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Fassadendämmung Kosten-Rechner: Preise, U-Wert und Förderung 2026

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Fassadenfläche ermitteln über
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m²
cm
Baujahr der Fassade
Gerüst nötig
iSFP vorhanden
ct/kWh
Heizsystem
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Kurzantwort

Fassadendämmung Kosten-Rechner: Fläche, Dämmsystem und Stärke eingeben – Gesamtkosten, U-Wert vorher/nachher, BEG-Förderung bzw. Steuerbonus § 35c und Amortisation sofort berechnen.

Fassadendämmung Kosten berechnen: Dämmsystem, Fläche und Stärke eingeben – Gesamtkosten

Kilian AchatzFachredaktion Energie
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Sept. 2026)Stand:

Überblick

Was kostet eine Fassadendämmung?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wer die Außenwände seines Hauses dämmen lässt, will vor allem eines wissen: Was kostet das, und lohnt es sich wirtschaftlich? Der Fassadendämmung-Kosten-Rechner beantwortet beides zugleich, indem er die Fassadenfläche mit dem gewählten Dämmsystem, der Dämmstärke und dem Bestands-U-Wert der Wand verknüpft.

Er unterscheidet dabei fünf Systeme: das klassische Wärmedämmverbundsystem (WDVS) mit EPS oder Mineralwolle, die günstige Einblasdämmung für zweischaliges Mauerwerk, die hochwertige Vorhangfassade und die Innendämmung für denkmalgeschützte Fronten.

Aus diesen Angaben berechnet der Rechner den neuen U-Wert nach dem vereinfachten Schichtmodell der DIN EN ISO 6946, prüft ihn gegen den GModG-Anlage-7-Höchstwert (vormals GEG-Anlage 7) von 0,24 W/(m²·K) und gegen die strengere technische Mindestanforderung der BEG-Förderung von 0,20 W/(m²·K) und zeigt, ob und in welcher Höhe ein BEG-Zuschuss oder alternativ der Steuerbonus nach § 35c EStG greift.

Ergänzend liefert er die jährliche Heizenergie-Einsparung, die daraus folgende Heizkostenersparnis und die Amortisationszeit des Eigenanteils.

Anders als der Dämmung-Rechner, der alle Bauteile eines Hauses pauschal über die Heizkosten miteinander vergleicht, rechnet dieser Rechner ausschließlich die Fassade quadratmetergenau durch – mit echten Marktpreisen je Dämmsystem statt mit Pauschalprozenten für das ganze Gebäude.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Trage zunächst die Fassadenfläche direkt ein, oder lass sie aus Wohnfläche und Geschossanzahl schätzen, wenn noch kein Angebot vorliegt – die Schätzung nimmt dafür einen quadratischen Grundriss, 2,5 Meter Geschosshöhe je Stockwerk und einen pauschalen Fensterabzug von 20 Prozent an. Wähle danach das Dämmsystem: WDVS mit EPS ist die günstigste Standardlösung, Einblasdämmung setzt zweischaliges Mauerwerk mit durchgehendem Hohlraum voraus und funktioniert bei einschaligem Mauerwerk nicht.

Die Dämmstärke gibst du in Zentimetern zwischen 8 und 24 ein, üblich sind 14 bis 18 Zentimeter, um die BEG-Mindestanforderung zu erreichen.

Das Baujahr der Fassade liefert einen Richtwert für den ungedämmten Bestands-U-Wert; kennst du den genauen Wert bereits aus einem Energieausweis, ermittle ihn vorab lieber Schicht für Schicht im U-Wert-Rechner und trage das passende Baujahr-Segment ein.

Gib außerdem an, ob ein Arbeitsgerüst nötig ist, ob ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vorliegt, sowie den Energiepreis in Cent je Kilowattstunde und das Heizsystem für die Einsparungsrechnung.

Ein häufiger Eingabefehler ist ein zu niedrig geschätzter Bestands-U-Wert, der die Einsparung deutlich überzeichnet und die Amortisation optimistischer erscheinen lässt, als sie in der Praxis tatsächlich ausfällt; ein zweiter ist die Wahl von Einblasdämmung ohne vorherige Prüfung, ob überhaupt ein durchgehender Mauerwerkshohlraum vorhanden ist.

Praxisfälle

Fassadendämmung-Beispiele nach System, Fläche und Förderlage

Sieben nachgerechnete Fälle aus der echten Rechenfunktion (rechne() aus lib/calculators/energie/fassadendaemmung-kosten-rechner.ts) – vom Standard-WDVS bis zur Förderentscheidung.

  1. 120 m² Altbau-Fassade mit WDVS-EPS: der Standardfall

    „Was kostet eine Fassadendämmung für ein normales Einfamilienhaus?“

    Eingabe
    120 m² Fassadenfläche, WDVS mit EPS, 16 cm Dämmstärke, Baujahr vor 1978, Gerüst nötig, kein iSFP, Gas zu 12 ct/kWh
    Ergebnis
    18.717–26.298 EUR (Mittel 22.316 EUR), U-Wert 1,40 auf 0,19 W/(m²·K), BEG-Zuschuss 3.347 EUR, Amortisation 11 Jahre
  2. 90 m² Einblasdämmung ohne Gerüst: die günstigste Variante

    „Was kostet eine Einblasdämmung pro Quadratmeter?“

    Eingabe
    90 m² Fassadenfläche, Einblasdämmung, 10 cm Dämmstärke, Baujahr 1978–1994, kein Gerüst, kein iSFP, Gas zu 12 ct/kWh
    Ergebnis
    2.061–6.209 EUR (Mittel 4.081 EUR), U-Wert 0,80 auf 0,23 W/(m²·K), BEG-Zuschuss 0 EUR (technische Mindestanforderung verfehlt), Amortisation 6,7 Jahre

