Klartextformel: Heizlast = Raumvolumen × Grundbedarf je m³ × Dämmfaktor × Außenwandfaktor × Fensterfaktor × 1,1. Das Raumvolumen ist Fläche mal Höhe.
Der Grundbedarf richtet sich nach dem Raumtyp (Wohnraum 32, Schlafzimmer 28, Bad 40 W/m³). Der Dämmfaktor beträgt 0,82 bei guter, 1,0 bei mittlerer und 1,25 bei schwacher Dämmung.
Der Außenwandfaktor ist 1 + Anteil × 0,35, der Fensterfaktor 1 + (Fensterfläche ÷ Raumfläche) × 0,28. Zuletzt kommen pauschal 10 Prozent Reserve obendrauf. Beispiel: 18 m² × 2,5 m = 45 m³ Volumen.
Wohnraum, mittlere Dämmung, 30 Prozent Außenwandanteil, 3,6 m² Fenster. Also 45 × 32 × 1,0 × 1,105 × 1,056 × 1,1 = 1.848 W. Der spezifische Bedarf ist 1.848 ÷ 18 = 102,7 W/m². Die Normreihe liefert als nächstgrößeren Wert 2.000 W.
Genau diese Normgröße ist das Kaufkriterium – nicht der Rohwert 1.848 W.
Weil die Normreihe grob gestuft ist, springt das Ergebnis bei kleinen Eingabeänderungen manchmal um eine ganze Stufe.
Eine Grenze der Normreihe solltest du kennen: Sie endet bei 6.000 W.
Übersteigt die berechnete Heizlast diesen Wert, bleibt die ausgewiesene Normgröße trotzdem bei 6.000 W stehen und liegt dann unter der Last.
Das passiert früher, als man denkt — ein 55 m² großer Wohnraum mit 2,6 m Höhe, mittlerer Dämmung, 50 Prozent Außenwandanteil und 6 m² Fenster kommt bereits auf 6.095 W Heizlast und bekommt 6.000 W als Normgröße genannt.
Prüfe deshalb immer, ob die Normgröße wirklich über der Heizlast liegt. Ist sie es nicht, hast du die Reihe verlassen und musst den Raum auf mehrere Heizkörper aufteilen — was bei dieser Leistungsklasse ohnehin die übliche Lösung ist.