortisiert ist – für Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner und mehr.Trockner-Stromkosten-RechnerStromkosten des Wäschetrockners je Trocknung, Monat und Jahr aus Trocknertyp, Energielabel-Klasse und Strompreis berechnen – mit Trocknertyp-Vergleich und Amortisationsrechnung für den Umstieg auf einen Wärmepumpentrockner.Kühlschrank-KostenvergleichSpezialisierter Vergleich für Kühlgeräte: Dauerläufer mit großem Stromanteil. Berücksichtigt Gerätetyp, Baujahr, Abtauen und Nutzvolumen – genauer Vergleich alt vs. neu.Warmwasser-KostenrechnerJährliche Kosten für Warmwasserbereitung. Vergleicht Durchlauferhitzer, Boiler, Gas, Wärmepumpe und Solar – zeigt Einfluss von Dusche vs. Bad.Ventilator-Stromkosten-RechnerStromkosten und -verbrauch eines Ventilators pro Tag, Monat und Sommer aus Leistung, Laufzeit und Strompreis. Mit Kostenvergleich der Ventilatortypen.Klimaanlage-Stromkosten-RechnerStromkosten und -verbrauch einer Klimaanlage pro Tag, Monat und Sommer aus Leistung, Laufzeit und Strompreis. Mit Gerätevergleich und Ventilator-Gegenüberstellung.Sauna-Stromkosten-RechnerStromkosten einer Heimsauna aus Ofenleistung, Aufheizzeit und Haltetaktung berechnen. Mit Infrarotkabinen-Vergleich und Break-even gegenüber dem Eintritt einer öffentlichen Sauna.Whirlpool-Stromkosten-RechnerStromkosten eines Whirlpools aus Aufheizen, Halten und Nutzung berechnen – pro Monat und Jahr, getrennt nach Sommer und Winter, mit Isolierungs- und Abdeckungsvergleich.U-Wert-RechnerU-Wert von Wand, Dach oder Boden aus den Bauteil-Schichten mit Dicke und λ berechnen: Wärmedurchgangskoeffizient, R-Wert und Abgleich mit dem GModG-Höchstwert.

Weiternutzung

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  • Drei Häuser im Vergleich: Neubau mit Klasse A unter 50 kWh, teilsaniertes Haus mit Klasse D bei 120 kWh und unsanierter Altbau mit Klasse G bei 210 kWh pro Quadratmeter und Jahr.

    Gebäudetypen und Effizienzklassen

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           alt="Drei Häuser im Vergleich: Neubau mit Klasse A unter 50 kWh, teilsaniertes Haus mit Klasse D bei 120 kWh und unsanierter Altbau mit Klasse G bei 210 kWh pro Quadratmeter und Jahr."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/energieeffizienzklasse-haus">Gebäudetypen und Effizienzklassen auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/energieeffizienzklasse-haus
  • Altbau mit 210 kWh pro Quadratmeter fällt in Klasse G mit 31.500 kWh Jahresbedarf und 3.465 Euro Energiekosten. Nächste Klasse F ab unter 200 kWh.

    Praxisbeispiel: Energieeffizienzklasse Herr Vogt

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           alt="Altbau mit 210 kWh pro Quadratmeter fällt in Klasse G mit 31.500 kWh Jahresbedarf und 3.465 Euro Energiekosten. Nächste Klasse F ab unter 200 kWh."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/energieeffizienzklasse-haus">Praxisbeispiel: Energieeffizienzklasse Herr Vogt auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/energieeffizienzklasse-haus
  • Farbskala der Energieeffizienzklassen von A+ (dunkelgrün, unter 30 kWh) bis H (dunkelrot, über 250 kWh) mit allen Grenzwerten in kWh pro Quadratmeter und Jahr.

    Energieeffizienzklassen A+ bis H

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           alt="Farbskala der Energieeffizienzklassen von A+ (dunkelgrün, unter 30 kWh) bis H (dunkelrot, über 250 kWh) mit allen Grenzwerten in kWh pro Quadratmeter und Jahr."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/energieeffizienzklasse-haus">Energieeffizienzklassen A+ bis H auf Rechner-Portal</a></p>

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/energieeffizienzklasse-haus
  • Infografik: Energieeffizienzklassen: Wohngebäude nach GModG, EFFIZIENZKLASSE — ENDENERGIEBEDARF (kWh/m²a), ≤ 30 kWh/m²a, Passivhaus, KfW 40+, ≤ 50, KfW 55, Neubau gut, ≤ 75, Neubau Standard

    Energieeffizienzklasse Haus Klassen

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           alt="Infografik: Energieeffizienzklassen: Wohngebäude nach GModG, EFFIZIENZKLASSE — ENDENERGIEBEDARF (kWh/m²a), ≤ 30 kWh/m²a, Passivhaus, KfW 40+, ≤ 50, KfW 55, Neubau gut, ≤ 75, Neubau Standard"
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/energieeffizienzklasse-haus">Energieeffizienzklasse Haus Klassen auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Infografik: Energieeffizienz verbessern: Maßnahmen und Kosten, SANIERUNGSPFAD: KLASSE F → B (EFH 150 m²), F (200), E (150), D (120), C (90), B (70), Verbrauch: 200 → 70 kWh/m²a (−65 %). Heizkosten: 2.700 → 945 €/a (Gas)

    Energieeffizienzklasse Haus Sanierung

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           alt="Infografik: Energieeffizienz verbessern: Maßnahmen und Kosten, SANIERUNGSPFAD: KLASSE F → B (EFH 150 m²), F (200), E (150), D (120), C (90), B (70), Verbrauch: 200 → 70 kWh/m²a (−65 %). Heizkosten: 2.700 → 945 €/a (Gas)"
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/energieeffizienzklasse-haus">Energieeffizienzklasse Haus Sanierung auf Rechner-Portal</a></p>

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Einstufung folgt den Klassengrenzen der GModG-Anlage 10 (vormals GEG-Anlage 10) für den Endenergiebedarf. Der offizielle Energieausweis kann je nach Bewertungsverfahren (Bedarf oder Verbrauch) abweichen. Ab voraussichtlich Ende Januar 2027 löst eine neue, EU-weit einheitliche A-bis-G-Skala die bisherige A+-bis-H-Skala schrittweise ab (siehe Ausblick-Abschnitt).

Quelle: GModG Anlage 10 (vormals GEG); ADAC; dena; Umweltbundesamt

Stand: 2026-09-26

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
26. September 2026
Fachbereich
Energie / Energieeffizienz
Formeln basieren auf
Klassengrenzen des Endenergiebedarfs nach GModG Anlage 10 (vormals GEG)
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Energieeffizienzklasse-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/energieeffizienzklasse-haus

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Energieeffizienzklasse-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/energieeffizienzklasse-haus

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