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Gefälle-Rechner: Neigung in Prozent, Grad und cm/m berechnen

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Überblick

Was ist der Gefälle-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Wie viel Gefaelle braucht meine Terrasse, mein Abwasserrohr oder meine Rampe? Der Gefaelle-Rechner beantwortet diese Frage in drei Darstellungsformen: Prozent, Grad und Zentimeter pro Meter.

Zusaetzlich vergleicht er das Ergebnis mit den Mindestgefaelle-Vorgaben der jeweiligen Anwendung.

Im Standardbeispiel ergibt eine Hoehendifferenz von 2 cm auf 1 m horizontaler Laenge ein Gefaelle von 2 Prozent, 1,15 Grad oder 2 cm/m mit einem Steigungsverhaeltnis von 1:50.

Fuer eine Terrasse liegt das Mindestgefaelle bei 1,5 Prozent — der Wert ist erfuellt.

Der Rechner deckt fuenf Anwendungsbereiche ab: Abwasserrohr nach DIN 1986-100 mit mindestens 1 Prozent, Terrasse mit mindestens 1,5 Prozent, barrierefreie Rampe nach DIN 18040-1 mit hoechstens 6 Prozent, Flachdach nach DIN 18531 mit mindestens 2 Prozent und Drainage mit mindestens 0,5 Prozent.

So siehst du sofort, ob dein geplantes Gefaelle die Norm erfuellt oder ob du Hoehe oder Laenge anpassen musst.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du waehlst zuerst die Berechnungsrichtung: Aus Hoehe und Laenge das Gefaelle ermitteln, aus einem bekannten Prozentwert die noetige Hoehe ableiten oder aus einem Gradwert die Hoehe bestimmen. Je nach Modus erscheint das passende Eingabefeld.

Die horizontale Laenge gibst du immer in Metern ein. Die Hoehendifferenz erscheint bei Modus Hoehe und Laenge und wird in Zentimetern eingegeben. Bei einer Terrasse von 4 m Laenge und 6 cm Hoehendifferenz ergibt sich ein Gefaelle von 1,5 Prozent.

Der Anwendungsbereich bestimmt den Normvergleich: Waehle Terrasse, um gegen 1,5 Prozent zu pruefen, oder Abwasserrohr, um gegen 1 Prozent nach DIN 1986-100 zu pruefen.

Beachte, dass bei Rampe barrierefrei das Gefaelle als Hoechstwert von maximal 6 Prozent gilt, waehrend bei allen anderen Anwendungen ein Mindestwert geprueft wird.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

Die Berechnung folgt drei Schritten. Schritt 1: Gefaelle in Prozent gleich Hoehendifferenz in Zentimetern geteilt durch horizontale Laenge in Metern.

Bei 2 cm Hoehe und 1 m Laenge ergibt das 2 Prozent. Schritt 2: Neigungswinkel in Grad gleich Arkustangens von Gefaelle geteilt durch 100. Fuer 2 Prozent ergibt arctan(0,02) mal 180 geteilt durch Pi gleich 1,15 Grad.

Schritt 3: Steigungsverhaeltnis 1:n gleich 100 geteilt durch Gefaelle in Prozent. Bei 2 Prozent: 100 geteilt durch 2 gleich 50, also 1:50.

Der Wert in Zentimeter pro Meter entspricht dem Prozentwert: 2 Prozent bedeutet 2 cm Hoehenunterschied auf jeden Meter horizontaler Strecke.

Beim Modus aus Prozent wird die Hoehe rueckwaerts berechnet: Hoehe in Zentimetern gleich Gefaelle in Prozent mal Laenge in Metern.

Bei 6 Prozent auf 5 m Laenge ergibt das 30 cm Hoehendifferenz — das entspricht der maximalen Rampenneigung nach DIN 18040-1.

Die Umrechnung zwischen Prozent und Grad ist nicht linear: 100 Prozent Gefaelle entsprechen 45 Grad, 50 Prozent dagegen nur 26,57 Grad.

