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Umbauter Raum Rechner: Brutto-Rauminhalt nach DIN 277 berechnen

Bau & HandwerkStand Noch keine Bewertung
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Kurzantwort

Umbauter Raum: Länge, Breite und Höhen je Geschoss eingeben — der Rechner ermittelt den Brutto-Rauminhalt (BRI) nach DIN 277.

Umbauten Raum (BRI) nach DIN 277 berechnen: Brutto-Rauminhalt für Keller, Erdgeschoss

Kilian AchatzFachredaktion Bau & Handwerk
Geprüft: Review-Team Rechner-Portal (Juli 2026)Stand:

Überblick

Was ist der umbaute Raum?

Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.

Der Brutto-Rauminhalt (BRI) – im Bauwesen auch als „umbauter Raum" bezeichnet – ist das zentrale Maß für die Größe eines Gebäudes und Grundlage für Honorarberechnungen nach HOAI, Kostenschätzungen und Energieverbrauchsprognosen. Die DIN 277 (Grundflächen und Rauminhalte im Hochbau) legt fest, wie der BRI zu ermitteln ist: Er beschreibt das von der Außenhülle umschlossene Gesamtvolumen des Gebäudes – von der Unterkante des Fußbodens bis zur Oberkante des Dachabschlusses.

Für Planer, Architekten und Bauherren ist der umbaute Raum eine unverzichtbare Planungsgröße.

Versicherungen orientieren sich daran für Gebäudeversicherungswerte, Architekten für die HOAI-Honorarzone, und bei Energieausweisen ist das Volumen Pflichtangabe.

Wer frühzeitig den BRI kennt, kann Kosten pro m³ BRI mit Kostenkennwerten abgleichen und unrealistische Angebote früh erkennen. Der Brutto-Rauminhalt nach DIN 277 berechnet sich als Summe von Länge × Breite × Geschosshöhe für jede Ebene.

Keller, Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss werden einzeln ermittelt und addiert. Außenmaße (inklusive Wanddicken) sind maßgeblich, nicht die Innenmaße.

Dieser Rechner bildet den BRI als gestapelte Quader ab: Jede Ebene bekommt dieselbe Grundfläche aus Länge mal Breite und ihre eigene Höhe. Das passt für den typischen Baukörper mit rechteckigem Grundriss und durchgehender Außenkante.

Es passt nicht ohne Weiteres für Gebäude mit Vor- und Rücksprüngen, Erkern, Anbauten, versetzten Geschossen oder einem Keller, der nur unter einem Teil des Hauses liegt.

In solchen Fällen zerlegst du das Gebäude in rechteckige Teilkörper, rechnest jeden einzeln durch und addierst die BRI-Werte von Hand.

Auch Garagen, Carports und überdachte Terrassen gehören je nach Bewertungszweck getrennt behandelt – der Rechner kennt keine Unterscheidung zwischen beheiztem Volumen und Nebenanlagen.

Eingaben

So nutzt du den Rechner

Hier siehst du, welche Werte erwartet werden und wie die Felder zusammenhängen.

Eingaben sind Gebäudelänge und -breite (Außenmaße) sowie die Geschosshöhen (Unterkante Boden bis Oberkante Boden, gemessen außen) für alle vorhandenen Geschosse: Keller, Erdgeschoss, erstes Obergeschoss, zweites Obergeschoss und Dachgeschoss. Nicht vorhandene Geschosse werden auf 0 gesetzt und fließen nicht in den BRI ein.

Wichtig: Alle Maße beziehen sich auf Außenmaße, nicht auf das Innenlicht. Das ist der häufigste Fehler in der Praxis: Wer Innenwände misst, unterschätzt den BRI systematisch.

Für Dachgeschosse gehört die mittlere Höhe ins Feld, nicht die Firsthöhe: Weil der Rechner jede Ebene als Quader aus Grundfläche mal Höhe rechnet, ein Satteldach aber zur Traufe hin ausläuft, gleicht erst der Mittelwert zwischen Kniestock und First das fehlende Dachvolumen aus.

