Überblick
Was ist der Teppich-Rechner?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Beim Teppich-Rechner geht es nicht nur um Quadratmeter, sondern um Rollenbreite, Bahnenlängen und die Frage, wie viel Material nach Rapport, Stoßlage und Verlegerichtung wirklich bestellt werden muss. Der Rechner zerlegt den Raum in die benötigten Bahnen, die zur gegebenen Rollenbreite passen, summiert deren Länge zu Rollenmetern und schlägt anschließend Rapport, Verschnitt und eine kleine Reserve auf.
Weil Teppich von der Rolle und nicht als freier Quadratmeter verkauft wird, bestimmt die Rollenbreite, wie viele Bahnen ein Raum braucht und wie viel Material an den Stößen verloren geht.
Gerade bei Fluren, Nischen oder Musterware weicht die kaufbare Menge deshalb oft deutlich von der reinen Raumfläche ab.
Bei gemusterter Ware kommt der Rapport hinzu: Jede Bahn muss so abgelängt werden, dass das Muster über die Stoßkante hinweg fortläuft, was zusätzliche Bahnenlänge erzwingt und die bestellbaren Rollenmeter weiter über die Nettofläche hebt.
Zwei Ergebniswerte brauchen eine Einordnung.
Der ausgewiesene Verschnitt ist die Differenz zwischen eingekaufter Rollenfläche und reiner Raumfläche – er beschreibt also nicht nur Abschnitte am Rand, sondern das gesamte Material, das über den Grundriss hinaus bezahlt wird.
Er kann deshalb dramatisch aussehen, ohne dass ein Fehler vorliegt: Er ist schlicht die Rechnung dafür, dass Rollenware nur in festen Breiten verkauft wird.
Und der Kleberbedarf rechnet mit 0,35 kg je Quadratmeter, bezieht sich dabei aber auf die eingekaufte Fläche und nicht auf die tatsächlich verklebte Bodenfläche.
Bei viel Verschnitt fällt er dadurch deutlich zu hoch aus – für den Voreinstellungsraum meldet der Rechner 14,6 kg, obwohl auf 22,36 m² Boden rechnerisch rund 7,8 kg genügen. Rechne den Kleber im Zweifel über die Raumfläche selbst nach.