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Pelletverbrauch berechnen: kg, Tonnen und passende Lagergröße

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Kurzantwort

Pelletverbrauch-Rechner: Gib Jahreswärmebedarf und Kesselwirkungsgrad ein und erhalte Pelletbedarf in kg und Tonnen pro Jahr, Heizöl-Äquivalent sowie empfohlene Lagerraumgröße als Ergebnis.

Pelletverbrauch berechnen: Wärmebedarf eingeben – Pelletbedarf in kg und Tonnen

Kilian AchatzFachredaktion Energie
Geprüft: Review-Team Energie (Sept. 2026)Stand:

Überblick

Wie viele Pellets verbraucht mein Haus pro Jahr?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wie viel Pellets verbraucht mein Haus pro Jahr? Der Rechner ermittelt ausschließlich die Verbrauchsmenge einer Pelletheizung als Zentralheizungskessel: Pelletbedarf in Kilogramm und Tonnen pro Jahr, einen Tageswert für die Heizsaison, das Heizöl-Äquivalent zur Einordnung sowie Schüttvolumen und empfohlene Lagerraumgröße. Grundlage ist der Heizwert von ENplus-A1-Holzpellets mit 4,8 Kilowattstunden je Kilogramm nach DIN EN ISO 17225-2 (DEPI/DEPV-Kennwerte) – im Standardfall mit 20.000 Kilowattstunden Jahreswärmebedarf und 88 Prozent Kesselwirkungsgrad zeigt der Rechner 4,73 Tonnen Pelletbedarf und 11 Kubikmeter empfohlene Lagerraumgröße.

Bewusst nicht Teil dieses Rechners sind Preise und Förderung: Wer Anschaffungskosten, KfW-458-Förderung und Amortisation einer Pelletheizung gegenüber einer Gasheizung durchrechnen will, findet die passenden Zahlen im Pelletheizung-Kostenrechner, der auf denselben Heizwert- und Schüttdichte-Kennwerten aufbaut.

Ebenfalls nicht abgebildet ist ein einzelner Pelletofen für einen Raum – dieser Rechner rechnet ausschließlich mit einem Kessel für das ganze Haus samt Lager, Vollbenutzungsstunden und den hier hinterlegten Wirkungsgraden von 85 bis 93 Prozent.

Zwei Modi führen zum Ergebnis: Kennst du deinen Jahreswärmebedarf aus Abrechnung oder Energieausweis, trägst du ihn direkt ein.

Kennst du nur die Heizlast des Kessels in Kilowatt, leitet der Rechner den Jahreswärmebedarf über die branchenübliche Näherung von 1.800 Vollbenutzungsstunden ab (VDI 2067 Blatt 1).

Eingaben

Pelletverbrauch berechnen: Welche Angaben braucht der Rechner?

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Zuerst wählst du den Ermittlungsmodus: „Jahreswärmebedarf direkt eingeben“, wenn dir ein Wert aus Verbrauchsabrechnung oder Energieausweis vorliegt, oder „Aus Heizlast und Vollbenutzungsstunden ableiten“, wenn du nur die Kesselleistung in Kilowatt kennst. Im zweiten Modus trägst du zusätzlich die Vollbenutzungsstunden ein, voreingestellt mit 1.800 Stunden als VDI-2067-Näherungswert für reine Raumwärme ohne separate Warmwasserbereitung – läuft dein Kessel auch im Sommer für die Warmwasserbereitung, solltest du diesen Zuschlag selbst zum Jahreswärmebedarf addieren, bevor du ihn einträgst.

Der Kesselwirkungsgrad ist mit 88 Prozent vorbelegt, aber als Eingabefeld sichtbar veränderbar innerhalb der Herstellerspanne von 85 bis 93 Prozent – trage hier möglichst den Wert aus dem Datenblatt oder dem letzten Wartungsprotokoll deines Kessels ein, weil ein niedrigerer Wirkungsgrad den Pelletbedarf bei gleichem Wärmebedarf spürbar erhöht.