Formeln für Gefälle in Prozent und Steigungsverhältnis 1:n aus Höhendifferenz und horizontaler Länge.
Gefälle (G) = Höhendifferenz in cm geteilt durch Länge in m. Das Verhältnis 1:n ergibt sich als 100/G. Der Gradwert wird intern über arctan(G/100) × 180/π berechnet.

Nachschlagen

Mindestgefälle nach Anwendung – DIN 1986-100, DIN 18040-1, DIN 18531

Die Tabelle zeigt das normativ geforderte Mindest- oder Höchstgefälle je Anwendungsbereich. Werte aus DIN 1986-100 (Entwässerungsanlagen), DIN 18040-1 (Barrierefreies Bauen) und DIN 18531 (Dachabdichtungen).

Normgefälle je Anwendung mit Prozent, Grad, cm/m und Verhältnis 1:n
AnwendungNormwert (%)ArtGrad (°)cm/mVerhältnis 1:nNorm
Abwasserrohr (DN 100)1,0Minimum0,571,01:100DIN 1986-100
Terrasse / Pflasterfläche1,5Minimum0,861,51:67Fachregeln
Flachdach (nicht genutzt)2,0Minimum1,152,01:50DIN 18531
Drainage0,5Minimum0,290,51:200Fachregeln
Rampe (barrierefrei)6,0Maximum3,436,01:17DIN 18040-1

Abwasserrohr: DIN 1986-100 empfiehlt 1–2 % für DN 100; ab 5 % wird der Feststofftransport kritisch. Terrasse: 2 % in der Praxis, da Setzungen das Gefälle reduzieren. Flachdach: ohne Gefälle gilt als Sonderkonstruktion (DIN 18531). Rampe: DIN 18040-1 schreibt Zwischenpodeste alle 6 m bei 6 % vor. Drainage: 0,5 % als Mindestwert für Rigolen und Drainagerohre.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Gefälle-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Wie berechne ich das Gefaelle in Prozent aus Hoehe und Laenge?

Das Gefaelle in Prozent ergibt sich aus der Hoehendifferenz in Zentimetern geteilt durch die horizontale Laenge in Metern. Bei 2 cm Hoehendifferenz und 1 m Laenge betraegt das Gefaelle 2 Prozent.

Diese Formel nutzt die Eigenschaft, dass 1 Prozent Gefaelle exakt 1 cm Hoehenunterschied pro Meter horizontaler Strecke bedeutet.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen horizontaler Laenge und Schraeglaenge: Der Rechner erwartet die horizontale Projektion.

Bei flachen Gefaellen unter 10 Prozent ist der Unterschied zwischen beiden Werten vernachlaessigbar, ab 20 Prozent weichen sie jedoch sichtbar ab.

Wer statt 1 m Horizontallaenge die 1,02 m Schraeglaenge eingibt, erhaelt bei 2 Prozent Gefaelle statt 2,00 nur 1,96 Prozent — bei steileren Neigungen wird dieser Fehler groesser.

Die Formel gilt identisch fuer alle Anwendungen von der Terrasse bis zum Abwasserrohr.

Wie rechne ich Gefaelle von Prozent in Grad um?

Die Umrechnung von Prozent in Grad erfolgt ueber den Arkustangens: Neigungswinkel in Grad gleich arctan(Gefaelle in Prozent geteilt durch 100) mal 180 geteilt durch Pi. Fuer 2 Prozent Gefaelle ergibt das arctan(0,02) mal 57,2958 gleich 1,15 Grad.

Die Umrechnung ist nicht linear, deshalb liefert das Verdoppeln des Prozentwerts nicht den doppelten Gradwert. Beispiel: 10 Prozent entsprechen 5,71 Grad, 50 Prozent jedoch nur 26,57 Grad statt der erwarteten 28,55 Grad.

Erst bei 100 Prozent Gefaelle sind es genau 45 Grad — eine Steigung, bei der die Hoehe der Laenge entspricht.