    U-Wert-Rechner

  3. 200 m² Vorhangfassade mit iSFP: wann der Bonus wirklich greift

    „Lohnt sich der individuelle Sanierungsfahrplan bei einer Vorhangfassade?“

    Eingabe
    200 m² Fassadenfläche, Vorhangfassade, 20 cm Dämmstärke, Baujahr vor 1978, Gerüst nötig, iSFP vorhanden, Gas zu 12 ct/kWh
    Ergebnis
    77.959 EUR (Mittel), BEG-Zuschuss 10.500 EUR (effektiv 17,5 % statt 15 %, weil die Kosten die 30.000-Euro-Schwelle übersteigen)
  4. Innendämmung bei Denkmalschutz: 120 m² von innen gedämmt

    „Was kostet eine Innendämmung und wann ist sie sinnvoll?“

    Eingabe
    120 m² Fassadenfläche, Innendämmung, 16 cm Dämmstärke, Baujahr vor 1978, kein Gerüst, kein iSFP, Gas zu 12 ct/kWh
    Ergebnis
    8.650–17.203 EUR (Mittel 12.818 EUR), U-Wert 1,40 auf 0,21 W/(m²·K), BEG-Zuschuss 0 EUR (0,21 verfehlt die 0,20-Grenze knapp), Amortisation 7,6 Jahre
  5. 14 statt 16 cm: GModG erfüllt, BEG-Förderung trotzdem verpasst

    „Reicht die gesetzliche Mindestdämmung für die BEG-Förderung?“

    Eingabe
    120 m² Fassadenfläche, WDVS-EPS, 14 cm statt 16 cm Dämmstärke, sonst Standardfall
    Ergebnis
    22.002 EUR (Mittel), U-Wert 0,21 W/(m²·K) – GModG-Anlage-7-Grenze von 0,24 erfüllt, BEG-Mindestanforderung von 0,20 knapp verfehlt, Zuschuss 0 EUR
  6. WDVS mit Mineralwolle: Brandschutz beim Reihenhaus

    „Was kostet WDVS mit Mineralwolle im Vergleich zu EPS?“

    Eingabe
    120 m² Fassadenfläche, WDVS mit Mineralwolle, 16 cm Dämmstärke, Baujahr vor 1978, Gerüst nötig, kein iSFP, Gas zu 12 ct/kWh
    Ergebnis
    22.202–30.653 EUR (Mittel 25.900 EUR), U-Wert 0,20 W/(m²·K), BEG-Zuschuss 3.885 EUR – teurer als EPS, aber mit besserem Brand- und Schallschutz
  7. BEG-Zuschuss oder § 35c EStG: welche Förderung passt zum Standardfall

    „Sollte ich die Fassadendämmung steuerlich absetzen oder BEG-Zuschuss beantragen?“

    Eingabe
    Standardfall 120 m² WDVS-EPS, 22.316 EUR Gesamtkosten, Vergleich BEG-Zuschuss gegen Steuerbonus
    Ergebnis
    BEG-Zuschuss 3.347 EUR sofort gegenüber 4.463 EUR Steuerbonus über drei Jahre nach § 35c EStG – beide schließen sich für dieselben Kosten aus

    Handwerkerkosten-Absetzen-Rechner

Berechnung

Fassadendämmung Kosten berechnen: die Formel

Verstehe den Formelweg.

Der Rechner ermittelt zunächst die Fassadenfläche – entweder direkt oder aus Wohnfläche, Geschossanzahl, einer angenommenen Geschosshöhe von 2,5 Metern und einem pauschalen Fensterabzug von 20 Prozent. Die Gesamtkosten ergeben sich aus dieser Fläche multipliziert mit dem Systempreis je Quadratmeter, zuzüglich Gerüstkosten von 8 bis 18 Euro je Quadratmeter, falls ein Gerüst nötig ist, und einem Nebenarbeiten-Zuschlag von 6 bis 12 Prozent der Systemkosten für Fensterbänke, Sockelanschluss und Entsorgung.

Für den U-Wert nach der Dämmung addiert der Rechner die Wärmewiderstände: Der neue U-Wert ist der Kehrwert aus der Summe des Kehrwerts vom Bestands-U-Wert und der Dämmstärke in Metern geteilt durch die Wärmeleitfähigkeit Lambda des gewählten Systems, die je nach System zwischen 0,032 und 0,040 W/(m·K) liegt. U-Wert nach Dämmstärke bei WDVS-EPS mit GModG- und BEG-Grenzlinie Die jährliche Heizenergie-Einsparung folgt aus der U-Wert-Verbesserung mal Fläche mal 3.500 Heizgradtagen (Bundesdurchschnitt) mal 24 Stunden geteilt durch 1.000 und durch den Nutzungsgrad beziehungsweise die Jahresarbeitszahl des gewählten Heizsystems.

Die BEG-Förderung greift nur, wenn der erreichte U-Wert die technische Mindestanforderung von 0,20 W/(m²·K) unterschreitet; erst dann zahlt die BEG 15 Prozent der förderfähigen Kosten bis 30.000 Euro, mit iSFP zusätzlich 5 Prozent auf den 30.000 Euro übersteigenden Anteil bis maximal 60.000 Euro förderfähiger Kosten.

Alternativ rechnet der Rechner den Steuerbonus nach § 35c EStG mit 7, 7 und 6 Prozent über drei Jahre gegen, gedeckelt auf 40.000 Euro je Objekt.

Formeln fuer Fassadendaemmung: Gesamtkosten gleich Flaeche mal Systempreis plus Geruest plus Nebenarbeiten, U-Wert nach Daemmung aus Bestands-U-Wert und Daemmstaerke.
K ist die Gesamtinvestition, Un der verbesserte U-Wert. Systempreis p und Wärmeleitfähigkeit λ hängen vom gewählten Dämmsystem ab; G und N sind Gerüst- bzw. Nebenkosten.

Nachschlagen

Fassadendämmung WDVS-EPS: U-Wert, Kosten und BEG-Zuschuss je Dämmstärke

Wie verändern sich U-Wert, Kosten und Förderfähigkeit einer 120-m²-Fassade mit WDVS-EPS (Bestands-U-Wert 1,4 W/(m²·K), vor 1978) bei wachsender Dämmstärke? Alle Werte stammen direkt aus der Rechenfunktion des Fassadendämmung-Kosten-Rechners.

