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3D-Druck-Kosten berechnen: Material, Strom und Druckzeit

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Schichthöhe
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Kurzantwort

Der Rechner schätzt Material-, Strom- und Gesamtkosten für einen FDM-3D-Druck. Eingabe: Objektvolumen, Fülldichte, Material, Schichthöhe, Geschwindigkeit. Der Schalenanteil (25 %) und die Düsenbreite (0,4 mm) sind als Standardwerte hinterlegt.

Berechne Materialverbrauch, Filamentkosten, Stromkosten und Druckzeit für deinen 3D-Druck...

Kilian AchatzGründer & Fachredakteur
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Sept. 2026)Stand:

Überblick

Was ist der 3D-Druck-Kostenrechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wie viel kostet ein 3D-Druck wirklich? Die Antwort hängt von vier Größen ab: Objektvolumen, Fülldichte (Infill), Filament-Material und Druckzeit.

Der 3D-Druck-Rechner verbindet diese Eingaben zu einer Kostenschätzung für FDM-Druck – die mit Abstand verbreitetste Drucktechnologie für Heimanwender und Maker.

Der Rechner gibt sechs Ergebnisse auf einmal aus: Materialgewicht in Gramm, Materialkosten in Euro, Filamentlänge in Zentimetern (wie viel von der Spule gebraucht wird), geschätzte Druckzeit in Stunden, Stromkosten und die Gesamtkosten als Summe aus Material und Strom.

Zusätzlich zeigt er den effektiven Füllgrad – den tatsächlichen Materialanteil im fertigen Objekt.

Ein typisches Beispiel: Ein 100-cm³-Objekt in PLA mit 20 % Infill verbraucht 49,6 g Material (rund 16,6 Meter Filament) und kostet etwa 1,22 € an Material und Strom. Nylon oder TPU können bei gleicher Geometrie das Dreifache kosten.

Der Rechner ersetzt keinen Slicer, liefert aber eine verlässliche Vorabschätzung, bevor überhaupt eine STL-Datei geöffnet wird.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Der Rechner benötigt acht Eingaben. Die wichtigste ist das Objektvolumen in Kubikzentimetern – den Wert findest du im Slicer (PrusaSlicer, Cura, Bambu Studio unter „Objektstatistik“) oder rechnest ihn für einfache Formen als Länge × Breite × Höhe.

Die Fülldichte (Infill) steuert, wie viel vom Inneren mit Material gefüllt wird. Der Standard liegt bei 20 %. Rein dekorative Objekte kommen mit 10–15 % aus, Funktionsteile brauchen 40–60 %. Mehr als 60 % bringt in Tests kaum zusätzliche Festigkeit.

Das Filament-Material bestimmt Dichte und Preis: PLA (1,24 g/cm³, ~20 €/kg), ABS (1,04 g/cm³, ~20 €/kg), PETG (1,27 g/cm³, ~20 €/kg), TPU (1,21 g/cm³, ~27 €/kg) oder Nylon (1,13 g/cm³, ~62 €/kg).

Die Preise sind als deutscher Marktmedian Q3 2026 vorbelegt und änderbar. Schichthöhe (0,10–0,30 mm) und Druckgeschwindigkeit (10–500 mm/s) bestimmen die Druckzeit.

Strompreis (Standard 0,35 €/kWh) und Druckerleistung (Standard 200 Watt) fließen in die Stromkosten ein. Alle Werte sind vorbelegt und lassen sich an den eigenen Drucker anpassen.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Berechnung folgt drei Schritten. Im ersten Schritt wird das effektive Materialvolumen ermittelt.

Ein 3D-Druck ist nie komplett gefüllt: Die Außenwand (Schale) wird mit 100 % Dichte gedruckt, das Innere nur mit dem eingestellten Infill. Der Schalenanteil beträgt bei typischen Teilen rund 25 % des Objektvolumens.

Die Formel lautet: Effektiver Füllgrad = 0,25 + 0,75 × (Infill / 100). Bei 20 % Infill ergibt das 40 %. Das Materialvolumen ist dann Objektvolumen × effektiver Füllgrad, also 100 cm³ × 0,40 = 40 cm³.

Im zweiten Schritt folgt die Umrechnung in Gewicht und Kosten: Materialvolumen × Dichte ergibt das Gewicht (40 × 1,24 = 49,6 g PLA).