Wer stattdessen die Firsthöhe einträgt, rechnet über dem Dachgeschoss einen vollen Kasten und überschätzt den BRI deutlich. Bei Flachdächern kommt die Attikahöhe hinein.

Halte die Pläne mit Außenmaßen bereit, denn nur die Rohbau-Außenkanten führen zum normgerechten BRI, während lichte Innenmaße das Volumen systematisch zu klein ausfallen lassen.

Die Feldgrenzen und ihre Bedeutung im Einzelnen: Länge und Breite nehmen 1 bis 500 m an und meinen das Außenmaß an der Außenfläche inklusive Putz. Die Kellerhöhe (0 bis 5 m) rechnet nach DIN 277 ab Unterkante Bodenplatte bis Oberkante Kellerdecke.

Erdgeschoss sowie erstes und zweites Obergeschoss nehmen je 0 bis 8 m, das Dachgeschoss 0 bis 6 m.

Die Null ist dabei ein echter Schalter und kein Platzhalter: Jedes Feld mit 0 wird komplett übersprungen und zählt weder ins Volumen noch in die Ebenenzahl.

Der Voreinstellungsfall mit 12 × 10 m, Keller 2,5 m, EG und OG je 2,6 m ergibt so drei Ebenen, 924 m³ BRI und 360 m² Geschossflächen. Trägst du zusätzlich 2,0 m Dachgeschoss ein, werden daraus vier Ebenen, 1.164 m³ und 480 m².

Ein Wort zur Geschossflächenzeile: Sie multipliziert die Grundfläche schlicht mit der Zahl der Ebenen. Für Keller und Dachgeschoss ist das großzügig gerechnet, weil dort real selten die volle Grundfläche nutzbar ist.

Berechnung

So funktioniert die Berechnung

Verstehe den Formelweg.

BRI-Formel nach DIN 277: BRI = Grundfläche × Summe aller Geschosshöhen. Grundfläche = Länge × Breite (Außenmaße).

Jedes Geschoss trägt seinen anteiligen Brutto-Rauminhalt bei: BRI_Geschoss = Grundfläche × Geschosshöhe. Praxisbeispiel: Gebäude 12 m × 10 m mit Keller (Höhe 2,5 m), Erdgeschoss (2,6 m), Obergeschoss (2,6 m), kein 2. OG, Dachgeschoss (2,0 m).

Grundfläche = 120 m². BRI Keller = 120 × 2,5 = 300 m³. BRI EG = 120 × 2,6 = 312 m³. BRI OG = 120 × 2,6 = 312 m³. BRI DG = 120 × 2,0 = 240 m³. BRI gesamt = 300 + 312 + 312 + 240 = 1.164 m³.

Kostenkennwert typisch 300–500 €/m³ BRI für Wohngebäude → Baukosten ca. 350.000–580.000 €.

Die Summenbildung über die Geschosse ist dabei entscheidend: Jedes Geschoss liefert sein eigenes Teilvolumen aus Grundfläche mal seiner Höhe, und erst die Addition aller Teilvolumina ergibt den Gesamt-BRI.

Weil die Grundfläche in jedes Teilvolumen eingeht, wirkt sich ein Messfehler an Länge oder Breite gleich auf alle Geschosse aus und vervielfacht sich im Gesamtergebnis.

Das lässt sich beziffern: Bei 12 m × 10 m und vier Ebenen mit zusammen 9,7 m Höhe hängen 1.164 m³ an der Grundfläche.

Misst du die Länge um 10 cm zu kurz, verlierst du 1 m² Grundfläche und damit 9,7 m³ BRI – bei 420 €/m³ rund 4.000 € in der Kostenschätzung, allein durch einen Zentimeterfehler am Maßband.

