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Schriftlich Subtrahieren: Rechenweg mit Borgen

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Kurzantwort

Schriftlich subtrahieren: Stelle für Stelle von rechts nach links, bei Bedarf von der nächsthöheren Stelle borgen.

Schriftliche Subtraktion mit vollständigem Rechenweg: Stelle für Stelle mit Borgen

Kilian AchatzFachredaktion Mathematik
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Schriftlich subtrahieren?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Das schriftliche Subtrahieren zieht den Subtrahenden stellenweise vom Minuenden ab – von rechts nach links. Ist eine Ziffer des Minuenden kleiner als die des Subtrahenden, wird von der nächsthöheren Stelle geborgt.

Der geborgten Stelle wird eine Eins abgezogen, und die aktuelle Stelle erhält zehn dazu. Der Rechner zeigt diesen Weg vollständig, mit jedem Borgschritt klar ausgewiesen.

Besonders lehrreich sind Aufgaben mit Nullen im Minuenden, etwa 8002 − 3574: Weil die Einerstelle mit 2 kleiner ist als die 4 des Subtrahenden, muss geborgt werden – doch die benachbarten Nullen können nichts hergeben, sodass sich das Borgen über mehrere Stellen bis zur Tausenderstelle fortpflanzt.

Genau dieses Kettenborgen führt erfahrungsgemäß zu den meisten Fehlern, weshalb der Rechner jeden einzelnen Borgschritt sichtbar macht.

Das Ergebnis lautet 4428, und wer den Weg nachvollzieht, versteht, dass eine 0 im Minuenden keine Ausnahme, sondern nur ein weitergereichtes Borgen bedeutet.

Bemerkenswert ist, dass dieser Rechner das Verfahren sogar wechseln kann: Trägst du einen negativen Subtrahenden ein, wird aus 10 − (−5) nach der Regel „Minus und Minus ergibt Plus“ die Addition 10 + 5 = 15.

Das Raster darunter ist dann folgerichtig ein Additionsraster mit Übertragszeile und gar keine Subtraktion mehr.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Der Rechner benötigt zwei Angaben: Minuend und Subtrahend, jeweils als ganze Zahl. Der Rechner verarbeitet beide stellenrecht und zeigt alle Borgschritte.

Ist der Subtrahend größer als der Minuend, tauscht der Rechner die Zahlen selbst, rechnet die Differenz der Beträge und weist das Minuszeichen als eigenen Schritt aus. Dezimalzahlen sind im aktuellen Verfahren nicht vorgesehen.

Steht im Minuenden an einer Stelle eine kleinere Ziffer als im Subtrahenden, übernimmt der Rechner das Borgen automatisch und weist es aus; du musst die Zahlen also nicht selbst umstellen.

Gibst du den größeren Wert als Subtrahenden ein, siehst du im Raster deshalb die getauschte Rechnung – etwa 75 − 28 = 47 für die Eingabe 28 − 75 – und darunter den Schritt, der daraus −47 macht.

Führende Nullen im Subtrahenden sind unproblematisch, weil sie an der jeweiligen Stelle schlicht nichts abziehen und der Minuend dort unverändert bleibt.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Zitiergrafik: Schriftliches Subtrahieren – Differenz pro Stelle gleich Ziffer Minuend minus Ziffer Subtrahend minus Borgen Subtraktion von rechts nach links: Ziffer des Minuenden minus Ziffer des Subtrahenden minus eventuelles Borgen aus vorheriger Stelle. Ist die Differenz negativ, wird von der nächsten Stelle geborgt: Differenz += 10, nächste_Stelle_des_Minuenden -= 1.

Formel pro Stelle: Differenz = Ziffer_Minuend − Ziffer_Subtrahend − Borgen_aus_vorheriger_Stelle.

An 8002 − 3574 lässt sich das Vorgehen vollständig durchspielen: In der Einerstelle wird aus 2 − 4 durch Borgen 12 − 4 = 8, wobei die nächste besetzte Stelle eine Eins weniger erhält.

