Du wählst zuerst die Berechnung und gibst dann den inneren Rohrdurchmesser in Millimeter oder die Zoll-Nennweite, die Rohrlänge, die Durchflussmenge in m³/h, das Medium Wasser oder Luft sowie die Temperatur ein. Für belastbare Werte muss der Innendurchmesser zur realen Leitung passen und darf nicht nur aus einer groben Nennweite geschätzt werden.
Die Berechnung legt fest, welche Felder erscheinen. „Druckverlust mm“ fragt den Innendurchmesser ab.
„Druckverlust Zoll“ fragt die Nennweite eines Stahl-Gewinderohrs von ½″ bis 2″ ab und setzt den Innendurchmesser nach DIN EN 10255, mittlere Reihe M, also Außendurchmesser minus zweimal Wanddicke: 1″ mit 33,7 × 3,2 mm hat 27,3 mm innen.
„Durchfluss Zoll“ rechnet rückwärts und ersetzt die Durchflussmenge durch die Strömungsgeschwindigkeit: Ein 1″-Rohr führt bei 1 m/s 35,1 l/min oder 2,11 m³/h, die Rohrlänge liefert dazu den Druckverlust bei genau diesem Durchfluss.
Jedes Feld hat seine eigene Quelle. Der Rohrdurchmesser innen (6 bis 500 mm) steht nicht auf dem Rohr, sondern ergibt sich aus Außendurchmesser minus zweimal Wandstärke – bei Kupfer 28 × 1,0 mm sind das 26 mm.
Er ist der mit Abstand empfindlichste Wert, weil die Fließgeschwindigkeit quadratisch am Querschnitt hängt.
Die Rohrlänge (1 bis 2.000 m) ist die abgewickelte Trassenlänge inklusive aller Steigstränge, nicht der Luftlinienabstand zwischen Speicher und Zapfstelle; bei einer Zirkulation zählst du Vor- und Rücklauf getrennt.
Die Durchflussmenge (0,01 bis 500 m³/h) kommt aus der Anlagenauslegung: bei Heizkreisen aus Heizlast und Spreizung, bei Trinkwasser aus der Summe der Entnahmestellen.
Das Medium schaltet Dichte und Viskosität komplett um – derselbe Fall mit 25 mm, 40 m und 2,5 m³/h liefert für Wasser 922,3 Pa/m, für Luft nur 2,2 Pa/m bei identischen 1,41 m/s.
Die Temperatur (0 bis 120 °C) wirkt allein über die Zähigkeit: 0,6 m³/h in einem 26-mm-Rohr kosten bei 10 °C 67,4 Pa/m, bei 80 °C nur noch 47,7 Pa/m, also rund 29 Prozent weniger bei exakt gleicher Geschwindigkeit.
Häufige Fehler sind fehlende Zusatzwiderstände durch Bögen oder Armaturen, das Vermischen von Innen- und Außendurchmesser und die Annahme, eine kurze Leitung sei automatisch unkritisch, obwohl der Durchfluss sehr hoch liegt.
Den Innendurchmesser findest du in Rohrtabellen zur jeweiligen Nennweite und Wandstärke – ein 28-mm-Kupferrohr hat innen etwa 26 mm, nicht 28.
Achte außerdem darauf, die Temperatur passend zum Medium zu wählen, weil warmes Heizungswasser eine geringere Viskosität hat als kaltes Trinkwasser und dadurch den Reibungsverlust spürbar verändert.