Überblick
Was ist der Asbest-Entsorgungskosten?
Starte mit der kurzen Einordnung, bevor du Eingaben und Ergebnis interpretierst.
Der Asbest-Entsorgungskosten-Rechner schlüsselt die Gesamtkosten für Ausbau, Verpackung, Transport und Deponierung asbesthaltiger Materialien nach TRGS 519 auf. Statt nur einen Pauschalpreis zu kennen, siehst du vier Einzelpositionen – Ausbau/Demontage, Entsorgung (Deponie + Verpackung), Transport zur Sonderabfall-Deponie und Baustelleneinrichtung mit Schutzmaßnahmen – und kannst gezielt prüfen, wo die größten Kostentreiber liegen.
Eingangsgrößen sind das Asbestmaterial (Wellplatten, Fassadenplatten, Floor-Flex-Bodenbelag, Nachtspeicheröfen oder Asbestzementrohre), die Menge in m², Stück oder Laufmetern, die Ausbauart (Fachbetrieb oder Eigenleistung), die Entfernung zur nächsten zugelassenen Deponie und die Region.
Die Deponierung erfolgt nach Deponieverordnung (DepV) auf einer Deponieklasse-I-Anlage, deren Gebühren je nach Bindungsart zwischen 180 und 350 EUR/t liegen. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen fest und schwach gebundenem Asbest.
Wellplatten, Fassadenplatten, Floor-Flex und Rohre enthalten fest gebundenen Asbest, bei dem Eigenausbau unter Auflagen möglich ist.
Nachtspeicheröfen dagegen enthalten schwach gebundenen Asbest in den Speicherkernen – hier ist ein zertifizierter Fachbetrieb mit Sachkundenachweis nach TRGS 519 Anlage 3 zwingend vorgeschrieben.
Die Schutzmaßnahmen kosten im schwach gebundenen Fall 1.200 EUR statt 450 EUR bei fest gebundenem Material, was die Gesamtkosten deutlich verschiebt.
Für ein typisches EFH-Dach mit 80 m² Eternit-Wellplatten ergibt der Rechner Gesamtkosten von rund 4.100–6.200 EUR im Bundesdurchschnitt, aufgeteilt in 3.600 EUR Ausbau, 536 EUR Entsorgung, 150 EUR Transport und 850 EUR Nebenkosten.