Weil die Zehnerstelle jedoch 0 ist, wird über die ebenfalls leere Hunderterstelle hinweg bis zur Tausenderstelle geborgt: Die 8 wird zur 7, die durchlaufenen Nullen werden jeweils zur 9.

So ergibt die Zehnerstelle 9 − 7 = 2, die Hunderterstelle 9 − 5 = 4 und die Tausenderstelle 7 − 3 = 4. Von rechts nach links gelesen steht das Ergebnis 4428, das genau der Kettenwirkung des Borgens über mehrere Nullstellen entspricht.

Die Gegenprobe zur Addition liefert 1000 − 1: Das Entleihen zieht sich über drei Nullen bis zur führenden Eins, jede durchlaufene Null wird zur 9, und das Ergebnis 999 fällt eine Stelle kürzer aus als der Minuend.

Die führende Null unterdrückt der Rechner in der Ergebniszeile, dort steht also 999 und nicht 0999. In der Schrittliste liest sich das dreimal hintereinander als „0 − 1 (entliehen) − 0 geht nicht → 10 − 1 (entliehen) − 0 = 9, 1 entliehen“.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Schriftlich subtrahieren

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie funktioniert das schriftliche Subtrahieren?

Beim schriftlichen Subtrahieren schreibst du Minuend (die größere Zahl) und Subtrahenden rechtsbündig untereinander. Dann subtrahierst du von rechts nach links Stelle für Stelle.

Ist die Ziffer des Minuenden kleiner als die des Subtrahenden, borgst du von der nächsthöheren Stelle: Die geborgene Stelle verliert eine Eins, die aktuelle Stelle gewinnt zehn.

So entsteht immer eine gültige Differenz, bis alle Stellen abgearbeitet sind. Der Rechner ist mit 632 − 278 vorbelegt und liefert 354.

Er arbeitet dabei genau diese Reihenfolge ab: Einer 2 − 8 geht nicht, also 12 − 8 = 4 und eine Zehnerbündelung geliehen; Zehner 3 minus die geliehene 1 ergibt 2, davon 7 abziehen geht nicht, also 13 − 1 − 7 = 5 und erneut geliehen; Hunderter 6 − 1 = 5, davon 2 abziehen ergibt 3.

Durch das Aufschreiben aller Zwischenschritte Spalte für Spalte machst du auch bei sechsstelligen Zahlen wie 543.210 − 198.765 = 344.445 jeden Borgvorgang kontrollierbar und nichts geht verloren.

Was bedeutet Borgen beim Subtrahieren?

Borgen tritt auf, wenn die Ziffer des Minuenden an einer Stelle kleiner ist als die entsprechende Ziffer des Subtrahenden.

Du leihst dir dann eine Zehn von der nächsten Stelle: Die höhere Stelle des Minuenden wird um eins verringert, die aktuelle Stelle erhält zehn dazu. Dadurch wird die Differenz nicht negativ.

Das Borgen muss sorgfältig notiert werden, zum Beispiel durch ein durchgestrichenes und neu geschriebenes Borrow-Zeichen über der höheren Stelle. Fachlich heißt dieser Schritt Entbündeln: Du zerlegst eine Zehnerstange in zehn einzelne Einer.

Der Wert des Minuenden ändert sich dadurch nicht – 632 bleibt 632, es ist nur anders gebündelt, nämlich als 6 Hunderter, 2 Zehner und 12 Einer. Genau deshalb darfst du beliebig oft borgen, ohne das Ergebnis zu verfälschen.

Probiere es mit 503 − 247 = 256: Der Einer kann nicht direkt von der Zehnerstelle borgen, weil dort eine 0 steht; die Zehnerstelle borgt zuerst bei den Hundertern und gibt dann zehn an den Einer weiter.