Die Filamentlänge folgt aus dem Volumen geteilt durch den Querschnitt des 1,75-mm-Filaments (π × 0,0875² = 0,02405 cm²).

Im dritten Schritt schätzt der Rechner die Druckzeit über den volumetrischen Fluss: Schichthöhe × Düsenbreite (0,4 mm) × Geschwindigkeit. Bei 0,20 mm × 0,4 mm × 50 mm/s = 4,0 mm³/s.

Die Druckzeit ist Materialvolumen (in mm³) geteilt durch diesen Fluss, plus 20 % Aufschlag für Leerfahrten. Die Stromkosten ergeben sich aus Druckzeit × Leistung × Strompreis.

Nachschlagen

Filamentkosten und Materialeigenschaften im Vergleich

Schnell nachschlagen – ohne selbst zu rechnen.

Vergleich gängiger FDM-Filamente nach Dichte, Preis und Filamentlänge pro Kilogramm (1,75 mm Durchmesser, Marktpreise Deutschland Q3 2026).
MaterialDichte (g/cm³)Preis Budget (€/kg)Preis Premium (€/kg)Meter/kg (1,75 mm)Betttemperatur (°C)
PLA1,249–1526–32~33550–60
ABS1,049–1525–30~400100–110
PETG1,2710–1624–30~32770–85
TPU1,2118–2230–40~34440–60
Nylon (PA)1,1340–5060–80~36870–90
ASA1,0718–2428–35~38990–110

Filamentlänge berechnet für 1,75 mm Durchmesser (Querschnitt 0,02405 cm²). Preise schwanken je nach Hersteller, Farbe und Verkaufsplattform. ABS und ASA erfordern ein beheiztes Druckbett und idealerweise ein geschlossenes Gehäuse.

Expertenmodus

Häufige Fragen: Was kostet ein 3D-Druck und wie lange reicht 1 kg Filament?

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was kostet ein 3D-Druck?

Ein typischer FDM-Druck kostet meist zwischen 0,30 und wenigen Euro, abhängig von Objektgröße, Fülldichte, Material und Druckdauer.

Für ein 50-cm³-Objekt mit 20 Prozent Infill in PLA berechnet der Rechner 24,8 Gramm Materialverbrauch, Materialkosten von 0,50 € bei 20 € pro Kilogramm, eine Druckzeit von etwa 1 Stunde und dabei 0,05 € Stromkosten bei 150 Watt Druckerleistung und 0,30 € pro Kilowattstunde – macht zusammen 0,58 € Gesamtkosten für diesen einen Druck.

Größere Objekte, höhere Fülldichte oder teurere Materialien wie Nylon (rund 62 € pro Kilogramm) verschieben diesen Wert deutlich nach oben, während kleine, hohle Dekoobjekte mit 10 Prozent Infill oft deutlich unter 0,50 € bleiben.

Die Materialkosten dominieren bei kurzen Drucken meist klar vor den Stromkosten, weil ein durchschnittlicher FDM-Drucker nur 80 bis 250 Watt zieht.

Trage dein eigenes Objektvolumen, die gewünschte Fülldichte und dein Material in den Rechner ein, um die tatsächlichen Kosten für dein konkretes Teil zu erfahren, statt dich auf einen Pauschalwert zu verlassen.

Wie lange reicht 1 kg Filament?

Eine 1-Kilogramm-Spule PLA liefert bei 1,75 Millimeter Durchmesser rund 335 Meter Filament, wie der Rechner für ein Objekt mit exakt 1.000 Gramm Materialgewicht bestätigt.

ABS kommt dank geringerer Dichte (1,04 statt 1,24 g/cm³) auf etwa 400 Meter pro Kilogramm, PETG mit 1,27 g/cm³ auf rund 327 Meter, TPU mit 1,21 g/cm³ auf etwa 344 Meter und Nylon mit 1,13 g/cm³ auf rund 368 Meter.

Wie weit eine Spule tatsächlich reicht, hängt aber nicht nur vom Material ab, sondern vor allem vom Objektvolumen und der gewählten Fülldichte: Kleine Deko-Figuren mit niedrigem Infill verbrauchen pro Teil oft nur wenige Gramm, sodass eine Spule locker für 30 bis 50 Drucke reicht, während ein einzelnes großes Funktionsteil mit hoher Fülldichte eine ganze Spule allein aufbrauchen kann.