In der Baupraxis spielen die Gradwerte vor allem bei Dachneigungen und Rampen eine Rolle, waehrend Terrassen und Abwasserleitungen fast ausschliesslich in Prozent oder Zentimeter pro Meter angegeben werden.

Der Rechner zeigt beide Werte parallel, sodass du ohne separate Umrechnung zwischen den Einheiten wechseln kannst.

Welches Mindestgefaelle braucht eine Terrasse nach Fachregeln?

Fuer Terrassen und Pflasterflaechen empfehlen die allgemein anerkannten Regeln der Technik ein Mindestgefaelle von 1,5 Prozent. Das entspricht 1,5 cm Hoehenunterschied pro Meter horizontaler Strecke.

Bei einer 4 m langen Terrasse muss die Hoehendifferenz demnach mindestens 6 cm betragen, damit Regenwasser zuverlaessig abfliesst.

In der Praxis setzen Fachverleger haeufig 2 Prozent an, weil Setzungen im Unterbau und Unebenheiten im Belag das tatsaechliche Gefaelle nach dem Verlegen um 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte reduzieren koennen.

Ein Gefaelle von 3 Prozent oder mehr kann dagegen bei glatten Belaegen ein Gefuehl von Schraege erzeugen und ist fuer Terrassen meist ueberdimensioniert.

Der Rechner zeigt bei Anwendung Terrasse den Normwert 1,5 Prozent und bewertet dein geplantes Gefaelle als Erfuellt oder Nicht erfuellt.

Ergaenze die Berechnung durch eine Wasserwaage mit Gefaellenanzeige, um den Soll-Ist-Abgleich beim Verlegen sicherzustellen.

Welches Gefaelle braucht ein Abwasserrohr nach DIN 1986-100?

Die DIN 1986-100 schreibt fuer liegende Abwasserleitungen mit Nennweite DN 100 ein Mindestgefaelle von 0,5 Prozent vor, empfiehlt aber ausdruecklich einen Bereich von 1 bis 2 Prozent.

Bei 1 Prozent Gefaelle und 10 m Leitungslaenge betraegt die Hoehendifferenz 10 cm. Der Rechner prueft gegen den praxisueblichen Mindestwert von 1 Prozent und zeigt Nicht erfuellt, wenn das Gefaelle darunter liegt.

Ein zu flaches Gefaelle fuehrt dazu, dass Feststoffe im Rohr liegen bleiben und die Leitung verstopft.

Ebenso problematisch ist ein zu steiles Gefaelle: Ab etwa 5 Prozent laeuft das Wasser so schnell, dass es die Feststoffe nicht mehr mitreisst und diese trocken im Rohr zurueckbleiben — ein haeufiger Planungsfehler bei kellergeschossigen Leitungen mit grossem Hoehenversatz.

Fuer groessere Nennweiten wie DN 150 sinkt das Mindestgefaelle auf 0,5 Prozent, da der groessere Querschnitt den Abfluss beguenstigt.

Wie steil darf eine barrierefreie Rampe nach DIN 18040-1 sein?

Die DIN 18040-1 legt fuer barrierefreie Rampen in oeffentlich zugaenglichen Gebaeuden eine maximale Laengsneigung von 6 Prozent fest. Das entspricht einem Neigungswinkel von 3,43 Grad oder einem Verhaeltnis von 1:17.

Bei einer 5 m langen Rampe darf die Hoehendifferenz demnach hoechstens 30 cm betragen. Ueberschreitet die Neigung 6 Prozent, gilt die Rampe nicht mehr als barrierefrei.

Der Rechner bewertet im Anwendungsbereich Rampe barrierefrei daher Gefaelle bis einschliesslich 6 Prozent als Erfuellt und darueberhinaus als Nicht erfuellt.

In der Praxis empfehlen Planer 4 bis 5 Prozent, um Rollstuhlfahrern und Personen mit Rollator genuegend Kraftreserve zu lassen. Zusaetzlich schreibt die DIN 18040-1 Zwischenpodeste alle 6 m Rampenlaenge vor, wenn die Neigung 6 Prozent betraegt.