Was passiert, wenn ich mehrmals hintereinander borgen muss?

Kettenborgungen entstehen, wenn eine Stelle, von der geborgt werden soll, selbst eine Null oder eine kleine Ziffer hat. In diesem Fall muss auch diese Stelle von der nächsthöheren borgen, bevor sie abgeben kann.

Dieser Ketteneffekt kann sich über mehrere Stellen hinziehen. Notiere jeden Borgschritt einzeln, bevor du zur aktuellen Stelle weiterrechnest, um den Überblick zu behalten.

Der Extremfall sind Nullen im Minuenden: Bei 1000 − 1 kann der Einer nichts von der Zehnerstelle holen, weil dort eine 0 steht.

Also borgt die Zehnerstelle bei den Hundertern, diese bei den Tausendern – die Anleihe wandert über drei Stellen bis ganz nach links durch. Aus jeder durchlaufenen 0 wird eine 9, das Ergebnis lautet 999. Ein weiteres Beispiel: 4.003 − 1.567 = 2.436.

Der Einer kann nicht borgen, weil Zehnerstelle und Hunderterstelle beide 0 sind; erst die Tausenderstelle gibt nach, alle 0en werden dabei zu 9, und der Einer bekommt seine 10.

Darf ich Minuend und Subtrahend vertauschen?

Subtraktion ist nicht kommutativ: 75 − 28 ergibt etwas anderes als 28 − 75. Im klassischen Verfahren für ganze positive Zahlen muss der Minuend größer oder gleich dem Subtrahenden sein.

Wenn der Subtrahend größer ist, tauschst du die Zahlen, berechnest das Ergebnis und kennzeichnest es als negativ. Konkret: 75 − 28 = 47, aber 28 − 75 = −47. Die Zahlen sind betragsgleich, das Vorzeichen kippt.

Wenn du also tauschen musst, um rechnen zu können, dann schreibe zwingend ein Minuszeichen vor das Ergebnis – dieser Schritt wird am häufigsten vergessen.

Genau das nimmt dir der Rechner ab: Gibst du 28 als Minuenden und 75 als Subtrahenden ein, weist er zuerst darauf hin, dass getauscht werden muss, zeigt im Raster die Rechnung 75 − 28 = 47 und macht daraus in einem eigenen Schritt das Ergebnis −47.

Die Stellenschritte gehören dann also zur getauschten Rechnung – deshalb steht im Raster oben die 75 und nicht die eingegebene 28.

Wie lautet die Probe für die schriftliche Subtraktion?

Die Probe ist eine Addition: Ergebnis plus Subtrahend muss den Minuenden ergeben. Beispiel: 75 − 28 = 47. Probe: 47 + 28 = 75. Stimmt.

Diese Probe deckt alle häufigen Fehler ab – falsches Borgen, vergessenes Minuszeichen und Übertragsfehler beim abschließenden Zusammenschreiben. Sie sollte zur Routine werden.

Der Grund dafür ist die Umkehrbeziehung: Subtraktion und Addition heben einander auf, deshalb muss Differenz + Subtrahend wieder den Minuenden ergeben. Für die Voreinstellung des Rechners heißt das: 632 − 278 = 354, Probe 354 + 278 = 632.

Stimmt die Probe nicht, liegt der Fehler fast immer an einer Stelle, an der du geborgt, die Anleihe aber an der nächsthöheren Stelle nicht abgezogen hast. Rechne die Probe grundsätzlich schriftlich, nicht im Kopf.

Bei einer dreistelligen Rechnung wie 503 − 247 = 256 lautet die Probe: 256 + 247 = 503, und das Ergebnis stimmt. Führe sie schriftlich durch, damit du jede Addition der Probe auf die gleiche Weise überprüfst wie die Ausgangsrechnung.

Was ist der Unterschied zwischen Borgen und Übertrag?

