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CO₂-Fußabdruck des Haushalts aus Strom und Heizung berechnen

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Kurzantwort

CO₂-Fußabdruck Haushalt: Gib jährlicher stromverbrauch und stromtarif ein und erhalte CO₂ gesamt (kg CO₂/Jahr) als Ergebnis. Abweichungen durch individuelle Anlagen- und Nutzungsbedingungen möglich.

CO₂-Fußabdruck des Haushalts aus Strom, Heizung und Warmwasser berechnen

Kilian AchatzFachredaktion Energie
Geprüft: Review-Team Energie (Apr. 2026)Veröffentlicht: Stand:

Überblick

Was ist der CO₂-Fußabdruck eines Haushalts?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der deutsche Bundesdurchschnitt liegt bei rund 11 Tonnen CO₂e pro Person und Jahr — 45 % davon entfallen auf Wohnen und Energie, rund 20 % auf Mobilität, der Rest auf Ernährung und Konsum. Genau den größten dieser Blöcke nimmt dieser Rechner unter die Lupe: Er zerlegt den Ausstoß deines Wohnens in Strom, Heizung und Warmwasser und gibt jeden Bereich als eigene kg-CO₂e-Zahl aus, damit sofort sichtbar wird, welcher Block eine Maßnahme am stärksten bewegt.

Er ist für Haushalte gedacht, die nicht nur eine Gesamtzahl sehen wollen, sondern verstehen möchten, welcher Bereich den größten Hebel für eine spürbare Reduktion hat.

Statt einer einzigen Tonnenzahl liefert der Rechner eine aufgegliederte Jahresbilanz in Kilogramm CO2e, in der Strom, Heizung und Warmwasser als getrennte Blöcke nebeneinanderstehen.

Jeder Bereich wird über seinen eigenen Verbrauch und einen passenden Emissionsfaktor bewertet: Strom im Normaltarif mit 0,38 kg CO₂e je Kilowattstunde, Erdgas mit 0,201 und Heizöl mit 0,266.

So wird sichtbar, ob die Heizung oder der Stromverbrauch den Ausschlag gibt — der Rechner benennt den größten Verursacher sogar ausdrücklich.

Ein Haushalt mit Gasheizung trägt seinen größten Klimaeinfluss meist in der Wärme, während ein elektrisch beheizter Haushalt einen anderen Schwerpunkt hat.

Mobilität, Ernährung und Konsum bleiben bewusst außen vor; für den Arbeitsweg nutzt du den Pendel-CO₂-Rechner. Der ausgewiesene Pro-Kopf-Wert lässt sich anschließend mit dem Bundesdurchschnitt von rund 11 Tonnen CO₂ pro Person einordnen. CO₂-Verteilung: Wohnen 45 Prozent, Mobilität 20, Ernährung 15, Konsum 20

Eingaben

CO2-Fußabdruck Haushalt berechnen: Eingaben für Strom und Heizung

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst sechs Werte ein: den Stromverbrauch in kWh pro Jahr, den Stromtarif (Normaltarif 0,38, Ökostrom 0,025 oder PV-Eigenstrom 0,03 kg CO₂e je kWh, alternativ ein manueller Faktor), die Heizenergie in kWh, die Heizungsart, die Art der Warmwasserbereitung und die Zahl der Personen im Haushalt. Die Daten stammen aus Jahresabrechnungen und Zählerständen.

Wichtig ist, dass jeder Bereich nur einmal und über das ganze Jahr erfasst wird, damit Strom, Heizung und Warmwasser als saubere getrennte Blöcke in die Bilanz eingehen.

Wird das Warmwasser über die Heizung erzeugt, steckt es bereits in der Heizenergie und wird mit 0 kg ausgewiesen — nur bei separater elektrischer oder gasbetriebener Bereitung trägst du den Verbrauch gesondert ein, sonst zählst du ihn doppelt.

Häufige Eingabefehler sind das Mischen von Monats- und Jahreswerten und die Annahme, dass ein einzelner Faktor für alle Regionen gleich passt.

Als Faustregel gilt: Je näher die Eingaben an der letzten Jahresabrechnung liegen, desto belastbarer wird die Bilanz.

Für den Stromverbrauch genügt der Zählerstand zweier aufeinanderfolgender Abrechnungen, für die Wärme der auf dem Lieferschein ausgewiesene Verbrauch in Kilowattstunden.

Wer die Heizung erst im Laufe des Jahres gewechselt hat, rechnet beide Zeiträume getrennt und addiert sie anschließend, statt einen Mischwert zu schätzen.

Alle Ergebnisse bleiben Orientierungswerte ohne Gewähr, weil die hinterlegten Emissionsfaktoren regionale Durchschnitte abbilden.

Praxisfälle

CO2-Fußabdruck Haushalt: Anwendungsfälle mit konkreten Werten

Sechs durchgerechnete Fälle zeigen, wie stark einzelne Eingaben den CO2-Fußabdruck verschieben.

  1. Zweipersonenhaushalt: 3.965 kg CO2 im Jahr

    „Wie viel CO2 verursacht ein Zwei-Personen-Haushalt mit Gasheizung?“

    Eingabe
    2.500 kWh Strom (Normaltarif), 15.000 kWh Erdgas, Warmwasser über Heizung, 2 Personen
    Ergebnis
    3.965 kg CO2/Jahr (Strom 950 kg, Heizung 3.015 kg), 1.983 kg pro Kopf – 465 kg über dem Referenzwert
  2. Einfamilienhaus mit vier Personen: 5.051 kg CO2

    „Wie viel CO2 stößt ein Einfamilienhaus mit vier Personen aus?“

    Eingabe
    4.300 kWh Strom (Normaltarif), 17.000 kWh Erdgas, 4 Personen
    Ergebnis
    5.051 kg CO2/Jahr, 1.263 kg pro Kopf, größter Verursacher: Heizung mit 3.417 kg
  3. Ökostrom-Wechsel: 888 kg CO2 sparen