Zuletzt legst du die bevorzugte Lagerform fest: lose Ware für Silo oder Lagerraum mit Förderschnecke, oder Sackware in 15-Kilogramm-Einheiten für kleine Mengen ohne festen Lagerraum.

Ein häufiger Bedienfehler ist, im Heizlast-Modus die voreingestellten 1.800 Vollbenutzungsstunden unverändert zu übernehmen, obwohl das Gebäude schlecht gedämmt ist oder eine Warmwasserbereitung über den Kessel läuft – beides erhöht den realen Bedarf über diesen Näherungswert hinaus.

Praxisfälle

Pelletverbrauch-Beispiele nach Gebäudetyp und Wärmebedarf

Sieben nachgerechnete Fälle aus der echten Rechenfunktion (berechnePelletverbrauch) – vom kleinen Neubau bis zum Zweifamilienhaus mit gemeinsamem Kessel.

  1. Einfamilienhaus: Standardfall mit 20.000 kWh

    „Wie viele Tonnen Pellets braucht ein Einfamilienhaus pro Jahr?“

    Eingabe
    20.000 kWh Jahreswärmebedarf, 88 % Kesselwirkungsgrad, lose Ware
    Ergebnis
    4,73 Tonnen Pelletbedarf/Jahr, 25,6 kg/Tag, 11 m³ empfohlene Lagerraumgröße
  2. 100 Quadratmeter Altbau (unsaniert)

    „Wie viel Pellets brauche ich für 100 qm Altbau?“

    Eingabe
    15.000 kWh Jahreswärmebedarf (≈150 kWh/m²a), 88 % Kesselwirkungsgrad
    Ergebnis
    3,55 Tonnen Pelletbedarf/Jahr, 19,2 kg/Tag, 8,3 m³ empfohlene Lagerraumgröße
  3. 100 Quadratmeter Neubau (aktueller Standard)

    „Wie viel Pellets brauche ich für 100 qm Neubau?“

    Eingabe
    5.000 kWh Jahreswärmebedarf (≈50 kWh/m²a), 88 % Kesselwirkungsgrad
    Ergebnis
    1,18 Tonnen Pelletbedarf/Jahr, 6,4 kg/Tag, 79 Säcke à 15 kg
  4. Zweifamilienhaus mit gemeinsamem Kessel

    „Wie hoch ist der Pelletverbrauch in einem Zweifamilienhaus?“

    Eingabe
    35.000 kWh Jahreswärmebedarf, 88 % Kesselwirkungsgrad, lose Ware
    Ergebnis
    8,29 Tonnen Pelletbedarf/Jahr, 44,8 kg/Tag, 19,1 m³ empfohlene Lagerraumgröße
  5. Pelletlager für 6 Tonnen Jahresbedarf

    „Wie groß muss mein Pelletlager für 6 Tonnen sein?“

    Eingabe
    25.344 kWh Jahreswärmebedarf, 88 % Kesselwirkungsgrad
    Ergebnis
    6 Tonnen Pelletbedarf/Jahr, 9,2 m³ Schüttvolumen, 13,8 m³ empfohlene Lagerraumgröße
  6. 1.000 Liter Heizöl als Pelletmenge

    „Wie viel Pellets entsprechen 1.000 Liter Heizöl?“

    Eingabe
    8.448 kWh Jahreswärmebedarf, 88 % Kesselwirkungsgrad
    Ergebnis
    2.000 kg (2 Tonnen) Pelletbedarf, exakt 1.000 l Heizöl-Äquivalent laut Rechner
  7. Jahreswärmebedarf unbekannt: Ableitung aus Heizlast

    „Wie berechne ich den Pelletbedarf ohne bekannten Jahreswärmebedarf?“

    Eingabe
    Modus Heizlast, 10 kW, 1.800 Vollbenutzungsstunden
    Ergebnis
    18.000 kWh abgeleiteter Jahreswärmebedarf, 4,26 Tonnen Pelletbedarf/Jahr

    Heizlastrechner (Heizlast nach DIN EN 12831)

Berechnung

Wie der Rechner Pelletbedarf, Heizöl-Äquivalent und Lagergröße berechnet

Verstehe den Formelweg.