U-Wert nach Dämmung, Gesamtkosten (Mittelwert inkl. Gerüst) und BEG-Zuschuss (ohne iSFP) je Dämmstärke – Quelle: eigene Berechnung nach BAFA-/GModG-Vorgaben (vormals GEG), Stand 2026
Dämmstärke (cm)U-Wert nachher (W/(m²·K))Kosten Mittel (€)BEG-Zuschuss
100,2821.3740 € (TMA verfehlt)
120,2421.6880 € (TMA verfehlt)
140,2122.0020 € (TMA verfehlt)
160,1922.3163.347,4 €
180,1722.6303.394,5 €
200,1622.9443.441,6 €
240,1323.5713.535,65 €

Quelle: eigene Berechnung mit der Rechenfunktion des Fassadendämmung-Kosten-Rechners (rechne(), lib/calculators/energie/fassadendaemmung-kosten-rechner.ts). Annahmen: 120 m² Fassadenfläche, WDVS mit EPS (λ = 0,035 W/(m·K)), Bestands-U-Wert 1,4 W/(m²·K) (Baujahr vor 1978), Gerüst nötig, ohne iSFP. TMA = technische Mindestanforderung der BEG-Förderung (U ≤ 0,20 W/(m²·K)), erst ab 16 cm erreicht; der GModG-Anlage-7-Höchstwert (vormals GEG-Anlage 7) von 0,24 W/(m²·K) ist ab 12 cm eingehalten. BEG EM Stand Juli 2026, GModG Anlage 7 (vormals GEG, 2024).

Fassadendämmung-Systeme im Kostenvergleich (120 m², 16 cm)

Was kostet WDVS, Einblasdämmung, Vorhangfassade oder Innendämmung bei gleicher Fläche und Dämmstärke? Alle Werte stammen direkt aus der Rechenfunktion des Fassadendämmung-Kosten-Rechners für eine 120-m²-Fassade, 16 Zentimeter Dämmstärke, Bestands-U-Wert 1,4 W/(m²·K) (Baujahr vor 1978).

Kosten pro Quadratmeter und gesamt (Mittelwert) sowie BEG-Zuschuss je Dämmsystem – Quelle: eigene Berechnung nach Marktpreisen und BAFA-/GModG-Vorgaben, Stand 2026
DämmsystemGerüst nötigKosten pro m² (€)Kosten Mittel (€)BEG-Zuschuss
Einblasdämmung (Kerndämmung)Nein50,586.069910,35 €
InnendämmungNein106,8212.8180 € (TMA verfehlt)
WDVS mit EPS (Styropor)Ja185,9722.3163.347,4 €
WDVS mit MineralwolleJa215,8325.9003.885 €
Vorhangfassade (VHF)Ja381,9545.8344.500 €

Quelle: eigene Berechnung mit der Rechenfunktion des Fassadendämmung-Kosten-Rechners (rechne(), lib/calculators/energie/fassadendaemmung-kosten-rechner.ts). Annahmen: 120 m² Fassadenfläche, 16 cm Dämmstärke, Bestands-U-Wert 1,4 W/(m²·K) (Baujahr vor 1978), kein iSFP; Gerüst nur bei WDVS und Vorhangfassade angesetzt, da Einblasdämmung per Hubsteiger und Innendämmung von innen ohne Gerüst auskommen. Einblasdämmung setzt zweischaliges Mauerwerk mit durchgehendem Hohlraum voraus und ist nicht bei jeder Fassade möglich. BEG EM Stand Juli 2026, GModG Anlage 7 (zu § 36 GModG, vormals § 48 GEG).

Ausblick

Was ändert sich 2027 bei der BEG-Förderung für Fassadendämmung?

Was sich zum Jahres- oder Periodenwechsel ändert – mit Datumsstempel und Herkunft.

  • Laut der BEG-Förderrichtlinien-Änderung vom 21. Juli 2026 ist ab dem ersten Quartal 2027 ein zusätzlicher Bonus von 5 Prozentpunkten für Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle geplant, der sogenannte Worst-Performing-Building-Bonus (WPB-Bonus).
  • Der WPB-Bonus gilt nur für Gebäude aus den energetisch schlechtesten 25 Prozent des deutschen Gebäudebestands – Anhaltspunkte sind ein Jahres-Heizenergiebedarf ab rund 300 kWh je Quadratmeter oder ein Baujahr bis 1957 ohne wesentliche Modernisierung.
  • Voraussetzung ist zusätzlich, dass die Fassadendämmung Bestandteil eines geförderten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) ist; er lässt sich für dasselbe Gebäude höchstens dreimal für den WPB-Bonus nutzen.
  • Für Fenster, Türen, Tore und reinen Sonnenschutz gilt der WPB-Bonus ausdrücklich nicht – er ist auf die Dämmung von Außenwänden, Dach-, Boden- und Kellerdeckenflächen beschränkt.
  • Der Bonus ist zum Stand dieser Seite eine angekündigte Änderung der Förderrichtlinie und noch nicht abschließend in Kraft – vor einer Antragsplanung für 2027 lohnt sich eine aktuelle Prüfung bei BAFA oder Energieeffizienz-Experten.

Stand: 28.09.2026 · Quelle: BAFA – Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM), Ankündigung Worst-Performing-Building-Bonus ab 2027 (Förderrichtlinien-Änderung Stand 21.07.2026)

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Fassadendämmung-Kosten

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was kostet eine Fassadendämmung pro Quadratmeter?

Die Kosten hängen stark vom gewählten System ab. WDVS mit EPS liegt bei rund 130 bis 170 Euro je Quadratmeter, WDVS mit Mineralwolle bei 155 bis 200 Euro, eine Vorhangfassade bei 250 bis 400 Euro.