    „Wie stark senkt ein Ökostromtarif den CO2-Fußabdruck beim Strom?“

    Eingabe
    2.500 kWh Strom, Stromtarif von Normaltarif auf Ökostrom umgestellt
    Ergebnis
    Stromblock sinkt von 950 auf 63 kg CO2 – Einsparpotenzial 888 kg, von Rechner separat ausgewiesen
  4. Wärmepumpe statt Gasheizung: 1.386 kg weniger

    „Wie viel CO2 spart eine Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung?“

    Eingabe
    15.000 kWh Wärmebedarf, Heizungsart Wärmepumpe (JAZ 3,5) statt Erdgas
    Ergebnis
    1.629 kg CO2 statt 3.015 kg CO2 – eine Einsparung von 1.386 kg bei gleichem Wärmebedarf
  5. CO2-Kostenaufteilung: Vermieter zahlt 60 Prozent

    „Wie teilen sich Vermieter und Mieter die CO2-Kosten nach dem CO2-Kostenaufteilungsgesetz?“

    Eingabe
    15.000 kWh Erdgas (3.015 kg CO2 laut Rechner) bei 80 m² Wohnfläche = 37,7 kg CO2/m²/Jahr
    Ergebnis
    Stufe 37 bis unter 42 kg CO2/m²: Vermieter trägt 60 %, Mieter 40 % der CO2-Kosten

    CO2-Preis-Rechner

  6. Warmwasser separat: 950 kg CO2 zusätzlich

    „Wie viel CO2 verursacht elektrisch erzeugtes Warmwasser zusätzlich zur Heizung?“

    Eingabe
    Warmwasserbereitung auf „Elektrisch separat“, 2.500 kWh Warmwasserverbrauch, Normaltarif
    Ergebnis
    950 kg CO2 zusätzlicher Warmwasser-Block – Gesamtbilanz steigt von 3.965 auf 4.915 kg

Berechnung

CO2-Fußabdruck Formel: So rechnet der Haushalt-Rechner

Verstehe den Formelweg.

CO₂-Fußabdruck Formel: Jahresemissionen (kg CO₂e) = Jahresverbrauch (kWh) × Emissionsfaktor (kg CO₂e/kWh). Strom DE-Mix: 3.500 kWh × 0,38 = 1.330 kg CO₂e.

Erdgas: 14.000 kWh × 0,201 = 2.814 kg CO₂e. Summe = 4.144 kg CO₂e/Jahr. Pro Kopf (3 Personen): 1.381 kg. Die Berechnung folgt dem Emissionsfaktor-Prinzip: Emissionen je Bereich = Verbrauch mal spezifischer CO2e-Faktor.

Anschließend werden Strom, Heizung und Warmwasser zu einem Jahreswert in Kilogramm CO2e aufsummiert. Beispiel: 3.200 kWh Strom mit dem Normaltarif-Faktor 0,38 kg CO2e pro kWh ergeben 1.216 kg CO2e.

Wenn dazu 12.000 kWh Gas mit 0,201 kg CO2e pro kWh kommen, entstehen weitere 2.412 kg CO2e. Genau diese Zerlegung macht sichtbar, warum Heizenergie in vielen Haushalten den größten Anteil ausmacht.

Weil jeder Bereich seinen eigenen Faktor mitbringt, sind die Zahlen untereinander nicht beliebig austauschbar: Eine Kilowattstunde Strom wiegt im deutschen Mix rund doppelt so schwer wie eine Kilowattstunde Erdgas, während Holzpellets mit 0,025 kg je Kilowattstunde bilanziell deutlich leichter ausfallen.

Für die Wärmepumpe rechnet der Rechner anders: Er teilt die Heizenergie zuerst durch die Jahresarbeitszahl 3,5 und bewertet erst den daraus entstehenden Strombedarf mit 0,38 kg je Kilowattstunde.

Heizöl liegt bei 0,266, Fernwärme bei 0,175 und Nachtspeicherstrom bei 0,38 kg CO2e je Kilowattstunde.

Am Ende steht die Summe aller drei Bereiche und, geteilt durch die Personenzahl im Haushalt, ein Pro-Kopf-Wert, der sich erst dadurch sinnvoll mit dem Bundesdurchschnitt vergleichen lässt.

Die Emissionsfaktoren sind gemittelte Kennwerte und liefern eine belastbare Größenordnung, aber keine auf das Kilogramm genaue Bilanz.

Nachschlagen

CO₂-Emissionsfaktoren je Energieträger (Deutschland 2024/2026)

Diese Faktoren gehen direkt in den CO₂-Fußabdruck-Haushalt-Rechner ein. Ein Wechsel von Erdgas (0,201 kg/kWh) auf eine Wärmepumpe mit Ökostrom (< 0,01 kg/kWh) reduziert die Heizungsemissionen um über 95 %.

CO₂-Faktor in kg CO₂e je kWh Endenergie; BEHG-Aufschlag bei 65 €/t CO₂ (2026)
EnergieträgerCO₂-Faktor (kg/kWh)BEHG-Aufschlag 2026 (Ct/kWh)Einordnung / Praxiswert
Strom (DE-Mix 2024)0,380nicht BEHG (ETS)Hoher Faktor; Ökostrom wählen
Strom (Ökostrom, zertifiziert)0,025—Nahezu klimaneutral
PV-Eigenverbrauch0,030—Nahezu klimaneutral
Erdgas (H-Gas)0,201+1,31 Ct/kWh18.000 kWh/a → 236 €/a CO₂-Abgabe
Heizöl (EL)0,266+1,73 Ct/kWh2.000 L → 346 €/a CO₂-Abgabe
Flüssiggas (LPG)0,231+1,50 Ct/kWhOft in Gebieten ohne Gasanschluss
Fernwärme (DE-Mix)0,175+1,14 Ct/kWhStark variierend je lokalem Netz
Holzpellets0,025+0,16 Ct/kWhBiogen; nahezu klimaneutral bilanziert
Wärmepumpe (JAZ 3,5, Strommix)0,109nicht BEHG (ETS)0,380 ÷ 3,5; bestes Fossil-Alternativziel
Wärmepumpe (JAZ 3,5, Ökostrom)0,009—0,025 ÷ 3,5; nahezu CO₂-frei
Nachtspeicherstrom0,380nicht BEHG (ETS)Identisch mit DE-Strommix
Steinkohle0,337+2,19 Ct/kWhHöchster fossiler Emissionsfaktor

CO₂-Faktoren: Umweltbundesamt (UBA) 2024, IPCC AR6 (GWP 100a). BEHG-CO₂-Preis 2026: 65 €/t (§10 BEHG). Aufschlag = Faktor (kg/kWh) × 65 (€/t) ÷ 1.000 (kg/t) × 100 = Ct/kWh. Strom unterliegt dem EU-ETS; kein direkter BEHG-Zuschlag auf der Stromrechnung.