Gib dein Objektvolumen und die Fülldichte in den Rechner ein, um die Filamentlänge und das Gewicht für dein konkretes Projekt zu sehen, statt nur mit der pauschalen Pro-Kilogramm-Länge zu planen.

Wie viel kostet PLA pro Gramm?

Bei einem marktüblichen Spulenpreis von 20 € pro Kilogramm kostet PLA rund 2 Cent pro Gramm – der Rechner bestätigt das für ein 10-cm³-Objekt mit 100 Prozent Infill: 12,4 Gramm Materialgewicht kosten 0,25 €, also 0,0202 € je Gramm.

Günstige Budget-Spulen (Basicfil, Sunlu) liegen mit 9 bis 15 € pro Kilogramm sogar bei 0,9 bis 1,5 Cent pro Gramm, Premium-Marken wie Prusament oder Extrudr mit 26 bis 32 € pro Kilogramm dagegen bei 2,6 bis 3,2 Cent pro Gramm.

Für ein typisches 50-Gramm-Teil bedeutet das einen Materialkosten-Unterschied von weniger als einem Euro zwischen Budget- und Premium-Filament – der Qualitätsunterschied bei Rundlauf, Feuchtigkeitsresistenz und Farbkonsistenz kann diesen Aufpreis trotzdem rechtfertigen.

Trage deinen tatsächlichen Spulenpreis in das Feld Filamentpreis ein, dann rechnet der Rechner automatisch mit deinem Preis statt mit dem Standardwert von 20 € pro Kilogramm.

Wie berechnet man den Materialverbrauch beim 3D-Druck?

Der Materialverbrauch ergibt sich aus dem Objektvolumen multipliziert mit dem effektiven Füllgrad.

Dieser Füllgrad setzt sich aus zwei Bereichen zusammen: Die Außenhülle (Wände, Ober- und Unterseite) wird immer mit 100 Prozent Dichte gedruckt und macht bei typischen Teilen rund 25 Prozent des Gesamtvolumens aus.

Der Rest (75 Prozent) wird mit der eingestellten Fülldichte gefüllt – bei 20 Prozent Infill also zu einem Fünftel. Die Formel lautet: effektiver Füllgrad = 0,25 plus 0,75 mal (Infill geteilt durch 100).

Bei 20 Prozent Infill ergibt das 40 Prozent, bei 60 Prozent Infill bereits 70 Prozent. Das Gewicht folgt aus Materialvolumen mal Dichte: PLA hat 1,24 g/cm³, ABS nur 1,04 g/cm³, PETG 1,27 g/cm³, TPU 1,21 g/cm³ und Nylon 1,13 g/cm³.

Deshalb wiegt ein identisches Teil in ABS etwa 16 Prozent weniger als in PLA. Für die Kostenberechnung multipliziert der Rechner das errechnete Gewicht anschließend mit dem Filamentpreis pro Gramm.

Welches Filament ist am günstigsten pro Kilogramm?

In Deutschland liegt der Marktmedian für eine 1-Kilogramm-Spule bei rund 20 € für PLA, PETG und ABS. Überraschend: PETG kostet aktuell sogar minimal weniger als PLA.

Die Preisunterschiede zeigen sich erst bei Spezialmaterialien – TPU liegt bei rund 27 € pro Kilogramm und Nylon bei rund 62 € pro Kilogramm. Budget-Filamente gibt es ab 9 bis 15 € pro Kilogramm, Premium-Marken kosten 26 bis 32 € pro Kilogramm.

Der Kilogrammpreis allein reicht aber nicht aus: PLA hat eine höhere Dichte (1,24 g/cm³) als ABS (1,04 g/cm³), sodass dieselbe Spule in ABS mehr Filamentlänge und damit mehr Druckvolumen liefert.

Pro gedrucktem Kubikzentimeter ist ABS bei gleichem Spulenpreis also tatsächlich günstiger als PLA.

Wer Materialkosten senken will, sollte außerdem die Fülldichte reduzieren: Ein Wechsel von 20 auf 10 Prozent Infill spart je nach Objekt spürbar Material bei nur geringem Festigkeitsverlust für dekorative Objekte.