Die Geschosshöhen wirken dagegen nur auf ihre eigene Ebene: 10 cm mehr Kellerhöhe kosten 12 m³. Investiere die Sorgfalt beim Aufmaß deshalb zuerst in Länge und Breite, danach in die Höhen.

Der Rechner weist die Teilvolumina je Ebene getrennt aus – Keller, Erdgeschoss, Obergeschosse zusammengefasst und Dachgeschoss –, sodass du jeden Beitrag einzeln gegenprüfen kannst, statt nur auf die Endsumme zu schauen.

Formel für den Brutto-Rauminhalt aus Gebäudemaßen und Geschosshöhen.
H ist die Summe aller eingetragenen Geschosshöhen (Keller, EG, OG, DG). Geschosse mit Höhe 0 werden uebersprungen.

Expertenmodus

Häufige Fragen zu Umbauter-Raum-Rechner

Spezielle Fragen geklärt. Tiefer verstehen.

Was ist der umbaute Raum (BRI) und was sagt er über ein Gebäude aus?

Der Brutto-Rauminhalt (BRI) – im Volksmund auch als umbauter Raum bezeichnet – ist das Gesamtvolumen eines Gebäudes, gemessen an der äußeren Gebäudehülle von Unterkante Bodenplatte bis Oberkante Dachdeckung.

Er beschreibt, wie viel Raum ein Gebäude insgesamt einnimmt, inklusive aller Wände, Decken und Dachkonstruktionen.

Der BRI ist damit keine Aussage über nutzbare Fläche oder Wohnqualität, sondern eine reine Volumengröße, die für Planungsvergleiche, Kostenschätzungen (€/m³ BRI) und Versicherungswertermittlungen genutzt wird.

Zwei Gebäude gleicher Wohnfläche können sehr unterschiedliche BRI-Werte haben, wenn sich Geschosshöhen, Keller und Dachkonstruktion unterscheiden.

Ein typisches freistehendes Einfamilienhaus mit 10 m × 12 m Grundfläche, Keller (2,5 m Höhe), Erdgeschoss (2,7 m) und ausgebautem Dachgeschoss (2,3 m mittlere Höhe) erreicht nach dieser Formel einen BRI von rund 900 m³.

Der Rechner erlaubt es, Länge, Breite und Geschosshöhe je Ebene separat einzugeben und summiert alle Teilvolumina automatisch – ein echter Vorteil gegenüber manueller Berechnung, bei der Verwechslungen zwischen Innen- und Außenmaßen häufig sind.

Wie berechne ich den Brutto-Rauminhalt nach DIN 277 korrekt?

Nach DIN 277 (Ausgabe 2016) wird der BRI als Produkt aus Grundfläche (Länge × Breite, gemessen an den Außenwänden) und Gebäudehöhe je Geschoss berechnet: BRI = Grundfläche × Summe aller Geschosshöhen.

Die Geschosshöhe ist die lichte Höhe zwischen Oberkante Fußbodenbelag eines Geschosses und Oberkante Fußbodenbelag des nächsten Geschosses – oder beim Dachgeschoss bis Oberkante Dachkonstruktion.

Alle Maße beziehen sich auf Außenabmessungen inklusive der Wanddicken. Der häufigste Fehler: Verwendung von Innenmaßen statt Außenmaßen.

Bei 30 cm Wandstärke auf beiden Seiten bei 10 m Innenbreite beträgt die Außenbreite 10,60 m – das macht beim BRI mehrere Prozent Differenz.

Für ein zweigeschossiges Haus (10,60 m × 12,60 m Außenmaß, je 2,80 m Geschosshöhe) ergibt sich: 10,60 × 12,60 × 5,60 = rund 749 m³ BRI.

Im Rechner trägt man diese Außenmaße direkt ein – er verrechnet Länge, Breite und Höhe je Geschoss getrennt und addiert die Teilvolumina zum Gesamt-BRI zusammen.

