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Löschmitteleinheiten berechnen: LE-Bedarf nach ASR A2.2

Bau & HandwerkStand Noch keine Bewertung

Kurzantwort

Löschmitteleinheiten (LE) sind die Maßeinheit der ASR A2.2 zur Bemessung der Grundausstattung mit Feuerlöschern. Tabelle 3 legt den LE-Bedarf nach Grundfläche und Brandgefährdung fest; Tabelle 2 ordnet jedem Feuerlöscher-Rating die zugehörigen LE zu.

Löschmitteleinheiten (LE) aus Grundfläche und Brandgefährdung nach ASR A2.2 Tabelle 3...

Kilian AchatzFachredaktion Bau & Handwerk
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Sept. 2026)Stand:

Überblick

Was ist der Löschmitteleinheiten-Rechner?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Löschmitteleinheiten-Rechner übersetzt die Grundfläche eines Brandabschnitts und die Brandgefährdung in den LE-Bedarf nach ASR A2.2:2012-11 Tabelle 3 und ermittelt daraus die Mindestanzahl an Feuerlöschern. So siehst du sofort, ob die vorhandene Ausstattung den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung genügt oder ob Feuerlöscher ergänzt werden müssen.

Die beiden wichtigsten Eingangsgrößen wirken direkt: Eine größere Grundfläche erhöht den LE-Bedarf stufenweise, und erhöhte Brandgefährdung verdoppelt ihn.

Für 200 m² bei normaler Brandgefährdung verlangt Tabelle 3 genau 12 LE — mit 43A-Feuerlöschern à 6 LE sind das 2 Stück. Bei 500 m² und erhöhter Brandgefährdung steigt der Bedarf auf 42 LE; mit kleineren 21A-Löschern à 3 LE werden 14 Stück nötig.

Der Rechner ist damit für Büros, Lagerhallen, Werkstätten, Praxen und Verkaufsflächen gedacht, bei denen der Arbeitgeber nach § 4 Abs. 3 ArbStättV eine ausreichende Feuerlöscher-Grundausstattung sicherstellen muss.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Du gibst die nutzbare Grundfläche des Brandabschnitts in Quadratmetern, die Brandgefährdung als normal oder erhöht und das Löschvermögen deiner Feuerlöscher ein. Optional trägst du die bereits vorhandene Anzahl ein, um Deckungsgrad und Überschuss zu prüfen.

Die Grundfläche bezieht sich auf den zusammenhängenden Brandabschnitt, nicht auf einzelne Räume. Bei einem offenen Großraumbüro mit 800 m² ist die gesamte Fläche maßgeblich. Mehrere Geschosse werden einzeln berechnet.

Das Löschvermögen steht auf dem Feuerlöscher-Etikett — der A-Wert ist entscheidend: 43A entspricht 6 LE, 21A nur 3 LE.

Wer versehentlich den B- oder C-Wert statt des A-Wertes eingibt, erhält zu wenige LE je Löscher und unterschätzt die nötige Stückzahl.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

LE-Berechnung nach ASR A2.2: Der Rechner schlägt den LE-Bedarf in Tabelle 3 nach: bis 50 m² = 6 LE, bis 100 m² = 9 LE, bis 200 m² = 12 LE, bis 500 m² = 21 LE, bis 1.000 m² = 36 LE, und je weitere 250 m² kommen 6 LE hinzu. Bei erhöhter Brandgefährdung werden alle Werte verdoppelt.

Die Mindestanzahl ergibt sich aus LE-Bedarf geteilt durch LE je Feuerlöscher, aufgerundet auf die nächste ganze Zahl.

Beispiel: 1.500 m² bei normaler Brandgefährdung liegen in der Stufe bis 1.000 m² = 36 LE plus 2 × 6 LE für die weiteren 500 m² = 48 LE. Mit 43A-Löschern à 6 LE ergibt das 48 ÷ 6 = 8 Feuerlöscher als Mindestanzahl.

Sind bereits 10 Löscher vorhanden, beträgt die LE-Summe 60 LE, der Deckungsgrad 125 % und die Bewertung lautet Gut gedeckt.

Formel fuer die Mindestanzahl Feuerloescher: LE-Bedarf geteilt durch LE je Feuerloescher, aufgerundet.
Der LE-Bedarf ergibt sich aus Grundflaeche und Brandgefaehrdung nach ASR A2.2 Tabelle 3. Die LE je Feuerloescher stehen auf dem Etikett (Tabelle 2).