Die Rechenkette beginnt beim Jahreswärmebedarf (abgegebene Nutzwärme) und teilt ihn durch den Kesselwirkungsgrad, um den Brennstoffbedarf zu erhalten – im Standardfall 20.000 Kilowattstunden geteilt durch 88 Prozent ergibt 22.727 Kilowattstunden Brennstoffbedarf. Dieser Wert geteilt durch den Heizwert von 4,8 Kilowattstunden je Kilogramm (ENplus A1, DIN EN ISO 17225-2) liefert den Pelletbedarf in Kilogramm, hier 4.735 Kilogramm beziehungsweise 4,73 Tonnen.

Der Tageswert während der Heizsaison ergibt sich, indem der Jahresbedarf durch eine branchenübliche Heizperiode von 185 Tagen geteilt wird (VDI-2067-Näherungsverfahren, Gradtagzahlmethode, Referenztemperatur 15 Grad Celsius) – im Standardfall 25,6 Kilogramm pro Heiztag.

Das Heizöl-Äquivalent teilt den Pelletbedarf durch den DEPI-Faustwert 2 (1 Liter Heizöl ≈ 2 Kilogramm Pellets), das Schüttvolumen teilt ihn durch die Schüttdichte von 650 Kilogramm je Kubikmeter (DIN EN ISO 17225-2).

Die empfohlene Lagerraumgröße rechnet einen DEPI-Aufschlag ein, weil in einem Schrägboden-Lagerraum wegen Schüttkegel und toten Ecken nur rund zwei Drittel des Rauminhalts tatsächlich befüllbar sind – das Schüttvolumen wird deshalb durch diesen Nutzungsgrad geteilt, im Standardfall aus 7,3 Kubikmetern Schüttvolumen werden so 11 Kubikmeter empfohlene Lagerraumgröße.

Die Sackanzahl schließlich teilt den Pelletbedarf in Kilogramm durch die DEPI-Standardsackgröße von 15 Kilogramm und rundet auf ganze Säcke auf.

Pelletbedarf-Formel: Pelletbedarf gleich 100 mal Jahreswaermebedarf geteilt durch Kesselwirkungsgrad mal Heizwert.
Der Pelletbedarf in kg ergibt sich aus dem Jahreswaermebedarf, dem Kesselwirkungsgrad in Prozent und dem Heizwert von ENplus-A1-Pellets (4,8 kWh/kg).

Nachschlagen

Pelletverbrauch nach Jahreswärmebedarf: kg, Tonnen, Lagergröße

Pelletbedarf pro Jahr und Tag, Heizöl-Äquivalent sowie empfohlene Lagerraumgröße nach Jahreswärmebedarf – bei einem Kesselwirkungsgrad von 88 Prozent, einer sichtbaren Modellannahme innerhalb der Herstellerspanne von 85 bis 93 Prozent. Alle Werte direkt aus der Rechenfunktion des Pelletverbrauch-Rechners.

Pelletverbrauch: Pelletbedarf in kg/Jahr und t/Jahr, kg/Tag, Heizöl-Äquivalent, empfohlene Lagerraumgröße und Sackanzahl nach Jahreswärmebedarf (88 % Kesselwirkungsgrad, lose Ware)
JahreswärmebedarfPelletbedarf/JahrPelletbedarf/JahrPelletbedarf/TagHeizöl-ÄquivalentLagerraum (empfohlen)Säcke (15 kg)
8.000 kWh1.894 kg1,89 t10,2 kg947 l4,4 m³127 Säcke
12.000 kWh2.841 kg2,84 t15,4 kg1.421 l6,6 m³190 Säcke
16.000 kWh3.788 kg3,79 t20,5 kg1.894 l8,7 m³253 Säcke
20.000 kWh4.735 kg4,73 t25,6 kg2.368 l11,0 m³316 Säcke
25.000 kWh5.919 kg5,92 t32,0 kg2.960 l13,7 m³395 Säcke
30.000 kWh7.102 kg7,10 t38,4 kg3.551 l16,4 m³474 Säcke
40.000 kWh9.470 kg9,47 t51,2 kg4.735 l21,9 m³632 Säcke