CO₂-Kostenaufteilung zwischen Vermieter und Mieter (CO2KostAufG)

Das CO2-Kostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG) verteilt die CO2-Kosten fossil beheizter Mietwohnungen nach dem CO2-Ausstoß je Quadratmeter Wohnfläche: Den Heizungs-CO2-Wert aus diesem Rechner durch die Wohnfläche geteilt ergibt kg CO₂/m²/Jahr und damit die passende Stufe.

Zehn-Stufen-Modell nach CO2-Kostenaufteilungsgesetz: Vermieter- und Mieteranteil je kg CO₂ pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr
CO₂-Ausstoß (kg CO₂/m²/Jahr)VermieteranteilMieteranteil
unter 120 %100 %
12 bis unter 1710 %90 %
17 bis unter 2220 %80 %
22 bis unter 2730 %70 %
27 bis unter 3240 %60 %
32 bis unter 3750 %50 %
37 bis unter 4260 %40 %
42 bis unter 4770 %30 %
47 bis unter 5280 %20 %
52 und mehr95 %5 %

Quelle: CO2-Kostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG), Anlage zu §§ 5–7, gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/anlage.html (geprüft 27.09.2026). Gilt für vermietete Wohngebäude mit fossiler Heizung (Erdgas, Heizöl, fossile Fernwärme); für eine verbindliche Abrechnung zählen die Werte der Heizkostenabrechnung, nicht nur eine Rechner-Schätzung.

Ausblick

Was ändert sich 2027 beim CO2-Preis und Strommix?

Was sich zum Jahres- oder Periodenwechsel ändert – mit Datumsstempel und Herkunft.

  • Der CO2-Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Zertifikat, der seit 2026 im nationalen Emissionshandel (nEHS) für Erdgas und Heizöl gilt, wird laut Kabinettsbeschluss vom 12. August 2026 zur dritten BEHG-Novelle unverändert auch für 2027 fortgeschrieben – der tatsächliche CO2-Preis bildet sich seither über Versteigerungen und steht deshalb erst nach den Auktionsterminen exakt fest, nicht mehr als gesetzlich fixierter Einzelwert wie noch bis 2025.
  • Als Sicherheitsmechanismus steigt 2027 der gesetzlich festgelegte Mehrerlöspreis (Surplus-Preis) von 68 auf 73 Euro pro Tonne CO2 und der Ankaufspreis für Restmengen von 70 auf 75 Euro pro Tonne – beide Werte begrenzen, wie weit der Auktionspreis nach oben ausschlagen kann, ohne den Korridor selbst zu verändern.
  • Das Umweltbundesamt hat mit dem Bericht CC 16/2026 (März 2026) bereits einen vorläufigen deutschen Strommix-Emissionsfaktor für 2025 von 0,344 kg CO2 pro Kilowattstunde veröffentlicht – niedriger als der aktuell in diesem Rechner hinterlegte, offiziell bestätigte 2024-Wert von 0,380 kg CO2/kWh. Sobald der 2025er-Wert final bestätigt ist, sinkt der Stromblock für alle Nutzer im Normaltarif spürbar, ohne dass sich am eigenen Verbrauch etwas ändert.

Stand: 27.09.2026 · Quelle: BDEW zur dritten BEHG-Novelle (Kabinettsbeschluss 12.08.2026); Umweltbundesamt, Bericht CC 16/2026 (März 2026)

Expertenmodus

Häufige Fragen zu CO₂-Fußabdruck Haushalt

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie berechnet man den CO2-Fußabdruck eines Haushalts aus Strom und Heizung?

Berechnet wird der CO2-Fußabdruck, indem der Jahresverbrauch jedes Energiebereichs mit seinem spezifischen Emissionsfaktor multipliziert und die drei Blöcke Strom, Heizung und Warmwasser anschließend addiert werden.

Bei 2.500 kWh Strom im Normaltarif (Faktor 0,38 kg CO2/kWh) entstehen 950 kg, bei 15.000 kWh Erdgas (Faktor 0,201) weitere 3.015 kg — zusammen 3.965 kg CO2 im Jahr, bei zwei Personen also 1.983 kg pro Kopf.

Läuft das Warmwasser über die Heizung, zählt es bereits in der Heizenergie mit und wird separat mit 0 kg ausgewiesen, um keine Doppelzählung zu erzeugen.

Trage für ein belastbares Ergebnis die eigenen Verbrauchswerte aus der letzten Jahresabrechnung ein statt geschätzter Werte, denn schon 10 Prozent Abweichung beim Verbrauch verschieben das Ergebnis spürbar.

Die hinterlegten Emissionsfaktoren sind bundesweite Durchschnittswerte und bilden regionale Unterschiede im Strommix oder bei Fernwärme nur näherungsweise ab, weshalb das Resultat eine belastbare Größenordnung liefert, aber keine zertifizierte Bilanz ersetzt.

Wie viel CO2 stößt ein Einfamilienhaus mit vier Personen im Jahr aus?

Ein Einfamilienhaus mit vier Personen, 4.300 kWh Stromverbrauch im Normaltarif und 17.000 kWh Erdgas für die Heizung kommt laut Rechner auf 5.051 kg CO2 im Jahr: 1.634 kg entfallen auf Strom, 3.417 kg auf die Heizung, macht pro Kopf 1.263 kg.