Übertrag kommt beim Addieren vor: Überschreitet die Summe zweier Ziffern den Wert 9, wird der übersteigende Teil als Eins an die nächste Stelle weitergegeben.

Borgen kommt beim Subtrahieren vor: Ist eine Ziffer im Minuenden zu klein, holt man sich eine Zehn von der höheren Stelle.

Übertrag ist ein Plusmechanismus, Borgen ein Minusmechanismus – beide regeln aber dasselbe Grundproblem des Dezimalsystems: den Übergang zwischen Stellen.

Merke dir die Richtung: Der Übertrag wandert beim Addieren nach links und wird dort addiert; die Anleihe beim Subtrahieren wandert ebenfalls nach links, wird dort aber subtrahiert.

Beides sind Zehnerbündelungen, nur in entgegengesetzter Richtung – beim Addieren bündelst du zehn Einer zu einer Zehnerstange, beim Subtrahieren löst du eine Zehnerstange in zehn Einer auf.

Ein konkretes Beispiel: Bei 47 + 65 entsteht 7 + 5 = 12, der Übertrag 1 geht nach links und landet als Summand bei den Zehnern; bei 112 − 65 borgst du dagegen eine Zehn von links, damit die 2 am Einer die 5 überhaupt abziehen kann.

Für welche Klasse ist schriftliches Subtrahieren typisch?

Anders als beim Addieren hängt die Antwort hier davon ab, welches Verfahren die Schule unterrichtet — und das entscheidet über den ganzen Rechenweg.

Eingeführt wird das Verfahren meist ab der zweiten Klasse und im Lauf der dritten auf vier Stellen ausgeweitet; Dezimalzahlen folgen erst in der Mittelstufe, weshalb sich dieser Rechner auf ganze positive Zahlen beschränkt.

Entscheidend ist die Verfahrensfrage: Es gibt zwei verbreitete Wege, das Borge- oder Entbündelungsverfahren, bei dem der Minuend verändert wird, und das Ergänzungsverfahren, bei dem man vom Subtrahenden zum Minuenden hinaufzählt und den Übertrag beim Subtrahenden notiert.

Dieser Rechner zeigt durchgehend das Borgeverfahren. Lernt dein Kind das Ergänzungsverfahren, stimmt das Endergebnis überein, der aufgeschriebene Rechenweg aber nicht.

Beim Borgeverfahren notierst du eine kleine 1 über der Stelle, die geliehen hat, und streichst die Originalziffer durch; typischerweise üben Drittklässler das an vierstelligen Aufgaben wie 4.321 − 1.678 = 2.643.

Wechselt deine Schule später zum Ergänzungsverfahren, zeigt der Rechner trotzdem stets das Borgeverfahren als Referenz.

Warum ist es wichtig, das Borgen zu notieren?

Wenn du das Borgen nur im Kopf festhältst, verlierst du bei langen Rechnungen schnell den Überblick, vor allem bei Kettenborgungen über mehrere Stellen.

Das sichtbare Notieren – zum Beispiel eine durchgestrichene Ziffer mit der neuen reduzierten Ziffer darüber – macht den Rechenweg nachvollziehbar und reduziert Fehler erheblich.

Auch beim Nachkontrollieren durch einen anderen Menschen ist der aufgeschriebene Weg unverzichtbar. Der Rechner macht es genauso: Über dem Minuenden erscheint eine eigene, blass gesetzte Zeile mit kleinen Einsen.

Jede dieser Einsen steht dabei über der Stelle, die eine Bündelung abgegeben hat, also über der linken Nachbarstelle – nicht über der, die geborgt hat.

Zusätzlich listet er jeden Schritt von rechts nach links als Satz auf, sodass du deinen eigenen Rechenweg Stelle für Stelle abgleichen kannst.

