Petra und Marcus bauen ein Einfamilienhaus und möchten die Baukosten grob einschätzen. Ihr Architektenplan zeigt: Länge 11 m, Breite 9 m, Erdgeschoss 2,75 m hoch (Rohbau außen), Obergeschoss 2,65 m, Dachgeschoss 2,20 m (Mittelwert), kein Keller.
Eingaben: Länge 11, Breite 9, EG-Höhe 2,75, OG-Höhe 2,65, DG-Höhe 2,20. Grundfläche = 99 m². BRI = 99 × (2,75 + 2,65 + 2,20) = 99 × 7,60 = 752,4 m³ ≈ 752 m³. Mit Kostenkennwert 420 €/m³ (mittlere Ausstattung): Schätzkosten = 752 × 420 = 315.840 €.
Ihr Angebot lautet 380.000 €. Der Rechner zeigt: Der Angebotspreis von 505 €/m³ liegt über dem Mittelwert, aber noch in der üblichen Spanne. Petra und Marcus können nun gezielt nachfragen, welche Ausstattungsmerkmale den höheren Preis begründen.
Um die Größenordnung besser einzuordnen, rechnen Petra und Marcus grob von BRI auf Wohnfläche zurück: Mit dem Anhaltswert BRI mal 0,35 ergeben sich aus 752 m³ etwa 263 m² Wohnfläche.
Beim Angebotsvergleich achten sie darauf, mehrere Angebote konsequent in €/m³ BRI umzurechnen, statt nur Endsummen zu vergleichen, weil erst der Bezug auf das Volumen die Ausstattungsunterschiede sichtbar macht.
Beim Eintragen der Dachgeschosshöhe stutzen sie kurz: Ihr First liegt bei 3,60 m, der Kniestock bei 0,80 m.
Sie tragen aber die 2,20 m Mittelwert ein, weil der Rechner die Ebene als Quader über die volle Grundfläche rechnet – mit der Firsthöhe kämen sie auf 99 × 3,60 = 356,4 m³ statt 217,8 m³ für das Dachgeschoss, und der BRI schnellte von 752,4 auf 891 m³ hoch – fast 19 Prozent zu viel.
Der Rechner meldet ihnen drei Ebenen und 297 m² Geschossflächen; dass davon im Dachgeschoss real deutlich weniger nutzbar ist, ist ihnen dabei bewusst.