Basis: Kesselwirkungsgrad 88 Prozent (Herstellerspanne 85 bis 93 Prozent, sichtbare Modellannahme, kein fester Normwert), Heizwert ENplus-A1-Pellets 4,8 kWh/kg und Schüttdichte 650 kg/m³ nach DIN EN ISO 17225-2. Heizöl-Äquivalent nach DEPI-Faustwert (1 l Heizöl ≈ 2 kg Pellets), Lagerraumgröße mit DEPI-Aufschlag für Schrägboden-Lagerraum (nur ca. zwei Drittel des Rauminhalts befüllbar). Tageswert gemittelt über eine branchenübliche Heizperiode von 185 Tagen (VDI-2067-Näherungsverfahren). Alle Werte sind Orientierungsgrößen ohne Gewähr, Stand 2026. Kosten und Förderung liefert der Pelletheizung-Kostenrechner.

Holzpellets in kWh umrechnen: Heizwert-Tabelle

Reiner Energiegehalt (Heizwert) von Holzpellets nach Menge – ohne Kesselwirkungsgrad, also nicht identisch mit dem tatsächlichen Pelletbedarf oben. Basis: ENplus-A1-Heizwert 4,8 Kilowattstunden je Kilogramm nach DIN EN ISO 17225-2 (DEPI/DEPV-Kennwerte).

Umrechnung Holzpellets in Kilowattstunden und Heizöl-Äquivalent nach Menge, reiner Heizwert ohne Kesselverlust
Menge PelletsEnergiegehalt (Heizwert)Heizöl-Äquivalent
1 kg5 kWh0,5 l
10 kg48 kWh5 l
15 kg (1 Sack)72 kWh7,5 l
100 kg480 kWh50 l
500 kg2.400 kWh250 l
1.000 kg (1 t)4.800 kWh500 l
2.000 kg (2 t)9.600 kWh1.000 l
5.000 kg (5 t)24.000 kWh2.500 l
10.000 kg (10 t)48.000 kWh5.000 l

Reiner Heizwert der Pellets (4,8 kWh/kg, ENplus A1/DIN EN ISO 17225-2), keine Kesselverluste eingerechnet. Für den tatsächlichen Brennstoffbedarf inklusive Kesselwirkungsgrad die obere Tabelle bzw. den Rechner selbst nutzen. Heizöl-Äquivalent nach DEPI-Faustwert (1 l Heizöl ≈ 2 kg Pellets), keine exakte physikalische Konstante. Stand 2026.

Hinweise

Pelletverbrauch und Lagerplanung: Worauf achten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Trage wenn möglich den echten Jahreswärmebedarf aus deiner letzten Verbrauchsabrechnung oder dem Energieausweis ein statt eines geschätzten Werts, weil dieser Wert die Rechnung stärker beeinflusst als jede andere Eingabe. Kennst du nur die Heizlast, nutze den Heizlast-Modus, aber ziehe bei ganzjähriger Warmwasserbereitung über den Kessel einen zusätzlichen Zuschlag zu den voreingestellten 1.800 Vollbenutzungsstunden in Betracht, weil dieser Näherungswert laut VDI 2067 nur für reine Raumwärme gilt.

Bei der Lagerform lohnt sich Sackware meist nur bis etwa 2 bis 3 Tonnen Jahresbedarf, weil sie je Tonne deutlich teurer ist als lose Ware per Silo-Lkw; ab rund 4 Tonnen rechnet sich in aller Regel ein fester Lagerraum mit Förderschnecke.