Nachschlagen

Löschmitteleinheiten Tabelle: LE-Bedarf nach ASR A2.2 Tabelle 3

Mindest-Löschmitteleinheiten (LE) je Grundfläche des Brandabschnitts nach ASR A2.2:2012-11 Tabelle 3. Bei erhöhter Brandgefährdung verdoppeln sich die Werte. Mehrere Geschosse werden einzeln berechnet.

Grundfläche bis m², LE-Bedarf normal, LE-Bedarf erhöht, typische Feuerlöscher (43A à 6 LE) normal / erhöht
Grundfläche bisLE normalLE erhöhtLöscher normal (43A)Löscher erhöht (43A)
50 m²6 LE12 LE1 Stück2 Stück
100 m²9 LE18 LE2 Stück3 Stück
200 m²12 LE24 LE2 Stück4 Stück
300 m²15 LE30 LE3 Stück5 Stück
400 m²18 LE36 LE3 Stück6 Stück
500 m²21 LE42 LE4 Stück7 Stück
600 m²24 LE48 LE4 Stück8 Stück
700 m²27 LE54 LE5 Stück9 Stück
800 m²30 LE60 LE5 Stück10 Stück
900 m²33 LE66 LE6 Stück11 Stück
1.000 m²36 LE72 LE6 Stück12 Stück
je weitere 250 m²+6 LE+12 LE+1 Stück+2 Stück

Quelle: ASR A2.2:2012-11 Tabelle 3 (BAuA). Feuerlöscher-Anzahl gerundet auf Basis 43A = 6 LE. Bei Verwendung kleinerer Löscher (z. B. 21A = 3 LE) verdoppelt sich die Stückzahl. Verteilung nach Abschnitt 5.2.1: max. 20 m Laufweg zum nächsten Löscher. LE-Zuordnung Löschvermögen → LE nach Tabelle 2: 5A/8A = 1 LE, 13A = 2 LE, 21A = 3 LE, 27A = 4 LE, 34A = 5 LE, 43A = 6 LE, 55A = 9 LE.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Löschmitteleinheiten-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was sind Löschmitteleinheiten (LE) und wozu braucht man sie?

Löschmitteleinheiten sind die Maßeinheit der ASR A2.2:2012-11, mit der die Grundausstattung eines Betriebs mit Feuerlöschern bemessen wird.

Jeder Feuerlöscher besitzt ein auf dem Etikett aufgedrucktes Löschvermögen wie 43A, das nach Tabelle 2 der ASR A2.2 in LE übersetzt wird: 43A entspricht 6 LE, 21A dagegen nur 3 LE.

Der Arbeitgeber ist nach § 4 Abs. 3 ArbStättV verpflichtet, ausreichend Feuerlöscher bereitzustellen. Die Pflicht gilt unabhängig von der Betriebsgröße — auch ein 50 m² großes Büro benötigt mindestens 6 LE.

Eine verbreitete Fehlannahme ist, die LE-Pflicht betreffe nur Produktionsbetriebe. In Wirklichkeit erfasst die ArbStättV jede Arbeitsstätte, auch Büros, Praxen und Einzelhandel.

Prüfen Sie zunächst die Etiketten Ihrer vorhandenen Feuerlöscher und addieren Sie die LE, um Ihren Ist-Stand mit dem Soll nach Tabelle 3 zu vergleichen.

Wie viele Löschmitteleinheiten brauche ich nach ASR A2.2 Tabelle 3?

Die erforderliche LE-Anzahl richtet sich nach der Grundfläche des Brandabschnitts und der Brandgefährdung.

Bei normaler Brandgefährdung verlangt Tabelle 3 bis 50 m² genau 6 LE, bis 100 m² insgesamt 9 LE, bis 200 m² insgesamt 12 LE und bis 500 m² insgesamt 21 LE.

Ab 1.000 m² kommen je weitere 250 m² zusätzlich 6 LE hinzu — eine 1.500 m² große Halle benötigt so 48 LE. Bei erhöhter Brandgefährdung verdoppeln sich die Werte: 500 m² erfordern dann 42 LE statt 21.

Ein häufiger Irrtum ist, die Tabelle pro Raum statt pro Brandabschnitt anzuwenden. In offenen Großraumbüros bildet die gesamte zusammenhängende Fläche einen Abschnitt.

Zählen Sie alle Geschosse eines Brandabschnitts einzeln und addieren Sie die LE-Bedarfe, statt nur das Erdgeschoss zu rechnen.

Welches Löschvermögen hat mein Feuerlöscher in LE?