Wie genau ist die Druckzeit-Schätzung des Rechners?

Der Rechner schätzt die Druckzeit über den volumetrischen Fluss: Schichthöhe mal Düsenbreite (0,4 Millimeter) mal Druckgeschwindigkeit ergibt die extrudierte Materialmenge pro Sekunde.

Dazu kommt ein Aufschlag von 20 Prozent für Leerfahrten, Retraction und Schichtwechsel.

Im Vergleich zu echten Slicer-Berechnungen wie PrusaSlicer oder Cura liegt die Abweichung erfahrungsgemäß bei plus/minus 15 bis 25 Prozent, weil Slicer die genaue Geometrie kennen und Beschleunigungsrampen, Leerfahrten und Retraction für jede einzelne Bewegung berechnen, während der Rechner mit Pauschalwerten arbeitet.

Highspeed-Drucker mit 150 bis 300 Millimeter pro Sekunde Druckgeschwindigkeit drucken real oft langsamer als rein rechnerisch möglich, weil die maximale Schmelzleistung des Hotends bei einer Standarddüse (0,4 Millimeter) typischerweise bei 15 bis 25 Kubikmillimeter pro Sekunde liegt und damit zum Flaschenhals wird.

Eine 0,6-Millimeter-Düse erhöht den Durchsatz auf 25 bis 35 Kubikmillimeter pro Sekunde, erfordert aber gröbere Schichthöhen und liefert weniger feine Details.

Für eine Vorabschätzung ohne fertige STL-Datei ist die volumetrische Methode der Industriestandard.

Was beeinflusst die Fülldichte und welcher Infill-Wert ist sinnvoll?

Die Fülldichte (Infill) bestimmt, wie viel vom Inneren eines 3D-Drucks mit Material gefüllt wird – 0 Prozent wäre komplett hohl, 100 Prozent massiv. Der Standard in den meisten Slicern liegt bei 15 bis 20 Prozent.

Für rein dekorative Objekte wie Vasen oder Figuren reichen 10 bis 15 Prozent, weil hier nur die Optik zählt. Funktionsteile, die Belastung aushalten müssen, etwa Halterungen, Gehäuse oder Werkzeuge, brauchen dagegen eher 40 bis 60 Prozent.

Mehr als 60 Prozent bringt in Festigkeitstests meist nur noch geringe Verbesserung bei deutlich höherem Materialverbrauch und längerer Druckzeit, weil sich im Rechner sowohl Materialgewicht als auch Druckzeit direkt proportional zum effektiven Füllgrad verhalten.

Ein häufiger Irrtum: Bei sehr kleinen Teilen mit vielen Wänden macht die Infill-Prozentzahl kaum etwas aus, weil die Außenhülle ohnehin den Großteil des Volumens ausmacht.

Das gewählte Infill-Muster wie Gyroid, Grid oder Lightning hat dabei weniger Einfluss auf den Materialverbrauch als die reine Prozentzahl selbst.

Wie viel Strom verbraucht ein 3D-Drucker wirklich?

Die durchschnittliche Leistungsaufnahme eines FDM-Druckers während des Drucks liegt bei 80 bis 250 Watt, abhängig von Modell und Heizbett-Temperatur.

Der größte Einzelverbraucher ist dabei das beheizte Druckbett, das oft 40 bis 60 Prozent der Gesamtleistung beansprucht – PLA bei 50 bis 60 Grad zieht deshalb deutlich weniger Strom als ABS bei 100 bis 110 Grad.

Für den Beispieldruck mit 1 Stunde Druckzeit und 150 Watt Leistung errechnet der Rechner bei 0,30 € pro Kilowattstunde Stromkosten von 0,05 €; bei einem leistungsstärkeren Drucker mit 250 Watt und mehrstündigen Großteilen können daraus schnell 0,30 bis 0,50 € werden.

Die Aufheizphase zieht kurzzeitig deutlich mehr Leistung, fällt über die gesamte Druckdauer aber meist kaum ins Gewicht.

Trage deine eigene Druckerleistung laut Typenschild oder Steckdosenmessgerät sowie deinen Strompreis ein, um die realen Stromkosten für deinen Drucker statt eines Branchendurchschnitts zu erhalten.