Plane den Lagerraum immer nach der empfohlenen Lagerraumgröße, nicht nach dem kleineren reinen Schüttvolumen, sonst reicht der Platz gegen Ende der Heizsaison nicht.

Die endgültige Lagerraumgröße, Statik und Zufahrt für den Silo-Lkw sollte trotzdem immer ein Fachbetrieb vor Ort prüfen, bevor gebaut oder bestellt wird.

Anwendung

Pelletverbrauch in der Praxis: Drei durchgerechnete Gebäudetypen

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden Jahreswärmebedarf und 88 Prozent Kesselwirkungsgrad verbraucht laut Rechner 4,73 Tonnen Pellets im Jahr, entsprechend 25,6 Kilogramm pro Heiztag und 316 Säcken à 15 Kilogramm; die empfohlene Lagerraumgröße liegt bei 11 Kubikmetern.

Ein unsanierter Altbau mit 100 Quadratmetern Wohnfläche und einem spezifischen Wärmebedarf von rund 150 Kilowattstunden je Quadratmeter kommt dagegen auf 15.000 Kilowattstunden Jahreswärmebedarf und damit auf 3,55 Tonnen Pelletbedarf – deutlich weniger als das größere Einfamilienhaus, weil die Wohnfläche kleiner ist, aber pro Quadratmeter mehr als ein sanierter Neubau mit vergleichbarer Fläche.

Ein Zweifamilienhaus mit einem gemeinsamen Pelletkessel für beide Wohneinheiten und geschätzten 35.000 Kilowattstunden Jahreswärmebedarf verbraucht bei gleichem Kesselwirkungsgrad 8,29 Tonnen Pellets im Jahr und benötigt eine empfohlene Lagerraumgröße von 19,1 Kubikmetern – ab dieser Größenordnung lohnt sich praktisch immer ein gemauerter Lagerraum mit Förderschnecke statt Sackware, weil 553 Säcke kaum noch praktikabel zu handhaben wären.

Alle drei Fälle zeigen: Wohnfläche allein sagt wenig über den Pelletbedarf aus, entscheidend sind Dämmstandard, Baujahr und die Anzahl der versorgten Wohneinheiten.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist, den voreingestellten Kesselwirkungsgrad von 88 Prozent unverändert zu lassen, obwohl der eigene Kessel älter oder seltener gewartet ist und laut Datenblatt nur 85 Prozent erreicht – bei sonst gleichem Wärmebedarf steigt der Pelletbedarf dadurch bereits messbar. Ebenso häufig wird das reine Schüttvolumen mit der empfohlenen Lagerraumgröße verwechselt: Weil in einem Schrägboden-Lagerraum nur rund zwei Drittel des Rauminhalts befüllbar sind, muss der tatsächliche Raum größer sein als das reine Schüttvolumen der Pellets.

Ein weiterer verbreiteter Fehler ist, die Verbrauchszahlen eines Pelletofens für einen einzelnen Raum mit denen dieses Rechners zu vergleichen, obwohl hier ausschließlich ein Zentralheizungskessel für das ganze Haus gerechnet wird – beide Geräte unterscheiden sich stark in Wirkungsgrad, Stromverbrauch und Betriebsweise. Und wer im Heizlast-Modus die Vollbenutzungsstunden unverändert bei 1.800 lässt, obwohl der Kessel auch die Warmwasserbereitung im Sommer übernimmt, unterschätzt den realen Jahresverbrauch systematisch, weil dieser Näherungswert laut VDI 2067 nur reine Raumwärme abbildet.

Nächster Schritt

Pelletverbrauch im Überblick

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Pelletverbrauch-Rechner ermittelt aus Jahreswärmebedarf und Kesselwirkungsgrad den Pelletbedarf in Kilogramm und Tonnen pro Jahr (Standardfall 4,73 Tonnen bei 20.000 Kilowattstunden), einen Tageswert für die Heizsaison, das Heizöl-Äquivalent zur Einordnung sowie Schüttvolumen und empfohlene Lagerraumgröße.