Wofür wird der umbaute Raum (BRI) in der Praxis benötigt?

Der BRI hat mehrere praktische Anwendungsfelder: Erstens die Honorarberechnung nach HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) – für Gebäude bis zu einer bestimmten Kostengruppe sind BRI-Kennwerte relevant.

Zweitens die Kostenschätzung beim Bauen: Mit empirischen Kostenkennwerten in €/m³ BRI lassen sich Rohbau- oder Gesamtbaukosten grob abschätzen (typisch 300–550 €/m³ BRI für Wohngebäude, 2024).

Drittens der Versicherungswert: Gebäudeversicherungen bewerten den Neuwert oft über €/m³ BRI oder Quadratmeter Wohnfläche. Viertens ist der BRI eine Pflichteingabe bei Energieausweisen (Hüllflächenberechnung A/V-Verhältnis).

Für Bauherren, Architekten und Gutachter ist der BRI daher eine der zentralen Planungsgrößen beim Hochbau.

Praktisches Beispiel: Ein Bauherr plant ein Einfamilienhaus mit rund 800 m³ BRI; bei einem regionalen Kennwert von 450 €/m³ ergibt das eine erste Kostenschätzung von ca. 360.000 € für den Rohbau.

Der Rechner liefert den BRI-Wert, den man anschließend direkt mit dem gewünschten Kostenkennwert aus dem BKI-Baukostenindex multiplizieren kann.

Zählt der Keller zum umbauten Raum?

Ja, Keller (Untergeschosse) zählen nach DIN 277 zum Brutto-Rauminhalt, wenn sie von der Außenhülle des Gebäudes umschlossen sind. Das gilt unabhängig davon, ob der Keller beheizt, genutzt oder als Technikraum ausgeführt ist.

Die Kellergeschosshöhe wird von Unterkante Bodenplatte (Unterkante der Kellerbodenplatte, nicht Oberkante) bis Oberkante des Kellerdeckenbetons gemessen.

Wichtig: Kellerräume, die nicht unter dem Hauptgebäude liegen (z. B. freistehende Außenlager), zählen getrennt oder gar nicht.

Im Rechner gibt man die Kellerhöhe separat ein; er unterscheidet zwischen beheizten und unbeheizten Keller-Anteilswerten, die für Energieausweise relevant sind.

Ein typisches Kellergeschoss mit 10 m × 12 m Grundfläche und 2,5 m Höhe trägt rund 300 m³ zum Gesamt-BRI bei – das sind bei 1.000 m³ Gesamt-BRI rund 30 %, die sich spürbar auf Baukosten- und Versicherungsberechnungen auswirken.

Wer keinen Keller plant, lässt das Feld einfach leer; der Rechner addiert nur die eingetragenen Geschosse.

Wie wird das Dachgeschoss beim BRI berücksichtigt?

Das Dachgeschoss fließt vollständig in den BRI ein, wenn es unter dem Dach liegt und von der äußeren Gebäudehülle umschlossen ist.

Die Höhe wird von Oberkante Dachgeschossdecke bis Oberkante Dachdeckung (Firsthöhe oder Traufhöhe je nach Geometrie) gemessen.

Bei geneigten Dächern ist die Höhe des Dachraums die mittlere Traufhöhe plus halbe Firsthöhe – vereinfacht: der Mittelwert zwischen Kniestockhöhe und Firsthöhe.

Bei einem Satteldach mit 2 m Kniestockhöhe und 5 m Firsthöhe beträgt die mittlere Dachgeschosshöhe ca. 3,5 m für die BRI-Berechnung. Flachdächer werden mit der Attikaoberkante als oberen Abschluss gemessen.

Der Rechner fragt die Dachgeschosshöhe separat ab und summiert sie mit den anderen Geschossen zum Gesamt-BRI.