Wie rechne ich Filamentgewicht in Filamentlänge um?

Filament ist ein Zylinder mit konstantem Querschnitt. Für das Standardmaß 1,75 Millimeter Durchmesser beträgt die Querschnittsfläche 0,02405 cm² (Pi mal 0,0875²).

Die Filamentlänge in Zentimeter ergibt sich aus dem Materialvolumen in Kubikzentimeter geteilt durch diese Fläche.

Praktisch bedeutet das: Eine 1.000-Gramm-Spule PLA mit 1,24 g/cm³ Dichte enthält laut Rechner rund 335 Meter Filament, ABS mit 1,04 g/cm³ kommt auf etwa 400 Meter, PETG mit 1,27 g/cm³ auf rund 327 Meter, TPU mit 1,21 g/cm³ auf etwa 344 Meter und Nylon mit 1,13 g/cm³ auf rund 368 Meter – je geringer die Dichte, desto mehr Meter liefert dieselbe Gewichtsmenge.

Die Filamentlänge hilft dabei abzuschätzen, ob die aktuelle Spule für einen geplanten Druck noch reicht; viele Slicer zeigen diesen Wert direkt an, bevor der Druck startet.

Für 2,85-Millimeter-Filament (Ultimaker-Standard) ändert sich der Querschnitt auf 0,06379 cm², wodurch dieselbe Spule nur noch rund 126 Meter pro Kilogramm PLA liefert statt 335 Meter bei 1,75 Millimeter.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Trage als Startpunkt die Standardwerte ein: 100 cm³, PLA, 20 % Infill, 0,20 mm Schichthöhe, 50 mm/s. Das Ergebnis zeigt 1,22 € Gesamtkosten bei 3,3 Stunden Druckzeit.

Wechsle nun das Material auf Nylon bei 62 €/kg: Die Materialkosten steigen auf über 3 € – obwohl Nylon leichter ist (1,13 statt 1,24 g/cm³), dominiert der dreifache Kilogrammpreis.

Erhöhe den Infill auf 60 %: Der effektive Füllgrad springt von 40 auf 70 %, Material und Kosten steigen proportional.

Senke die Schichthöhe auf 0,10 mm: Die Druckzeit verdoppelt sich, weil der volumetrische Fluss halbiert wird – aber der Materialverbrauch bleibt identisch, nur die Stromkosten steigen.

Für Highspeed-Drucker (Bambu Lab, Klipper) trage 150–200 mm/s ein. Die Druckzeit sinkt stark, aber real begrenzt die maximale Schmelzleistung des Hotends (15–25 mm³/s bei Standard-0,4-mm-Düse) die tatsächliche Geschwindigkeit.

Wer seinen Drucker mit einem Wattmeter misst, kann die Leistungsaufnahme auf den realen Wert korrigieren – das macht die Stromkostenschätzung spürbar genauer.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Lena plant eine Serie von 20 Schutzgehäusen für Sensoren in PETG. Jedes Gehäuse hat 80 cm³ Volumen und soll mit 40 % Infill belastbar sein.

Sie trägt ein: 80 cm³, 40 % Infill, PETG bei 20 €/kg, 0,20 mm Schichthöhe, 60 mm/s, 200 Watt Drucker, 0,35 €/kWh. Der Rechner zeigt: 1,38 € Gesamtkosten pro Teil, davon 1,18 € Material und 0,20 € Strom.

Materialverbrauch: 47,2 g PETG (3,9 Stunden Druckzeit). Für 20 Stück kalkuliert Lena: 944 g Filament (eine Spule reicht knapp), 27,60 € Material, 4,00 € Strom, rund 78 Stunden Druckzeit insgesamt.

Sie vergleicht mit PLA: Der Materialpreis sinkt minimal (PLA ist leichter), aber PETG ist witterungsbeständig – für Außensensoren die bessere Wahl. Mit Nylon bei 62 €/kg würde dieselbe Serie fast 60 € Material kosten.

Die Entscheidung fällt auf PETG: wirtschaftlich fast identisch zu PLA, mechanisch und chemisch überlegen.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist, das Objektvolumen mit dem Bauteilvolumen im Slicer zu verwechseln. Viele Slicer zeigen nach dem Slicen bereits das Materialvolumen (also nach Infill), während der Rechner das Rohvolumen des Modells erwartet – beides einzusetzen führt zu einer doppelten Infill-Berechnung und damit zu viel zu niedrigen Werten.