Bei geringerem Gefaelle verlängern sich die zulaessigen Abstaende. Auch seitliche Aufkantungen und beidseitige Handlaeufe sind vorgeschrieben.

Was bedeutet das Steigungsverhaeltnis 1:n beim Gefaelle?

Das Steigungsverhaeltnis 1:n drueckt aus, auf welcher horizontalen Strecke die Hoehe um eine Einheit steigt. Bei einem Gefaelle von 2 Prozent lautet das Verhaeltnis 1:50: Auf 50 Meter horizontaler Strecke steigt die Hoehe um 1 Meter.

Der Rechner ermittelt n als 100 geteilt durch das Gefaelle in Prozent und rundet auf eine ganze Zahl. Das Verhaeltnis ist besonders in der Tiefbau- und Strassenplanung gebraeuchlich, wo grosse Strecken mit gleichmaessigem Gefaelle geplant werden.

Ein Verhaeltnis von 1:200 entspricht 0,5 Prozent, 1:67 entspricht 1,5 Prozent und 1:17 entspricht knapp 6 Prozent. Je groesser die Zahl n, desto flacher die Neigung.

Beim Vergleich mit Mindestgefaelle-Normen ist die Prozentangabe direkter, weil die DIN-Normen ihre Grenzwerte in Prozent formulieren.

Das Verhaeltnis eignet sich dagegen gut fuer das Abstecken im Gelaende, wenn mit Schnuere und Pfloeecken auf eine bestimmte Steigung hin gemessen wird.

Welches Mindestgefaelle braucht ein Flachdach nach DIN 18531?

Die DIN 18531 fuer Abdichtungen nicht genutzter Daecher schreibt ein Mindestgefaelle von 2 Prozent vor. Das entspricht 2 cm Hoehenunterschied pro Meter und einem Neigungswinkel von 1,15 Grad.

Bei einer Dachflaeche von 10 m Tiefe muss die Hoehendifferenz demnach mindestens 20 cm betragen, damit Regenwasser zuverlaessig zum Ablauf fliesst.

Der Rechner prueft bei Anwendung Flachdach gegen diesen Normwert und zeigt Nicht erfuellt, wenn das Gefaelle unter 2 Prozent liegt.

Haeufiger Planungsfehler: Flachdaecher werden als waagerecht geplant und sollen nur ueber ihre Entwasserungsoeffnungen entwaessern. Stehendes Wasser belastet jedoch die Dachabdichtung durch Frost-Tau-Wechsel, Algenbildung und statische Zusatzlast.

Ein Dach ohne Gefaelle gilt nach DIN 18531 als Sonderkonstruktion und erfordert einen erhoehten Abdichtungsaufwand.

Im Holzbau erzeugen konische Gefaelledaemmplatten das noetige Gefaelle nachtraeglich, im Betonbau wird es bereits in die Rohdecke eingeplant.

Warum zeigt der Rechner bei gleichem Prozentwert unterschiedliche Beurteilungen?

Die Beurteilung haengt vom gewaehlten Anwendungsbereich ab, weil jede Anwendung einen eigenen Normwert hat.

Ein Gefaelle von 2 Prozent ist fuer eine Terrasse (Mindestgefaelle 1,5 Prozent) und ein Flachdach (Mindestgefaelle 2 Prozent) erfuellt, fuer eine Abwasserleitung (Mindestgefaelle 1 Prozent) ebenfalls, aber fuer eine Drainage (Mindestgefaelle 0,5 Prozent) deutlich uebererfuellt.

Zusaetzlich unterscheidet der Rechner zwischen Mindest- und Hoechstwerten: Bei Abwasserrohr, Terrasse, Flachdach und Drainage ist der Normwert eine Untergrenze — das berechnete Gefaelle muss groesser oder gleich sein.

