Überblick
Was ist der Rohrheizung-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Rohrheizung-Rechner leitet aus Heizleistung, Temperaturspreizung und geplanter Strömungsgeschwindigkeit den nötigen Volumenstrom und eine passende DN-Richtung für Heizungsleitungen ab. Das ist besonders nützlich, wenn du früh abschätzen möchtest, ob ein Heizkreis hydraulisch ruhig bleibt oder bei zu kleiner Rohrwahl schnell unnötig viel Druckverlust erzeugt.
Die drei Eingabegrößen hängen eng zusammen: Eine höhere Heizleistung verlangt mehr Volumenstrom, eine größere Temperaturspreizung zwischen Vor- und Rücklauf senkt den nötigen Volumenstrom wieder, und die gewählte Strömungsgeschwindigkeit entscheidet, wie eng der Rohrinnendurchmesser ausfällt.
Aus diesen Werten ergibt sich eine DN-Stufe zwischen DN 20 und DN 50 sowie ein grober Druckverlust pro Meter. Grundlage der Auslegung sind die VDI-Richtlinien für Heizungsanlagen.
So lässt sich ein Heizkreis für einen Anbau, eine Fußbodenheizung oder eine neue Verteilleitung schon in der Vorplanung einordnen, bevor die Pumpe später gegen eine zu schnelle und zu knappe Leitung anarbeiten muss.
Wie stark die Spreizung durchschlägt, zeigt ein Lauf mit 12 kW und 0,8 m/s Zielgeschwindigkeit: Bei 5 Kelvin sind 2,07 m³/h nötig und die Empfehlung lautet DN 40, bei 10 Kelvin halbiert sich der Volumenstrom auf 1,03 m³/h und DN 25 genügt, bei 20 Kelvin bleiben 0,52 m³/h und DN 20.