Damit bleibt die Heizung mit rund zwei Dritteln der klar größere Block, während der Stromanteil trotz des höheren Verbrauchs gegenüber einem Zwei-Personen-Haushalt deutlich kleiner ausfällt.

Ein Wechsel auf Ökostrom würde in diesem Beispiel 1.527 kg CO2 einsparen, ohne dass sich am Verbrauch etwas ändert — probiere das direkt im Rechner mit den eigenen Werten aus deiner Heizkostenabrechnung aus.

Wichtig zur Einordnung: Reale Einfamilienhäuser weichen je nach Baujahr, Dämmstandard und Witterungsjahr stark von diesem Beispiel ab, weshalb der Wert nur mit den tatsächlichen Verbrauchsdaten des eigenen Gebäudes aussagekräftig wird.

Was sind die drei größten CO2-Verursacher im Haushalt?

Im Wohnbereich sind Heizung, Strom und Warmwasser die drei Blöcke, die der Rechner erfasst — in den meisten deutschen Haushalten mit fossiler Heizung liegt die Heizung mit deutlichem Abstand vorn.

Im Standardbeispiel mit 15.000 kWh Erdgas und 2.500 kWh Strom entfallen 3.015 kg auf die Heizung und nur 950 kg auf den Strom, macht die Heizung zum ausgewiesenen größten Verursacher.

Wird Warmwasser elektrisch separat statt über die Heizung erzeugt, kommen bei 2.500 kWh Verbrauch weitere 950 kg hinzu — dann liegt die Gesamtbilanz bei 4.915 kg statt 3.965 kg.

Setze deshalb zuerst bei der Heizung an, etwa durch eine niedrigere Vorlauftemperatur oder einen Energieträgerwechsel, statt zuerst kleinere Stromsparmaßnahmen umzusetzen.

Außerhalb des Wohnbereichs zählen laut Umweltbundesamt Mobilität und Ernährung zu den weiteren großen CO2-Quellen im Alltag — sie fließen in diesen Rechner bewusst nicht ein, da er sich auf Strom, Heizung und Warmwasser beschränkt.

Was ist ein guter CO2-Fußabdruck für Strom und Heizung im Haushalt?

Als sehr klimafreundlich gilt im Rechner ein Gesamtwert unter 2.000 kg CO2 im Jahr, als klimafreundlich der Bereich zwischen 2.000 und 5.000 kg — darüber, zwischen 5.000 und 10.000 kg, liegt ein Haushalt im durchschnittlichen Bereich, und ab 10.000 kg weist der Rechner einen hohen CO2-Ausstoß aus.

Ein Zwei-Personen-Haushalt mit dem Standardbeispiel aus 2.500 kWh Strom und 15.000 kWh Gas erreicht 3.965 kg und fällt damit noch in die klimafreundliche Kategorie, ein Vier-Personen-Haushalt mit 17.000 kWh Gas landet bei 5.051 kg bereits im durchschnittlichen Bereich.

Als längerfristige Zielmarke gilt ein Pro-Kopf-Wert von unter 1.000 kg allein für Wohnen und Energie, deutlich unter dem hinterlegten Referenzwert von 1.750 kg pro Person.

Wer die eigene Kategorie verbessern will, sollte zuerst den laut Rechner größten Block angehen, weil das den Gesamtwert am stärksten senkt.

Alle vier Kategorien sind Orientierungsstufen und keine amtliche Klassifizierung, da sie auf durchschnittlichen Emissionsfaktoren beruhen.

Wie stark senkt ein Wechsel zu Ökostrom den CO2-Fußabdruck beim Strom?

Ein Wechsel zu zertifiziertem Ökostrom senkt den Stromblock im Rechner um rund 93 Prozent, weil der Emissionsfaktor von 0,38 auf 0,025 kg CO2 pro Kilowattstunde fällt.

Bei 2.500 kWh Jahresverbrauch sinkt der Stromanteil dadurch von 950 auf 63 kg CO2 — eine Ersparnis von 888 kg, die der Rechner direkt als eigenen Ergebniswert ausweist.

Diese Einsparung ist unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch: Bei einem Vier-Personen-Haushalt mit 4.300 kWh liegt der Effekt sogar bei 1.527 kg, weil sich der Faktorunterschied mit der Strommenge vervielfacht.

Ein Tarifwechsel lässt sich meist ohne technische Umbauten und ohne Vertragsstrafen innerhalb weniger Wochen umsetzen, sofern die aktuelle Kündigungsfrist eingehalten wird.

Zu beachten bleibt: Der Effekt betrifft ausschließlich den Stromblock — die Heizung bleibt unverändert, sodass in einem Gasheizungs-Haushalt trotz Tarifwechsel meist weiterhin die Heizung der größte Einzelposten ist.

Wie wird der CO2-Ausstoß einer Wärmepumpe im Rechner berechnet?

Bei einer Wärmepumpe teilt der Rechner den eingegebenen Heizenergiebedarf zunächst durch die feste Jahresarbeitszahl 3,5 und bewertet den daraus entstehenden Strombedarf mit dem deutschen Strommix von 0,38 kg CO2 pro Kilowattstunde.

Für 15.000 kWh Wärmebedarf ergibt das rund 4.286 kWh Strom und damit 1.629 kg CO2 — deutlich weniger als die 3.015 kg, die eine Gasheizung bei gleichem Bedarf verursacht, eine Einsparung von 1.386 kg allein durch den Heizungstyp.

Wer über einen Wärmepumpentausch nachdenkt, sollte diesen Vergleich mit dem eigenen Wärmebedarf aus der letzten Heizkostenabrechnung nachrechnen, um die realistische Größenordnung der Einsparung zu sehen.