Bei der barrierefreien Rampe nach DIN 18040-1 ist 6 Prozent dagegen ein Hoechstwert — das Gefaelle muss kleiner oder gleich sein.

Deshalb zeigt der Rechner fuer 7 Prozent bei Rampe Nicht erfuellt, obwohl derselbe Wert bei allen anderen Anwendungen Erfuellt ergeben wuerde.

Diese Unterscheidung spiegelt die unterschiedlichen Schutzziele der Normen wider: Wasserableitung verlangt ein Mindestgefaelle, Barrierefreiheit dagegen ein Hoechstgefaelle.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Pruefe vor der Berechnung, ob du die horizontale Laenge oder die Schraeglaenge (Strecke entlang der Neigung) eingibst. Der Rechner erwartet die horizontale Projektion.

Bei flachen Gefaellen unter 10 Prozent ist der Unterschied vernachlaessigbar, bei steileren Neigungen weichen beide Werte sichtbar ab.

Fuer Terrassen und Pflasterflaechen empfehlen Fachverleger ein Gefaelle von 2 Prozent statt der Mindestanforderung von 1,5 Prozent.

Der Aufschlag von 0,5 Prozentpunkten kompensiert Setzungen und Unebenheiten, die das tatsaechliche Gefaelle nach dem Verlegen reduzieren. Beim Abwasserrohr gilt: Ein zu steiles Gefaelle ist fast so problematisch wie ein zu flaches.

Ab etwa 5 Prozent fliesst das Wasser schneller als die Feststoffe und hinterlaesst Ablagerungen im Rohr. Die DIN 1986-100 empfiehlt fuer DN 100 daher 1 bis 2 Prozent.

Eine Wasserwaage mit Gefaellenanzeige oder eine digitale Neigungsmessung am Smartphone zeigt den Ist-Zustand. Vergleiche den gemessenen Wert mit dem Rechner-Ergebnis, um Abweichungen zur Planung frueh zu erkennen.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Fall 1 — Terrassenplanung: Peter plant eine 4 m lange Terrasse mit Pflastersteinen. Er gibt 6 cm Hoehendifferenz und 4 m Laenge ein und waehlt Anwendung Terrasse.

Der Rechner ergibt: 1,5 Prozent Gefaelle, 0,86 Grad, 1,5 cm/m, Verhaeltnis 1:67, Mindestgefaelle 1,5 Prozent — Beurteilung Erfuellt. Peter erkennt, dass er exakt an der Untergrenze liegt, und erhoeht auf 8 cm fuer 2 Prozent Sicherheitsreserve.

Fall 2 — Abwasserleitung: Eine 10 m lange Grundleitung DN 100 hat 5 cm Hoehendifferenz. Ergebnis: 0,5 Prozent, 0,29 Grad, Verhaeltnis 1:200, Mindestgefaelle 1 Prozent — Beurteilung Nicht erfuellt.

Um das Mindestgefaelle zu erreichen, muss die Hoehe auf mindestens 10 cm steigen. Fall 3 — Barrierefreie Rampe: 5 m Laenge, 30 cm Hoehendifferenz. Ergebnis: 6 Prozent, 3,43 Grad. Bei DIN 18040-1 gilt das als Maximum — die Beurteilung lautet Erfuellt.

Jede weitere Erhoehung wuerde die Barrierefreiheit verletzen. Eine Rampe mit 35 cm auf 5 m haette 7 Prozent und waere nicht normkonform.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Fehler 1: Schraeglaenge statt horizontale Laenge eingeben. Bei 5 Prozent Gefaelle betraegt der Unterschied zwischen Schraeg- und Horizontallaenge nur 0,12 Prozent, bei 20 Prozent steigt die Abweichung jedoch auf fast 2 Prozentpunkte.

Fehler 2: Gefaelle in Promille mit Prozent verwechseln. Manche Bautabellen geben das Gefaelle in Promille an: 20 Promille entsprechen 2 Prozent, nicht 20 Prozent. Fehler 3: Beim Abwasserrohr nur das Mindestgefaelle anstreben.