Bei dem genannten Satteldach-Beispiel (Grundfläche 10 m × 12 m, mittlere Höhe 3,5 m) ergibt das Dachgeschoss allein 420 m³ BRI – mehr als manche Vollgeschosse.

Wer ein nicht ausgebautes Kaltdach hat, trägt trotzdem die volle Dachhöhe ein, da die DIN 277 keine Abzüge für ungenutzte Dachräume vorsieht.

Was ist der Unterschied zwischen BRI, BGF und Wohnfläche?

BRI (Brutto-Rauminhalt) ist das dreidimensionale Volumen des Gebäudes in m³ – Außenmaß mal Höhe aller Geschosse. BGF (Brutto-Grundfläche) ist die zweidimensionale Summe aller Geschossebenen in m² (Außenmaße, alle Etagen zusammen).

Die Wohnfläche nach WoFlV ist die tatsächlich bewohnbare Fläche ohne Außenwände, Treppen, Abstellräume und mit anteiligen Balkon- und Terrassenflächen – kleiner als BGF und viel kleiner als BRI/Höhe.

Typische Verhältnisse beim Einfamilienhaus: 1 m² Wohnfläche entspricht etwa 2,5–3,5 m³ BRI. Mit dem A/V-Verhältnis (Hüllfläche zu BRI) lässt sich einschätzen, wie kompakt ein Gebäude ist: niedrige Werte (< 0,5 m²/m³) sind energetisch günstiger.

Alle drei Größen werden für unterschiedliche Zwecke gebraucht und lassen sich nicht direkt ersetzen.

Rechenbeispiel: Ein Haus mit 120 m² Wohnfläche hat typischerweise rund 330–420 m³ BRI; seine BGF liegt bei etwa 180–200 m² (inklusive Wandflächen und Nebenflächen).

Der Rechner berechnet ausschließlich den BRI; BGF und Wohnfläche sind separate Planungsgrößen, die der Architekt in der Grundrissplanung ausweist.

Welche Kostenkennwerte gibt es für den umbauten Raum (BRI)?

Kostenkennwerte in €/m³ BRI erlauben grobe Budgetabschätzungen auf Basis des Brutto-Rauminhalts.

Laut BKI Baukosten 2024 (Deutschland, Mittelwerte) liegen Einfamilienhäuser bei ca. 400–600 €/m³ BRI (einfache bis gehobene Ausstattung), Mehrfamilienhäuser bei 300–500 €/m³ BRI, Büro- und Gewerbebauten je nach Nutzung bei 350–700 €/m³ BRI.

Diese Werte variieren stark nach Region (München > Berlin > Sachsen), Bauweise (Massivbau vs. Holzständer) und Ausstattungsstandard.

Als Planungsregel gilt: BRI × 420 €/m³ liefert für ein mittelwertig ausgestattetes Einfamilienhaus in Deutschland eine erste Größenordnung der Baukosten.

Für verbindliche Kostenschätzungen ist eine Kostenberechnung nach DIN 276 durch einen Architekten erforderlich.

Ein konkretes Rechenbeispiel: Ein Einfamilienhaus mit 850 m³ BRI und mittlerem Ausstattungsstandard ergibt mit 420 €/m³ eine Kostenschätzung von rund 357.000 €.

Gibt man den berechneten BRI-Wert aus dem Rechner direkt in diese Formel ein, erhält man schnell eine erste Budgetorientierung für das Bankgespräch oder die Finanzierungsanfrage.

Zählen Garagen und Nebengebäude zum umbauten Raum?

Garagen und Nebengebäude zählen nach DIN 277 dann zum BRI des Hauptgebäudes, wenn sie baulich mit dem Hauptgebäude verbunden sind (z. B. angebaute Doppelgarage, integrierte Tiefgarage).

Freistehende Garagen oder Nebengebäude haben einen eigenen BRI, der separat ausgewiesen wird. In der HOAI-Honorarberechnung werden Nebengebäude teils als eigenständige Objekte gerechnet.