Besonders bei einer Aufgabe wie 1.200 − 458 = 742 mit zwei aufeinanderfolgenden Borgungen kannst du ohne schriftliche Notizen kaum sicher nachvollziehen, welche Stelle wann abgegeben hat.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Notiere das Borgen als kleine Streichung der geliehenen Stelle und schreibe die neue verminderte Ziffer darüber. So behältst du den Überblick, wenn mehrere Stellen hintereinander geborgt werden.

Kontrolliere am Schluss durch Addition: Ergebnis + Subtrahend muss den Minuenden ergeben.

Diese Additionsprobe ist bei der Subtraktion die wichtigste Kontrolle: Rechne Ergebnis plus Subtrahend und prüfe, ob der Minuend herauskommt – bei 4428 + 3574 = 8002 stimmt die Rechnung.

Beim Borgen über Nullen hilft es, jede durchlaufene Null vorab zur 9 zu machen und die erste besetzte Ziffer links davon um eins zu verringern; so musst du das Borgen nicht Schritt für Schritt zurückverfolgen.

Notiere die verminderten Ziffern klein über den ursprünglichen, damit du bei langen Zahlen den Überblick behältst. Und schätze das Ergebnis grob: 8002 − 3574 liegt nahe bei 8000 − 3600 = 4400, sodass 4428 sofort plausibel wirkt.

Zum Üben startet der Rechner mit 632 − 278 = 354, wo gleich zweimal hintereinander entliehen werden muss – ein guter Standardfall.

Willst du das Vorzeichen-Verhalten beobachten, drehst du die Eingabe einfach um: Aus 278 − 632 macht der Rechner die getauschte Rechnung 632 − 278 und hängt den Vorzeichenschritt an, der daraus −354 formt.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Schriftliches Subtrahieren wird nach der schriftlichen Addition eingeführt und festigt den Umgang mit dem Zehnersystem.

Es ist grundlegend für den Umgang mit Geldbeträgen, Zeitmessungen und allen Situationen, in denen Unterschiede zwischen Zahlen berechnet werden.

Ein typischer Alltagsfall ist die Restbetragsrechnung: Wer von einem Guthaben von 8002 Cent, also 80,02 Euro, einen Einkauf über 35,74 Euro abzieht, rechnet 8002 − 3574 = 4428 Cent und behält 44,28 Euro.

Weil im Minuenden zwei Nullen stehen, zeigt gerade dieses Beispiel, wie das Borgen über leere Stellen hinweg funktioniert.

Dieselbe Struktur begegnet beim Herausgeben von Wechselgeld, beim Berechnen von Zeitspannen oder beim Vergleich zweier Messwerte.

In all diesen Situationen liefert das schriftliche Subtrahieren ein exaktes, nachvollziehbares Ergebnis, und die Additionsprobe bestätigt es unmittelbar: 4428 + 3574 ergibt wieder 8002.

Wer den Ablauf einmal an einer Aufgabe mit mehreren Nullen verstanden hat, überträgt ihn mühelos auf beliebige mehrstellige Differenzen.

Dieselbe Null-Problematik begegnet beim Ablesen von Zählerständen: Wer den Verbrauch zwischen zwei Ablesungen bestimmt und der obere Wert glatt auf Nullen endet, landet unweigerlich beim Kettenentleihen – im Extremfall wie bei 1000 − 1 = 999 über sämtliche Nullstellen hinweg bis zur führenden Ziffer.

Genauso verhält es sich beim Kilometerstand eines Fahrzeugs, bei Lagerbeständen nach einem glatten Auffüllen oder bei der Differenz zweier Messreihen.

Der Rechner nimmt einem das Verständnis dabei nicht ab, sondern zeigt jede Zwischenstufe an, sodass sich ein Rechenfehler genau derjenigen Spalte zuordnen lässt, in der er entstanden ist.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Häufige Fehler: falsches Borgen, bei dem nicht die Stelle des Minuenden, sondern die des Subtrahenden verändert wird; oder vergessenes Borgen, wenn mehrere Stellen nacheinander kleiner sind als beim Subtrahend. Auch das Vertauschen von Minuend und Subtrahend passiert oft.