Die mit Abstand größte Stellschraube ist der reale Kesselwirkungsgrad aus dem Datenblatt, nicht die Lagerform – prüfe deshalb zuerst diesen Wert, bevor du Lagerraumgröße oder Sackanzahl optimierst.

Dieser Rechner beantwortet ausschließlich die Mengenfrage.

Für Anschaffungskosten, KfW-458-Förderung und Amortisation gegenüber einer Gasheizung ist der Pelletheizung-Kostenrechner die richtige Adresse, für die Heizlast einer ganzen Wohnung nach DIN EN 12831 der Heizlastrechner, für einen Kostenvergleich zwischen Pellets, Heizöl und Gas je Kilowattstunde der Brennstoffvergleich-Rechner.

Alle Werte sind Orientierungsgrößen aus Modellannahmen ohne Gewähr – für eine verbindliche Lagerraumplanung und Kesselauslegung einen Fachbetrieb oder Schornsteinfeger hinzuziehen.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · 4.735 kg (4,73 t) Pelletbedarf/Jahr, 25,6 kg/Tag, 2.368 l Heizöl-Äquivalent, 7,3 m³ Schüttvolumen, 11 m³ empfohlene Lagerraumgröße

Einfamilienhaus, Standardfall (20.000 kWh)

Jahreswärmebedarf
20.000 kWh
Kesselwirkungsgrad
88 %
Lagerform
Lose Ware

Beispiel 2 · Mittel · 1.894 kg (1,89 t) Pelletbedarf/Jahr, 10,2 kg/Tag, 947 l Heizöl-Äquivalent, 2,9 m³ Schüttvolumen, 127 Säcke à 15 kg

Kleines Ferienhaus, Sackware (8.000 kWh)

Jahreswärmebedarf
8.000 kWh
Kesselwirkungsgrad
88 %
Lagerform
Sackware

Beispiel 3 · Komplex · 7.102 kg (7,1 t) Pelletbedarf/Jahr, 38,4 kg/Tag, 3.551 l Heizöl-Äquivalent, 10,9 m³ Schüttvolumen, 16,4 m³ empfohlene Lagerraumgröße

Größeres, unsaniertes Haus (30.000 kWh)

Jahreswärmebedarf
30.000 kWh
Kesselwirkungsgrad
88 %
Lagerform
Lose Ware

Beispiel 4 · Komplex · 8.286 kg (8,29 t) Pelletbedarf/Jahr, 44,8 kg/Tag, 4.143 l Heizöl-Äquivalent, 12,7 m³ Schüttvolumen, 19,1 m³ empfohlene Lagerraumgröße

Zweifamilienhaus mit gemeinsamem Kessel (35.000 kWh)

Jahreswärmebedarf
35.000 kWh
Kesselwirkungsgrad
88 %
Lagerform
Lose Ware

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Dies ist eine Modellrechnung ohne Gewähr. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Witterung, Nutzerverhalten und Gebäudezustand ab. Für eine verbindliche Lagerraumplanung und Kesselauslegung einen Fachbetrieb bzw. Schornsteinfeger hinzuziehen.

Quelle: Eigenberechnung aus ENplus-A1-Kennwerten (DIN EN ISO 17225-2) und DEPI-Faustwerten

Stand: 2026-09-28

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
28. September 2026
Fachbereich
Energie / Heizung
Formeln basieren auf
ENplus-A1-Kennwerte nach DIN EN ISO 17225-2 (Heizwert, Schüttdichte), DEPI-Faustwerte (Sackgröße, Heizöl-Äquivalenz, Lagerraum-Nutzungsgrad), VDI 2067 Blatt 1 (Vollbenutzungsstunden)
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Pelletverbrauch-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/energie/heizung/pelletverbrauch-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Pelletverbrauch-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/energie/heizung/pelletverbrauch-rechner

Werbestatus

Mögliche Werbung hat keinen Einfluss auf Rechenweg, Ergebnis oder Priorisierung dieses Rechners.