Für Kostenschätzungen und Versicherungswertermittlungen wird der BRI häufig auf das Hauptgebäude beschränkt, Garagen separat bewertet.

Im Rechner wird der BRI für das Hauptgebäude aus Länge, Breite und Geschosshöhen berechnet; angebaute Garagen sollten mit ihren Außenabmessungen in die Grundfläche einbezogen werden, wenn sie unter demselben Dach liegen.

Praxisbeispiel: Eine angebaute Doppelgarage (6 m × 6 m, 2,5 m Höhe) trägt 90 m³ zum Gesamt-BRI bei, was bei einem Versicherungswert von 350 €/m³ rund 31.500 € Mehrwert im Gebäudeversicherungsvertrag bedeutet.

Eine freistehende Garage erfasst man als separates Objekt und gibt ihre Maße in eine zweite Berechnung ein.

Hinweise

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

Schnelle Qualitätsprüfung für dein Ergebnis.

Der BRI ist eine reine Hüllvolumen-Größe – er sagt noch nichts über die tatsächlich nutzbare Wohnfläche aus. Typische Verhältniswerte: Beim Einfamilienhaus liegt die Wohnfläche nach WoFlV bei ca.

30–40 % des BRI, die Nutzfläche nach DIN 277 bei ca. 50–60 %. Wer aus dem BRI auf Wohnfläche zurückrechnen will, multipliziert BRI × 0,35 als groben Anhaltswert.

Für Versicherungswertermittlung (Neubauwert) wird häufig ein Kostenkennwert in €/m³ BRI verwendet. Aktuelle Richtwerte für Einfamilienhäuser liegen bei 350–550 €/m³ BRI (2024, regional stark variierend).

Wichtig ist, den Kostenkennwert als groben Orientierungsrahmen zu verstehen und nicht als exakte Baukostenprognose, da Ausstattung, Grundstück, Baugrund und regionale Preisunterschiede das Ergebnis erheblich verschieben.

Nutze den BRI-Kostenwert deshalb vor allem, um Angebote in €/m³ untereinander vergleichbar zu machen und deutliche Ausreißer nach oben oder unten früh zu erkennen.

Vergleiche dabei nur Werte, die auf demselben Baukörper beruhen: Weil der Rechner Keller und Dachgeschoss als volle Quader mitzählt, fällt der BRI eines unterkellerten Hauses mit ausgebautem Dach deutlich höher aus als der eines gleich großen Bungalows – und ein pauschaler €/m³-Kennwert unterstellt trotzdem denselben Ausbaustandard je Kubikmeter.

Ein Kellerkubikmeter kostet real aber weniger als ein Wohnkubikmeter. Nutze den Kennwert deshalb bevorzugt für Gebäude ähnlicher Bauart.

Der GRZ/GFZ-Rechner liefert die bebauungsrechtlichen Rahmenwerte, der Umbauter-Raum-Rechner die Volumengröße für die Kostenplanung – beide Rechner zusammen geben eine vollständige Bauplanungsgrundlage.

Anwendung

Wie setze ich die Berechnung in der Praxis ein?

So wird das Ergebnis in einer realen Entscheidung nutzbar.

Petra und Marcus bauen ein Einfamilienhaus und möchten die Baukosten grob einschätzen. Ihr Architektenplan zeigt: Länge 11 m, Breite 9 m, Erdgeschoss 2,75 m hoch (Rohbau außen), Obergeschoss 2,65 m, Dachgeschoss 2,20 m (Mittelwert), kein Keller.

Eingaben: Länge 11, Breite 9, EG-Höhe 2,75, OG-Höhe 2,65, DG-Höhe 2,20. Grundfläche = 99 m². BRI = 99 × (2,75 + 2,65 + 2,20) = 99 × 7,60 = 752,4 m³ ≈ 752 m³. Mit Kostenkennwert 420 €/m³ (mittlere Ausstattung): Schätzkosten = 752 × 420 = 315.840 €.