Gerade beim Borgen über Nullstellen häufen sich Fehler: Oft wird nur die unmittelbar benachbarte Null verändert und die Weitergabe an die nächste Stelle vergessen, sodass in 8002 − 3574 statt 4428 ein zu großer Wert entsteht.

Ebenso wird beim Borgen fälschlich die Ziffer des Subtrahenden erhöht, statt die des Minuenden zu verringern – das kehrt die Wirkung um.

Ein weiterer Klassiker ist, an einer Stelle sowohl das Borgen aus der Vorstelle als auch ein neues Borgen zu übersehen. Die Additionsprobe deckt all diese Fehler zuverlässig auf, weil Ergebnis plus Subtrahend dann nicht den Minuenden ergibt.

Eine Verwechslung tritt speziell beim Wechsel von der Addition zur Subtraktion auf und betrifft die Markierungszeile über den Zahlen.

Bei der Addition steht die kleine Eins über der Spalte, die den Übertrag empfängt; bei der Subtraktion markiert sie die Spalte, die etwas abgeben muss.

Beide Male sitzt sie an derselben Position, meint aber die entgegengesetzte Richtung – wer sie aus Gewohnheit gleich liest, dreht das Entleihen um.

Bei 1000 − 1 stehen deshalb drei Einsen nebeneinander: Drei Nullen müssen nacheinander abgeben, was sie selbst erst geliehen haben.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Schriftlich subtrahieren heißt: von rechts nach links, bei Bedarf borgen und dieses Borgen sauber notieren. Die Probe durch Addition macht Fehler sofort sichtbar und sollte zur Routine werden.

Übe vor allem Aufgaben mit Nullen im Minuenden wie 8002 − 3574, denn dort entscheidet das saubere Kettenborgen über das richtige Ergebnis 4428.

Merke dir die Kurzregel, jede durchlaufene Null zur 9 zu machen und die nächste besetzte Stelle links um eins zu verringern.

Mit der Additionsprobe als festem Abschluss subtrahierst du auch lange Zahlen zuverlässig von Hand und erkennst Rechenfehler sofort, bevor sie sich in Folgeaufgaben fortsetzen.

Zwei Grenzfälle lohnen den eigenen Test: Bei 1000 − 1 = 999 zieht sich das Entleihen über alle Nullen bis zur führenden Ziffer, und bei einem negativen Subtrahenden wie 10 − (−5) rechnet der Rechner überhaupt keine Subtraktion mehr, sondern die Addition 10 + 5 = 15.

Wer beides einmal durchgespielt hat, kennt die Ränder des Verfahrens.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · 642

Einfache Subtraktion ohne Borgen

Minuend
876
Subtrahend
234

Beispiel 2 · Mittel · 245

Subtraktion mit Borgen

Minuend
523
Subtrahend
278

Beispiel 3 · Komplex · 999

Kettenborgen über drei Stellen

Minuend
1.000
Subtrahend
1

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Weiternutzung

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  • Formel pro Stelle: Diff = Ziffer₁ − Ziffer₂ − Borgen. Ist Diff negativ, wird 10 addiert und Borgen = 1 in die nächste Stelle übertragen. Probe: Ergebnis + Subtrahend = Minuend.

    Schriftliches Subtrahieren

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    Quelle: Rechner-Portal (rechner-portal.de) — https://rechner-portal.de/mathematik/schriftlich-rechnen/schriftlich-subtrahieren-rechner

Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Der Rechenweg dient der Orientierung und dem Lernzweck. Für ganze Zahlen ohne Dezimalstellen.

Quelle: Schriftliche Subtraktion nach dem Stellenwertverfahren

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Mathematik / Schriftlich rechnen
Formeln basieren auf
Schriftliche Subtraktion nach Stellenwertverfahren mit Borgeregel
Zitation & Richtlinien

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