Der Stromverbrauch berechnet sich als Jahresheizlast geteilt durch die JAZ. Bei 15.000 kWh Heizlast und JAZ 3,5 ergibt das einen Jahresstromverbrauch von 15.000 ÷ 3,5 = 4.286 kWh.
Die Stromkosten folgen aus Stromverbrauch mal Strompreis: 4.286 kWh × 0,32 Euro = 1.371 Euro pro Jahr. Der Rechner kommt bewusst mit nur drei Eingaben aus — Heizlast, JAZ und Strompreis.
Alles, was die reale Effizienz sonst noch prägt, steckt zusammengefasst in der JAZ: Warmwasseranteil, Abtauzyklen, Teillastbetrieb, Vorlauftemperatur und Heizstabeinsatz haben hier kein eigenes Feld.
Diese Schlankheit ist Stärke und Schwäche zugleich, denn die Qualität des Ergebnisses hängt vollständig an der Ehrlichkeit dieser einen Zahl.
Als COP-Referenzwert gibt der Rechner die JAZ zurück, weil die Jahresarbeitszahl im Betrieb die beste verfügbare Näherung für den saisonalen Durchschnitts-COP ist.
Dieses Feld ist also keine zweite Berechnung, sondern eine bewusste Spiegelung deiner Eingabe — wundere dich nicht, wenn dort exakt dein JAZ-Wert steht.
Verbessert sich die JAZ durch niedrigere Vorlauftemperatur von 3,5 auf 4,0, sinkt der Stromverbrauch auf 15.000 ÷ 4,0 = 3.750 kWh und die Kosten auf 1.200 Euro — eine Einsparung von 171 Euro pro Jahr allein durch bessere Systemeinstellung.
Die Differenz zwischen JAZ 3,0 und JAZ 4,0 bedeutet bei 15.000 kWh Heizlast einen Unterschied von 1.250 kWh Stromverbrauch, also rund 400 Euro Jahreskosten bei 0,32 Euro je kWh.
Jeder JAZ-Zehntel zählt: Von JAZ 3,5 auf 3,6 spart 120 kWh und etwa 38 Euro. Vorlauftemperatur und hydraulischer Abgleich sind die wichtigsten Stellschrauben für eine bessere JAZ im laufenden Betrieb.
Wichtig ist dabei die Form dieses Zusammenhangs: Weil der Rechner durch die JAZ teilt, verläuft die Kurve hyperbolisch und nicht linear — gleich große JAZ-Schritte sparen unten viel und oben wenig.
Bei 15.000 kWh Heizlast und 0,32 Euro Strompreis bringt der Sprung von JAZ 3,0 auf 3,5 noch 714 kWh und 228,48 Euro, von 3,5 auf 4,0 nur noch 536 kWh und 171,52 Euro und von 4,0 auf 4,5 lediglich 417 kWh und 133,44 Euro.
Wer eine schlechte Anlage verbessert, holt also deutlich mehr heraus als wer eine bereits gute Anlage weiter optimiert. Das spricht dafür, den Aufwand dort zu investieren, wo die Ausgangs-JAZ niedrig ist.
Am unteren Ende zeigt der Rechner den Grenzfall besonders klar: Trägst du eine JAZ von 1,0 ein, gibt er 15.000 kWh Stromverbrauch und 4.800 Euro aus — die Wärmepumpe verhält sich dann rechnerisch exakt wie eine elektrische Direktheizung, die jede Kilowattstunde Strom eins zu eins in Wärme verwandelt.
Genau in diese Richtung wandert die Anlage, wenn ein Heizstab bei Frost häufig einspringt.