Deutlich günstiger ist die Einblasdämmung mit 20 bis 60 Euro je Quadratmeter, allerdings nur bei zweischaligem Mauerwerk mit Hohlraum möglich.

Bei einer typischen 120-Quadratmeter-Fassade mit WDVS-EPS, 16 Zentimetern Dämmstärke und nötigem Gerüst ermittelt der Rechner Gesamtkosten von rund 18.717 bis 26.298 Euro, im Mittel 22.316 Euro, also etwa 186 Euro pro Quadratmeter.

Eingerechnet sind Gerüstkosten von 8 bis 18 Euro je Quadratmeter sowie ein Aufschlag von 6 bis 12 Prozent für Nebenarbeiten wie Fensterbänke und Sockelanschluss.

Ohne Gerüst, etwa bei Einblasdämmung per Hubsteiger, entfällt dieser Postenanteil vollständig.

Diese Spannen sind Marktdurchschnitte 2026 nach Verbraucherzentrale und Handwerksratgeber-Übersichten und ersetzen kein individuelles Angebot eines Fachbetriebs vor Ort, weil Gerüstzugang, Untergrundzustand und Region den Endpreis noch verschieben.

Was kostet eine Einblasdämmung im Vergleich zu WDVS?

Einblasdämmung kostet mit rund 45 Euro pro Quadratmeter (Systempreis 20 bis 60 Euro, hier 10 Zentimeter Kerndämmung) nur etwa ein Viertel von WDVS mit EPS, das bei gleicher Fläche auf rund 186 Euro pro Quadratmeter kommt.

Im Rechner ergibt eine 120-Quadratmeter-Fassade mit Einblasdämmung, 10 Zentimetern Stärke und ohne Gerüst Gesamtkosten von 2.748 bis 8.279 Euro, im Mittel 5.441 Euro – gegenüber 18.717 bis 26.298 Euro, im Mittel 22.316 Euro, für dieselbe Fläche mit WDVS-EPS, 16 Zentimetern und Gerüst.

Der große Preisunterschied hat zwei Gründe: Einblasdämmung braucht fast nie ein Gerüst, weil sie durch kleine Bohrlöcher ins Mauerwerk eingebracht wird, und der Dämmstoff selbst ist günstiger als eine komplette WDVS-Fassade mit neuem Putz.

Der Haken ist die Voraussetzung: Einblasdämmung funktioniert nur bei zweischaligem Mauerwerk mit einem durchgehenden Hohlraum – bei einschaligem Mauerwerk oder bereits vorhandenem WDVS ist sie technisch nicht möglich, dann bleiben nur WDVS, Vorhangfassade oder Innendämmung als Alternative.

Was kostet WDVS (Wärmedämmverbundsystem) pro Quadratmeter?

Ein Wärmedämmverbundsystem mit EPS kostet im Rechner bei 120 Quadratmetern Fassadenfläche, 16 Zentimetern Dämmstärke und nötigem Gerüst rund 186 Euro pro Quadratmeter, das sind Gesamtkosten von 18.717 bis 26.298 Euro, im Mittel 22.316 Euro.

Der reine Systempreis für Material und Verarbeitung liegt bei 130 bis 170 Euro je Quadratmeter; hinzu kommen 8 bis 18 Euro Gerüstkosten und 6 bis 12 Prozent Nebenarbeiten für Fensterbänke, Sockelanschluss und Entsorgung.

WDVS mit Mineralwolle ist mit 155 bis 200 Euro Systempreis teurer und kommt bei gleicher Fläche und Stärke auf rund 216 Euro pro Quadratmeter, im Mittel 25.900 Euro gesamt, bietet dafür aber besseren Brand- und Schallschutz und eignet sich eher für Reihenhäuser mit erhöhten Brandschutzauflagen.

Bei nur 14 statt 16 Zentimetern sinkt der Quadratmeterpreis der EPS-Variante kaum auf rund 183 Euro, weil der Aufschlag pro Zentimeter Dämmstärke mit 1,20 Euro je Quadratmeter gering ausfällt – wer ohnehin ein Gerüst bezahlt, sollte deshalb eher zur dickeren, förderfähigen Stärke greifen als bei den Materialkosten zu sparen.

Was kostet eine Innendämmung und wann ist sie sinnvoll?

Innendämmung kostet im Rechner für 120 Quadratmeter Fassadenfläche mit 16 Zentimetern Stärke und ohne Gerüst 8.650 bis 17.203 Euro, im Mittel 12.818 Euro, das sind rund 107 Euro pro Quadratmeter – der reine Systempreis liegt bei 60 bis 120 Euro je Quadratmeter.

Sie kommt vor allem infrage, wenn die Außenfassade denkmalgeschützt ist, nicht verändert werden darf oder eine Außendämmung baurechtlich nicht möglich ist.

Wegen ihres höheren Lambda-Werts von 0,040 W/(m·K) erreicht sie bei gleicher Dicke einen schlechteren U-Wert als eine Außendämmung: 16 Zentimeter Innendämmung kommen im Rechner auf 0,21 W/(m²·K) und verfehlen damit knapp die technische BEG-Mindestanforderung von 0,20 W/(m²·K), während dieselbe Stärke außen angebracht bereits 0,19 W/(m²·K) erreicht und gefördert wird.

Trotz fehlender Förderung amortisiert sich die günstige Innendämmung wegen der niedrigen Kosten schon nach rund 7,6 Jahren.

Ein wichtiger Nachteil bleibt das erhöhte Tauwasserrisiko an der Wandinnenseite, weshalb eine fachgerechte Dampfbremse und eine sorgfältige Anschlussplanung an Decken und Innenwände unverzichtbar sind.

Ist eine Fassadendämmung gesetzlich vorgeschrieben?

Nein, eine generelle Pflicht zur nachträglichen Fassadendämmung für Bestandsgebäude gibt es nicht.

Eine Dämmpflicht entsteht erst indirekt, wenn ohnehin mehr als 10 Prozent der Fläche eines Außenbauteils erneuert wird – bei der Fassade also etwa, wenn der komplette Altputz abgeschlagen und neu aufgebracht wird.