Eine wichtige Einschränkung: Die Wärmepumpen-Emissionen rechnen in diesem Rechner unabhängig vom gewählten Stromtarif immer mit dem allgemeinen deutschen Strommix — wer zusätzlich einen zertifizierten Ökostromtarif hat, sieht diesen Effekt nur im separat ausgewiesenen Stromblock für den übrigen Haushaltsstrom, nicht im Wärmepumpen-Anteil selbst.

Wie teilen sich Vermieter und Mieter die CO2-Kosten nach dem CO2-Kostenaufteilungsgesetz?

Das CO2-Kostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG) verteilt die CO2-Kosten fossil beheizter Mietwohnungen in zehn Stufen nach dem CO2-Ausstoß je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr: Unter 12 kg CO2/m² zahlt der Mieter die vollen 100 Prozent, ab 52 kg CO2/m² trägt der Vermieter 95 Prozent, dazwischen steigt der Vermieteranteil in 5-kg-Schritten von 10 auf 90 Prozent.

Ein Beispiel mit den Rechnerwerten: 15.000 kWh Erdgas ergeben 3.015 kg CO2 für die Heizung; bei 80 Quadratmetern Wohnfläche sind das 37,7 kg CO2 je Quadratmeter, also die Stufe 37 bis unter 42 kg — der Vermieter trägt hier 60 Prozent, der Mieter 40 Prozent.

Um die eigene Stufe zu bestimmen, teile den mit diesem Rechner ermittelten Heizungs-CO2-Wert durch die Wohnfläche der Mietwohnung.

Das Gesetz gilt ausschließlich für vermietete Wohnungen mit fossiler Heizung (Gas, Öl, Fernwärme aus fossilen Quellen) und benötigt für eine verbindliche Abrechnung die genauen Werte aus der Heizkostenabrechnung, nicht nur eine Rechner-Schätzung.

Wie hoch ist der CO2-Fußabdruck im Vergleich zum deutschen Durchschnitt?

Der Rechner vergleicht die Haushaltsbilanz mit einem Referenzwert von 1.750 kg CO2 pro Person und Jahr für Strom und Heizung — für zwei Personen also 3.500 kg.

Im Standardbeispiel mit 3.965 kg Gesamtbilanz liegt der Haushalt damit 465 kg über diesem Referenzwert, was der Rechner als eigenen Vergleichswert ausweist.

Dieser Referenzwert ist deutlich kleiner als der gesamte deutsche Pro-Kopf-Ausstoß von rund 11 Tonnen CO2 im Jahr, weil Letzterer zusätzlich Mobilität, Ernährung und Konsum umfasst und damit nicht direkt mit dem reinen Wohnbereich vergleichbar ist.

Nutze den eigenen Abstand zum Referenzwert als Ausgangspunkt für die nächste Maßnahme: Ein positiver Wert zeigt, wie viele Kilogramm eine Verbesserung wie ein Tarifwechsel oder eine Verbrauchssenkung mindestens erreichen sollte.

Wichtig bei der Einordnung bleibt, dass beide Vergleichswerte auf Durchschnittsfaktoren beruhen und individuelle Haushalte je nach Gebäude und Verhalten davon abweichen.

Was kostet die CO2-Abgabe 2026 für Erdgas und Heizöl konkret?

Der nationale CO2-Preis nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) liegt 2026 bei 65 Euro pro Tonne CO2, was bei Erdgas (Faktor 0,201 kg CO2/kWh) einem Aufschlag von 1,31 Cent je Kilowattstunde entspricht — bei 18.000 kWh Jahresverbrauch macht das rund 236 Euro CO2-Abgabe.

Bei Heizöl (0,266 kg/kWh) liegt der Aufschlag bei 1,73 Cent je Kilowattstunde, für 2.000 Liter (rund 20.000 kWh) ergibt das etwa 346 Euro im Jahr.

Strom ist von dieser Abgabe ausgenommen, weil er dem europäischen Emissionshandel (EU-ETS) unterliegt statt dem nationalen BEHG, weshalb auf der Stromrechnung kein direkter CO2-Aufschlag erscheint.

Nutze die im Rechner ausgewiesenen Heizungs- und Warmwasserwerte in kg CO2, um den eigenen BEHG-Anteil überschlägig hochzurechnen, bevor du die genaue Summe mit einem spezialisierten CO2-Preis-Rechner ermittelst.

Der Satz von 65 Euro gilt für 2026 und steigt in den Folgejahren laut Gesetz weiter an, sodass ältere Vergleichswerte aus Vorjahren nicht mehr gelten.

Wie kann ich meinen CO2-Fußabdruck im Haushalt am schnellsten senken?

Am schnellsten wirken ein Tarifwechsel zu Ökostrom, eine moderate Absenkung der Raumtemperatur und ein bewussterer Warmwasserverbrauch, weil alle drei ohne bauliche Maßnahmen sofort umsetzbar sind.

Wird die Heizung bei 15.000 kWh Gasverbrauch um 20 Prozent gedrosselt, sinkt der Verbrauch auf 12.000 kWh und die Heizungsemissionen fallen von 3.015 auf 2.412 kg CO2 — eine Ersparnis von 603 kg im Jahr allein durch geringeren Verbrauch.

Kombiniert mit dem Ökostromwechsel, der beim Standardbeispiel weitere 888 kg einspart, sinkt die Gesamtbilanz so von 3.965 auf rund 2.475 kg.

Rechne diese Kombination direkt mit den eigenen Werten im Rechner nach, um zu sehen, welche Maßnahme in deinem Haushalt den größten Einzeleffekt bringt.

Diese kurzfristigen Hebel ersetzen aber keine energetische Sanierung: Bei einem schlecht gedämmten Altbau bleibt die Heizung trotz aller Verhaltensänderungen der mit Abstand größte Block, und nur eine bessere Dämmung oder ein Heizungstausch senken den Wärmebedarf selbst dauerhaft.

Hinweise

CO2-Kostenaufteilungsgesetz und CO2-Preis 2026 für Vermieter und Mieter

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

CO₂-Kosten 2026 – Kurzübersicht: CO₂-Preis 2026 = 65 €/t (BEHG). Erdgas: +1,31 Ct/kWh → 18.000 kWh/a kosten 236 €/a CO₂-Abgabe.