Das Löschvermögen steht auf dem Typenschild jedes zugelassenen Feuerlöschers, zum Beispiel 43A 233B C. Für die LE-Berechnung zählt ausschließlich der A-Wert, der Brände fester Stoffe beschreibt.

Nach ASR A2.2 Tabelle 2 ergeben sich folgende Zuordnungen: 5A und 8A bringen je 1 LE, 13A bringt 2 LE, 21A bringt 3 LE, 27A bringt 4 LE, 34A bringt 5 LE, 43A bringt 6 LE und 55A bringt 9 LE.

Ein gängiger 6-kg-ABC-Pulverlöscher besitzt typischerweise 43A und damit 6 LE, ein 6-Liter-Schaumlöscher dagegen oft nur 21A mit 3 LE. Ein Denkfehler ist, größere Behälter hätten automatisch mehr LE.

Entscheidend ist das geprüfte A-Rating, nicht das Füllgewicht. Drehen Sie den Feuerlöscher um und lesen Sie die Angabe ab, bevor Sie den Rechner nutzen.

Wie berechne ich die Mindestanzahl der Feuerlöscher?

Teilen Sie den LE-Bedarf aus Tabelle 3 durch die LE je Feuerlöscher und runden Sie auf die nächste ganze Zahl auf. Für 200 m² bei normaler Brandgefährdung beträgt der Bedarf 12 LE. Mit 43A-Löschern à 6 LE ergibt das 12 ÷ 6 = 2 Feuerlöscher.

Wählen Sie stattdessen 21A-Löscher à 3 LE, steigt die Mindestanzahl auf 12 ÷ 3 = 4 Stück.

Beachten Sie nach ASR A2.2 Abschnitt 5.2.1 zudem, dass die Feuerlöscher so verteilt sein müssen, dass von jeder Stelle maximal 20 Meter Laufweg bis zum nächsten Gerät bestehen.

Auf einer 1.500 m² großen Fläche kann diese Wegevorgabe mehr Löscher verlangen als die reine LE-Rechnung. Ein verbreiteter Fehler ist, nur die LE-Summe zu prüfen und die Verteilung zu vergessen.

Planen Sie daher Standorte entlang der Fluchtwege mit Kennzeichnung nach ASR A1.3.

Was bedeutet erhöhte Brandgefährdung und wann liegt sie vor?

Erhöhte Brandgefährdung liegt nach ASR A2.2 Abschnitt 5.2 vor, wenn entweder entzündliche oder leicht entzündliche Stoffe gelagert oder verarbeitet werden, offene Flammen oder Funkenflug auftreten oder die Brandlast erheblich über dem Normalwert liegt.

Typische Beispiele sind Schreinereien mit Holzstaub, Großküchen mit offener Flamme, Chemielager und Lackierereien.

Bei erhöhter Brandgefährdung verdoppelt sich der LE-Bedarf nach Tabelle 3: 500 m² erfordern dann 42 LE statt 21 LE, was bei 21A-Löschern 14 statt 7 Feuerlöscher bedeutet.

Ein häufiger Irrtum ist, die Einstufung selbst vorzunehmen und dabei die Brandlast zu unterschätzen. Die verbindliche Gefährdungsbeurteilung muss nach ArbStättV § 3 vom Arbeitgeber unter Mitwirkung einer fachkundigen Person erstellt werden.

Lassen Sie die Einstufung deshalb von Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit oder einem Brandschutzbeauftragten dokumentieren.

Dürfen verschiedene Feuerlöschertypen kombiniert werden?

Ja, die ASR A2.2 erlaubt die Kombination unterschiedlicher Feuerlöschertypen, solange die LE-Summe den Bedarf nach Tabelle 3 erreicht.

In einem Büro mit 200 m² und 12 LE Bedarf können Sie beispielsweise einen 43A-Pulverlöscher mit 6 LE und zwei 21A-Schaumlöscher mit je 3 LE kombinieren und erreichen so 12 LE.

Die Kombination muss allerdings zur tatsächlichen Brandlast passen: In einer Küche mit Fettbrandgefahr schreibt die ASR einen Feuerlöscher mit Eignung für Brandklasse F vor, der allein noch keinen A-Rating-Bedarf deckt.

Beachten Sie, dass Kohlendioxidlöscher (CO₂) zwar für Brandklasse B geeignet sind, aber häufig nur ein geringes A-Rating besitzen. Ein Fehler ist, Löscher nur nach Stückzahl zu zählen statt nach LE.

Zwei Kleinlöscher mit je 8A bringen zusammen nur 2 LE — weit weniger als ein einziger 43A-Löscher mit 6 LE.