In diesem Fall verlangt Anlage 7 zu § 36 GModG (bis 28. Juli 2026: § 48 GEG) für die neu hergestellte Fläche einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²·K), unabhängig von einer Förderung.

Reines Neuanstreichen, das Ausbessern kleiner Risse oder ein neuer Anstrich ohne Putzerneuerung lösen diese Pflicht dagegen nicht aus. Eine Ausnahme gilt außerdem, wenn die betroffene Wand bereits nach dem 31.

Dezember 1983 energiesparrechtskonform erneuert wurde. Wer die Pflicht bei einer betroffenen Maßnahme ignoriert, riskiert ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.

Der Rechner selbst prüft nur die freiwillige Sanierung und ihre Wirtschaftlichkeit, nicht, ob im Einzelfall bereits mehr als 10 Prozent der Fassadenfläche erneuert werden – das lässt sich am zuverlässigsten mit einem Energieeffizienz-Experten vor Ort klären.

Wie hoch ist die BEG-Förderung für die Fassadendämmung seit der Reform 2026?

Seit dem 21.

Juli 2026 gilt eine neue Regel: Die Grundförderung der BEG-Einzelmaßnahmen bleibt bei 15 Prozent der förderfähigen Kosten, aber der iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten greift nur noch für den Kostenanteil oberhalb von 30.000 Euro Mindestinvestitionsvolumen.

Bei den meisten Einfamilienhaus-Fassaden mit förderfähigen Kosten unter 30.000 Euro bleibt es also bei 15 Prozent, selbst mit vorliegendem Sanierungsfahrplan – im Standardbeispiel des Rechners mit 22.316 Euro Gesamtkosten sind das 3.347 Euro Zuschuss.

Voraussetzung ist zusätzlich, dass der erreichte U-Wert die technische Mindestanforderung von 0,20 W/(m²·K) unterschreitet und ein Energieeffizienz-Experte den Antrag vor Auftragsvergabe beim BAFA stellt, sonst entfällt der gesamte Zuschuss unabhängig von der Kostenhöhe.

Ab 2027 ist laut angekündigter Förderrichtlinien-Änderung vom 21. Juli 2026 zusätzlich ein Bonus von 5 Prozentpunkten für besonders schlecht gedämmte Bestandsgebäude geplant – Details dazu im Ausblick-Abschnitt dieser Seite.

Welchen U-Wert muss die Fassade nach der Dämmung erreichen?

Zwei unterschiedliche Grenzwerte sind hier relevant, und sie werden häufig verwechselt. Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, vormals Gebäudeenergiegesetz/GEG) verlangt nach Anlage 7 zu § 36 GModG (bis 28.

Juli 2026: § 48 GEG) bei nachträglicher Dämmung einen Höchstwert von 0,24 W/(m²·K) für Außenwände – das ist ordnungsrechtlich einzuhalten, sobald die Nachrüstpflicht überhaupt greift, unabhängig von einer Förderung.

Für die BEG-Förderung gilt eine strengere technische Mindestanforderung von 0,20 W/(m²·K).

Im Standardfall mit 16 Zentimetern WDVS-EPS auf einem Bestands-U-Wert von 1,4 W/(m²·K) erreicht der Rechner 0,19 W/(m²·K) und unterschreitet damit beide Grenzwerte deutlich.

Bei nur 14 Zentimetern liegt der Wert bei 0,21 W/(m²·K): Das GModG ist erfüllt, die Förderung entfällt aber, weil die technische Mindestanforderung knapp verfehlt wird.

Der Rechner zeigt in diesem Fall 0 Euro Zuschuss mit Hinweistext statt eines stillschweigend gekürzten Betrags, damit die Lücke zwischen Bauordnungspflicht und Förderfähigkeit sichtbar bleibt und nicht erst im BAFA-Bescheid auffällt.

Erst ab 16 Zentimetern Dämmstoff mit dem hier verwendeten Lambda-Wert von 0,035 W/(m·K) rutscht der U-Wert deutlich genug unter die 0,20-Grenze, um beide Vorgaben sicher einzuhalten.

Lohnt sich der individuelle Sanierungsfahrplan noch für die Fassadendämmung?

Viele gehen fälschlich davon aus, ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) hebe die Förderung pauschal von 15 auf 20 Prozent an. Seit der BEG-Reform vom 21.

Juli 2026 stimmt das nur noch teilweise: Der 5-Prozent-Bonus wirkt ausschließlich auf den Kostenanteil oberhalb von 30.000 Euro förderfähiger Kosten.

Eine einzelne Fassadendämmung am Einfamilienhaus bleibt mit typischerweise 18.000 bis 26.000 Euro Gesamtkosten in aller Regel unter dieser Schwelle, sodass der iSFP hier keinen unmittelbaren Fördervorteil mehr bringt und der Rechner trotz iSFP-Angabe 15 Prozent Förderquote ausweist.

Sein Nutzen liegt inzwischen woanders: Er erhöht die förderfähige Kostenobergrenze von 30.000 auf 60.000 Euro je Wohneinheit und lohnt sich vor allem, wenn mehrere Maßnahmen wie Fassade, Fenster und Heizung gebündelt beantragt werden oder eine große Vorhangfassade jenseits von 30.000 Euro ansteht – bei 200 Quadratmetern und 20 Zentimetern Vorhangfassade mit iSFP weist der Rechner 77.959 Euro Kosten und eine auf 17,5 Prozent gestiegene effektive Förderquote aus.

Ab 2027 gewinnt der iSFP zusätzlich an Bedeutung, weil er auch Voraussetzung für den angekündigten Bonus für besonders schlecht gedämmte Gebäude ist.

Sollte ich BEG-Zuschuss oder Steuerbonus nach Paragraf 35c EStG wählen?

Beide Förderwege schließen sich für dieselben Kosten aus, du musst dich also entscheiden.