Heizöl: +1,73 Ct/kWh → 2.000 L kosten 346 €/a. Strom unterliegt dem EU-ETS, nicht dem BEHG. Die CO₂-Abgabe für deinen konkreten Verbrauch in Euro berechnet der CO₂-Preis-Rechner.

Mieter-Anteil nach CO2KostAufG (Anlage zu § 5): ab ≥ 52 kg CO₂/m²/Jahr trägt der Vermieter 95 %; unter 12 kg CO₂/m²/Jahr trägt der Mieter 100 %. Bei 37 bis unter 42 kg beträgt der Vermieter-Anteil 60 %.

Wenn ein 3-Personen-Haushalt 3.500 kWh Strom (Normaltarif, Faktor 0,38 kg CO2e/kWh) und 14.000 kWh Gas (Faktor 0,201 kg CO2e/kWh) eingibt und das Warmwasser über die Heizung läuft, zeigt das Ergebnis 1.330 kg CO2e für Strom und 2.814 kg CO2e für die Heizung – insgesamt 4.144 kg CO2e jährlich, also 1.381 kg pro Kopf.

Das bedeutet fachlich: Die Gasheizung ist mit rund 68 % der größte Einzelblock und sollte zuerst adressiert werden – der Rechner weist sie deshalb explizit als größten Verursacher aus.

Reduziere dann entweder die Vorlauftemperatur oder prüfe einen Energieträgerwechsel, weil eine Senkung des Gasverbrauchs um 20 % die Gesamtbilanz um 563 kg CO2e verringert – das entspricht rund 14 % der Gesamtemissionen.

Das Ergebnis zeigt CO₂ gesamt sowie getrennt den Anteil Strom, Heizung und Warmwasser, dazu den Pro-Kopf-Wert, sodass du den Haushaltswert direkt mit dem Bundesdurchschnitt von 11 Tonnen CO₂ pro Person als Zielgröße vergleichen kannst.

Als Reihenfolge bewährt sich, zuerst den größten Block anzugehen und erst danach die kleineren: Eine Maßnahme, die zehn Prozent im Wärmebereich bringt, wiegt in der Gesamtbilanz meist schwerer als eine, die zwanzig Prozent beim ohnehin kleineren Stromblock spart.

Rechne die Bilanz nach jeder Umstellung neu, denn die Rangfolge der Bereiche kann sich dadurch verschieben. Unvermeidbare Restemissionen lassen sich mit dem CO₂-Kompensationsrechner ausgleichen. CO₂ pro Kopf: Klimaziel unter 1 Tonne, Durchschnitt 11, Beispiel 1,4 Tonnen für Wohnen

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ein 3-Personen-Haushalt erfasst seinen Jahresausstoß bereichsweise: 3.500 kWh Strom im Normaltarif mit dem hinterlegten Faktor 0,38 kg CO2e/kWh ergeben 1.330 kg CO2e, 14.000 kWh Gas mit 0,201 kg CO2e/kWh ergeben 2.814 kg CO2e, und das Warmwasser läuft über die Heizung, wird also mit 0 kg separat ausgewiesen.

Aufsummiert ergibt das 4.144 kg CO2e im Jahr. Der Rechner nennt als größten Verursacher ausdrücklich die Heizung: Sie bildet mit 2.814 kg CO2e den wichtigsten Hebel für eine Reduktion. Pro Kopf sind das 1.381 kg.

Der Rechner vergleicht mit einem Referenzwert von 1.750 kg je Person, für drei Personen also 5.250 kg — die Bilanz liegt damit 1.106 kg darunter.

Senkt der Haushalt den Gasverbrauch um 20 Prozent auf 11.200 kWh, etwa über eine niedrigere Vorlauftemperatur, sinkt die Wärmebilanz auf 2.251 kg CO2e und die Gesamtbilanz auf 3.581 kg — eine Ersparnis von 563 kg.

In einem zweiten Durchlauf prüft der Haushalt den Stromblock: Ein Wechsel zu Ökostrom mit dem hinterlegten Faktor 0,025 kg CO2e je Kilowattstunde drückt die 1.330 kg auf 88 kg und die bereits reduzierte Gesamtbilanz von 3.581 kg auf 2.339 kg.

Genau dieses Einsparpotenzial von 1.242 kg weist der Rechner als eigenen Ergebniswert aus. Damit rückt die Wärme noch deutlicher an die Spitze der Rangliste, und die Reihenfolge der nächsten Maßnahmen ergibt sich von selbst.

Alle Zahlen bleiben dabei Orientierungswerte ohne Gewähr, weil die Emissionsfaktoren Durchschnitte sind und der reale Ausstoß je nach Anbieter abweicht. Praxisbeispiel 3-Personen-Haushalt: Gasheizung 2.814 kg als größter CO2-Block von 4.144 kg

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Haushaltsbilanzen werden oft mit Monatswerten gestartet und ohne saubere Hochrechnung als Jahresergebnis interpretiert. Der folgenreichste Fehler an diesem Rechner ist aber die Doppelzählung beim Warmwasser: Wer die Warmwasserbereitung auf „über Heizung“ stehen lässt und den Verbrauch zusätzlich als separaten Block einträgt, zählt dieselben Kilowattstunden zweimal.

Nur bei getrennter elektrischer oder gasbetriebener Bereitung gehört ein eigener Wert hinein — sonst weist der Rechner korrekt 0 kg aus.

Ebenso häufig wird der Rechner mit einer Gesamtbilanz verwechselt: Er deckt Strom, Heizung und Warmwasser ab, nicht Mobilität, Ernährung oder Konsum.

Wer den ausgewiesenen Pro-Kopf-Wert direkt gegen die 11 Tonnen des Bundesdurchschnitts hält, vergleicht deshalb einen Teilbereich mit einer Vollbilanz und wähnt sich zu gut.

