Überblick
Was ist der Heizlastrechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Was ist ein Heizlastrechner? Er schätzt die Gebäude-Heizlast in kW und die spezifische Heizlast in W/m² ab — die zentrale Kenngröße für die Dimensionierung von Wärmepumpen, Heizkesseln und Heizkörpern. Die Berechnung erfolgt wahlweise nach Baualtersklasse mit BDH/VdZ-Überschlagswerten gemäß DIN EN 15378 oder aus dem Jahresverbrauch der bestehenden Heizung.
Richtwerte spezifische Heizlast (EFH-Mittelwerte): Unsanierter Altbau vor 1977: 130 W/m² (Spanne 120–180) · WSchV 1977–1994: 100 W/m² (70–130) · 3.
WSchV 1995–2001: 60 W/m² (50–80) · EnEV 2002–2015: 50 W/m² (40–60) · GEG ab 2016: 40 W/m² (30–50) · KfW 55/40: 25 W/m² (15–30).
Die Heizlast bestimmt, wie viel Wärmeleistung die Anlage bei tiefster Außentemperatur bereitstellen muss, damit die Räume auf 20 °C bleiben.
Wer eine Wärmepumpe plant, braucht diesen Wert als Mindestleistung — eine zu klein dimensionierte Anlage erreicht die Solltemperatur am kältesten Tag nicht, eine zu große taktet und verschleißt schneller.
Die Einordnung reicht von „sehr niedrig“ unter 30 W/m² bis „sehr hoch“ über 120 W/m² und zeigt auf einen Blick, ob das Gebäude energetisch gut oder schlecht aufgestellt ist.