Der BEG-Zuschuss zahlt 15 bis 20 Prozent der förderfähigen Kosten direkt als Zuschuss und wirkt sofort, verlangt aber einen Energieeffizienz-Experten und einen Antrag vor Auftragsvergabe beim BAFA.

Der Steuerbonus nach Paragraf 35c Einkommensteuergesetz erstattet stattdessen 20 Prozent der Aufwendungen über drei Jahre verteilt mit 7, 7 und 6 Prozent, gedeckelt auf 40.000 Euro je Objekt, und wirkt erst über die Einkommensteuererklärung der Folgejahre – Voraussetzung ist zusätzlich, dass das Gebäude bei Maßnahmenbeginn älter als 10 Jahre ist.

Im Standardbeispiel mit 22.316 Euro Gesamtkosten ergibt der Rechner 3.347 Euro BEG-Zuschuss gegenüber 4.463 Euro Steuerbonus über drei Jahre.

Wer sofort Liquidität braucht oder keinen Fachbetrieb für die formale Antragsstellung findet, profitiert eher vom Zuschuss; wer eine hohe Steuerlast hat und die drei Jahre überbrücken kann, fährt mit Paragraf 35c meist besser.

Ab wann amortisiert sich eine Fassadendämmung wirtschaftlich?

Das hängt vom Bestands-U-Wert, der Dämmstärke, dem Energiepreis und der erhaltenen Förderung ab.

Im Standardfall mit 1,4 W/(m²·K) Bestands-U-Wert, 16 Zentimetern WDVS-EPS und Gasheizung zu 12 Cent je Kilowattstunde ermittelt der Rechner eine jährliche Einsparung von rund 1.722 Euro und nach Abzug der BEG-Förderung von 3.347 Euro eine Amortisation von etwa 11 Jahren bei rund 18.969 Euro Eigenanteil.

Die günstige Einblasdämmung amortisiert sich trotz fehlender Förderung schon nach rund 3,4 Jahren, weil ihre geringen Kosten die kleinere Einsparung mehr als aufwiegen; die hochwertige Vorhangfassade dagegen braucht bei rund 45.834 Euro Kosten etwa 24 Jahre.

Steigende Energiepreise oder ein Wechsel von Gas zu einer teureren Wärmepumpe verändern die Rechnung zusätzlich: Bei höherem Arbeitspreis sinkt die Amortisationszeit, weil jede eingesparte Kilowattstunde mehr wert ist, während eine sehr effiziente Wärmepumpe mit hoher Jahresarbeitszahl die eingesparte Endenergiemenge wiederum senkt.

Die Rechnung arbeitet ohne Preissteigerung und Kapitalkosten, das reale Ergebnis kann daher noch günstiger ausfallen als ausgewiesen.

Hinweise

WDVS, Einblasdämmung, Vorhangfassade oder Innendämmung: Kosten im Vergleich

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Das Ergebnis liest sich am besten in drei Schritten. Zuerst der U-Wert: Erreichst du weniger als 0,20 W/(m²·K), zeigt der Rechner den vollen BEG-Zuschuss von mindestens 15 Prozent; liegst du darüber, etwa bei 0,21 W/(m²·K) mit 14 Zentimetern Dämmstärke, bleibt der Zuschuss bei 0 Euro, obwohl das GModG mit seinem Höchstwert von 0,24 W/(m²·K) längst erfüllt ist.

Zweitens die Kostenspanne: Sie zeigt, wie stark Region, Anbieter und Fassadenzustand das Ergebnis verschieben können, arbeite deshalb mit dem Mittelwert für die erste Budgetplanung und hole parallel mindestens zwei Angebote ein.

Drittens die Amortisation: Liegt sie wie im Standardfall bei rund 11 Jahren, deutlich unter der 30 bis 40 Jahre langen Lebensdauer der Dämmung, ist die Maßnahme wirtschaftlich sinnvoll, selbst ganz ohne Förderung. Preis je Quadratmeter nach Dämmsystem im Vergleich Vergleiche außerdem mehrere Dämmsysteme direkt im Rechner: Einblasdämmung kostet mit rund 63 Euro je Quadratmeter nur ein Drittel von WDVS mit EPS, ist aber ausschließlich bei vorhandenem Mauerwerkshohlraum nutzbar.

Die Vorhangfassade liegt mit rund 382 Euro je Quadratmeter am oberen Ende, lohnt sich dafür oft über Gestaltungsfreiheit und Langlebigkeit statt über die reine Heizkosten-Ersparnis.

Prüfe zusätzlich mit dem Dämmung-Rechner, ob sich eine gebündelte Sanierung mit Dach oder Kellerdecke insgesamt stärker rechnet als die Fassade allein, und beachte, dass ein Energieeffizienz-Experte den Förderantrag vor Auftragsvergabe stellen muss.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Familie Brandt bewohnt ein Einfamilienhaus, Baujahr 1965, mit 120 Quadratmetern Fassadenfläche und noch ungedämmten Außenwänden mit einem geschätzten Bestands-U-Wert von 1,4 W/(m²·K).

Sie entscheiden sich für WDVS mit EPS, 16 Zentimeter Dämmstärke, benötigen ein Gerüst und haben keinen individuellen Sanierungsfahrplan.

Der Rechner ermittelt Gesamtkosten von 18.717 bis 26.298 Euro, im Mittel 22.316 Euro, das entspricht rund 186 Euro pro Quadratmeter.

Der neue U-Wert liegt bei 0,19 W/(m²·K) und unterschreitet damit sowohl den GModG-Höchstwert von 0,24 als auch die BEG-Mindestanforderung von 0,20 W/(m²·K). Förderoptionen im Standardfall: BEG-Zuschuss, Steuerbonus und Eigenanteil Die Familie erhält deshalb 3.347 Euro BEG-Zuschuss und zahlt 18.969 Euro Eigenanteil, der sich bei 1.722 Euro jährlicher Heizkostenersparnis nach rund 11 Jahren amortisiert.

