Rechenbasis
Annahmen und Grenzen
Was der Rechner voraussetzt und wo seine Aussage endet.
4 Annahmen und 3 Grenzen
Annahmen
- Die Fläche wird gleichmäßig mit dem gewählten Verlegeabstand belegt; der Rechner betrachtet immer genau einen Raum mit einheitlichem Bodenaufbau.
- Die Rohrlänge ist Fläche ÷ Verlegeabstand zuzüglich 8 % für Bögen (Verlegefaktor 1,08, redaktionelle Annahme); mit Abstand zum Verteiler kommen je Heizkreis 2 × Abstand dazu, und kein Kreis wird länger als 100 m.
- Die Heizleistung ist K_H × logarithmische Heizmittelübertemperatur. K_H = 5,03 W/(m²K) gilt für 15 cm Abstand, 45 mm Zementestrich ohne Belag (Messwert aus TKB-Bericht 9); der Verlegeabstand wirkt nach einer Herstellertabelle nach DIN EN 1264, Belag und Mehr- oder Minderüberdeckung (λ = 1,2 W/(mK)) als zusätzlicher Wärmedurchlasswiderstand.
- Die mittlere Oberflächentemperatur folgt aus der Basiskennlinie q = 8,92 × (θF − θi)^1,1 nach DIN EN 1264.
Grenzen
- Randzonen, Rohrdimension und herstellerspezifische Systemplatten berücksichtigt der Rechner nicht; Herstellerkennlinien liegen je nach System bis rund 10 Prozent höher als der gemessene Stützwert.
- Eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, den hydraulischen Abgleich und herstellerspezifische Rohrsysteme ersetzt der Rechner nicht.
- Werte über 100 W/m² überschreiten bei 20 °C Raumtemperatur im Aufenthaltsbereich die Grenze von 29 °C Oberflächentemperatur nach DIN EN 1264.
Stand der Prüfung: Heizleistung nach Kennlinienverfahren mit TKB-Messwert und Herstellertabelle neu gerechnet, Stand 26.10.2026.