Ein zweiter Irrtum ist, den Kilogrammpreis verschiedener Materialien direkt zu vergleichen, ohne die Dichte zu berücksichtigen.

ABS (1,04 g/cm³) liefert pro Spule mehr Druckvolumen als PLA (1,24 g/cm³): Dieselbe 1-kg-Spule ergibt bei ABS rund 400 Meter Filament, bei PLA nur 335 Meter. Pro gedrucktem Kubikzentimeter ist ABS also günstiger, auch wenn der Spulenpreis gleich ist.

Drittens wird die Druckerleistung oft mit der Spitzenleistung beim Aufheizen verwechselt. Ein Bambu Lab P1S zieht beim Start kurzzeitig 850 Watt, im Dauerdruck aber nur 30–70 Watt.

Die Angabe im Rechner sollte den Durchschnitt während des Drucks widerspiegeln, nicht den Peak.

Viertens überschätzen viele die Genauigkeit der Zeitschätzung: Der Rechner arbeitet mit einer vereinfachten volumetrischen Methode, die um ±15–25 % vom Slicer-Ergebnis abweichen kann, weil Beschleunigungsrampen und Geometrieeffekte fehlen.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der 3D-Druck-Rechner verbindet Objektvolumen, Fülldichte, Material und Druckparameter zu einer Vorabschätzung für Materialverbrauch, Kosten und Druckzeit.

Als nächsten Schritt kannst du verschiedene Materialien und Infill-Stufen durchspielen, um das beste Verhältnis aus Kosten, Festigkeit und Druckdauer für dein Projekt zu finden.

Für eine exakte Prognose lädst du die STL-Datei in deinen Slicer und vergleichst dessen Materialschätzung mit dem Rechner-Ergebnis – typisch liegen beide innerhalb von ±20 %.

Verwandte Rechner: Der Stromverbrauch-Rechner hilft, die Gesamtstromkosten deines Druckers über Wochen oder Monate hochzurechnen, und der Powerbank-Kapazitäts-Rechner schätzt, ob ein mobiler Akku für einen kurzen Druck ausreicht.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Gesamtkosten 0,53 €, davon Material 0,46 € und Strom 0,07 €. Materialverbrauch 23,0 g PETG (7,5 m Filament). Geschätzte Druckzeit ca. 1,3 Stunden.

Kleines Deko-Objekt in PETG, 50 cm³, 15 % Infill, schnell

Objektvolumen
50 cm³
Fülldichte
15 %
Material
PETG
Schichthöhe
0,15 mm

Weitere 4 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Gesamtkosten 27,71 €, davon Material 24,52 € und Strom 3,19 €. Materialverbrauch 395,5 g Nylon (145,5 m Filament). Geschätzte Druckzeit ca. 36,5 Stunden.

Belastetes Funktionsbauteil in Nylon, 500 cm³, 60 % Infill

Objektvolumen
500 cm³
Fülldichte
60 %
Material
Nylon
Schichthöhe
0,20 mm

Weitere 4 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Gesamtkosten 1,27 €, davon Material 0,98 € und Strom 0,29 €. Materialverbrauch 36,3 g TPU (12,5 m Filament). Geschätzte Druckzeit ca. 4,2 Stunden.

Flexible Dichtung in TPU, 30 cm³, 100 % Infill

Objektvolumen
30 cm³
Fülldichte
100 %
Material
TPU
Schichthöhe
0,20 mm

Weitere 4 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Anhaltspunkte und ersetzen keine professionelle Beratung.

Quelle: Materialdichten: Hersteller-TDS (Prusa, BASF, Polymaker); Preise: SpoolHound Marktmedian Q3 2026; Leistung: Community-Messungen.

Stand: 2026-10-02

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
02. Oktober 2026
Fachbereich
Technik & Digital / Computerleistung
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitäts- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). 3D-Druck-Kostenrechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/technik-digital/computerleistung/3d-druck-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. 3D-Druck-Kostenrechner. Available at: https://rechner-portal.de/technik-digital/computerleistung/3d-druck-rechner

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