Zum Vergleich prüfen sie den Steuerbonus nach § 35c EStG: Der würde 4.463 Euro über drei Jahre verteilt erstatten, ist aber nicht mit dem BEG-Zuschuss für dieselben Kosten kombinierbar.

Da die Familie sofort Liquidität braucht und den Zuschuss ohne Wartezeit auf die nächste Steuererklärung erhält, entscheiden sie sich für den BEG-Zuschuss, beauftragen vorab einen Energieeffizienz-Experten und stellen den Förderantrag beim BAFA, bevor der Handwerksbetrieb mit den Arbeiten beginnt.

Der Nachbar von Familie Brandt saniert im selben Jahr eine 200 Quadratmeter große Vorhangfassade mit iSFP und liegt bei rund 78.000 Euro Kosten: Weil dieser Betrag die 30.000-Euro-Schwelle deutlich übersteigt, wirkt der iSFP-Bonus dort tatsächlich, und die effektive Förderquote steigt auf 17,5 Prozent statt der 15 Prozent, die Familie Brandt erhält.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Ein verbreiteter Irrtum ist, die Einhaltung des GModG-Höchstwerts von 0,24 W/(m²·K) reiche automatisch für die BEG-Förderung – tatsächlich verlangt die Förderung mit 0,20 W/(m²·K) einen strengeren Wert, wie das 14-Zentimeter-Beispiel im Rechner zeigt, das GModG-konform, aber nicht förderfähig ist. Ebenso häufig ist die Annahme, ein individueller Sanierungsfahrplan hebe die Förderung pauschal auf 20 Prozent an; seit der Reform vom 21.

Juli 2026 gilt das nur für den Kostenanteil oberhalb von 30.000 Euro, bei den meisten Einfamilienhaus-Fassaden bleibt es deshalb bei 15 Prozent, unabhängig vom iSFP.

Ein dritter Fehler ist zu glauben, Einblasdämmung sei für jede Fassade möglich – sie setzt zweischaliges Mauerwerk mit durchgehendem Hohlraum voraus und funktioniert bei einschaligem Mauerwerk oder einem bereits bestehenden WDVS nicht.

Viele nehmen außerdem an, BEG-Zuschuss und Steuerbonus nach § 35c EStG ließen sich für dieselbe Maßnahme kombinieren, obwohl beide Förderwege sich für dieselben Kosten gegenseitig ausschließen.

Schließlich wird oft übersehen, dass der Steuerbonus nach § 35c EStG voraussetzt, dass das Gebäude bei Beginn der Maßnahme mindestens 10 Jahre alt ist – bei Neubauten entfällt diese Option vollständig.

Ein letzter Denkfehler betrifft die Flächenschätzung: Wer sein Haus für kompakter hält, als es ist, unterschätzt die reale Fassadenfläche und damit die Gesamtkosten, weil ein langgestreckter oder verwinkelter Grundriss deutlich mehr Außenwandfläche hat als ein quadratischer Baukörper gleicher Wohnfläche.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Fassadendämmung-Kosten-Rechner verbindet Fassadenfläche, Dämmsystem und Dämmstärke zu einer m²-genauen Kostenschätzung, prüft den erreichten U-Wert gegen den GModG-Höchstwert und die technische BEG-Mindestanforderung und zeigt, ob ein BEG-Zuschuss oder alternativ der Steuerbonus nach § 35c EStG greift.

Im Standardfall mit WDVS-EPS und 16 Zentimetern amortisiert sich die Investition nach rund 11 Jahren, deutlich innerhalb der 30 bis 40 Jahre langen Lebensdauer der Dämmung.

Am schnellsten amortisiert sich die günstige Einblasdämmung bei passendem Mauerwerk, am längsten die hochwertige Vorhangfassade, die ihren Vorteil eher über Gestaltung und Dauerhaftigkeit ausspielt.

Wer eine gebündelte Sanierung plant, vergleicht zusätzlich die Kellerdecke im Kellerdecke-dämmen-Kosten-Rechner oder alle Bauteile gemeinsam im Dämmung-Rechner, bevor der Energieeffizienz-Experte den Förderantrag stellt und die Handwerksbetriebe beauftragt werden.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Gesamtkosten 77.959 EUR (Mittel), U-Wert 1,40 auf 0,16 W/(m²·K), BEG-Zuschuss 10.500 EUR (effektiv 17,5 %), Einsparung 2.941 EUR/Jahr, Amortisation 22,9 Jahre

Vorhangfassade 200 m² mit iSFP

Fassadenfläche
200 m²
Dämmsystem
Vorhangfassade (VHF)
Dämmstärke
20 cm
Baujahr der Fassade
Vor 1978 (U ≈ 1,4 W/(m²·K))

Weitere 4 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Gesamtkosten 2.061–6.209 EUR (Mittel 4.081 EUR), U-Wert 0,80 auf 0,23 W/(m²·K), BEG-Zuschuss 0 EUR (technische Mindestanforderung verfehlt), Einsparung 608 EUR/Jahr, Amortisation 6,7 Jahre

Einblasdämmung 90 m² ohne Gerüst, Baujahr 1978–1994

Fassadenfläche
90 m²
Dämmsystem
Einblasdämmung (Kerndämmung)
Dämmstärke
10 cm
Baujahr der Fassade
1978–1994 (U ≈ 0,8 W/(m²·K))

Weitere 4 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Gesamtkosten 8.650–17.203 EUR (Mittel 12.818 EUR), U-Wert 1,40 auf 0,21 W/(m²·K), BEG-Zuschuss 0 EUR (technische Mindestanforderung knapp verfehlt), Einsparung 1.693 EUR/Jahr, Amortisation 7,6 Jahre

Innendämmung 120 m² bei Denkmalschutz-Fassade

Fassadenfläche
120 m²
Dämmsystem
Innendämmung
Dämmstärke
16 cm
Baujahr der Fassade
Vor 1978 (U ≈ 1,4 W/(m²·K))

Weitere 4 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 4 · Komplex · Gesamtkosten 22.202–30.653 EUR (Mittel 25.900 EUR), U-Wert 1,40 auf 0,20 W/(m²·K), BEG-Zuschuss 3.885 EUR, Einsparung 1.708 EUR/Jahr, Amortisation 12,9 Jahre

WDVS mit Mineralwolle 120 m² für erhöhten Brandschutz

Fassadenfläche
120 m²
Dämmsystem
WDVS mit Mineralwolle
Dämmstärke
16 cm
Baujahr der Fassade
Vor 1978 (U ≈ 1,4 W/(m²·K))

Weitere 4 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Weiterführende Rechner und Themen

Alle Anschlussrechner und Vertiefungen in einem klaren Modul, damit du direkt zur nächsten sinnvollen Berechnung springen kannst.