Wie oft müssen Feuerlöscher geprüft werden?

Nach DGUV Vorschrift 1 und DIN 14406-4 müssen tragbare Feuerlöscher alle 2 Jahre durch einen Sachkundigen geprüft werden. Die Prüfung umfasst äußere Beschädigungen, Druck im Treibmittel, Dichtigkeit der Ventile und die Lesbarkeit des Typenschilds.

Zusätzlich verlangt die BetrSichV eine Gefährdungsbeurteilung für Druckbehälter: Bei CO₂-Löschern fällt nach 10 Jahren eine Festigkeitsprüfung an. Die Prüfplakette auf dem Feuerlöscher zeigt den nächsten Prüftermin.

Ein abgelaufener Löscher verliert nicht automatisch sein Löschvermögen, darf aber im Brandfall versagen und begründet einen Verstoß gegen die Betreiberpflicht. Verbreitet ist die Annahme, ein neuer Feuerlöscher sei 10 Jahre wartungsfrei.

Tatsächlich beginnt die Zweijahresfrist mit der Inbetriebnahme. Legen Sie eine Prüfliste mit Standort, Typ, LE-Wert und nächstem Prüfdatum an und geben Sie die Wartung an einen zertifizierten Fachbetrieb.

Wie wirkt sich der Deckungsgrad auf den Versicherungsschutz aus?

Die Grundausstattung nach ASR A2.2 ist eine arbeitsschutzrechtliche Mindestanforderung, keine Empfehlung.

Wer den LE-Bedarf nicht erfüllt, riskiert bei einer Begehung durch die zuständige Arbeitsschutzbehörde ein Bußgeld nach § 9 ArbStättV und im Brandfall eine Anspruchskürzung durch den Sachversicherer.

Viele Feuerversicherer verlangen im gewerblichen Bereich einen Deckungsgrad von mindestens 100 Prozent nach ASR A2.2 als vertragliche Obliegenheit.

Ein Deckungsgrad von 125 Prozent, also 15 LE bei einem Bedarf von 12 LE, schafft Puffer für zeitweise außer Betrieb genommene Löscher und längere Laufwege.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, die Versicherung zahle unabhängig von der Löscher-Ausstattung. Tatsächlich kann eine dokumentierte Unterdeckung als grobe Obliegenheitsverletzung gewertet werden.

Lassen Sie den LE-Status jährlich im Brandschutzprotokoll dokumentieren und bewahren Sie die Prüfberichte mindestens fünf Jahre auf.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Prüfe neben der reinen LE-Summe auch die Verteilung: Nach ASR A2.2 Abschnitt 5.2.1 darf der Laufweg zum nächsten Feuerlöscher maximal 20 Meter betragen. Auf einer langen 800 m² großen Lagerfläche können die 5 rechnerisch nötigen Löscher daher nicht alle an der Eingangswand stehen.

Platziere die Geräte entlang der Fluchtwege und kennzeichne die Standorte nach ASR A1.3. Ein Deckungsgrad von 100 % bedeutet Genau gedeckt, ohne Puffer für Wartungsausfälle oder blockierte Löscher.

Schon ein zusätzlicher Löscher hebt den Deckungsgrad auf 125 % bis 150 % und schafft Spielraum.

Vergleiche außerdem das Löschvermögen: Ein einzelner 55A-Löscher mit 9 LE deckt in einem 50 m²-Büro den gesamten Bedarf von 6 LE bei 150 % Deckungsgrad, während zwei 21A-Löscher nur auf genau 6 LE kommen.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Ausgangslage: Tischlerei Berger betreibt eine 1.500 m² große Werkstatt mit erhöhter Brandgefährdung durch Holzstaub und Lacke. Vorhandene Ausstattung: 10 Pulverlöscher mit 43A (je 6 LE).

Eingaben: Grundfläche = 1.500 m², Brandgefährdung = erhöht, Löschvermögen = 43A, vorhandene Anzahl = 10.

Der Rechner ergibt: LE-Bedarf = 96 LE (48 LE normal × 2 wegen erhöhter Brandgefährdung), Mindestanzahl = 16 Feuerlöscher, LE gesamt vorhanden = 60 LE, Deckungsgrad = 63 %, Bewertung = Unterdeckung.

Herr Berger erkennt: Seine 10 Löscher decken nur 63 % des Bedarfs. Er braucht mindestens 6 weitere 43A-Löscher, um auf 96 LE zu kommen.

