Überblick
Was kostet es, Glaswolle zu entsorgen?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Glaswolle-Entsorgungskosten-Rechner schlüsselt die Gesamtkosten für Ausbau, Verpackung in Big Bags, Transport und Deponierung von Glaswolle und anderen künstlichen Mineralfasern (KMF) auf. Statt nur einen Pauschalpreis zu kennen, siehst du fünf Einzelpositionen – Ausbaukosten, Deponiegebühren, Big-Bag-Kosten, Transportkosten und Nebenkosten – und kannst gezielt prüfen, wo die größten Kostentreiber liegen.
Eingangsgrößen sind die Menge in Kubikmetern, der KMF-Typ (alt oder neu), die Ausbauart (Fachbetrieb oder Eigenleistung), die Entfernung zur nächsten zugelassenen Deponie und die Region.
Die Unterscheidung zwischen Alt-KMF (vor 2000, AVV 17 06 03*) und Neu-KMF (ab 2000, AVV 17 06 04) ist der zentrale Kostenhebel: Alt-KMF gilt als gefährlicher Abfall und erfordert höhere Deponiegebühren von rund 80 EUR/m³ gegenüber 60 EUR/m³ bei Neu-KMF.
Die TRGS 521 regelt die Schutzmaßnahmen beim Umgang mit alter Mineralwolle.
Ein konkretes Beispiel: 5 m³ Alt-KMF mit Fachbetrieb-Ausbau im Bundesdurchschnitt bei 30 km Deponieentfernung ergeben Gesamtkosten von rund 920–1.380 EUR (Mittelwert 1.150 EUR), aufgeteilt in 200 EUR Ausbau, 400 EUR Deponiekosten, 100 EUR Big Bags, 150 EUR Transport und 300 EUR Nebenkosten.
Bei Eigenleistung sinkt der Mittelwert auf rund 750 EUR, weil Ausbaukosten und Teile der Nebenkosten entfallen. Anders als bei Asbest ist der Eigenausbau von Glaswolle grundsätzlich erlaubt, erfordert aber konsequente Schutzmaßnahmen.