Heizkosten-RechnerHeizkosten berechnen und Heizsysteme vergleichen: Einzelberechnung für Ihr aktuelles System oder Vergleich mehrerer Heizsysteme. Mit Wohnfläche, Gebäudetyp, Energiepreisen und optionalen Zusatzkosten – kostenlos und aktuell für 2026.Energieeffizienzklasse-RechnerEnergieeffizienzklasse des Hauses aus dem Endenergiebedarf in kWh/(m²·a) bestimmen: Einordnung von A+ bis H nach GModG, Jahresenergie, Kosten und Einsparpotenzial.Gradtagszahl-RechnerGradtagszahl G20/15 nach VDI 3807 berechnen: aus 12 Monatsmitteln, aus Heiztagen und mittlerer Außentemperatur oder als Witterungsbereinigung eines Verbrauchs – inkl. DWD-Klimanormalperiode 1991–2020 für 6 Städte.Fenster-Austausch-Amortisation-RechnerAmortisation beim Austausch alter Fenster gegen Wärmeschutzfenster berechnen. Mit jährlicher Heizkostenersparnis, Amortisationszeit und 20-Jahres-Ersparnis.LED-EinsparrechnerStrom- und Geldersparnis durch Umstieg von Glühbirne, Halogen oder Energiesparlampe auf LED. Amortisationszeit und CO₂-Einsparung – viele Haushalte haben noch alte Leuchtmittel.Warmwasser-KostenrechnerJährliche Kosten für Warmwasserbereitung. Vergleicht Durchlauferhitzer, Boiler, Gas, Wärmepumpe und Solar – zeigt Einfluss von Dusche vs. Bad.Ventilator-Stromkosten-RechnerStromkosten und -verbrauch eines Ventilators pro Tag, Monat und Sommer aus Leistung, Laufzeit und Strompreis. Mit Kostenvergleich der Ventilatortypen.Klimaanlage-Stromkosten-RechnerStromkosten und -verbrauch einer Klimaanlage pro Tag, Monat und Sommer aus Leistung, Laufzeit und Strompreis. Mit Gerätevergleich und Ventilator-Gegenüberstellung.Sauna-Stromkosten-RechnerStromkosten einer Heimsauna aus Ofenleistung, Aufheizzeit und Haltetaktung berechnen. Mit Infrarotkabinen-Vergleich und Break-even gegenüber dem Eintritt einer öffentlichen Sauna.Whirlpool-Stromkosten-RechnerStromkosten eines Whirlpools aus Aufheizen, Halten und Nutzung berechnen – pro Monat und Jahr, getrennt nach Sommer und Winter, mit Isolierungs- und Abdeckungsvergleich.Energielabel-VergleichsrechnerGesamtkosten über Nutzungsdauer für zwei Geräte mit unterschiedlichen Energielabels vergleichen.Solar-Warmwasser-RechnerErtrag und Amortisation einer Solarthermie-Anlage für Warmwasserbereitung.Haushaltsgeräte-VerbrauchsvergleichStromverbrauch und Betriebskosten alt vs. neu vergleichen. Zeigt, ob sich die Neuanschaffung lohnt und wann die Investition amortisiert ist – für Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner und mehr.Trockner-Stromkosten-RechnerStromkosten des Wäschetrockners je Trocknung, Monat und Jahr aus Trocknertyp, Energielabel-Klasse und Strompreis berechnen – mit Trocknertyp-Vergleich und Amortisationsrechnung für den Umstieg auf einen Wärmepumpentrockner.Kühlschrank-KostenvergleichSpezialisierter Vergleich für Kühlgeräte: Dauerläufer mit großem Stromanteil. Berücksichtigt Gerätetyp, Baujahr, Abtauen und Nutzvolumen – genauer Vergleich alt vs. neu.

Weiternutzung

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  • Formeln fuer Fassadendaemmung: Gesamtkosten gleich Flaeche mal Systempreis plus Geruest plus Nebenarbeiten, U-Wert nach Daemmung aus Bestands-U-Wert und Daemmstaerke.

    Formel: Fassadendämmung Kosten und U-Wert

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Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die Kostenschätzung basiert auf Marktdurchschnitten 2026 (Verbraucherzentrale, Handwerksratgeber-Übersichten). Die tatsächlichen Kosten hängen von Region, Fassadenzustand, Anbieter und Fassadendetails ab. BEG-Förderung erfordert die Beauftragung eines Energieeffizienz-Experten und einen Antrag vor Auftragsvergabe.

Quelle: Verbraucherzentrale 2026, BAFA BEG EM Stand Juli 2026, GModG Anlage 7 (vormals GEG, 2024), § 35c EStG

Stand: 2026-09-28

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
28. September 2026
Fachbereich
Energie / Energieeffizienz
Formeln basieren auf
U-Wert-Berechnung nach DIN EN ISO 6946 (vereinfacht), BEG EM Fördersätze Stand Juli 2026, § 35c EStG, Marktpreise 2026.
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Fassadendämmung Kosten. Abgerufen von https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/fassadendaemmung-kosten-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Fassadendämmung Kosten. Available at: https://rechner-portal.de/energie/energieeffizienz/fassadendaemmung-kosten-rechner

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