Er entscheidet: 8 zusätzliche Löscher beschaffen, damit der Deckungsgrad auf 108 % steigt und genug Puffer für Wartung und Laufwege bleibt.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Ein häufiger Fehler ist, den LE-Bedarf pro Raum statt pro Brandabschnitt zu berechnen — ein offenes Großraumbüro bildet einen Abschnitt, nicht zehn Einzelräume. Ebenso wird die erhöhte Brandgefährdung oft übersehen, obwohl schon ein Lagerbereich mit brennbaren Verpackungsmaterialien die Einstufung auslösen kann.

Wer nur die Feuerlöscher-Anzahl zählt und nicht die LE-Summe bildet, übersieht, dass zwei Kleinlöscher mit je 8A zusammen nur 2 LE bringen, während ein einziger 43A-Löscher 6 LE liefert.

Auch die Verwechslung von Löschvermögen A-Wert und B-Wert führt zu falschen LE-Zuordnungen.

Schließlich wird die Zweijahres-Prüfpflicht nach DGUV Vorschrift 1 unterschätzt: Ein abgelaufener Feuerlöscher zählt formal zwar noch als vorhanden, darf aber im Ernstfall versagen und begründet eine Pflichtverletzung.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Löschmitteleinheiten-Rechner übersetzt Grundfläche und Brandgefährdung in den LE-Bedarf nach ASR A2.2 Tabelle 3 und zeigt die Mindestanzahl an Feuerlöschern sowie den Deckungsgrad der vorhandenen Ausstattung.

Führe einen Vergleichslauf mit erhöhter statt normaler Brandgefährdung durch: Der LE-Bedarf verdoppelt sich und du erkennst sofort, ob die vorhandene Anzahl dann noch ausreicht.

Achte neben der reinen LE-Summe auf die Verteilung der Löscher — die 20-Meter-Laufwegregel nach ASR A2.2 kann mehr Geräte erfordern als die LE-Rechnung allein.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · LE-Bedarf: 42 LE | Mindestanzahl: 14 Feuerlöscher

Lagerhalle 500 m² mit erhöhter Brandgefährdung

Grundfläche
500 m²
Brandgefährdung
Erhöht
Löschvermögen
21A (3 LE)

Beispiel 2 · Mittel · LE-Bedarf: 6 LE | LE gesamt: 9 LE | Deckungsgrad: 150 % | Bewertung: Gut gedeckt

Kleine Praxis 50 m² — Überdeckung prüfen

Grundfläche
50 m²
Brandgefährdung
Normal
Löschvermögen
55A (9 LE)
Feuerlöscher vorhanden
1

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Weiternutzung

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Nutzung frei, wenn du rechner-portal.de als Quelle verlinkst. CC BY 4.0

  • Balkendiagramm zeigt den LE-Bedarf nach Grundfläche: 50 m² = 6/12 LE, 200 m² = 12/24 LE, 500 m² = 21/42 LE, 1.000 m² = 36/72 LE (normal/erhöht).

    LE-Bedarf nach ASR A2.2 Tabelle 3: Normal vs. erhöhte Brandgefährdung

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  • Rechenbeispiel: 200 m² Büro, normale Brandgefährdung → 12 LE Bedarf, 43A-Löscher (6 LE) → 2 Feuerlöscher, Deckungsgrad 100 %.

    Praxis: LE-Berechnung für ein 200-m²-Büro

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    <p>Quelle: <a href="https://rechner-portal.de/bau-handwerk/elektro-sanitaer/loeschmitteleinheiten-rechner">Praxis: LE-Berechnung für ein 200-m²-Büro auf Rechner-Portal</a></p>

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Die berechneten Werte basieren auf ASR A2.2 Tabelle 3 und ersetzen keine brandschutzfachliche Beratung. Im Einzelfall können zusätzliche Anforderungen gelten.

Quelle: ASR A2.2:2012-11 (Maßnahmen gegen Brände), Tabellen 2 und 3; BAuA – Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Stand: 2026-09-12

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
12. September 2026
Fachbereich
Bau & Handwerk / Elektro & Sanitär
Formeln basieren auf
ASR A2.2:2012-11 Tabellen 2 und 3: LE-Bedarf nach Grundfläche und Brandgefährdung; LE-Zuordnung je Feuerlöscher-Rating.
Zitation & Richtlinien

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Rechner-Portal (2026). Löschmitteleinheiten-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/bau-handwerk/elektro-sanitaer/loeschmitteleinheiten-rechner

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Rechner-Portal, 2026. Löschmitteleinheiten-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/bau-handwerk/elektro-sanitaer/loeschmitteleinheiten-rechner

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