Ihr Angebot lautet 380.000 €. Der Rechner zeigt: Der Angebotspreis von 505 €/m³ liegt über dem Mittelwert, aber noch in der üblichen Spanne. Petra und Marcus können nun gezielt nachfragen, welche Ausstattungsmerkmale den höheren Preis begründen.

Um die Größenordnung besser einzuordnen, rechnen Petra und Marcus grob von BRI auf Wohnfläche zurück: Mit dem Anhaltswert BRI mal 0,35 ergeben sich aus 752 m³ etwa 263 m² Wohnfläche.

Beim Angebotsvergleich achten sie darauf, mehrere Angebote konsequent in €/m³ BRI umzurechnen, statt nur Endsummen zu vergleichen, weil erst der Bezug auf das Volumen die Ausstattungsunterschiede sichtbar macht.

Beim Eintragen der Dachgeschosshöhe stutzen sie kurz: Ihr First liegt bei 3,60 m, der Kniestock bei 0,80 m.

Sie tragen aber die 2,20 m Mittelwert ein, weil der Rechner die Ebene als Quader über die volle Grundfläche rechnet – mit der Firsthöhe kämen sie auf 99 × 3,60 = 356,4 m³ statt 217,8 m³ für das Dachgeschoss, und der BRI schnellte von 752,4 auf 891 m³ hoch – fast 19 Prozent zu viel.

Der Rechner meldet ihnen drei Ebenen und 297 m² Geschossflächen; dass davon im Dachgeschoss real deutlich weniger nutzbar ist, ist ihnen dabei bewusst.

Fallstricke

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Typische Anfängerfehler. Sicherer anwenden.

Der häufigste Fehler ist das Verwenden von Innenmaßen statt Außenmaßen: Bei 30 cm Wandstärke auf beiden Seiten sind Innenmaß und Außenmaß bei 12 m Länge um 60 cm verschieden – das macht bei einem mehrgeschossigen Haus schnell 50–100 m³ BRI Unterschied. Zweiter Fehler: Das Dachgeschoss wird komplett vergessen oder nur bis zum Kniestock gemessen.

Dritter Fehler: Garagen, Carports und überdachte Außenbereiche werden einbezogen, obwohl sie je nach Bewertungszweck ausgeschlossen sein können.

Und viertens wird der BRI mit Wohnfläche oder Nutzfläche verwechselt – der BRI ist immer deutlich größer als die Wohnfläche.

Ein fünfter Fehler betrifft die Geschosshöhe: Wird nur die lichte Raumhöhe statt der vollen Höhe von Boden zu Boden angesetzt, fehlen die Deckenstärken, und der BRI fällt je Geschoss um mehrere Kubikmeter zu klein aus.

Ebenso führt das Runden der Maße auf glatte Werte bei mehrgeschossigen Gebäuden zu spürbaren Abweichungen, weil sich jeder Zentimeter über die Grundfläche und alle Geschosse vervielfacht.

Nächster Schritt

Was ist das Fazit und wie geht es weiter?

Die Kernaussage für die direkte Weiterentscheidung.

Der Umbauter-Raum-Rechner berechnet den Brutto-Rauminhalt (BRI) nach DIN 277 aus Außenmaßen und Geschosshöhen für bis zu fünf Geschosse.

Das Ergebnis dient als Basis für HOAI-Honorarberechnungen, Versicherungswertermittlungen, Kostenschätzungen mit Richtwerten in €/m³ sowie als Pflichtangabe im Energieausweis.

Behandle den daraus abgeleiteten Baukostenwert stets als grobe Orientierung, die von Ausstattung und Region abhängt, und nutze ihn vor allem, um Angebote in €/m³ vergleichbar zu machen und Ausreißer zu erkennen.