Ein weiterer Fehler ist, den Wert ohne Bezug auf die Haushaltsgröße zu lesen: Ein Vier-Personen-Haushalt liegt in der Summe zwangsläufig über einem Single-Haushalt, pro Kopf aber häufig deutlich darunter, weil sich Wärme und Grundlasten auf mehrere Schultern verteilen.

Der hinterlegte Referenzwert skaliert deshalb mit der Haushaltsgröße: 1.750 kg je Person, also 3.500 kg für zwei und 7.000 kg für vier Personen.

Der Vergleich bewertet die Haushaltsgröße damit mit, statt größere Haushalte automatisch schlechter dastehen zu lassen.

Ebenso irreführend ist es, eine einmal erstellte Bilanz als dauerhaft gültig zu behandeln, obwohl sich Emissionsfaktoren, Strommix und das eigene Verbrauchsverhalten von Jahr zu Jahr verändern.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der CO2-Fußabdruck-Haushalt-Rechner zerlegt den Ausstoß deines Wohnens nach Strom, Heizung und Warmwasser in konkrete kg CO2e, nennt den größten Verursacher beim Namen und weist das Einsparpotenzial eines Ökostromwechsels als eigenen Wert aus.

Plane für den größten Block eine konkrete Maßnahme und überprüfe danach erneut, ob das Ziel des deutschen Durchschnittspfads von unter 1 Tonne CO2e pro Kopf realistisch erreichbar ist.

Beachte dabei, dass der Rechner bewusst nur den Wohnbereich abbildet: Mobilität, Ernährung und Konsum sind nicht enthalten, weshalb der Pro-Kopf-Wert deutlich unter den 11 Tonnen des Bundesdurchschnitts liegt.

Lies die Zahl als Größenordnung, nicht als exakte Messung: Die hinterlegten Emissionsfaktoren sind Durchschnittswerte, sodass das Ergebnis ein Orientierungswert ohne Gewähr bleibt.

Für die Praxis reicht das völlig aus, denn entscheidend ist nicht die dritte Stelle hinter dem Komma, sondern die Rangfolge der Bereiche.

Wiederhole die Bilanz nach jeder größeren Umstellung – etwa nach einem Heizungstausch oder einem Anbieterwechsel – und prüfe, ob sich der größte Hebel verschoben hat.

Den CO₂-Ausstoß des täglichen Arbeitswegs – nach Verkehrsmittel, Homeoffice-Tagen und Mitfahrerstatus – berechnet der Pendel-CO₂-Rechner.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Gesamt 3.525 kg CO2/Jahr (Strom nur noch 108 kg, Heizung weiterhin 3.417 kg), pro Person 881 kg

Umstieg auf Ökostrom bei gleichem Verbrauch

Jährlicher Stromverbrauch
4.300 kWh
Stromtarif
Ökostrom
Jährlicher Heizenergieverbrauch
17.000 kWh
Heizungsart
Erdgas

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Gesamt 3.480 kg CO2/Jahr (Heizanteil sinkt von 3.417 auf 1.846 kg), pro Person 870 kg

Gleicher Haushalt mit Wärmepumpe statt Gasheizung

Jährlicher Stromverbrauch
4.300 kWh
Jährlicher Heizenergieverbrauch
17.000 kWh
Heizungsart
Wärmepumpe
Anzahl Personen im Haushalt
4

Beispiel 3 · Komplex · Gesamt 3.965 kg CO2/Jahr (Strom 950 kg, Heizung 3.015 kg), pro Person 1.983 kg

Zweipersonenhaushalt mit Standardverbrauch

Jährlicher Stromverbrauch
2.500 kWh
Jährlicher Heizenergieverbrauch
15.000 kWh
Heizungsart
Erdgas
Anzahl Personen im Haushalt
2

Beispiel 4 · Komplex · Gesamt 4.915 kg CO2/Jahr (Strom 950 kg, Heizung 3.015 kg, Warmwasser 950 kg), pro Person 2.458 kg

Warmwasser elektrisch separat statt über die Heizung

Jährlicher Stromverbrauch
2.500 kWh
Jährlicher Heizenergieverbrauch
15.000 kWh
Heizungsart
Erdgas
Warmwasserbereitung
Elektrisch separat

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 5 · Komplex · Gesamt 2.475 kg CO2/Jahr (Strom 63 kg, Heizung 2.412 kg), pro Person 1.238 kg

Kombination aus Verbrauchssenkung und Ökostromwechsel

Jährlicher Stromverbrauch
2.500 kWh
Stromtarif
Ökostrom
Jährlicher Heizenergieverbrauch
12.000 kWh
Heizungsart
Erdgas

