Heizung modernisieren: Rechner-Pfad in 7 Schritten
Vor dem Heizungstausch stehen sieben Fragen in fester Reihenfolge: erst die Gebäudehülle, dann die Heizflächen, dann die Wärmepumpe selbst – und zum Schluss der Kostenvergleich mit Gas und Öl.
Schritt 1 von 7
Wärmeverluste der Gebäudehülle prüfen
Die Dämmqualität bestimmt, wie viel Heizleistung das Gebäude überhaupt braucht. Wer sie nicht kennt, dimensioniert jede neue Heizung im Blindflug – deshalb steht der U-Wert am Anfang.
Schritt 2 von 7
Dämmen oder direkt tauschen?
Eine bessere Hülle senkt die nötige Heizleistung dauerhaft und macht die Wärmepumpe kleiner und günstiger. Diese Frage gehört vor die Kaufentscheidung, nicht danach.
Schritt 3 von 7
Heizkörper auf niedrige Vorlauftemperatur prüfen
Wärmepumpen arbeiten mit niedriger Vorlauftemperatur. Reichen die vorhandenen Heizkörper dafür nicht, kommen Austauschkosten dazu, die in keinem Angebot stehen.
Schritt 4 von 7
Realistische Jahresarbeitszahl bestimmen
Die Jahresarbeitszahl entscheidet über die späteren Betriebskosten. Sie hängt von Vorlauftemperatur und Wärmequelle ab – beides steht nach den Schritten davor fest.
Schritt 5 von 7
Stromverbrauch abschätzen
Aus Heizwärmebedarf und Jahresarbeitszahl ergibt sich der Jahresstrombedarf. Erst diese Zahl macht den Vergleich mit der bisherigen Heizung möglich.
Schritt 6 von 7
Betriebskosten hochrechnen
Der Strompreis verwandelt den Verbrauch in Euro pro Jahr – genau die Zahl, die in Herstellerangaben und Vergleichsangeboten meistens fehlt.
Schritt 7 von 7
Mit Gas und Öl vergleichen
Zum Schluss der direkte Kostenvergleich mit dem bisherigen Energieträger: Erst er zeigt, ob und ab wann sich der Tausch rechnet.