Für die bebauungsrechtliche Einordnung des Gebäudes (Was darf ich bauen?) nutzt man danach den GRZ/GFZ-Rechner.

Zwei Punkte entscheiden über die Belastbarkeit des Werts: Beim Dachgeschoss gehört die mittlere Höhe ins Feld und nicht die Firsthöhe, sonst rechnest du einen vollen Kasten über dem Haus; und der Rechner stapelt gleich große Quader, sodass Erker, Anbauten, versetzte Geschosse oder ein Teilkeller in Teilkörper zerlegt und einzeln gerechnet werden müssen.

Für den konkreten Materialbedarf (Beton, Mauerwerk) stehen der Betonrechner und der Mauerwerk-Rechner bereit.

Vertiefung

Welche typischen Beispiele zeigen die Berechnung?

Step-by-Step Walkthroughs. Realistische Szenarien.

Beispiel 1 · Einfach · Grundfläche 135 m², BRI gesamt 378 m³ (nur EG)

Bungalow ohne Keller

Länge
15 m
Breite
9 m
Kellergeschoss
0 m
Erdgeschoss
2,8 m

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 2 · Mittel · Grundfläche 80 m², BRI gesamt 640 m³ (Keller 200 m³ + EG 220 m³ + OG 220 m³)

Stadthaus mit zwei Vollgeschossen

Länge
8 m
Breite
10 m
Kellergeschoss
2,5 m
Erdgeschoss
2,75 m

Weitere 2 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

Beispiel 3 · Komplex · Grundfläche 240 m², BRI gesamt 2.016 m³ (EG + OG + 2. OG je 672 m³)

Großes Mehrfamilienhaus ohne Keller

Länge
20 m
Breite
12 m
Kellergeschoss
0 m
Erdgeschoss
2,8 m

Weitere 3 Eingabewerte sind in dieser Beispielrechnung enthalten.

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Weiternutzung

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  • Infografik: Umbauter Raum: BRI nach DIN 277, Kellergeschoss, Erdgeschoss, Obergeschoss, Dachraum, BRI (gesamt), 2,75 m, Außenmaße (inkl. Putz/Verkleidung)

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Quellen, Transparenz und Haftung

Haftungsausschluss

Die Ergebnisse dieses Rechners sind Orientierungswerte und ersetzen keine professionelle Beratung. Für verbindliche Entscheidungen – insbesondere in finanziellen, gesundheitlichen oder rechtlichen Angelegenheiten – empfehlen wir die Einholung fachkundiger Beratung. Aktuelle Vertrags-, Produkt- und Regulierungsdaten können von den Rechenwerten abweichen.

Rechnerspezifische Grenzen: Vereinfachte Berechnung nach DIN 277 (rechteckiger Grundriss, konstante Höhen je Ebene). Abweichende Grundrisse oder Dachneigungen sind separat zu berechnen.

Quelle: DIN 277 Brutto-Rauminhalt: BRI = Summe (Länge × Breite × Höhe) je Ebene

Stand: 2026-07-23

Externe Fachquellen
Qualitätsnachweise
Verantwortlich
Kilian Achatz
Herausgeber
Rechner-Portal
Letzte fachliche Prüfung
23. Juli 2026
Fachbereich
Bau & Handwerk / Beton & Mauerwerk
Formeln basieren auf
DIN 277 Brutto-Rauminhalt: BRI = Summe (Länge × Breite × Höhe) je Ebene
Zitation & Richtlinien

APA-Format

Rechner-Portal (2026). Umbauter-Raum-Rechner. Abgerufen von https://rechner-portal.de/bau-handwerk/beton-mauerwerk/umbauter-raum-rechner

Harvard-Format

Rechner-Portal, 2026. Umbauter-Raum-Rechner. Available at: https://rechner-portal.de/bau-handwerk/beton-mauerwerk/umbauter-raum-rechner

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