Weitere 1 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

CO2-Emissionsfaktor-RechnerCO2-Ausstoß einer beliebigen Energiemenge für alle gängigen Energieträger berechnen.Energieeffizienzklasse-RechnerEnergieeffizienzklasse des Hauses aus dem Endenergiebedarf in kWh/(m²·a) bestimmen: Einordnung von A+ bis H nach GModG, Jahresenergie, Kosten und Einsparpotenzial.U-Wert-RechnerU-Wert von Wand, Dach oder Boden aus den Bauteil-Schichten mit Dicke und λ berechnen: Wärmedurchgangskoeffizient, R-Wert und Abgleich mit dem GModG-Höchstwert.CO₂-Vergleich E-Auto vs. Benzin vs. DieselCO₂-Ausstoß E-Auto, Benziner und Diesel vergleichen – inkl. Fahrzeugproduktion. Break-Even und Einsparung über Nutzungsdauer. Sind E-Autos wirklich klimafreundlicher?Ventilator-Stromkosten-RechnerStromkosten und -verbrauch eines Ventilators pro Tag, Monat und Sommer aus Leistung, Laufzeit und Strompreis. Mit Kostenvergleich der Ventilatortypen.Klimaanlage-Stromkosten-RechnerStromkosten und -verbrauch einer Klimaanlage pro Tag, Monat und Sommer aus Leistung, Laufzeit und Strompreis. Mit Gerätevergleich und Ventilator-Gegenüberstellung.GWP-Rechner (CO₂-Äquivalent)CO₂-Äquivalent aus Füllmenge und GWP-Wert des Kältemittels berechnen. Zeigt Dichtheitsprüfungspflicht und F-Gase-VO-Einordnung.Weihnachtsbaum-RechnerBerechnet die passende Baumhöhe aus der Raumhöhe, den Bedarf an Lichterkette und Christbaumkugeln nach Baumform und Dekostil sowie den Kosten- und CO2-Vergleich zwischen echtem und künstlichem Weihnachtsbaum.Strom-RechnerStromkosten berechnen, Gerät analysieren, Haushaltsverbrauch schätzen und Standby-Kosten ermitteln – ein Rechner mit vier Modi für alle Stromfragen.Photovoltaik-AmortisationAmortisation und Gesamtrendite einer PV-Anlage über 20 Jahre. Eigenverbrauch, Einspeisevergütung, Strompreissteigerung und Moduldegradation.E-Auto vs. Verbrenner KostenvergleichTCO-Vergleich E-Auto und Verbrenner: Anschaffung, Strom/Sprit, Wartung, Versicherung, Wertverlust. Break-Even und Kosten pro km – wann lohnt sich das E-Auto?Reichweiten-Rechner E-AutoRealistische Reichweite berechnen nach Temperatur, Tempo und Klimatisierung.Gasverbrauch-RechnerGasverbrauch aus m³ oder kWh umrechnen, Jahreskosten mit Arbeitspreis und Grundpreis berechnen und Verbrauch, CO₂ sowie Heizvergleich sauber einordnen.LED-EinsparrechnerStrom- und Geldersparnis durch Umstieg von Glühbirne, Halogen oder Energiesparlampe auf LED. Amortisationszeit und CO₂-Einsparung – viele Haushalte haben noch alte Leuchtmittel.HeizlastrechnerUeberschlaegige Heizlast nach Baualtersklasse oder aus Verbrauchsdaten berechnen: Heizlast in kW, spezifische Heizlast in W/m² und Einordnung nach BDH/VdZ-Ueberschlagswerten.

Weiternutzung

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  • Gestapelter Balken: Wohnen 45%, Mobilität 20%, Ernährung 15%, Konsum 20%. 11 Tonnen Durchschnitt.

    CO₂-Fußabdruck: Verteilung

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           alt="Gestapelter Balken: Wohnen 45%, Mobilität 20%, Ernährung 15%, Konsum 20%. 11 Tonnen Durchschnitt."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/co2-klimabilanz/co2-fussabdruck-haushalt">CO₂-Fußabdruck: Verteilung auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Horizontale Skala 0-15t CO₂e/Person mit Markierungen bei Klimaziel, Vorbildlich, Durchschnitt und Beispielwert.

    CO₂ pro Kopf – Referenzskala

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/co2-klimabilanz/co2-fussabdruck-haushalt">CO₂ pro Kopf – Referenzskala auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Visualisierung der CO₂-Emissionen eines 3-Personen-Haushalts aufgeteilt nach Gasheizung (2.814 kg), Strom (1.330 kg) und Warmwasser (0 kg, über Heizung). Gasverbrauch -20 % spart 563 kg CO₂e pro Jahr.

    CO₂-Bilanz eines 3-Personen-Haushalts

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           alt="Visualisierung der CO₂-Emissionen eines 3-Personen-Haushalts aufgeteilt nach Gasheizung (2.814 kg), Strom (1.330 kg) und Warmwasser (0 kg, über Heizung). Gasverbrauch -20 % spart 563 kg CO₂e pro Jahr."
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/co2-klimabilanz/co2-fussabdruck-haushalt">CO₂-Bilanz eines 3-Personen-Haushalts auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Infografik: CO₂-Reduktion: Maßnahmen im Überblick, EINSPARUNG PRO PERSON/JAHR (t CO₂), Fernflug vermeiden (1×), −2,0 t, Wärmepumpe statt Gasheizung, −1,5 t, Ökostrom-Tarif, −1,4 t

    Co2 Fussabdruck Haushalt Massnahmen

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           alt="Infografik: CO₂-Reduktion: Maßnahmen im Überblick, EINSPARUNG PRO PERSON/JAHR (t CO₂), Fernflug vermeiden (1×), −2,0 t, Wärmepumpe statt Gasheizung, −1,5 t, Ökostrom-Tarif, −1,4 t"
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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/co2-klimabilanz/co2-fussabdruck-haushalt">Co2 Fussabdruck Haushalt Massnahmen auf Rechner-Portal</a></p>

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  • Infografik: CO₂-Fußabdruck: Ø 10,5 t pro Person/Jahr (DE), AUFTEILUNG NACH SEKTOREN, Konsum & Sonstiges, 3,8 t (36 %), Heizung & Strom, 2,6 t (25 %), Mobilität, 2,2 t (21 %)

    Co2 Fussabdruck Haushalt Sektoren

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           alt="Infografik: CO₂-Fußabdruck: Ø 10,5 t pro Person/Jahr (DE), AUFTEILUNG NACH SEKTOREN, Konsum & Sonstiges, 3,8 t (36 %), Heizung & Strom, 2,6 t (25 %), Mobilität, 2,2 t (21 %)"
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    </a>
    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/energie/co2-klimabilanz/co2-fussabdruck-haushalt">Co2 Fussabdruck Haushalt Sektoren auf Rechner-Portal</a></p>

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Haftungsausschluss

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Quelle: Bundesnetzagentur; BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft); co2online; CO2-Kostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG)

Stand: 2026-09-27

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
27. September 2026
Fachbereich
Energie / CO₂-Klimabilanz
Formeln basieren auf
Technisch-energetische Modellannahmen mit Plausibilitätschecks
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). CO₂-Fußabdruck Haushalt. Abgerufen von https://rechner-portal.de/energie/co2-klimabilanz/co2-fussabdruck-haushalt

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. CO₂-Fußabdruck Haushalt. Available at: https://rechner-portal.de/energie/co2-klimabilanz/co2-fussabdruck-haushalt

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