Die DIN 1986-100 empfiehlt fuer DN 100 einen Bereich von 1 bis 2 Prozent. Unter 1 Prozent stauen sich Feststoffe, ueber 5 Prozent laeuft das Wasser den Feststoffen davon. Fehler 4: Das Rampen-Gefaelle als Minimum lesen.

DIN 18040-1 setzt 6 Prozent als Hoechstwert. Wer mehr plant, verliert die Barrierefreiheit. Ideal sind 4 bis 5 Prozent. Fehler 5: Gefaelle nur am Anfang der Strecke messen.

Setzungen und Bodenverdichtungen verschieben das Gefaelle ueber die Laenge ungleichmaessig. Mehrere Messpunkte decken solche Abweichungen auf.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Gefaelle-Rechner wandelt Hoehendifferenz und Laenge in Prozent, Grad, Zentimeter pro Meter und ein Steigungsverhaeltnis um.

Im Standardbeispiel ergibt 2 cm Hoehe auf 1 m Laenge ein Gefaelle von 2 Prozent, 1,15 Grad und ein Verhaeltnis von 1:50 — die Terrassenanforderung von 1,5 Prozent ist erfuellt.

Berechne dein Gefaelle vor dem Verlegen, nicht danach: Eine Korrektur der Hoehendifferenz ist im Rohbau einfach, nach dem Pflastern oder Betonieren jedoch aufwaendig.

Nutze den Abwasserrohr-Rechner, um neben dem Gefaelle auch den passenden Rohrdurchmesser nach DIN 1986-100 zu ermitteln.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · 0,50 % Gefälle · 0,29° · 1:200 · Mindestgefälle 1,0 % · Nicht erfüllt

Abwasserrohr mit zu wenig Gefälle

modus
aus-hoehe-laenge
hoehendifferenz
5
laenge
10
anwendung
abwasserrohr

Beispiel 2 · Mittel · 6,00 % Gefälle · 3,43° · 1:17 · Höchstgefälle 6,0 % · Erfüllt

Barrierefreie Rampe am Maximum

modus
aus-hoehe-laenge
hoehendifferenz
30
laenge
5
anwendung
rampe

Beispiel 3 · Komplex · 0,20 % Gefälle · 0,11° · 1:500 · Mindestgefälle 2,0 % · Nicht erfüllt

Flachdach zu flach geplant

modus
aus-hoehe-laenge
hoehendifferenz
1
laenge
5
anwendung
flachdach

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  • Rechtwinkliges Dreieck zeigt 2 cm Höhendifferenz auf 1 m horizontaler Länge. Das ergibt 2 Prozent Gefälle, 1,15 Grad Neigungswinkel und ein Steigungsverhältnis von 1:50. Formel G = h / L.

    Steigungsdreieck: Gefälle aus Höhe und Länge

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  • Horizontale Balken vergleichen Mindest- und Höchstgefälle: Drainage 0,5 Prozent, Abwasserrohr 1 Prozent, Terrasse 1,5 Prozent, Flachdach 2 Prozent jeweils Minimum. Barrierefreie Rampe 6 Prozent Maximum. Normen DIN 1986-100, DIN 18040-1 und DIN 18531.

    Normgefälle nach Anwendung

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Alle Berechnungen erfolgen ohne Gewähr. Die Ergebnisse sind Anhaltspunkte und ersetzen keine professionelle Beratung.

Quelle: DIN-Normen Bauwesen (auszugsweise), VOB/C ATV-Grundlagen, Hersteller- und Verbandsrichtwerte für Materialbedarf

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
bau-handwerk / elektro-sanitär
Formeln basieren auf
Dokumentierte Rechenlogik mit Plausibilitaets- und Vergleichscheck
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Gefälle-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/bau-handwerk/elektro-sanitaer/gefaelle-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Gefälle-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/bau-handwerk/elektro-sanitaer/gefaelle-rechner

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